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Startblock (Schwimmsport)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Wuppertal - Schwimmoper 30 ies.jpg
Startblöcke in der Wuppertaler Schwimmoper

Ein Startblock oder Startsockel ist die „Startvorrichtung“ im Schwimmsport.

Anforderungen

Die technische und sicherheitstechnischen Anforderungen an Konstruktion und Prüfungsverfahren von Startblöcken sind ergänzend zur EN 13451-1 in der EN 13451-4 („Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Startblöcke“) geregelt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. DIN Media GmbH; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Der internationale Schwimmsportverband World Aquatics, legt zudem Bestimmungen zur Beschaffenheit der Startblöcke fest, die von den Nationalen Fachverbänden, wie dem Deutschen Schwimm-Verband, in ihr eigenes Regelwerk übernommen werden. Damit müssen Startblöcke bestimmten Anforderungen genügen, um zur Austragung von nationalen oder internationalen Schwimmwettkämpfen geeignet zu sein. Bei regionalen Veranstaltungen können geringere Maßstäbe angesetzt werden.

Die World Aquatics Competitions Regulations der World Aquatics macht Angaben zu Starting platforms für Wettkämpfe nach World Aquatics-Regeln. Nach diesen dürfen Startblöcke keine federnde Wirkung haben. Die Absprungfläche darf sich mindestens 50 und höchstens 75 Zentimeter über dem Wasserspiegel befinden und muss mindestens 50 × 50 cm groß und rutschhemmend sein. Deren Neigung sollte 10 Grad nicht übersteigen. Zudem sind Griffmöglichkeiten für die Starter vorgesehen, sowohl für den Vorwärts- als auch den Rückenstart. Die Stange für den Rückenstart soll in einer Höhe zwischen 30 cm und 60 cm über der Wasseroberfläche angebracht sein.<ref name="Fina-FR" details="S. 84f." />

Startblocke können auf einer oder auf beiden Seiten eines Schwimmbeckens stehen. Üblicherweise gibt es pro Bahn einen Startblock, der deren Nummer trägt. Gibt es nur eine Reihe Startblöcke, soll sich die Bahn mit der kleinsten Nummer (0 oder 1) in Blickrichtung zum Becken rechts befinden.<ref name="Fina-FR" details="S. 84f." /><ref name="Sportlexikon" />

Bauformen

Datei:Bundesarchiv Bild 183-P0610-0024, Piesteritz, DDR-Meisterschaften im Sportschwimmen.jpg
Startblöcke 1974 bei den DDR-Meisterschaften im Sportschwimmen

Ältere Startblöcke waren häufig massive Stein- oder Betonblöcke und verfügten noch nicht über Handgriffe für die Frontalstarter. Durch die damit einhergehenden schlechten Absprungeigenschaften werden sie bei der Sanierung von Sportbädern oft durch neuere Modelle ersetzt. Startblöcke können außerdem aus Kunststoff oder Edelstahl gefertigt sein, häufig ist die Absprungplatte für besseren Halt speziell beschichtet. Je nach Höhe des Blocks und des Schwimmbeckens zum Umlauf sind Trittstufen hinter oder seitlich der Plattform angebracht.

Zusätzliche Ausstattungen

Seit den 2000er Jahren haben sich mehrere Neuerungen in Bezug auf Startblöcke durchgesetzt. Bei nationalen und internationalen Wettkämpfen sind diese inzwischen größtenteils verpflichtend, während bei kleinen Veranstaltungen sehr oft herkömmliche Startblöcke eingesetzt werden.

Fußstütze

Datei:Montpellier Antigone PlotsRome 23102009.JPG
Moderne Startblöcke mit verstellbarer Fußstütze

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking wurden erstmals Startblöcke mit verstellbarer hinterer Fußstütze und höherer Plattformneigung („Track Start“) erprobt. Diese sind den Startblöcken im Laufsport nachempfunden und erlauben einen kraftvolleren Absprung. Offiziell zugelassen wurden sie ab 2010.<ref name="RP" /> Die Fußstütze ermöglicht einen besseren Absprung bei Schrittstarts.

Rückenstarthilfe

Datei:DJM und SMK 2018-05-31 WK 623 200m Rücken weiblich Mehrkampf 26.jpg
Rückenstarthilfe im Einsatz

Im Jahr 2013 wurde auch eine Fußstütze für den Rückenstart ersterprobt. Die „Rückenstarthilfe“ genannte Vorrichtung besteht aus einer Querleiste, die auf Höhe der Wasseroberfläche an der Beckenwand oder der Anschlagmatte einer elektronischen Zeitmessanlage anliegt. Bei Starts aus dem Wasser wird sie mit seitlich angebrachten, vertikal verlaufenden Bändern und einer Verstelleinheit auf dem Block befestigt. Beim Start wird der Fußballen auf dieser Leiste abgestützt. Dadurch verbessert sich der Absprung und die Gefahr des Abrutschens an der senkrechten Wand wird vermindert.<ref name="Swim" /> Noch 2013 wurden die Rückenstarthilfen von der FINA im Regelwerk erlaubt. Seit 2015 können die Rückenstarthilfen auch in Deutschland eingesetzt werden.<ref name="SSN" />

Rückenstarthilfen können über die Verstelleinheit an die Höhe zwischen Startblock und Wasserkante angepasst werden, indem die Länge der vertikal verlaufenden Bänder reguliert wird. Da die genaue Höhenlage des Fußes an der Wand nicht im Regelwerk vorgegeben ist und die Sportler hierbei unterschiedliche Präferenzen haben, ist meist eine zusätzliche Verstellmöglichkeit vorhanden, die die Querleiste auf Wunsch des Sportlers um einige Zentimeter über die Wasseroberfläche anhebt oder nach unten absenkt. Für einen regelwerkskonformen Start müssen die Zehen während des Startvorgangs bis zum Absprung die Wand berühren, dürfen also nicht einzig auf der Rückstarthilfe abgestellt werden.<ref name="Fina-FR" details="S. 76" />

Um den Zielanschlag oder die Wende des Schwimmers bei Wettkämpfen nicht zu behindern, muss die Leiste der Rückenstarthilfe nach erfolgtem Start durch einen Kampfrichter von der Wand entfernt werden. Da durch die verbreitete Befestigung auf der Trittfläche nicht gleichzeitig „von oben“ gestartet werden kann, ist es bei Lagenstaffeln, die in der Regel mit der Rückenstrecke beginnen, erforderlich, die gesamte Rückenstarthilfe nach dem Start des ersten Sportlers abzubauen.

Reaktionszeitmessung

Moderne Startblöcke können die Reaktionszeit der Sportler zwischen dem Startsignal und dem eigentlichen Absprung und damit auch Frühstarts feststellen. Bei Staffelwettkämpfen kann die Zeitdifferenz des Anschlags an einer elektronischen Anschlagmatte zum Absprungzeitpunkt am Startblock dazu genutzt werden, regelwidrige (verfrühte) Staffelwechsel zu erkennen. Ohne diese Technik kann dies lediglich durch die Beobachtung des Kampfrichters festgestellt werden.

Weblinks

Commons: Startblöcke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise

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