Burghausen (Windelsbach)
Burghausen Gemeinde Windelsbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(53)&title=Burghausen 49° 24′ N, 10° 21′ O
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| Höhe: | 445 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,16 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 53 (2. Jan. 2023)<ref name="Windelsbach"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91635 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
Burghausen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Windelsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Burghausen hat eine Fläche von 3,158 km². Sie ist in 159 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 19.864,37 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Burghausen (092922). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt an der Altmühl und ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Süden wird die Flur Hornfeld genannt, im Nordosten Gassenfeld. 0,9 km nordöstlich liegt das Burghausener Holz. Dort befindet sich eine ehemalige Tongrube, die als Geotop ausgezeichnet ist. Die Kreisstraße AN 8 führt nach Cadolzhofen (2 km südwestlich) bzw. nach Poppenbach (1,5 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ermetzhof (1,7 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Burghausen entstand im 10. oder 11. Jahrhundert um eine Turmhügelburg (Burg Burghausen), die ursprünglich im Besitz des Patriziergeschlechts der Ebner von Eschenbach war.
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg von 1681 wurden für Burghausen 13 Mannschaften verzeichnet: 1 Anwesen unterstand dem Kastenamt Colmberg, 1 Anwesen dem eichstättischen Amt Herrieden, 1 Anwesen der Deutschordenskommende Virnsberg, 3 Anwesen den Herren von Seckendorff zu Obernzenn und 7 Anwesen dem Geheimen Rat Förster zu Ansbach. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Markt Bergel aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rentamt Colmberg 47, 301. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 711.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Burghausen 13 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Rittergut Burghausen im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das Schultheißenamt Markt Bergel auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Burghausen. Grundherren waren das Rittergut Burghausen (2 Höfe, 1 Halbhof, 1 Wirtshaus, 4 Güter, 1 Erbschmiede, 1 Gütlein, 1 Köblersgut, 1 Haus) und das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Ipsheim (1 Haus).<ref name="H86">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 86.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim.<ref name="H218"/>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim. 1810 kam Burghausen an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Burghausen dem 1811 dem Steuerdistrikt Bergel und der 1817 provisorisch gebildeten Munizipalgemeinde Bergel zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Burghausen.<ref name="H218"/><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 73 (Digitalisat).</ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Windsheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Am 1. April 1832 erfolgte der Wechsel zum Landgericht Leutershausen und Rentamt Colmberg. Ab 1862 gehörte Burghausen zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und zum Landgericht Rothenburg (1879 in das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt, das seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichts Ansbach ist). Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber übernommen (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt, seit 1973 Zweigstelle des Finanzamts Ansbach).<ref name="H218">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 218.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,166 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Burghausen am 1. Mai 1978 nach Windelsbach eingemeindet.<ref> </ref><ref>Windelsbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Bau- und Bodendenkmäler
- Haus Nr. 14: Wohnstallhaus, Fachwerkobergeschoss, bezeichnet 1839<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Windelsbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 15: Wohnstallhaus, Fachwerkobergeschoss, bezeichnet 1850<ref name="Denkmalliste"/>
- Haus Nr. 16: eingeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, erste Hälfte 19. Jahrhundert, später teilweise verändert<ref name="Denkmalliste"/>
- Burg Burghausen<ref name="Denkmalliste"/>
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 17: ähnlich Haus Nr. 14, am Eckstein bezeichnet „J. L. K.[or]B[acher] 18 CK 50“<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 23; Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Grenz- oder Meilenstein, wohl 18./19. Jahrhundert; 500 m westlich des Ortes
- Hoheitsstein, wohl 18. Jahrhundert; am westlichen Altmühlufer, nahe der Brücke
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört bis heute zur Kirchengemeinde St. Nikolaus (Preuntsfelden), einer Filiale von St. Martin (Windelsbach).<ref name="H86"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hausen am Wald. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 534 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Burghausen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 676 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 86 (Digitalisat). Ebd. S. 218 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Bernd Kunz: Die Altmühl von der Quelle bis zur Mündung. Swiridoff Verlag, Künzelsau 2005, ISBN 3-89929-047-X
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 23.
Weblinks
- Burghausen. In: windelsbach.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Burghausen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Burghausen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Birkach | Burghausen | Cadolzhofen | Hornau | Karrachmühle | Linden | Nordenberg | Preuntsfelden | Windelsbach
Sonstige Wohnplätze: Gugelmühle | Hornauer Mühle | Vorhof