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Uranbergwerk Cigar Lake

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Cigar Lake<ref name="cameco_cl">Cigar Lake - Canada - Uranium Operations - Businesses - Cameco. In: cameco.com. Abgerufen am 19. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Datei:Cigar Lake uranium deposit (De).png
Abbautechnik Tiefbau (Bergbau)
Förderung/Jahr 2767 (6.100.000 lbs, 2021)<ref name="cameco_cl" /> t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betreibende Gesellschaft Cameco
Beschäftigte 618 (2021)<ref name="cameco_cl" />
Betriebsbeginn 2014
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Uran
Uran

Linsenname

Cigar Lake
Mächtigkeit 20 m
Rohstoffgehalt 15,4 %
Größte Teufe 480<ref name="cameco_cl" />
Geographische Lage
Koordinaten 58° 4′ 11,5″ N, 104° 32′ 25,5″ WKoordinaten: 58° 4′ 11,5″ N, 104° 32′ 25,5″ W
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Lage Cigar Lake<ref name="cameco_cl">Cigar Lake - Canada - Uranium Operations - Businesses - Cameco. In: cameco.com. Abgerufen am 19. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Provinz Saskatchewan
Staat Kanada

Das Uranbergwerk Cigar Lake ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Bergwerk im Norden der kanadischen Provinz Saskatchewan. Es befindet sich am Südufer des Waterbury Lake.

Geologie

Unterhalb der Region existiert das zweitgrößte bekannte Uranvorkommen der Welt nach McArthur River, Kanada.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Major flood at Cigar Lake, 23. Oktober 2006 (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)</ref> Der linsenförmige Erzkörper liegt in einer Teufe von 450 Metern. Das Uranvorkommen ist zwei Kilometer lang und zwischen 50 und 100 Meter breit. Seine Mächtigkeit schwankt zwischen einem und 20 Metern. Das Uranvorkommen wurde durch elektrophysikalische Untersuchungen gefunden, welche Graphit im Grundgestein nachwiesen, welches oft in Verbindung mit Uran auftritt. Der Erzkörper unter dem Cigar Lake wurde vor über 1,3 Milliarden Jahren gebildet. Die Uranoxidkonzentration beträgt durchschnittlich 15,4 Prozent, kann aber an manchen Stellen bis knapp 21 Prozent betragen.

Keine natürliche Spaltung

Natürliche Kernspaltung (siehe Naturreaktor) ist niemals am Cigar Lake aufgetreten. Es gibt zu viele andere gegenwärtige Substanzen, die die freien Neutronen absorbieren, die benötigt werden um den Kernspaltungsprozess zu beginnen. Der Erzkörper wird von einer 1 bis 20 Meter dicken Schicht von Ton umgeben, die die radioaktiven Substanzen davon abhält, durch Grundwasserdurchfluss in die Umgebung transportiert zu werden. Das Uranvorkommen ist ein natürliches Gegenstück für eine Endlagerstätte. Beim Uranvorkommen am Cigar Lake kann keine erhöhte Radioaktivität auf der Oberfläche festgestellt werden, auch wenn der Ton, der den Erzkörper umgibt, wasserdurchlässiger ist, als der Bentonit-Ton bei Endlagerstätten.

Geschichte

Den Abbau betreibt ein Unternehmenskonsortium, geführt vom weltgrößten Uranproduzenten Cameco Corporation (54,547 %)<ref name="cameco_cl" /> sowie der AREVA Resources Canada Inc. (37 %) und TEPCO Resources Inc. (5 %). Am 22. Oktober 2006 ereignete sich ein Wassereinbruch, der die beabsichtigte Produktionssteigerung auf 7.000 t jährlich beeinträchtigte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cameco Unable to Contain Water Inflow at Cigar Lake, 23. Oktober 2006 (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)</ref> Im Sommer 2008 wurde damit begonnen, das Bergwerk zu sümpfen. Dabei wurde festgestellt, dass wieder massiv Wasser eindrang. Dadurch war die beabsichtigte Produktionsaufnahme bis 2011/2012 in Frage gestellt.<ref>Die Cigar-Lake-Mine von Cameco erlitt erneut einen Wassereinbruch. EMFIS, 14. August 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juni 2015; abgerufen am 8. Oktober 2008.</ref> Der Verlust von Cigar Lake und damit eines Deckungsausfalls von 10 % des Welt-Uranbedarfs wäre das gleiche für die Uranbranche, so ein Marktanalytiker, wie der „Verlust von Saudi-Arabien für den Ölmarkt“.<ref>Steven Geyer: Das Uran wird knapp. In: fr.de. 8. August 2010, abgerufen am 19. Januar 2023.</ref>

Die Errichtung des Bergwerks kostete 660 Mio. kanadische Dollar.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks