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Katrin Rönicke

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Datei:Katrin Rönicke (21853998572).jpg
Katrin Rönicke (2015)

Katrin Rönicke (* 27. September 1982 in Wittenberg) ist eine deutsche Autorin, Journalistin, Bloggerin und Podcasterin. Ihre Schwerpunktthemen sind Geschlechterdemokratie, Emanzipation und feministische Netzkultur.

Leben

Katrin Rönicke ist die Tochter des Sachbuchautors Frank Rönicke, der 1987 aus der DDR floh. Die Mutter konnte mit ihr 1989 vor der Wende nachkommen. Sie wuchs anschließend in Baden-Württemberg auf. 2002 machte sie am Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim ihr Abitur. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr<ref>Katrin Rönicke. In: Heinrich Böll-Stiftung, 24. April 2012. Abgerufen am 23. Juli 2012.</ref> und einem Praktikum bei den Fränkischen Nachrichten studierte sie von 2003 bis 2006 Biologie und Chemie.<ref name="gj"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Katrin Rönicke (Memento vom 17. Januar 2012 im Internet Archive). Abgerufen am 20. April 2018.</ref> Ihr anschließendes Bachelor-Studium der Erziehungswissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität schloss sie im September 2011 ab. Sie war ab 2009 Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und von 2010 bis 2017 Mitglied des Frauenrats, der die frauenpolitischen Ziele der Stiftung unterstützt.<ref name="böll">Katrin Rönicke. In: Heinrich-Böll-Stiftung. Abgerufen am 28. April 2018.</ref>

Rönicke hat zwei Kinder.<ref>„Wir brauchen einen Arschtritt!“. In: die tageszeitung. Abgerufen am 22. Juli 2012.</ref><ref>Katrin Rönicke: Ohren auf und rein. In: CCB Magazin, 20. März 2018.</ref> Seit 2020 ist sie mit Holger Klein verheiratet.<ref>Holger Klein: WR1161 Schwarzbauexhibitionismus. In: WRINT-Podcast. Holger Klein, 24. November 2020, abgerufen am 29. November 2020.</ref>

Wirken

2001 trat Katrin Rönicke der Grünen Jugend bei und war 2002/03 sowie 2004 Mitglied des Bundesvorstandes.<ref name="gj" /> Als freie Autorin schrieb Rönicke ab 2009 für die Wochenzeitung der Freitag eine Kolumne über Geschlechterverhältnisse im Alltag und Beiträge über Fragen der Erziehung und Bildung.<ref>der Freitag, Autorenseite Katrin Rönicke</ref> Neben dieser Tätigkeit war sie auch für das Magazin Cicero<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Katrin Rönicke: Die Familie bleibt privat. Cicero. 2. Mai 2012 (Memento vom 12. Juli 2012 im Internet Archive)</ref> und für die taz tätig.<ref>F. Brantner: Debatte Frauen und neues Unterhaltsrecht: Und nach der Versorger-Ehe? In: taz.de. 14. Januar 2009, abgerufen am 30. Januar 2024.</ref> Sie sowie Marco Herack schrieben von Januar 2013 bis Januar 2015 für die FAZ die Blog-Kolumne Wir Wostkinder.<ref>Katrin Rönicke in: Wir Wostkinder, Frankfurter Allgemeine Blogs</ref><ref>Marco Herack: Das Ende der Wostkinder. In: blogs.faz.net. 27. Dezember 2014, abgerufen am 29. April 2018.</ref>

Rönicke tritt in der Öffentlichkeit für eine Gleichstellungspolitik ein. So diskutierte sie mit den Bundestagsabgeordneten Katja Dörner und Dorothee Bär in der taz über Frauenpolitik der Zukunft<ref>Heide Oestreich und Simone Schmollack: „Wir brauchen einen Arschtritt“. In: Die Tageszeitung, 8. Februar 2010. Abgerufen am 22. Juli 2012.</ref> und trägt auf überregionalen öffentlichen Veranstaltungen wie der Blogger- und Social-Media-Konferenz re:publica 2012<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ankündigung des Vortrags „Action für mehr Sichtbarkeit“ auf re-publica.de (Memento vom 4. Mai 2012 im Internet Archive)</ref> oder der VdK-Landesfrauenkonferenz dazu vor.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (Archiv-Version, vdk.de, Stand: 26. Oktober 2011)</ref> 2011 trat sie als Referentin der Veranstaltungsreihe Gender-Kritik am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Katrin Rönicke: Junger Feminismus: Aktualisierung der Differenz? Veranstaltung am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig 30. April 2011 (Memento vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Auflistung der öffentlichen Auftritte auf dem Blog von Rönicke (Memento vom 4. Juli 2015 im Internet Archive) (Archiv-Version von Rönickes Website, Stand: 4. Juli 2015)</ref> Zum ersten Jahrestag des Gleichstellungsberichts der Bundesregierung nahm Rönicke an der Diskussionsveranstaltung, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung hierzu im Juni 2012 organisiert worden war, teil. Sie thematisierte die Problematik der Vereinbarkeit von Mutterschaft und Studium bei Studentinnen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Information der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Diskussionsveranstaltung anlässlich 1. Jahrestag des Gleichstellungsberichts (Memento vom 1. Juli 2015 im Internet Archive) (PDF; 253 kB)</ref><ref>Heide Oestreich: Wenn Kinder arm machen in TAZ am 22. Juni 2012, aufgerufen am 30. Juli 2012</ref>

2019 veröffentlichte Rönicke eine Biographie über Beate Uhse, darin konzentrierte sie sich auf den Werdegang Uhses als Unternehmerin.<ref>Beate Uhse war mehr Unternehmerin, weniger Feministin, Deutschlandfunk Nova, 6. September 2019</ref> Uhse sei keine Vorkämpferin des Feminismus gewesen, wie häufig behauptet werde, lautet ihr Fazit. „Das ist hier alles andere als die Emanzipationsgeschichte einer Frau nach 1945, die für die sexuelle Freiheit und das Glück der Menschen kämpft.“<ref>Danielle Dörsing: Mythos Beate Uhse. "Ich bin nicht Jesus, sondern Unternehmer", Spiegel Geschichte, 25. Oktober 2019</ref>

Feministische Netzkultur

Ab 2005 verfasste sie bei Neon.de ihren ersten Blog.<ref>Katrin Rönicke, Website der Heinrich-Böll-Stiftung, abgerufen am 27. April 2020.</ref> 2008 kam sie zu dem feministischen Blog Mädchenmannschaft, das im selben Jahr mit dem Best Of Blogs-Award der Deutschen Welle ausgezeichnet und 2009 für den Grimme Online Award und den Alternativen Medienpreis nominiert war.<ref>No more digital gender gap. In: Missy Magazine, 28. November 2011. Abgerufen am 23. Juli 2012.</ref> Bis 2011 war sie dort aktive Bloggerin und im Vorstand des Trägervereins von Mädchenmannschaft.<ref>Stellungnahme zum Ausscheiden Rönickes 2011</ref>

Rönicke betrieb den Blog The Leftist Elite mit Themen wie aktueller Politik, der Männerrechtsbewegung, Feminismus, dem Internet, Bildung und sozialen Fragen. Sie war Mitbegründerin der inzwischen eingestellten Plattform netzfeminismus.org, die Niklas Hofmann in der Süddeutschen Zeitung als „beginnende Vernetzung“ des Netzfeminismus in Deutschland einordnete.<ref>Niklas Hofman: Neu, jung, selbstbewusst. Süddeutsche Zeitung, Online-Ausgabe 7. November 2011</ref> Auf der Plattform waren 70 Blogs und Webmagazine<ref>Stand Juli 2012, Netzfeminismus. Tut ihr's schon? Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Dezember 2014; abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> von Frauen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur zusammengeschlossen, darunter die Netzauftritte von Anke Domscheit-Berg, Susanne Klingner, Kübra Gümüşay und Antje Schrupp. Zusammen mit den Autorinnen des Buches Wir Alphamädchen, Barbara Streidl und Susanne Klingner, gründete sie die Webinitiative Frau Lila mischt sich ein. Um Frauen in der digitalen Gesellschaft sichtbarer zu machen, riefen sie zudem im Mai 2012 das Bloggerinnen-Magazin Die Featurette ins Leben.<ref>Heinrich-Böll-Stiftung: Katrin Rönicke, April 2012</ref> Beide Projekte wurden mittlerweile beendet, mündeten jedoch in den Lila Podcast, den Rönicke zusammen mit Susanne Klingner 2013 startete. Judith Langowski bezeichnete ihn 2020 in ze.tt als „Klassiker unter den feministischen Podcasts in Deutschland“.<ref>Judith Langowski: Hier sind zehn gute Podcasts über Feminismus. In: ze.tt. Abgerufen am 27. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im September 2017 gründete sie gemeinsam mit Susanne Klingner das Podcast-Label hauseins. Hier führt sie eigene Projekte spenden- und werbefinanziert fort, darüber hinaus produzieren Klingner und Rönicke Auftragspodcasts unter anderem für Greenpeace, die Süddeutsche Zeitung und Deezer.<ref>Über – hauseins.fm. Abgerufen am 18. November 2017.</ref>

Preise

Mit ihrem Konzept für Maschallah!, einem Podcast, der muslimische Deutsche porträtiert, gewann sie zusammen mit der Moderatorin Merve Kayikci 2019 den Podcast-Wettbewerb der re:publica in Kooperation mit Deezer, „Originals gesucht“.<ref>Deezer und re:publica: Der Gewinner-Podcast 2019 Maschallah! In: Originals gesucht. Originals gefunden! Deezer, 6. Mai 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Juli 2019; abgerufen am 27. April 2020.</ref>

Seit 2015 moderiert sie zusammen mit Holger Klein den wöchentlichen Podcast Die Wochendämmerung, der im März 2020 bei der Preisverleihung von Die Goldenen Blogger als „Bester Podcast 2019“ hervorging.<ref>Das sind die Preisträger*innen der Goldenen Blogger 2019. In: Die Goldenen Blogger. 9. März 2020, abgerufen am 27. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Publikationen

  • Vernetzt, präsent und engagiert: Feministische Netzkultur, in: Geschlechterrollen im Wandel. Schweizer Fachzeitschrift «Frauenfragen», 2011, S. 43–46 (gesamtes Heft zum Download)
  • Bitte Freimachen. Eine Anleitung zur Emanzipation. Metrolit Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-8493-0369-3.
  • Sex.100 Seiten. Reclam Stuttgart 2017, ISBN 978-3-15-020442-9.
  • Emanzipation. 100 Seiten. Reclam, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-15-020439-9.
  • Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus. Residenz Verlag, Salzburger Wien 2019, ISBN 978-3-7017-3466-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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