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Sevnica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sevnica
Lichtenwald
Wappen von Sevnica Karte von Slowenien, Position von Sevnica hervorgehoben
Basisdaten
Staat SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Slowenien
Historische Region Untersteiermark / Štajerska
Statistische Region Posavska (Region Untere Save)
Gemeinde Občina SevnicaVorlage:Infobox Ort in Slowenien/Wartung/Gemeinde verlinkt
Koordinaten Vorlage:Infobox Ort in Slowenien/Gemeinde zu ISO-Code_type:city(4574) 46° 1′ N, 15° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Slowenien/Gemeinde zu ISO-Code_type:city(4574) 46° 0′ 33″ N, 15° 18′ 14″ O
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Höhe 206 m. i. J.
Fläche 5 km²
Einwohner 4.574 (2023<ref>Population by settlements, detailed data, 1 January 2023. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2024; abgerufen am 6. Januar 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stat.si</ref>)
Bevölkerungsdichte 915 Einwohner je km²
Telefonvorwahl (+386) 07
Postleitzahl 8290
Kfz-Kennzeichen KK
Struktur und Verwaltung
Postanschrift Glavni Trg 19a
Sevnica
Website

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Datei:20160628 170622 bb.jpg
Sevnica an der Save

Die Stadt Sevnica (Aussprache [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈséːwnitsa], <phonos file="Sevnica.ogg">anhören</phonos>/?; deutsch Lichtenwald) ist der Hauptort der 115 Orte und Siedlungen umfassenden Gemeinde Sevnica in der historischen Landschaft Untersteiermark (Region Posavje) in Slowenien. Die Stadt liegt am linken Ufer der Save.<ref>Sevnica (Sevnica, Spodnjeposavska, Slowenien) – Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte, Lage, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 6. Januar 2024.</ref>

Name

Die Siedlung wurde erstmals 1275 in deutscher Sprache als Liechtenwalde urkundlich erwähnt (und 1309 als Lihtenwalde, 1344 als Lietenueld, 1347 als Liechtenwald und 1581 als Sielnizza). Der slowenische Name leitet sich wahrscheinlich von einem Hydronym ab, das sich auf den Bach Sevnična bezieht (erstmals 1488 als Zellnitz erwähnt). Dieser Name leitet sich vom Adjektiv se(d)lünъ „zu einer Siedlung, einem Dorf gehörend“ ab. Der slowenische Name hat keine Verbindung zum deutschen Namen, der sich auf Laubwälder bezieht.<ref>Marko Snoj: Etimološki slovar slovenskih zemljepisnih imen. Modrijan, Ljubljana 2009, S. 374.</ref> Früher war der deutsche Name der Stadt Lichtenwald.<ref>Leksikon občin kraljestev in dežel zastopanih v državnem zboru. Band 4: Štajersko. C. Kr. Dvorna in Državna Tiskarna, Wien 1904, S. 20.</ref>

Geschichte

Mittelalter

Im Zuge eines Grundtausches zwischen Gräfin Hemma von Gurk und dem Salzburger Erzbischof Balduin (1041–1060) erwarb das Erzstift Salzburg reichen Besitz an der Save. Lichtenwald/Sevnica geht wohl auf eine planmäßige Gründung unter Erzbischof Eberhard II. (1200–1246) zurück. Der Ort wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt und 1275 von einem Salzburger Amtmann verwaltet.

1322 wird Lichtenwald/Sevnica bereits als Markt mit eigenem Gericht in der Burg bezeichnet. Die Herrschaft umfasste damals rund 50 Dörfer mit zahlreichen bewirtschafteten Bauernhöfen, die Grundabgaben in Geldzins und Naturalien an den Salzburger Verwalter abliefern mussten. Erzbischof Eberhard III. (1406–1427) erließ für Lichtenwald im Jahr 1408 die gleiche Rechtsordnung, wie sie schon seit 1353 für Rann/Brežice gegolten hatte.

Neuzeit

Im Ungarischen Krieg wurde Lichtenwald von den Truppen des Königs Matthias Corvinus besetzt, unter dessen Schutz sich der Salzburger Erzbischof Bernhard von Rohr begeben hatte. Kaiser Maximilian I. eroberte Lichtenwald 1490 und stellte es vier Jahre später wieder an Salzburg zurück. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587–1612) verkaufte die Herrschaft Lichtenwald 1595 gemeinsam mit anderen auswärtigen Besitzungen an Innozent Moscon zum Thurm am Hardt und auf Gurkfeld um 33.000 Pfund Pfennig.

Im 16. Jahrhundert war die Stadt ein wichtiges Zentrum der protestantischen Reformation in der Unterkrain. Auch der Bibelübersetzer und protestantische Geistliche Jurij Dalmatin predigte in der Stadt.

Zwischen 1809 und 1813 war Sevnica Grenzstadt zwischen den von Frankreich verwalteten illyrischen Provinzen und dem Kaiserreich Österreich.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es zu einem wichtigen Zentrum des slowenischen Nationalaufschwungs; 1869 fand hier eine der ersten Massenkundgebungen zugunsten eines vereinten Slowenien statt. Im Jahr 1862 erhielt die Stadt Eisenbahnanschluss, der die lokale Wirtschaft ankurbelte. Im Jahr 1938 wurde die Eisenbahnstrecke von Sevnica nach Trebnje fertiggestellt.<ref>Geschichte auf visit-sevnica.com. Abgerufen am 26. Juli 2023.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Zweiter Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet vom Deutschen Reich annektiert. Die Besatzer begannen mit der Deportation der slowenischen (einheimischen) Bevölkerung und ersetzten sie durch, um ethnische Deutsche aus dem Kreis Gottschee anzusiedeln.<ref>Tone Ferenc: Posavje. Enciklopedija Slovenije. Band 9, Mladinska knjigam Ljubljana 1995, S. 156.</ref><ref>Zdenko Čepič, Damijan Guštin, Dejan Vončina: Podobe iz življenja Slovencev v drugi svetovni vojni. Mladinska knjiga, Ljubljana 2005, S. 57.</ref><ref>Tone Ferenc: Nacisticka politika denacionalizacije u Sloveniji u godinama od 1941 do 1945. Partizanska knjiga, Ljubljana 1968, S. 554.</ref>

Am Kriegsende entstanden auf dem heutigen Gemeindegebiet Massengräber, von denen bisher 13 dokumentiert wurden.


Sehenswürdigkeiten

Galerie

Literatur

Weblinks

Commons: Sevnica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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