Schweinsdorf (Neusitz)
Schweinsdorf Gemeinde Neusitz
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(266)&title=Schweinsdorf 49° 24′ N, 10° 14′ O
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dim=10000 | globe= | name=Schweinsdorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 404 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 266 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91616 | |||||
| Vorwahl: | 09861 | |||||
Schweinsdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neusitz im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Schweinsdorf hat eine Fläche von 4,573 km². Sie ist in 688 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6647,37 m² haben.<ref>Gemarkung Schweinsdorf (093031). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Seehäusl.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Kirchdorf liegt in Tallage am Schweinsbach, der mit dem Bauerngraben 500 m westlich im Westen und schon auf Rothenburger Gebiet im von einem Naturschutzgebiet umgebenen Großen Lindleinsee zum Saubach zusammenfließt, der dann über den Steinbach zur Tauber entwässert. Im Südosten erhebt sich der Schweinsdorfer Ranken an der nahen Stufenkante der Frankenhöhe, im Nordosten der Vogelbachwald.<ref name="BayernAtlas">Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Schweinsdorf ist wahrscheinlich ein Ausbauort von Gattenhofen, der im 8. bzw. 9. Jahrhundert angelegt wurde. 1128 wurde der Ort in einer Urkunde des Königs Lothar III. als „Sewtorff“ erstmals erwähnt, benannt nach den fünf Seen, die es um den Ort herum damals gab. 1249 wurde der Ort erstmals als „Swinsdorf“ genannt. Wie es zur Umdeutung kam, bleibt unklar.<ref>Schweinsdorf auf der Website neusitz.de</ref>
Unter Führung des französischen Generals Ezéchiel de Mélac zündeten im November 1688 französische Mordbrenner 37 Häuser an und richteten einen Schaden von mindestens 8045 Gulden an.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 261.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Schweinsdorf gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Chausseehaus, Gärtleinsseehaus, Linden und Nordenberg. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Schweinsdorf, zu der Seehäusl gehörte. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref><ref name="OV 1846"/> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,534 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde sie am 1. Mai 1978 nach Neusitz eingemeindet.<ref> </ref><ref>Neusitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 25. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Schweinsdorf gibt es acht Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Neusitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 11: Ehemaliges Wohnstallhaus
- Haus Nr. 12: Ehemaliges Wohnstallhaus
- Haus Nr. 32: Wohnhaus mit Scheune
- Haus Nr. 33: Ehemaliges Wohnstallhaus
- Haus Nr. 34: Ehemaliges Wohnstallhaus
- Haus Nr. 36: Evang.-luth. Pfarrhaus
- Haus Nr. 48: Evang.-luth. Pfarrkirche St. Ottilia
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Bodendenkmäler
In der Gemarkung Schweinsdorf gibt es sieben Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Schweinsdorf
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 243 | 283 | 286 | 301 | 294 | 298 | 292 | 290 | 307 | 296 | 311 | 316 | 320 | 324 | 304 | 311 | 303 | 296 | 277 | 357 | 381 | 384 | 295 | 298 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 46 | 57 | 60 | 64 | 64 | 65 | 66 | 72 | 71 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 84 (Digitalisat). Für die Gemeinde Schweinsdorf inklusive Einwohner und Feuerstellen von Gärtnersseehäusl (S. 28.)</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 226 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 277 Einwohner.</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1073, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1240, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1175–1176 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1246 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1287 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1114 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 816 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref> |
Ort Schweinsdorf
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 240 | 277 | 294 | 289 | 292 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *320 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *303 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *381 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *295 | 295 | 266 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 45 | 55 | 63 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *65 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *66 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *72 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *71 | 83 | |||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 329 (Digitalisat).</ref> |
Religion
1333 erhielt Schweinsdorf eine eigene Pfarrstelle mit der Pfarrkirche St. Ottilia, die bis dahin Filialkirche von St. Michael in Gattenhofen war. Die Kirchengemeinde hatte 1730 200 und 1775 241 Mitglieder.
Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Verkehr
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neusitz zur Staatsstraße 2250 (3 km südlich) bzw. nach Linden zur Kreisstraße AN 8 (2,2 km östlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Rothenburg ob der Tauber zur Staatsstraße 2419 (3,5 km südwestlich), nach Hartershofen (2,2 km nördlich) und nach Nordenberg (2 km nordöstlich) jeweils zur AN 8.<ref name="BayernAtlas"/>
Der Ort hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl, der durch die Linie RB 82 (Steinach–Rothenburg ob der Tauber) bedient wird.<ref>Regelfahrplan Schweinsdorf 2025. In: bahnhof.de. 15. Dezember 2024, abgerufen am 22. November 2025.</ref>
Oberhalb von Schweinsdorf beim Schweinsdorfer Ranken verlaufen die Fernwanderwege Europäische Wasserscheide und Jean-Haagen-Weg.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schweinsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 261–263 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 101–104.
Weblinks
- Schweinsdorf. In: neusitz.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schweinsdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Schweinsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
- Ulrike Schuster: Wie ein Dorf in Mittelfranken erfolgreich der Landflucht trotzt. In: sueddeutsche.de. 26. Dezember 2017, abgerufen am 27. Juni 2023.
Einzelnachweise
<references responsive />
Chausseehaus | Erlbach | Horabach | Neusitz | Schafhof | Schweinsdorf | Seehäusl | Södelbronn | Wachsenberg
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
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- Ort im Landkreis Ansbach
- Geographie (Neusitz)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Ersterwähnung 1128
- Gemeindeauflösung 1978
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Ansbach