Wüstendittersdorf
Wüstendittersdorf Stadt Schleiz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(98)&title=W%C3%BCstendittersdorf 50° 35′ N, 11° 51′ O
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| Höhe: | 425 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 1,36 km²<ref name="OT" /> | |||||
| Einwohner: | 98 (31. Dez. 2024)<ref name="OT">Ortsteil Wüstendittersdorf. In: Webauftritt. Stadt Schleiz, abgerufen im Januar 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 72 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 07907 | |||||
| Vorwahl: | 03663 | |||||
Lage von Wüstendittersdorf in Thüringen
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Wüstendittersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Schleiz im Saale-Orla-Kreis in Thüringen. Der Ortsteil hat eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 138 kB) § 3. In: Webauftritt. Stadt Schleiz, abgerufen im Januar 2026.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt östlich der Stadt Schleiz an der Bundesstraße 94 nach Zeulenroda über Lössau und Weckersdorf im thüringischen Teil des Vogtlandes. Das Dorf durchfließt die Wisenta, die in die Saale mündet.
Geologisch befindet sich die Gemarkung des Ortes im Südostthüringer Schiefergebirge. Diese Böden sind durch den hohen Feinerdeanteil und den hohen Humusgehalt sehr ertragreich.<ref>Manfred Graf: Organisation der kooperativen Pflanzenproduktion bei hohem Grünlandanteil im Südostthüringer Schiefergebirge. Dargestellt an der KOG „Lobenstein“. 1970, (Jena, Universität, Dissertation, 1970; maschinschriftlich).</ref> Der locker besiedelte Ort liegt in einer grünlandreichen Mulde mit Wald umgeben.
Nachbarorte
Nachbarorte sind die Stadt Schleiz, Oettersdorf, Lössau, Langenbuch und Oberböhmsdorf.
Geschichte
Wüstendittersdorf wurde am 22. April 1232 erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="Kahl2010">Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 242.</ref> 1402 kaufte die Stadt Schleiz das Dorf und den Hof Wüstendittersdorf.<ref>Geschichte von Schleiz. In: Website der Stadt Schleiz. Stadtverwaltung Schleiz, abgerufen am 4. Februar 2017.</ref>
1872 sprengte man den Felsen „Teufelskanzel“ oder „Teufelspredigerstuhl“, der in der Nähe der Kühn- oder Burhardtsmühle stand. Im oberen Teil des Felsens sollen Vertiefungen oder Näpfchen sowie Stufen vorhanden gewesen sein. Dieser Fels diente wahrscheinlich kultischen Ritualen.<ref name="Köhler2007">Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8.</ref>
Wirtschaft
Der Ort war von jeher landwirtschaftlich interessant. 1690 kaufte Thomas Heller das Gut. Es war bis 1956 in Familienbesitz. Danach wurde eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) eingerichtet.
Nach 1989 entstanden viele Wohnhäuser im Ort.<ref>Stadtverwaltung Schleiz Wüstendittersdorf. Abgerufen am 1. November 2021.</ref>
Heute ist in Wüstendittersdorf ein Sägewerk ansässig.
Verkehr
Der Haltepunkt Wüstendittersdorf liegt an der Bahnstrecke Schönberg–Schleiz. Die Strecke ist von der DB Netz AG an die Deutsche Regionaleisenbahn verpachtet. Es findet kein regelmäßiger Personenverkehr mehr statt. Gelegentlich finden Sonderfahrten statt.
Im Fahrplan 2017/18 ist Wüstendittersdorf durch folgende Linie an den ÖPNV angebunden:
- Linie 132: Schleiz – Wüstendittersdorf – Zeulenroda
Die Linie wird von der KomBus betrieben.
Einzelnachweise
<references />
Burgk | Burgkhammer | Crispendorf | Dörflas | Dröswein | Erkmannsdorf | Gräfenwarth | Grochwitz | Isabellengrün | Langenbuch | Lössau | Möschlitz | Oberböhmsdorf | Oschitz | Wüstendittersdorf
