Wallenfels (Siegbach)
Wallenfels Gemeinde Siegbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(64)&title=Wallenfels 50° 47′ N, 8° 27′ O
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dim=10000 | globe= | name=Wallenfels | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 494 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 64 (2013)<ref name="DF"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Infobroschüre der Gemeinde Siegbach von 2013. ( vom 5. Juli 2016 im Internet Archive) S. 6. (pdf 7,73 MB).</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 13 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 35768 | |||||
| Vorwahl: | 02776 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Wallenfels (mundartlich Walwersch) ist der kleinste der fünf Ortsteile der Gemeinde Siegbach im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.
Geographie
Die 13 Anwesen von Wallenfels liegen am Ende einer ca. 2,5 km langen Stichstraße (abzweigend von der K 54) hufeisenförmig um den Burgberg herum am oberen Siegbach am östlichen Rand des Schelderwalds im Gladenbacher Bergland.
Geschichte
Ortsgeschichte
Das Dorf ist vermutlich im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts um die Burg Wallenfels<ref> Horst W. Müller: Burg „Wallenfels“, die Unbekannte, Geschichte einer kleinen Burg an der Grenze zum Hinterland; Hinterländer Geschichtsblätter, 88 Jahrgang, Nr. 3, Oktober 2009, Biedenkopf </ref> herum entstanden. Die Burg verfiel schon im 15. Jahrhundert und wurde danach gezielt zur Gewinnung von Baumaterial, wohl auch für den Ausbau der nahegelegenen Burg Tringenstein, abgebrochen. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Geschichtliche Verkehrslage
Die mittelalterlichen Fernhandelswege Westfalenweg und Brabanter Straße trafen in Ortsnähe aufeinander. Vermutlich lief der Westfalenweg über den möglichst tiefgelegenen Passübergang Salzbödetal zu Siegbach-Hirschbach-Tal an der Kreuzung Das Rad.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Die Gemeinde Wallenfels fusionierte im Zuge der Gebietsreform in Hessen zum 31. Dezember 1971 freiwillig mit den Gemeinden Eisemroth, Tringenstein und Übernthal zur neuen Gemeinde Siegbach.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 22. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 2, S. 47, Punkt 50 Abs. 20 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,8 MB]).</ref><ref></ref> Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Wallenfels angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- ab 1334: Landgräflich-hessisches Lehen der Grafen von Nassau, nach Ende der Dernbacher Fehde und Friedensschluss mit Nassau
- ab 1557: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft/Fürstentum Nassau-Dillenburg, Amt Tringenstein<ref name="EB" />
- ab 1739: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Diez, Amt Tringenstein
- 1806–1813: Großherzogtum Berg,<ref group="Anm.">Infolge des Friedens von Tilsit.</ref> Département Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Herborn
- 1813–1815: Fürstentum Nassau-Oranien, Amt Tringenstein
- ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Herborn
- ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt Herborn<ref group="Anm.">Abtrennung der Justiz (Justizamt Herborn) bis 1854.</ref>
- ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Herborn
- ab 1867: Norddeutscher Bund<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs.</ref>, Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis<ref group="Anm.">Endgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Herborn) und Verwaltung.</ref>
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
- ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg
- ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Dillkreis
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis, Gemeinde Siegbach<ref group="Anm.">Am 1. Oktober 1971 wurde Wallenfels als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Siegbach eingegliedert.</ref>
- ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Siegbach
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Siegbach
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Wallenfels 57 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 11 zwischen 18 und 49, 18 zwischen 50 und 64 und 6 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 21 Haushalten. Davon waren 6 Singlehaushalte, 3 Paare ohne Kinder und 9 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 3 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 15 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Wallenfels: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 71 | |||
| 1840 | 84 | |||
| 1846 | 78 | |||
| 1852 | 81 | |||
| 1858 | 82 | |||
| 1864 | 80 | |||
| 1871 | 75 | |||
| 1875 | 81 | |||
| 1885 | 90 | |||
| 1895 | 81 | |||
| 1905 | 72 | |||
| 1910 | 65 | |||
| 1925 | 75 | |||
| 1939 | 68 | |||
| 1946 | 107 | |||
| 1950 | 103 | |||
| 1956 | 78 | |||
| 1961 | 77 | |||
| 1967 | 69 | |||
| 1970 | 65 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 57 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 82 evangelische (= 91,11 %), keine katholischen, 8 andere christliche (= 8,89 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 59 evangelische (= 76,62 %), 15 katholische (= 19,48 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Verkehrsanbindung
Wallenfels ist ein Sackgassendorf und nur über die K 54 von Siegbach erreichbar.
Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten in Wallenfels gehören der in Renovierung begriffene Burgberg, die Wilhelmsteine sowie die Fachwerkhäuser des Ortes.
Literatur
Weblinks
- Geschichte von Wallenfels. In: Internetauftritt. Gemeinde Siegbach
- Wallenfels, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Wallenfels, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> <ref name="EB"> Anton Friedrich Büsching: D. Anton Friderich Büschings neue Erdbeschreibung. Das deutsche Reich. Band 3. J.C. Bohn, 1771, S. 841 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 16 und 56, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>