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Nike (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nike Inc.

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo NIKE.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US6541061031
Gründung 1964 (als Blue Ribbon Sports),
1971 (als Nike Inc.)
Sitz Beaverton, Oregon,
Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Vereinigte Staaten
Leitung
Mitarbeiterzahl 79.400 (2025)<ref name="AR2025">NIKE, INC. REPORTS FISCAL 2025 FOURTH QUARTER AND FULL YEAR RESULTS. Abgerufen am 12. Januar 2025.</ref>
Umsatz 46,3 Mrd. US-Dollar (2025)<ref name="AR2025" />
Branche Sportartikelhersteller
Website www.nike.com
Stand: 28. November 2025
Datei:15-08-NikeFactoryStore Wisconsin IMG 1218.JPG
Nike Factory Store in Wisconsin
Datei:Nike Shoes.jpg
Fußballschuhe von Nike
Datei:Airmax.jpg
Air Max Classic BW
Datei:Skateboard Nike Shoes Daytime July 2016.jpg
Skateboardschuhe von Nike

Nike Inc. (englisch offiziell [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈnaɪki],<ref>Rätsel um Aussprache der Marke „Nike“ gelöst. In: Yahoo Finanzen. 4. Juni 2014, abgerufen am 26. März 2019.</ref> angelehnt an {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), bzw. Nike, die griechische Siegesgöttin) ist ein 1964 bzw. 1971 gegründeter, international tätiger, US-amerikanischer Sportartikelhersteller. Sein Firmensitz ist Beaverton im US-Bundesstaat Oregon. Nike ist seit 1989 weltweit führender Sportartikelanbieter.<ref name="nikebiz.com"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unternehmenseigene Geschichtsdarstellung – 1980er Jahre (Memento vom 28. Februar 2010 im Internet Archive) Nikebiz (englisch).</ref> Nike kam Anfang 2025 auf eine Marktkapitalisierung von 99,5 Milliarden US-Dollar.<ref>Nike | NKE Stock Price, Company Overview & News. Abgerufen am 16. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Bill Bowerman, erfolgreicher Leichtathletiktrainer an der University of Oregon in Eugene, gründete im Juni 1964 gemeinsam mit Philip Knight das Unternehmen Blue Ribbon Sports. Die Firma vertrieb zunächst Sportschuhe der Marke Onitsuka Tiger (heute: Asics), ehe sie ab 1971 unter dem Namen Nike (Name der griechischen Göttin des Sieges) selbst Schuhe herstellte, die leichter waren und profiliertere Sohlen hatten als die üblichen US-amerikanischen.<ref>Charles Panati: Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge. Frankfurt 1994, S. 233 f.</ref> 1972 erschien die erste selbst produzierte Kollektion.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unternehmenseigene Geschichtsdarstellung – 1950er Jahre (Memento vom 29. Mai 2010 im Internet Archive) Nikebiz (englisch).</ref>

Der kommerzielle Erfolg Nikes war mit der Bindung an erfolgreiche Sportler verknüpft. Das Unternehmen rüstete Steve Prefontaine aus, der bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München über 5000 Meter den vierten Platz erreichte. Er machte Nike-Schuhe auch bei anderen Läufern bekannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unternehmenseigene Geschichtsdarstellung – 1970er Jahre (Memento vom 10. Juli 2009 im Internet Archive) Nikebiz (englisch).</ref> 1978 begann Nike mit dem Verkauf von Schuhen in Europa.

1984 nahm Nike den damaligen Basketballspieler-Rookie Michael Jordan unter Vertrag. Gemeinsam entwarfen sie eigene Kollektionen. Im ersten Jahr der Zusammenarbeit generierte Nike 130 Millionen US-Dollar mit der Marke Air Jordan. Insgesamt soll Jordan dem Unternehmen etwa 2,6 Milliarden US-Dollar Umsatz gebracht haben.<ref>The “Jordan Effect” The world’s greatest basketball player is also one of its great brands. What is his impact on the economy? CNN Money.com, 22. Juni 1998 (englisch).</ref><ref>How Michael Jordan Still Makes $100 Million A Year. forbes.com, 11. März 2015; abgerufen am 13. Juni 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Economics Of Nike’s Air Jordan Brand. (Memento vom 24. Juni 2017 im Internet Archive) themarketmogul.com, 19. September 2015; abgerufen am 13. Juni 2016.</ref> Der Beginn dieser Zusammenarbeit wird im Film Air: Der große Wurf von Ben Affleck dargestellt.

Im Jahr 1994 wurden die Fußballweltmeister aus Brasilien „verpflichtet“. 1995 übernahm Nike den kanadischen Eishockeyausrüster Canstar für 395 Millionen US-Dollar, darunter die Marke Bauer. 1996 folgte mit dem damals noch wenig bekannten Golfspieler Tiger Woods der nächste Coup nach Michael Jordan. Für fünf Millionen US-Dollar pro Jahr wurde Nike der Ausrüster des späteren Golfstars. Später wurde der Profi-Radrennfahrer und Triathlet Lance Armstrong für das Unternehmen gewonnen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unternehmenseigene Geschichtsdarstellung – 1990er Jahre. (Memento vom 13. Juli 2009 im Internet Archive) Nikebiz (englisch).</ref>

Im September 2003 übernahm Nike die Marke Converse für 305 Millionen US-Dollar.<ref name="finanzen-2021-01-25" />

Knight trat 2004 als Vorstand ab, sein Nachfolger wurde William D. Perez. Im Januar 2006 wurde Perez von Mark Parker abgelöst.

Mit der Kampagne „Stand up, speak up!“ („Steht auf, erhebt eure Stimme!“) wirbt Nike seit Februar 2005 gegen Rassismus und setzt sich für mehr Toleranz und Akzeptanz in europäischen Fußballstadien ein.

Im April 2008 wurde die Eishockeysparte Nikebauer an eine Investorengruppe aus Kohlberg & Company und dem kanadischen Geschäftsmann W. Graeme Roustan verkauft. Der Verkaufspreis wurde mit 200 Millionen US-Dollar angegeben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nike Completes Sale of Bauer Hockey! (Memento vom 28. April 2008 im Internet Archive) Nikebiz, 17. April 2008 (englisch).</ref>

Nike ist seit 2012 Hauptsponsor der NFL (die US-amerikanische Profiliga im American Football).

2015 schloss Nike erstmals in seiner Firmengeschichte einen lebenslangen Werbevertrag mit einem Sportler, mit LeBron James.<ref>LeBron James mit Werbevertrag auf Lebenszeit: Bis dass der Tod sie scheidet. In: Spiegel Online. 8. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. April 2016; abgerufen am 8. Dezember 2015.</ref>

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine schloss Nike Anfang März 2022 seine 116 Filialen in Russland; Ende Mai stoppte Nike auch das Franchise-Geschäft. Am 23. Juni 2022 gab Nike bekannt, die Filialen nicht mehr zu öffnen.<ref>Nike makes full exit from Russia after suspending operations</ref>

2024 waren bei Nike schwache Geschäftszahlen und einen einbrechenden Aktienkurs zu verzeichnen, weshalb von einer Unternehmenskrise gesprochen wurde. Im Oktober 2024 musste deshalb CEO John Donahoe zurücktreten, der durch seinen Vorgänger (bis 2020) Elliot Hill ersetzt wurde.<ref>Werben & Verkaufen: Nike: Gelingt der lange Lauf aus der Krise? | W&V. 24. Februar 2026, abgerufen am 9. April 2026.</ref><ref>Jordyn Holman, Julie Creswell: Nike C.E.O. John Donahoe Abruptly Retires Amid Declining Sales. In: The New York Times. 19. September 2024, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 9. April 2026]).</ref> Im Geschäftsjahr 2025 war der Gewinn allerdings weiterhin rückläufig.<ref>Nike’s net income falls 86% and revenue 12% in Q4 FY25</ref>

Ab 2027 ist Nike der offizielle Ausrüster des DFBs und löst damit den jahrzehntelangen Ausrüster Adidas ab. Mit mindestens 100 Millionen Euro im Jahr zahlt Nike etwa das Doppelte von Adidas.

Die Grafikdesign-Studentin Carolyn Davidson entwarf 1971 für rund 35 US-Dollar das Logo, den sogenannten Swoosh.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Designguide.at: Das Nike-Logo. 35 Dollar für einen Logo-Entwurf. (Memento vom 7. März 2018 im Internet Archive) Abgerufen am 22. Juli 2014.</ref> Die einzige Vorgabe von Nike-Gründer Philip Knight war, dass das Logo an eine Bewegung angelehnt sei. Der Swoosh soll an die Flügel der Göttin Nike erinnern.

Im Jahr 1983 wurde Carolyn Davidson zusätzlich mit einem Diamantring und Unternehmensaktien beschenkt.<ref name="finanzen-2021-01-25" />

Heute gilt der „Nike-Haken“ als eines der bekanntesten Markenzeichen der Welt, ebenso wie der Slogan Just do it.<ref>seeklogo.com: Nike Classic Logo Vector</ref> Die beiden Markenbestandteile werden entweder alleine für sich oder auch in Kombination zur Markenkennzeichnung verwendet.

Geschäftszahlen

Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete Nike einen Umsatz von 34,4 Mrd. $ bei einem Gewinn von 4,2 Mrd. $. Seit dem Jahre 2003 hat sich der Umsatz mehr als verdreifacht und der Gewinn mehr als verachtfacht. Der Börsenwert stieg im selben Zeitraum von 11,8 Mrd. $ auf 99,2 Mrd. $ an und betrug im Oktober 2018 ca. 142 Mrd. $.<ref>Nike – NKE – Sales Revenues. Abgerufen am 20. Oktober 2018.</ref><ref>NIKE Financial Statements 2005–2021 – NKE. Abgerufen am 3. September 2021.</ref>

Jahr Umsatz
in Mrd. US-Dollar
Gewinn
in Mrd. US-Dollar
Aktiva
in Mrd. US-Dollar
Börsenwert
in Mrd. US-Dollar
2003 10,7 0,5 6,8 11,8
2004 12,3 0,9 7,9 18,0
2005 13,7 1,2 8,8 23,9
2006 15,0 1,4 9,8
2007 16,3 1,5 10,7
2008 18,6 1,9 12,4 32,2
2009 19,2 1,5 13,2 25,0
2010 19,0 1,9 14,4 32,1
2011 20,1 2,1 15,0 41,3
2012 23,3 2,2 15,5
2013 25,3 2,5 17,5 47,3
2014 27,8 2,7 18,6 70,3
2015 30,6 3,3 21,6 83,7
2016 32,4 3,8 21,4 107,0
2017 34,4 4,2 23,3 99,2
2018 36,4 1,9 22,5
2019 39,1 4,0 23,7
2020 37,4 2,5 31,3 219,9
2021 44,5 5,7 37,7
2022 46,7 6,04 40,3
2023 51,2 5,07 37,5 160,5
2024 51,3 5,7 38,1 113,8
2025 46,3 3,2 36,5 90,1

Produkte

Schuhe

Bei der Gründung von Nike ging es anfangs nur um die Herstellung und den Vertrieb von Sportschuhen. Die Marke ist heute immer noch am meisten durch ihre verschiedenen, meist auch auffälligen Schuhmodelle bekannt; dieses Schuhsortiment beinhaltet heute unter anderem auch beliebte Sneakers bzw. Freizeitschuhe und verschiedene Laufschuhe in zahlreichen Farben und Variationen. Im Rahmen des Projektes, den ersten Marathonlauf unter 2 h zu organisieren, hat NIKE auch den Marathonlaufschuh so verändert, dass man mit ihm aufgrund einer veränderten Sohle aus gut verformbarer Thermoplastik und einer dünnen, federnden Carbonplatte in der Sohle<ref>Allison Goldstein: „Everything You Wanted to Know About the Biomechanics of the Nike Vaporfly 4 %“ runnersworld.com vom 23. Februar 2019.</ref> die Laufzeiten um bis zu 4 % verbessern können soll.<ref>Hoogkamer et al.: How biomechanical improvements in running ecoinomy couold break the 2-hour marathon barrier. Sports Medicine 47(9), 1739-170.</ref> Diese Nike Vaporfly 4 % bzw. ZoomX Vaporfly Next % erwiesen sich in wissenschaftlichen Versuchen anderen Modellen und sogar Spikes so überlegen<ref>Bernes & Kilding: A randomized cross-over study investigating the running economy of highly trained male and female distance runners in marathon racing shoes versus track spikes. Sport Medicine 49. 2019. (2), 332–342.</ref>, dass sie inzwischen von den meisten Spitzenläufern verwendet werden.<ref>Arnd Krüger: Neues Denken im Ausdauersport? Leistungssport 49.2019 (5), 32–34.</ref>

Sportbekleidung

Im Laufe der Jahre wurden viele weitere Sportartikel ins Sortiment aufgenommen. Diese Artikel sind unter anderem: Shorts, Stirn- und Armbänder, Hoodies und Sweatshirts, Jacken und Westen, Jerseys, Laufhosen bzw. Turn- und Trainingshosen, T-Shirts und Poloshirts.

Sport-Accessoires

Des Weiteren gibt es zahlreiche Sport-Accessoires, Sportausrüstungs- und -Zubehörartikel von Nike. Diese sind unter anderem Taschen und Rucksäcke, Hüte und Kappen, Tennis-, Basket- und Fußbälle, Schienbeinschoner, Socken, Handschuhe, Handtücher und Uhren.

Fitness-Tracker

Mit Nike+ stieg das Unternehmen in das Geschäft mit Fitness-Trackern ein und bot Produkte wie das Fitnessarmband „Nike+ Fuelband“ und verschiedene Wearables an. Außerdem brachte das Unternehmen die Smartphone-App „Nike+ Running“ für iOS und Android heraus, mit der Läufe aufgenommen werden können. Im April 2014 kündigte Nike an, die Entwicklung seiner Fitnessarmbänder einzustellen.<ref>heise.de: Nike beschließt Fuelband-Aus, abgerufen am 16. Juli 2014.</ref> Vorhandene Produkte wurden aber bis April 2018 unterstützt.<ref>Fitness not first: Nike gibt Fuelband auf. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 15. Juli 2018]).</ref> Im August 2016 wurde die App in „Nike+ Run Club“ umbenannt und bekam gleichzeitig eine Überarbeitung, was viel Kritik auslöste.<ref>Benedikt Fuest: App-Update: So vergrault Nike seine joggenden Kunden. In: Die Welt. 29. August 2016 (welt.de [abgerufen am 15. Juli 2018]).</ref> Im Oktober 2016 erschien die Apple Watch Nike+, eine Zusammenarbeit zwischen Apple und Nike. Bis auf kleine Unterschiede war die Smartwatch eine reguläre Apple Watch Series 2.<ref>Zusammenarbeit mit Nike: Am 28. Oktober kommt Apples Lauf-Uhr. In: stern.de. 17. Oktober 2016 (stern.de [abgerufen am 15. Juli 2018]).</ref> Zur Apple Watch Series 3 erschien erneut ein Modell in Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen mit dem identischen Namen wie der Vorgänger.<ref>Apple Watch Series 3: Nike-Version nun im Handel erhältlich. In: mobiFlip.de. 6. Oktober 2017 (mobiflip.de [abgerufen am 15. Juli 2018]).</ref>

Sponsoring von Sportlern

Das Unternehmen stattet viele Sportler in diversen Sportarten aus:<ref>The Nike monopoly in sport (backpagefootball.com vom 28. Februar 2014, abgerufen am 6. März 2014).</ref>

Sponsoring von Sportstätten

Im Juli 2022 wurde auf dem Tempelhofer Feld in Berlin der Satou Sabally Court, ein integrativer Basketballplatz, eröffnet. Der Platz wurde auf Initiative und Finanzierung durch Nike hergestellt im Rahmen des Programms "Take Flight – Festival für Basketballer*innen 2022". Der Platz wurde von der Berliner Künstlerin Bahar Bambi farbenfroh gestaltet.<ref>Satou Sabally: Nike eröffnet integrativen Basketball-Court in Berlin. Abgerufen am 29. Januar 2024.</ref> Im Rahmen einer Erweiterung von Unterkünften für Flüchtlinge plant der Berliner Senat den Abbruch der Anlage, zusammen mit Beachvolleyballplätzen und den historischen Baseball-Plätzen, dem Gail S. Halvorsen Park.<ref>Vorlage – zur Beschlussfassung – Gesetz über die Unterbringung und Versorgung von geflüchteten Menschen und Asylbegehrenden auf dem Tempelhofer Feld. 1. Dezember 2023, abgerufen am 29. Januar 2024.</ref>

„Breaking2“-Rekordversuch

Am 6. Mai 2017 starteten die drei Langstreckenläufer Eliud Kipchoge, Lelisa Desisa und Zersenay Tadese zusammen mit mehreren Tempomachern auf dem Formel-1-Kurs in Monza mit dem von Nike organisierten Versuch, die Bestzeit für den Marathon mit gezielter Vorbereitung und Ausrüstung unter zwei Stunden zu bringen<ref>Breaking2: Fragen und Antworten (abgerufen am 6. Mai 2017).</ref> – „Breaking2“ bedeutet übersetzt etwa „die 2 [Stunden] knacken“. Dabei scheiterten sie knapp: Kipchoge lag als Schnellster nur 25 Sekunden über der Zwei-Stunden-Marke.<ref>Marathon unter zwei Stunden: Eliud Kipchoge scheitert knapp. In: FAZ.NET. 6. Mai 2017, abgerufen am 27. Oktober 2020.</ref> Das Ergebnis gilt jedoch nicht als Weltrekord, da bei dem Rennen die Regeln des Leichtathletikweltverbandes IAAF für Marathonläufe nicht eingehalten wurden.

Kaufhaus

Datei:Berlin niketown 02.05.2013 13-31-45.jpg
Niketown Berlin, einen Monat vor der Schließung 2013

Unter dem Namen Niketown eröffnete Nike 14 Kaufhäuser in den USA, Großbritannien, Frankreich und in Deutschland. Das erste Niketown wurde 1990 in Portland eröffnet. Das 1996 in Manhattan eröffnete Niketown ist das Aushängeschild von Nike. Von 1999 bis 2013 gab es an der Tauentzienstraße in Berlin-Charlottenburg das erste deutsche Niketown-Kaufhaus, in dem im April 2014 eine Filiale der japanischen Textilkette Uniqlo eröffnet wurde.<ref>Baustelle Berlin In der City West wird noch viel mehr gebaggert, Der Tagesspiegel, 3. April 2014.</ref> Im Februar 2014 wurde eine neue Filiale wenige Meter vom alten Standort eröffnet.<ref>Berlin-Charlottenburg Schneller Wechsel am Europa-Center, Der Tagesspiegel, 15. Februar 2014.</ref><ref>Nike eröffnet neuen Flagship Store in Berlin. In: fashionunited.de. 10. Februar 2014, abgerufen am 27. Oktober 2020.</ref>

Nike Barber Shop

Im Juni 2012 begann das Unternehmen ein neues Werbekonzept mit dem Nike Barber Shop, einem Friseursalon im Stil der 1920er Jahre. Die Salons öffneten gleichzeitig in Buenos Aires, Mailand, Madrid, Mexiko-Stadt, Moskau und Paris. Der Pariser Barber Shop bestand in der Cremerie de Paris und auf einen Monat beschränkt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" /> Eröffnung des Nike Barbershop in der Cremerie de Paris (Memento vom 16. Juni 2012 im Internet Archive).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Entstehen des Nike Barbershop in der Cremerie de Paris (Memento vom 10. Juni 2012 im Internet Archive).</ref> – für diesen „Pop-Up-Laden“ wurde ein Werbevideo mit dem Fußballer Mario Balotelli gedreht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" /> Nike Barbershop Video (Memento vom 19. November 2012 im Internet Archive).</ref>

Kritik

Missstände in Fabriken und Zulieferbetrieben

Während hohe Summen in Marketingbudgets fließen, werden gleichzeitig die Löhne in der Produktion so niedrig wie möglich gehalten.

Seit den 1970er Jahren bis in die Gegenwart ist Nike mit Vorwürfen von Menschenrechtsorganisationen an den Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken konfrontiert. Einer Studie zufolge arbeiteten 2005 rund 650.000 Menschen in Partner-Fabriken für Nike, vorwiegend in Südostasien. In bis zu 50 Prozent der Betriebe war der Zugang zu Toiletten und Trinkwasser während der Arbeitszeit beschränkt. In mehr als der Hälfte der 700 Fabriken betrug die Arbeitszeit mehr als 60 Stunden pro Woche und in jeder vierten Fabrik wurde weniger als der vorgeschriebene Mindestlohn gezahlt.<ref>Sportartikelriese Nike stellt sich an den Pranger welt.de, abgerufen am 14. September 2018.</ref>

Das Unternehmen wird unter anderem im Schwarzbuch Markenfirmen der Ausbeutung, Kinderarbeit und anderer Missstände in Zulieferbetrieben bezichtigt.<ref>Klaus Werner, Hans Weiss: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schwarzbuch Markenfirmen – Die Machenschaften der Weltkonzerne (Memento vom 10. Oktober 2007 im Internet Archive) (verschiedensprachig, u. a.: deutsch, englisch, französisch).</ref> Auch der US-amerikanische Filmemacher Michael Moore kritisiert das Unternehmen im Dokumentarfilm Der große Macher. Nike hatte zuvor einen Großteil seiner Schuhproduktion nach Indonesien ausgelagert, die dort teilweise von Kindern für 19 US-Cent pro Stunde Arbeitslohn gefertigt wurden.<ref>Michael Moore (michaelmoore.com): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Score one for ‘the big one’! – Nike Raises Minimum Age (Memento vom 19. August 2007 im Internet Archive), 12th May 1998 (englisch).</ref>

2016 verrichteten mehr als eine Million Menschen in 565 Fabriken in 42 Ländern Auftragsarbeit für Nike. In den meisten asiatischen Ländern reicht ihr Lohn kaum für den Lebensunterhalt.<ref>Die Sneaker-Fabrikanten versuchen sich in fairer Produktion nzz.ch, abgerufen am 14. September 2018.</ref> Ein 2016 von der Aufsichtsbehörde Worker Rights Consortium (WRC) veröffentlichter Bericht über eine vietnamesische Nike-Fabrik mit rund 8500 Mitarbeitern zeigte erneut zahlreiche Missstände auf. Neben zu geringer Bezahlung und Zwangsüberstunden wurden schwangere Frauen systematisch entlassen. Mitarbeiter wurden beleidigt und waren hohen Temperaturen und giftigen Dämpfen ausgesetzt. Kranke durften nicht freinehmen, der Zugang zu Toiletten war eingeschränkt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Worker Rights Consortium (Memento vom 22. September 2018 im Internet Archive) workersrights.org, abgerufen am 14. September 2018.</ref><ref>Nike reagiert auf US-Studentenproteste wegen Arbeitsbedingungen derstandard.de, abgerufen am 14. September 2018</ref>

Paradise Papers

Im November 2017 wurde Nike in den Veröffentlichungen der Paradise Papers aufgelistet.<ref>Paradise Papers – Die Recherche der Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 7. November 2017.</ref> Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, war Nike Kunde von Kanzlei Appleby, die Nike dabei half, in Deutschland kaum Steuern zu bezahlen. Berichten zufolge nutzte Nike ein Steuerschlupfloch in den Niederlanden, die sogenannte CV-BV-Struktur.<ref>Süddeutsche de GmbH, Munich Germany: So funktioniert das Steuersparmodell von Nike. Abgerufen am 8. November 2017.</ref>

Vernichten von Neuware

Im Jahr 2021 wurde durch Recherchen von NDR, Die Zeit und der Flip-Redaktion bekannt, dass Nike Neuware, darunter Retouren, vernichtet.<ref>Manuel Daubenberger, Johannes Edelhoff, Willem Konrad, Felix Rohrbeck und Christian Salewski: Nike vernichtet Neuware. In: Tagesschau. Norddeutscher Rundfunk, 11. November 2021, abgerufen am 11. November 2021.</ref><ref>Anne Kunze, Felix Rohrbeck und Christian Salewski: Sneakerjagd: Schmutziger Fußabdruck. In: Zeit online. 11. November 2021, abgerufen am 11. November 2021.</ref>

Siehe auch

Veröffentlichung

  • Phil Knight: Shoe Dog. FinanzBuch Verlag FBV, München 2016, ISBN 978-3-89879-992-8 (Autobiografie des Nike-Mitgründers).
  • Phil Knight: Shoe Dog. Scribner, New York 2016 (Amerikanische Originalausgabe).

Weblinks

Commons: Nike – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="finanzen-2021-01-25">Isabell Tonnius: Nike: Die Erfolgsgeschichte des größten Sportartikelherstellers weltweit. Finanzen.net, 25. Januar 2021, abgerufen am 31. Januar 2021.</ref> </references>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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