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Liste der Homo-Epitheta

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Die Liste der Homo-Epitheta (der Beiwörter zu dem lateinischen Wort homo „Mensch“) erfasst alle Ausdrücke, die aus dem lateinischen Substantiv homo („Mensch“) und einem spezifizierenden Adjektiv oder auch Substantiv zusammengesetzt sind. Dazu gehören einerseits die Bezeichnungen der Arten der Gattung Homo, die auf die epochemachende taxonomische Benennung durch Carl von Linné im Jahr 1758 zurückgeht, andererseits im Anschluss daran gebildete Zusammensetzungen, die anthropologische Merkmale des Menschen bezeichnen oder lediglich Schlagwörter verschiedener Provenienz darstellen.

Liste der Arten der Gattung Homo

Lateinische Bezeichnung Übersetzung Urheber / Herkunft Erläuterung
Vorläufer-Mensch José María Bermúdez de Castro et al., 1997 Von seinen Entdeckern gedeutet als möglicher Vorläufer der Neandertaler
Mensch von Bodo Mirjana Roksandic, Predrag Radović et al., 2021<ref>Mirjana Roksandic, Predrag Radović, Xiu-Jie Wu und Christopher J. Bae: Resolving the „muddle in the middle“: The case for Homo bodoensis sp. nov. In: Evolutionary Anthropology. Band 31, Nr. 1, 2022, S. 20–29, doi:10.1002/EVAN.21929.</ref> Intermediäre Art zwischen Homo erectus und Homo sapiens, die in Afrika lebte, benannt nach dem sogenannten Bodo-Schädel vom Fundort Bodo D’Ar in der Afar-Senke (Äthiopien)
Aufgerichteter Mensch Eugène Dubois, 1892 Bei Benennung der erste bekannte, frühe Vorfahre des modernen Menschen mit aufrechtem, zweibeinigem Gang
Werkender Mensch Colin Groves und Vratislav Mazák, 1975 Frühform des Homo erectus, die in Afrika lebte
Mensch von Flores Peter Brown et al., 2004 Auf der indonesischen Insel Flores lebende „Inselverzwergung“ (vermutlich des Homo erectus); geborgen aus einer Bodenschicht, die zwischen 100.000 und 60.000 Jahren alt ist.
Mensch aus Heidelberg Otto Schoetensack, 1908<ref>Otto Schoetensack: Der Unterkiefer des Homo Heidelbergensis aus den Sanden von Mauer bei Heidelberg. Ein Beitrag zur Paläontologie des Menschen. Leipzig, 1908, Verlag von Wilhelm Engelmann.</ref> Benannt nach dem Fundort des ersten Fossils (Unterkiefer von Mauer) in Mauer nahe Heidelberg
Geschickter Mensch Richard Leakey, 1964 Bei Benennung der älteste bekannte, frühe Vorfahre des Menschen mit der Fähigkeit zum Anfertigen und Verwenden von Steinwerkzeugen
großköpfiger Mensch Wu Xiujie & Christopher J. Bae, 2024 Benannt nach der großen Schädelkapazität, das Typusmaterial stammt aus Xujiayao im Norden von China.<ref>Christopher J Bae; "The "Muddle in the Middle" (~400 ka–~100 ka). In: Christopher J Bae (Hrsg.): The Paleoanthropology of Eastern Asia.University of Hawaii Press, 2024, S. 95–131, doi:10.1515/9780824898106</ref><ref>Christopher J Bae und Xiujie Wu: Making sense of eastern Asian Late Quaternary hominin variability. In: Nature Communications. Band 15 (1), S. 9479, doi:10.1038/s41467-024-53918-7</ref>
Drachenmensch Qiang Ji, Wensheng Wu, Yannan Ji, Qiang Li & Xijun Ni, 2021 Benannt nach dem herkömmlichen Namen Long Jiang für die chinesische Provinz Heilongjiang, was übersetzt so viel wie „Drachenfluss“ bedeutet<ref>Qiang Ji, Wensheng Wu, Yannan Ji, Qiang Li, Xijun Ni: Late Middle Pleistocene Harbin cranium represents a new Homo species. In: The Innovation. 2021, S. 100132, doi:10.1016/j.xinn.2021.100132</ref>
Mensch von Luzon Florent Détroit et al., 2019 Benannt nach dem Fundort in der Callao-Höhle auf der philippinischen Insel Luzon
Mensch aus der Stern-Höhle Lee Berger et al., 2015 Benannt nach Fundort in der Rising-Star-Höhle
Mensch aus dem Neandertal William King, 1864<ref>William King: The Reputed Fossil Man of the Neanderthal. In: Quarterly Journal of Science. Band 1, 1864, S. 88–97, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volltext (Memento vom 15. Dezember 2017 im Internet Archive) (PDF; 356 kB).</ref> Benannt nach dem Fundort im Neandertal; zeitweise auch als Unterart von Homo sapiens benannt:
Homo sapiens neanderthalensis
Mensch aus Rhodesien Arthur Smith Woodward, 1921<ref>Arthur Smith Woodward: A New Cave Man from Rhodesia, South Africa. In: Nature. Band 108, 1921, S. 371–372, doi:10.1038/108371a0. Nachdruck in: W. Eric Meikle, Sue Taylor Parker: Naming our Ancestors. An Anthology of Hominid Taxonomy. Waveland Press, Prospect Heights (Illinois) 1994, ISBN 0-88133-799-4, S. 48–51.</ref> Auch: Broken Hill Skull; nach heutiger Auffassung ein archaischer Homo sapiens aus Nordrhodesien, dem heutigen Sambia
Mensch vom Rudolfsee Valerii Alexeev, 1986 Benannt nach dem Rudolfsee (heute: Turkana-See) in Kenia
<ref>Eintrag Homo sapiens im Integrated Taxonomic Information System</ref> vernünftiger (verstehender, verständiger) Mensch Carl von Linné, 1758 Der anatomisch moderne Mensch („Jetztmensch“); zeitweise neben dem Neandertaler als eine von zwei Unterarten des Homo sapiens betrachtet: Homo sapiens sapiens

    †: Die Art ist heute ausgestorben

Liste paläoanthropologischer Epitheta zu Homo (Auswahl)

Kein allgemein anerkanntes Taxon, sondern lediglich nach dem Fundort oder nach anderen Merkmalen benannt sind:

Lateinische Bezeichnung Übersetzung Urheber / Herkunft Erläuterung
Mensch aus Afrika John T. Robinson, 1972<ref>John T. Robinson: The Bearing of East Rudolf Fossils on Early Hominid Systematics. In: Nature. Band 240, 1972, S. 239–240, doi:10.1038/240239a0.</ref> Vorgeschlagen mit der Begründung, die Bezeichnung Australopithecus sei bloß ein jüngeres Synonym für Homo, weswegen die Typusart Australopithecus africanus als Homo africanus zu bezeichnen sei.
Frühmensch Walter W. Ferguson, 1984<ref>Walter W. Ferguson: Revision of fossil hominid jaws from the plio/pleistocene of hadar, in ethiopia including a new species of the genus Homo (hominoidea: homininae). In: Primates. Band 25, 1984, S. 519–529, doi:10.1007/BF02381673.</ref> Fergusen bezweifelte die Gültigkeit des Artnamens Australopithecus afarensis und schrieb die größeren Zahnfunde aus der Fundstätte Hadar (Äthiopien) Australopithecus africanus zu, die kleineren stellte er zu einer sehr frühen Art der Gattung Homo. Schon damals wurden die Größenunterschiede bei Australopithecus afarensis jedoch von anderen Forschern auf einen Sexualdimorphismus zurückgeführt.
Mensch aus Gibraltar Hugh Falconer, 1864<ref>Bernard Wood: Wiley-Blackwell Encyclopedia of Human Evolution. Wiley-Blackwell, 2011, S. 281, ISBN 978-1-4051-5510-6.</ref> Vorgeschlagene Bezeichnung für das Schädeldach eines Neandertalers aus Gibraltar, abgeleitet von lat. Mons Calpe, dem römischen Namen für den Felsen von Gibraltar
Mensch vom Kap Robert Broom, 1917<ref>Robert Broom: Fossil Man in South Africa. In: The American Museum Journal. Band 17, 1917, S. 141–142.</ref> 1913 wurde auf einer Farm im Dorf Boskop in Südafrika das Fragment eines Schädeldachs entdeckt, das 1917 mit einem eigenen, neu eingeführten Artnamen benannt wurde. Das Epitheton capensis verweist auf die Südspitze Afrikas. Datiert ins Middle Stone Age, wird das Fossil Boskop 1 heute als früher anatomisch moderner Mensch (Homo sapiens) angesehen, mit verwandtschaftlicher Nähe zu den Khoisan.
Mensch aus La Chapelle-aux-Saints Hugo von Buttel-Reepen, 1911<ref>Hugo von Buttel-Reepen: Der Urmensch vor und während der Eiszeit in Europa. In: Naturwissenschaftliche Wochenschrift. Band 26 (= Neue Folge, Band 10), Nr. 12, 1911, S. 198.</ref> Bezeichnung für das Fossil La Chapelle-aux-Saints 1, ein sehr gut erhaltenes Skelett eines Neandertalers. Buttel-Reepen führte das Art-Epitheton wie folgt ein: „Wenige Tage vor der offiziellen Ausgrabung des Homo Mousteriensis entdeckten drei französische Forscher am 3. August 1908 in der Grotte La Chapelle-aux-Saints bei dem gleichnamigen Dorfe im benachbarten Départment Corrèze ein weiteres Skelett des Neandertalers, das ich hier der Bequemlichkeit halber als Homo Chapellensis bezeichne.“ „Homo moustériensis“ bezieht sich auf die Neandertaler vom Fundort Le Moustier.
Mensch aus Ceprano Francesco Mallegni et al., 2003<ref>Francesco Mallegni, Emiliano Carnieri, Michelangelo Bisconti, Giandonato Tartarelli, Stefano Ricci, Italo Biddittu und Aldo Segre: Homo cepranensis sp. nov. and the evolution of African-European Middle Pleistocene hominids. In: Comptes Rendus Palevol. Band 2, Nr. 2, 2003, S. 153–159, doi:10.1016/S1631-0683(03)00015-0</ref> Bezeichnung für ein Schädeldach, das in Ceprano (Italien) entdeckt wurde und aufgrund seines Alters am ehesten Homo erectus bzw. Homo heidelbergensis zuzuordnen ist
Aufrechter Mensch aus Bilzingsleben Emanuel Vlček, 1978<ref>Emanuel Vlček: A new discovery of Homo erectus in central Europe. In: Journal of Human Evolution. Band 7, Nr. 3, 1978, S. 239–242, IN3–IN4 und 243–251, doi:10.1016/S0047-2484(78)80115-8</ref> Homo heidelbergensis zugerechnete Fossilien vom Fundplatz Bilzingsleben im Norden Thüringens
Aufrechter Mensch von Java Homo erectus (Java-Mensch), 1891 von Eugène Dubois auf der indonesischen Insel Java entdeckt; der erste Fund eines Fossils der Hominini außerhalb Europas.
Aufrechter Mensch von Lantian Homo erectus (Lantian-Mensch), 1963/64 in Lantian, China entdeckte Schädelfragmente
Aufrechter Mensch aus Mauretanien Camille Arambourg 1954<ref>Arambourg, C.: Récentes découvertes de paléontologie humaine réalisées en Afrique du Nord française (L'Atlanthropus de Ternifine – L'Hominien de Casablanca). In: Third Panafrican Congress on Prehistory. Livingstone 1955, Clark, J.D. et Cole, S. (Eds.), London, Chatto & Windus, 1957, S. 186–194</ref> In Algerien und nicht in Mauretanien entdeckt und zunächst Atlanthropus mauritanicus benannt, wird das Fossil heute meist zu Homo erectus gestellt.
Aufrechter Mensch aus Mojokerto von Koenigswald, 1950<ref>G. H. R. von Koenigswald: Fossil hominds from the lower Pleistocene of Java. In: Reports of the 18th session, International Geological Congress, Great Britain, 1948, part IX. London 1950, S. 59–61</ref> auch: Homo modjokertensis<ref>G. H. R. von Koenigswald: Ein fossiler Hominide aus dem Altpleistocän Ostjavas. In: De Ingenieur in Nederlandsch-Indie, IV. Mijbouw & Geologie, De Mijningenieur Jaargang III (8), 1936, S. 149–157</ref>; Funde des Java-Menschen (Homo erectus) von der Insel Java, Indonesien; benannt nach der Stadt Mojokerto (alte Schreibweise: Modjokerto)
Aufrechter Mensch von Nanking Funde von Homo erectus aus Nanjing, Volksrepublik China
Aufrechter Mensch von Narmada Arun Sonakia, 1984<ref>Arun Sonakia: The skull-cap of early man and associated mammalian fauna from Narmada valley alluvium, Hoshangabad area, Madhya Pradesh (India). In: Records of the Geological Survey of India. Band 113, Nr. 6, 1984, S. 159–172.</ref> Bezeichnung für das älteste in Indien entdeckte hominine Fossil, ein rund 250.000 Jahre altes Schädeldach, siehe unten, Homo narmadensis
Aufrechter Mensch aus Alt-Ungarn Andor Thoma, 1966<ref>Andor Thoma: L’occipital de l’Homme mindélien de Vertesszöllös. In: L’Anthropology. Band 70, 1966, S. 495–534.</ref><ref>Andor Thoma: On Vértesszöllös Man. In: Nature. Band 236, 1972, S. 464–465, doi:10.1038/236464a0.</ref> Funde aus Vértesszőlős in Ungarn (Vértesszőlős I und II), für deren Alter es unterschiedliche Datierungen gibt (328.000–310.000 Jahre,<ref>Sándor Kele, András Markó, Julianna Cseh, Chuan-Chou Shen, Chung-Che Wu und Stefano M. Bernasconi: Samuel's paleo-jacuzzi: Dating and clumped isotope-based temperature of the Vértesszőlős Early Man site (Hungary). In: G. Haczewski (Hrsg.): 31st IAS Meeting of Sedimentology Krakow, Lengyelország: Polskie Towarzystwo Geologiczne. 2015, S. 268.</ref> 185.000 Jahre,<ref>H. P. Schwarcz und A. G. Latham: Uranium-series age determination of travertines from the site of Vértesszöllös, Hungary. In: Journal of Archaeological Science. Band 11, Nr. 4, 1984, S. 327–336, doi:10.1016/0305-4403(84)90014-1.</ref>) dementsprechend zuzuordnen dem Homo erectus / Homo heidelbergensis (ältere Datierung) oder Homo heidelbergensis / Homo neanderthalensis.
Aufrechter Mensch aus Reilingen Alfred Czarnetzki, 1989<ref>Alfred Czarnetzki: Ein archaischer Hominidencalvariarest aus einer Kiesgrube in Reilingen, Rhein-Neckar-Kreis. In: Quartär. Internationales Jahrbuch zur Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit. Band 39/40, 1989, S. 191–201, doi:10.7485/QU39_10. (Zugang zum Volltext)</ref> Funde von Homo erectus bzw. Homo heidelbergensis aus Reilingen (Baden-Württemberg)
Aufrechter Mensch aus Tautavel Funde von Homo erectus aus der Höhle von Arago nahe Tautavel, Südfrankreich
Aufrechter Mensch vom Solo(-Fluss) Funde des Java-Menschen (Homo erectus) von der Insel Java, Indonesien; benannt nach dem Fluss Solo (siehe: Homo soloensis)
Mensch aus Florisbad Matthew Robertson Drennan, 1937<ref>Matthew Robertson Drennan: The Florisbad skull and braincast. In: Transactions of the Royal Society of South Africa. Band 25, 1937, S. 103–14.</ref> 1932 in Florisbad, Südafrika, von Thomas Frederick Dreyer entdecktes und 1935 von ihm nach dem Geldgeber für seine Forschung, R. E. Helme, als Homo helmei benanntes Schädelfragment, für das der Anatom Matthew Robertson Drennan 1937 den alternativen Namen Homo florisbadensis vorschlug. Das Fossil (siehe Florisbad 1) wurde 1996 auf 259.000 ± 35.000 Jahre datiert und wird als früher archaischer Homo sapiens interpretiert.
Mensch aus Gauteng Darren Curnoe, 2010<ref>Darren Curnoe: A review of early Homo in southern Africa focusing on cranial, mandibular and dental remains, with the description of a new species (Homo gautengensis sp. nov.). In: HOMO – Journal of Comparative Human Biology, Band, Nr. 3, 2010, S. 151–177, doi:10.1016/j.jchb.2010.04.002</ref> Fossilien aus Gauteng (Südafrika) mit unklarer Zuordnung zur Gattung Homo (Homo habilis?) oder Australopithecus (Australopithecus africanus?)
Mensch aus Georgien Léo Gabounia et al., 2002<ref>Léo Gabounia, Marie-Antoinette de Lumley, Abesalom Vekua, David Lordkipanidze, Henry de Lumley: Découvert d'un nouvel hominidé à Dmanissi (Transcaucasie, Géorgie). In: Comptes Rendus Palevol, Band 1, 2002, S. 243–253, doi:10.1016/S1631-0683(02)00032-5</ref> Fossilien aus der Gattung Homo, 1991 in Dmanissi, Georgien, gefunden; älteste außerhalb Afrikas entdeckte Fossilien aus dem Formenkreis der Hominini, auf 1,75 bis 1,8 Millionen Jahre datiert; seit 2013 als Homo erectus ergaster georgicus bezeichnet
Grimaldi-Mensch Georges Vacher de Lapouge, 1905–06<ref>Georges Vacher de Lapouge: Die Rassengeschichte der französischen Nation. In: Politisch-Anthropologische Revue. 4. Jahrgang, Nr. 1, 1905–06, S. 16–24.</ref> Das Epitheton grimaldii bezieht sich auf Albert I. (Monaco), der um das Jahr 1900 Ausgrabungen in mehreren Höhlen bei Ventimiglia finanzierte. Diese Höhlen wurden daraufhin zu Ehren des Hauses Grimaldi als Grimaldi-Höhlen bezeichnet. Die dort im Jahr 1901 gefundenen zwei Skelette der „Grimaldi-Menschen“ sind etwas über 20.000 Jahre alt und gehören zum anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens).
Helmes-Mensch Thomas Frederick Dreyer, 1935<ref>Thomas Frederick Dreyer: A human skull from Florisbad, Orange Free State, with a note on the endocranial cast. In: Proc. Sect. Sci. Kon. Akad. Wetensch. Amsterdam. Band 38, S. 119–128.</ref> 1932 in Florisbad, Südafrika, von Thomas Frederick Dreyer entdecktes und 1935 von ihm nach dem Geldgeber für seine Forschung, R. E. Helme, als Homo helmei benanntes Schädelfragment, für das der Anatom Matthew Robertson Drennan 1937 den alternativen Namen Homo florisbadensis vorschlug. Das Fossil (siehe Florisbad 1) wurde 1996 auf 259.000 ± 35.000 Jahre datiert und wird als früher archaischer Homo sapiens interpretiert.
Mensch von Kanam Louis Leakey, 1935<ref>Louis Leakey: The Stone Age Races of Kenya. Oxford University Press, H. Milford, London 1935, S. 9–24.</ref> Kanam ist eine archäologische Fundstätte in der Nähe des Victoriasees in Kenia (0° 21' Süd, 34° 30' Ost), wo Juma Gitau, ein lokaler Helfer von Louis Leakey, 1932 das Fragment eines fossilen Unterkiefers entdeckte, der von Leakey 1935 als Holotypus von Homo kanamensis bestimmt wurde (Sammlungsnummer: Kanam 1). Datierung unsicher, vermutlich spätes Pleistozän/Holozän,<ref>Anna K. Behrensmeyer et al.: The Pleistocene locality of Kanjera, Western Kenya: stratigraphy, chronology and paleoenvironments. In: Journal of Human Evolution. Band 29, Nr. 3, 1995, S. 247–274, doi:10.1006/jhev.1995.1059.</ref> demnach vermutlich anatomisch moderner Mensch (Homo sapiens).
Leakeys Mensch Gerhard Heberer, 1963<ref>Gerhard Heberer: Über einen neuen archantropinen Typus aus der Oldoway-Schlucht. In: Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie. Band 53, 1963, S. 171–177.
Aufgegriffen wurde die Bezeichnung Homo leakeyi zehn Jahre später durch Bernard G. Campbell: A new taxonomy of fossil man. In: Yearbook of Physical Anthropology. Band 17, 1973, S. 194–201.</ref>
Geehrt wurde Louis Leakey, der das mit diesem Epitheton belegte Fossil OH 9 („Chellean Man“) 1960 in der Olduvai-Schlucht entdeckt hatte. Heute Homo erectus oder Homo ergaster
Mensch aus Mauretanien Camille Arambourg 1954<ref>Arambourg, C.: Récentes découvertes de paléontologie humaine réalisées en Afrique du Nord française (L'Atlanthropus de Ternifine – L'Hominien de Casablanca). In: Third Panafrican Congress on Prehistory. Livingstone 1955, Clark, J.D. et Cole, S. (Eds.), London, Chatto & Windus, 1957, S. 186–194</ref> Das nicht in Mauretanien, sondern in Algerien entdeckte Fossil wurde zunächst Atlanthropus mauritanicus benannt. Heute wird es meist zu Homo erectus gestellt oder als Homo erectus mauritanicus bezeichnet
Kleinschädeliger Mensch Walter W. Ferguson, 1995<ref>Walter W. Ferguson: A new species of the genus Homo (primates: Hominidae) from the Plio/Pleistocene of Koobi Fora, in Kenya. In: Primates. Band 36, 1995, S. 69–89, doi:10.1007/BF02381916.</ref> Fergusen bezweifelte die Zuordnung des in Koobi Fora gefundenen, recht kleinen Schädels KNM-ER 1813 zu Homo habilis und wählte für dieses Fossil einen eigenen Artnamen, wies dieser Art jedoch keine anderen, ähnlich kleinwüchsigen Funde zu.
Mensch aus Mojokerto von Koenigswald, 1936<ref>G. H. R. von Koenigswald: Ein fossiler Hominide aus dem Altpleistocän Ostjavas. In: De Ingenieur in Nederlandsch-Indie, IV. Mijbouw & Geologie, De Mijningenieur Jaargang III (8), 1936, S. 149–157</ref> auch: Homo erectus modjokertensis<ref>G. H. R. von Koenigswald: Fossil hominds from the lower Pleistocene of Java. In: Reports of the 18th session, International Geological Congress, Great Britain, 1948, part IX. London 1950, S. 59–61</ref>; Funde des Java-Menschen (Homo erectus) von der Insel Java, Indonesien; benannt nach der Stadt Mojokerto (alte Schreibweise: Modjokerto)
Mensch von Le Moustier Otto Hauser, 1909<ref>Otto Hauser: Découverte d’un squelette du type du Néandertal sous l’abri inférieur du Moustier. In: L’Homme Préhistorique. Band 7, 1909, S. 1–9.
Hermann Klaatsch und Otto Hauser: Homo mousteriensis Hauseri. In: Archiv für Anthropologie. Neue Folge. Band 7, Nr. 4, 2009, S. 287–297.</ref>
Dieser Artname wurde für das erste in Le Moustier (Département Dordogne, Südwest-Frankreich) entdeckte Teilskelett eines Neandertalers gewählt.
Mensch vom Narmada Anek R. Sankhyan, 2013<ref>Anek R. Sankhyan: The Emergence of Homo sapiens in South Asia: The Central Narmada Valley as Witness. In: Human Biology Review. Band 2, Nr. 2, 2013, S. 136–152, Volltext (PDF)</ref> Das älteste in Indien entdeckte Fossil eines Homo erectus, ein Schädeldach, aufgefunden am Ufer des Flusses Narmada bei Hathnora, im heutigen Bundesstaat Madhya Pradesh. Erstmals 1984 beschrieben von Arun Sonakia<ref>Arun Sonakia: The skull-cap of early man and associated mammalian fauna from Narmada valley alluvium, Hoshangabad area, Madhya Pradesh (India). In: Records of the Geological Survey of India. Band 113, Nr. 6, 1984, S. 159–172.</ref> und als lokale Variante von Homo erectus (Homo erectus narmadensis) interpretiert, 2013 „provisorisch“ als eigene Art klassifiziert.
Peking-Mensch Davidson Black, 1927<ref>Davidson Black: On a Lower Molar Hominid Tooth From the Chou Kou Tien Deposit. In: Paleontologia Sinica. Serie D, Band. 7 Faszikel I, 1927</ref> Homo erectus, entdeckt in einer Höhle bei Zhoukoudian, einem heutigen Vorort von Peking, Volksrepublik China. Zunächst benannt als „Sinanthropus pekinensis“, später zu Homo gestellt.
Flachgesichtiger Mensch Meave Leakey et al., 2001<ref>Meave G. Leakey, Fred Spoor, Frank H. Brown, Patrick N. Gathogo, Christopher Kiarie, Louise N. Leakey und Ian McDougall: New hominin genus from eastern Africa shows diverse middle Pliocene lineages. In: Nature. Band 410, 2001, S. 433–440, doi:10.1038/35068500</ref> sowie Cela-Conde und Ayala, 2003<ref>Camilo J. Cela-Conde, Francisco J. Ayala Ayala: Genera of the human lineage. In: PNAS. Band 100, Nr. 13, 2003, S. 7684–7689, doi:10.1073/pnas.0832372100</ref> Nicht allgemein anerkannter Namensvorschlag für den Schädelfund KNM-WT 40000, der von seinen Entdeckern Kenyanthropus platyops benannt wurde
Ursprünglicher Mensch Ernst Haeckel, 1868<ref>Ernst Haeckel: Natürliche Schöpfungsgeschichte. Gemeinverständliche wissenschaftliche Vorträge über die Entwickelungslehre im Allgemeinen und diejenige von Darwin, Goethe und Lamarck im Besonderen, über die Anwendung derselben auf den Ursprung des Menschen und andere damit zusammenhängende Grundfragen der Naturwissenschaft. Berlin, Georg Reimer 1868, Kapitel 19 (Volltext)</ref> Bezeichnung für einen hypothetischen „Urmenschen“, mit der zeitweise auch Neandertaler-Funde belegt wurden
Ursprünglicher afrikanischer Mensch Franz Weidenreich, 1928<ref>Franz Weidenreich: Entwicklungs- und Rassentypen des Homo primigenius. In: Natur und Museum. Band 58, 1928, S. 1–13 und 51–62.</ref> Bezeichnung für das Fossil Kabwe 1<ref>Denné Reed: Nomenclature and Taxonomy of Chibanian Hominins. In: PaleoAnthropology. Online-Vorabveröffentlichung vom 7. Februar 2025, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volltext. (Memento vom 23. Mai 2025 im Internet Archive)</ref>
Mensch von Saldanha Matthew Robertson Drennann, 1955<ref>Matthew Robertson Drennan: The special features and status of the Saldanha skull. In: American Journal of Physical Anthropology. Band 13, Nr. 4, 1955, S. 625–634, doi:10.1002/ajpa.1330130406, Volltext</ref> Saldanha ist eine archäologische Fundstätte in der Gemeinde Saldanha in Südafrika. Das 1953 entdeckte Schädeldach Saldanha 1, 1955 als Holotypus einer neu eingeführten Art benannt, wird heute Homo rhodesiensis zugeschrieben.
Weiser Mensch aus Balangoda P. E. P. A. R. Deraniyagala, 1955<ref>P. E. P. A. R. Deraniyagala: Some aspects of the prehistory of Ceylon. Part IV: Some skeletal remains, implements and food of Balangoda Man. In: Spolia Zeylanica. Band 27, Nr. 2, 1955, S. 295–303.</ref> Skelettfunde von modernen Menschen, die vor 12.000 Jahren auf Sri Lanka lebten
Weiser Idaltu-Mensch Tim White, Berhane Asfaw et al., 2003<ref>Tim White, Berhane Asfaw et al.: Pleistocene Homo sapiens from Middle Awash, Ethiopia. In: Nature. Band 423, 2003, S. 742–747, doi:10.1038/nature01669.</ref> Fossilien aus Äthiopien, die auf ein Alter von 160.000 bis 154.000 Jahren datiert wurden; Idaltu = „Stammesältester“ in der Sprache der Afar
Weiser Ur-Mensch George Montandon, 1943<ref>George Montandon: L'homme préhistorique et les préhumanes. Payot, Paris 1943</ref> Als Holotypus dieser – von den Fachleuten letztlich nicht anerkannten – Subspezies wurde der Swanscombe-Schädel ausgewiesen.
Mensch vom Solo(-Fluss) Willem Oppennoorth, 1932<ref>W. F. F. Oppennoorth: Homo (Javanthropus) soloensis: een plistocene mensch van Java. In: Wetenschappelijke medeligen Dienst van den Mijnbrouw in Nederlandsch-Indië, Band 20, 1932, S. 49 ff.</ref> Funde des Java-Menschen (Homo erectus) von der Insel Java, Indonesien; benannt nach dem Fluss Solo
Höhlenmensch Georges Vacher de Lapouge, 1899<ref>Georges Vacher de Lapouge: L'Aryen, son rôle social. Cours libre de science politique, professé à l’Université de Montpellier (1889–1890). Ancienne Librairie Thorin et Fils, Paris 1899, S. 178, Digitalisat.</ref> Vorgeschlagene Bezeichnung für „die Rasse der Cro-Magnon“ (Race de Cro-Magnon), das heißt für das namensgebende Fossil Cro-Magnon 1 der Cro-Magnon-Menschen.
Mensch aus Spy Wilhelm Krause, 1909<ref>Wilhelm Krause: Anatomie der Menschenrassen. In: Karl Heinrich von Bardeleben (Hrsg.): Handbuch der Anatomie des Menschen. Band 1, Nr. 3, Verlag von Gustav Fischer, Jena 1909</ref> Das Epitheton spyensis verweist auf die ehemalige Gemeinde Spy in Belgien (heute Ortsteil von Jemeppe-sur-Sambre) und wurde vorgeschlagen für das Fossil Spy 1, einen Neandertaler-Fund aus dem Jahr 1886.
Mensch aus Steinheim Fritz Berckhemer, 1936<ref>Fritz Berckhemer: Der Urmenschenschädel aus den zwischeneiszeitlichen Fluß-Schottern von Steinheim an der Murr. In: Forschungen und Fortschritte. Nachrichtenblatt der Deutschen Wissenschaft und Technik. Jahrgang 12, Nr. 28, Berlin 1936, S. 349–350.</ref> Bezeichnung für einen fossilen Schädel, der 1933 in Steinheim an der Murr gefunden wurde; „Zwischenstufe“ zwischen Homo heidelbergensis und Homo neanderthalensis. Die Bezeichnung Homo steinheimensis wurde von Berckhemer beiläufig in Anmerkung 2 auf S. 350 und in den Erläuterungen zu den Abbildungen eingeführt.
Mensch aus Transvaal Ernst Mayr, 1950<ref>Ernst Mayr: Taxonomic categories in fossil hominids. In: Cold Spring Harbor Symposia on Quantitative Biology 1950, Band 15, 1950, S. 109–118, doi:10.1101/SQB.1950.015.01.013</ref> auch: Plesianthropus transvaalensis („Fastmensch aus Transvaal“); veralteter Name für Funde aus Südafrika, die heute als Australopithecus africanus bezeichnet werden

Paläoanthropologische Curiosa

Lateinische Bezeichnung Übersetzung Urheber / Herkunft Erläuterung
Der die Sintflut bezeugende Mensch Johann Jacob Scheuchzer, 1726 Bezeichnung für ein Fossil aus Öhningen durch den Naturforscher Scheuchzer, das erst Georges Cuvier als Salamander erkannte.

Liste philosophisch-anthropologischer und sonstiger Epitheta zu Homo

Hier werden lediglich Epitheta verzeichnet. Längere Ausdrücke und ganze Sätze sind in der Liste lateinischer Phrasen zu finden.

Lateinische Bezeichnung Übersetzung Urheber / Herkunft Erläuterung
Der verborgene Mensch Helmuth Plessner<ref>Helmuth Plessner: Homo absconditus. In: ders., Gesammelte Schriften VIII, Frankfurt 1983, S. 353–366; Erik Zyber: Homo absconditus. In: Homo Utopicus. Die Utopie im Lichte der philosophischen Anthropologie. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007 (Trierer Studien zur Kulturphilosophie, Band 15), ISBN 3-8260-3550-X, S. 160 ff., (books.google.de).</ref> Analogie zu deus absconditus
Der akademische Mensch Pierre Bourdieu, 1984 Titel einer soziologischen Studie, in welcher Pierre Bourdieu sich mit den Hierarchien und gesellschaftlichen Strukturen innerhalb französischer Universitäten und Hochschulen beschäftigt
Der wahrnehmende, ästhetische Mensch Luc Ferry, 1990; Ellen Dissanayake, 1992<ref>Luc Ferry: Homo Aestheticus. L’invention du goût à l’âge démocratique. Editions Grasset & Fasquelle, Paris 1990; englische Ausgabe: Homo aestheticus. The invention of taste in the democratic age. University of Chicago Press, Chicago, 1993, ISBN 0-226-24459-8, (books.google.de);
Ellen Dissanayake: Homo aestheticus. Where art comes from and why. University of Washington Press, 1995, ISBN 0-295-97479-6, (books.google.de).</ref>
Schönheitsempfinden, Geschmack, Kunstschaffen und Kunstgenuss
Der ehrgeizige Mensch Wilhelm Gerloff<ref>Wilhelm Bernsdorf: Internationales Soziologenlexikon, Band 2, Transaction Publishers, 1980, ISBN 3-432-82652-4, S. 143–144: Wilhelm Gerloff, (books.google.de).</ref>
Der liebende Mensch Viktor Frankl;<ref>Karlheinz Biller, Maria de Lourdes Stiegeler: Wörterbuch der Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor Emil Frankl. Böhlau Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-205-77755-7. (books.google.de).</ref> Humberto Maturana, 2008 Der Mensch als Liebender
Der wassertragende Mensch (Der Mensch als Wasserträger) Andreas Rauchegger;<ref>Andreas Rauchegger: Der Homo aquamportans. Wasserträger – Wasserverkäufer – Wasserschenker. Ein Beitrag zur historischen Trink- und Nutzwasserversorgung im europäischen Kulturraum. Studia Verlag, Innsbruck 2014, ISBN 978-3-902652-94-2.</ref> Titel einer kulturanthropologischen Studie über die Relevanz des Trageaktes von Wasser zur Sicherstellung der Trink- und Nutzwasserversorgung. Global gesehen wird es eine Wassersicherstellung ohne solche Weg- und Tragestrecken nicht geben. Das gilt auch für den europäischen Kulturraum.
Der im Wasser lebende Mensch Alister Hardy<ref>Alister Hardy's original "Aquatic ape theory"</ref>;
Jacques-Yves Cousteau, Ende der 1970er Jahre;<ref>Geoff Schumacher Jacques Cousteau’s ‘Homo aquaticus’</ref>
aufgenommen von Dougal Dixon: Man After Man: An Anthropology of the Future (1990)
Bezeichnung des im Wasser lebenden Menschen nach der Wasseraffentheorie Hardys; futuristische Vision Cousteaus vom kiemenatmenden Menschen
Der balkanische Mensch Osteuropäische Geschichte, in Analogie zu Homo sovieticus<ref>Vgl. Petar Dzadzic: Homo Balcanicus, homo heroicus. BIGZ 1987 (in kroatischer Sprache); Manfred Sapper, Volker Weichsel (Hrsg.): Das Ich und die Macht: Skizzen zum Homo heroicus und Homo sovieticus. BWV Berliner-Wissenschaft, 2008 (Osteuropa Berlin, Band 12)</ref>
Der wohlgeformte Mensch Vitruv Der Mensch mit einem idealen Verhältnis der Körperteile zueinander
Der biologische Mensch Charles Elworthy<ref>Charles Elworthy: Homo Biologicus: An Evolutionary Model for the Human Sciences. Duncker & Humblot, Berlin 1993.</ref> der Mensch als von evolutionären Anpassungen an seine Umwelt geprägtes Wesen
Der Mensch als Blase Marcus Terentius Varro der Mensch zerplatzt so leicht wie eine Seifenblase; siehe Homo bulla in der Liste lateinischer Phrasen
Der durch sein Gehirn bestimmte Mensch Markus Plankensteiner<ref>Markus Plankensteiner: Homo cerebralisatus. Die Evolution des menschlichen Gehirns. Der Versuch eines Entwurfs. Verlag Die Blaue Eule, Essen 1992 (zugleich: Diss. Wien 1991), ISBN 3-89206-483-0.</ref>
Der eingeschlossene Mensch Norbert Elias eine in der Soziologie eingeführte Bezeichnung für einen Menschen, der in seinem „Inneren“ von der „Außenwelt“ abgeschlossen ist
Der ausgleichende Mensch Odo Marquard, 1981<ref>Odo Marquard: Homo compensator. Zur anthropologischen Karriere eines metaphysischen Begriffs. In: Philosophie des Stattdessen. Studien, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 18049, Stuttgart 2000/2009, ISBN 978-3-15-018049-5, Seiten 11–30.</ref> der Mensch kompensiert durch kulturelle Üblichkeiten seine eigenen Unzulänglichkeiten
Der konsumierende Mensch Erich Fromm, 1969<ref>Erich Fromm: Die psychologischen und geistigen Probleme des Überflusses, Salzburg, 1969. Google Bücher: books.google.de).</ref>
Der zusammenarbeitende Mensch stammt aus der Umweltökonomie
Der schöpferische Mensch Michael Landmann, 1955;
Wilhelm Emil Mühlmann, 1962
Schöpfer – Schöpfertum und Kreativität
Der kulturbildende Mensch Sozial- und Wirtschaftswissenschaften<ref>etwa <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stephan Panther, Hans G. Nutzinger: Homo oeconomicus vs. homo culturalis: Kultur als Herausforderung der Ökonomik. (Memento vom 16. Mai 2011 im Internet Archive) (PDF; 302 kB)</ref>
Der wahnsinnige Mensch Edgar Morin, 1975;
Konrad Lorenz
einziges Wesen mit Wahnideen
Der gottgleiche Mensch Yuval Noah Harari, 2016 Im Sachbuch Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen wird erörtert, was geschehen könnte, wenn dem Menschen durch künstliche Intelligenz ‚gottgleiche‘ Fähigkeiten verliehen würden.
Der lernende Mensch Werner Loch (1967)<ref>Werner Loch: Homo Discens. In: J. Peege (Hrsg.): Kontakte mit der Wirtschaftspädagogik. Neustadt/Aisch: Schmidt 1967, S. 135–146</ref>
Heinrich Roth,
Theodor Wilhelm
Fähigkeit und Notwendigkeit, bis ins hohe Alter zu lernen und belehrt zu werden
Der weissagende Mensch Ernst Cassirer<ref>Ernst Cassirer: Form und Technik (1930), wieder abgedruckt in: Aufsätze und kleine Schriften (1927-1931), Band 3. Hg. v. Tobias Berben, Birgit Recki. Meiner Verlag, Hamburg, 2004, ISBN 3-7873-1417-2, S. 28 / 152. (books.google.de).</ref> bezieht sich auf die animistische Denktradition
Der erziehungsbedürftige Mensch Heinrich Roth, 1966<ref>Carolin Lehberger: Die ‚realistische Wendung‘ im Werk von Heinrich Roth: Studien zu einem erziehungswissenschaftlichen Forschungsprogramm. Waxmann Verlag, 2009 (Internationale Hochschulschriften, Band 534), ISBN 3-8309-2202-7, S. 73ff. (books.google.de).</ref>; Dimitrios Liantinis Notwendigkeit, erzogen zu werden
Der erziehbare Mensch Erziehungswissenschaft im Anschluss an die von Heinrich Roth geprägte Bezeichnung Homo educandus Fähigkeit, erzogen zu werden
Herbert Gintis<ref>etwa Katja Verbeeck, Johan Parent and Ann Nowé: Homo Egualis Reinforcement Learning Agents for Load Balancing, link.springer.com; Herbert Gintis: Game Theory Evolving, 2000, (books.google.de).</ref>
Der europa- und nicht mehr national ausgerichtete und beruflich gebildete Mensch Kuhn/Sultana, 2006<ref>Kuhn, M.; Sultana, R. (Hrsg.): Homo Sapiens Europaeus? Creating the European Learning Citizen. New York 2006.</ref>
Der außerhalb seiner selbst stehende Mensch Helmuth Plessner, 1928 Fähigkeit zu objektivieren, über sich selbst nachzudenken
Der höhere Mensch Transhumanismus Verbesserung der menschlichen Spezies durch den Einsatz technologischer Verfahren<ref>The Omega Database (Transhumanistisches Wiki)</ref>
Der handwerkende, schaffende Mensch Benjamin Franklin,
Karl Marx,
Kenneth Page Oakley, 1949;
Max Scheler,
Max Frisch, 1957: Homo faber (Roman); Homo Faber (Film)
Schaffen und Gestalten, Herstellung und Gebrauch von Werkzeugen
Der falsche Mensch Jan Kjærstad, 1984 Titel eines Romans von Jan Kjærstad von 1984, der häufig als erstes Beispiel seiner Gattung bezeichnet wird
Eine Hommage an die Tragekultur Siegfried de Rachewiltz, Hg., 1947; Andreas Rauchegger, Hg., 1977:

Der Homo ferens – Frauen tragen. Zur Kulturgeschichte des Tragens im historischen Tirol und in seinen Nachbarregionen. Schriften des Landwirtschaftsmuseums Brunnenburg Nr. 22 (Festschrift), Meran 2024. ISBN 978-88-945648-7-7.

Eine Publikation aus dem Jahr 2024 trägt diesen Titel. Auf etwa 300 Seiten beschäftigen sich Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Gebieten mit der Thematik. Homo ferens / Frauen tragen: warum dieser Titel, wo doch ein Begriff wie homo sapiens die Menschheit im Allgemeinen bezeichnet? Erkundigt man sich in Lehrbüchern nach der Evolutionsgeschichte der Menschheit, so wird man meist mit der Darstellung einer Reihe männlicher Wesen konfrontiert, die, ausgehend vom Australopithecus africanus bis hin zum Homo sapiens, die jeweils verfügbare Waffe – vom Tierknochen über den Steinkeil bis zum Wurfspeer – mit sich tragen. Trotzdem: War vielleicht nicht der ursprüngliche homo ferens weiblich, femina ferens, also die Frau?

Der Titel dieser Festschrift möchte die Rolle der Frau bei der Entstehung aller Tragekulturen weltweit und insbesondere der alpinen Tragekultur hervorheben. Dass dabei Frauen oft wie Lasttiere behandelt wurden, wird aus mehreren unserer Beiträge klar ersichtlich. Aber auch dies: Das Überleben am Steilhang erforderte, dass alle – Männer, Frauen, Kinder und Greise – ihren Teil trugen. Dies brachte auch einen mentalitäts- geschichtlichen Wandel mit sich: Wurde das Tragen in den mediterranen Kulturen von der Antike bis in die Neuzeit als ein Zeichen der Unfreiheit gesehen und Sklaven und Frauen aufgehalst, so war es im Alpenraum häufig mit einem gewissen Prestigedenken oder aber auch mit religiösen Assoziationen verbunden. Diese Denkmuster fanden ihren Ausdruck sowohl in der religiösen als auch in der profanen Ikonographie, im religiösen Brauchtum, im Heiligenkult und in Prozessionen. Mit diesen Aspekten befassen sich einige der Beiträge in dieser Festschrift. Neben zelebrativem und demonstrativem Tragen, bei dem es meist um Prestige und Privilegien ging, gab es stets auch das Tragen aus Not: das Tragen im Krieg, das Tragen als Strafe und – schon seit prähistorischer Zeit – das Tragen, zu dem Kinder in Bergwerken gezwungen wurden.

Der wilde Mensch Carl von Linné Wolfskind
Der großzügige Mensch Tor Nørretranders, Generous Man
Der grammatische Mensch Frank Palmer, 1971 Grammatik verwendend, doppelte Gliederung der Sprache (durch Wörter und Sätze)
Der heroische Mensch Osteuropäische Geschichte<ref>Vgl. Petar Dzadzic: Homo Balcanicus, homo heroicus. BIGZ 1987 (in kroatischer Sprache); Manfred Sapper, Volker Weichsel (Hrsg.): Das Ich und die Macht: Skizzen zum Homo heroicus und Homo sovieticus. BWV Berliner-Wissenschaft, 2008 (Osteuropa Berlin, Band 12)</ref>
Der hierarchische Mensch Louis Dumont<ref>Louis Dumont: Homo hierarchicus. Essai sur le système des castes. Paris, Gallimard, 1971. (books.google.de).</ref> Der Mensch als Hierarchien ausbildendes Wesen, von dem französischen Anthropologen Louis Dumont am indischen Kastenwesen aufgezeigt
Der geschichtsforschende Mensch Christophe Charle<ref>Christophe Charle: Homo Historicus. Réflexions sur l'histoire, les historiens et les sciences sociales. Armand Colin, Paris 2013.</ref>
Der menschliche Mensch Martin Heidegger<ref>Martin Heidegger: Über den Humanismus. Brief an J.Beaufret. Francke, Paris, Bern 1954</ref>
Der gesunde Mensch Alfons Labisch, 1989<ref>Alfons Labisch: Homo Hygienicus. Gesundheit und Medizin in der Neuzeit. Frankfurt a. M. 1992, ISBN 3-593-34528-5</ref><ref>Alfons Labisch: Homo hygienicus: soziale Konstruktion von Gesundheit. In: Fritz Wagner (Hrsg.): Medizin. Momente der Veränderung. Springer, 1989, S. 115–138, doi:10.1007/978-3-642-74005-3</ref>
Der nachahmende Mensch Andrew N. Meltzoff, 1988,
Jürgen Lethmate, 1992
Fähigkeit, ein breites Verhaltensspektrum nachahmend zu übernehmen (als Grundlage für Tradition und Kulturbildung)
Der auf sich selbst verkrümmte Mensch Augustinus, Martin Luther Prominente Formel der christlichen Theologie zur Kennzeichnung der Selbstbezogenheit des Menschen anstelle von Gottes- und Nächstenliebe als Wesen der Sünde
Der wehrlose Mensch Johann Friedrich Blumenbach, 1779;
Johann Gottfried Herder, 1784–1791,
Arnold Gehlen, 1940
Mensch als Mängelwesen, schutzlos, instinktverlassen
Der unwissende Mensch José Ortega y Gasset Siehe Homo insipiens
Der dumme Mensch José Ortega y Gasset; Josef Rattner, Gerhard Danzer
Der forschende Mensch Werner Luck, 1976;
Hans Mohr, 1985<ref>Werner A. P. Luck: Homo investigans. Der soziale Wissenschaftler. Dr. D. Steinkopff Verlag, Darmstadt 1976, ISBN 3-7985-0458-X; Hans Mohr: Homo investigans, homo politicus. Zum Selbstverständnis des Naturwissenschaftlers. Universitätsverlag, Konstanz 1985.</ref>
lebenslange Neugier, Wissenschaft und Forschung
Der islamische Mensch gegenwärtige Islam-Debatte<ref>Anastassia Stolovitskaia: The Rise of Homo Islamicus. American collective identity markers and terrorist identity markers as they reveal themselves in the discursive cohesion of concepts 'terrprism' and 'Islam' in the Washington Post 2001–2008. Roskilde University, Department of English, Department of Cultural Encounters, Integrated Thesis, Juni 2008 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />rudar.ruc.dk (Memento vom 22. Januar 2016 im Internet Archive) (PDF; 1,9 MB)</ref> bezeichnet als Kampfbegriff die sich seit dem 19. Jahrhundert verändernde Wahrnehmung des Muslim als eines von der westlichen Mentalität wesentlich verschiedenen Menschen
Der arbeitende Mensch (Karl Marx);
Theodor Litt, 1948
Arbeitsteilung, Spezialisierung
Der literarische Mensch Werner Friedrich Kümmel<ref>Werner Friedrich Kümmel: Der Homo litteratus und die Kunst, gesund zu leben. Zur Entwicklung eines Zweiges der Diätetik im Humanismus. In: Rudolf Schmitz, Gundolf Keil (Hrsg.): Humanismus und Medizin. Acta humaniora, Weinheim an der Bergstraße 1984 (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission für Humanismusforschung. Band 11), S. 67–85</ref>
Der geschwätzige Mensch Henri Bergson, 1943; Tom Wolfe (2006),<ref>Tom Wolfe, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„The Human Beast“, (Memento vom 28. Februar 2012 im Internet Archive) 2006 Jefferson Lecture for the National Endowment for the Humanities.</ref> auch in A Canticle for Leibowitz (1960).<ref>Homo loquax nonnumquam sapiens, lateinischer Ausdruck in A Canticle for Leibowitz</ref> eine Parodie auf die Bestimmung des Menschen als homo loquens
Der sprechende Mensch (Johann Gottfried Herder 1772),
Johann Friedrich Blumenbach 1779;
Sprachphilosophie
Der spielende Mensch (Friedrich Schiller 1795);
Johan Huizinga, 1938
Der Medienmensch Medienwissenschaften<ref>Massimo Ragnedda: The Homo Mediaticus and the Paralysis of Critical Thought, in: Quarterly Journal of Ideology Volume 32, 2009, 1& 2</ref><ref>Roberto Moreno, Homo Mediaticus</ref>
, auch: homo magus Der magisch denkende und handelnde Mensch Wilhelm Emil Mühlmann
Der lügende Mensch Geht auf die biblische Aussage zurück: omnis homo mendax (Ps 116(115),11), extstet autem Deus verax, omnis autem homo mendax (Röm 3,4)
Der Mensch als Maß Protagoras Der vollständige Satz des Protagoras in: Homo-Mensura-Satz in der Liste griechischer Phrasen
Der metaphysische Mensch Arthur Schopenhauer, 1819
Der wandernde Mensch Megan J. Daniels 2022<ref>Megan J. Daniels, Homo migrans: modeling mobility and migration in human history. SUNY Press, Albany 2022. – Rezension von Dominik Delp, Bryn Mawr Classical Review 2023.11.30</ref>
Der sterbende Mensch Marcello Zanatta 2006<ref>Marcello Zanatta (Hrsg.): Homo moriens. Ermeneutiche della morte da Omero a oggi. Pellegrini, Cosenza 2006.</ref>
Der Mensch als Natur Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse
Der tötende Mensch Walter Burkert, 1985
Der neue Mensch Römische Antike im Lateinischen ein Mensch, der sich in die römische Oberschicht emporgearbeitet hat
Der ökologische Mensch Eckhard Meinberg<ref>Eckhard Meinberg: Homo oecologicus. Das neue Menschenbild im Zeichen der ökologischen Krise. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt (1995).</ref>
Der ökonomische Mensch (Adam Smith, 1776);
Max Weber,
Richard B. McKenzie,
Gordon Tullock
Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
Der zu einer Gemeinde gehörende Mensch Herbert Gintis, Game Theory Evolving<ref>Herbert Gintis: Game Theory Evolving, 2000, (books.google.de).</ref> Der gruppenegoistische Mensch; der Mensch als Wesen, das Mitglieder der eigenen Gruppe vor Mitgliedern anderer Gruppen bevorzugt
Der leidende Mensch Viktor Frankl, 1988<ref>Karlheinz Biller, Maria de Lourdes Stiegeler: Wörterbuch der Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor Emil Frankl. Böhlau Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-205-77755-7. (books.google.de; Georgia Petridou, Chiara Thumiger, Homo Patiens: Approaches to the Patient in the Ancient World. (= Studies in ancient medicine. 45). Leiden; Boston: 2016.</ref> Erleiden und Deuten von Krankheit
Der malende Mensch Hans Jonas, 1961 Bildner – Künstler, ästhetische Gestaltung
Der politische Mensch Aristoteles geht zurück auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) zóon politikón, lateinisch: animal sociale
Der verwandelbare Mensch Hans Hass Hans Hass beschreibt in seinem Buch Die Hyperzeller. Das neue Menschenbild der Evolution. (Hamburg 1994) die von ihm „Hyperzeller“ genannten Mensch-Maschine-Hybride in Abgrenzung zu Homo sapiens als ‚Homo Proteus‘, ein Verweis auf den Meeresgott Proteus, dem eine sprichwörtlich gewordene Fähigkeit zur spontanen, polymorphen Gestaltverwandlung (Metamorphose) zugeschrieben wurde.
Der pulsierende Mensch Medizinischer Sprachgebrauch Medizinische Bezeichnung eines Symptoms der Aortenklappeninsuffizienz
Der erwidernde Mensch Sozial- und Wirtschaftswissenschaften<ref>Thomas Dohmen, Armin Falk, David Huffman, Uwe Sunde: Homo Reciprocans: Survey Evidence on Prevalence, Behavior and Success. IZA DP (Institut zur Zukunft der Arbeit, Bonn, Discussion Papers) No. 2205, July 2006 ftp.iza.org (PDF; 214 kB); Armin Falk: Homo Oeconomicus Versus Homo Reciprocans: Ansätze für ein Neues Wirtschaftspolitisches Leitbild? Institute for Empirical Research in Economics, University of Zurich, Working Paper No. 79, July 2001 REPEC (Download)</ref> Gegenpol zum klassischen Denkmodell des Homo oeconomicus
Der religiöse Mensch Alister Hardy; Mircea Eliade<ref>John A. Saliba: "Homo religiosus" in Mircea Eliade: an anthropological evaluation. Brill Archive, 1976 (Numen: Supplementa, Altera series: Dissertationes ad historiam religionum pertinentes, Band 5), ISBN 90-04-04550-3. (books.google.de).</ref> Bezeichnung aus dem Gebiet der Religionsanthropologie
Der lachende Mensch G. B. Milner, 1969<ref>G. B. Milner: Homo Ridens. Towards a Semiotic Theory of Humour and Laughter. In: Semiotica 5.1, 1972, S. 1–30</ref>
Der heilige Mensch Römisches Recht, Giorgio Agamben, Enzo Traverso Der Rechtsstatus des Homo sacer bezeichnete im römischen Recht einen vogelfreien Menschen, der straffrei getötet werden durfte. In der modernen Diskussion wird die Bezeichnung auf recht- und staatenlose Migranten und Flüchtlinge angewandt.
Der sentimentale Mensch Milan Kundera, Immortality (1990), Eugene Halton, Bereft of Reason: On the Decline of Social Thought and Prospects for Its Renewal (1995). Der Mensch als Mitglied einer Gefühlszivilisation
Der sexuelle Mensch Andrej Poleev, Journal Enzymes, ISSN 1867-3317<ref>ILGA Europe: Austria: Journal Enzymes, ISSN 1867-3317 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Mai 2012 im Internet Archive)</ref> Der Mensch als sexualisiertes Wesen
Der (Tierkreis)zeichenmensch Astrologie, Medizin des Mittelalters und der Renaissance Der Tierkreiszeichenmann, die bildliche Darstellung der vormodernen, auf Astrologie basierenden Medizin, die den Regionen des menschlichen Körpers die zwölf Tierkreiszeichen und deren Einfluss zuwies
Der Mensch als soziales Wesen
Der Mensch der Gesellschaft Pietismus, Aufklärung entstanden aus der Friedenssehnsucht in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, werden so Menschen bezeichnet, die nationale und Religionsgrenzen überbrückend nach einem neuen Miteinander suchten.
Der soziologische Mensch Max Weber, Ralf Dahrendorf
Der soziologisch-ökonomische Mensch Otto Neuloh, 1980<ref>Otto Neuloh: Soziologie für Wirtschaftswissenschaftler. Homo socio-oeconomicus. Fischer, Stuttgart / New York 1980, ISBN 3-437-40024-X.</ref>

Peter Weise, 1989<ref>Peter Weise: Homo oeconomicus und homo sociologicus. Die Schreckensmänner der Sozialwissenschaften. In: Zeitschrift für Soziologie. 18. Jahrgang, Heft 2. F. Enke Verlag, Stuttgart April 1989, S. 148–161.</ref>

Verbindung der beiden isolierten Betrachtungen des ökonomischen und soziologischen Extrems der Verhaltensweisen von Individuen in einem gemeinsamen Rahmen ökonomischer und sozialer Handlungsräume.
Der Mensch als Gefährte Peter Berger & Thomas Luckmann: The Social Construction of Reality (1966) Der Mensch als soziales Wesen
Der sowjetische Mensch Alexander Alexandrowitsch Sinowjew Begriffsschöpfung zur Charakterisierung der Veränderung von Menschen unter dem sowjetischen System zum Opportunismus hin
Der Übermensch Friedrich Nietzsche, im Nationalsozialismus oder in der Science-Fiction
Der aushaltende Mensch Bernd Siebenhüner
Der symbolische Mensch Ernst Cassirer, 1944 Herstellung, Deutung und Gebrauch von Symbolen; auch: animal symbolicum
Der technologische Mensch Yves Gingras<ref>Yves Gingras: Éloge de l'homo technologicus. Les Editions Fides, Saint-Laurent, Québec, 2005, ISBN 2-7621-2630-4.</ref> Herstellung, Deutung und Gebrauch von Technik zur Beherrschung der Welt
Der utopische Mensch Erik Zyber<ref>Erik Zyber: Homo Utopicus. Die Utopie im Lichte der philosophischen Anthropologie. Königshausen & Neumann, Würzburg, 2007 (Trierer Studien zur Kulturphilosophie, Band 15), ISBN 3-8260-3550-X, (books.google.de).</ref>
Der reisende Mensch Gabriel Marcel, 1945 Der Mensch unterwegs zu Gott
Der sehende Mensch Giovanni Sartori Titel eines Buches von Giovanni Sartori über die Beziehungen zwischen den Medien und der aktuellen Gesellschaft
Der vitruvianische Mensch Kunstgeschichte Darstellung eines Mannes mit ausgestreckten Extremitäten in zwei überlagerten Positionen nach Leonardo da Vinci

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />