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Vágner Love

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vágner Love
Datei:VagnerLove.jpg
Vágner Love (2009)
Personalia
Voller Name Vágner Silva de Souza
Geburtstag 11. Juni 1984
Geburtsort Rio de JaneiroBrasilien
Größe 171 cm
Position Mittelstürmer
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2002–2004 SE Palmeiras 42 (27)
2004–2012 ZSKA Moskau 158 (79)
2009 → SE Palmeiras (Leihe) 12 0(5)
2010 → CR Flamengo (Leihe) 5 0(4)
2012 CR Flamengo 36 (12)
2013 ZSKA Moskau 9 0(6)
2013–2015 Shandong Luneng Taishan 31 (19)
2015 SC Corinthians 31 (14)
2016 AS Monaco 12 0(4)
2016–2018 Alanyaspor 42 (33)
2018–2019 Beşiktaş Istanbul 18 0(6)
2019–2020 SC Corinthians 47 0(7)
2020–2021 FK Qairat Almaty 35 (14)
2022 FC Midtjylland 9 0(1)
2022–2023 Sport Recife 59 (20)
2024 Atlético Goianiense 22 0(7)
2025 Avaí FC 41 0(5)
2025–2026 Retrô FC Brasil 21 0(5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2002–2003 Brasilien U-20 5 0(4)
2004–2012 Brasilien 20 0(4)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Vágner Love (* 11. Juni 1984 in Rio de Janeiro; bürgerlich Vágner Silva de Souza) ist ein brasilianischer ehemaliger-Fußballspieler. Der Stürmer gewann im Laufe seiner Karriere nationale Titel in Russland, China und Kasachstan. Für die brasilianische Nationalmannschaft lief er zwischen 2004 und 2012 20-mal auf und gewann zwei Mal die Copa América.

Karriere

Verein

Vágner Loves Fußballkarriere begann bei der SE Palmeiras in São Paulo. Für den Klub erzielte der Stürmer 19 Tore in der Série B 2003 und stieg mit dem Klub in die brasilianische Série A auf. In der laufenden Saison 2004 (nun mit Palmeiras in der höchsten Klasse Brasiliens) wechselte der Angreifer zum ZSKA Moskau.

Vágner Love führte sein neues Team ZSKA Moskau im ersten Jahr zum Sieg im UEFA-Pokal. Beim 3:1-Sieg von ZSKA gegen Sporting Lissabon im UEFA-Pokalfinale in Lissabon erzielte er das dritte Tor seiner Mannschaft. 2008 wurde er von den Trainern zum besten Spieler der Premjer-Liga ernannt<ref>en.rian.ru: Vagner Love named player of the year by Russian trainers, 27. November 2008</ref> und wurde Torschützenkönig mit 20 Treffern. Im Jahr 2009 wurde er mit elf Treffern Torschützenkönig im UEFA-Pokal, obwohl er mit seinem Team im Achtelfinale gegen Schachtar Donezk ausgeschieden war.<ref>uefa.com: Vágner Love erfolgreichster Torschütze im UEFA-Pokal, 20. Mai 2009</ref>

Am 28. August 2009 kehrte Vágner Love auf Leihbasis aus familiären Gründen zu Palmeiras zurück.<ref>tz-online.com: Vagner Love: Wechsel aus familiären Gründen, 29. August 2009</ref> Am 14. Januar 2010 wurde er aus dem ursprünglich bis zum 31. Juli 2010 datierten Leihvertrag freigegeben<ref>palmeiras.com.br: Vagner Love ist freigegeben, auf palmeiras.com.br, Bericht vom 14. Januar 2010, Seite auf Portugiesisch, im Webarchiv</ref> und einen Tag später von ZSKA Moskau bis Juli 2010 an CR Flamengo aus seiner Heimatstadt weiterverliehen.<ref>Offizielle Homepage von ZSKA Moskau: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vagner Love bis Juli an Flamengo verliehen (Memento vom 22. Januar 2010 im Internet Archive), 15. Januar 2010</ref><ref>flamengo.com.br: Ankunft von Vagner Love, auf flamengo.com.br 15. Januar 2010, Seite auf Portugiesisch, im Webarchiv</ref>

Nach Auslaufen des Leihvertrages mit Flamengo kehrte Vágner Love im August 2010 zu ZSKA Moskau zurück. In der Europa-League-Partie gegen FC Lausanne-Sport erzielte er im September 2010 beim 3:0-Sieg zwei Tore. Im Januar 2012 wechselte er nochmals nach Rio de Janeiro zu Flamengo. Obwohl er dort einen Dreijahresvertrag bis zum 31. Dezember 2014 unterschrieben hatte, wechselte er bereits nach einem Jahr im Januar 2013 wieder zu ZSKA Moskau zurück.

Im Juli 2013 unterschrieb Vágner Love einen Vertrag beim chinesischen Erstligisten Shandong Luneng Taishan.<ref>Zeit Online: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vagner Love wechselt nach China (Memento vom 2. Dezember 2016 im Internet Archive), 24. Juli 2013</ref> Im Februar 2015 wurde sein Vertrag aufgelöst.

Am 6. Februar 2015 unterschrieb er einen bis zum 30. Juni 2016 gültigen Vertrag beim brasilianischen Erstligisten SC Corinthians aus São Paulo. Nach knapp einem Jahr in Brasilien schloss er sich im Januar 2016 dem französischen Erstligisten AS Monaco an.<ref>ESPN: Vagner Love joins Monaco in Ligue 1, abgerufen am 14. Januar 2016 (englisch)</ref>

Nach Ablauf des Vertrages ging Vágner Love in die Türkei zu Alanyaspor.<ref>Verpflichtung durch Alanyaspor Bericht transfermarkt.de vom 30. August 2016, abgerufen am 31. August 2016</ref> Mit 23 Toren in 28 Ligaspielen wurde er Torschützenkönig der Süper-Lig-Saison 2016/17.

Im Januar 2018 folgte dann der Wechsel zu Beşiktaş Istanbul und ein Jahr später zurück in die Heimat zum SC Corinthians.<ref>corinthians.com.br: Relembre a Primeira Passagem de Vagner Love pelo timao, abgerufen am 25. Januar 2019 (portugiesisch)</ref>

Im Juni 2020 gab Vágner Love einen erneuten Wechsel bekannt. Er ging zum FK Qairat Almaty in Kasachstan und feiert auf Anhieb die nationale Meisterschaft.<ref>Wechsel zu Qairat Almaty, Bericht auf transfermarkt.ch vom 24. Juni 2020, abgerufen am 24. Juli 2020</ref> Von dort ging er Anfang 2022 weiter zum Erstligisten FC Midtjylland nach Dänemark. Bereits ein halbes Jahr später wechselte er weiter nach Brasilien zu Sport Recife. Ab dem 1. Januar 2024 stand er bei Atlético Goianiense unter Vertrag. In die Saison 2025 startete der Spieler mit dem Avaí FC, mit welchem er im März das Finale der Staatsmeisterschaft von Santa Catarina gegen Chapecoense gewann. Kurz nach Beginn der Série B 2025 verließ Vágner Love und schloss sich dem Retrô FC Brasil, einem Klub aus der Série C an.<ref>Retrô FC Brasil, Bericht auf globo.com vom 18. Juni 2025, Seite auf Portugiesisch, abgerufen am 19. Juni 2025</ref>

Am 28. März 2026 gab Vágner Love während eines Spiels zwischen Retrô FC Brasil und Ceará SC um die Copa do Nordeste jenes Jahres offiziell seinen beruflichen Rücktritt bekannt.<ref>Vágner Love se aposenta neste sábado: veja feitos do artilheiro, Bericht auf globo.com vom 27. März 2026, Seite auf Portugiesisch, abgerufen am 28. März 2026</ref>

Nationalmannschaft

Bei der Copa América 2004 gab der Stürmer sein Debüt in der Nationalmannschaft, als er im Vorrundenspiel gegen Costa Rica eingewechselt wurde. Dies blieb sein einziger Einsatz in diesem Turnier; am Ende gewann das Team die Copa América.

Nach seinem Wechsel nach Russland wurde Vágner Love zunächst nicht mehr in die Seleção berufen. Nach der Weltmeisterschaft 2006 setzte ihn der neue Nationaltrainer Carlos Dunga in einem Freundschaftsspiel gegen Norwegen am 16. August 2006 ein und nominierte ihn für weitere Spiele. 2007 gewann er mit Brasilien die Copa América 2007. Dabei kam er in allen sechs Spielen von Anfang an zum Einsatz und steuerte einen Treffer bei.

Erfolge

Datei:Vágner Love celebration Russian Super Cup 2013.jpg
Vágner Love beim Gewinn des russischen Supercups (2013)

Nationalmannschaft

Palmeiras

ZSKA Moskau

Shandong Luneng Taishan

Corinthians

FK Qairat Almaty

Sport Recife

Atlético Goianiense

Avaí

Auszeichnungen

Sonstiges

Vágner Love ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Er erhielt seinen Künstlernamen Love in der Jugend von seinen Mitspielern bei Palmeiras, weil er, nachdem er von seinem Trainer mit einem Mädchen erwischt worden war, fast aus der Mannschaft geflogen wäre. Die Frankfurter Pop-Rock-Band Wagner Love hat sich nach ihm benannt.

Weblinks

Commons: Vágner Love – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

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UEFA-Cup

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Europa League

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1992: Matwejew | 1993: Pantschenko | 1994: Simutenkow | 1995: Weretennikow | 1996: Maslow | 1997: Weretennikow | 1998: Weretennikow | 1999: Demetradse | 2000: Loskow | 2001: Wjasmikin | 2002: Kiritschenko / Gussew | 2003: Loskow | 2004: Kerschakow | 2005: Kiritschenko | 2006: Pawljutschenko | 2007: Pawljutschenko / Adamow | 2008: Vágner Love | 2009: Welliton | 2010: Welliton | 2011/12: Doumbia | 2012/13: Mowsisjan / Wanderson | 2013/14: Doumbia | 2014/15: Hulk | 2015/16: Smolow | 2016/17: Smolow | 2017/18: Promes | 2018/19: Tschalow | 2019/20: Azmoun / Dsjuba | 2020/21: Dsjuba | 2021/22: Agalarow | 2022/23: Malcom Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1959, 1960, 1961: Metin Oktay | 1962: Fikri Elma | 1963: Metin Oktay | 1964: Güven Önüt | 1965: Metin Oktay | 1966, 1967: Ertan Adatepe | 1968: Fevzi Zemzem | 1969: Metin Oktay | 1970: Fethi Heper | 1971: Ogün Altıparmak | 1972: Fethi Heper | 1973: Osman Arpacıoğlu | 1974: Cemil Turan | 1975: Ömer Kaner | 1976: Cemil Turan / Ali Osman Renklibay | 1977: Necmi Perekli | 1978: Cemil Turan | 1979: Özer Umdu | 1980: Mustafa Denizli / Bahtiyar Yorulmaz | 1981: Bora Öztürk | 1982, 1983: Selçuk Yula | 1984: Tarik Hodžić | 1985: Aykut Yiğit | 1986, 1987, 1988: Tanju Çolak | 1989: Aykut Kocaman | 1990: Feyyaz Uçar | 1991: Tanju Çolak | 1992: Aykut Kocaman | 1993: Tanju Çolak | 1994: Bülent Uygun | 1995: Aykut Kocaman | 1996: Schota Arweladse | 1997, 1998, 1999: Hakan Şükür | 2000: Serkan Aykut | 2001: Okan Yılmaz | 2002: Arif Erdem / İlhan Mansız | 2003: Okan Yılmaz | 2004: Zafer Biryol | 2005: Fatih Tekke | 2006: Gökhan Ünal | 2007: Alex | 2008: Semih Şentürk | 2009: Milan Baroš | 2010: Ariza Makukula | 2011: Alex | 2012, 2013: Burak Yılmaz | 2014: Aatif Chahechouhe | 2015: Fernandão | 2016: Mario Gómez | 2017: Vágner Love | 2018: Bafétimbi Gomis | 2019: Mbaye Diagne | 2020: Alexander Sørloth | 2021: Aaron Boupendza | 2022: Umut Bozok | 2023: Enner Valencia | 2024: Mauro Icardi | 2025: Victor Osimhen Vorlage:Klappleiste/Ende