Rutzendorfer Mühle
Rutzendorfer Mühle Gemeinde Sachsen bei Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Rutzendorfer+M%C3%BChle 49° 17′ N, 10° 39′ O
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| Höhe: | 392 m ü. NHN | |||||
| Postleitzahl: | 91623 | |||||
| Vorwahl: | 09827 | |||||
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Rutzendorfer Mühle (im 19. Jahrhundert auch Rutzenmühle genannt<ref name="OV 1867"/><ref name="OV 1875"/>) ist eine dem Gemeindeteil Rutzendorf zugehörige Mühle der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Rutzendorfer Mühle liegt in der Gemarkung Volkersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Die Einöde liegt an der Fränkischen Rezat. Ein Anliegerweg führt 130 Meter östlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die zur Staatsstraße 2223 (0,2 km nördlich) bzw. nach Rutzendorf verläuft (0,3 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Mühle gehörte seit jeher zu Rutzendorf. Im Jahre 1515 wurde Hans Rutzenmüller als Eigentümer der Mühle genannt. Infolge des Dreißigjährigen Kriegs brannte die Rutzenmühle ab. 1636 wurde sie von Hans Apel wieder aufgebaut.<ref>G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 353.</ref> Ein weiterer Brand ereignete sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1803 wurde sie wieder aufgebaut. Ursprünglich war sie eine Getreidemühle mit angeschlossenem Sägewerk, heute wird sie zur Stromerzeugung genutzt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand die Rutzendorfer Mühle ein Anwesen. Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das Pflegamt Lichtenau aus. Bei der Vergabe der Hausnummern Anfang des 19. Jahrhunderts bekam das Anwesen die Nr. 1 und 2 des Ortes Rutzendorf.<ref name="J905">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 905.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rutzendorfer Mühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sachsen und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sachsen zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde sie in die neu gebildete Ruralgemeinde Volkersdorf umgemeindet. Nach 1888 wird die Rutzenmühle in den amtlichen Verzeichnissen nicht mehr aufgelistet. Am 1. April 1971, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, erfolgte die Eingemeindung nach Sachsen.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013.</ref><ref>Sachsen bei Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1 (ehemalige Wassermühle): zweigeschossiger Bau mit dreigeschossigem Giebel; geohrtes Portal mit geradem Sturz und Wappen bezeichnet „1803“. An der Nordostecke Inschrift und Maske (Eckpfahl von 1517).<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 137.</ref><ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Sachsen bei Ansbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Zugehöriges Nebengebäude<ref name="Denkmalliste"/>
- Brücke<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1836 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 7 | 6 | 8 | 7 | 9 |
| Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1840 wurden diese als Häuser und 1836 und 1885 als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 2 | 2 | 2 | ||
| Quelle | <ref>Vorlage:Meyer Rezatkreis 1837</ref> | <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 153 (Digitalisat).</ref> | <ref name="OV 1867">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1044, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1210, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1096 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J905"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Johannes (Lichtenau) zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 137.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte. C. Brügel & Sohn, Ansbach 1940, DNB 575937491, OCLC 72078529, S. 353 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Rutzendorfer Mühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Alberndorf | Büchenmühle | Hirschbronn | Milmersdorf | Neukirchen | Obere Walkmühle | Ratzenwinden | Rutzendorf | Sachsen | Steinbach | Steinhof | Untere Walkmühle | Volkersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Rutzendorfer Mühle
Wüstung: Silbermühle