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Grob Aircraft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Grob Aerospace)
Grob Aircraft SE
Rechtsform Europäische Aktiengesellschaft
Gründung 1971
Sitz Tussenhausen, Deutschland
Leitung André Hiebeler
Mitarbeiterzahl 250<ref name="JA_21" />
Umsatz 105,76 Mio. Euro<ref name="JA_21">Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 im Unternehmensregister</ref>
Branche Flugzeugbau
Website grob-aircraft.com
Stand: 31. Dezember 2021

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Grob Aircraft SE ist ein Hersteller von Flugzeugen, der 1971 in Tussenhausen-Mattsies im Landkreis Unterallgäu gegründet wurde.<ref name="company-portrait" /><ref name="pilotfriend2" /> Grob ist ein deutscher Erstausrüster (OEM), der auch in der Herstellung von Flugzeugen aus Verbundwerkstoffen mit Kohlenstofffasern tätig ist.<ref name="bistech" />

Seit seiner Gründung hat Grob unterschiedlichste Flugzeugtypen ausgeliefert, die vom Motorsegler bis zu hochfliegenden Überwachungs- und Aufklärungsflugzeugen reichen. Grob Aircraft ist vor allem für seine militärischen Hochleistungstrainer bekannt.

Das Unternehmen befindet sich im Besitz von Helsing.

Geschichte

Ursprünglich lief die Flugzeugproduktion unter den Namen Burkhart Grob Luft- und Raumfahrt GmbH & Co. KG, später Grob Aerospace GmbH. Der mit Übernahme durch die Fortius Mittelstandskapital AG in Grob Aircraft AG umbenannte Flugzeugbauer aus Tussenhausen ist Lizenzhalter für die Grob-Flugzeuge (außer Grob SPn)<ref name="augsburger-allgemeine" /> und gehört seit 2025 zum Rüstungsunternehmen Helsing.

Burkhart Grob Luft- und Raumfahrt

Datei:Grob Luft- und Raumfahrt Logo.svg
Ehemaliges Logo von Grob Luft- und Raumfahrt
Datei:Astir CS auf dem Segelfluggelände Mönchsheide-edit1.jpg
G 102 Astir CS: Das erste von Grob selbst entwickelte Flugzeug

Ab 1971 begann der Lizenzbau von mehr als 200 Segelflugzeugen vom Typ Schempp-Hirth Standard Cirrus durch die Burkhart Grob Luft- und Raumfahrt GmbH & Co. KG, die damals Teil der Grob-Werke war. Ab 1973 wurde dann mit der Fertigung des ersten eigenen Flugzeugs begonnen, des G 102 Astir. Bald darauf folgten der daraus entwickelte Doppelsitzer G 103 Twin Astir und der Leistungs-Einsitzer G 104 Speed Astir.

1976 wurde das Flugzeugwerk am Flugplatz Mindelheim-Mattsies in Tussenhausen-Mattsies in der Nähe von Mindelheim gegründet. Der Standort München wurde 1976 aufgegeben. Im Jahre 1980 betrug die Tagesproduktion bei Grob 1,5 Flugzeuge, von der etwa die Hälfte für den Export bestimmt war.<ref name="flight1980" />

Datei:Grob G 109A Limbach.jpg
Die G 109A war das erste motorgetriebene Luftfahrzeug von Grob

Anfang der 1980er-Jahre begann bei Grob Luft- und Raumfahrt die Fertigung von motorgetriebenen Luftfahrzeugen, deren erstes der Reisemotorsegler G 109A war. Ein Problem war die für die vergleichsweise schweren Kunststoff-Konstruktionen geringe Leistung der damals zur Verfügung stehenden Triebwerke, die letztlich zur Entwicklung des Grob-2500-Motors mit 90 PS führte, der in der ab 1983 gebauten G 109B zum Einsatz kam. Zudem gab es auch zahlreiche andere Weiterentwicklungen durch externe Firmen (wie z. B. die Firma Korff), die 90 bis 130 PS starke Limbach-Flugmotoren an die G 109 adaptierten, so dass diese auch zum kostengünstigen Flugzeugschlepp-Start von Segelflugzeugen geeignet sind.

Datei:Grob GF 200 D-EFKH Deutsches Museum (cropped).jpg
Grob GF 200 im Deutschen Museum

1991 fand der Erstflug des Prototyps GF 200 statt. Entwickelt wurde er im Rahmen eines Forschungsprojekts, mit dem ein neuartiger Antrieb erprobt werden sollte. Dabei treibt ein Kolbenmotor über eine Fernwelle den im Heck befindlichen Propeller an. Außerdem wurde das Flugzeug weitgehend in Kohlenstofffaser-Verbundbauweise erstellt. Ziel war es, ein Flugzeug mit Jet-Flugeigenschaften bei wesentlich geringeren Betriebskosten zu entwickeln. Die Erfahrungen mit dem Entwicklungsträger wurden für einige Nachfolgeprojekte genutzt.

Datei:Grob Aircraft SPn D-CSPN.jpg
G180 SPn

Das Unternehmen entwickelte die Grob G180 SPn, den ersten vollständig in kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff hergestellten Geschäftsreisejet der Welt, der im Juli 2005 zu seinem Erstflug startete.

Grob Aerospace

Datei:Grob Aerospace logo.svg
Ehemaliges Logo von Grob Aerospace

Im Jahr 2006 wurde das Unternehmen an die schweizerische Executive Jet Investments AG veräußert und in Grob Aerospace GmbH umbenannt.

Im August 2008 stellte das Management der Grob Aerospace GmbH auf Grund von Zahlungsunfähigkeit beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag.<ref name="Insolvenzantrag" /> Bis Ende Oktober desselben Jahres konnte die Produktion aufrechterhalten werden, danach mussten die Mitarbeiter entlassen werden.<ref name="Investor" />

Grob Aircraft

Datei:Grob Aircraft Fleet.JPG
Grob Aircraft Flotte: (von rechts nach links) G 120TP, G 120A, G 115E
Datei:Grob Aircraft Formation.jpg
Formationsflug der G 120TP (D-ETPX) und G 120A (D-ESAI)

Ende Januar 2009 übernahm H-3 Aerospace mit Hilfe der Fortius Mittelstandskapital AG das Trainingsflugzeug- und Wartungsgeschäft und führt es seitdem als Grob Aircraft AG weiter,<ref name="Buyer" /><ref name="flightglobal" /> woraufhin am 1. Februar die Produktion wieder aufgenommen wurde.<ref name="Investor" /> Die Produktion wurde auf die G 115E, G 120A und G 120TP sowie auf die G 520 EGRETT reduziert, die Motorsegler werden jedoch weiterhin am Standort in Mattsies gewartet. Im April 2012 wurde bekanntgegeben, dass der argentinische Flugzeughersteller FAdeA in Kooperation mit Grob Aircraft das strahlgetriebene zweisitzige Trainings- und Kampfflugzeug IA-63 Pampa II in einer Stückzahl von 60 Flugzeugen im Werk in Cordoba produzieren wird. Dabei wird Grob Aircraft einzelne Bauteile zuliefern.<ref name="mercopress" /> Im Juni 2025 wurde bekannt, dass Grob Aircraft von Helsing gekauft wurde.<ref>Europäische Sicherheit und Technik: Helsing übernimmt Grob Aircraft, 5. Juni 2025, abgerufen am 5. Juni 2025</ref><ref>Pressemitteilung Bayrische Staatsregierung [1]</ref> Hierbei soll Grob entsprechende Trägerplattformen für die KI gestützte Software Helsings, im Sinne von unbemannten Luftfahrzeugen entwickeln und bauen. Ein entsprechendes Projekt wurde am 25. September 2025 vorgestellt<ref>Flug Revue: Autonomes Luftkampfsystem CA-1 Europa vorgestellt [2], 25. September 2025, abgerufen am 1. Oktober 2025</ref>.

Helsing

2025 stellte Helsing in Tussenhausen die Konzeptstudie CA-1 Europa für ein unbemanntes Kampfflugzeug vor. Der Erstflug ist für 2027 geplant.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 26. September 2025, abgerufen am 26. April 2026.</ref>

Weiteres

Verwicklung in Amigo-Affäre

Im Jahr 1993 wurde die Verwicklung der Firma Grob in die sogenannte Amigo-Affäre publik. In diesen Bestechungsskandal waren unter anderem Max Streibl (1932–1998), der damalige Ministerpräsident von Bayern und Freund von Burkhart Grob, verwickelt. Streibl wurde vorgeworfen, sich unrechtmäßigerweise beim Bundesministerium der Verteidigung für den Zuschlag des Auftrages für das EloKa-System LAPAS an die Firma Grob eingesetzt zu haben. Des Weiteren soll Streibl beim Bundesministerium für Forschung und Technologie und der Landesanstalt für Aufbaufinanzierung hohe Fördermittel für Grob erschlichen haben. Diese Vorwürfe sind bis heute unbewiesen. Zuvor hatte Grob zwei Urlaubsreisen Streibls nach Brasilien und Kenia bezahlt sowie ihm Parteispenden zukommen lassen. Dies wurde im Januar 1993 bekannt. Streibl trat aufgrund des parteiinternen und öffentlichen Drucks am 27. Mai 1993 zurück.

Rekorde

Das Unternehmen gilt als Vorreiter bei der Verwendung von Faserverbundwerkstoff. Mehrere Flugzeuge von Grob erzielten flugtechnische Weltrekorde, beispielsweise bei der Flughöhe.<ref name="Die-Welt-18" />

Zwischenfälle

Am 29. November 2006 stürzte ein Prototyp der G180 SPn beim Start vom Flugplatz Mindelheim-Mattsies ab. Dabei starb der Testpilot Gérard Guillaumaud.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 12. Februar 2022.</ref>

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="augsburger-allgemeine"> Wilhelm Unfried: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 29. Januar 2009, abgerufen am 21. August 2010. </ref> <ref name="bistech"> Sebastian Nöll: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Zentralverband des Deutschen Handwerks, 4. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2012; abgerufen am 9. Februar 2022. </ref> <ref name="Buyer"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Informa Markets, 2. Februar 2009, abgerufen am 9. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="company-portrait"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Grob Aircraft, abgerufen am 9. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="flight1980"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="flightglobal"> Kate Sarsfield: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Flight International, 25. März 2009, abgerufen am 21. August 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Insolvenzantrag"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Aviation Media & IT, 19. August 2008, abgerufen am 21. August 2010. </ref> <ref name="Investor"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Aviation Media & IT, 29. Januar 2009, abgerufen am 21. August 2010. </ref> <ref name="mercopress"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. MercoPress, 10. April 2012, abgerufen am 9. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="pilotfriend2"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 2. September 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Die-Welt-18"> Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. , archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 10. Februar 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref> </references>

Koordinaten: 48° 6′ 43″ N, 10° 31′ 25″ O

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