Saariselkä
Saariselkä (finnisch [<templatestyles src="IPA/styles.css" />]) oder Suoločielgi (nordsamisch) ist ein Wintersportort und Fjellgebiet im finnischen Teil Lapplands.
Lage
Der Ort Saariselkä liegt im Süden der Gemeinde Inari, ca. 30 km südlich des Hauptortes Ivalo an der Staatsstraße 4 und hat 311 Einwohner.<ref>Stand 31. Dezember 2005, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Gemeinde Inari: Tilastotietoja Inarin kunnasta ( vom 12. März 2008 im Internet Archive) (finn.)</ref> Es handelt sich um einen touristisch bedeutsamen Wintersportort mit ca. 10.600 Bettenplätzen. Mit über 240.000 Übernachtungen pro Jahr<ref>Stand 2003, Lapin liitto: Tourism in Finland and Lapland (englisch), S. 77.</ref> ist Saariselkä das größte Ferienzentrum Finnisch-Lapplands. Neben Hotels und Restaurants befinden sich in dem Dorf ein Supermarkt, eine Filiale des staatlichen Alkoholverkäufers Alko, ein Bankautomat, eine Tankstelle und eine Kapelle. An den Hängen der angrenzenden Fjells Kaunispää und Iisakkipää befinden sich elf Skipisten, davon sind fünf beleuchtet. Skilanglauf ist auf dem 230 km langen Loipennetz (davon 34 km beleuchtet) möglich. Wegen seiner natürlichen Begebenheiten verfügt Saariselkä über weniger und kürzere Pisten als andere nordfinnische Skisportzentren wie Levi. Dafür zieht der Ort neben den Skifahrern in Winter auch viele Naturtouristen im Sommer und Herbst an, sodass die Saisonalität weniger stark ausgeprägt ist als in vielen anderen Touristenzentren Lapplands: Die Hauptsaison ist die Skisaison im März und April mit jeweils knapp 34.000 Übernachtungen, aber auch im Juli und September werden jeweils rund 25.000 Übernachtungen registriert.<ref>Stand 2003, Lapin liitto: Tourism in Finland and Lapland (englisch), S. 87.</ref>
Ferner bezeichnet Saariselkä das Fjellgebiet, das sich östlich des Ortes bis hin zur russischen Grenze erstreckt. Es ist gänzlich unbewohnt und gehört zum Nationalpark Urho Kekkonen. Die höchste Erhebung ist der 718 Meter hohe Fjell Sokosti im Gemeindegebiet von Sodankylä.
Name
Die beiden amtlichen Namen, finnisch Saariselkä und nordsamisch Suoločielgi sowie inarisamisch Suáluičielgi skoltsamisch Suâlčie ́lj, lassen sich alle als „Inselrücken“ lesen.
Der Name hat sich heute zur Bezeichnung des Bergrückens östlich und südlich des Fjellgebiets Raututunturit (im heutigen Nationalpark Urho Kekkonen) etabliert, bezeichnete vom 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch den gesamten Landrücken zwischen den Einzugsgebieten des Flusses Kemijoki und Paatsjoki, der sich zwischen den Fjells Peltotunturi und Talkkunapää erstreckt und noch weiter ostwärts bis ins heutige Russland reicht. Saariselkä wird auch manchmal als Fortsetzung der östlichen finnischen Wasserscheide (Maanselkä) angesehen.<ref name="paikkala"></ref>
Historisch belegt sind die Schreibungen Solenselckij 1593 (1551), Suollosielgie 1714, Sarisälkä 1738 sowie noch 1893 Suoloselkä. Der heutige finnische Name geht demnach auf eine Lehnübersetzung aus dem Samischen zurück.<ref name="paikkala"/>
Das ursprüngliche Motiv der Benennung des samischen Ortsnamens ist nicht ganz eindeutig; gewöhnlich wird jedoch darauf verwiesen, dass das Fjellgebiet gleichsam eine „Insel“ in einer ansonsten bewaldeten Landschaft bildet.<ref name="paikkala"/>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 68° 25′ N, 27° 25′ O
{{#coordinates:68,416666666667|27,416666666667|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=FI-10
|type=city
}}