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Marciano della Chiana

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Marciano della Chiana ist eine italienische Gemeinde mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Provinz Arezzo in der Region Toskana.

Geografie

Die Gemeinde erstreckt sich über rund 24 km². Sie liegt etwa 14 km südwestlich der Provinzhauptstadt Arezzo und 50 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz im Chiana-Tal. Neben dem Chiana ist der Torrente Esse ein wichtiges Gewässer für den Ort,<ref name="Repetti">Emanuele Repetti: MARCIANO in Val di Chiana.</ref> obwohl er nur Einen seiner 29 km im Gemeindegebiet verbringt.<ref>Offizielle Website des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zum Torrente Esse, abgerufen am 25. Februar 2015 (italienisch)</ref> Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 124 GG<ref>Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 19. Februar 2015 (italienisch) (PDF; 330 kB)</ref>.

Zu den Ortsteilen zählen Badicorte (305 m, ca. 100 Einwohner) und Cesa (249 m, ca. 1000 Einwohner).<ref>Offizielle Website des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Arezzo, abgerufen am 19. Februar 2015 (italienisch)</ref>

Die Nachbargemeinden sind Arezzo, Castiglion Fiorentino, Foiano della Chiana, Lucignano und Monte San Savino.

Geschichte

Erste Bewohner der Gegend waren Etrusker, die wahrscheinlich zum Einflussbereich der etruskischen Herrscher aus Chiusi gehörten. Halsketten, Keramiken und der sogenannte Torso di Marciano (eine Kriegerfigur, die sich heute im Archäologischen Museum Arezzo befindet<ref name="ComuneCenniStorici">Offizielle Website der Gemeinde Marciano della Chiana zur Geschichte des Ortes, abgerufen am 11. Januar 2010 (Vorlage:Webarchiv)</ref>) wurden hier gefunden und werden dem 6. Jahrhundert v. Chr. zugerechnet. Das historische Ortszentrum dagegen stammt aus der Römerzeit.

Erstmals erwähnt wird der Ort, bzw. der Ortsteil Cesa, in einem Dokument von Elemperto, Bischof von Arezzo, ausgestellt am 25. März des Jahres 1008.<ref>Emanuele Repetti: CESA in Val di Chiana. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)</ref> Marciano selbst wird erstmals 1084 in einer Auflistung des Klosters Badia di San Quercio delle Rose (auch Nasciano genannt, nahe Pozzo della Chiana bzw. Pozzo in Val di Chiana<ref>Emanuele Repetti: Badia di S. Quirico delle Rose, a Nasciano - Anasciano, Nasciano. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)</ref>, heute Gemeindegebiet von Foiano della Chiana) erwähnt. Im 12. Jahrhundert wurde der Ort freie Gemeinde und fiel dann unter die Herrschaft der Aretiner, welche die Festung (Rocca) und die Stadtmauern ausbauten.<ref name="ComuneCenniStorici" /> Als Arezzo in eine Krise geriet, trat 1382 die Republik Siena an dessen Stelle und verstärkte die Festung.<ref>Offizielle Website der Gemeinde Marciano della Chiana zum Castello, abgerufen am 11. Januar 2010 (Vorlage:Webarchiv)</ref> Aber bereits zwei Jahre später wurde Marciano von der Republik Florenz eingenommen. 1439 eroberte der Condottiere Bernardino della Carda den Ort, den aber schnell Florenz wieder befreite. Die Schlacht von Scannagallo (Battaglia di Scannagallo, benannt nach einem Wassergraben südlich von Marciano zwischen Pozzo della Chiana und Santa Luce,<ref>Ettore Pellegrini: La caduta della Repubblica di Siena. Parte II: la guerra. nuova immagine editrice, Siena 2007, ISBN 88-7145-248-8, S. 138</ref> auch Battaglia di Marciano genannt) fand am 2. August 1554<ref name="Repetti" /> statt. Hierbei besiegte die Republik Florenz unter Gian Giacomo Medici die Republik von Siena unter Piero Strozzi.<ref>Offizielle Website der Gemeinde Marciano della Chiana zur Schlacht von Scannagallo, abgerufen am 11. Januar 2010 (Vorlage:Webarchiv)</ref> Mit der Republik Florenz trat die Gemeinde ins Herzogtum Toskana ein und verblieb dort (mit Ausnahme der napoleonischen Besetzung 1799 bis 1814) bis zur Einigung Italiens.

Sehenswürdigkeiten

  • Castello di Marciano, auch Rocca di Marciano genannt, mittelalterliche Burg im Ortskern.<ref>Castelli Toscani zur Rocca di Marciano, abgerufen am 24. Februar 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa dei Santi Stefano e Andrea, Pieve im Ortskern, die 1591 restauriert wurde, wahrscheinlich aber sehr viel älter ist. Enthält von Bartolomeo della Gatta das Werk Madonna col Bambino e i Santi Giacomo e Cristoforo.<ref name="LuoghiFede">Stefano Casciu (Hrsg.): I Luoghi della Fede: Cortona e la Valdichiana aretina.</ref>
  • Chiesa del Carmine, mittelalterliche Kirche nahe dem Ortskern.<ref>Offizielle Website der Parrocchia Marciano zur Kirche del Carmine, abgerufen am 24. Februar 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa del Santissimo Crocifisso, ehemalige Kirche außerhalb des Ortskerns. Entstand im 16. Jahrhundert als Chiesa della Santissma Annunziata.<ref>Offizielle Website der Parrocchia Marciano zur Kirche del Santissimo Crocifisso, abgerufen am 24. Februar 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa di Santa Lucia e di San Michele Arcangelo, Kirche im Ortsteil Cesa. Enthält von Salvi Castellucci (1608–1672), einem Schüler des Pietro da Cortona,<ref>Anchise Tempestini: CASTELLUCCI, Salvi. In: Dizionario Biografico degli Italiani, Vol. 21 (1978), abgerufen am 25. Februar 2015 (italienisch)</ref> das Leinwandgemälde Madonna con il Bambino e i Santi Lucia e Michele, das ca. 1655/57 entstand. Von Castellucci stammen auch die Fresken der Gewölbe, Padre Eterno, Annuncio a Zaccaria und Tobiolo e l’Angelo darstellend.<ref name="LuoghiFede" />
  • Chiesa di San Bartolomeo Apostolo a Badicorte, 1097 durch die Kamaldulenser gegründete Abtei. Wurde nach dem Weggang der Kamaldulenser 1487 mehrfach umbenannt.<ref>Emanuele Repetti: BADICORTE (Abatia in Curte Luponis) in Val di Chiana. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)</ref>

Gemeindepartnerschaften

Literatur

  • Stefano Casciu (Hrsg.): I Luoghi della Fede: Cortona e la Valdichiana aretina. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46783-5, S. 121–124.
  • Emanuele Repetti: MARCIANO in Val di Chiana. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (PDF, italienisch)
  • Touring Club Italiano: Toscana. Mailand 2003, ISBN 88-365-2767-1, S. 750.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Provinz Arezzo

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