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Bahnhof Monaco-Monte-Carlo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Monaco-Monte-Carlo
Gare de Monaco - Monte-Carlo.jpg
Unterirdische Bahnsteige (2015)
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Tunnelbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung XFMC (DB AG)
PLC FR07352
IBNR 8700174
Eröffnung 7. Dezember 1999
Webadresse SNCF
Architektonische Daten
Architekt AREP
Lage
Stadt/Gemeinde Monaco
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Ravin de Sainte-Dévote
Staat Monaco
Koordinaten 43° 44′ 19″ N, 7° 25′ 9″ OKoordinaten: 43° 44′ 19″ N, 7° 25′ 9″ O
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Höhe (SO) 27 m
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Monaco-Monte-Carlo

Marseille–Ventimiglia (km 240,205)

Datei:Gares de Monaco.svg
Karte der verschiedenen Bahnhöfe von Monaco

Der Bahnhof Monaco-Monte-Carlo (monegassisch staçiun de Mu̍negu-Munte-Carlu) ist die einzige Bahnstation im Fürstentum Monaco. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia, die auf einer Länge von 1,7 Kilometern über monegassisches Staatsgebiet verläuft. Da der Staat keine eigene Bahngesellschaft besitzt, wird er durch die französische Staatsbahn SNCF betrieben und bedient.

Geschichte

Mit dem Bau des Abschnitts Nizza–Monaco der Strecke MarseilleVentimiglia wurde ein erster Bahnhof im Fürstentum Monaco errichtet. Die als Bahnhof Monaco bezeichnete Station lag an der Grenze der heutigen Stadtviertel La Colle und Fontvieille südwestlich der Altstadt Monacos und wurde 1868 eröffnet. 1869 wurde die Verlängerung der Strecke bis Menton mit dem Bahnhof Monte-Carlo in unmittelbarer Nachbarschaft der Spielbank Monte-Carlo in Betrieb genommen.

1958 wurde mit dem Bau des 3012 Meter langen Tunnel de Monte-Carlo begonnen, der von einem Punkt nordöstlich des Bahnhofs Monaco bis zu einem Punkt westlich des französischen Bahnhofs Roquebrune-Cap-Martin führt. Mit Eröffnung des Bauwerks im Jahr 1964 konnte auf diesem Abschnitt auf die kurvenreichere, oberirdische Streckenführung verzichtet werden. Dieses Teilstück samt des daran gelegenen Bahnhofs Monte-Carlo wurde daher 1965 stillgelegt. Der bisherige Bahnhof Monaco wurde zugleich in Monaco-Monte-Carlo umbenannt.

Um Platz für weitere Quartiere des dicht besiedelten Stadtstaates zu schaffen, wurden bis 1999 die gesamten Bahnanlagen in Monaco unter die Erde verlegt und ein neuer dreigleisiger Tunnelbahnhof errichtet. Er liegt im Stadtbezirk Les Moneghetti und damit etwas näher am ursprünglichen Bahnhof Monte-Carlo als am zuletzt genutzten oberirdischen Bahnhof Monaco-Monte-Carlo.

Verkehr

Der heutige Tunnelbahnhof wird ausschließlich für den Personenverkehr genutzt. Mit 9.224.149 Fahrgästen im Jahr 2024 und 7.534.138 im Jahr 2019 ist er unter den hundert frequentiertesten Bahnhöfen der SNCF.<ref>Fréquentation en gares. In: ressources.data.sncf.com. SNCF, 2025, abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch die Bedeutung der früheren Bahnhöfe Monaco und Monte-Carlo lag vor allem im Personenverkehr.

Bis Anfang der 2020er-Jahre wurde der Bahnhof Monaco bzw. Monaco-Monte-Carlo auch von Fernzügen bedient, darunter der Train Bleu und von 1957 bis 1982 der Trans-Europ-Express (TEE).

Ein TGV-Zugpaar verband Monaco mit Paris, wurde aber im Dezember 2021 eingestellt.<ref>La Communauté de la Riviera française veut que le TGV (re)parte de Menton. In: nicematin.com. Nice-Matin, 18. Dezember 2022, abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von Ende 2014 bis Juni 2021 führte Thello täglich bis zu vier Zugpaare von Nizza bzw. Marseille über Monaco-Monte-Carlo nach Mailand. Zudem hielt bis März 2020 der wöchentlich verkehrende Nachtzug Moskau-Nizza-Express.

Seit dem Wegfall dieser Verbindungen wird der Bahnverkehr ausschließlich durch Regionalzüge der TER PACA (Provence-Alpes-Côte d’Azur) abgewickelt, die etwa im 15-Minuten-Takt von Grasse beziehungsweise Cannes-La Bocca über Nizza nach Menton bzw. Ventimiglia verkehren.

Weblinks

Commons: Bahnhof Monaco-Monte-Carlo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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