Wieprza
Vorlage:Infobox Fluss Die Wieprza (Vorlage:IPA; Vorlage:DeS, Vorlage:CsbS) ist ein 112 Kilometer langer Küstenfluss in Hinterpommern in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Sie entspringt auf dem Pommerschen Landrücken auf 154 Metern über dem Meeresspiegel im Jezioro Białe nahe dem Dorf Głodowo bei Miastko und mündet bei Darłowo in die Ostsee.
Flussname Wipper
Wipper heißen in der deutschen Sprache mehrere, geographisch weit voneinander getrennte Flussläufe.<ref>Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten. Halle 1833, S. 436–438.</ref> Eine Abzählung, bei der auch ähnlich klingende Namen wie Wipfer berücksichtigt wurden, hat die Zahl fünfzehn ergeben.<ref name="EU">Elfriede Ulbricht: Das Flussgebiet der thüringischen Saale. 1. Auflage, Max Niemeyer, Halle (Saale) 1967.</ref>
Es ist vermutet worden, dass der Ursprung des Namens in dem mittelniederdeutschen, holländischen bzw. mittelenglischen Wort für Wippen zu suchen sei.<ref name="EU" /> Andere nahmen eine noch ältere Herkunft an, suchten den Ursprung des Namens im Indogermanischen und übersetzen den Flussnamen als die Hüpfende.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Verlauf
Zunächst fließt die pommersche Wipper in nordwestliche Richtung, bei Sławno (Schlawe) dann nach Norden und biegt bei dem Dorf Wilkowice (Wilhelmine) nach Westen ab. Bei Darłówko (Rügenwaldermünde) fließt die Wieprza in die Ostsee.
Das Einzugsgebiet der Wieprza umfasst 2150 km². Die reichlichen Niederschläge erzeugen einen gleichmäßigen Wasserabfluss. Der Fluss wurde im Jahr 1928 begradigt und seiner Gesamtlänge auf 112 km reduziert. Im Jahr 1909 wurde ihre Länge noch mit 150 km angegeben, 128 km davon flößbar.<ref>Meyers Konversationslexikon, 6. Auflage, 1909, 20. Band, S. 681.</ref>
Es konnten zahlreiche Wassermühlen<ref>Vergl. z. B. Ulrich Neitzel, Fritz Schmidt und Mathias Sielaff: Die Mühlenchronik des Kreises Schlawe, Genealogische Schriften für Ostpommern IV, Ostpommern e. V., Timmendorfer Strand 2007.</ref> und sogar kleinere Elektrizitätswerke – zum Beispiel bei Ciecholub (Techlipp), Gemeinde Kępice (Hammermühle), und Biesowice (Beßwitz) im Powiat Słupski (Powiat Stolp) – betrieben werden. Heute ist nur noch der Abschnitt von Darłowo bis zur Mündung in die Ostsee für kleinere Schiffe nutzbar.
Nebenflüsse
In die Wieprza münden mehrere kleinere Nebenflüsse:<ref>Vgl. zum Beispiel Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten. Halle 1833, S. 437.</ref>
- Linke Nebenflüsse:
- die Taukarre, die nördlich von Sławsko (Alt Schlawe), Gemeinde Sławno (Schlawe), in die Wieprza mündet;
- die Moszczenica<ref name="WH">Wilhelm Hoffmann: Encyklopädie der Erd-, Völker- und Staatenkunde. Band 2, Leipzig 1866, S. 1618.</ref>, die bei Malechowo (Malchow) entspringt, südlich von Słowino (Schlawin) in einem Abstand von einem Kilometer vom Ortskern in nordöstlicher Richtung vorbeifließt und bei Sławno in die Wieprza mündet;
- die Studnica (Stüdnitz), die südlich von Miastko (Rummelsburg) entspringt und nordwestlich des Dorfes Broczyna (Brotzen), Gemeinde Trzebielino (Treblin), in die Wieprza mündet;
- die Grabow (Vorlage:PlS Grabowa), die hinter Darłowo in die Wieprza mündet.
- Rechte Nebenflüsse:
- der Krummbach, der südlich des Dorfes Łubno (Lubben), Gemeinde Kołczygłowy (Alt Kolziglow), entspringt, nördlich an dem Dorf Trzebielino (Treblin) vorbeifließt und vor dem Dorf Broczyna (Brotzen) in die Wieprza mündet;
- die Stibnitz, die ca. sieben Kilometer vor Darłowo (Rügenwalde) in die Wieprza mündet;
- die Moszczeniczka (Motz)<ref name="WH" />, die bei Bruskowo Wielkie (Groß Brüskow) entsteht und bei Pieszcz (Peest) in die Wieprza mündet.
Literatur
- Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten. Halle 1833, S. 437.
- Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustands des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern. Teil II, Band 1, Stettin 1784, S. X–XII.
Weblinks
Fußnoten
<references />