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Burghausen (Windelsbach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Burghausen
Gemeinde Windelsbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(53)&title=Burghausen 49° 24′ N, 10° 21′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(53) 49° 24′ 7″ N, 10° 21′ 5″ O
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Höhe: 445 m ü. NHN
Fläche: 3,16 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 53 (2. Jan. 2023)<ref name="Windelsbach"/>
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91635
Vorwahl: 09867

Burghausen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Windelsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Burghausen hat eine Fläche von 3,158 km². Sie ist in 159 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 19.864,37 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Burghausen (092922). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>

Geographie

Das Dorf liegt an der Altmühl und ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Süden wird die Flur Hornfeld genannt, im Nordosten Gassenfeld. 0,9 km nordöstlich liegt das Burghausener Holz. Dort befindet sich eine ehemalige Tongrube, die als Geotop ausgezeichnet ist. Die Kreisstraße AN 8 führt nach Cadolzhofen (2 km südwestlich) bzw. nach Poppenbach (1,5 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ermetzhof (1,7 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Burghausen entstand im 10. oder 11. Jahrhundert um eine Turmhügelburg (Burg Burghausen), die ursprünglich im Besitz des Patriziergeschlechts der Ebner von Eschenbach war.

Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg von 1681 wurden für Burghausen 13 Mannschaften verzeichnet: 1 Anwesen unterstand dem Kastenamt Colmberg, 1 Anwesen dem eichstättischen Amt Herrieden, 1 Anwesen der Deutschordenskommende Virnsberg, 3 Anwesen den Herren von Seckendorff zu Obernzenn und 7 Anwesen dem Geheimen Rat Förster zu Ansbach. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Markt Bergel aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rentamt Colmberg 47, 301. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 711.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Burghausen 13 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Rittergut Burghausen im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das Schultheißenamt Markt Bergel auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Burghausen. Grundherren waren das Rittergut Burghausen (2 Höfe, 1 Halbhof, 1 Wirtshaus, 4 Güter, 1 Erbschmiede, 1 Gütlein, 1 Köblersgut, 1 Haus) und das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Ipsheim (1 Haus).<ref name="H86">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 86.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim.<ref name="H218"/>

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim. 1810 kam Burghausen an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Burghausen dem 1811 dem Steuerdistrikt Bergel und der 1817 provisorisch gebildeten Munizipalgemeinde Bergel zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Burghausen.<ref name="H218"/><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 73 (Digitalisat).</ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Windsheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Am 1. April 1832 erfolgte der Wechsel zum Landgericht Leutershausen und Rentamt Colmberg. Ab 1862 gehörte Burghausen zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und zum Landgericht Rothenburg (1879 in das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt, das seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichts Ansbach ist). Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber übernommen (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt, seit 1973 Zweigstelle des Finanzamts Ansbach).<ref name="H218">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 218.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,166 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Burghausen am 1. Mai 1978 nach Windelsbach eingemeindet.<ref> </ref><ref>Windelsbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>

Bau- und Bodendenkmäler

  • Haus Nr. 14: Wohnstallhaus, Fachwerkobergeschoss, bezeichnet 1839<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Windelsbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Haus Nr. 15: Wohnstallhaus, Fachwerkobergeschoss, bezeichnet 1850<ref name="Denkmalliste"/>
  • Haus Nr. 16: eingeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, erste Hälfte 19. Jahrhundert, später teilweise verändert<ref name="Denkmalliste"/>
  • Burg Burghausen<ref name="Denkmalliste"/>

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ehemalige Baudenkmäler
  • Haus Nr. 17: ähnlich Haus Nr. 14, am Eckstein bezeichnet „J. L. K.[or]B[acher] 18 CK 50“<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 23; Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
  • Grenz- oder Meilenstein, wohl 18./19. Jahrhundert; 500 m westlich des Ortes
  • Hoheitsstein, wohl 18. Jahrhundert; am westlichen Altmühlufer, nahe der Brücke

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2011 2016 2023
Einwohner 93 103 100 92 95 96 95 93 97 95 84 79 83 78 92 94 84 80 93 134 128 105 65 67 63 59 61 53
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 17 17 19 18 19 19 15 16 16 16
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 37 (Digitalisat). Dort als Haußen aufgelistet.</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 187 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1072, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1237, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1172 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1243 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1282 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1109 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 813 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 168 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 332 (Digitalisat).</ref> || || || <ref name="Windelsbach">Zahlen, Fakten. In: windelsbach.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört bis heute zur Kirchengemeinde St. Nikolaus (Preuntsfelden), einer Filiale von St. Martin (Windelsbach).<ref name="H86"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Burghausen (Windelsbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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