Fresenius Medical Care
| Fresenius Medical Care AG
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|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Fresenius Medical Care 20xx logo.svg | |
| Rechtsform | AG |
| ISIN | DE0005785802 |
| Gründung | 1996 |
| Sitz | Hof (Saale), [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Deutschland |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 120.000 (2023) |
| Umsatz | 19,5 Mrd. Euro (2023)<ref name="GB24">Geschäftsbericht 2023. 22. März 2024, abgerufen am 18. August 2024.</ref> |
| Branche | Medizintechnik |
| Website | freseniusmedicalcare.com |
| Stand: 31. Dezember 2023 | |
Die Fresenius Medical Care AG, kurz FMC, mit rechtlichem Sitz in Hof (Saale) und operativem Sitz in Bad Homburg vor der Höhe ist ein weltweit führender deutscher Anbieter von Dialyseprodukten und Dialysedienstleistungen zur überlebensnotwendigen medizinischen Versorgung von Menschen mit chronischem und akutem Nierenversagen.
Geschichte
Die Fresenius Medical Care AG entstand am 5. August 1996 durch die Umwandlung der 1975 gegründeten Vorratsgesellschaft Sterilpharma GmbH in eine Aktiengesellschaft. Damals übernahm die damalige Fresenius AG den weltweit größten Betreiber von Dialysekliniken, National Medical Care aus den USA, und brachte diesen mit der eigenen Dialysetechnik-Sparte in die Fresenius Medical Care AG ein.<ref>Umwandlungsbericht in eine KGaA. (PDF) Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 2005, S. 10, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Februar 2014; abgerufen am 17. Februar 2014.</ref>
Am 21. April 2005 übernahm Fresenius Medical Care das kanadische Unternehmen Haemotec, einen Hersteller von Konzentraten für die Hämodialyse.<ref>Fresenius Medical Care expandiert in Kanada. (PDF; 64 kB) Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 22. April 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Mai 2018; abgerufen am 22. Juli 2017.</ref>
Am 4. Mai 2005 kündigte Fresenius Medical Care an, den Konkurrenten Renal Care Group für 3,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen.<ref>Fresenius Medical Care übernimmt Renal Care Group, Inc. In: presseportal.de. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 4. Mai 2005, abgerufen am 22. Juli 2017.</ref> Die Übernahme wurde am 31. März 2006 unter Auflagen der US-amerikanischen Kartellbehörden abgeschlossen.<ref>Fresenius Medical Care schließt Übernahme der Renal Care Group ab. (PDF; 70 kB) In: pressebox.de. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 31. März 2006, abgerufen am 22. Juli 2017.</ref>
Am 30. August 2005 schlugen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care AG den Aktionären vor, die Rechtsform von einer Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umzuwandeln. Nach der Zustimmung der Aktionäre wurde dies am 10. Februar 2006 durchgeführt. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die für diesen Zweck gegründete Fresenius Medical Care Management AG, deren Vorstand seitdem die Geschäftsführung übernimmt.<ref>Geschäftsbericht 2007, Abschnitt 2: WECHSEL DER RECHTSFORM UND UMWANDLUNG DER VORZUGSAKTIEN. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Februar 2014; abgerufen am 17. Februar 2014.</ref>
Am 12. Oktober 2006 übernahm Fresenius Medical Care die Phosphatbinder-Sparte von Nabi Biopharmaceuticals<ref>Fresenius Medical Care erwirbt Phosphatbinder-Sparte von Nabi Biopharmaceuticals. (PDF; 29 kB) In: pressebox.de. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 12. Oktober 2006, abgerufen am 22. Juli 2017.</ref> und schloss die Übernahme am 15. November 2006 erfolgreich ab.<ref>Fresenius Medical Care schließt Übernahme der Phosphatbinder-Sparte von Nabi Biopharmaceuticals ab. (PDF; 25 kB) In: pressebox.de. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 15. November 2006, abgerufen am 22. Juli 2017.</ref>
Am 9. Januar 2007 übernahm das Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent am taiwanischen Dialysedienstleister Jiate Excelsior und stieg damit zum führenden Dialyseanbieter in Asien auf.<ref>Fresenius Medical Care wird durch Übernahme in Taiwan zum führenden Dialyseanbieter in Asien. (PDF; 29 kB) In: pressebox.de. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 9. Januar 2007, abgerufen am 22. Juli 2017.</ref>
Am 29. November 2007 übernahm Fresenius Medical Care Renal Solutions, einen Anbieter von Heim-Hämodialyse, für 190 Millionen Dollar, wovon 100 Millionen Dollar bei Kaufabschluss gezahlt wurden.<ref>Fresenius Medical Care erwirbt Renal Solutions, Inc. In: pressebox.de. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 29. November 2007, abgerufen am 22. Juli 2017.</ref>
Am 30. Juni 2010 wurde Kraevoy Nefrologicheskiy Centr, ein russischer Betreiber von Dialysekliniken, übernommen.<ref name="FMC_Russlan">Fresenius Medical Care baut Dialysedienstleistungs-Geschäft in Russland aus. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 30. Juni 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Die Übernahme des Peritonealdialyse-Geschäfts von Gambro wurde am 26. August 2010 angekündigt<ref>Fresenius Medical Care übernimmt Peritonealdialyse-Geschäft von Gambro. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 26. August 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und am 27. Dezember 2010 abgeschlossen.<ref>Fresenius Medical Care schließt Übernahme des Peritonealdialyse-Geschäfts von Gambro ab. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 27. Dezember 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Für 485 Millionen Euro wurde am 4. Januar 2011 das Dialysedienstleistungsgeschäft von Euromedic übernommen. Die Übernahme wurde am 1. Juli 2011 abgeschlossen.<ref>Fresenius Medical Care schließt Übernahme des Dialysedienstleistungsgeschäfts von Euromedic ab. In: fresenius.com. 1. Juli 2011, abgerufen am 15. Februar 2025.</ref>
Am 1. Dezember 2011 hat Fresenius Medical Care alle acht privat geführten Dialysekliniken in Ecuador übernommen.<ref>Fresenius Medical Care steigt in Dialysedienstleistungs-Geschäft in Ecuador ein. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, 22. Dezember 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Am 29. Februar 2012 erwarb das Unternehmen die US-amerikanische Holdinggesellschaft Liberty Dialysis Holdings, zu der die beiden amerikanischen Unternehmen Liberty Dialysis und Renal Advantage gehören, für 1,7 Milliarden Dollar (1,31 Milliarden Euro) unter Auflagen.<ref name="faz-11828613">Georg Giersberg: Deutschland exportiert seine Unternehmen. In: FAZ.net. 23. Juli 2012, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref>
Am 26. Februar 2019 gab das Unternehmen nach Zustimmung der Kartellbehörden in den USA den Abschluss der Übernahme von NxStage Medical, Inc. bekannt.<ref name="Handelsblatt">dpa: Fresenius Medical Care schließt Übernahme von NxStage ab. In: Handelsblatt. 26. Februar 2019, abgerufen am 25. März 2020.</ref>
2022 wurde die Übernahme des amerikanischen Nierenärzte-Netzwerkes InterWell Health und Cricket Health, Anbieter für Nieren-Therapien, abgeschlossen.<ref>Fresenius Medical Care schließt Fusion im US-Geschäft ab. 25. August 2022, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>
Im Juli 2023 stimmte eine außerordentliche Hauptversammlung der Vereinfachung der Rechtsform des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht (AG) zu. Am 30. November 2023 wurde der Wechsel von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine deutsche Aktiengesellschaft vollzogen.<ref>Fresenius Medical Care vollzieht Rechtsformwechsel zur AG. In: aerztezeitung.de. 30. November 2023, abgerufen am 30. November 2023.</ref> Nach diesen Vorbereitungen senkte Fresenius seinen Anteil an FME von rund 32,2 Prozent auf 25 Prozent plus eine Aktie.<ref>manager: Fresenius: Anteil am Dialysespezialisten FMC reduziert. 3. März 2025, abgerufen am 19. März 2025.</ref>
Im März 2024 verkaufte Fresenius Medical Care seine 154 Dialysekliniken mit mehr als 7100 Beschäftigten in Brasilien, Kolumbien, Chile und Ecuador für 300 Millionen US-Dollar (rund 276 Millionen Euro) an den US-Wettbewerber DaVita.<ref>Fresenius Medical Care verkauft 154 Dialysekliniken in Südamerika. Handelsblatt, abgerufen am 31. Mai 2024.</ref>
Deutsche Standorte
Zu den großen deutschen Produktionsstandorten gehören das Werk Schweinfurt in Bayern und das Werk St. Wendel im Saarland. Im 1979 eröffneten Werk Schweinfurt fertigen ca. 1400 Mitarbeiter Dialysemaschinen, im 1974 eröffneten Werk St. Wendel werden von ca. 1700 Mitarbeitern Dialysatoren und Lösungen für die Peritonealdialyse hergestellt. Der rechtliche Sitz der Fresenius Medical Care befindet sich seit der Gründung in Hof (Saale), der operative Sitz ist allerdings in Bad Homburg vor der Höhe. In Hof werden keine Mitarbeiter beschäftigt.<ref>Aussage eines Fresenius-Mitarbeiters auf der Diskussionsseite des Artikels</ref>
Konflikte
Als Rechtsnachfolger von Grace, der Muttergesellschaft von National Medical Care, zahlte Fresenius Medical Care 115 Millionen US$ Schadensersatz für asbestbezogene Forderungen und für Steuernachforderungen gegen W. R. Grace.<ref>fresenius.de: Presseinformation FMC 12. Februar 2003 (PDF; 83 kB)</ref>
Im Verlauf dieser Rechtsstreitigkeiten wurde behauptet, der Zusammenschluss von National Medical Care und der Dialysesparte von Fresenius sei in betrügerischer Absicht erfolgt, um die Verbindlichkeiten von Grace loszuwerden (Geschäftsbericht der FMC 2004, Seite 71).
Aktionärsstruktur und Indexzugehörigkeit
(Stand: Dezember 2024):<ref>Shareholder structure. Abgerufen am 28. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Fresenius SE & Co. KGaA – 32,2 %
- Streubesitz – 67,8 % (davon werden 66 %, also ca. 45 % absolut, allein von den 20 größten institutionellen Investoren gehalten)
Die Aktien des Unternehmens werden seit dem 1. Oktober 1996 an der New Yorker Börse und seit dem 2. Oktober 1996 an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.<ref name="kurzprofil_S10">Details zur Aktie. In: Fresenius Medical Care Webseite. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, abgerufen am 28. August 2018.</ref> Das Unternehmen war ab dem 20. September 1999 Mitglied im DAX. Seit dem 20. März 2023 war FMC im MDAX notiert. Nach dem Ausscheiden von Covestro gehört der Konzern seit dem 27. Dezember 2024 wieder zu den DAX-Unternehmen.<ref>Covestro fliegt aus dem DAX – FMC rückt nach. In: tagesschau.de. 20. Dezember 2024, abgerufen am 20. Dezember 2024.</ref>
Produkte
Das Unternehmen bietet eine breite Palette für die chronische und akute Hämodialyse sowie für die Peritonealdialyse an.<ref>Philip Gorham: Aktienanalyse der Woche: Fresenius Medical Care. 3. August 2020, abgerufen am 30. Dezember 2022.</ref> Darunter fallen unter anderem Hämodialyse-Maschinen, Dialysatoren, Dialyselösungen und weitere Einweg-Produkte.
Siehe auch
- Jörg Vienken (* 1948), Biomediziner, Forschungsdirektor bei Fresenius Medical Care
- 2005 erhielt Fresenius Medical Care den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft für die Entwicklung des Dialysesystems 5008.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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