Siedlungen der Berliner Moderne
Lage der Siedlungen der Berliner Moderne in Berlin |
| Siedlungen der Berliner Moderne | |
|---|---|
| UNESCO-Welterbe [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:
| |
| Vertragsstaat(en): | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Typ: | Kultur |
| Kriterien: | (ii)(iv)
|
| Fläche: | 88,1 ha |
| Pufferzone: | 258,5 ha |
| Referenz-Nr.: | 1239 |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 2008 (Sitzung 32) |
Siedlungen der Berliner Moderne ist eine zusammenfassende Bezeichnung für sechs im Juli 2008 von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommene Wohnsiedlungen in verschiedenen Stadtteilen und ehemaligen Vororten Berlins.<ref>Spiegel Online: Siedlungen der Berliner Moderne sind Weltkulturerbe vom 7. Juli 2008 und Presseerklärung der Deutschen UNESCO-Kommission</ref> Diese wurden zwischen 1913 und 1934 von Architekten der Klassischen Moderne im Stil des Neuen Bauens entworfen und errichtet. Die Siedlungen in den heutigen Ortsteilen Bohnsdorf, Britz, Charlottenburg-Nord, Prenzlauer Berg, Reinickendorf und Wedding wurden stilbildend für den Sozialen Wohnungsbau in der durch Wohnungsnot geprägten Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Mit ihren klaren und neuen Formen sowie dem sozialen Anspruch wurden die Siedlungen bestimmend für die Architektur und den Städtebau des 20. Jahrhunderts.
Verantwortlich für die Planung der Siedlungen waren vor allem Bruno Taut und Martin Wagner, es beteiligten sich aber auch andere Architekten wie Hans Scharoun oder Walter Gropius an den Projekten. Die älteste der Siedlungen der Berliner Moderne ist die von Taut entworfene Gartenstadt Falkenberg, erst Anfang der 1930er Jahre wurden die im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtete Weiße Stadt und die Großsiedlung Siemensstadt vollendet.
Liste der Wohnsiedlungen
Literatur
- Jörg Haspel, Annemarie Jaeggi: Siedlungen der Berliner Moderne. Deutscher Kunstverlag, München 2007, ISBN 978-3-422-02091-7.
- Landesdenkmalamt Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin (Hrsg.), Winfried Brenne (Projektleitung): Siedlungen der Berliner Moderne. Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO. Braun Verlagshaus, Berlin 2007, ISBN 3-938780-20-7.
- Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.): Sechs Siedlungen der Berliner Moderne. Entwicklungen und Erfahrungen in der UNESCO-Welterbestätte. Verlag Anton H. Konrad, Weißenhorn 2021, ISBN 978-3-87437-600-6.
- Katharina Sommer, Oliver G. Hamm: Siedlungen der Berliner Moderne. In: Bauhaus Kooperation Berlin, Dessau, Weimar: Bauhaus 100 Orte der Moderne: eine Grand Tour. Hatje Cantz, Berlin 2019, ISBN 978-3-7757-4613-7, S. 118–123.
Weblinks
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
- Landesdenkmalamt Berlin: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 24. Juli 2007, abgerufen am 5. März 2019.
- Jens Sethmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 28. April 2006, abgerufen am 24. November 2019.
- Klaus-Peter Kloß: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF) Haude & Spener Vlg. (Deutsche Wohnen AG), 1982, archiviert vom Vorlage:Referrer am 6. Mai 2017; abgerufen am 24. November 2019.
- Berliner Forum Geschichte und Gegenwart e. V. (Ben Buschfeld et al.): Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 5. Mai 2023.
Einzelnachweise
<references />
Kulturerbe:
Aachener Dom (1978) |
Speyerer Dom (1981) |
Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz (1981) |
Wallfahrtskirche auf der Wies (1983) |
Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl (1984) |
Dom und Michaeliskirche in Hildesheim (1985) |
Römische Denkmale, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier (1986) |
Hansestadt Lübeck (1987) |
Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin (1990) |
Kloster Lorsch (1991) |
Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft (1992) |
Klosteranlage Maulbronn (1993) |
Altstadt von Bamberg (1993) |
Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg (1994) |
Völklinger Hütte (1994) |
Kölner Dom (1996) |
Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau (1996, 2017) |
Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (1996) |
Klassisches Weimar (1998) |
Museumsinsel Berlin (1999) |
Wartburg (1999) |
Dessau-Wörlitzer Gartenreich (2000) |
Klosterinsel Reichenau (2000) |
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