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Subantarktis-Lummensturmvogel

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Subantarktis-Lummensturmvogel
Datei:Pelecanoides urinatrix urinatrix 102016513.jpg

Subantarktis-Lummensturmvogel

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Röhrennasen (Procellarifomes)
Familie: Sturmvögel (Procellariidae)
Gattung: Tauchsturmvögel (Pelecanoides)
Art: Subantarktis-Lummensturmvogel
Wissenschaftlicher Name
Pelecanoides urinatrix
(Gmelin, 1789)

Der Subantarktis-Lummensturmvogel (Pelecanoides urinatrix), auch Lummensturmvogel<ref name="hbw" /> oder Berard-Sturmvogel<ref name="Avibase" /> ist eine kleine Röhrennase aus der Gattung der Tauchsturmvögel (Pelecanoides).

Merkmale

Datei:Pelecanoides urinatrix 1 - SE Tasmania.jpg
Subantarktis-Lummensturmvogel im Flug

Der Subantarktis-Lummensturmvogel erreicht eine Körperlänge von 20 bis 25 cm, ein Gewicht von 86 bis 185 g und eine Flügelspannweite von 33 bis 38 cm.<ref name="hbw" /> Oberseits ist das Gefieder glänzend schwarz, unterseits weiß. Die Seiten des Kopfes sind schwärzlich, zu den Halsseiten und zur Brust in dunkelgrau übergehend. Am Jugulum ist die Färbung oft grau meliert und bildet oft ein deutliches Band. Die Seiten und Flanken sind hell bläulich grau und weiß meliert. Die Schulterfedern sind dunkelgrau, wenn sie nicht abgenutzt sind, sind die Spitzen weiß und formen einen querverlaufenden Streifen. Die Unterflügeldecken sind weiß oder hellgrau. Der Schnabel ist schwarz, die Beine und Füße bläulich mit schwarzer Schwimmhaut. Die Iris ist schwarz.<ref name="Blake" />

Die Unterart Pelecanoides urinatrix berard ist der Nominatform ähnlich, jedoch ist der Schnabel gewöhnlich kleiner, der Schwanz länger und die Melierung an der Kehle deutlicher. Pelecanoides urinatrix coppingeri ist deutlich kleiner und fast ohne graue Melierung am Jugulum.<ref name="Blake" />

Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet dieser Art ist die Bass-Straße zwischen Australien und Tasmanien sowie die umliegenden Gewässer des Indischen Ozeans.

Lebensweise

Der Subantarktis-Lummensturmvogel lebt gesellig in großen Schwärmen, die gemeinsam aufs offene Meer zur Jagd fliegen. Dort holt er seine Nahrung aus dem Wasser, die er im Sturzflug erbeutet hat. Trotz seiner kurzen Flügel, die er vor allem zum Starten von der Wasseroberfläche nach der Jagd verwendet, ist er ein ausgezeichneter Flieger. Der Vogel ernährt sich vor allem von Krill und anderen Planktonlebewesen.

Die Brutzeit variiert je nach Verbreitungsgebiet. Subantarktis-Lummensturmvögel bilden üblicherweise an der Küste, aber auch im Landesinnern, Kolonien von bis zu 1500 Individuen. Sie brüten in Erdhöhlen auf Ozeaninsel, die an steilen Abhängen aber auch auf flachem Gelände gegraben werden.<ref name="IUCN" />

Gefährdung

Die IUCN stuft den Subantarktis-Lummensturmvogel noch als nicht gefährdet (Least Concern) ein, die Bestände nehmen aber langsam ab.

Unterarten

Vom Lummensturmvogel sind sechs Unterarten beschrieben.<ref name="worldbirdnames" /> Die Unterarten Pelecanoides urinatrix exsul und Pelecanoides urinatrix berard werden manchmal als eigene Arten angesehen. Pelecanoides urinatrix elizabethae ist als weitere Unterart vorgeschlagen, zurzeit jedoch noch mit Pelecanoides urinatrix dacunhae synonimisiert.<ref name="hbw" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="worldbirdnames"> Gill, F & D Donsker (Eds): IOC World Bird List, 2017, V 7.2, doi:10.14344/IOC.ML.7.2. (Online) </ref> <ref name="hbw"> C. Carboneras, F. Jutglar, G. M. Kirwan (2017): Common Diving-petrel (Pelecanoides urinatrix). In: del Hoyo, J., Elliott, A., Sargatal, J., Christie, D.A. & de Juana, E. (eds.). Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. (Online, abgerufen am 27. Mai 2017). </ref> <ref name="Avibase"> Berard-Sturmvogel, Lummensturmvogel, Subantarktis-Lummensturmvogel (Pelecanoides urinatrix) bei Avibase </ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2017-1. Eingestellt von: BirdLife International, 2016. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Blake"> Emmet Reid Blake: Manual of Neotropical Birds, Band 1. 1977, University of Chicago Press, ISBN 978-0-226-05641-8, S. 134. </ref> </references>

Quellen

  • Peter H. Barthel, Christine Barthel, Einhard Bezzel, Pascal Eckhoff, Renate van den Elzen, Christoph Hinkelmann, Frank Dieter Steinheimer: Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen. 3. Auflage. Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, Radolfzell 2002 (do-g.de [PDF]).
  • Christopher M. Perrins: Die große Enzyklopädie der Vögel. Orbis Verlag, 1996, ISBN 3-572-00810-7, deut. Übersetzung aus dem Englischen, S. 55–57.
  • Goetz Rheinwald (Hrsg.), Cyril Walker: Atlas der Vogelwelt. Unipart, Remseck bei Stuttgart 1994, ISBN 978-3-8122-3399-6, S. 212.
  • Faszinierende Vogelwelt. deut. Übersetzung (engl. Birds of the World) 1992, Karl Müller Verlag, S. 18, ISBN 3-86070-320-X

Weblinks