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Steigerkopf

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(Weitergeleitet von Schänzel)

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Schänzel
Loogsteine und Ritterstein auf dem Steigerkopf
Loogsteine und Ritterstein auf dem Steigerkopf
Höhe Vorlage:Höhe/Fmt m ü. NHN <ref name="LANIS" />
Lage nahe Edenkoben, Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Gebirge Pfälzerwald
Koordinaten 49° 17′ 50″ N, 8° 1′ 34″ OKoordinaten: 49° 17′ 50″ N, 8° 1′ 34″ O
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Gestein Buntsandstein
Besonderheiten – Historische Schanzen am Hang
Aussichtsturm auf dem Gipfel
Steigerkopf (Mitte) aus Südwesten vom Weißenberg aus
Steigerkopf (Mitte) aus Südwesten vom Weißenberg aus

Der Steigerkopf, im Volksmund auch Schänzel genannt, nahe der Stadt Edenkoben im rheinland-pfälzischen Landkreis Südliche Weinstraße ist ein Vorlage:Höhe/Fmt m ü. NHN hoher<ref name="LANIS" /> Berg im Pfälzerwald. Auf dem zur Waldgemarkung von Gommersheim gehörenden Gipfel steht der Schänzelturm.

Geographie

Der Steigerkopf liegt im Naturpark Pfälzerwald im östlichen Bereich des namensgebenden Mittelgebirges. Sein Gipfel erhebt sich etwa 7 km westnordwestlich der Stadt Edenkoben am Westrand einer Gruppe von Bergen, die sämtlich über Vorlage:Höhe/Fmt m hoch sind; 4 km nordöstlich steht der höchste Berg des Pfälzerwalds, die Kalmit (Vorlage:Höhe/Fmt m).

Der Gipfel des Steigerkopfs und besonders nordöstlich davon befindliche Bergteile gehören zur Waldgemarkung von Gommersheim,<ref name="LanisLisNsv" /> die als Exklave rund 17 km westlich von dieser Ortsgemeinde liegt. Geologisch stellt der Steigerkopf den Nordwestläufer des Vorlage:Höhe/Fmt m hohen Kesselbergs dar, dessen Gipfel 2 km (Luftlinie) entfernt ist.

Ein südlich des Gipfels auf Vorlage:Höhe/Fmt m Höhe gelegener Bergsattel heißt Benderplatz nach dem Oberlehrer Friedrich Bender (1869–1932), der die Ortsgruppe Edenkoben des Pfälzerwald-Vereins gegründet hat. Am Rand des Platzes stehen der Ritterstein 241 mit Angaben zu Bender<ref>Foto: Ritterstein 241 mit Angaben zu Bender.</ref> und eine kleine hölzerne Schutzhütte.<ref>Foto: Schutzhütte am Benderplatz.</ref> Nordwestlich des Gipfels liegt auf Vorlage:Höhe/Fmt m Höhe das Forsthaus Heldenstein, nordöstlich auf Vorlage:Höhe/Fmt m Höhe der Bergsattel Lolosruhe. Dort ist der Ritterstein 238 mit der Aufschrift „Lolosruhe – Fünf Steine“ aufgestellt, der auf fünf benachbarte alte Grenzsteine hinweist.

Südwestlich des Steigerkopfs, am Vorlage:Höhe/Fmt m hohen Küchenkopf, entspringt der fast 30 km lange Modenbach, ein rechter Nebenfluss des Speyerbachs. Östlich des Steigerkopfs befindet sich die Quelle des gut 23 km langen Triefenbachs, dessen Wasser über den Kropsbach ebenfalls den Speyerbach erreicht.

Geschichte

Schänzel

Im Volksmund wird der Steigerkopf auch „Schänzel“ genannt, seit um den Berg herum während des Ersten Koalitionskriegs gegen Frankreich im Sommer 1794 preußische Soldaten eine Vielzahl von Schanzen errichteten. Der Berg war damals Teil einer Frontlinie, die von Speyer über den Pfälzerwald bis in die Gegend von Trier verlief.<ref name="KuLaDig" /> Die Preußen, die vier Bataillone, also etwa 4000 Mann stark waren, wollten die 7000 Mann zählenden französischen Revolutionstruppen aufhalten, die zur Eroberung der deutschen Gebiete links des Rheins beitragen sollten. In der verlustreichen Entscheidungsschlacht am 12. und 13. Juli 1794 siegten die Franzosen, nachdem sie am zweiten Tag von einem ortskundigen Jäger aus dem nahen Dorf Dernbach in den Rücken der Preußen geführt worden waren.<ref name="HvV" /> Der preußische Befehlshaber General Theodor Philipp von Pfau (1727–1794) geriet schwer verwundet in Gefangenschaft und starb noch am selben Tag.<ref name="ADB" /> Der Rest der preußischen Einheit zog sich nach Osten über den Rhein zurück.<ref name="KuLaDig" />

Die eroberten Schanzen wurden von den Franzosen fast eineinhalb Jahre gehalten. Doch am 13. Dezember 1795 gelang es österreichischen Soldaten unter dem Befehl von Generalfeldmarschall Dagobert Graf von Wurmser, den Steigerkopf zu erstürmen. Daraufhin wurde am 27. Dezember 1795 mit den Franzosen ein vorübergehender Waffenstillstand geschlossen.<ref name="KuLaDig" />

Schänzelturm und Widmungen

Anfang des Jahres 1796, kurz nach der Rückeroberung des Steigerkopfs, ließ der österreichische Generalfeldmarschall von Wurmser für General von Pfau vor Ort ein Ehrenmal errichten. Der sogenannte Heldenstein<ref name="HvV" /> trägt folgende teilweise gereimte Inschrift:

„Dem Anno 1794 vor dem Feind gebliebenen königlich preusischen Herrn Generalen von Pfau.
Als Held und Biedermann bekannt
starb Pfau fürs deutsche Vaterland.
Als Freund von edler Tapferkeit
sei dieses Denkmal ihm geweiht.
Von dem k. k. General-Feldmarschall Dagobert Grafen von Wurmser 1796“

Zum Andenken an die besiegten Preußen wurde 1894, hundert Jahre nach dem Ereignis und im Bewusstsein des 1871 gewonnenen Deutsch-Französischen Kriegs, auf dem Berggipfel der Schänzelturm erbaut.<ref name="HvV" /> Dies ist ein achteckiger Aussichtsturm von 13 m Höhe, der aus behauenem Sandstein aufgemauert wurde und dessen Aussichtsplattform auf dem Turmdach durch ein Geländer gesichert ist. Der Turm wurde vom Schänzelturmverein zu Edenkoben mit einer Widmungstafel versehen:

„Dem Andenken der tapfren preußischen Krieger, welche im Kampfe gegen das französische Invasionsheer am 13. Juli 1794 hier den Heldentod für das deutsche Vaterland starben“

Als zusätzliche Erinnerung an die Kämpfe von 1794 wurden im 20. Jahrhundert auf dem Steigerkopf die Rittersteine mit den Nummern 62 bis 68 errichtet.<ref name="WEitelmann" />

Verkehrsanbindung

Die Zufahrt zum Steigerkopf erfolgt über eine etwa 10 km lange Fahrstraße, die von Edenkoben (dort als Klosterstraße) als Kreisstraße 6 nördlich parallel zum Triefenbach empor nach Westnordwest führt, um den Gipfel herum einen Linksbogen beschreibt und dann durchs Modenbachtal hinunter in südöstlicher Richtung als Kreisstraße 58 Burrweiler erreicht. Sie überwindet zweimal mehr als 400 Höhenmeter und ist als „landschaftlich besonders schöne Strecke“<ref name="Gk" /> eingestuft.

Literatur

Weblinks

Commons: Schänzelturm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references> <ref name="LANIS"> Höhe und Lage des Steigerkopfs auf: <ref name="DE-RP_LANDIS-Karte">Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)</ref>, abgerufen am 1. November 2020.</ref> <ref name="LanisLisNsv"> Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung.</ref> <ref name="Gk"> Die Generalkarte Nr. 15, Mairs Geographischer Verlag/Falk Verlag, Ostfildern, 2004.</ref> <ref name="HvV">Heimatverein Venningen: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., S. 3–5, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2014-02-22;.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> <ref name="KuLaDig"> Matthias C. S. Dreyer, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, und Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler): Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. KuLaDig (Kultur–Landschaft–Digital), Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (2020 ergänzt).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> <ref name="ADB"> Bernhard von Poten: Pfau, Theodor Philipp v.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 25, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 610 f.</ref> <ref name="WEitelmann"> Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald, Neustadt 1998.</ref> </references>