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Wleń

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Vorlage:Infobox Ort in Polen

Wleń [[[:Vorlage:IPA]]] (deutsch Lähn) ist eine Stadt im Powiat Lwówecki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde mit Vorlage:FormatZahl Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).

Geographische Lage

Die Kleinstadt liegt am Fluss Bober, 15 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Lwówek Śląski (Löwenberg) und 15 Kilometer nördlich von Jelenia Góra (Hirschberg).

Geschichte

Datei:Wlen panor.jpg
Blick von der Burg auf das Stadtgebiet
Datei:PL, Wleń RatuszDSC 0186.JPG
Rathausplatz mit Rathaus
Datei:Wleń Kościół św Mikołaja.jpg
Pfarrkirche
Datei:Wleń, pałac ul. Winiogórska 1 DSC 0044.JPG
Schloss Kleppelsdorf

Lähn wurde im Jahre 1214 von Herzog Heinrich I. und seiner Gemahlin Hedwig von Andechs als Stadt gegründet. Oberhalb der Stadt liegt die 1646 zerstörte Burg Lehnhaus (Lähnhaus). Unterhalb der Ruine befanden sich die Hedwigskapelle von 1662 und das Barockschloss mit Park. Am 18. August 1813 wurde Lähn von italienischen Söldnern, die den Russen unter Kaiserow weichen mussten, bis auf die Kirchen und wenige Häuser niedergebrannt. Gegen Ende des ersten Quartals des 19. Jahrhunderts hatte der Ort 171 Häuser.<ref name="K30" /><ref name="JGK31" /> Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Lähn eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche, ein Pädagogium, das Amtsgericht Lähn, Sandsteinbrüche und einige mittelständische gewerbliche Betriebe.<ref name="MKL" />

Die Stadt Lähn gehörte 1945 zum Landkreis Löwenberg im Regierungsbezirk Liegnitz der preußischen Provinz Niederschlesien des Deutschen Reichs.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Lähn zusammen mit fast ganz Schlesien von der sowjetischen Besatzungsmacht unter polnische Verwaltung gestellt und von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde in Wleń umbenannt, abgeleitet von der Erwähnung des Ortes als Wlan in einer päpstlichen Urkunde von 1155 (siehe Knoblich 1863, S. 10). Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht schon vorher geflohen war, 1945/46 vertrieben.

Von 1975 bis 1998 gehörte die Stadt zur Woiwodschaft Jelenia Góra (Hirschberg).<ref>Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)</ref>

Im Juni 2014 fand in der Stadt eine Gedenkfeier anlässlich ihres 800-jährigen Bestehens statt.<ref>Hinweis auf das Stadtjubiläum und Programmbeschreibung</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner Anmerkungen
1825 Vorlage:0826 davon 184 Katholiken<ref name="K30" >Johann Georg Knie: Alphabethisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Breslau 1830, S. 951–952.</ref>
1829 Vorlage:0800 davon 164 Katholiken<ref name="JGK31">Johann Georg Knie: Kurze geographische Beschreibung von Preußisch-Schlesien, der Grafschaft Glaz und der Preußischen Markgrafschaft Ober-Lausitz oder der gesamten Provinz Preußisch-Schlesien: Zum Gebrauch für Schulen. Erstes Bändchen. Breslau 1831. Seite 164–165 von Kapitel I: Bezirk der königl. Regierung zu Breslau (S. 352–353 der Digitalisat der Bibliothek Gyfrowa).</ref>
1840 Vorlage:0 942 davon 690 Evangelische<ref name="JGK">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage, Breslau 1845, S. 848–849.</ref>
1890 1094 vorwiegend Evangelische, 258 Katholiken<ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1900 1062 meist Evangelische<ref name="MKL">Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 12, Leipzig/Wien 1908, S. 58.</ref>
1933 1433 <ref name="MR" />
1939 1460 <ref name="MR" />

Gemeinde

Zur Stadt- und Landgemeinde Wleń mit einer Fläche von 86 km² gehören die Stadt selbst und zwölf Dörfer mit Schulzenämtern. Vorlage:Hauptartikel

Sehenswürdigkeiten

  • Rathaus auf dem Marktplatz
  • Schloss Kleppelsdorf (Pałac Książęcy) aus dem 16. Jahrhundert<ref>Vorlage:Webarchiv (abgerufen am 12. Juni 2016)</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

  • Karl August Müller: Vaterländische Bilder, in einer Geschichte und Beschreibung der alten Burgfesten und Ritterschlösser Preussens. Flemming, Glogau 1837, S. 398–412.
  • Vorlage:AnkerAugust Knoblich: Chronik von Lähn und Burg Lähnhaus am Bober. Urkundliche Beiträge zur Geschichte der Städte, Ritterburgen, Fürsten und Adelsgeschlechter Schlesiens. Aderholz, Breslau 1863 (Digitalisat).
  • Thomas Feldmann: Lähn am Bober. Eine Durchsicht alter Postkarten. In: Löwenberger Heimatgrüße. 10/2007, S. 21–23.
  • Izabela Taraszczuk: Bürgerinitiative zum Errichten einer Gedenktafel zur evangelischen Kirche im niederschlesischen Lähn/Wleń. In: Löwenberger Heimatgrüße. Goldammer Verlag, Rothenburg ob der Tauber 1/2014, S. 13–14.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Fußnoten

<references/>

Vorlage:Normdaten