Zum Inhalt springen

Johann Christian Gentz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Gentz Neuruppin.JPG
Erinnerungsplatte für die Kaufmannsfamilie Gentz auf dem Platz des ehemaligen Alten Friedhofs in Neuruppin

Johann Christian Gentz (* 26. Juli 1794 in Neuruppin; † 4. Oktober 1867 ebenda) war Tuchmacher, Kaufmann und Torfstichbesitzer. Er begründete das Anwesen Gentzrode in der Nähe von Neuruppin.

Gentz wurde bekannt durch Theodor Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg, der ihm dort ein ganzes Kapitel widmete. Fontane schrieb über Gentz: „Eine Figur, wie die seinige, war nur in der Mark und innerhalb dieser vielleicht nur wieder im Ruppinschen möglich, denn er hatte nicht bloß kleinbürgerliche Verhältnisse (wie sie dieser Grafschaft eigentümlich sind) zur Voraussetzung, sondern baute seinen Reichtum auch auf etwas spezifisch Ruppinschem auf: auf dem Torf.“<ref>Vorlage:FontaneWanderungen</ref>

Leben

Datei:Gentzrode Herrenhaus.jpg
Gentzrode

Gentz war Sohn eines Tuchmachers. 1820 heiratete er Juliane Voigt und kaufte ein kleines Eisen- und Kurzwarengeschäft und baute es zu einem Bank- und Wechselgeschäft aus. Mit dessen Gewinn kaufte er 1840 das Wustrauer Luch und gründete Gentzrode.<ref>Vorlage:FontaneWanderungen</ref> Sein ältester Sohn starb mit einigen zwanzig Jahren an Schwindsucht<ref name="Wilhelm" />. Sein nächst älterer Sohn war Wilhelm Gentz<ref name="Wilhelm">Vorlage:FontaneWanderungen</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Im Museum gibt’s jetzt Nackte – Objekt des Monats November sind zwei Aktstudien von Wilhelm Gentz. (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive) Historischer Verein Neuruppin; abgerufen am 5. Oktober 2008.</ref> Etwa 1855 übergab er seine Geschäfte an den jüngsten seiner vier Söhne, Alexander Gentz. Er verbrachte viel Zeit im Neuruppiner Tempelgarten, den er samt Tempel vorm Tempeltor vor dem weiteren Verfall retten<ref>Uwe Pahl: Urlaub im Ruppiner Land [Geschichte von]. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neuruppin – 1794. (Memento vom 13. Mai 2010 im Internet Archive) ruppin.de</ref> und ausbauen ließ<ref>Vorlage:FontaneWanderungen</ref><ref>Karin Rhein: Deutsche Orientmalerei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Tenea Verlag, 2003, ISBN 3-86504-035-7, S. 42.</ref>. Er wurde in Alt Ruppin begraben.

Literatur

  • Vorlage:FontaneWanderungen
  • Brigitte Meier: Die Firma „Johann Christian Gentz“ im Zeitalter der Industrialisierung – Facetten einer Neuruppiner Unternehmensgeschichte. In: Neuruppin. 750 Jahre Stadtrechtsverleihung. Neuruppin 2006, S. 85–91.
  • Johannes Schultze: Gentz, Johann Christian. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 6. Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).

Weblinks

  • Website des Vereins zur Erhaltung des Neuruppiner Tempelgartens

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein