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St. Georgen am Fillmannsbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
St. Georgen am Fillmannsbach
Wappen Österreichkarte
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|Wappen von St. Georgen am Fillmannsbach]]
St. Georgen am Fillmannsbach (Österreich)
St. Georgen am Fillmannsbach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Vorlage:AT-OÖ
Politischer Bezirk: Braunau
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 7,21 km²
Koordinaten: 48° 8′ N, 13° 1′ OKoordinaten: 48° 7′ 30″ N, 13° 1′ 10″ O
 {{#coordinates:48,125|13,019444444444|primary
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  }}
Höhe: 488 m ü. A.
Einwohner: 472 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 65 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5144
Vorwahl: 07748
Gemeindekennziffer: 4 04 35
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
St. Georgen 29
5144 St. Georgen am Fillmannsbach
Website: st-georgen-fillmannsbach.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Luger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(9 Mitglieder)
7
6
Insgesamt 13 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

St. Georgen am Fillmannsbach<ref> Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde

</ref> (auch Sankt Georgen am Fillmannsbach) ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit 472 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Geografie

St. Georgen am Fillmannsbach liegt auf 488 m ü. A. im Oberen Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,9 km, von West nach Ost 4,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 7,2 km². 20,8 % der Fläche sind bewaldet, 75,% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.<ref>Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde St. Georgen.</ref>

Das Gemeindegebiet wird von Süd nach Nord vom Fillmannsbach durchflossen.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>):

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde St. Georgen.

Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Braunau am Inn.

Nachbargemeinden

Handenberg Neukirchen an der Enknach
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Pischelsdorf am Engelbach
Eggelsberg Feldkirchen bei Mattighofen

Geschichte

In einer (gefälschten) Urkunde Heinrich des III. wird 1040 eine capella s. Georgii martiris in der Nähes des sog. Wildsteigs erwähnt.<ref>Pfarre St.Georgen am Fillmannsbach. Abgerufen am 6. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Wildsteig (lateinisch: ferina semita) verband Braunau, Neukirchen, Handenberg, St. Georgen am Fillmannsbach mit Gundertshausen, Moosdorf und Schwerting.<ref>Franz Valentin Zillner: Die Grafschaften und die kirchliche Frei des Salzburggaues von der Zeit der Gaugrafschaft bis zum Ausgange der Geschlechtergrafschaften oder bis zum Ursprunge der Landeshoheit. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Salzburg 1883, S. 170–295 (Im Kapitel Nr. 6.: Die Grafschaft Untersalzburg-Tengling-Burghausen, S. 256–268: 258).</ref> Um 1120 übergab Eberhard von Haiming dem Stift Mattsee ein Gut in Vilmolzpach, 1299 transverierte das Salzburger Domkapitel Vilmospach an das Stift Ranshofen.<ref>Franz Martin: Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Braunau. In: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes (Hrsg.): Österreichische Kunsttopographie. Band XXX. Rudolf M. Rohrer, Baden bei Wien 1947, S. 317 (redigiert von Dagobert Frey).</ref>

Seit 1722 ist für St. Georgen eine Schule nachweisbar. Es unterrichtete der Mesner in seinem Haus. Der erste Schulleiter war 1744 Josef Gansinger. 1775 wurde ein Schulhaus gebaut.<ref>Chronik der Volksschule St. Georgen. (PDF) Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach, abgerufen am 6. April 2021.</ref>

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bevölkerungsentwicklung

Vorlage:Einwohner B Diagramm

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Pfarrkirche St Georgen am Fillmannsbach.png
Pfarrkirche St. Georgen am Fillmannsbach

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von dreißig auf zwanzig ab. Im Produktionssektor waren 158 der 171 Erwerbstätigen im Bereich Herstellung von Waren beschäftigt. Im schwach ausgeprägten Dienstleistungssektor arbeiteten acht der 17 Angestellten im Handel.<ref>Ein Blick auf die Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. April 2021.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. April 2021.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. April 2021.</ref>

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 20 30 18 25
Produktion 9 5 171 51
Dienstleistung 17 10 18 19

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 215 Erwerbstätige in St. Georgen. Davon arbeiteten 49 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.<ref>Ein Blick auf die Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. April 2021.</ref>

Politik

Datei:St Georgen am Fillmannsbach - St Georgen - Gemeindeamt - 2026 03 04.jpg
Gemeindeamt St. Georgen am Fillmannsbach

Verwaltung

St. Georgen am Fillmannsbach bildet seit 1. Jänner 2007 mit der Nachbargemeinde Handenberg eine Verwaltungsgemeinschaft.<ref>Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach & Handenberg.</ref>

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat seit 2021 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Partei 2021<ref>ooe21/ergebnisse. Abgerufen am 28. September 2001.</ref> 2015Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref 2009Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref 2003Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref 1997Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref
% Mandate Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
FPÖ 45,16 6 54,39 5 53,90 5 60,08 6 58,57 5
ÖVP 54,84 7 45,61 4 46,10 4 39,92 3 41,43 4

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1850 waren:Vorlage:Gemeindeinfo Land OÖ Ref

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  • 1850–1855 Franz Maislinger
  • 1855–1858 Michael Kugler
  • 1858–1861 Georg Angerer
  • 1861–1864 Franz Kornstätter
  • 1864–1867 Jakob Landrichtinger
  • 1867–1870 Josef Neumayer
  • 1870–1873 Andreas Weißbuchner
  • 1873–1876 Josef Reiter
  • 1876–1879 Peter Schmitzberger
  • 1879–1885 Josef Wengler
  • 1885–1894 Mathias Schmidinger
  • 1894–1897 Georg Spitzwieser
  • 1897–1900 Josef Kohlberger
  • 1900–1903 Sebastian Kastinger
  • 1903–1910 Josef Huber
  • 1910–1913 Georg Reschenhofer
  • 1913–1919 Anton Angerer
  • 1919–1924 Johann Spitzwieser
  • 1924–1929 Johann Haberl
  • 1929–1935 Franz Luger
  • 1935–1942 Matthias Wengler
  • 1942–1945 Peter Luger
  • 1945–1949 Alois Alichammer
  • 1949–1978 Alois Vilskotter
  • 1978–1996 Franz Kastinger
  • 1996–1998 Franz Wengler
  • 1998–2013 Franz Kastinger
  • 2013–2021 Franz Wengler (FPÖ)
  • seit 2021 Gerhard Luger (ÖVP)

Wappen

Datei:Wappen at st georgen am fillmannsbach.png

Offizielle Beschreibung des 1985 verliehenen Gemeindewappens:

„In Gold ein schwarzer, rote Flammen speiender Drachenrumpf mit rote Flammen sprühenden Ohren.“

Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Schwarz.
Symbolische Darstellung des Namensgebers des Ortes und Patrons der Pfarre, des hl. Georg als Drachentöter. Der in leicht abgeänderter Form dem Adelswappen des Gottfried Wilhelm Graf Rheinstein-Tattenbach entnommene Drachenrumpf kann auch als Hinweis auf den Stifter des Benefiziums an der Frauen-Fürbitt-Kapelle in Eberschwang gedeutet werden, das 1786 zur Versorgung der Geistlichen in der neu gegründeten Lokalie nach St. Georgen verlegt wurde.<ref>Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 6. April 2019.</ref>

Persönlichkeiten

  • Beno Weilbuchner (1786/1787–1862)<ref>(* 1786 oder 1787; † 9. Juni 1862), ehelichte am 24. Juli 1821 Anna Maria Probst.</ref> Armenvater im 1823 gegründeten Armeninstitut. Stellte eine Bauparzelle für die Errichtung des Kalvarienbergs zur Verfügung
  • Franz Giger (1856–1937), Bauer und Politiker
  • Michael Wilflingseder (1878–1957), Konsistorialrat, 47 Jahre Pfarrer in St. Georgen. Opfer des Nationalsozialismus.<ref>Konsistorialrat Michael Wilflingseder wurde am 13. August 1941 wegen Abhörens von Auslandssendern verhaftet und zu einer Zuchtstrafe von 1½ Jahren verurteilt, die er im Zuchthaus Stein a. d. D. verbüßte. Enthaftet am 12. Feber 1943.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: St. Georgen am Fillmannsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Hinweisbaustein