Zeckendorf (Scheßlitz)
Zeckendorf Stadt Scheßlitz
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(223)&title=Zeckendorf 49° 58′ N, 11° 3′ O
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dim=10000 | globe= | name=Zeckendorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 380 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 223 (30. Sep. 2025)<ref name="Einwohner">Einwohnerzahlen nach Stadtteilen. In: schesslitz.de. Abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 96110 | |||||
| Vorwahl: | 09542 | |||||
Zeckendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Zeckendorf hat eine Fläche von 2,922 km². Sie ist in 661 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4421 m² haben.<ref>Gemarkung Zeckendorf (092344). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Giechburg, Gügel und Schrautershof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Nordosthang des Schloßberges (530 m ü. NHN), einer Erhebung, die zu den Ausläufern der Fränkischen Alb zählt. Im Westen liegt das Burgholz. Durch den Ort fließt der Zeckendorfer Bach, ein linker Zufluss des Seierbachs. Die Staatsstraße 2187 führt nach Scheßlitz (2,5 km nordwestlich) bzw. nach Ludwag (2,4 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Demmelsdorf (1,2 km nördlich). Ein Anliegerweg führt zur auf dem Schloßberg befindliche Giechburg (0,7 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Zeckendorf aus 46 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren
- das Amt Scheßlitz: 1 Hof, 19 Sölden, 1 Sölde mit Schmiede, 1 Schenkstatt mit Brauhaus, 4 Erbschenkstätten, 1 Mühle, 1 Schäferei, 1 Judenschule mit Wohnung des Vorsingers, 4 Judenhäuser, 1 Synagoge;
- Maria-Magdalena-Pfründe Burgellern: 1 Sölde, 1 Haus;
- Kloster Langheim: 3 Söldengüter;
- die Freiherren von Aufseß: 2 Gütlein, 2 Häuslein;
- die Freiherrn von Künßberg zu Thurnau: 2 Sölden;
- die Gemeinde: 1 Gemeindehaus, 1 Schmiede.<ref name="W188">W. Weiß: Bamberg, S. 188.</ref>
Im Jahre 1802 kam Zeckendorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 das Steuerdistrikt Zeckendorf gebildet. Zu diesem gehörten Demmelsdorf, Giechburg, Gügel und Schrautershof. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Zeckendorf mit den Orten Giechburg, Gügel und Schrautershof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).<ref name="W279">W. Weiß: Bamberg, S. 279.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,962 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Zeckendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Scheßlitz eingegliedert.<ref> </ref><ref>Scheßlitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref>
Baudenkmäler
In Zeckendorf gibt es sechs Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Scheßlitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Jüdischer Friedhof
- Kruzifix
- Talstraße 18: Wohnhausanbau mit abgewalmten Dach
- Talstraße 37 und 37: Bauernhäuser
- Talstraße 44: Kleinbauernhaus
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Bodendenkmäler
In der Gemarkung Zeckendorf gibt es sieben Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Zeckendorf
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 289 | 347 | 316 | 298 | 276 | 264 | 297 | 277 | 267 | 277 | 278 | 271 | 282 | 274 | 272 | 254 | 241 | 235 | 229 | 289 | 330 | 314 | 272 | 242 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 38 | 60 | 58 | 55 | 57 | 50 | 47 | 49 | ||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="W279" /> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 137, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 834, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 127 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1004, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 950 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 994–995 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1016 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV2">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 136, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 884 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 650 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).</ref> |
Ort Zeckendorf
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 282 | 265 | 287 | 267 | 266 | 226 | 312 | 258 | 231 | 196 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *223 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 36 | 55 | 54 | 47 | 44 | 46 | 55 | ||||
| Quelle | <ref name="W279" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 291 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Einwohner" /> |
Religion
Zeckendorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Kilian (Scheßlitz) gepfarrt.<ref name="W188"/><ref name="OV 1961"/> Zeckendorf hatte bis 1938/42 – wie der Nachbarort Demmelsdorf – eine starke jüdische Gemeinde, deren Entstehung in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurückgeht. 1861 war die Hälfte der Bevölkerung jüdisch,<ref name="OV 1861"/> es gab auch eine Synagoge. Der jüdische Friedhof kann bis heute besichtigt werden.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Zeckendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 518 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
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Weblinks
- Ortsteile > Zeckendorf. In: schesslitz.de. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Zeckendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Zeckendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references responsive />
Burgellern | Burglesau | Demmelsdorf | Dörrnwasserlos | Doschendorf | Ehrl | Giechburg | Gügel | Köttensdorf | Kübelstein | Ludwag | Neudorf | Pausdorf | Peulendorf | Pünzendorf | Roschlaub | Roßdach | Schlappenreuth | Schrautershof | Schweisdorf | Starkenschwind | Straßgiech | Stübig | Weichenwasserlos | Weingarten | Wiesengiech | Windischletten | Würgau | Zeckendorf
Sonstige Wohnplätze: Feuersmühle | Lochskeller | Lohmühle | Schiefermühle | Würgauer Mühle | Ziegelmühle
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- Ort im Landkreis Bamberg
- Ortsteil von Scheßlitz
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg)
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1978
- Gemarkung im Landkreis Bamberg