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Flond

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Bis Ende 2008 bildete Flond eine eigenständige politische Gemeinde.

Geographie

Der Ort liegt auf einer Terrasse auf dem Hochplateau von Obersaxen zwischen der Talsohle des Vorderrheins im Norden und dem Piz Mundaun. Vom gesamten Gemeindeareal von 209 ha sind 108 ha von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 85 ha sind landwirtschaftlich nutzbar und 16 ha sind Siedlungsfläche.

Das frühere Gemeindegebiet von Flond grenzt an Ilanz, Luven, Obersaxen, Rueun und Surcuolm.

Geschichte

Datei:Karte Gemeinde Flond 2007.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2009
Datei:ETH-BIB-Flond bei Ilanz, Saninagruppe-LBS H1-018199.tif
Luftbild von Werner Friedli, 1954

Der Ort wurde 1519 als Flant und Flond erwähnt. Bei der Flur Chischlun westlich von Flond vermutlich Reste einer (prähistorischen?) Wehranlage entdeckt. Flond war im Mittelalter Nachbarschaft von Ilanz und wurde 1519 durch Schiedsspruch politisch selbstständig: Wald und Weiden wurden getrennt und Flond von den Ilanzer Steuern befreit. Der Übertritt zur Reformation erfolgte 1526 mit Ilanz. 1713 wurde eine eigene Kirche gebaut, die kirchliche Ablösung erfolgte 1731.<ref name="HLS" />

Die Kornhisten im Gemeindewappen weisen auf den bis Mitte des 20. Jahrhunderts ausgedehnten Ackerbau hin. In der Neuzeit entstanden sechs Kalkbrennöfen auf Gemeindegebiet. Der letzte, am alten Weg zwischen Flond und Ilanz, war bis 1906 in Betrieb und wurde 1990 restauriert. Dank der Gesamtmelioration 1964 bis 1992 mit Surcuolm und teilweise Obersaxen sowie mit dem Kauf und 1983 mit der Erschliessung der Alp Stavonas von Obersaxen hat die Viehwirtschaft eine bedeutende Stellung inne. 2000 war rund ein Drittel der in Flond Beschäftigten im ersten Sektor tätig. Daneben hat die Bedeutung des Gewerbes, zum Beispiel des Holzbaus, zugenommen. Seit 1965 entwickelt sich der rätoromanische Ort touristisch sanft.<ref name="HLS" />

Die zuvor selbständige Gemeinde fusionierte per 1. Januar 2009 mit Surcuolm zur politischen Gemeinde Mundaun, die sich ihrerseits am 1. Januar 2016 mit Obersaxen zur neu gebildeten Gemeinde Obersaxen Mundaun zusammenschloss.

Wappen

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Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1860 1900 1910 1941 1950 1980 1990 2000 2004 2007
Einwohner 196 217 193 160 179 162 111 144 179 205 207

Die Bevölkerung zählte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Ausnahme von 1860 und 1870 (Ausschlag nach oben) stets um die 190 Bewohner. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kam es zu einer massiven Abwanderung (1900–1910: −17 %), die bis 1941 durch ein Bevölkerungswachstum teilweise wieder rückgängig gemacht wurde. Von 1941 bis 1980 kam es zu einer zweiten Abwanderungswelle (1941–1980: −38 %). Durch den Ausbau des Fremdenverkehrs konnte diese Entwicklung ins Gegenteil gekehrt werden. Seit 1970 nahm die Einwohnerzahl um 84 % zu.

Sprachen

Die Bevölkerung war noch im 19. Jahrhundert einsprachig Rätoromanisch (Idiom Sursilvan), erliegt in neuester Zeit aber zunehmend der Germanisierung. Amtssprache der früheren Gemeinde war romanisch.

Datei:Flond-2.JPG
Traditionelle Heutrocknung vor Flond
Sprachen in Flond
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 21 18,92 % 45 31,25 % 84 46,93 %
Rätoromanisch 88 79,28 % 78 54,17 % 91 50,84 %
Einwohner 111 100 % 144 100 % 179 100 %

1990 gaben 12 Personen Portugiesisch als ihre Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen

Datei:Flond01.JPG
Auf Fels gebaut – Kirche Flond 1713

Flond nahm 1526 die reformierte Lehre an. 2000 waren 70 % der Einwohner evangelisch-reformierte und 22 % römisch-katholische Christen. Daneben fanden sich 6 % Konfessionslose; 2 % der Einwohnerschaft machten keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis. Die reformierte Kirchgemeinde Flond ist Teil der Pastorationsgemeinschaft Luven/Flond/Pitasch/Duvin.<ref>Reformierte Kirchgemeinde Flond; Pastorationsgemeinschaft Luven/Flond/Pitasch/Duvin</ref>

Verkehr

Flond ist durch den Öffentlichen Verkehr durch Postautolinien gut erschlossen (Ilanz-St.Martin und Ilanz-Surcuolm). Zwischen Ilanz und Chur verkehrt die Rhätische Bahn.

Politik

Der Gemeinderat, die Exekutive, setzte sich aus fünf für zwei Jahre gewählten Personen zusammen. Letzter Gemeindepräsident war Peter Inauen.

Sehenswürdigkeiten

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Literatur

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Weblinks

Einzelnachweise

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