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Velours

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Datei:Velour.jpg
Ein Stück Velours
Datei:Mercedes-Benz W 100 SWB IAA 2019 JM 0456.jpg
Velourssitze im Mercedes-Benz 600

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}}; aus dem Französischen für Samt, ursprünglich aus dem Lateinischen villosus ‚zottig‘, ‚weich‘, ‚samtig‘) ist eine Allgemeinbezeichnung für Samte und samtartige Gewebe mit kurzer, aufgerichteter Faserdecke aus aufgeschnittenen Polschlingen oder nicht aufgeschnittenen Polschlingen sowie ein Oberbegriff für geraute und gebürstete, auch geschorene Baumwoll- oder Wollgewebe, die einen sehr kurzen und dichten Flor haben, aber auch für Polstoffe aus Maschenwaren.<ref> Alois Kießling, Max Matthes: Textil-Fachwörterbuch. Verlag Schiele & Schön, Berlin 1993, ISBN 3-7949-0546-6, S. 395.</ref><ref> Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde. 35., aktualisiert Auflage. Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 161.</ref><ref> Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. Bd. L–Z.8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 753.</ref>

Unterschieden werden Velours auf Basis von:

  • Gewebe: Wenn man eine zusätzliche, locker gespannte Kette, die über Zugruten geführt wird, in ein Grundgewebe einbindet, kann ein Gewebe mit feinen Schlingen erhalten werden. Es entsteht Velours frisé. Werden die Flottierungen aufgeschnitten, erhält man Velours coupé, der eine samtige Florfläche aus senkrecht stehenden Fadenenden aufweist, die mehr als 3 mm lang sind.<ref>Alfons Hofer: Stoffe 2 – Gewebe, Bindung. Maschenstoffe. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-87150-799-7, S. 477.</ref><ref> Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. Bd. L–Z.8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 754.</ref>
  • Maschenware: Velours kann erhalten werden, wenn auf einer Doppelraschelmaschine auf jeder Nadelbarre ein Grundgewirk hergestellt wird und zwischen beiden Grundgewirken die vorgesehenen Polfäden hin- und hergeführt werden, was zum Verbund der Gewirke führt, sowie anschließend die Ware auf einer separaten Schneideanlage getrennt und auf Schermaschinen egalisiert werden. Es kann zur Herstellung aber auch eine Kettenwirkmaschine mit zusätzlicher Plüschplatinenbarre eingesetzt werden, deren dabei entstehende Plüschschlingen aufgeschnitten werden.<ref>Marcus Oliver Weber, Klaus-Peter Weber: Wirkerei und Strickerei – Technologien - Bindungen - Produktionsbeispiele. 6., völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-86641-299-6, S. 203.</ref><ref>Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde. 35., aktualisiert Auflage. Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 163.</ref> Maschenware kann aber auch mit Kratzenmaschinen aufgeraut werden, wodurch eine voluminöse, weiche Velouroberfläche entsteht.<ref>Alois Kießling, Max Matthes: Textil-Fachwörterbuch. Verlag Schiele & Schön, Berlin 1993, ISBN 3-7949-0546-6, S. 309.</ref>
  • Velourstuft: Bei dessen Herstellung wird ein vorgefertigtes flexibles Trägermaterial (z. B. Spinnvliesstoff) mit einer Warenbreite bis zu 500 cm von einer speziellen Maschine mit der Arbeitsweise der Blindstichmaschine mit Garnschlingen versehen, die anschließend aufgeschnitten werden. Dieses Verfahren wird hauptsächlich für Teppiche (Tufting-Teppiche, Nadelflorteppiche) benutzt.<ref> Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. Band 2, L–Z. 7., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-87150-518-8, S. 954.</ref>
  • Veloursnadelvliesstoff bzw. Veloursnadelfilz: Mit der DI-LOUR Technologie können vorgenadelte Nadelvliese bzw. Nadelfilze mit einer velourartigen Oberfläche ausgestattet werden, indem Gabel- und Kronennadeln Schlingen aus dem vorgenadelten Material in ein umlaufendes Bürstenband stoßen.<ref>[1]</ref> Erfunden wurde das Verfahren und die Vorrichtung zum Herstellen von Velours-Nadelfilzbahnen von Richard Dilo.<ref>{{#if:{{#ifexpr:{{#if:DE|0|1}} or {{#if:2900935|0|1}}|1}}|Fehlender Parameter {{#if:DE||„Land“{{#if:2900935|| und }}}}{{#if:2900935||„V-Nr“}}|}}{{#if: {{#invoke:Expr|TemplateBooland}}|{{#ifeq:|Patentanmeldung|Patentanmeldung|{{#ifeq:|Gebrauchsmuster|Gebrauchsmuster|Patent}}}} {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|DE2900935C2|{{#switch: {{{DB}}}

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  • Veloursleder: Sammelbegriff für alle Ledersorten, die in der Zurichtung auf der Fleischseite der Haut eines Tieres geschmirgelt oder geschliffen worden sind und dadurch ein samtartiges bis raues Oberflächenbild erhalten haben.<ref> Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. Band 2, L–Z. 7., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-87150-518-8, S. 979.</ref>
  • Velourskunstleder: Ein unter Verwendung von Kunststoffen und Textilien hergestellte flexible Fläche, deren kurzfaserige veloursartige Oberfläche der des echten Veloursleders ähnelt.<ref> Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. Bd. L–Z.8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 755.</ref> Ein Beispiel dafür ist Alcantara.

Je länger der Flor (oder Pol), desto weicher wird das Textil und desto größer ist das Risiko, dass der Flor dauerhaft abknickt. Bei Sitzbezügen äußert sich das als Sitzspiegel, bei Teppichen entstehen Spuren, wenn z. B. ein Tisch längere Zeit am selben Ort steht.

Mit der Zeit kann Velours seinen Flor verlieren, da dieser aufgeschnitten wurde und nur zwischen die Webfäden geklemmt ist. Man versucht dies auf der Rückseite mit einer Fasereinbindung aus Kunstlatexdispersionen (z. B. SBR, EVA oder Acrylat) zu verhindern.

Velours wurde in den 1970er und 1980er Jahren häufig als Sitzbezugsstoff oder in Personenkraftwagen als Innenraumauskleidung verwendet.

Einzelnachweise

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Weblinks

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