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Whydah (Schiff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Whydah
Datei:Whydah-model.jpg
Modell des Schiffes
Modell des Schiffes
Schiffsdaten
Flagge EnglandDatei:Flag of England.svg England
Datei:Flag of Edward England.svg Piratenflagge
Schiffstyp Pinassschiff
Stapellauf 1716
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 42 m (Lüa)
Breite 10 m
Tiefgang (max.) 4,8 m
Verdrängung 300 t (600 Sklaven)
 
Besatzung als Handelsschiff: 50 Mann;
als Piratenschiff: 150 Mann
Takelung und Rigg
Anzahl Masten 3
Bewaffnung
Kanonen

26

Koordinaten: 41° 53′ 31,2″ N, 69° 57′ 33,8″ W

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Karte: Massachusetts
Whydah (Schiff)

Das englische Schiff Whydah [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈwɪdɑ] wurde 1716 als Sklaventransporter gebaut und benannt nach Ouidah, einem Umschlagplatz für Sklaven an der westafrikanischen Küste im heutigen Benin. Der Name bedeutet „Paradiesvogel“. Anfang 1717 wurde das Schiff von Piraten gekapert. Unter dem Seeräuber Sam Bellamy beförderte es den größten bekannten Piratenschatz aller Zeiten.

Geschichte

Im Februar 1717 wurde das Sklavenschiff in der Windward-Passage von der Piratenflotte des Sam Bellamy entdeckt. Nach dreitägiger Verfolgungsjagd wurde es von Kapitän Lawrence Prince kampflos übergeben. Die Seeräuber erbeuteten Waren wie Rum, Rohrzucker, Melasse, Luxusgüter, Gold und Silber im Wert von 20.000 bis 30.000 Pfund Sterling. Angeblich war unter den beschlagnahmten Edelsteinen ein Rubin von der Größe eines Hühnereis. Die Whydah war in sehr gutem Zustand, so dass Bellamy sie zu seinem Flaggschiff machte. Seine Crew, die sich „Robin Hoods Männer“ nannte, zählte bald über 150 Mann, 30 davon entflohene Sklaven. Nachdem die Piraten die jamaikanische Fregatte Tanner gekapert und Zucker, Indigo und Silber im Wert von 5000 Livres erbeutet hatten, befand sich der größte Piratenschatz, von dem die Geschichtsschreibung berichtet, an Bord der Whydah. Vor dem Entern des Schiffes war Bellamy bereits 18 Monate lang auf Beutezug gewesen und hatte keine Möglichkeit, seine Schätze abzuladen.

In der Nacht vom 26. zum 27. April 1717 warf ein Hurrikan die Whydah 150 Meter vor Cape Cod, dem Zielhafen, auf eine Sandbank. Bald darauf sank sie, nur zwei Männer überlebten. Einer von ihnen war der 23-jährige Schiffszimmermann Thomas Davis. Er wurde als Pirat vor Gericht gestellt, konnte aber glaubhaft machen, dass er nur unter Zwang angeheuert habe. Er wurde freigesprochen.

Geschichte ihrer Wiederentdeckung

Am 20. Juli 1984 entdeckte der US-Amerikaner Barry Clifford eine Münze des versunkenen Schatzes. Clifford, mit den Geschichten der Seefahrer in Cape Cod aufgewachsen, gründete nach der Hebung von rund einem Sechstel des Schatzes das Whydah-Museum mit 200.000 Ausstellungsstücken mit einem Wert zwischen 20 und 40 Millionen US-Dollar. Am 19. Juli 1998 entdeckte man den Rumpf des Schiffes.

Datei:Whydah-bell.jpg
Die Schiffsglocke mit der Inschrift „THE WHYDAH GALLY 1716

Die Whydah ist eines von nur drei oder vier Schiffswracks, bei denen feststeht, dass es sich um Piratenschiffe handelte.

Literatur

  • Barry Clifford, Paul Perry: Das Piratenschiff. Die Geschichte der Whydah und die Hebung ihres Schatzes. München 2000.
  • Barry Clifford: Meine Suche nach den Whydah-Piraten. In: Hartmut Roder (Hrsg.): Piraten – Die Herren der Sieben Meere. Edition Temmen, Bremen 2000, ISBN 3-86108-536-4.

Film

Weblinks

Commons: Whydah (Schiff) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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