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Etilefrin

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Etilefrin ist ein Arzneistoff, der bei Kreislaufstörungen eingesetzt wird, die mit niedrigem Blutdruck (Hypotonie), Schwindel, unerklärbarer Müdigkeit, Schwäche, Flimmern und Schwarzwerden vor den Augen einhergehen.<ref name="M">Mutschler: Arzneimittelwirkungen. 8. Auflage.</ref><ref name="RL">Rote-Liste-Online</ref> Etilefrin wird als Enantiomerengemisch (Racemat) in Form des Hydrochlorids eingesetzt.<ref>Vorlage:RömppOnline</ref>

Wirkmechanismus

Die Substanz ist ein direktes (unmittelbares) Sympathomimetikum mit α- und β-sympathomimetischer Wirkung. Durch die α-adrenerge Wirkung auf die α-Adrenozeptoren an den Blutgefäßen kommt es zu einer Vasokonstriktion und somit zu einer mehrere Stunden anhaltenden Blutdrucksteigerung. Da gleichzeitig eine β-adrenerge Wirkung besteht, die durch den Einfluss auf die β-Adrenozeptoren des Herzens entsteht, kommt es ebenfalls zu einer Steigerung der Schlagfrequenz (Puls) und der Schlagstärke (Inotropie) des Herzens.<ref name="M" /> Die Halbwertszeit (Elimination) beträgt etwa 2 Stunden.

Nebenwirkungen (Auswahl)

Kontraindikationen (Auswahl)

Doping

Etilefrin ist in der Liste der World Anti-Doping Agency (WADA) als Stimulans aufgeführt, das während sportlicher Wettkämpfe verboten ist.<ref>Vorlage:Webarchiv The World Anti-Doping Code, S. 7.</ref>

Handelsnamen

Monopräparate:
Bioflutin (D), Effortil (D, A, CH), Pholdyston (D), Thomasin (D), Etil (D), Etilefrin (D)

Kombinationspräparate:
Etilefrin in Kombination mit Dihydroergotamin in flüssiger Form als Effortil plus (CH) (ausser Handel)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Gesundheitshinweis