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Methamphetamin

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(Weitergeleitet von Methamphetamine)

Vorlage:Infobox Chemikalie

Methamphetamin (Vorlage:Nowrap) ist eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Stoffgruppe der Phenylethylamine. Methamphetamin ist als freie Base bei Raumtemperatur flüssig; sein Hydrochlorid dagegen ist als Salz eine farblose kristalline Substanz. Sie wird sowohl in der Medizin als Arzneistoff wie auch missbräuchlich als euphorisierende und stimulierende Rauschdroge verwendet. Andere Namen sind Metamfetamin oder N-Methylamphetamin; historisch, umgangssprachlich und in der Drogenszene sind zahlreiche Bezeichnungen gebräuchlich, darunter Panzerschokolade, Crystal Meth oder Ice.

Methamphetamin gehört zur Substanzklasse der Amphetamine. Zu ihr zählen noch etliche weitere psychoaktive Substanzen, unter anderem Amphetamin selbst und das in der Natur vorkommende Ephedrin. Methamphetamin ist ein potentes Stimulans und indirektes Sympathomimetikum, d. h., es regt stark die sympathischen Teile des vegetativen Nervensystems an.

Herstellung, Besitz oder Inverkehrbringen von Methamphetamin ohne Erlaubnis ist in Deutschland und den meisten europäischen Ländern strafbar. In den USA fällt die Substanz seit 1970 unter das Drogenkontrollgesetz.

Geschichte

Methamphetamin wurde erstmals 1893 durch den japanischen Chemiker Nagayoshi Nagai in flüssiger Form synthetisiert.<ref>Nagayoshi Nagai: Kanyaku maō seibun kenkyū seiseki (zoku). In: Yakugaku Zasshi, Band 13, 1893, S. 901.</ref> 1919 wurde die Substanz im Zuge der Strukturaufklärung von Ephedrin erstmals in Reinform von Akira Ogata kristallisiert, 1921 patentiert<ref>Akira Ogata: alpha and beta-Aminoalkyl(aryl)benzenes and their derivatives. In: J. Pharm. Soc. Jpn. Band 445, 1919, S. 193–216. – erfasst in Chem. Abstracts. Band 13, 1919, S. 1709.</ref><ref>Akira Ogata: Constitution of ephedrine – Desoxyephedrine. In: J. Pharm. Soc. Jpn., 1919, 451, S. 751–764. – erfasst in Chem. Abstracts. Band 14, 1920, S. 475. HTML.</ref> und vom Pharmaunternehmen Dainippon Seiyaku unter der Marke Philopon (Vorlage:JaS, Hiropon) vertrieben. Der Name leitet sich vermutlich von den japanischen Wörtern „Müdigkeit“ (hirō) und „mit einem Schlag“ (pon) im Sinne „die Müdigkeit verschwindet schlagartig“ oder aber vom griechischen philoponos („arbeitliebend“) ab.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Die pharmakologische Gruppe der Sympathomimetika (Arzneimittel, die die Stimulation des sympathischen Nervensystems nachahmen), in die Methamphetamin und andere Phenylalkylamine gehören, wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts vielfach erforscht, so 1910 in England von George Barger und Henry Hallett Dale.<ref>G. Barger und H. H. Dale: Chemical structure and sympathomimetic action of amines. In: The Journal of Physiology 1910, 41, S. 19–59. Vorlage:PMC</ref> In den Vereinigten Staaten kam 1933 das dem Methamphetamin chemisch nahestehende, aber um eine Methylgruppe ärmere, Amphetamin unter dem Markennamen Benzedrin in den Handel.

In Deutschland wurde ab 1934 in den Vereinigten Chemischen Fabriken H. Temmler in Berlin an Verfahren zur Herstellung von Methamphetamin geforscht, dessen Ergebnis im Oktober 1937 patentiert wurde.<ref>Vorlage:Patent</ref> Wesentlichen Anteil an der Entwicklung bei Temmler hatte Fritz Kurt Hauschild, der die Arbeiten am Methamphetamin auch zum Gegenstand seiner Habilitationsschrift „Zur Chemie und Pharmakologie der Phenylalkylamine“<ref>Vorlage:Cite journal</ref> machte, welche von Wolfgang Heubner betreut wurde. Das Produkt der Temmler-Werke wurde 1938 unter dem Namen Pervitin als Markenartikel in den Handel gebracht, wobei Temmler die Markenrechte noch bis 2015 hielt.<ref>Wortmarke Pervitin Nr. 321782, angemeldet 29. März 1924 für die Klasse Arzneimittel.</ref>

Verwendung im Zweiten Weltkrieg

Nach der Markteinführung von Pervitin waren u. a. damit versetzte Pralinen (sogenannte „Hausfrauenschokolade“) erhältlich.<ref>Thomas Veszelits: Die Neckermanns: Licht und Schatten einer deutschen Unternehmerfamilie. Campus Verlag, Frankfurt / New York 2005, ISBN 3-593-37406-4.</ref> Ab 1938 führte der Physiologe Otto Ranke an der Militärärztlichen Akademie Experimente mit leistungssteigernden Mitteln durch, wobei er sich besonders mit Methamphetamin beschäftigte, weil es ihm als vielversprechendes Mittel zur Bekämpfung von Ermüdungserscheinungen erschien.<ref>Norman Ohler: Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich. Köln 2015, ISBN 978-3-462-04733-2, S. 70–126.</ref> Insbesondere während der Blitzkriege gegen Polen (1939) und gegen Frankreich 1940 wurde Methamphetamin millionenfach verwendet. General Heinz Guderian bestellte für die 1. Panzer-Division 20.000 Tabletten Pervitin für die ersten Tage des Westfeldzuges, insbesondere für den Durchbruch bei Sedan.<ref>Christoph Gunkel: Schwindelig vom Blitzkrieg (Spiegel Geschichte 2010).</ref> Unter den Spitznamen Panzerschokolade, Fliegersalz, Fliegermarzipan (nicht jedoch Fliegerschokolade), Stuka-Tabletten und Hermann-Göring-Pillen diente das somit meist oral verabreichte Mittel zur Dämpfung des Angstgefühls, zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und des Selbstwertgefühls der Soldaten, Fahrzeugführer und Piloten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Ähnliches galt für den Deutsch-Sowjetischen Krieg, die Schlacht um Stalingrad und die Ardennenoffensive: Auch hier wurde vielen Soldaten der deutschen Wehrmacht Pervitin appliziert, um das Durchhaltevermögen zu steigern und das Kältegefühl sowie Hunger und Erschöpfung zu dämpfen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Pervitin auch mit Traubenzucker versetzt verabreicht.<ref name="taz2006">Vorlage:Internetquelle</ref>

Besondere Bedeutung hatte Pervitin 1944 für die Kleinst-U-Boote der Kriegsmarine unter Admiral Hellmuth Heye. Die Einsätze des bemannten Torpedos Neger, des U-Boots Seehund und anderer Typen sollten bis zu sieben Tagen dauern. Zur Entwicklung eines geeigneten Medikamentenmix („D-IX“) arbeitete Heye eng mit der SS im KZ Sachsenhausen zusammen. Die Erprobungen erfolgten auf der Schuhprüfstrecke mit einer Pillenpatrouille.<ref>Norman Ohler: Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich. Köln 2015, ISBN 978-3-462-04733-2, S. 258 ff.</ref>

In der Zeit von April bis Juni 1940 bezog die Wehrmacht mehr als 35 Millionen Tabletten Pervitin. Der damalige Reichsgesundheitsführer Leonardo Conti erklärte am 19. März 1940 in seiner Rede vor dem Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebund im Berliner Rathaus:<ref name="Jens Alexander Steinat">Jens Alexander Steinat: Ernst Speer (1889–1964), Leben – Werk – Wirkung (PDF; 2,3 MB); Dissertation an der Medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen (2004).</ref>

Vorlage:Zitat

Als dann am 25. Oktober 1940 in der Münchener Medizinischen Wochenschrift (MMW) ein Beitrag erschien, in dem Pervitin für ganz verschiedene Störungen von See- und Bergkrankheit und verzögerter Rekonvaleszenz bis hin zu organischen Hirn- und Rückenmarkstörungen empfohlen wurde, sah sich die Reichsgesundheitsführung veranlasst, den Psychiater Ernst Speer als bekannten Kritiker des Medikaments mit einer Gegendarstellung zu berufen, die ebenfalls in der MMW erschien.<ref>Liebendörfer: Pervitin in der Hand des praktischen Nervenarztes. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. München 1940, 43, S. 1182–1183.</ref><ref>Ernst Speer: Das Pervitinproblem. In: Dtsch. Ärztebl. 71 (1941), S. 4–6, 15–19, zitiert nach Jens Alexander Steinat: Ernst Speer (1889–1964), Leben – Werk – Wirkung (PDF; 2,3 MB). Dissertation an der Medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen 2004.</ref>

Ab Mitte 1941 war das Medikament durch das geänderte Reichsopiumgesetz nur noch auf Rezept erhältlich. Dadurch reduzierte sich der Einsatz der als Suchtdroge eingestuften Substanz merklich.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Mehreren Veröffentlichungen zufolge soll Hitler Methamphetamin zunächst in Form von Pervitin-Tabletten und ab 1942 bis zu mehrmals täglich per Injektion verabreicht bekommen haben.<ref>Jan Dreher: Psychopharmakotherapie griffbereit. 2014, Schattauer, ISBN 978-3-7945-3078-6, S. 192.</ref><ref>Maik Baumgärtner, Mario Born, Bastian Pauly: Crystal Meth: Produzenten, Dealer, Ermittler. Ch. Links Verlag, 2015, ISBN 978-3-86153-820-2, S. 17.</ref><ref>Leonard L. Heston, Renate Heston: The Medical Casebook of Adolf Hitler: His Illnesses, Doctors, and Drugs. Stein and Day, New York 1980, ISBN 0-8128-2718-X.</ref>

Die Substanz fand auch im amerikanischen, britischen und japanischen Militär während des Zweiten Weltkriegs breite Verwendung.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Verwendung nach 1945

Sowohl Bundeswehr als auch Nationale Volksarmee (NVA) lagerten Pervitin „für den Ernstfall“ bis in die 1970er Jahre ein.<ref name="wunderpille">Vorlage:Internetquelle</ref> Es war Bestandteil der Verpflegung für Fallschirmjäger und wurde bei Übungen ausgegeben.<ref name="wunderpille" /> Die NVA produzierte Pervitin in einer Fabrik in Königsbrück bis 1975; es wurde danach durch APo-Neuron abgelöst. Bei Piloten war Pervitin für den Notfall vorgesehen, und der Verbandsatz der NVA enthielt bis 1988 Pervitin.<ref name="wunderpille" /> Auch vom US-Militär wurde der Wirkstoff nach 1945 zur Leistungssteigerung eingesetzt, beispielsweise während des Vietnamkrieges.

Im Leistungssport wurde Pervitin von einigen Sportärzten als Dopingmittel eingesetzt;<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> siehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Es wurde oft mit Traubenzucker vermischt und direkt in den Körper als Dopingmittel injiziert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Der österreichische Extremalpinist Hermann Buhl verwendete 1953 Pervitin bei der Erstbesteigung des Vorlage:Höhe hohen Nanga Parbat im Himalaya.<ref>Die Presse vom 9. Mai 2014: Droge für Soldaten und Bergsteiger.</ref><ref>Martin Grabner : 50. Todestag Hermann Buhl: Die Spur im Schnee bis zur Kante. In: Der Standard, Printausgabe, 25. Juni 2007.</ref> Der portugiesische Fußballnationalspieler Fernando Mendes verwendete während seiner Profifußballkarriere unter anderem Pervitin als Dopingmittel, wie er in seiner Biografie offenbarte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Der unter starken Rückenschmerzen leidende US-Präsident John F. Kennedy wurde in den frühen 1960er Jahren regelmäßig mit Amphetaminen therapiert.<ref>What Jackie Kennedy Didn’t Say—and Didn’t Know. Psychology today, 14. September 2011; abgerufen am 3. September 2018.</ref> Durch die Veröffentlichung seiner Tagebücher im Jahr 2017 wurde bekannt, dass in den 1960er Jahren Konrad Adenauer, der damalige deutsche Bundeskanzler, gelegentlich Pervitin zur Leistungssteigerung konsumierte.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Auch die Beatles nutzten regelmäßig Pervitin und Preludin, um in der Frühphase ihrer Karriere die stundenlangen Auftritte in Hamburger Clubs zu bewältigen.<ref>Far Out Magazine: Did The Beatles take drugs?</ref> Das Fertigarzneimittel Pervitin blieb bis 1988 im Handel.

Eine Hochphase als Rauschdroge begann im Zeitraum von den 2000er- bis in die 2010er-Jahre, als der illegale Markt für Crystal Meth in Deutschland deutlich anwuchs: 2017 wurden 114,5 Kilogramm Crystal Meth sichergestellt – erheblich mehr als in den Vorjahren.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im deutschen „Drogen- und Suchtbericht“ von 2019 werden regionale Trends beschrieben: Während in Sachsen zwei Prozent und in Thüringen 1,7 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren schon mindestens einmal Methamphetamin konsumiert haben, trifft dies in Nordrhein-Westfalen nur auf 0,3 Prozent der Erwachsenen zu. In Hessen liegt dieser Wert bei 0,7 Prozent, in Hamburg sind es 0,9 und in Bayern 1,1 Prozent. Da ein Großteil des in Europa verfügbaren Methamphetamins in Tschechien produziert wird, ist die Droge also in den angrenzenden Bundesländern stärker verbreitet.<ref>Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung: Drogen- und Suchtbericht 2019, S. 101, online.</ref> Einsatz findet Methamphetamin auch als Partydroge und bei „Chem-Sexpartys“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Weltweit ist die illegale Droge unter zahlreichen Bezeichnungen bekannt, so als Crystal Meth, Meth, Crystal, Glass, Ice, Piko, Yaba, Nazi-Crank oder Hitler-Speed.<ref>Solveig Wright: Tanzen, tanzen, tagelang. In: die tageszeitung, 20. Juli 2005, online. – Rudi Hutterer: Fit in Organik. Teubner-Verlag, Wiesbaden 2006, S. 90, online. – Thomas Geschwinde: Rauschdrogen: Marktformen und Wirkungsweisen. 7. Auflage, Springer, Heidelberg u. a. 2012, S. 581, online.</ref>

Pharmakologie

Wirkung

N-Methylamphetamin unterdrückt Müdigkeit, Hungergefühl und Schmerz. Es verleiht kurzzeitig Selbstvertrauen, ein Gefühl der Stärke und dem Leben eine ungewohnte Geschwindigkeit. Zu den Nebenwirkungen gehören Persönlichkeitsveränderungen, Psychosen und Paranoia aufgrund von Schlafentzug oder bei Prädisposition. Eine häufige Einnahme führt zu Gewöhnung und schleichendem Wirkungsverlust, der oft eine Dosissteigerung zur Erzielung der ursprünglichen Wirkung nach sich zieht.

Pharmakokinetik

Verglichen mit Amphetamin kann N-Methyl-Amphetamin die Blut-Hirn-Schranke besser überwinden und in höheren Konzentrationen im Gehirn wirksam werden. Im Körper wird Methamphetamin durch das Cytochrom-P450-Isoenzym CYP2D6 per N-Demethylierung zum Amphetamin (Hauptmetabolit) verstoffwechselt, das über die Niere ausgeschieden wird. Je nach pH-Wert des Harns wird eine erhebliche Rückresorption beobachtet. Bei alkalischem Urin liegt Methamphetamin hauptsächlich als freie (relativ unpolare) Base vor und kann wieder ins Blut diffundieren. In saurem Harn liegt Methamphetamin ionisiert vor und kann die Schleimhautwände nicht passieren. Daher ist im Notfall die Vorsorge für einen sauren Harn eine wichtige Therapiemaßnahme. Die Plasmahalbwertszeit von (S)-Methamphetamin wird mit vier bis zehn Stunden angegeben.<ref>desoxyn (Methamphetamine Hydrochloride) tablet. In: nih.gov.</ref><ref>R. J.F. Schepers: Methamphetamine and Amphetamine Pharmacokinetics in Oral Fluid and Plasma after Controlled Oral Methamphetamine Administration to Human Volunteers. In: Clinical Chemistry. 49, 2003, S. 121–132, doi:10.1373/49.1.121.</ref>

Amphetamin wird auch zu Norephedrin und p-Hydroxyamphetamin metabolisiert. Diese werden dann glucuronidiert über die Niere ausgeschieden.<ref>H. Lüllmann, K. Mohr, L. Hein: Pharmakologie und Toxikologie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2006, 16., vollst. überarb. Auflage, ISBN 3-13-368516-3.</ref>

Pharmakodynamik

Diese Niedersetzung entspricht weitgehend der des N-Desmethyl-Homologons Amphetamin (siehe dazu die Pharmakodynamik des Amphetamins). Der dopaminerge Anteil ist beim Methamphetamin noch stärker ausgeprägt, mit Noradrenalin:Dopamin = 2:1.<ref name="Rothman 2002">R. B. Rothman, M. H. Baumann:(2002): Therapeutic and adverse actions of serotonin transporter substrates. In: Pharmacol Ther. 95, 2002, S. 73–88, hier S. 76, PMID 12163129.</ref> Neben der höheren Lipophilie ist dies ein weiterer Umstand, der die stärkere Ausprägung des Rauschgefühls und des Suchtpotenzials gegenüber Amphetamin erklärt. Die Serotonin-Ausschüttung ist gering (Dopamin:Serotonin = 30:1).<ref name="Rothman 2002" />

Wechselwirkungen

Mit folgenden Medikamenten (unvollständige Aufzählung) sind teilweise lebensgefährliche Arzneimittelwechselwirkungen bekannt, darunter vorrangig Psychopharmaka und hierbei vor allem MAO-Hemmer (Antidepressiva und Parkinsonmedikamente), aber auch SSRI/SNRI und weiteren Arten von Antidepressiva, Neuroleptika, sowie teils auch Schmerzmitteln/Opioiden. Im Einzelnen: Chlorpromazin, Fluoxetin, Fluphenazin, Fluvoxamin, Guanethidin, Mesoridazin, Methotrimeprazin, Paroxetin, Perphenazin, Prochlorperazin, Promethazin, Propericiazin, Rasagilin, Terbinafin, Thioridazin, Tramadol, Trandolapril, Trifluoperazin und Triprolidin, Phenelzin, Tranylcypromin, Isocarboxazid.

Wechselwirkungen umfassen psychotische Symptome, Gefahr einer hypertensiven Krise und mögliches Auftreten eines Serotonin-Syndroms.<ref>Vorlage:DrugBank</ref> Die bereits oben erwähnten Monoaminooxidase-Hemmer können den Abbau von Methamphetamin hemmen, was ebenso lebensgefährliche Wechselwirkungen hervorruft.<ref>Medication Guide Desoxyn®. (PDF; 125 kB) fda.gov.</ref> Bei Versuchen an Ratten wurde eine erhöhte Schädigung des Gehirns bei kombinierter Verabreichung mit MDMA festgestellt.<ref>K. J. Clemens et al.: MDMA ('Ecstasy’) and methamphetamine combined: Order of administration influences hyperthermic and long-term adverse effects in female rats. In: Neuropharmacology. Band 49, Nr. 2, Jg. 2005, S. 195–207. PMID 15993443, doi:10.1016/j.neuropharm.2005.03.002.</ref>

Medizinischer Gebrauch

Methamphetamin ist in Deutschland als verkehrsfähiges, aber nicht verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft,<ref name="btmgappII">Vorlage:Cite web</ref> somit ist eine medizinische Verwendung nicht mehr möglich. Das Fertigarzneimittel Pervitin, ein Mittel zur Unterdrückung von Müdigkeit, wurde 1988 vom Markt genommen. Es enthielt Methamphetamin als Hydrochlorid.

In den USA wird (S)-Methamphetamin-Hydrochlorid (Desoxyn) unter anderem bei der Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren, der Narkolepsie (einer Störung der Schlaf-Wach-Regulation) und bei krankhaftem Übergewicht angewendet. Die therapeutische Dosis von Desoxyn bei ADHS-Indikation beträgt oral bis zu 25 mg täglich. Die Anwendung von Desoxyn als Anorektikum sollte nicht bei Kindern unter 12 Jahren erfolgen.<ref name="fda">Desoxyn (methamphetamine hydrochloride tablets, USP) (PDF; 105 kB).</ref>

Bei der erkältungsbedingten Nasenschleimhautschwellung wird ein Inhalierstift mit (R)-Methamphetamin in sehr geringer Dosierung verwendet, der euphorisierende Effekte bzw. eine Suchtentwicklung ausschließt (Vicks Vapor Inhaler).

Gebrauch als Suchtdroge

Datei:Méthamphétamine pure - white background.jpg
Methylamphetaminhydrochlorid-Kristalle

Methamphetamin gilt heute unter Modenamen wie Crystal Meth, Meth, Crystal, Yaba, Crank oder Ice als preisgünstige Droge mit aufputschender Wirkung. Crystal Meth gehört zu den am schnellsten zerstörenden Drogen überhaupt.<ref name="Schweim">Harald G. Schweim: Fertigarzneimittel zur illegalen Rauschmittelproduktion. In: pharmazeutische-zeitung.de, abgerufen am 22. Juni 2011.</ref> Das Potential einer Abhängigkeit ist sehr hoch. Im deutschsprachigen Raum gehandeltes Methamphetamin wurde lange zumeist in Tschechien hergestellt.<ref>Philipp Woldin: Crystal Meth, die Zeitgeistdroge, Zeit Online vom 3. Juli 2014, abgerufen am 22. Juli 2019.</ref><ref>Florian Flade, Per Hinrichs, Vanessa Schlesier: Crystal Meth ist die Droge der Generation Selfie, welt.de vom 23. November 2014, abgerufen am 22. Juli 2019.</ref><ref name="DAZ2018">Crystal Meth in Tschechien – Apotheker müssen Pseudoephedrin-Verbrauch dokumentieren. Deutsche Apotheker Zeitung vom 2. Juli 2018, abgerufen am 22. Juli 2019.</ref> Im Tschechischen wird die Bezeichnung Pervitin verwendet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> In jüngster Zeit drängen insbesondere über die Niederlande internationale Drogenkartelle auf den europäischen Markt für illegales Methamphetamin.

Wirkung berauschender Dosierungen

Der Konsum verursacht durch die rasche Anflutung im Gehirn die Ausschüttung enormer Mengen von Dopamin, was zu Euphorie führt, verringert das Schlafbedürfnis, steigert die Leistungsfähigkeit und das Mitteilungsbedürfnis.<ref name="PMID 19426289">C. C. Cruickshank, K. R. Dyer: A review of the clinical pharmacology of methamphetamine. In: Addiction. Band 104, Nummer 7, Juli 2009, S. 1085–1099, doi:10.1111/j.1360-0443.2009.02564.x.</ref> Das sexuelle Verlangen wird gesteigert, die sexuelle Leistungsfähigkeit sinkt allerdings deutlich. Hunger- und Durstgefühl werden gemindert. Zudem kommt es unter dem Einfluss von Methamphetamin häufig zu stereotypen, repetitiven Verhaltensmustern, die in der Literatur als Punding bezeichnet werden. Dabei verbringen Konsumierende oft viele Stunden mit gleichförmigen, nicht zielgerichteten Tätigkeiten wie dem wiederholten Sortieren, Putzen oder Auseinandernehmen von Objekten. Dieses Verhalten steht im Zusammenhang mit der übermäßigen Ausschüttung von Dopamin im Striatum und wird auch bei anderen dopaminergen Substanzen beobachtet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Außerdem können (bei höheren Dosierungen) Halluzinationen auftreten. Die Wirkung ist ähnlich der von Amphetamin, tritt aber schneller ein.

Die biologische Halbwertszeit liegt bei etwa zehn Stunden.<ref name="PMID 19426289" /> Danach tritt meist eine starke Erschöpfung ein. Bei hohen Dosen kann die Wirkung von Methamphetamin unabhängig von der Konsumform 24 bis 36 Stunden andauern. Auf die Phase des Rausches kann ein von Lethargie und Depression geprägter „Kater“ (Comedown) folgen.

Risiken

Datei:Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg
Vergleich der Schadenspotenziale geläufiger psychotroper Substanzen und Methamphetamin in Großbritannien (nach David Nutt, 2010)<ref name="DOI10.1016/S0140-6736(10)61462-6">David J Nutt, Leslie A King, Lawrence D Phillips: Drug harms in the UK: a multicriteria decision analysis. In: The Lancet. 376, 2010, S. 1558–1565, doi:10.1016/S0140-6736(10)61462-6</ref>. Allerdings wurden Nutts Konzept und Methodik kritisiert<ref name="l781">Vorlage:Cite journal, PDF.</ref><ref name="w393">Vorlage:Cite journal, PDF</ref>.

Der Konsum von Methamphetamin kann sehr schnell zu einer psychischen Abhängigkeit führen, teils bereits bei einmaligem Gebrauch. Das gilt aufgrund der hohen Anflutgeschwindigkeit besonders für die Konsumformen Inhalation und Injektion. Eine Toleranzentwicklung und damit einhergehende Dosissteigerungen wurden wiederholt beobachtet. Zeichen einer Überdosierung sind erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und trockener Mund, Schwindelgefühl, Zittern, Angstzustände und Kreislaufprobleme mit plötzlichem Blutdruckabfall, die bis hin zum Tod führen können. Bei der illegalen Zubereitung vermehren sich die Risiken und Nebenwirkungen von Methamphetamin, beispielsweise durch ungeeignete Streckmittel sowie eine allgemein fehlerhafte Herstellung.<ref name="Schweim" />

Der Konsum kann zudem das Risiko einer drogeninduzierten Psychose deutlich erhöhen. Diese kann sich durch Symptome wie Wahnvorstellungen, paranoide Ängste, Halluzinationen und Desorganisation des Denkens äußern. Auch nach Abklingen der akuten Intoxikation können solche psychotischen Episoden persistieren oder rezidivieren, insbesondere bei regelmäßigem oder hochdosiertem Konsum.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Symptome ähneln dabei in vieler Hinsicht einer Schizophrenie, da der starke Anstieg von Dopamin in bestimmten Hirnarealen ähnliche psychopathologische Erscheinungen hervorruft. Allerdings fehlen bei methamphetamininduzierten Psychosen oft weitere Kernaspekte einer Schizophrenie, wie beispielsweise formale Denkstörungen oder ausgeprägte Negativsymptomatik.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Zusätzlich kann Schlafmangel, der durch das stark verminderte Schlafbedürfnis unter Methamphetaminkonsum entsteht, die Neigung zu psychotischen Symptomen während der Intoxikation noch verstärken.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

David Nutt und Kollegen schätzten in einer Studie, die zahlreiche Drogen miteinander vergleicht, das Fremdschädigungspotential als gering ein. Dagegen sei das Potential von Methamphetamin, zu Selbstschädigung zu führen, besonders hoch.<ref name="DOI10.1016/S0140-6736(10)61462-6" />

Nebenwirkungen

  • Schwächung des Immunsystems<ref>R. Harms, B. Morsey, C. W. Boyer, H. S. Fox, N. Sarvetnick: Methamphetamine administration targets multiple immune subsets and induces phenotypic alterations suggestive of immunosuppression. In: PLoS ONE. Band 7, Nummer 12, 2012, S. e49897, doi:10.1371/journal.pone.0049897.</ref>
  • Jucken (meth mites)<ref name="PMID 23688691" /> und Hautentzündungen<ref>A. L. Cohen, C. Shuler, S. McAllister, G. E. Fosheim, M. G. Brown, D. Abercrombie, K. Anderson, L. K. McDougal, C. Drenzek, K. Arnold, D. Jernigan, R. Gorwitz: Methamphetamine use and methicillin-resistant Staphylococcus aureus skin infections. In: Emerging Infectious Diseases. Band 13, Nummer 11, November 2007, S. 1707–1713, doi:10.3201/eid1311.070148.</ref>
  • Repetitive Handlungen (Punding)<ref name="PMID 23688691" />
  • Bruxismus und Kieferklemme<ref name="PMID 23688691" />
  • Magenschmerzen und Magengeschwür<ref>R. E. Pecha, T. Prindiville, B. S. Pecha, R. Camp, M. Carroll, W. Trudeau: Association of cocaine and methamphetamine use with giant gastroduodenal ulcers. In: The American Journal of Gastroenterology. Band 91, Nummer 12, Dezember 1996, S. 2523–2527, PMID 8946979.</ref>
  • Herzrhythmusstörungen<ref name="PMID 19426289" />
  • Erregung und Schlafstörungen<ref name="PMID 23688691" />
  • Erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie)<ref name="PMID 23688691" />
  • Paranoide Wahnvorstellungen<ref name="PMID 23688691" />
  • Akustische Halluzinationen<ref name="PMID 23688691" />
  • Aggressivität<ref name="PMID 23688691" />
  • Neurotoxizität<ref>L. E. Halpin, S. A. Collins, B. K. Yamamoto: Neurotoxicity of methamphetamine and 3,4-methylenedioxymethamphetamine. In: Life Sciences. Band 97, Nummer 1, Februar 2014, S. 37–44, doi:10.1016/j.lfs.2013.07.014</ref>

Chronische Folgen eines starken Konsums

  • Abmagerung<ref name="PMID 23688691" />
  • Zersetzung der Schleimhäute in Mund und Nase (bei Rauchen oder Schnupfen)<ref name="PMID 23688691" />
  • Ausfall der Zähne durch Bruxismus und verminderten Speichelfluss<ref name="PMID 23688691" />
  • Möglicherweise verstärkte Karies (sog. Meth-Mund)<ref>D. E. Rusyniak: Neurologic manifestations of chronic methamphetamine abuse. In: Neurologic clinics. Band 29, Nummer 3, August 2011, S. 641–655, doi:10.1016/j.ncl.2011.05.004</ref><ref>B. D. Marshall, D. Werb: Health outcomes associated with methamphetamine use among young people: a systematic review. In: Addiction. Band 105, Nummer 6, Juni 2010, S. 991–1002, doi:10.1111/j.1360-0443.2010.02932.x.</ref>
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen<ref name="PMID 23688691">D. E. Rusyniak: Neurologic manifestations of chronic methamphetamine abuse. In: The Psychiatric clinics of North America. Band 36, Nummer 2, Juni 2013, S. 261–275, doi:10.1016/j.psc.2013.02.005.</ref><ref>J. F. Marshall, S. J. O’Dell: Methamphetamine influences on brain and behavior: unsafe at any speed? In: Trends in neurosciences. Band 35, Nummer 9, September 2012, S. 536–545, doi:10.1016/j.tins.2012.05.006.</ref>
  • Vermehrte Angststörungen, Depressionen und Methamphetamin-induzierte Psychosen<ref name="PMID 23688691" /><ref>K. M. Grant, T. D. LeVan, S. M. Wells, M. Li, S. F. Stoltenberg, H. E. Gendelman, G. Carlo, R. A. Bevins: Methamphetamine-associated psychosis. In: Journal of Neuroimmune Pharmacology: the official journal of the Society on NeuroImmune Pharmacology. Band 7, Nummer 1, März 2012, S. 113–139, doi:10.1007/s11481-011-9288-1.</ref>

Gebrauch in Schwangerschaft und Stillzeit

Obwohl durch den Gebrauch von N-Methylamphetamin der Menstruationszyklus gestört sein kann, kann auch in diesem Fall trotzdem eine Schwangerschaft eintreten. Konsum von N-Methylamphetamin in der Schwangerschaft führt zu einem erhöhten Risiko von Fehlbildungen beim Kind. Es kann zu Defekten des Zentralnervensystems, Herzfehlern und Gefäßverengungen und Fehlbildungen des Urogenitaltrakts kommen. Ebenso kann es durch den Konsum während der Schwangerschaft zu einem verhältnismäßig kleinen Kopfumfang des Kindes (Mikrozephalie) kommen. Die Kinder reagieren auf Umgebungsreize schreckhaft; ihre Feinmotorik und ihr Tag-Nacht-Rhythmus sind gestört. Hyperaktivität, eine gestörte psychosoziale Entwicklung sowie Entzugserscheinungen können auftreten. Amphetamine gehen in die Muttermilch über, die FDA rät daher vom Stillen während der Einnahme von N-Methylamphetamin (Desoxyn) ab.<ref name="fda" /><ref>„Crystal“. Drogerieprojekt Deutschland.</ref>

Konsumformen und Szenenamen

Konsumiert wird Methamphetamin meist nasal, also geschnupft. Vor dem Konsumieren wird das kristalline Material zerstoßen, um es nasalem Konsum zugänglich zu machen. Methylamphetamin wird als Salz (Methamphetaminhydrochlorid, abgekürzt Methamphetamin-HCl) konsumiert und kann auch in einer Pfeife (Icepipe) geraucht werden; im Vergleich dazu würde sich das chemisch verwandte Amphetaminsulfat (Speed, Pep) bei hohen Temperaturen zersetzen. Geraucht gelangt die Droge schnell in den Blutkreislauf und ruft hier eine intensive Wirkung (Kick) mit kürzerer Dauer als bei nasaler Einnahme hervor. Eine weitere Konsumform ist die Injektion mit wesentlichen Risiken hinsichtlich möglicher Infektionen und Verunreinigungen; hierbei setzt die Wirkung bereits nach wenigen Sekunden ein, während es geschnupft innerhalb von etwa 10 Minuten wirkt. Beim oralen Konsum kommt es erst nach ca. 30 Minuten zu einem Wirkeintritt, dafür hält der Rausch länger an.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Auf dem europäischen illegalen Markt wird Methamphetamin zumeist unter dem Namen Crystal oder Crystal Speed angeboten, in den USA wird die Droge meist als Crank, Meth oder Crystal Meth bezeichnet. In Neuseeland ist sie als Pee bekannt.

In Südafrika nennt man es Tik; Grund ist das Tick-Geräusch, das entsteht, wenn die Droge in einer Glaspfeife geraucht wird. Im Iran ist es als Shishe bekannt, u. a. als Shabu auf den Philippinen und in Japan.

Als Ice (oder Crystal) wird eine sehr reine Form des Methamphetaminhydrochlorids bezeichnet, die durch die klaren Kristalle eine Ähnlichkeit mit Eis (engl. ice) aufweist. Zusätzliche Verwirrung bringt die oft unklare Benennung im Drogenjargon.<ref name="books-4yaGePenGKgC-357">Thomas Nordegren: The A-Z Encyclopedia of Alcohol and Drug Abuse. Universal-Publishers, 2002, ISBN 978-1-58112-404-0, S. 357 (Vorlage:Google Buch).</ref> Unter Ice wird teilweise auch 4-Methylaminorex verstanden, eine eher wenig verbreitete Droge, die wie Methamphetamin stimulierend und euphorisierend wirkt, aber chemisch nur gering verwandt ist.<ref name="books-bksjBgAAQBAJ-337">Burkhard Madea: Praxis Rechtsmedizin. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-09424-2, S. 337 (Vorlage:Google Buch).</ref>

Wint (russ. Винт = „Schraube“) oder Vint ist der russische Szenename für privat hergestellte Lösungen, die Ephedrin und Methamphetamin enthalten. Es fand in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion große Verbreitung, unter anderem wegen der niedrigen Beschaffungs- und Herstellungskosten. Auch wurde behauptet, Wint würde HI-Viren zerstören. Dies wurde durch In-vitro-Tests jedoch eindeutig widerlegt.<ref>Aleksei F. Bobkov, Ludmila M. Selimova, Tatyana A. Khanina, Sergey Y, Zverev, Vadim V. Pokrovsky, Jonathan N. Weber, Eugene N. Bobkov, Andrey V. Rylkov: Human immunodeficiency virus type 1 in illicit-drug solutions used intravenously retains infectivity. In: Journal of clinical microbiology. 2005, Band 43(4), S. 1937–1939. doi:10.1128/JCM.43.4.1937-1939.2005.</ref>

Sisa ist ein Derivat der Droge Crystal Meth und findet seit 2013 in Griechenland, vor allem in der Hauptstadt Athen Verbreitung.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Da das Land zu den am schwersten betroffenen der Finanzkrise ab 2007 zählt, erklärt sich die rasante Verbreitung der Droge vor allem durch deren niedrigen Preis von 1 bis 2 Euro pro Dosis.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Wegen der aufputschenden Wirkung wird es oft als billigere Alternative zu Kokain verwendet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Sisa: Das „Kokain der Armen“. Deutschlandfunk, 26. Juni 2019; abgerufen am 8. August 2019.</ref>

In Thailand sind Tabletten mit einem Gemisch aus Methamphetamin und Koffein verbreitet, die Vorlage:ThS, auch Yaba oder Yaabaa geschrieben, genannt werden. Diese Droge wurde zunächst als Ya Ma, „Pferdedroge“, vermarktet. Die heute übliche Bezeichnung Ya Ba, die seit 1996 auf Vorschlag des damaligen thailändischen Gesundheitsministers verwendet wird, bedeutet hingegen „verrückte Droge“ oder „Droge des Wahnsinns“. Ya Ba hat Heroin als meist benutzte Droge in Thailand abgelöst. Es wird meist in Laboren im Grenzgebiet von Myanmar und Thailand hergestellt. Diese Konsumform ist auch in anderen süd- und südostasiatischen Ländern (Bangladesch, Indien, Philippinen, Indonesien) unter verschiedenen Szenenamen verbreitet. Mit asiatischen Immigranten hat sie auch ihren Weg nach Israel und in die USA gefunden. Die Tabletten werden meist oral konsumiert, können aber auch verdampft und inhaliert werden.

Herstellung

Methamphetamin entsteht durch:

Die drei letzteren Herstellungsprozesse verlaufen enantiospezifisch. Die Herstellung ist halbsynthetisch, wenn Methamphetamin (Summenformel C10H15N) aus dem natürlich vorkommenden Ephedrin (C10H15NO) gewonnen wird.

Vor 1980 wurde Methamphetamin oft auf erstgenanntem Herstellungsweg aus Phenylaceton synthetisiert, wobei vor allem die Rockergruppe Hells Angels in den 1960ern auf diese Weise große Mengen produzierte. Heute unterliegt Phenylaceton strenger Überwachung (z. B. in Deutschland dem Grundstoffüberwachungsgesetz), weshalb dieser Syntheseweg eher selten geworden ist. Die Reduktion von Ephedrin bzw. Pseudoephedrin ist seit Anfang der Achtziger wahrscheinlich am verbreitetsten.<ref name="Logan" /> Ephedrin oder Pseudoephedrin wird entweder aus frei erhältlichen Schnupfenmitteln, durch verschiedene Stufen organischer Lösungsmittel, extrahiert oder stammt vom osteuropäischen Schwarzmarkt.<ref>Methamphetamine: a European Union perspective in the global context. (PDF; 1,5 MB) EMCDDA, Europol, Lisbon, July 2009 (PDF; 1,6 MB).</ref> Beim Extrahieren entsteht das reine Isomer (S)-Pseudoephedrin. Anschließend wird es durch die Reduktion z. B. mit Iod und rotem Phosphor, zum (S)-N-Methylmethamphetamin umgesetzt.<ref name="ChemUZ" />

Eine Alternative basiert auf Phenylessigsäure und Essigsäure (bzw. dem Essigsäureanhydrid) und führt bei Kondensation auf Thoriumoxid als Katalysator im Rohrofen zunächst zu Phenylaceton. Anschließend erfolgt die Umsetzung des Phenylacetons mit Methylamin und nachfolgende Reduktion des entstehenden N-Methylimins. Als Reduktionsmittel kann dabei Quecksilber-Aluminiumamalgam, Natriumamalgam oder Lithiumaluminiumhydrid zum Einsatz kommen. Da die Reaktion nicht stereospezifisch ist, wird auf diesem Weg das Racemat (S)/(R)-N-Methylamphetamin erhalten. Das erhaltene Produkt wird anschließend durch alkalische Wasserdampfdestillation von etwaig verbleibenden Ausgangsstoffen sowie Nebenprodukten getrennt. Dabei entstehen die typisch riechenden Dampfwolken illegaler Methylamphetamin-Herstellung.<ref name="ChemUZ">Falk Harnisch, Tunga Salthammer: Die Chemie bei Breaking Bad. Ein Chemiker als Serienprotagonist. In: Chemie in unserer Zeit. Band 47, Heft 4, 2013, S. 214–221, doi:10.1002/ciuz.201300612.</ref>

In vielen Ländern werden illegale Methamphetamin-Produktionen in sogenannten Drogenküchen durchgeführt. Sie reichen von kleinen, provisorischen Anlagen in Wohnungen oder Hinterhöfen bis zu größeren, versteckten Produktionsstätten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Polizeiberichte und Fachstellen beschreiben typische Merkmale: starke chemische Gerüche, Behälter mit Flüssigkeiten, verschmutzte oder beschädigte Innenräume sowie erhöhte Brand- und Gesundheitsrisiken für Bewohner und Einsatzkräfte. Wegen der Toxizität der Rückstände müssen Räume nach dem Auffinden oft fachgerecht dekontaminiert werden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im September 2016 beschloss die EU-Kommission eine Verschärfung des Zugangs zu Chlorephedrin. Dieser Wirkstoff, der bislang legal erhältlich war, fällt seitdem in die Kategorie 1 der EU-Verordnungen zu Drogenausgangsstoffen und unterliegt damit sehr starken Handelsrestriktionen sowie strengsten Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref name="DAZ2018" />

Stereochemie

Methamphetamin besitzt ein Stereozentrum am C2-Kohlenstoff. Das (S)-(+)-Isomer ist optisch rechtsdrehend und pharmakologisch etwa 3- bis 4-mal stärker wirksam als das (R)-(−)-Isomer. Industriell hergestellte Methamphetamin-Arzneimittel (Desoxyn®) enthalten stets das enantiomerenreine (S)-Methylamphetamin bzw. dessen Hydrochlorid, während ein einfacher herzustellendes Racemat [1:1-Gemisch aus (S)-Methylamphetamin (links) und (R)-Methylamphetamin] auf illegale Herkunft hindeutet.<ref name="Logan" />

Strukturformel von (S)-Methylamphetamin und (R)-Methylamphetamin

Strukturformeln von (S)-Methylamphetamin (links) und (R)-Methylamphetamin (rechts)

Die Literatur über die unterschiedliche pharmakologische Wirksamkeit von Enantiomeren eines Arzneistoffes ist umfangreich.<ref>Irving W. Wainer, Dennis E. Drayer: Drug Stereochemistry. Marcel Dekker, New York und Basel 1988, S. 209–368, ISBN 0-8247-7837-5.</ref>

Analytik

Die zuverlässige qualitative und quantitative Analyse von Methamphetamin gelingt in den unterschiedlichen Untersuchungsmaterialien wie Blut, Blutserum, Haaren, Fuß-/Fingernägeln, Atemluft, Urin oder Flusswasser nach geeigneter Probenvorbereitung durch die Kopplung chromatographischer Verfahren wie der Gaschromatographie oder HPLC mit der Massenspektrometrie.<ref>K. Uekusa, M. Hayashida, N. Saito, K. Mashiko, K. Hara, B. Waters, Y. Ohno: Methamphetamine and amphetamine concentrations in survivors of body-packer syndrome in Japan. In: Forensic Science International. 10. April 2013, Band 227 (1–3), S. 45–47, PMID 23116635.</ref><ref>M. S. Castaneto, A. J. Barnes, K. B. Scheidweiler, M. Schaffer, K. K. Rogers, D. Stewart, M. A. Huestis: Identifying methamphetamine exposure in children. In: Therapeutic Drug Monitoring. Band 35(6), 2013. S. 823–830, PMID 24263642.</ref><ref>O. Beck: Exhaled breath for drugs of abuse testing – evaluation in criminal justice settings. In: Science and Justice. Band 54(1), 2014. S. 57–60, PMID 24438778.</ref><ref>P. M. O’Byrne, P. V. Kavanagh, S. M. McNamara, S. M. Stokes: Screening of stimulants including designer drugs in urine using a liquid chromatography tandem mass spectrometry system. In: Journal of Analytical Toxicology. Band 37(2), 2013. S. 64–73, PMID 23316030.</ref><ref>W. Wongniramaikul, A. Choodum, L. Dennany, N. Nic Daeid: A comprehensive chromatographic comparison of amphetamine and methylamphetamine extracted from river water using molecular imprinted polymers and without the need for sample derivatization. In: Journal of Separation Science. Band 35(23), 2012. S. 3332–3339, PMID 23184370.</ref>

Bei Abwasser-Analysen durch die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (2017) fand man die höchsten Methamphetamin-Werte in Chemnitz (240 mg pro 1000 Einwohner und Tag), Erfurt (212 mg pro 1000 Einwohner und Tag) und České Budějovice (200 mg pro 1000 Einwohner und Tag). In Metropolen wie Paris und Lissabon dagegen enthielten Abwasserproben nahezu keine Methamphetamin-Spuren – jedoch Spuren von Kokain.<ref>EU drugs agency (EMCDDA) und Sewage analysis CORe group — Europe (SCORE): Wastewater analysis and drugs — a European multi-city study. emcdda.europa.eu. Lissabon, 7. März 2018.</ref>

Rechtslage

Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland ist Methamphetamin laut Vorlage:§§ des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) ein verkehrsfähiges, aber nicht verschreibungsfähiges Betäubungsmittel. Ein Handeltreiben damit und jeglicher Besitz ist ohne Erlaubnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bundesopiumstelle) strafbar.<ref name="btmgappII" />

Zur Begründung der Umstufung von den verschreibungsfähigen in die nicht verschreibungsfähigen Betäubungsmittel heißt es in der 21. Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung vom 18. Februar 2008:<ref>Einundzwanzigste Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung – 21. BtMÄndV. 18. Februar 2008, abgerufen am 27. Januar 2017.</ref> „Der zunehmende Missbrauch von Methamphetamin, in der Drogenszene als ‚Crystal‘ bezeichnet, macht eine Umstufung des Stoffes in die Anlage II des BtMG (verkehrs-, aber nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel) erforderlich. Eine Umstufung in Anlage I des BtMG (nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel) ist nicht angebracht, da der Stoff als Ausgangsstoff für die Arzneimittelherstellung dient und deshalb verkehrsfähig bleiben soll. Die bisherige IUPAC-Bezeichnung für Methamphetamin lautete (S)-(Methyl)-(1-phenylpropan-2-yl)azan. Nach der neuesten Fassung der IUPAC-Nomenklatur ist der chemische Name (2S)-N-Methyl-1-phenylpropan-2-amin.“

Seit dem 1. Februar 1998 lautet die amtliche Schreibweise im Betäubungsmittelgesetz und in der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) der Bundesrepublik Deutschland Metamfetamin. Sie wurde mit der Zehnten Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (10. BtMÄndV)<ref>10. BtMÄndV Art. 1 Nr. 1 Buchst. b; Art. 1 Nr. 3; Art. 3 (PDF).</ref> (BGBl. I S. 74) an die WHO-Nomenklatur angepasst.

Die zur Beurteilung der Schwere eines Betäubungsmitteldeliktes bedeutsame nicht geringe Menge hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 3. Dezember 2008 bei 5 g des Wirkstoffs Metamfetamin-Base (ca. 6,2 g Metamfetaminhydrochlorid) erkannt. Nach Anhörung von Sachverständigen hält er die Gleichstellung mit anderen Amphetaminderivaten nicht für sachgerecht, da die Gefährlichkeit im Hinblick auf Suchtpotential und Gesundheitsschädlichkeit eher der von Crack entspreche.<ref>Vorlage:Cite web BGH-Urteil Az.: 2 StR 86/08 vom 3. Dezember 2008, Leitsatz und ab S. 11.</ref> Das Erreichen dieses Grenzwertes bedeutet eine Mindestfreiheitsstrafe von 1 Jahr, bei Einfuhr von 2 Jahren und bei einer Handlung in einer Bande oder mit einer Waffe wie einem Messer von 5 Jahren<ref>§ 29a Abs. 1 Ziff. 2, § 30 Abs. 1 Ziff. 4 und § 30a BtMG.</ref>. Bei Methamphetaminracemat – (RS)-(Methyl)-(1-phenylpropan-2-yl)azan – beginnt die nicht geringe Menge nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17. November 2011 (3 StR 315/10) bei 10 g der wirkungsbestimmenden Base.<ref>Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17. November 2011, Az.: 3 StR 315/10, Urteilsbesprechung auf Rechtslupe.de</ref> Am 10. August 2023 hat der BGH für Levometamfetamin die nicht geringe Menge auf 50 g der wirkungsbestimmenden Base festgelegt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Unabhängig von den oben genannten Regularien ist das Führen von Kraftfahrzeugen unter Methamphetamin-Einfluss gem. § 24a StVG ordnungswidrig, im Falle einer daraus resultierenden Fahruntüchtigkeit ist das Führen von Fahrzeugen oder Kraftfahrzeugen strafbar gem. § 316 StGB.

Österreich

In Österreich ist Methamphetamin als Suchtgift im Sinne des Suchtmittelgesetzes eingestuft, denn es ist in der Anlage II des Übereinkommens von 1971 über psychotrope Stoffe aufgeführt.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Somit sind der Erwerb, der Besitz, das Inverkehrbringen, die Ein- oder Ausfuhr, die Erzeugung, das Überlassen oder Verschaffen grundsätzlich verboten. Jedoch darf Methamphetamin unter bestimmten Gegebenheiten zu Erzeugnissen, die keine psychotrope Wirkung entfalten, verarbeitet und zu diesem Zweck eingeführt und erworben werden. So darf Methamphetamin beispielsweise zu Arzneimitteln verarbeitet werden oder in Forschungs- und Lehranstalten, die eine entsprechende Erlaubnis halten, zu Forschungs- und Lehrzwecken verwendet werden.

Schweiz

Methamphetamin ist im Verzeichnis a der Verordnung des Eidgenössischen Departments des Innern über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien (BetmVV-EDI) aufgeführt und damit ein Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Zur Herstellung, Verarbeitung, Ein- und Ausfuhr von Methamphetamin und daraus hergestellten Präparaten sind nur Firmen und Personen berechtigt, die eine Erlaubnis des Schweizerischen Heilmittelinstituts (Swissmedic) zur Herstellung oder zum Handel mit Betäubungsmitteln besitzen.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Tschechien

Der Besitz von bis zu 1,5 Gramm Methamphetamin gilt nur als Ordnungswidrigkeit, nicht als Straftat.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

USA

In den USA ist Methamphetamin gemäß Kategorisierung der amerikanischen Drogenvollzugsbehörde Drug Enforcement Administration (DEA) als Klasse-II-Droge (hohes Potenzial an Missbrauch, teilweise nachgewiesener medizinischer Nutzen, hohe Wahrscheinlichkeit für psychische oder physische Abhängigkeit, verschreibungspflichtig) eingestuft.

Parallel zur Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 in den Vereinigten Staaten von Amerika stimmten die Einwohner in einer Volksabstimmung des US-Bundesstaates Oregon der Entkriminalisierung des Besitzes einer geringfügigen Menge Methamphetamin zu. Seit dem 1. Februar 2021 wird bei Konsumenten eine geringe Menge Methamphetamin wie eine Ordnungswidrigkeit gehandhabt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Handelsnamen

Monopräparate:

Medien

Literatur

  • F. Betzler, S. Köhler: Methamphetamin. In: M. von Heyden, H. Jungaberle, T. Majić: Handbuch Psychoaktive Substanzen. Springer Reference Psychologie. Springer, Berlin/Heidelberg, S. 551–565, doi:10.1007/978-3-642-55125-3 67, ISBN 978-3-642-55125-3.
  • E Gouzoulis-Mayfrank, R Härtel-Petri, W Hamdorf, U Havemann-Reinecke, S Mühlig, N Wodarz: Clinical practice guideline: Methamphetamine-related disorders. In: Dtsch Arztebl Int, Heft 114/2017, doi:10.3238/arztebl.2017.0455, S. 455–461.
  • S3-Leitlinie Methamphetamin-bezogene Störungen. DGPPN, 2016, doi:10.1007/978-3-662-53541-7, ISBN 978-3-662-53540-0 (PDF).
  • Maik Baumgärtner, Mario Born, Bastian Pauly: Crystal Meth: Produzenten, Dealer, Ermittler. Ch. Links Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-86153-820-2.
  • Roland Härtel-Petri, Heiko Haupt: Crystal Meth. Wie eine Droge unser Land überschwemmt. riva, München 2014, ISBN 978-3-86883-366-9.
  • Gundula Barsch: „Crystal-Meth“. Einblicke in den Lebens- und Konsumalltag mit der Modedroge „Crystal“. Pabst Science Publishers, Lengerich 2014, ISBN 978-3-89967-910-6.
  • Falk Harnisch, Tunga Salthammer: Die Chemie bei Breaking Bad. Ein Chemiker als Serienprotagonist. In: Chemie in unserer Zeit. Band 47, Heft 4, 2013, S. 214–221, doi:10.1002/ciuz.201300612.
  • Hans-Christian Dany: Speed. Eine Gesellschaft auf Droge. Edition Nautilus, Hamburg 2008, ISBN 978-3-89401-569-5.
  • Paul Dempsey, David S. Segal, Arthur K. Cho: Amphetamine & Its Analogs. Psychopharmacology, Toxicology, & Abuse. Academic Press, San Diego CA u. a. 1994, ISBN 0-12-173375-0.
  • Norman Ohler: Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015, ISBN 978-3-462-04733-2.

Film

  • Jane Clark: Meth Head, Spielfilm; USA, 2012, 108 Min, mit Lukas Haas u. a.
  • Sönke el Bitar, Gorch Pieken: Schlaflos im Krieg – Die pharmazeutische Waffe. Dokumentation; Deutschland, USA, 2010, 52 Min.
  • Jonas Åkerlund: Spun, experimenteller Film von 2002, in dem drei Tage eines Methkonsumenten gezeigt werden.
  • Vince Gilligan: Breaking Bad, vielfach ausgezeichnete TV-Serie aus dem Jahr 2008, in der die Herstellung und der (illegale) Verkauf der Droge „Meth“ im Mittelpunkt steht. In der Serie schafft es der Protagonist Walter White, hochreines, blaues Meth herzustellen. Im US-Bundesstaat Utah wurde im August 2013 tatsächlich blaues Meth von der Polizei sichergestellt, dessen Färbung allerdings nicht durch einen speziellen Herstellungsprozess herbeigeführt wurde, sondern durch die Zugabe von Lebensmittelfarbe.<ref>'Breaking Bad' shows bygone meth era, Utah law enforcement says. In: The Salt Lake Tribune, 13. August 2013, abgerufen am 29. September 2013.</ref>
  • Vorlage:Internetquelle<ref>• Vorlage:Internetquelle
    Vorlage:IMDb</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

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Externe Links zu erwähnten Verbindungen

<references group="S" />

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