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Sant’Antonio TI

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(Weitergeleitet von Sant'Antonio TI)
TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Sant’Antonio zu vermeiden.

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Sant’Antonio
Datei:SantAntonio-coat of arms.svg
Wappen von Sant’Antonio
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6583
frühere BFS-Nr.: 5018
Koordinaten: 725301 / 114403Koordinaten: 46° 10′ 10″ N, 9° 3′ 40″ O; CH1903: 725301 / 114403
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Höhe: 822 m ü. M.
Fläche: 33,6 km²
Einwohner: 234 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 7 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Datei:Sant' Antonio Gemeindehaus.jpg
Ehemaliges Gemeindehaus
Ehemaliges Gemeindehaus
Karte
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Datei:Karte Gemeinde Sant'Antonio 2010.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. April 2017

Sant’Antonio, im lombardischen Ortsdialekt Sant’Antoni <templatestyles src="IPA/styles.css" />[ˌsantanˈtɔːni],<ref>Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 795.</ref> ist ein Ortsteil von Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete es eine selbständige politische Gemeinde im damaligen Kreis Giubiasco.

Geographie

Sant’Antonio umfasst das gesamte obere Valle Morobbia, das an der Grenze zu Italien liegt. Das Tal öffnet sich zur Magadinoebene hin, wo das namengebende Flüsschen Morobbia bei Giubiasco in den Tessin mündet.

Geschichte

1912 fand man in Sant’Antonio eine Axt aus der Steinzeit, 1916 in Vellano ein Grab aus der älteren Eisenzeit mit Keramiken und Perlenhalsbändern und 1943 ebenda weitere vier Gräber aus der nämlichen Epoche.<ref>Aldo Bassetti: Le tombe di S. Antonio in Valle Morobbia. In: Rivista Storica Ticinese. Anno 6, N. 6, Dicembre 1943, Istituto Editoriale Ticinese, Bellinzona 1946, S. 846–847.</ref> Früher gehörte das Dorf zur mittelalterlichen Nachbarschaft (vicinia) bzw. ab 1803 zur Gemeinde Val Morobbia; 1831 wurde es eine selbständige Gemeinde. Kirchlich selbständig wurde es um 1680.

Am 29. Februar 1888 kamen in der Fraktion Melirolo durch eine Lawine sieben Leute ums Leben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sandro Bassetti: La valanga di Melirolo (Memento vom 25. Januar 2020 im Internet Archive) auf gpvm.ch/files/</ref>

Am 12. Mai 1917 wurde der Postautodienst bis Carena Valle Morobbia eingeführt.

Vor der Verabschiedung des Bundesgesetzes betreffend die eidgenössische Oberaufsicht über die Forstpolizei im Hochgebirge von 1876 wurden viele Tessiner Wälder intensiv für die Herstellung von Holzkohle genutzt. Nach der Eröffnung des Eisenbahntunnels durch den Gotthard 1882 begann die Lombardei mit dem Import von Steinkohle aus Deutschland, was den Niedergang der Köhlerei im Tessin einleitete.

Am 2. April 2017 schloss sich Sant’Antonio gleichzeitig mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Moleno, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo und Sementina der Gemeinde Bellinzona an. Sant’Antonio bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Sant’Antonio (Valle Morobbia) (mit Fotos) (italienisch) auf https://www.patriziatosantantonio.com/</ref>

Bevölkerungsentwicklung

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Sehenswürdigkeiten

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Datei:Sant' Antonio Oratorio San Bernardino.jpg
Oratorium San Bernardino von Siena
  • Pfarrkirche Santi Antonio abate und Abbondio<ref name="Martinoli">Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 47–48.</ref>
  • Oratorium San Bernardino von Siena im Ortsteil Carena<ref name="Martinoli" />
  • Ruine der Ramme im Ortsteil Monti di Ruscada<ref name="Martinoli" />
  • Museo Maretti della Civiltà contadina im Ortsteil Vèllano<ref>Museo Maretti della Civiltà contadina im Ortsteil Vèllano (mit Foto) (italienisch) auf incitta.ch/eventi</ref>
  • Steinbrücke über die Morobbia<ref name="Martinoli" />
  • Festungen San Jorio<ref>Festungen San Jorio (mit Fotos) (italienisch) auf forti.ch</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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