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Mercedes-Benz M 100

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Vorlage:Infobox Verbrennungsmotor

Datei:Mercedes-Benz M100 Engine in a W100 (600) (39380214300).jpg
Der M 100 in einem Mercedes-Benz 600

Der Motor der Baureihe M 100 ist ein V8-Zylinder-Ottomotor mit 6,3 l und 6,8 l Hubraum und Benzineinspritzung. Es war der erste Pkw-Motor der Marke Mercedes-Benz mit acht Zylindern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Verwendung

Der M 100 fand in den 1960er- und 1970er-Jahren im Repräsentationswagen 600 und in den Spitzenmodellen 300 SEL 6.3 der Baureihe W 109 und 450 SEL 6.9 der Baureihe W 116 Verwendung. Die Produktion des M 100 wurde 1981 eingestellt.

Technik

1964: erste Version mit 6,3 l Hubraum

Rolls-Royce hatte 1959 im Silver Cloud II einen V8-Motor mit 6.231 cm³ vorgestellt. Verglichen wurde auch mit großvolumigen US-V8-Motoren, die mit nur einer zentralen, untenliegenden Nockenwelle simpler aufgebaut sind, jedoch durch ein Interferenzrohr zwischen den Auspuffsträngen von linker und rechter Zylinderbank höheres Drehmoment entwickeln, was von Mercedes übernommen wurde. Der M 100 bekam einen Hubraum von 6.333 cm³, der in Deutschland nach Steuerformel wie 6.300 cm³ besteuert wurde. Das S-Klasse-Modell mit diesem Motor wurde als 300 SEL 6.3 bezeichnet.

Es handelt sich um einen wassergekühlten Ottomotor mit einem Zylinderbankwinkel von 90°. Er hat eine obenliegende Nockenwelle pro Zylinderbank (OHC) und zwei Ventile je Zylinder, die in einer Reihe stehen und etwas zur Einlassseite (im Zylinder-V) geneigt sind, wodurch sich keilförmige Brennräume ergeben. Die Ventile werden über Schlepphebel betätigt. Die Nockenwellen werden durch eine gemeinsame Doppelrollenkette (Duplexkette) angetrieben. Die Kurbelwelle ist fünffach gelagert und ist in cross-plane-Bauweise<ref name="cross">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> ausgeführt, das heißt die Kurbelkröpfungen liegen nicht in einer, sondern in zwei um 90° versetzten Ebenen. Der Motorblock besteht aus Grauguss,<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe">Vorsicht, bissiger Benz!, Oldtimer-Markt 7/98 über den 300 SEL 6.3, (PDF, Archivlink)</ref> und die Zylinderköpfe aus Aluminiumdruckguss. Das Gemisch wird mit einer mechanischen Saugrohreinspritzung mit aufwendiger Achtstempel-Einspritzpumpe gebildet,<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" /> die von Bosch zugeliefert wurde.

1975: zweite Version mit 6,8 l Hubraum

Für Tourenwagen-Europameisterschaft hatte AMG bereits 1971 den 6,3-Liter in der Roten Sau auf 6,8 Liter aufgebohrt und mit Trockensumpfschmierung ausgestattet. Auch Straßenautos wurden mit mehr Hubraum und zudem mehr Leistung versehen, wobei bis zu 250 kW möglich waren. In einem McLaren M8F-Chassis wurden 1972 von AMG auch turbogeladene M 100-Motoren für das Rennen der Interserie in Imola verwendet, allerdings ohne Erfolg.

Der auf 6.834 cm³ vergrößerte M 100 E 69-Motor übertraf erneut den inzwischen ebenfalls auf 6.750 cm³ vergrößerten Rolls-Royce V8-Motor, dessen Größe mit 6,8 l angegeben wurde. Mercedes-Benz gab mit 6,9 einen aufgerundeten Wert an, um den Hubraumvorsprung gegenüber dem Rolls-Royce-Motor auch weiterhin sichtbar zu machen.<ref name="zwischengas" /> Ein für einen für seine Zurückhaltung damals bekannten Hersteller ungewöhnlicher Vorgang.

In den USA war Abgasreinigung mit bleifreiem Kraftstoff vorgeschrieben worden, die Leistungsverluste wurden meist mit Hubraumvergrößerung zum Teil kompensiert. Für den 450 SEL 6.9 der Baureihe W 116 wurde der Motor auf 6,8 l Hubraum vergrößert, und bekam hydraulische Spielausgleichselemente als Auflager für die Schlepphebel. Gleichzeitig stellte Mercedes die Gemischaufbereitung von der komplizierten Saugrohreinspritzung mit Achtstempel-Einspritzpumpe auf die einfachere luftmengengesteuerte Saugrohreinspritzung K-Jetronic,<ref group="A" name="kjet">K-Jetronic: Name von kontinuierlich einspritzend abgeleitet</ref><ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" /> ebenfalls von Bosch, um. Ferner erhielt der Motor eine Trockensumpfschmierung,<ref group="A" name="oel12">Trockensumpfschmierung: Ölbehälter im rechten Kotflügel</ref><ref name="ams75">450 SEL 6.9 "Weltbestleistung" · Test auto motor und sport · Heft 21/1975 S. 28 – 40 · Stuttgart 1975 · vgl. https://www.auto-motor-und-sport.de/fahrbericht/mercedes-450-sel-6-9-fahrbericht</ref> damit er tiefer eingebaut unter die niedrigere Motorhaube der im Vergleich zum Vorgänger deutlich keilförmigeren Karosserie passte. Der hierfür erforderliche separate Ölbehälter wurde so dimensioniert, dass die Ölwechsel zwischen den alle 15.000 km fälligen Inspektionen entfallen konnten.<ref group="A" name="oel15000">Ölwechselintervalle: in den USA 12.500 Meilen ({{#expr: 12.500*1,609 round −2}} km)</ref><ref name="ams75"/>

Bosch Achtstempel-Einspritzpumpe

Die mechanischen Vielstempel-Einspritzpumpen mit je einem eigenen Stempel pro Zylinder lösten in den 60er Jahren die einfacher aufgebauten Einspritzsysteme mit Zweistempelpumpen und Mengenteilern ab, die nur schwer sauber einzustellen waren und oft mit hohem Verbrauch auffielen. Im Gegensatz zu den einfacheren Diesel-Einspritzpumpen haben diese neuen Einspritzsysteme einen stählernen Steuernocken („Raumnocken“), der in zwei voneinander unabhängigen Bewegungen verstellbar ist. Zum einen wird er entsprechend der Drehzahl längs verschoben und zum anderen entsprechend der Last (Gaspedalstellung) verdreht. Eine am Nocken anliegende Tastrolle bestimmt die je Kolbenhub eingespritzte Kraftstoffmenge nach dem gerade anliegenden Nockenradius. Auf diese Weise bildet der komplexe, kopiergedrehte<ref group="A">kopiergedreht: verbreitet auch kopiergefräst genannt</ref> Raumnocken („Kartoffel“) das Verbrauchskennfeld des Motors ab. Hinzu kommen Korrekturelemente für Warmlauf (Kühlmitteltemperatur) und Atmosphärendruck.<ref>http://sterntwiete.mparschau.de/html/einspritzung_2.html</ref>

Diese Bosch-Systeme stellten hohe feinmechanische Anforderungen und führten zu den seinerzeit komplexesten Wartungs- und Reparaturarbeiten an Automobilen, und die Achtstempel-Einspritzpumpe ist eines der teuersten Ersatzteile der Automobilgeschichte. In den 1980er Jahren kostete sie als neues Bosch-Ersatzteil in Kleinstserie bis zu 40.000 DM. Diese Systeme waren Anfang der 1970er Jahre wegen ihrer Fertigungskosten, Eigenheiten und Mängel der Anlass für die Entwicklung einfacherer Einspritzsysteme.

Daten

Technische Daten
Fahrzeug
Verkaufsbezeichnung 600 (600)
600 Pullmann (P)
600 Pullmann
Landaulet (L)
300 SEL 6.3 450 SEL 6.9
Baureihe W 100 W 109 W 116
Typ<ref group="A" name="typ">Typ: Konstruktionsbezeichnung</ref> W 100 W 109 E 63 V 116 E 69
Baumuster 600: 100.012<ref name="Public Archive" Details="600, 4-türig https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/600--W-100-1964---1981.xhtml?oid=5054">https://mercedes-benz-publicarchive.com</ref>
P 4 Türen: 100.014<ref name="Public Archive" Details="600 Pullmann, 4-türig https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/600-Pullman-Limousine-4-Tueren--W-100-1964---1981.xhtml?oid=5058" />
P 6 Türen: 100.016<ref name="Public Archive" Details="600 Pullmann, 6-türig https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/600-Pullman-Limousine-6-Tueren--W-100-1964---1981.xhtml?oid=5060" />
L 4 Türen: 100.015<ref name="Public Archive" Details="600 Pullmann Landaulet, 4-türig https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/600-Pullman-Landaulet-4-Tueren--W-100-1965---1981.xhtml?oid=5051" />
L 6 Türen: 100.015<ref name="Public Archive" Details="600 Pullmann Landaulet, 6-türig https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/600-Pullman-Landaulet-6-Tueren--W-100-1967---1981.xhtml?oid=5061" />
109.018<ref name="Public Archive" Details="300 SEL 6.3 https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/300-SEL-63--W-109-E-63-1967---1972.xhtml?oid=4903" /> 116.036<ref name="Public Archive" Details="450 SEL 6.9 https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/450-SEL-69--V-116-E-69-1975---1980.xhtml?oid=4875" />
Bauzeit (Hauptserie) 09.1964 – 06.1981
11.1964 – 05.1981
05.1967 – 01.1981
12.1967 – 09.1972 09.1975 – 05.1980
Motor
Baureihe M 100
Typ<ref group="A" name="typ"/><ref group="A">Nomenklatur
  • M = Motor (Ottomotor; zum Vergleich: OM = Ölmotor = Dieselmotor)
  • 3 Ziffern = Baureihe
  • E = Saugrohreinspritzung
  • 2 Ziffern = Hubraum in Dezilitern
    • 6,3 l: gerundet
    • 6,8 l: aufgerundet</ref>
M 100 M 100 E 63 M 100 E 69
Baumuster 100.980 100.981 100.985
Prinzip
Verbrennungsprinzip Verbrennungsmotor (Brennräume im Motor)
Arbeitsprinzip Viertakt-Hubkolbenmotor
Funktionsprinzip Otto
Kraftstoff · Klopffestigkeit Ottokraftstoff · 98 ROZ/88MOZ
Bezeichnung · Bleigehalt Super(benzin) verbleit · bleifrei mit Einschränkungen
Anordnung · Gewicht
Einbaulage konventionell: längsstehender Frontmotor mit Hinterradantrieb
Gewicht 384 kg<ref name="zwischengas">Mercedes Benz 300 SEL 6.3 - Supersportwagen im Limousinenkleid zwischengas.com vom 6. November 2011, 300 SEL 6.3 ab Abschnitt Schweres Geschütz, abgerufen am 24. September 2020.</ref>
Motorblock (Kurbelgehäuse)
Zylinder · Anordnung 8 · V-Form
Zylinderbänke · Bankwinkel 2 · 90°
Deck-Konstruktion Geschlossene Deckplatte (closed-deck)
Material Grauguss
Kurbelwelle · Hubzapfen gesenkgeschmiedet · 4
Kurbelwellenlager 5
Kröpfung 90° · cross-plane-Bauweise<ref name="cross"/>
Pleuel pro Hubzapfen gegenüberliegende Zylinder paarweise angeordnet
Abmessungen
Stichmaß 120 mm<ref group="A">120 mm Stichmaß I: vgl.
Zylinderbohrung 103 mm<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" /> 107 mm<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" />
Kolbenhub 95 mm<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" />
Hubverhältnis {{#expr: 95/103 round 4}} · Kurzhuber {{#expr: 95/107 round 4}} · Kurzhuber
Hubraum {{#expr: 10,3^2*9,5*2*pi round 0}}  cm³
(Herstellerangabe: {{#expr: 10,3^2*9,5*2*pi−0,5 round 0}} cm³)
{{#expr: 10,7^2*9,5*2*pi round 0}}  cm³
nach Steuerformel<ref group="A">Gesamthubraum nach alter StVZO-Steuerformel
  • Gesamthubraum := <math>0{,}78 \cdot d^2 \cdot h \cdot Z</math>
  • mit <math>d =</math> Bohrung, <math>h=</math> Hub, <math>Z =</math> Zylinderzahl
  • Bohrung <math>d</math> und Hub <math>h</math> sind vor der Berechnung auf halbe Millimeter
  • und das Ergebnis auf volle Kubikzentimeter abzurunden
  • <math>\pi/4 := 0{,}78 \Leftrightarrow \pi := 3{,}12</math>
  • der so errechnete Steuerhubraum liegt recht deutlich unter dem tatsächlichen Hubraum
  • besteuert wurden derart errechnete angefangene 100 cm³</ref>
{{#expr: 10,3^2*9,5*2*4*0,78 round 0}}  cm³ {{#expr: 10,7^2*9,5*2*4*0,78 round 0}}  cm³
Drehzahlgrenze 5200/min
mittlere Kolbengeschw. {{#expr: 5.200/60*95/1.000*2 round 1}} m/s
Verdichtungsverhältnis 9,00 : 1 8,80 : 1<ref name="ams75"/>
USA: 8,00 : 1<ref group="A" name="export">450 SEL 6.9
  • Exportmodell für Nordamerika, Australien und Japan
  • Einführung 1977
  • zur Einhaltung der strengeren Abgasvorschriften, einschließlich der von Kalifornien</ref>
Leistung
maximale Leistung 250 PS ({{#expr: 250*75/1.000*9,80665 round 0}} kW)<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" /> 286 PS ({{#expr: 286*75/1.000*9,80665 round 0}} kW)
USA: 250 hp<ref group="A" name="export"/>
(253 PS · {{#expr: 253*75/1.000*9,80665 round 0}} kW)
spezifische Leistung
(Literleistung)
{{#expr: 250/(10,3^2*9,5*2*pi)*1.000 round 1}} PS/l ({{#expr: 250/(10,3^2*9,5*2*pi)*75*9,80665 round 1}} kW/l) {{#expr: 286/(10,7^2*9,5*2*pi)*1.000 round 1}} PS/l ({{#expr: 286/(10,7^2*9,5*2*pi)*75*9,80665 round 1}} kW/l)
USA {{#expr: 250/(10,7^2*9,5*2*pi)*1.000 round 1}} hp/l
({{#expr: 253/(10,7^2*9,5*2*pi)*1.000 round 1}} PS/l · {{#expr: 253/(10,7^2*9,5*2*pi)*75*9,80665 round 1}} kW/l)
bei Drehzahl 4000/min 4250/min
mittlere Kolbengeschw. {{#expr: 4.000/60*95/1.000*2 round 1}} m/s {{#expr: 4.250/60*95/1.000*2 round 1}} m/s
maximales Drehmoment 51,0 kpm<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" /> ({{#expr: 51*9,80665 round 0}} Nm) 56,0 kpm ({{#expr: 56*9,80665 round 0}} Nm)
USA: 360 lbft<ref group="A" name="export"/> (488 Nm)
spezifisches Drehmoment {{#expr: 51/(10,3^2*9,5*2*pi)*1.000 round 2}} kpm/l ({{#expr: 51/(10,3^2*9,5*2*pi)*1.000*9,80665 round 1}} Nm/l) {{#expr: 56/(10,7^2*9,5*2*pi)*1.000 round 2}} kpm/l ({{#expr: 56/(10,7^2*9,5*2*pi)*1.000*9,80665 round 1}} Nm/l)
{{#expr: 360/(10,7^2*9,5*2*pi)*1.000 round 1}} lbft/l ({{#expr: 488/(10,7^2*9,5*2*pi)*1.000 round 1}} Nm/l)
bei Drehzahl 2800/min 3000/min
Zylinderkopf
Anzahl 1 pro Zylinderbank
Material Aluminiumdruckguss
Zylinderkopfdichtung Zylinderkopfschrauben turnusmäßig
prüfen und ggf. nachziehen
Ferrolastic<ref name="ams75"/>
wartungsfrei
Prinzip Querstrom
Ausrichtung Einlass: zwischen Zylinderbänken · Auslass: außenliegend
Ventile pro Zylinder 1 Einlass · 1 Auslass
Ventilanordnung obenliegend · parallel hängend · leicht zur Einlassseite geneigt
Brennraumgeometrie keilförmig
Ventilsitz · -kühlung gehärtet · natriumgekühlte Auslassventile
Ventilspielausgleich hydraulisch
Ventilsteuerung 1 obenliegende Nockenwelle (SOHC) pro Zylinderbank
Ventilbetätigung über Schlepphebel
Nockenwellensteuerung 1 gemeinsame Duplex-Rollenkette für beide Zylinderbänke
Gemischbildung
Ansaugprinzip frei saugend (Saugmotor)
Gemischbildungssystem mechanische Bosch
Achtstempel-Einspritzpumpe<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" />
mechanische Bosch
K-Jetronic<ref group="A" name="kjet"/><ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="ohne Seitenangabe" />
Gemischbildungsprinzip äußere Gemischbildung (Saugrohreinspritzung)
Kraftstoffzufuhr: Zuteilung für jeden Zylinder gesondert
Kraftstoffzufuhr: Abfolge intermittierend (stoßweise) kontinuierlich
Regelungstechnik mechanisch
Regelungsgröße Drehzahl und Gaspedalstellung Angesaugte Luftmenge
Regelungsvorrichtung Tastrolle mit
Steuernocken („Kartoffel“)
Stauscheibe als
Luftmengenmesser
Zündung
Prinzip Batterie Transistor
Zündkerzen pro Zylinder 1
Zugang Zündkerzen außenliegend (abgasseitig)
Zündfolge 1–5–4–8–6–3–7–2<ref>Baureihe 116 https://cdn.w116.org/tech/Passenger_Car_Series_116.pdf</ref>
dyn. Zündzeitpunktverst. durch Ansaugsystem-Unterdruck
Kühlung · Schmierung
Motorkühlung Wasser mit Pumpe und Thermostat<ref name="ams75"/>
Kühlwasserinhalt 23 l 18 l 16 l<ref name="ams75"/>
Motorschmierung Druckumlauf Trockensumpf<ref name="ams75"/>
Ölinhalt 6 l 7 l 12 l<ref group="A" name="oel12"/><ref name="ams75"/>
Ölwechselintervall 7.500 km 15.000 km<ref group="A" name="oel15000"/><ref name="ams75"/>
Elektrische Anlage
Batterie (Akkumulator) 12 V · Gleichstrom
Kapazität 88 Ah 66 Ah 88 Ah
Lichtmaschine 14 V · Drehstrom
maximaler Ladestrom
(Leistung)
2 × 35 A
(2 × {{#expr: 14*35 round 0}} W)
<ref group="A">Baureihe W 100: Motor mit 2 Drehstromlichtmaschinen · siehe Foto U16513</ref><ref name="Public Archive" Details="120 mm Stichmaß I sowie 2 Lichtmaschinen https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/600-und-600-Pullman-W-100-1963---1981.xhtml?oid=5048&ajaxRequestsMade=2#prevId=107174" />
55 A ({{#expr: 14*55 round 0}} W) 75 A ({{#expr: 14*75 round 0}} W)
Anlasser (elektrisch)
Leistung
(Stromaufnahme)
1,8 PS
({{#expr: 1,8*75*9,80665 round −1}} W · {{#expr: 1,8*75*9,80665/12 round 0}} A)
1,4 PS
({{#expr: 1,4*75*9,80665 round −1}} W · {{#expr: 1,4*75*9,80665/12 round 0}} A)
ab 12.1977: 2,0 PS
({{#expr: 2*75*9,80665 round −1}} W · {{#expr: 2*75*9,80665/12 round 0}} A)
Kraftübertragung · Übersetzung
Getriebeart automatisch
Modell · Typ K4B 050 · ohne Typkennzeichnung W3B 050 reinf.<ref group="A">W3A 050 reinforced (verstärkt)</ref> · 722.0
Kupplung hydraulische Kupplung hydraulischer
Drehmomentwandler
Rückwärtsgang {{#expr: −228/55 round 4}} <math> \left( -\tfrac{228} {55} \right) </math> {{#expr: −1.221/665 round 4}} <math> \left( -\tfrac{1.221} {665} \right) </math>
1. Gang {{#expr: 378/95 round 4}} <math> \left( \tfrac{378} {95} \right) </math> {{#expr: 1.665/722 round 4}} <math> \left( \tfrac{1.665} {722} \right) </math>
2. Gang {{#expr: 1.168/475 round 4}} <math> \left( \tfrac{1.168}{475} \right) </math> {{#expr: 111/76 round 4}} <math> \left( \tfrac{111}{76} \right) </math>
3. Gang {{#expr: 30/19 round 4}} <math> \left( \tfrac{30}{19} \right) </math> 1,0000 <math> \left( \tfrac{1}{1} \right) </math>
4. Gang 1,0000 <math> \left( \tfrac{1}{1} \right) </math>
Kraftübertragung geteilte Kardanwelle
Sperrdifferential 40 %<ref name="ams75"/>
Achsantrieb {{#expr: 42/13 round 4}} <math> \left( \tfrac{42} {13} \right) </math>
<ref name="Oswald" details="600: S. 523">Werner Oswald · Mercedes-Benz Personenwagen 1886 – 1986 · Stuttgart 1986 · ISBN 978-3-61301-133-5</ref><ref group="A" name="Getr + Fahrl">Public Archive · Tabelle Getriebe & Fahrleistungen</ref>
{{#expr: 37/13 round 4}} <math> \left( \tfrac {37} {13} \right)</math>
<ref name="Oswald" Details="300 SEL 6.3: S. 547" /><ref group="A">Achsantriebsübersetzung fehlerhaft angegeben
{{#expr: 45/17 round 4}} <math> \left( \tfrac {45} {17} \right)</math>
<ref name="Oswald" Details="450 SEL 6.9: S. 567" /><ref group="A" name="Getr + Fahrl" /><ref name="Public Archive" Details="450 SEL 6.9 https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/450-SEL-69--V-116-E-69-1975---1980.xhtml?oid=4875" />
Kraftstoffverbrauch auf 100 km
nach DIN 70030<ref group="A">Kraftstoffverbrauch nach Richtlinie DIN 70030
  • ermittelt bei 3/4 der Höchstgeschwindigkeit
  • aber maximal 110 km/h
  • unter Zuschlag von 10 %</ref>
17,8 l<ref group="A">Kraftstoffverbrauch der Baureihe W 100 15,5 l<ref group="A" Name="Getr + Fahrl" /><ref name="Public Archive" Details="300 SEL 6.3 https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/300-SEL-63--W-109-E-63-1967---1972.xhtml?oid=4903" /> 16,0 l<ref group="A" Name="Getr + Fahrl" /><ref name="Public Archive" Details="450 SEL 6.9 https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/de/instance/ko/450-SEL-69--V-116-E-69-1975---1980.xhtml?oid=4875" />
im praktischen Fahrbetrieb keine Angaben 15 bis über 25 l<ref name="zwischengas"/> 23,2 l (Test 1975)<ref name="ams75"/>
Benzinpumpe elektrisch<ref name="ams75"/>
Benzintank 112 l im Heck 105 l im Heck 96 l über Hinterachse
<references group="A"/>

Pkw-Modelle mit dem M 100

1964: 600 (W 100)

Mit dem Erscheinen des Mercedes-Benz 600 und dessen Motorleistung von 250 PS (184 kW) standen die englischen Repräsentationslimousinen von Rolls-Royce in ihrer Motorleistung nur noch an zweiter Stelle („sufficient“ – ausreichend, hatte Rolls-Royce stets angegeben, es waren etwa 210 hp (157 kW) aus 6231 cm³, später 6750 cm³). Die Fahrleistungen des Mercedes-Benz 600 entsprachen trotz der hohen Fahrzeugmasse von 2475 bis 2710 kg (leer, fahrbereit ohne Fahrer) in etwa der des bisherigen 300 SL Roadster oder der des neueren Sportwagens von Mercedes, dem 230 SL.

1967: 300 SEL 6.3 (W 109)

Eine geringere Masse-Leistungs-Verhältnis hatte 1967 die Baureihe W 109, die (mit Sechszylindermotoren) knapp 1,6 Tonnen wog. Mit dem geringfügig modifizierten M 100, der mit allen Aggregaten allein ohne das obligatorische Automatikgetriebe bereits mehr als 384 kg wiegt, beträgt die Fahrzeugmasse 1780 kg. Die Konstruktion dieses Wagens geht auf eine Anregung des Mercedes-Fahrversuchsleiters Erich Waxenberger zurück.

Das Erscheinen löste einen kleinen Boom dieser nach damaligen Begriffen extrem schnellen und leistungsstarken Luxuslimousine aus. Die ausgelieferte Stückzahl war mit 6.526 Fahrzeugen vierstellig. Viele Prominente der 1960er-Jahre kauften den Wagen: Unter anderem Peter Alexander, Hildegard Knef und Udo Jürgens.<ref name="zwischengas"/>

Auch die ersten Tuner nahmen sich des Autos an; mit einer Hubraumerweiterung auf 6,8 Liter und Leistungen zwischen 320 und 340 PS (235–250 kW) nahm das junge Unternehmen AMG mit großem Erfolg an Tourenwagenrennen teil; der mit 29 kW/l eher gedrosselt ausgelegte Motor war für Leistungserhöhungen sehr gut geeignet.<ref name="Oldtimer-Markt 1998-07" Details="Seite 4" />

1975: 450 SEL 6.9 (W 116)

Mit mehr Hubraum und Leistung versehen baute Mercedes-Benz diesen Motor in den W 116 (S-Klasse ab 1972) ein. Das Spitzenmodell zu 69.930 DM (Grundpreis 1975) hatte nun einen Hubraum von über 6,8 Litern bei zusätzlichen 26 kW und damit wieder mehr Hubraum und Leistung als der 6,75-l-Rolls-Royce-Motor.<ref name="zwischengas"/> Obwohl der Wagen nun 1935 kg wog (Leermasse fahrfertig ohne Fahrer; in Grundausstattung, die bereits Automatik, Klimaanlage und hydropneumatische Federung umfasste), war das Leistungsgewicht mit etwa 9,2 kg/kW (6,8 kg/PS) nochmals niedriger als beim Vorgänger.<ref>Rohde/Koch: Typenkompass Mercedes-Benz Personenwagen 1945–1975. 1. Auflage 2000, S. 127, ISBN 3-613-02019-X.</ref>

Die Höchstgeschwindigkeit betrug nach Werksangaben 225 km/h. Die Schweizer Zeitschrift Automobil-Revue maß die Höchstgeschwindigkeit 1978 mit 238 km/h. Die britische Zeitschrift „Road & Track“ unternahm einen Fahrtest mit diesem Fahrzeug quer durch Westeuropa und veröffentlichte einen Bericht darüber unter dem Titel „Colossus of the Road“.

Reputation

Bis zum Erscheinen der Mercedes-Benz-Zwölfzylinder-Modelle mit vergrößertem Hubraum (AMG- und Brabus-Modelle mit 7,3 Litern) waren die M-100-Motoren die hubraumgrößten im Nachkriegs-Deutschland gebauten PKW-Motoren. Nur die US-amerikanischen „Big Block“-Motoren von General Motors und Ford, wie auch die Motoren der russischen SIL-Repräsentationswagen hatten mehr Hubraum.

Umbauten

Es existieren einige Umbauten anderer Mercedes-Modelle auf diesen Motortyp; so ließ der Leiter der Abteilung Fahrversuch, Erich Waxenberger, den M 100 versuchsweise in ein W 111 Coupé und einen W 113 Roadster einbauen.<ref>Jörg Maschke: Die 6.3er Pagode bei mercedes-benz-passion.com, 29. März 2012.</ref><ref>Die große Sause bei autobild.de, 10. Januar 2011.</ref>

Einige Sportwagenbesitzer bauten ihre Coupés der Reihe C 107 darauf um. Diese Umbauten sind jedoch wegen des gegenüber der Limousine engeren Motorraums schwierig zu warten.

Einige Fahrzeuge des Nachfolgers W 126 wurden – nachträglich von Importeuren und nicht von Daimler-Benz autorisiert – ebenfalls mit diesem Motor ausgestattet.

Weblinks

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Einzelnachweise

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