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Kleinreuth bei Schweinau

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Kleinreuth+bei+Schweinau 49° 26′ N, 11° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 26′ 28″ N, 11° 0′ 35″ O
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Höhe: 302 m ü. NHN
Postleitzahl: 90431
Vorwahl: 0911
Datei:Nürnberg Statistischer Bezirk 63.svg
Karte
Lage des statistischen Bezirks 63 Höfen

Kleinreuth bei Schweinau (nürnbergisch: Glaareid<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 310. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „glārąid“.</ref>) ist ein Teil der kreisfreien Stadt Nürnberg und gehört zum statistischen Bezirk 63 (Höfen).

Geographie

Lage

Kleinreuth bei Schweinau erstreckt sich zwischen Ipsheimer Straße, Ringbahn, Rothenburger Straße und Sigmundstraße. Der alte Ortskern liegt zwischen Rothenburger und Altenberger Straße.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. September 2025.</ref>

Straßen

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  • Altenberger Straße
  • Am Wirtsacker
  • Äußere Buttendorfer Straße
  • Am Wirtsacker
  • Buttendorfer Straße
  • Clarsbacher Straße
  • Egenhauser Straße
  • Flachslander Straße
  • Franz-Hoffmann-Straße
  • Illesheimer Straße
  • Ipsheimer Straße
  • Lenkersheimer Straße
  • Leonroder Straße
  • Obernzenner Straße
  • Proeslerstraße
  • Rothenburger Straße
  • Rundfunkstraße
  • Sigmundstraße
  • Vershofenstraße
  • Virnsberger Straße

Geschichte

1303 übertrug der Nürnberger Burggraf Konrad II. († 1314) „Cleinen Reut“ mit elf weiteren Orten als Jahrtagsstiftung dem Domkapitel Bamberg.<ref name="DF309">D. Fastnacht: Nürnberg, S. 309.</ref> Im Ersten (1449–1450) und im Zweiten Markgrafenkrieg (1552–1555) wurde der Ort niedergebrannt, 1632 lag er mitten im Kriegsschauplatz des Dreißigjährigen Kriegs.<ref name="WFP546">W. Fischer-Pache: Kleinreuth bei Schweinau, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 546.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kleinreuth aus 11 Anwesen (1 Hof, 6 Halbhöfe, 1 Höflein, 1 Gütlein, 2 Schenkstätten). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von brandenburg-ansbachischen Oberamt Cadolzburg bestritten wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das bambergische Dompropsteiamt Fürth.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 131. Dort sind abweichend 12 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.</ref> Es gab 9 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Kleinreuth. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 70 (Digitalisat).</ref>

1796 ging Kleinreuth in preußischen Besitz über, 1806 gehörte Kleinreuth zu Bayern. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort der Polizeicommision Fürth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kleinreuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großreuth bei Schweinau und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Großreuth bei Schweinau zugeordnet. Am 1. Januar 1899 wurde Kleinreuth nach Nürnberg eingemeindet.<ref name="H240">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 240.</ref>

Von 1927 bis 1969 war Kleinreuth Standort eines Rundfunksenders.

Baudenkmäler

In Kleinreuth bei Schweinau gibt es drei Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Rothenburger Str. 482: Gasthof Weinländer
  • Rothenburger Str. 484: Ehemalige Schmiede
  • Rothenburger Str. 496: Wohnstallhaus

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ehemalige Baudenkmäler
  • Altenberger Str. 10: Eingeschossiges, teils zweigeschossiges verputztes Wohnhaus Mitte des 19. Jahrhunderts; rückwärtiger Giebel aus Fachwerk; weitgehend erneuert.<ref name="F362">G. P. Fehring u. a.: Die Stadt Nürnberg, S. 362. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
  • Altenberger Str. 20: Eingeschossiger Sandsteinbau mit dreigeschossigen Giebel aus dem 19. Jahrhundert.<ref name="F362"/>

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001824 001836 001840 001861 001871 001885 001900 001910
Einwohner 84 83 98 125 108 116 131 156 157
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836, 1885 und 1900 als Wohngebäude.</ref> 14 10 15 14 19 22
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 48 (Digitalisat).</ref> <ref name="H240"/> <ref>Vorlage:Meyer Rezatkreis 1837</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 207 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1065, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1230, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1164 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1146 (Digitalisat).</ref> <ref>Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches/1912. Abgerufen am 20. Oktober 2025.</ref>

Religion

Kleinreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Fürth) gepfarrt,<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 131.</ref> seit 1939 ist die Pfarrei St. Thomas (Nürnberg) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilig Kreuz (Nürnberg) gepfarrt.<ref name="DF309"/>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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