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Waidringer Alpen

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Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe Die Waidringer Alpen sind eine Gebirgsgruppe der nördlichen Kalkalpen in Österreich, zwischen Großache (auch Tiroler Achen, Kössener Ache) und Kaisergebirge im Westen und der Saalach und dem Steinernen Meer im Osten. Sie erstrecken sich im Pinzgau (Bezirk Zell am See) im Nordwesten des Bundeslandes Salzburg und im Bezirk Kitzbühel im Nordosten des Bundeslands Tirol, an der Grenze zu Oberbayern.

Zur Begriffsgeschichte und Einordnung

Wie einige andere Gruppen der Umgebung (z. B. Kitzbühler, Berchtesgadener Alpen) sind die Waidringer Alpen nach dem mitten in der Gruppe liegenden Ort benannt, dem Dorf Waidring in Tirol.

Sie sind eine der klassischen kleinräumigeren Gebirgsgliederungen, und schon in der Geographie des 19. Jahrhunderts verankert, und finden sich so in der Einteilung der Ostalpen nach Böhm von 1887 unter 10.1 (oder 34).<ref name="Böhm/Meyers Waidringer Alpen">Vorlage:Literatur
Überarbeitet Vorlage:Literatur
Verwendet etwa: Vorlage:Meyers-1905 Karte 1:4.500000 zeno.org Vorlage:Meyers-1905</ref><ref name="Brockhaus Waidringer Alpen">Vorlage:Brockhaus-1911 Vorlage:Brockhaus-1911</ref>

Heute ist der Begriff in der allgemeinen Alpenliteratur unüblich geworden, er wird aber in der Gebirgsgruppengliederung nach Hubert Trimmel geführt, die ursprünglich 1962 für das österreichische Höhlenverzeichnis publiziert wurde, und in der österreichischen Hydrographie und auch Geologie verbreitet ist. In der Erstpublikation<ref name="Trimmel 1962">Vorlage:Literatur</ref> wurde die Gruppe (Nummer 1320) Kalkalpen zwischen Kaisergebirge und Steinernem Meer genannt, weil sie – entgegen der klassischen Definition der Großache als Westgrenze – auch eine Gruppe links dieses Flusses umfasst. Nach den Revisionen der Gliederung 1978<ref name="Stummer 1978">Vorlage:Literatur</ref> wird die Gruppe aber allgemein wieder als Waidringer Alpen bezeichnet.

In der bekannten Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) wird der Südteil der Gruppe als Loferer und Leoganger Steinberge bezeichnet, der Nordteil zu den – namentlich so auch bei Trimmel geführten – Gruppe der Chiemgauer Alpen.

Die Berge links und rechts der Großache im Leukental lassen sich nur schlecht einer Großgruppe der Alpen zurechnen: In der AVE werden Kaisergebirge wie auch Loferer und Leoganger Steinberge als vergleichsweise sehr kleine Grundgruppen (8, 9) zwischen die umliegenden Großregionen eingeschoben.
Als Hauptgruppe gibt die Teilung nach Trimmel die Nordtiroler-Salzburger Kalkalpen (Trimmel 1300), die den Raum zwischen Inn und Salzach umfassen – diese werden auch Salzburgisch-Bayerische (Kalk-)Alpen oder Salzburger Alpen genannt (etwa Salzburger Nordalpen SOIUSA 24 Großache bis Lammer, Salzburger Alpen Partizione delle Alpi 22 Inn bis Traun, Salzburger Kalkalpen Böhm 10 Großache bis Enns), westwärts spricht man auch von Nordtiroler Kalkalpen, für alle Kalkalpenberge Nordtirols bis an die Salzburger und die bayerische Grenze bzw. Bayrisch-Tirolerische Alpen für den ganzen mittleren westlichen Kalkalpenabschnitt (etwa SOIUSA 21 bis Großache, Böhm 9 bis Saalach).

Klimatisch zählen die ganzen Waidringer Alpen schon zu den Zwischenalpen.

Umgrenzung und benachbarte Gebirgsgruppen

Nach der Gebirgsgruppengliederung nach Trimmel umgrenzt sich die Gruppe folgendermaßen:

Gliederung und Landschaft

Die Gruppe umfasst mehrere einzelstehende Kalkstöcke, die durch die für diese Gegend charakteristischen Längs- und Quertäler mit Talwasserscheiden getrennt sind:

Geologie

Geologisch gliedern sich die Waidringer Alpen in drei Zonen, die – entgegen dem N–S/O–W-Raster der Talungen – NW–SO streifen, und die Charakteristika der Untergruppen ausmachen:<ref name="Tollmann 1968">Vorlage:Literatur</ref>

Die Gruppe zeigt einige schöne Höhlen (Prax-Eishöhle bei Maria Kirchental, Lamprechtsofen bei Weißbach bei Lofer, Loferer Schacht bei Lofer) und ist auch klammenreich (Vorderkaserklamm, Teufelsklamm, Öfenschlucht).

Literatur

Karten:

Weblinks

Einzelnachweise

<references />