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Schwesternschaft München

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V.
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Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1869 als „Bayerischer Frauenverein vom Roten Kreuz“
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz München, Deutschland
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege sowie Unterstützung und Hilfe für Menschen in Not
Vorsitz Generaloberin Caroline Vogt
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte 114 (Stand 2019)<ref name="Status">Jahresbericht 2019</ref>
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder etwa 1450<ref name="Status" />
Website www.swmbrk.de

Die Schwesternschaft München (vollständiger Name Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V.) mit Sitz in München ist ein Verein mit 1.450 Mitgliedern<ref name="Status" /> und Träger von Gesundheitszentren, Krankenhäusern, einer Senioreneinrichtung und Berufsfachschulen für Pflegeberufe.<ref>Leitbild der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V. und ihrer Einrichtungen, Website der Schwesternschaft.</ref>

Aufgaben

Kliniken der Schwesternschaft München

Hauptaufgabe ist die Pflege kranker und alter Menschen. Der Verein besitzt und betrieb vier Klinikgesellschaften mit insgesamt rund 900 Betten, rund 2.000 Mitarbeitern, die jährlich etwa 42.000 stationäre Patienten und rund 56.000 ambulante Fälle versorgen.<ref>Klinikverbund - Rotkreuzklinikum München. Abgerufen am 7. Juni 2017.</ref> Dabei verfügt jeder der vier Standorte über eine eigene Klinikleitung, wobei in der Zentrale die Geschäftsführung und ihre Stabsstellen die einzelnen Bereiche strategisch und unternehmensübergreifend steuern. Zu den Kliniken der Schwesternschaft München gehören (Stand: Mai 2016):<ref>Klinikverbund - Rotkreuzklinikum München. Abgerufen am 22. März 2020.</ref><ref>Rotkreuzklinik * Wertheim: Über das Unternehmen Rotkreuzkliniken Süd. Online auf www.rotkreuzklinik-wertheim.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.</ref><ref name="ZieleAufgaben">Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V.: Ziele und Aufgaben. Online auf www.swmbrk.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.</ref>

Berufsfachschulen für Pflegeberufe

Daneben besitzt die Schwesternschaft München fünf Berufsfachschulen für Pflegeberufe<ref>Herzlich Willkommen - Rotkreuzschulen. Abgerufen am 22. März 2020.</ref> und eine Senioreneinrichtung für 140 Personen in Grünwald.<ref>Herzlich Willkommen - Parkresidenz Helmine Held. Abgerufen am 22. März 2020.</ref>

Auslandseinsätze und berufspolitisches Engagement

Sie beteiligt sich an Auslandseinsätzen des Deutschen Roten Kreuzes bei Naturkatastrophen und in Krisengebieten und engagiert sich berufspolitisch im Bayerischen Landespflegerat, dem Deutschen Pflegerat und der Bundeskonferenz der Pflegeorganisationen (BuKo).<ref name="ZieleAufgaben" />

Organisation

Verein

Die Schwesternschaft München ist als eingetragener Verein organisiert. Die Aufnahme in die Schwesternschaft ist Frauen vorbehalten, die einen Pflegeberuf ausüben oder eine Pflegeausbildung absolvieren. Diese Frauen sind in der jährlichen Mitgliederversammlung stimmberechtigt und wählen Vorstand und Beirat. Fördernde Mitglieder können beratend ohne Stimmrecht an der Mitgliederversammlung teilnehmen und sind auch im Beirat vertreten.<ref>Voraussetzungen für die Mitgliedschaft, Website der Schwesternschaft.</ref><ref>Vereinsorgane, Website der Schwesternschaft.</ref>

Vorstandsmitglieder können neben Vertreterinnen der Schwesternschaft auch Männer sein, etwa als stellvertretende Vorsitzende, Schatzmeister, Jurist, Arzt oder Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus der Vorsitzenden, ihren beiden Stellvertreterinnen, einer Schriftführerin, dem Schatzmeister und seinem Stellvertreter sowie dem Juristen und seinem Stellvertreter. Hauptamtliche Vorstandsvorsitzende bzw. Generaloberin ist Edith Dürr. Alle weiteren Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.<ref>Vereinsorgane, Website der Schwesternschaft.</ref>

Dem Beirat gehören aktive und pensionierte Schwestern an. Der Beirat bildet das Bindeglied zwischen Mitgliedern und Vorstand.<ref>Vereinsorgane, Website der Schwesternschaft.</ref>

Die Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V. ist eine von drei bayerischen und insgesamt 31 deutschen DRK-Schwesternschaften.<ref>Verband der Schwesternschaften vom Roten Kreuz, Website der Schwesternschaft. Über den Verband der Schwesternschaften vom Roten Kreuz sind diese beratend in der Bundesversammlung sowie mit Sitz und Stimme im Präsidialrat des Deutschen Roten Kreuzes vertreten. Deutsches Rotes Kreuz – DRK, Website der Schwesternschaft.</ref>

Unternehmen

Die Geschäftsstelle der Schwesternschaft München mit Verwaltung, Fortbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement und der Leitung der Klinikgesellschaften befindet sich in München.<ref>Zentrale der Schwesternschaft München vom BRK e. V., Website der Schwesternschaft.</ref>

Als eigene Einrichtungen betreibt die Schwesternschaft in München weiterhin einen Betriebskindergarten und eine Betriebskrankenkasse sowie die Berufsfachschule Krankenpflege München und die Berufsfachschule Kinderkrankenpflege München. Weiterhin befinden sich die Berufsfachschulen Krankenpflege in Würzburg und Lindenberg im Allgäu, die Berufsfachschule Altenpflege Erding und die Senioreneinrichtung Parkresidenz Helmine Held in Grünwald im Eigentum der Schwesternschaft und werden von dieser auch betrieben. Bei der Berufsfachschule Krankenpflegehilfe Erding ist die Schwesternschaft lediglich Betreiberin.<ref>Geschäftsfelder, Website der Schwesternschaft.</ref><ref>Senioreneinrichtung "Schwesternheim Grünwald", Website der Schwesternschaft.</ref>

Datei:Rotkreuzklinik Wertheim.jpg
Ehemalige Rotkreuzklinik Wertheim

Das Rotkreuzklinikum München sowie ein Belegkrankenhaus in Würzburg mit 100 Betten befinden sich vollständig im Eigentum der Schwesternschaft.

2012 wurde die Schlossbergklinik Oberstaufen von HELIOS übernommen. Die Akutklinik verfügte über 105 staatlich geförderte Betten im Rahmen des Krankenhausbedarfsplanes des Freistaates Bayern. Die Rehabilitationsklinik verfügte über 120 Betten, die von der Deutschen Rentenversicherung und den Krankenkassen belegt wurden. Die Schlossbergklinik deckte damit das gesamte Spektrum der onkologischen Behandlung ab – von der akutmedizinischen Betreuung bis hin zur Rehabilitation. Diese Klinik wurde zum 31. März 2016 geschlossen.<ref>Onkologische Rehabilitationsklinik - Schlossbergklinik. Abgerufen am 3. Februar 2017.</ref>

Alle Häuser werden jeweils als gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung geführt<ref>Unsere Krankenhäuser: Die Rotkreuzkliniken Süd, Website der Schwesternschaft.</ref><ref>Rotkreuzkliniken Süd, Website der Rotkreuzkliniken Süd.</ref> und werden von der Schwesternschaft in rechtlich selbstständigen Klinikgesellschaften mit einer gemeinsamen Geschäftsführung (u. a. Edith Dürr) gehalten. Dieser Klinikverbund trägt den Namen Kliniken der Schwesternschaft München. Diese Kliniken betreuen insgesamt mit 1200 Mitarbeitern in 23 Fachabteilungen jährlich 71.000 Patienten.<ref>Unternehmen, Website der Rotkreuzklinik Wertheim.</ref>

Auf Basis von Gestellungsverträgen stellt der Verein Pflegepersonal an andere Einrichtungen ab, wie Klinikum der Universität München, Deutsches Herzzentrum München, Kreiskrankenhaus Erding, Asklepios Kliniken Lindau und Ilmtalklinik Pfaffenhofen.<ref>Geschäftsfelder, Website der Schwesternschaft.</ref>

Insolvenzverfahren

2023 wurde für drei der vier Kliniken (Lindenberg, Wertheim und München) ein Insolvenzverfahren eröffnet<ref>Nikolaus Nützel: Darum gehen gemeinnützige Krankenhäuser pleite. In: BR. 4. November 2023, abgerufen am 6. Mai 2024.</ref>, das für Wertheim und Lindenberg in der Liquidation endete. 2025 wurde ein Insolvenzverfahren für den Standort Würzburg eröffnet.

Wertheim

Für Wertheim konnte der Insolvenzverwalter eine kommunale Übernahme der Klinik nicht ermöglichen, da Generaloberin Dürr eine verbindliche Antwort auf das seit November 2023 vorliegende Angebot der Stadt Wertheim („Letter of Intent“) hierzu ablehnte.<ref>Zukunft der Rotkreuzklinik. 13. April 2024, abgerufen am 6. Mai 2024.</ref> Infolgedessen erfolgte am 19. Juni die Bekanntgabe der Liquidation des Krankenhauses. Markus Herrera Torrez, Oberbürgermeister Wertheims, äußerte nach der gescheiterten Fortführung eines Klinikbetriebs hierzu: „Der Schaden, den die Schwesternschaft vom Bayerischen Roten Kreuz in Wertheim hinterlässt, könnte nicht größer sein.“<ref name="Übernahme gescheitert">Gerd Weimer: Übernahme gescheitert: Endgültiges Aus für Rotkreuzklinik Wertheim. 19. Juni 2024, abgerufen am 19. Juni 2024.</ref>

Lindenberg

Am Standort Lindenberg zog das Insolvenzverfahren zunächst 122 Kündigungen nach sich,<ref>Jens Kohrs: Der doppelte Rettungsplan für die Rotkreuzklinik Lindenberg. In: BR. 25. März 2024, abgerufen am 6. Mai 2024.</ref> und es wurde versucht, das Haus in abgespeckter Form zu erhalten. Pläne hierfür scheiterten jedoch, so dass die Klinik mit Ausnahme der wirtschaftlich selbstständigen Urologie liquidiert wird.<ref>Peter Mittermeier: "Absolute Katastrophe": Die Rotkreuzklinik Lindenberg schließt. In: schwaebische.de. 24. Juni 2024, abgerufen am 25. Juni 2024.</ref> Dies führt zu weiteren 250 Kündigungen.<ref>"Sanierung gescheitert: Rotkreuzklinik Lindenberg schließt. In: swr.de. 24. Juni 2024, abgerufen am 25. Juni 2024.</ref> Der Bürgermeister Lindenbergs, Eric Ballerstedt, nannte dies in einer Pressemeldung „eine kalte Marktbereinigung ohne erkennbare Strukturentwicklung für die Zukunft“.<ref>Stellungnahme der Stadt Lindenberg i. Allgäu zur Schließung des Lindenberger Krankenhauses vom 24.06.2024. 24. Juni 2024, abgerufen am 25. Juni 2024.</ref>

München

Im September 2023 wurde ein Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht München beantragt.<ref>Finanzielle Schieflage: Rotkreuzklinik Wertheim im Schutzschirmverfahren. In: fnweb.de. 7. September 2023, abgerufen am 9. November 2023.</ref> Das Eigenverwaltungsverfahren hierzu wurde 2024 erfolgreich abgeschlossen.<ref>Rotkreuzklinikum München schließt Sanierungsverfahren ab. In: aerzteblatt.de. 2. Oktober 2024, abgerufen am 17. September 2025.</ref>

Würzburg

Am 8. September 2025 wurde beim Amtsgericht München ein Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens für die Rotkreuzklinik Würzburg gestellt.<ref>Vierte Rotkreuzklinik unter Schutzschirmverfahren. 12. September 2025, abgerufen am 17. September 2025.</ref> Die Schließung der Klinik erfolgte am 1. April 2026.<ref>Fabian Greulich: Rotkreuzklinik in Würzburg schließt zum 1. April. In: fnweb.de. 12. Februar 2026, abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>

Literatur

  • Ludger Tewes Rotkreuzschwestern Ihr Einsatz im mobilen Sanitätsdienst der Wehrmacht 1939–1945, Verlag Schoeningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78257-1.

Weblinks

Einzelnachweise

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