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Silylether

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Trimethylsilylether
Datei:Trimethylsilyl Ether Structural Formula V.2.svg
Strukturformel eines Trimethylsilylethers
R = Organyl-Rest

Silylether (auch Alkyloxysilane) sind chemische Verbindungen, bei denen ein Siliciumatom mit einer Alkoxygruppe verbunden ist. Silylether werden in organischen Synthesen als Schutzgruppe für die Hydroxygruppe von Alkoholen und Phenolen eingesetzt (Silyl-Schutzgruppe).<ref name="Römpp">Eintrag zu Silyl-Schutzgruppen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum{{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}}||{{#ifeq: 0 | 0 | }} }}</ref>

Silylether, die gleichzeitig Enolether sind, werden als Silylenolether bezeichnet.

Bildung

Es sind einige Methoden zur Bildung von Silylethern bekannt, wobei zwei besonders verbreitet sind:<ref name="Römpp" />

  • Die Reaktion des Alkohols mit einem Silylchlorid und einem Amin bei Raumtemperatur
  • Die Reaktion des Alkohols mit einem Silyltriflat und einer Aminbase bei niedriger Temperatur

Ein Beispiel ist die Bildung von Silylethern mit Hilfe von Chlortrimethylsilan.

Vorlage:Formel

Silylenolether können analog durch Reaktion von Silylchlorid mit der Carbonylfunktion von Aldehyden und Ketonen in Gegenwart einer starken, sterisch gehinderten und daher wenig nucleophilen Amidbase wie Lithiumdiisopropylamid oder Lithiumhexamethylsilazid erhalten werden.<ref>House HO, Czuba LJ, Gall M, Olmstead HD (1969): "Chemistry of carbanions. XVIII. Preparation of trimethylsilyl enol ethers", J. Org. Chem., S. 2324, doi:10.1021/jo01260a018.</ref>

Die Abspaltung kann mit Hilfe von Fluoridionen (z. B. Hexafluorokieselsäure oder Tetrabutylammoniumfluorid in einem polaren aprotischen Lösungsmittel wie THF) erfolgen.<ref name="Römpp" />

Vorlage:Formel

Silylether werden auch durch die Hydrosilylierung der Carbonylgruppen von Aldehyden und Ketonen erhalten. Die Reaktion wird durch verschiedene Systeme wie UV-Licht, Übergangsmetallhalogenide, beispielsweise Nickelchlorid oder Zinkchlorid, sowie Alkalimetall- und Trialkylammoniumsalze, beispielsweise Cäsium- und Kaliumfluorid, katalysiert. Besonders effektiv ist der Einsatz des Wilkinson-Katalysators.<ref name="IOjima">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

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Einzelnachweise

<references/>