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Hornau (Windelsbach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hornau
Gemeinde Windelsbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(124)&title=Hornau 49° 25′ N, 10° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(124) 49° 24′ 50″ N, 10° 19′ 8″ O
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Höhe: 448 (447–459) m ü. NHN
Einwohner: 124 (2. Jan. 2023)<ref name="Windelsbach"/>
Postleitzahl: 91635
Vorwahl: 09843

Hornau (fränkisch: Hourna<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 2, Sp. 763.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Windelsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Zum Gemeindeteil zählt die Hornauer Mühle. Hornau liegt in der Gemarkung Preuntsfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Datei:Hornauer Weiher.jpg
Hornauer Weiher

Das Dorf liegt dicht rechts der obersten Altmühl und des Erlachbachs, der dieser hier von rechts zufließt und welchem selbst durch den Ort der Wolfsgraben zuläuft. Östlich von Hornau liegt der von der Altmühl durchflossene Hornauer Weiher, der als Badeweiher genutzt wird, und an dessen Auslauf die Hornauer Mühle steht.

Die Kreisstraße AN 7/NEA 52 führt an der Siedlung Erlach vorbei nach Burgbernheim (3 km nördlich) bzw. zur AN 8 bei der Gugelmühle (2,3 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Die Auffassungen über den Ursprung der Altmühl waren und sind geteilt, wie nicht selten bei den Quellen größerer Flüsse. Hydrologisch gesehen liegt er an der Quelle eines kurzen Zulaufs zum Hirschweiher im Wald beim nahen Burgbergheimer Gemeindeteil Wildbad, aber auch an der noch näheren Quelle des erwähnten Erlachbachs bei der Burgbernheimer Siedlung Erlach beansprucht ein Stein den Ursprung. Und 1904 wurde der Abflussgraben des Hornauer Weihers vom Königlichen Bayerischen Hydrotechnischen Bureau in München als Quelle der Altmühl festgelegt.

Geschichte

Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bestimmungswort „horo“ (mhd. = Sumpf) und dessen Grundwort-au“ ist. Es wurde damit die Flusslandschaft der oberen Altmühl bezeichnet. Der Ort wurde wohl Ende des 12. Jahrhunderts an einer Handelsstraße gegründet, der von Bergel nach Windelsbach führte. In Folge des Dreißigjährigen Krieges war Hornau von 1641 bis 1668 völlig verödet, erst ab 1690 wurde der Ort wieder besiedelt.<ref>Hornau auf der Website windelsbach.de</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hornau 19 Anwesen und ein Schloss. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Markt Bergel aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Rothenburg. Grundherren waren die Reichsstadt Rothenburg (2 Halbhöfe, 4 Güter, 2 Halbgüter, 7 Häckersgüter, 1 Gütlein, 1 Mühle), der Rothenburger Bürger Hofmann (1 Hof) und die Kommende Rothenburg des Johanniterordens (1 Hof).<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 103. Dort sind fälschlicherweise nur 10 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.
Nach J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 763 gab es 18 Untertansfamilien.</ref> Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim.<ref name="H219"/>

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hornau dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Bergel und der 1817 gebildeten Munizipalgemeinde Bergel zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Preuntsfelden umgemeindet.<ref name="H219">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 219.</ref>

Am 1. Januar 1972 wurde Hornau im Rahmen der Gebietsreform in Bayern nach Windelsbach eingegliedert.<ref>Windelsbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 18: ehemaliges markgräfliches Jagdschlösschen, Gasthaus zum goldenen Hirschen, mit Mansardwalmdachbau und Fachwerkobergeschoss, 18. Jahrhundert<ref>Denkmalliste für Windelsbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

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ehemaliges Baudenkmal
  • ehemalige Sägemühle, Walmdachbau, Fachwerkobergeschoss, Mitte 18. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002011 002016
Einwohner 110 130 135 144 138 140 147 169 129 129 125 123 117
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“.</ref> 18 26 32 32 31 30 28 35
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 43 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 263 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1097, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1264, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1175 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1246 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1286 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1113 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 816 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 172 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 332 (Digitalisat).</ref> || || <ref name="Windelsbach">Zahlen, Fakten. In: windelsbach.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört bis heute zur Kirchengemeinde St. Nikolaus (Preuntsfelden), einer Filiale von St. Martin (Windelsbach).<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 103.</ref> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Hornau (Windelsbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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