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Stefan Raab

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Stefan Raab, 2010

Stefan Konrad Raab (* 20. Oktober 1966 in Köln) ist ein deutscher Entertainer, Fernseh- und Musikproduzent sowie Komponist, Musiker, Fernsehmoderator und Unternehmer. Er wurde ab 1993 als Moderator der Comedy-Musiksendung Vivasion bekannt. 1999 wechselte er zu ProSieben und entwickelte mit seiner Produktionsfirma RaabTV zahlreiche Unterhaltungsformate. Von 1999 bis 2015 präsentierte er als Moderator die Late-Night-Show TV total. Zwischen 1998 und 2012 sowie 2025 produzierte er mehrere deutsche Beiträge für den Eurovision Song Contest. Im Jahr 2000 trat er dort mit dem von ihm geschriebenen Lied Wadde hadde dudde da? als Sänger auf und belegte den fünften Platz. Von 2001 bis 2015 sowie seit 2024 ist er zudem regelmäßiger Kandidat in verschiedenen Spiel- und Quizshows und Veranstalter von Show-Events- und Wettbewerben bei ProSieben und RTL.

Er ist Entdecker und Förderer von Musikern wie Max Mutzke, Stefanie Heinzmann, Lena Meyer-Landrut und Abor & Tynna sowie des Moderators Elton. Raab gilt als einer der erfolgreichsten Entertainer der 1990er und 2000er Jahre. Ab Dezember 2015 agierte er rund neun Jahre ausschließlich als Fernsehproduzent, ehe er 2024 offiziell zu RTL wechselte und seine Arbeit vor der Kamera mit der Show Du gewinnst hier nicht die Million wieder aufnahm. Seit September 2025 präsentiert er als Moderator Die Stefan Raab Show und seit März 2026 moderiert er gemeinsam mit Barbara Schöneberger die Samstagabendshow Wer weiß wie wann was war?.

Leben

Stefan Raab wurde 1966 in Köln geboren und wuchs zusammen mit einer Schwester im Stadtteil Sülz auf, wo seine Eltern unter Inhaberschaft seines Vaters eine Metzgerei betrieben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Metzgerei Raab Inh. Konrad Raab Sülzburgstr. 50937 KÖLN (Memento vom 29. Oktober 2021 im Internet Archive)</ref> In seiner Schulzeit war er Ministrant.<ref>Viele Promis waren Messdiener, dpa/FAZ, 24. September 2014, abgerufen am 2. Oktober 2014.</ref> Nach eigener Aussage bekam er in der 6. Klasse von seinem Vater als erstes Instrument ein Schlagzeug geschenkt und spielte danach in verschiedenen Schülerbands, unter anderem bei der dreiköpfigen Gruppe Black Mollys.<ref>Daniel Dickopf, Bernd Becker: Sommer ist, was in deinem Kopf passiert: Kneipengespräche über Gott und die Welt, ISBN 978-3-7858-0781-1, Luther-Verlag, Seite 40</ref> Obwohl er laut eigener Aussage keine Noten lesen kann, hat er seit frühen Jahren verschiedene weitere Instrumente zu spielen gelernt, u. a. Ukulele, Gitarre, Bass, Keyboard, Akkordeon und Saxophon.<ref>Frühes Porträt über Stefan Raab – VIVA Jam (1995). Abgerufen am 12. November 2021.</ref>

Nach dem Abitur 1986 am Aloisiuskolleg in Bonn-Bad Godesberg leistete er bis 1987 seinen Grundwehrdienst in der Flugbereitschaft BMVg in der Luftwaffenkaserne Wahn in Köln-Wahn.<ref>Stefan Raab in: Internationales Biographisches Archiv 07/2016 vom 16. Februar 2016, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 45/2021, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 21. März 2024 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Anschließend studierte er fünf Semester Rechtswissenschaft.<ref>Stefan Raab bei laut.de; abgerufen am 21. März 2024</ref> Parallel dazu absolvierte er eine Metzgerlehre im elterlichen Betrieb, die er im Juni 1990 als Bezirksbester der Handwerkskammer zu Köln mit der Gesellenprüfung abschloss.<ref>Trennung von Brainpool: Was macht Stefan Raab heute? In: Express. 20. Oktober 2023, abgerufen am 9. März 2024.</ref>

Raab lebt im Kölner Stadtteil Hahnwald und hat mit seiner Lebensgefährtin zwei Töchter (* 2004 und 2006).<ref>Stefan Raab wird zum zweiten Mal Vater. In: Welt Online. 15. September 2006, abgerufen am 26. März 2011.</ref><ref name="Spiegel">Alexander Kühn: Am Ende. In: Der Spiegel 51/2015, S. 82–85.</ref> Weitere Informationen aus dem Privatleben Raabs sind nicht bekannt, da er dieses konsequent von der Öffentlichkeit abschirmt und etwaige Berichterstattungen juristisch untersagen lässt, etwa über den Medienanwalt Heiko Klatt.<ref>Vgl. Dieter Bohlen, Katja Kessler: Hinter den Kulissen. Random House Entertainment, München 2003, ISBN 3-7645-0173-1, S. 147–154 (1993. Stefan Raab. Oder: Deutschlands heimlichster Millionär).</ref>

Karriere

Die ersten Jahre im Unterhaltungsgeschäft (1990–1998)

Raab machte sich 1990 als Produzent von Werbejingles selbstständig; er erstellte Jingles und Spots für das ARD-Morgenmagazin, die Talkshows Bärbel Schäfer und Veronas Welt sowie für die Zahnpasta Blend-a-med. Außerdem produzierte er Musik unter anderem für Bürger Lars Dietrich, Die Prinzen und das RIAS-Rundfunkorchester. Raab betreibt einen eigenen Musikverlag, den Roof Groove Musikverlag Stefan Raab, der die Rechte seiner musikalischen Werke verwaltet.<ref name="Eck">Sigrid Eck: Der Tausendsassa. In: Werben & Verkaufen Nr. 10, 10. März 2005, S. 46–48.</ref> Der Name spielt auf den Ort des ersten Studios an, das sich in seiner Dachgeschosswohnung befand. Veröffentlicht wird unter dem Musiklabel RARE (= Raab Records).<ref name="Eck" /> Ebenfalls 1990 erschien Raabs erstes Album The Best of Schäng and the Gäng Vol. 3, an dem der Jazz-Trompeter Till Brönner mitwirkte, 1993 folgte das Album Get Ready.

Im November 1993 bot Raab dem Musikfernsehsender VIVA selbstentworfene Programmjingles an. Nach einem Casting wurde ihm die Moderation der Sendung Vivasion angeboten, die er von Dezember 1993 bis Dezember 1998 moderierte. Außerdem moderierte er 1995 und 1996 monatlich die Sendung Ma’ kuck’n. Entdeckt wurde Raab von Aufnahmeleiter Marcus Wolter, der später auch die Fernsehshow TV total entwickelte. 1994 sang Raab in seiner Fernsehsendung Vivasion während der Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft live einen Rap-Song über den damaligen deutschen Bundestrainer Berti Vogts. Kurz darauf veröffentlichten Stefan Raab & die Bekloppten dieses Lied unter dem Titel Böörti Böörti Vogts. Der Titel erreichte im Juli 1994 Platz vier der deutschen Hitparade. 1995 nahm Raab zusammen mit Bürger Lars Dietrich und Jürgen Drews eine Coverversion des Songs Ein Bett im Kornfeld auf. Diese Version erreichte Platz 27 der deutschen Singlehitparade.

Im März 1996 bekam Raab für das Lied Hier kommt die Maus, das zum 25. Geburtstag der Kinderfernsehsendung Die Sendung mit der Maus veröffentlicht wurde, eine Goldene Schallplatte. Das Lied stieg bis auf Platz zwei der deutschen Hitparade. Mit dem Echo 1997 erhielt er die Auszeichnung als bester nationaler Produzent des Jahres für sein Album Schlimmer Finger. Im gleichen Jahr moderierte Raab für den WDR/Eins Live regelmäßig die zweistündige Radio-Livesendung Raabio, eine Radio-Entertainment-Show mit Musik. Außerdem nahm Raab Telefon-Comedy-Folgen auf, bei denen er unter dem Pseudonym „Professor Hase“ Menschen anrief und hereinlegte.

Unter dem Pseudonym „Alf Igel“ – eine Anspielung auf Ralph Siegel – komponierte Raab im Frühjahr 1998 das Lied Guildo hat euch lieb! für Guildo Horn, der damit beim Eurovision Song Contest 1998 den siebten Platz von 25 Teilnehmern belegte. In der deutschen Singlehitparade erreichte der Song Platz vier. Im gleichen Jahr steuerte er die Titelmusik für die RTL-Talkshow Veronas Welt bei. Raabs 1998 gegründete Unternehmung Raab TV war von 1998 bis 2008 eine 50-Prozent-Tochter der Brainpool TV GmbH, mit der er an der ehemaligen Aktiengesellschaft VIVA Media beteiligt war und für die er mit TV total Produkte und Produktionen<ref>Dieter Bohlen, Katja Kessler: Hinter den Kulissen. Random House Entertainment, München 2003, ISBN 3-7645-0173-1, S. 154.</ref> promotete. Seit dem 31. Dezember 2008 ist Raab TV eine 100-Prozent-Tochter von Brainpool. Sie produziert mehrere Unterhaltungs-Sendungen wie beispielsweise elton.tv und Schlag den Star.

TV total, Sondersendungen und Veranstaltung von Castingshows (1999–2015)

Datei:Stefan Raab SCC 2010.jpg
Stefan Raab bei der Stock Car Crash Challenge 2010

Von März 1999 bis Dezember 2015 moderierte Raab die Sendung TV total des Privatsenders ProSieben, die anfangs wöchentlich ausgestrahlt wurde und seit Frühjahr 2001 viermal pro Woche lief. Zudem organisierte und vermarktete Raab in unregelmäßigen Abständen Show-Veranstaltungen<ref name="Eck" /> wie die Wok-Weltmeisterschaft, den Wettbewerb Schlag den Raab, das TV total Turmspringen, verschiedene Stockcar-Rennen, eine Reihe von Poker-Nächten, einen Eisfußball-Pokal und die Autoball-Europameisterschaft.<ref>Entertainment: „Ich will immer gewinnen“. In: Spiegel Online. 25. Mai 2009, abgerufen am 26. März 2011 (Interview).</ref>

Nach dem Start von TV total benutzte Raab Samples verschiedener Fernsehausschnitte zur Komposition eigener Lieder. Zum Beispiel produzierte er im Sommer 1999 den Titel Ö La Palöma Blanca der Ö La Palöma Boys. Kurz danach folgte das Lied Maschen-Draht-Zaun, das mit Dreifach-Gold ausgezeichnet wurde.<ref>Hepp (2010), ab Seite 38</ref> Im Mai 2000 nahm Raab mit dem Titel Wadde hadde dudde da? selbst am Eurovision Song Contest 2000 teil und erreichte Platz fünf. Im September 2000 produzierte er die Single Ho mir ma ne Flasche Bier, bei der ein Originalton des damaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder verwendet wurde. Im November 2001 komponierte, interpretierte und produzierte er den Song Wir kiffen. Im November 2002 schrieb er das Lied Gebt das Hanf frei!, bei dem er einen Ausspruch des deutschen Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele benutzte.

Beteiligungen am Eurovision Song Contest Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
Jahr Künstler Raabs Beteiligung Platz
1998 Guildo Horn Komponist und Texter (als Alf Igel) 7
2000 Stefan Raab Sänger, Komponist und Texter 5
2004 Max Mutzke Entdecker, Komponist und Texter 8
2010 Lena Initiator, Produzent und Jurypräsident von
Unser Star für Oslo
1
2011 Lena Produzent und Jurypräsident von
Unser Song für Deutschland,
Co-Moderator des Eurovision Song Contests
10
2012 Roman Lob Produzent und Jurypräsident von
Unser Star für Baku
8
2025 Abor & Tynna Produzent und Jurypräsident von
Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland?
15

Raab machte für verschiedene Unternehmen Werbung, unter anderem 1996 für ültje,<ref>Das Unternehmen ültje. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2011; abgerufen am 17. Dezember 2015 (Abschnitt Der ültje-Hit: „Kaum steh ich hier und singe…“).</ref><ref>Ültje: Stefan Raab (Commercial) auf YouTube</ref> im Jahr 1999 für Katjes<ref>Stefan Raab nascht Katjes. In: horizont.net. 19. Januar 1999, abgerufen am 26. März 2011.</ref> und 2001 für McDonald’s. Dabei warfen ihm Pressestimmen vor, er „verramsche“ sich, was Raab jedoch zurückwies.<ref>Spiegel-Gespräch mit Stefan Raab: „Wir verkaufen Spaß“. In: Spiegel Online. 13. Januar 2001, abgerufen am 26. März 2011 (Interview).</ref> Im gleichen Jahr produzierte er unter dem Pseudonym Eddie Rodriguez für einen McDonald’s-Werbespot den Musiktitel Sensaçion, der Platz 30 in den deutschen Singlecharts erreichte.

Gemeinsam mit Michael „Bully“ Herbig kommentierte Raab am 9. November 2002 das Bundesliga-Spiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund.<ref>Stefan Raab und "Bully" Herbig kommentieren Deutschland-Spiel! 25. März 2026, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Ende 2003 bis Anfang 2004 veranstaltete Raab den Casting-Wettbewerb SSDSGPSStefan sucht den Super-Grand-Prix-Star –, mit dem er einen Kandidaten für die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2004 suchte. Der Gewinner dieses Wettbewerbs, Max Mutzke, gewann auch die deutsche Vorentscheidung, womit Raab zum dritten Mal an einem deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest beteiligt war. Unter 24 Teilnehmern erreichte Max Mutzke den achten Platz, in der deutschen Hitparade gelang ihm direkt der Sprung auf Platz eins. Für das Konzept von SSDSGPS erhielt Raab im darauffolgenden Jahr den Adolf-Grimme-Preis.<ref name="Schramm 58">Holger Schramm: Musikcastingshows. In: Peter Moormann (Hrsg.): Musik im Fernsehen. Sendeformen und Gestaltungsprinzipien. 1. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-15976-8, S. 58.</ref>

Ebenfalls 2004 schrieb Raab mehrere Lieder für den Film (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 von Michael „Bully“ Herbig, darunter den als Single erschienenen Song Space Taxi. Dieses Lied singt Raab zusammen mit Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian. Aus dem Soundtrack des Films koppelte Raab im darauffolgenden Jahr die Single I Want Rock aus, die er unter dem Bandnamen Dicks on Fire veröffentlichte. Diese Gruppe besteht aus Raab, Rick Kavanian und Max Mutzke. Ebenfalls 2005 initiierte Raab in Anlehnung an den Eurovision Song Contest den Bundesvision Song Contest. Dabei trat jeder Teilnehmer für eines der 16 deutschen Bundesländer an. Nach eigener Aussage wollte Raab mit diesem Wettbewerb deutsche Musiker fördern. Daher sangen die Teilnehmer dieses Wettbewerbs ihre Texte in deutscher Sprache. Im gleichen Jahr moderierte Raab zusammen mit Gülcan Kamps die Veranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum des Musikpreises Comet.<ref>Uwe Mantel: Stefan Raab und Gülcan moderieren „Comet“-Verleihung bei ProSieben. In: DWDL.de. 7. September 2005, abgerufen am 26. März 2011.</ref>

2007 produzierte Raab die Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLADStefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf – bei der Stefanie Heinzmann gewann.<ref name="Schramm 58" /> 2010 suchte Raab in der achtteiligen Castingshow Unser Star für Oslo den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2010. Raab war Juryvorsitzender der Castingshow, die eine Zusammenarbeit der Fernsehsender ProSieben und Das Erste war. Siegerin des Wettbewerbs wurde Lena Meyer-Landrut mit dem Lied Satellite. Raab produzierte anschließend ihr Debütalbum My Cassette Player.<ref>Nach der Pool-Erregung: Lena Meyer-Landrut stellt „My Cassette Player“ vor. In: Welt Online. 6. Mai 2010, abgerufen am 26. März 2011.</ref> Am 29. Mai 2010 gewann Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo. Die Sängerin wurde auch für den Eurovision Song Contest 2011 als Vertreterin Deutschlands bestimmt. In der dreiteiligen Fernsehshow Unser Song für Deutschland – wieder eine Zusammenarbeit von ProSieben und Das Erste – wurde aus zwölf Kompositionen das Lied für Lena gesucht. Raab, wiederum Juryvorsitzender, war an drei dieser Kompositionen beteiligt; er ist Koproduzent des im Februar 2011 veröffentlichten zweiten Albums der Sängerin, Good News. Per Televoting gewählt wurde jedoch keine Raab-Komposition, sondern das Lied Taken by a Stranger, mit dem Lena beim Eurovision Song Contest im Mai 2011 den zehnten von 25 Plätzen belegte. Moderiert wurde der Wettbewerb von Raab, Anke Engelke und Judith Rakers.<ref>Alexander Kühn: Eurovision Song Contest 2011: Raab, Engelke und Rakers sind Lenas Gastgeber. In: Spiegel Online. 16. Dezember 2010, abgerufen am 26. März 2011.</ref>

Nach dem Eurovision Song Contest 2011 erklärte Raab am 19. Mai 2011 seinen Rückzug von diesem Wettbewerb als Gastgeber, Vorsitzender der Jury, Komponist und Musikproduzent.<ref>Eurovision Song Contest: Stefan Raab ends Eurovision career</ref> Kurz vor dem Beginn der Show Unser Star für Baku, in der der deutsche Kandidat für den Eurovision Song Contest 2012 ermittelt wurde, verkündete er allerdings, dass er neben dem neuen Präsidenten Thomas D weiterhin als festes Jurymitglied beteiligt sei.<ref>Alexander Krei: Stefan Raab: „Rufen Sie besser bei der ARD an“. DWDL, 9. Januar 2012, abgerufen am 9. Januar 2012.</ref> Ebenfalls 2011 komponierte Raab zudem die neue Titelmusik für die ZDF-Kindersendung 1, 2 oder 3.<ref>DWDL de GmbH: Raab komponiert neue "1, 2 oder 3"-Titelmusik. Abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Von November 2012 bis September 2013 moderierte Stefan Raab die Polit-Talkshow Absolute Mehrheit. Anders als bei bekannten Sendungen dieser Art wurde per Telefonabstimmung ermittelt, welcher Gast seine Meinung am besten begründen konnte. Der Gewinner erhielt am Ende der Sendung einen Geldpreis. Im September 2013 war Raab, gemeinsam mit Anne Will, Maybrit Illner und Peter Kloeppel Moderator des Fernsehduells zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück. Darüber hinaus veranstaltete Raab, nach 2005 und 2009, zum dritten Mal in Folge eine TV Total-Sondersendung zur Bundestagswahl 2013, einen Tag vor dem Wahlsonntag.

Ende der Karriere bei ProSieben (2015)

Im Juni 2015 gaben Raab und ProSieben bekannt, dass der Entertainer seine Fernsehkarriere zum Ende des Jahres 2015 beenden werde. Laut Raab endete die Zusammenarbeit im besten Verhältnis.<ref name="Ende">Big Bang: Stefan Raab beendet seine TV-Karriere. DWDL, 17. Juni 2015, abgerufen am 17. Juni 2015.</ref> Der Spiegel kommentierte: „Raab unterliegt dem einzigen echten Gegner, den er je hatte: sich selbst.“<ref name="Spiegel" /> ProSieben-Chef Wolfgang Link betonte in der Mitteilung, dass Raab mit seinen Shows mehrere Generationen begeistert und die Samstagabendunterhaltung verändert habe.<ref name="Ende" />

Aufgrund seiner verschiedenen Sendungen gab Raab in mehreren Shows seinen Abschied. Die letzte Ausgabe von TV total wurde am 16. Dezember 2015 ausgestrahlt. Am 19. Dezember 2015 hatte er in der 55. Ausgabe von Schlag den Raab seinen vorerst letzten öffentlichen Fernsehauftritt, bei dem er sich mit einer Big-Band-Version von Whitney Houstons One Moment in Time und einer rockigen Version von Chuck Berrys Run Rudolph Run, beides mit den Heavytones gespielt, verabschiedete.<ref>TV-Abschied: So war die letzte Sendung Schlag den Raab</ref> 2016 wurden mit Schlag den Star bzw. Schlag den Henssler und Die große ProSieben PokerStars.de-Nacht einige seiner Formate weitergeführt.

Pause der Fernsehauftritte (2015–2024)

Raab behielt nach seinem vorläufigen Karriereende zunächst seinen Anteil von 12,5 % an der Produktionsfirma Brainpool. 2018 verkaufte er seine Anteile an die Banijay Group, die damit die Anteilsmehrheit an Brainpool erhielt. Bis Januar 2026 hielt Raab zehn Prozent der Unternehmensanteile der Banijay Germany GmbH (weitere zehn Prozent halten Marcus Wolter und 80 Prozent die Banijay Group), die mit ihren 100-prozentigen Tochterunternehmen wie Brainpool bzw. Raab TV viele Fernsehformate in Deutschland produzieren,<ref name="Banijay">Von wegen Faultier: So mischt Raab bei Banijay Germany mit, auf dwdl.de, abgerufen am 14. März 2021</ref><ref>DWDL de GmbH: Zwei Jahre verspätet: Raab ist raus bei Banijay. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref> wie die ab 2018 bei ProSieben ausgestrahlte Unterhaltungsshow Das Ding des Jahres.

Die Shows Schlag den Besten, die auf Schlag den Raab basiert, Schlag den Star, die Headis Team-WM, 1:30 mit Teddy Teclebrhan, FameMaker und Teddy gönnt dir produzierte er ebenso. Im Mai 2020 wurde erstmals der von Raab initiierte und produzierte Free European Song Contest auf ProSieben ausgestrahlt.<ref name=":0">Nach ESC-Absage: Stefan Raab macht “Free European Song Contest” für ProSieben › Meedia. Abgerufen am 3. April 2020.</ref> Die Late-Night-Show Täglich frisch geröstet wurde ebenfalls von Raab produziert und startete im November 2020 auf TVNOW von RTL interactive.<ref>»Täglich frisch geröstet« – Neue Late-Night-Show von Stefan Raab. Abgerufen am 22. November 2020.</ref>

Von 2021 bis 2023 produzierte er die von Sebastian Pufpaff moderierte Neuauflage der Sendung TV total.<ref>DWDL de GmbH: Schon ab Mittwoch: „TV total“-Comeback jetzt offiziell. Abgerufen am 8. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 2022 bis 2024 produzierte er eine Neuauflage des Turmspringens für RTL. Zudem verantwortet er auch eine Neuauflage der TV total Wok-WM.<ref>DWDL de GmbH: ProSieben holt die „TV Total Wok-WM“ zurück. Abgerufen am 28. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die ursprünglich bei ProSieben gesendeten Formate Blamieren oder Kassieren und Schlag den Besten werden seit Herbst 2023 bzw. seit Frühjahr 2024 bei RTL ausgestrahlt.<ref>R. T. L. Online: Elton feiert Premiere: Er moderiert zwei Shows von Stefan Raab – und zwar bei RTL! 7. Juni 2023, abgerufen am 7. Juni 2023.</ref>

2018 trat Raab dreimal mit seiner Show Stefan Raab live! mit den durch TV total bekannten Heavytones in der Kölner Lanxess Arena auf. Gäste waren unter anderem Herbert Grönemeyer, Helge Schneider, Carolin Kebekus, Max Mutzke, Sido, Luke Mockridge, Stefanie Heinzmann, Teddy Teclebrhan und Die Toten Hosen.<ref>Viele bekannte Gäste: Ablaufplan für Comeback-Show von Stefan Raab steht fest. In: Express.de. (express.de [abgerufen am 13. Oktober 2018]).</ref> Seit seinem vorläufigen Rückzug trat er zunächst bis 2024 nicht mehr im Fernsehen auf, sondern agierte ausschließlich operativ als Produzent von Raab TV.<ref name="Banijay" /> 2018 gründete er die Veranstaltungsfirma Laheif GmbH.<ref>Öffentliche Bekanntmachung. In: NorthData. Abgerufen am 8. Mai 2023.</ref>

Zum Jahresende 2023 lief der gemeinsame Vertrag von Raab und Brainpool aus. Brainpool behält alle Rechte an den von Raab entwickelten Fernsehformaten sowie die Rechte am Katalog mit über 4000 Programmstunden.<ref>DWDL de GmbH: Nach 25 Jahren: Stefan Raab und Brainpool gehen getrennte Wege. Abgerufen am 18. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Anteile an dem Tochterunternehmen Brainpool Entertainment, das bis Februar noch unter dem Namen Raab TV firmierte, behält er vorerst.<ref>DWDL de GmbH: Teilhaber als Konkurrent: Banijay und das Raab-Paradox. Abgerufen am 30. August 2024.</ref> Raab produzierte außerdem noch in Zusammenarbeit mit Brainpool die im Februar 2024 ausgetragene Show American Ice Football. Wie beim Deutschen Eisfußball-Pokal traten die Teilnehmer in der eigentlichen Sportart auf einer Eisfläche an und trugen Bowlingschuhe.<ref>DWDL de GmbH: Raab macht „American Ice Football“ vor dem Super Bowl. Abgerufen am 8. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Anfang 2024 gründete er gemeinsam mit Daniel Rosemann die Produktionsfirma Raab Entertainment.<ref>DWDL de GmbH: Rosemann macht’s offiziell: Neue Raab-Produktionsfirma ist da. Abgerufen am 9. Januar 2024.</ref> Nach Angaben des Medienmagazins DWDL stellte RTL dem Unternehmen ein Produktionsvolumen von 90 Mio. Euro zur Verfügung.<ref>DWDL de GmbH: Mindestens 90 Mio. Euro: RTL setzt viel auf Raab Entertainment. Abgerufen am 4. September 2024.</ref> Das Unternehmen produzierte für RTL anlässlich der Fußball-EM 2024 Das RTL EM-Studio, das täglich ausgestrahlt wurde.<ref>DWDL de GmbH: Raab und Rosemann produzieren tägliche EM-Show für RTL. Abgerufen am 21. März 2024.</ref>

Comeback bei RTL (2024)

Im April 2024 verkündete Raab, dass er in einem erneuten Boxkampf gegen Regina Halmich antreten werde, gegen die er im Zuge seiner früheren Shows bereits zweimal in den Ring gestiegen war.<ref>Stefan Raab verfehlt Instagram-Ziel. 31. März 2024, abgerufen am 15. September 2024.</ref> Am 14. September 2024 veranstaltete RTL den dritten Promiboxkampf zwischen Raab und Halmich, der im Düsseldorfer PSD Bank Dome stattfand und live unter dem Titel Der Clark Final Fight übertragen wurde.<ref>Stefan Raab kämpft gegen Regina Halmich: Ex-Boxerin verrät Details zum spektakulären Comeback. Abgerufen am 4. April 2024.</ref> Moderiert wurde das rund dreistündige Event wurde von Elton, Laura Wontorra und Frank Buschmann; letzterer kommentierte auch den Boxkampf, den Halmich nach Punkten gewann.<ref name=":1">Manuel Weis: Ludowig moderiert Talk nach Raab-Kampf. In: DWDL.de. 21. August 2024, abgerufen am 31. August 2024.</ref> In seinem Einmarsch vor dem Kampf präsentierte Raab gemeinsam mit Sido und Ski Aggu das Lied Pa aufs Maul, das sich eine Woche lang in den deutschen Singlecharts platzierte.<ref>GfK Chart Detail. Abgerufen am 31. Oktober 2024.</ref> Die Übertragung verfolgten rund 5,9 Millionen Zuschauer; in der Spitze des Boxkampfes stieg die Zuschauerzahl auf acht Millionen an.<ref>Quotenmeister Raab: Fast acht Millionen wollen sein Comeback sehen. 15. September 2024, abgerufen am 15. September 2024.</ref> Nach dem Kampf gab Raab bekannt, nun im Rahmen eines fünfjährigen Exklusivvertrags bei der Mediengruppe RTL Deutschland seine Arbeit vor der Kamera wieder aufzunehmen.<ref>media.rtl.de: Mehr Entertainment, Mehr Shows, Mehr Raab-Genialität, Pressemitteilung vom 14. September 2024, abgerufen am 15. September 2024.</ref>

Neue Fernsehshows und Rückkehr zum ESC (seit 2024)

Von September 2024 bis Juni 2025 präsentierte Raab als Moderator die Sendung Du gewinnst hier nicht die Million, die kurzzeitig im Programm von RTL ausgestrahlt, und zuvor exklusiv bei RTL+ veröffentlicht wurde.<ref>n-tv Nachrichten: Stefan Raab kommt mit DGHNDMBSR ins TV. Abgerufen am 30. Januar 2025.</ref> Im Rahmen der Sendung produzierte er mitunter die Single Rambo Zambo (Was is Bubatz?), wobei er für die Ausgestaltung des Liedes einen Originalton von Friedrich Merz verwendete.<ref>Jens Strube: Merz kündigt nach Wahlsieg „Rambo Zambo“ an: Was es mit dem Zitat auf sich hat. Stefan Raab hat seine Finger im Spiel. In: rnd.de. Redaktionsnetzwerk Deutschland, 23. Februar 2025, abgerufen am 29. März 2025.</ref> Als Produzent verantworten Raab und seine Produktionsfirma seit November 2024 die Sendung Eltons 12. Im Dezember 2024 startete bei RTL die Spielshow Stefan & Bully gegen irgendson Schnulli, in der Raab erstmals in einer gemeinsamen Show mit Michael „Bully“ Herbig auftrat.<ref>Kommunikation: Erfolgreicher Show-Start bei RTL für "Stefan und Bully gegen irgendson Schnulli". Abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Show wird mehrmals im Jahr in unregelmäßigen Abständen ausgestrahlt. Im Februar 2025 startete erstmals die Sendung Raabs Pokernacht mit GGPoker.de, in der Raab erneut an der Seite von prominenten Gästen und vorab qualifizierten Wildcard-Gewinnern Poker spielt.<ref>Pokernacht von Stefan Raab: DIESE Promis sitzen am Pokertisch. 27. Februar 2025, abgerufen am 28. Februar 2025.</ref>

2025 war Raab erneut an der deutschen Vorentscheidung des Eurovision Song Contest beteiligt und veranstaltete die vierteilige Castingshow Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland?, in der er als leitender Juror mitunter an der Seite von Yvonne Catterfeld, Max Mutzke und Elton die Vorauswahl der Teilnehmer traf. Den Wettbewerb gewann das Duo Abor & Tynna mit dem Lied Baller, die beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel den 15. Platz erreichten. Im Vorfeld zum Eurovision Song Contest 2025 wurde von der ARD die dreiteilige Dokumentation Stefan Raab: Mein ESC. Chefsache Abor & Tynna über Raabs Wirken beim ESC im Laufe der Jahre veröffentlicht.<ref>Ann-Marlen Hoolt: ARD-Doku über Stefan Raab: Der ESC-Großmeister spricht. 12. Mai 2025, abgerufen am 12. Mai 2025.</ref> Seit seiner Tätigkeit für den Eurovision Song Contest 2025 agiert er mit Raab Entertainment zudem als Konzertveranstalter der Rockband The Great Leslie, die ebenfalls am Vorentscheid unter ihm teilgenommen hatte.<ref>Peter: Nach „Chefsache ESC“: The Great Leslie gehen auf Tour – hier Tickets gewinnen. 9. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref> Gemeinsam mit Michael „Bully“ Herbig steuerte er für dessen Film Das Kanu des Manitu das Lied Weil wir so supergeil drauf sind und mit Max Mutzke die EP Bitte lass das Licht an bei.<ref>Raab und Bully bringen Song zu „Kanu des Manitu“ heraus. 8. August 2025, abgerufen am 8. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Original Song ‘Bitte lass das Licht an’ from ‘The Canoe of Manitu’ Released | Film Music Reporter. Abgerufen am 14. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit dem 15. September 2025 moderiert er Die Stefan Raab Show, die anfangs einmal wöchentlich und seit Frühjahr 2026 im Spätprogramm von RTL ausgestrahlt sowie zusätzlich einmal wöchentlich bei RTL+ veröffentlicht wird.<ref>Fernsehen: „Die Stefan Raab Show“ startet mit Topquote. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 19. September 2025]).</ref><ref>Sendung läuft bald zweimal pro Woche. 30. Januar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026.</ref> Gemeinsam mit Elton ist Raab zudem seit November 2025 Teil der Quizshow Die Unzerquizbaren.<ref>„Die Unzerquizbaren” mit Stefan Raab und Elton im TV und im Stream auf RTL+ streamen. 7. November 2025, abgerufen am 8. November 2025.</ref> Am 28. November 2025 gewann er neben Thomas Gottschalk, Michael „Bully“ Herbig und Christa Kummer einen Romy-Sonderpreis für seine langjährige Tätigkeit im Fernsehgeschäft.<ref>Gala in Kitzbühel: Romy-Preisträger 2025 gekürt. 28. November 2025, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>

Seit dem 14. März 2026 ist er gemeinsam mit Barbara Schöneberger Moderator des Show- und Quizformats Wer weiß wie wann was war?. Am 27. März 2026 kommentierte er erneut mit Michael „Bully“ Herbig exklusiv auf RTL+ und YouTube das Testspiel Deutschland gegen die Schweiz für die WM 2026.<ref>Raab und Bully kommentieren DFB-Spiel gegen Schweiz. Abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im August 2026 soll Raab für RTL auf dem Gelände der Regattabahn Duisburg das Show-Event der Jetski Star WM veranstalten und produzieren.<ref>DWDL de GmbH: Raab veranstaltet sommerliche "Jetski Star WM" bei RTL. Abgerufen am 29. März 2026.</ref>

Rezeption

Auszeichnungen

Raab wurde für seine Leistungen in der Musik- und Fernsehunterhaltung mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. Beispielsweise wurde ihm mehrmals der ECHO und die Goldene Kamera verliehen; zudem erhielt er den Bayerischen und den Deutschen Fernsehpreis, den Bambi und den Adolf-Grimme-Preis.

Als Komponist und Musikproduzent veröffentlichte Raab verschiedene Singles, die mit Gold oder Platin ausgezeichnet wurden.

Im April 2009 wurde im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Berlin eine Wachsfigur von Raabs ausgestellt, die an einem dem Original nachempfundenen Pult vor der Kulisse des TV-total-Studios saß.<ref>Berliner Morgenpost – Berlin: Ehrung: Stefan Raab als Wachsfigur bei Madame Tussauds. 7. April 2009, abgerufen am 21. Juli 2023.</ref> Die Figur wurde mittlerweile abgebaut.<ref>RTL: Raab verlangt seine Wachsfigur zurück 😱 | Die Stefan Raab Show. 7. November 2025, abgerufen am 20. Januar 2026.</ref>

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Raabs Auszeichnungen im Bereich Fernsehen.

Jahr Auszeichnung Kategorie
1995 Goldene Stimmgabel
1996 Goldener Löwe Bestes Jugendprogramm für Vivasion
1997 RSH-Gold Erfolgreichster TV Song des Jahres für Hier kommt die Maus<ref>Startseite. Abgerufen am 2. März 2021.</ref>
ECHO Nationaler Produzent
1999 Deutscher Comedypreis Beste Moderation für TV total
Deutscher Fernsehpreis Beste Unterhaltungssendung für TV total
2000 ECHO Nationaler Produzent
Goldener Bravo Otto Comedystar
RSH-Gold<ref>RSH-Gold Verleihung 2000</ref> Erfolgreichster TV-Song des Jahres für Maschen-Draht-Zaun
Romy Beste Programmidee für TV total
2001 Bronzene Rose von Montreux Variete für TV total
Goldener Bravo Otto Comedystar
2002 Goldener Bravo Otto Comedystar
2003 Goldener Bravo Otto Comedystar
2004 Bronzener Bravo Otto Comedystar
Comet Bester Filmsong für Space Taxi
Goldene Kamera Bester TV-Entertainer
2005 Adolf-Grimme-Preis Spezial „für die Entdeckung und Förderung von Musiktalenten durch SSDSGPS – Ein Lied für Istanbul
Deutsch-Türkischer Freundschaftspreis
ECHO Nationaler Produzent und Medienpartner des Jahres
2006 Goldener Prometheus Coup des Jahres für die TV total Bundestagswahl zusammen mit Peter Limbourg
2007 Bronzener Bravo Otto Comedystar
Deutscher Fernsehpreis Beste Unterhaltungssendung für Schlag den Raab
2008 Bambi Entertainment
Goldene Kamera Unterhaltung zusammen mit Matthias Opdenhövel
Live Entertainment Award Nachwuchsförderung des Jahres
2009 Goldene Henne Fernseh-Innovation
Bronzener Herbert Beste TV-Sportsendung für das TV total Turmspringen
Romy Beste Programmidee für Schlag den Raab
2010 1Live Krone Verdienste als Entertainer und Musikproduzent
Bayerischer Fernsehpreis Initiator und Jurypräsident von Unser Star für Oslo
Deutscher Comedypreis Beste Late-Night-Show für TV total
Deutscher Fernsehpreis Beste Unterhaltungssendung für Unser Star für Oslo
Besondere Leistung Unterhaltung als bester Entertainer des Jahres
2011 ECHO Medienpartner des Jahres für Unser Star für Oslo zusammen mit Brainpool, der ARD und ProSieben
Deutscher Fernsehpreis Beste Unterhaltungssendung für den Eurovision Song Contest 2011
Publikumspreis als bester Entertainer des Jahres
2012 Rose d’Or
Goldene Rose in der Kategorie Live Event Show für den Eurovision Song Contest 2011
2013 Deutscher Comedypreis Bestes Comedyevent für Die große TV total Prunksitzung
2015 Deutscher Comedypreis Ehrenpreis
(Anmerkung: Der Ehrenpreis des Comedypreises wird ohne vorherige Nominierung vom Veranstalter der Preisverleihung, der Köln Comedy Festival GmbH, verliehen. Diese ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Brainpool, der damaligen Produktionsfirma von Raabs Fernsehsendungen bei seinem ehemaligen Sender ProSieben.<ref>Warum der Deutsche Comedypreis eine Werbemaschine ist, die sich als Preisverleihung tarnt. Abgerufen am 2. März 2021.</ref>)
2025 Romy Sonderpreis<ref name="orf3412917">Gala in Kitzbühel: Romy-Preisträger 2025 gekürt. In: ORF.at. 28. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.</ref>

Kritik

Raab gilt in der öffentlichen Wahrnehmung als umstritten. Beispielsweise wurde ihm vorgeworfen, sein Humor gehe auf Kosten schwächerer oder medienunerfahrener Menschen. Auch bediene Raab sich bestehender Vorurteile gegenüber gesellschaftlichen Randgruppen, verstärke sie durch seine herabsetzende Art sogar. „Was Raab hier macht, ist Unterhaltung nach dem Motto: Je niedriger die Schublade, desto höher die Quote“, sagte beispielsweise der ehemalige stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach.

Raab wurde auch vorgeworfen, er greife immer wieder das Persönlichkeitsrecht anderer an, während er jedoch seine eigene Familie seit Mitte der 1990er Jahre streng vor der Öffentlichkeit abschirme.<ref>Frühes Porträt über Stefan Raab – VIVA Jam (1995). Abgerufen am 6. November 2021.</ref> Raab argumentierte dagegen, dass seine satirischen Darstellungen sich auf Menschen bezögen, die ihre Persönlichkeit und ihr Privatleben freiwillig in die Öffentlichkeit trügen und sich damit zum legitimen Objekt von Satire machten. Im Jahr 1999 benutzte Raab eine Äußerung von Regina Zindler, die sie in der Sendung Richterin Barbara Salesch machte, für sein Lied Maschen-Draht-Zaun. Durch das Lied und durch eigenes Zutun erhielt Zindler eine vorübergehende Medienpräsenz, die sie schließlich veranlasste, ihren Wohnort zu wechseln.<ref>Das neue Leben der Regina Zindler. In: sz-online.de. 15. Oktober 2003, abgerufen am 18. Januar 2013.</ref> Sie erhielt 10 Pfennig pro verkaufter Single, insgesamt wurden 1 Mio. Singles verkauft.<ref>Traumberuf Promi – Regina Zindler / Maschen-Draht-Zaun. In: süddeutsche.de.</ref>

2002 zeigte Raab ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat der Autorin Erika Riemann, die sich dadurch verunglimpft fühlte. Für Aufsehen sorgte Raab, als er 2005 in einem Beitrag seiner Fernsehsendung TV total sagte, Sachsen sei so beliebt, dass einmal tausend Engländer auf einmal zu Besuch gekommen seien. Dies war eine Anspielung auf die Luftangriffe auf Dresden, bei denen im Jahr 1945 zwischen 22.700 und 25.000 Menschen getötet worden waren. Raab entschuldigte sich in einer schriftlichen Stellungnahme für die Äußerung, nachdem sich Sachsens damaliger Ministerpräsident Georg Milbradt mit den Worten „kein Dresdner, kein Sachse und kein Deutscher hat für diese bodenlose Geschmacklosigkeit Verständnis“ beim Fernsehsender ProSieben beschwert hatte.<ref>Witze über Bombardierung Dresdens: Raab entschuldigt sich. In: Spiegel Online. 3. Februar 2005, abgerufen am 29. März 2011.</ref>

Nachdem RTL 2007 Max Buskohl, einem Kandidaten von Deutschland sucht den Superstar, verboten hatte, in Raabs Fernsehsendung aufzutreten, präsentierte Raab ihn mit dem Kommentar „Seit 196 Tagen Gefangener von R. T. L.“<ref name="Schramm 58" /> Damit spielte er auf die Schleyer-Entführung durch die Rote Armee Fraktion (RAF) im Jahr 1977 an. Die Entführer hatten damals ein Foto Hanns Martin Schleyers mit dem Schriftzug „Seit 20 Tagen Gefangener der R. A. F.“ veröffentlicht. Nach diesem Vorfall warf die Boulevardzeitung Bild Raab vor, die Opfer der RAF zu verhöhnen und festigte so Raabs Ruf als Provokateur: „Raab ist das Böse im deutschen Fernsehen.“<ref>Finis: Das Letzte: Über Raabs RAF-Satire-Darstellung. In: Zeit Online. 3. Mai 2007, abgerufen am 30. März 2011.</ref> Seit 2004 gibt Raab der Bild-Zeitung keine Interviews mehr.<ref>Raab gegen „Bild“: Eine Frage der Ehre. In: FAZ.NET (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). 9. Mai 2004, abgerufen am 26. Februar 2011 (letzter Absatz „Demonstration der Ohnmacht“).</ref><ref>Hans Hoff: Lena-Entdecker Stefan Raab: Rotz und Ruhm. In: sueddeutsche.de. 1. Juni 2010, abgerufen am 26. Februar 2011.</ref>

Der Künstler Serdar Somuncu wies 2015 in seinem Buch Der Adolf in mir: Die Karriere einer verbotenen Idee sowie in einem Gespräch mit Mely Kiyak bei der Körber-Stiftung am 5. November desselben Jahres auf eine bis dahin ständige Zensur gegenüber seiner Kunst in deutschen Fernsehunterhaltungssendungen hin, bei der die Sendungen Stefan Raabs die einzige Ausnahme gebildet hätten.<ref>Interview auf youtube.com, abgerufen am 10. Januar 2017.</ref> Diese Aussagen bekräftigte Somuncu 2025 im Podcast ungeskriptet erneut und nannte Raab den „größten“ und „vielfältigsten Künstler“ Deutschlands.<ref>Enno Kramer: Serdar Somuncu: „Der kommt aus dem Osten und merkt, wenn etwas nach Diktatur riecht“. 18. November 2025, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref>

2024 machte Raab sich in seiner Sendung Du gewinnst hier nicht die Million über das damalige Übergewicht der ehemaligen Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang lustig. Das Nachrichtenportal Watson warf Raab vor, mit seinen Witzen „populistische Vorurteile“ zu bedienen.<ref>Stefan Raabs RTL-Show wird immer bodenloser – Witze über Ricarda Lang. Abgerufen am 24. Januar 2025.</ref>

In der ersten Ausgabe der Stefan Raab Show am 15. September 2025 zeigte Raab einen Ausschnitt der Basketball-EM 2025, in der Bundespräsident Steinmeier beim Abspielen der Nationalhymne zu sehen war und bei dem Kommentator Frank Buschmann husten musste, und kommentierte dies mit den Worten: „Beim Anblick von Frank-Walter Steinmeier da kann man schon mal Brechreiz kriegen. Ganz klar.“<ref>Stefan Raab in seiner heutigen Show beim RTL: "Beim Anblick von Frank-Walter Steinmeier da kann man schon mal Brechreiz kriegen. Ganz klar." In: X. 15. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref><ref>Franziska von Mutius, Iris Rosendahl: „Raab, deine Zeit ist abgelaufen“. In: Bild.de. 16. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref> Dieser Gag wurde von verschiedenen Medien stark kritisiert. Der Journalist Christian Vock von Web.de nannte dies einen Schlag unter die Gürtellinie und bemerkte dazu: „Ein derber Scherz über Frank-Walter Steinmeier, der mehr über Stefan Raab sagt als über den Bundespräsidenten.“<ref>Christian Vock: Die Stefan Raab Show: Fernsehen für Leute, die Fernsehen hassen. In: Web.de. 15. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref>

Erneut sorgte Raab mit dem Auftritt eines Bühnenakrobaten von Puppetry of the Penis in der Stefan Raab Show für Aufsehen, als dieser live zur Hauptsendezeit Kunststücke mit seinem Penis präsentierte.<ref>Rocco Steinhäuser: Hace unos minutos, en un programa en directo de la televisión alemana. In: X. 17. September 2025, abgerufen am 19. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Auftritt rief die Niedersächsische Landesmedienanstalt auf den Plan, die nach mehreren Beschwerden prüft, „ob dieser einen Verstoß gegen die Bestimmungen des JMStV (Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien) darstellt.“<ref>Timo Niemeier: Ein Penis zur Primetime: Medienaufsicht prüft Raab-Show. In: DWDL.de. 19. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref> Viele Zuschauer waren nach dem ungewöhnlichen Show-Act eher entsetzt als begeistert, so etwa Melanie Althoff auf Focus Online.<ref>Melanie Althoff: "Maximal angewidert": Zuschauer entsetzt von Penis-Auftritt in Raab-Show. In: Focus.de. 19. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref>

Fabian Riedner von Quotenmeter.de schrieb im Dezember 2025, dass Raab mit seinen Shows bei RTL „sein eigenes Vermächtnis beschädigt“ hätte und nannte als Grund dafür die mangelhaften Einschaltquoten und die für ihn „stehengebliebene“ Qualität von Raabs Sendungen. Für ihn wirke Raab in der heutigen Zeit wie „jemand der lieber eine hohe Marge hält, als ein sauberes, würdiges Spätwerk zu schaffen“ und ordnete ihn neben Harald Schmidt und Thomas Gottschalk in „jene Gruppe großer Namen der 90er“ ein, „die den richtigen Moment zum Abtreten verpasst“ hätten. Raab als der „Titan von einst“ – so Riedner, liefe heute Gefahr, „das eigene Denkmal mit dem Vorschlaghammer selbst zu zertrümmern.“<ref>Stefan Raab – Wie ein Titan des Fernsehens sein eigenes Denkmal zertrümmert. 17. Dezember 2025, abgerufen am 18. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Januar 2026 warfen einige Medien Raab Antisemitismus vor und begründeten dies mit einem Witz in einem Einspieler in der Stefan Raab Show, in der dem jüdischem Sänger Gil Ofarim in Bezug auf den Davidstern-Skandal 2021 ein „Betrüger-Gen“ zugeschrieben worden war und stereotype Klischees über Juden bedient worden seien. Ebenso die Ausstrahlung der Sendung am Holocaust-Gedenktag wurde u. a. von der Zeitung Jüdische Allgemeine als kritisch eingeordnet. Der ausstrahlende Sender RTL wies die Antisemitismus-Vorwürfe später zurück und erklärte, dass es sich ausschließlich um eine satirische Auseinandersetzung mit dem bekannten Fall gehandelt habe.<ref>„Wie bei der Hitlerjugend“: Nazi-Vorwürfe wegen Raab-Show – RTL reagiert. In: express.de. 3. Februar 2026, abgerufen am 3. Februar 2026.</ref><ref>„Antisemitismus von Stefan Raab: Im Dschungel der Anfeindungen“. In: taz.de. 4. Februar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026.</ref>

Klagen

Im Laufe seiner Karriere wurden zahlreiche Klagen gegen Raab erhoben, von denen einige auch der Öffentlichkeit bekannt wurden.<ref>Wenmakers (2009)</ref>

Raab gewann einen Prozess gegen den Musiker und Produzenten Moses Pelham. Raab hatte Pelham 1997 in einer Sendung mit „Möschen“ tituliert, unter anderem Interviews und Videoclips verulkt und die Zuschauer aufgefordert, gebastelte Moses-P-„Köpfe“ in die Sendung zu schicken. Pelham gab Raab hinter den Kulissen der Echoverleihung 1997 einen Kopfstoß ins Gesicht und brach ihm dabei das Nasenbein.<ref>Rapper Moses Pelham: Verletzter Gigant. Sueddeutsche.de.</ref> Raab wurde ein Schmerzensgeld von 10.000 DM zugesprochen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rapper schlug Raab: 50.000 Mark (Memento vom 21. Juni 2020 im Internet Archive). In: rhein-zeitung.de. 28. August 1998.</ref>

2001 machte sich Raab in seiner Fernsehsendung TV total über den Namen der damals 16-jährigen Schülerin Lisa Loch lustig und sagte ihr unter anderem gute Chancen im Pornogeschäft voraus. Daraufhin verklagte die Schülerin Raab und gab an, infolge dieser „derben Späße“ obszöne nächtliche anonyme Anrufe zu erhalten und dem Spott ihrer Mitschüler und den Beleidigungen von Passanten ausgesetzt zu sein. Das Oberlandesgericht Hamm<ref>O. L. G. Hamm, Urteil vom 4. Februar 2004 – AZ: 3 U 168/03; GRUR 2004, 970–975.</ref> verurteilte Raab schließlich wegen schwerwiegender Verletzung der Persönlichkeitsrechte zu 70.000 Euro Schadensersatz.<ref>Fall „Lisa Loch“: Raab zu 70.000 Euro Schadenersatz verurteilt. In: Spiegel Online. 4. Februar 2004, abgerufen am 30. März 2011.</ref><ref>Raab muss endgültig 70.000 Euro an Lisa Loch zahlen – BGH weist Fall wegen mangelnder Bedeutung zurück. In: 123recht.net. 23. Dezember 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juli 2012; abgerufen am 30. März 2011.</ref><ref>Lisa Loch: „Ich ging durch die Hölle“. tz.de, abgerufen am 20. März 2014.</ref>

Im September 2004 zeigte Raab in seiner Fernsehsendung einen Ausschnitt der hr-Nachrichten Hessen-Aktuell, in der eine damals 28-jährige Mutter aus Frankfurt zu sehen war, die die Schultüte ihrer gerade eingeschulten Tochter in der Hand hielt. Er kommentierte die Szene mit den Worten: „Unfassbar, oder? Die Dealer tarnen sich immer besser“, worauf er von der Mutter verklagt wurde. Nachdem die Klägerin zunächst mehrere Gerichts- und Berufungsverfahren verloren hatte, nahm sie in einem – auf eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild gerichteten – Parallelverfahren ein Vergleichsangebot des Gerichts in Höhe von 20.000 Euro zusammen mit einem Entschuldigungsschreiben an und zog im Gegenzug diese Klage zurück.<ref>Beleidigungsklage: Raab spart 130.000 Euro. In: stern.de. 20. März 2006, abgerufen am 30. März 2011.</ref>

Im Juni 2008 wurden Raab und die Produktionsgesellschaft Brainpool vom Bundesgerichtshof zur Zahlung einer Lizenzgebühr von 1278,23 Euro pro angefangener Minute an die ARD verurteilt.<ref>BGH, Urteil vom 20. Dezember 2007 – AZ: I ZR 42/05; GRUR 2008, S. 693–697.</ref> Grund dafür war die Ausstrahlung eines 20-sekündigen Ausschnitts des Hessischen Rundfunks in seiner Fernsehsendung TV total.<ref>Uwe Mantel: Schnipselgebühr: Brainpool bleibt gelassen nach „TV Total“-Urteil. In: DWDL.de. 26. Juni 2008, abgerufen am 30. März 2011.</ref> Im Juli 2008 verklagte der NDR die Produktionsgesellschaft Brainpool auf 568.000 Euro, weil in Raabs Sendung TV total insgesamt 309 Ausschnitte aus NDR-Produktionen gezeigt worden waren.<ref>Uwe Mantel: „TV Total“-Streit: Brainpool soll 130.000 Euro an den NDR zahlen. In: DWDL.de. 11. Juli 2008, abgerufen am 30. März 2011.</ref>

Beteiligung an Fernsehshows

Moderationen

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Gast / Kandidat

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Show-Produktionen

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Diskografie

Vorlage:Eingebundene Diskografie

Trivia

Literatur

  • Andreas Hepp: Stefan Raab, Regina Zindler und der Maschendrahtzaun: Ein populäres Medienereignis als Beispiel der Eventisierung von Medienkommunikation. In: Andreas Hepp, Marco Höhn, Waldemar Vogelgesang (Hrsg.): Populäre Events. Medienevents, Spielevents, Spaßevents. 2., überarbeitete Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-15770-2, S. 37–112.
  • Stefan Raab: Raab Total. Das offizielle Stefan Raab Fanbuch. Aqua, Köln 2001, ISBN 3-9806778-7-7.
  • Andrea Rungg, Lutz Knappmann: Raab total. In: Financial Times Deutschland vom 1. Juni 2010, S. 8.
  • Julia Wenmakers: Rechtliche Grenzen der neuen Formen von Satire im Fernsehen. Wo hört bei Stefan Raab und Harald Schmidt der Spaß auf? Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4299-0.

Weblinks

Commons: Stefan Raab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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1956: Walter Andreas Schwarz; Freddy Quinn | 1957: Margot Hielscher | 1958: Margot Hielscher | 1959: Alice und Ellen Kessler | 1960: Wyn Hoop | 1961: Lale Andersen | 1962: Conny Froboess | 1963: Heidi Brühl | 1964: Nora Nova | 1965: Ulla Wiesner | 1966: Margot Eskens | 1967: Inge Brück | 1968: Wencke Myhre | 1969: Siw Malmkvist | 1970: Katja Ebstein | 1971: Katja Ebstein | 1972: Mary Roos | 1973: Gitte | 1974: Cindy & Bert | 1975: Joy Fleming | 1976: The Les Humphries Singers | 1977: Silver Convention | 1978: Ireen Sheer | 1979: Dschinghis Khan | 1980: Katja Ebstein | 1981: Lena Valaitis | 1982: Nicole | 1983: Hoffmann & Hoffmann | 1984: Mary Roos | 1985: Wind | 1986: Ingrid Peters | 1987: Wind | 1988: Maxi & Chris Garden | 1989: Nino de Angelo | 1990: Chris Kempers & Daniel Kovac | 1991: Atlantis 2000 | 1992: Wind | 1993: Münchener Freiheit | 1994: Mekado | 1995: Stone & Stone || 1997: Bianca Shomburg | 1998: Guildo Horn | 1999: Sürpriz | 2000: Stefan Raab | 2001: Michelle | 2002: Corinna May | 2003: Lou | 2004: Max Mutzke | 2005: Gracia | 2006: Texas Lightning | 2007: Roger Cicero | 2008: No Angels | 2009: Alex Swings Oscar Sings! | 2010: Lena | 2011: Lena | 2012: Roman Lob | 2013: Cascada | 2014: Elaiza | 2015: Ann Sophie | 2016: Jamie-Lee | 2017: Levina | 2018: Michael Schulte | 2019: S!sters | 2020: Ben Dolic | 2021: Jendrik | 2022: Malik Harris | 2023: Lord of the Lost | 2024: Isaak | 2025: Abor & Tynna | 2026: Sarah Engels

Konnte sich nicht qualifizieren:
1996: Leon

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Interpreten beim Eurovision Song Contest 2000Vorlage:Klappleiste/Anfang 1956: Lohengrin Filipello | 1957: Anaid Iplicjian | 1958: Hannie Lips | 1959: Jacqueline Joubert | 1960: Katie Boyle | 1961: Jacqueline Joubert | 1962: Mireille Delannoy | 1963: Katie Boyle | 1964: Lotte Wæver | 1965: Renata Mauro | 1966: Josiane Shen | 1967: Erica Vaal | 1968: Katie Boyle | 1969: Laurita Valenzuela | 1970: Willy Dobbe | 1971: Bernadette Ní Ghallchóir | 1972: Moira Shearer | 1973: Helga Guitton | 1974: Katie Boyle | 1975: Karin Falck | 1976: Corry Brokken | 1977: Angela Rippon | 1978: Denise Fabre & Léon Zitrone | 1979: Jardena Arasi & Daniel Pe’er | 1980: Marlous Fluitsma | 1981: Doireann Ní Bhriain | 1982: Jan Leeming | 1983: Marlène Charell | 1984: Désirée Nosbusch | 1985: Lill Lindfors | 1986: Åse Kleveland | 1987: Viktor Lazlo | 1988: Michelle Rocca & Pat Kenny | 1989: Lolita Morena & Jacques Deschenaux | 1990: Helga Vlahović & Oliver Mlakar | 1991: Gigliola Cinquetti & Toto Cutugno | 1992: Lydia Capolicchio & Harald Treutiger | 1993: Fionnuala Sweeney | 1994: Cynthia Ní Mhurchú & Gerry Ryan | 1995: Mary Kennedy | 1996: Ingvild Bryn & Morten Harket | 1997: Carrie Crowley & Ronan Keating | 1998: Ulrika Jonsson & Terry Wogan | 1999: Dafna Dekel, Sigal Shachmon & Yigal Ravid | 2000: Kattis Ahlström & Anders Lundin | 2001: Natasja Crone & Søren Pilmark | 2002: Annely Peebo & Marko Matvere | 2003: Marie N & Renārs Kaupers | 2004: Meltem Cumbul & Korhan Abay | 2005: Marija Jefrossynina & Pawlo Schylko | 2006: Maria Menounos & Sakis Rouvas | 2007: Jaana Pelkonen, Mikko Leppilampi & Krisse Salminen (Greenroom) | 2008: Jovana Janković & Željko Joksimović | 2009: Alsou & Ivan Urgant (Finale); Natalja Wodjanowa & Andrei Malachow (Semifinale) | 2010: Nadia Hasnaoui, Erik Solbakken & Haddy N’jie | 2011: Anke Engelke, Stefan Raab & Judith Rakers | 2012: Eldar Qasımov, Leyla Əliyeva & Nərgiz Birk-Petersen | 2013: Petra Mede & Eric Saade (Greenroom im Finale) | 2014: Lise Rønne, Nikolaj Koppel & Pilou Asbæk | 2015: Alice Tumler, Arabella Kiesbauer, Mirjam Weichselbraun & Conchita Wurst (Greenroom) | 2016: Petra Mede & Måns Zelmerlöw | 2017: Wolodymyr Ostaptschuk, Oleksandr Skitschko & Timur Miroschnytschenko | 2018: Filomena Cautela, Sílvia Alberto, Daniela Ruah & Catarina Furtado | 2019: Bar Refaeli, Erez Tal, Assi Azar & Lucy Ayoub | 2020: Chantal Janzen, Jan Smit & Edsilia Rombley | 2021: Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit & Nikkie de Jager | 2022: Mika, Laura Pausini & Alessandro Cattelan | 2023: Julija Sanina, Alesha Dixon, Hannah Waddingham & Graham Norton (Finale) | 2024: Petra Mede & Malin Åkerman | 2025: Hazel Brugger, Michelle Hunziker (Finale) & Sandra Studer | 2026: Michael Ostrowski & Victoria Swarovski Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Veranstaltungen

Oberhausen 2005Wetzlar 2006Berlin 2007Hannover 2008Potsdam 2009Berlin 2010Köln 2011Berlin 2012Mannheim 2013Göttingen 2014Bremen 2015

Gewinner

JuliSeeedOomph! feat. Marta JandováSubway to SallyPeter FoxUnheiligTim BendzkoXAVASBosseRevolverheldMark Forster

Gewinnerlied

Geile ZeitDingTräumst duAuf KielSchwarz zu blauUnter deiner FlaggeWenn Worte meine Sprache wärenSchau nicht mehr zurückSo oder soLass uns gehenBauch und Kopf

Idee

Stefan Raab

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Unterhaltung:

Vivasion (1993–1998) | Ma’ kuck’n (1995–1996) | TV total (1999–2015, 2021–2023) | Das Ding des Jahres (2018–2020) | 1:30 (2019) | Täglich frisch geröstet (2020–2021) | Du gewinnst hier nicht die Million bei Stefan Raab (2024–2025) | Die Stefan Raab Show (seit 2025)

Sport:

Wok-WM (2003–2015, seit 2022) | TV total Turmspringen (2004–2015, seit 2024) | TV total Stock Car Crash Challenge (2005–2015) | Autoball (2008–2014, seit 2022) | TV total Deutscher Eisfußball-Pokal (2009 und 2015) | TV total Quizboxen (2012–2013) | RTL Turmspringen (2022–2024)

Musik:

SSDSGPS (2004) | Bundesvision Song Contest (2005–2015) | SSDSDSSWEMUGABRTLAD (2007) | Unser Star für Oslo (2010) | Unser Song für Deutschland (2011) | Unser Star für Baku (2012) | Free European Song Contest (seit 2020) | FameMaker (2020) | Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland? (2025)

Spiel:

TV total PokerStars.de Nacht (2006–2016) | Schlag den Raab (2006–2015) | Schlag den Star (seit 2009) | Quizboxen (2012–2013) | Schlag den Henssler (2017–2018) | Schlag den Besten (seit 2019) | Blamieren oder Kassieren XL (2022) | Blamieren oder Kassieren (2023–2024) | Du gewinnst hier nicht die Million bei Stefan Raab (2024–2025) | Stefan & Bully gegen irgendson Schnulli (seit 2024) | Eltons 12 (seit 2024) | Raabs Pokernacht mit GGPoker.de (seit 2025) | Die Unzerquizbaren (seit 2025) | Wer weiß wie wann was war? (seit 2026)

Politik:

TV total Bundestagswahl (2005, 2009 und 2013) | Absolute Mehrheit (2012–2013)

Dokumentation:

Stefan Raab: Mein ESC. Chefsache Abor & Tynna (2025)

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