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RAF Bomber Command

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Streitkräfte Royal Air Force

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Truppengattung Bomber

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Typ Funktionalkommando

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Gliederung

No. 1 Bomber Group
No. 2 Bomber Group
No. 3 Bomber Group
No. 4 Bomber Group
No. 5 Bomber Group
No. 6 Bomber Group (RCAF)
No. 7 Bomber Group (Training)
No. 8 Bomber Group (Pfadfinder)
No. 91 Group
No. 92 Group
No. 93 Group
No. 100 Group<ref>Charles Messenger: ‘Bomber’ Harris and the Strategic Bomber Offensive, 1939–1945. Arms and Armour, 1984, ISBN 0-85368-677-7, S. 183.</ref> }}

Truppenteile

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Stärke

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Unterstellung

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ab 1940: High Wycombe

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Ehemalige Standorte

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Herkunft der Soldaten

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Spitzname

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Inhaber

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Schutzpatron

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Traditionsfolge

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Stammliste

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Stammnummer

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Marsch

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Maskottchen

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Jahrestage

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Auszeichnungen

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Website

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Ehemalige
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Air Chief Marshal Arthur Harris }}

Alte Bezeichnungen

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Insignien

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Luftfahrzeuge

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Schlachtflugzeug

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Bomber Fairey Battle, Bristol Blenheim, Handley Page Hampden, Vickers Wellesley, Vickers Wellington, Armstrong Whitworth Whitley, Avro Manchester, Short Stirling, Handley Page Halifax, Avro Lancaster, De Havilland DH.98 Mosquito, Avro Lincoln, Boeing B-29 Superfortress (Washington B.1), English Electric Canberra, Vickers Valiant, Avro Vulcan, Handley Page Victor

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Elektronische
Kampfführung

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Kampfflugzeug/
-hubschrauber

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Abfangjäger

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Patrouille

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Aufklärungsflugzeug/
-hubschrauber

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Ausbildung

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Transportflugzeug/
-hubschrauber

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Das RAF Bomber Command war von 1936 bis 1968 das Oberkommando über die Bomberflotte der Royal Air Force. Bomber Command stand auch für die britische Bomberflotte als solche. Seine Aufgabe war die Planung und Führung von strategischen Bombenangriffen.

Geschichte

Liegenschaften und Inventar

Das Hauptquartier des RAF Bomber Command war in den Jahren 1936 bis 1940 in Uxbridge im Westen Londons, ab 1940 in High Wycombe, Buckinghamshire.

Datei:British WW2 bombers comparison.png
Schwere Bomber im Vergleich: Stirling (gelb), Halifax (pink) und Lancester (blau)

Die wichtigsten leichten und mittelschweren Bombertypen des RAF Bomber Command waren:

Die folgenden viermotorigen schweren Bomber-Typen kamen (teils ergänzend) während des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz:

Zweiter Weltkrieg

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Während des Zweiten Weltkrieges führte das Bomber Command eine Vielzahl von Bombenangriffen auf Ziele in Deutschland, im deutsch besetzten Europa sowie im faschistischen Italien durch. Das Bomber Command setzte während des Krieges rund 125.000 Mann an fliegenden Besatzungen ein, von denen 55.573 ums Leben kamen (entspricht fast 45 %). Weitere 8403 wurden verwundet und 9838 gerieten in Kriegsgefangenschaft.<ref>W. R. Chorley: Royal Air Force Bomber Command Losses of the Second World War: Aircraft and crew losses: 1945. Midland Counties Publications, 1992, S. 182.</ref>

Vor dem Hintergrund statistischer Untersuchungen des britischen Air Ministry über die Effektivität bereits erfolgter britischer Luftangriffe kam es zur Entscheidung, verstärkt Brandbomben und Luftminen über dicht bebauten Stadtgebieten Deutschlands abzuwerfen. Diese Strategie wurde am 14. Februar 1942 in der Area Bombing Directive („Anweisung zum Flächenbombardement“) festgelegt. Premierminister Winston Churchill in seiner Rolle als Vorsitzender des Kriegskabinetts beauftragte den interimistischen Oberbefehlshaber (Commander-in-chief) des RAF Bomber Command, Luftmarschall John Baldwin mit der Umsetzung dieses „morale bombing“. Das Ende März 1942 herausgegebene „Dehousing Paper“ des britischen Kabinetts sah vor, durch gezielte Zerstörung von Wohngebieten der Industriearbeiter den Widerstandswillen in der deutschen Zivilbevölkerung zu brechen und diese dazu zu bringen, sich gegen das Regime der Nationalsozialisten zu stellen.

Der Luftkrieg der Royal Air Force gegen deutsche Städte begann am 11. Mai 1940 mit einem Angriff von 35 Bombern auf München-Gladbach (heute: Mönchengladbach). Besonders präsent im kollektiven Gedächtnis der Deutschen blieben die verheerenden Luftangriffe auf Hamburg im Sommer 1943 und die Zerstörung Dresdens Mitte Februar 1945. Über 20 weitere Flächenbombardements auch kleinerer Städte hatten Feuerstürme zur Folge, in denen sehr viele Zivilisten ums Leben kamen und große Teile des Gebäudebestandes vernichtet wurden. Mit dem Luftangriff auf Potsdam in der Nacht zum 15. April 1945 beendete die RAF ihren Bombenkrieg gegen deutsche Städte; am 16. April 1945 erklärte das Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force (SHAEF) in Europa den strategischen Luftkrieg für gewonnen.<ref>Seite 324 unten</ref>

Gegen Italien flog Bomber Command von 1940 bis 1942 nur spärlich Angriffe. Ab Oktober 1942 startete dann eine Luftoffensive gegen Italien mit der Bombardierung oberitalienischer Städte.<ref>Richard Overy: Der Bombenkrieg – Europa 1939–1945. Rowohlt 2014, ISBN 978-3-87134-782-5, S. 737 f.</ref> Die Krise, die dadurch ausgelöst wurde, war so schwer, dass es den Alliierten möglich erschien, Italien aus dem Krieg herauszubomben.<ref>Richard Overy: Der Bombenkrieg – Europa 1939–1945. Rowohlt 2014, ISBN 978-3-87134-782-5, S. 737 f. und S. 749.</ref> Die Angriffe auf Italien wurden gemeinsam mit der 9. US-Luftflotte 1943 intensiviert, um die Opposition gegen Mussolini zu stärken.<ref>Richard Overy: Der Bombenkrieg – Europa 1939–1945. Rowohlt 2014, ISBN 978-3-87134-782-5, S. 749 f.</ref> Die Angriffe trafen einen versagenden Staat und eine kriegsmüde Bevölkerung und leisteten einen Beitrag, dass Benito Mussolini abgesetzt wurde und sein Nachfolger Pietro Badoglio mit dem Waffenstillstand von Cassibile den Krieg Italiens gegen die Alliierten am 3. September 1943 beendete.<ref>Richard Overy: Der Bombenkrieg – Europa 1939–1945. Rowohlt 2014, ISBN 978-3-87134-782-5, S. 756 und S. 758 f.</ref>

Etwa fünf Prozent der Einsätze wurden zur Verlegung von Seeminen aus der Luft geflogen. Das Codewort dafür war Gardening, da man die Minen aussäte. Die Zahl der ausgelegten Minen stieg bis 1942 auf Tausend im Monat. Zielgebiete waren die norwegische Küste, die Ostsee mit ihren Übungsgebieten für U-Boote, die Helgoländer Bucht, der Golf von Biskaya, das Mittelmeer und während der Operation Overlord die Flanken der Landungsflotte. Insgesamt legte Bomber Command 47.307 Minen aus. Die Royal Air Force gibt an, insgesamt 762 Schiffe der Achsenmächte versenkt und 196 beschädigt zu haben.<ref>John S. Shilstom: “World War II Aerial Minelaying in Europe.” Mines Away!: The Significance of U.S. Army Air Forces Minelaying in World War II Air University Press, Mai 1992, S. 7–9.</ref>

Stärke im Vereinigten Königreich, 1939–1945<ref>Richard Overy: Der Bombenkrieg – Europa 1939–1945. Rowohlt 2014, ISBN 978-3-87134-782-5, S. 450.</ref>
Jahr Staffeln Personalstärke Standorte
leichte Bomber Mittlere Bomber Schwere Bomber Piloten Fliegend Boden WAAF
1939 (Sept) 6 17 N/A N/A N/A N/A 20
1940 6 17 1.110 6.702 49.685 2.408 N/A
1941 9 32 3 2.133 20.633 99.515 10.169 N/A
1942 9 33 15 1.468 23.003 115.570 22.092 45
1943 10 16 36 2.403 45.330 127.914 34.080 60
1944 5 0,5 60,5 3.747 52.476 134.834 38.157 81
1945 10 0 73 3.501 49.418 136.629 37.292 71

Spätere Kampfeinsätze

Ab 1947 waren Lancesterbomber in Nairobi stationiert. Sie beteiligten sich von 1953 bis 1956 an Offensivaktionen gegen die Aufständischen im postkolonialen Mau-Mau-Krieg.<ref>Ken Delve: Bomber Command 1936–1968: An Operational & Historical Record. Pen & Sword Aviation, 2005, ISBN 1-84415-183-2, S. 144.</ref>

Ab 1950 wurden Avro Lincoln in Singapur stationiert, die 1955 durch Canberra ersetzt wurden. Die strategischen Bomber wurden gegen die Unabhängigkeitsbewegung während der Malayan Emergency eingesetzt.<ref>Ken Delve: Bomber Command 1936–1968: An Operational & Historical Record. S. 142 f.</ref>

Während der Suezkrise 1956 wurden strategische Bomber nach Malta und Zypern verlegt. Sie griffen ägyptische Luftwaffenbasen an.<ref>Ken Delve: Bomber Command 1936–1968: An Operational & Historical Record. S. 144–146.</ref>

Kalter Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg bildeten die kernwaffenfähigen strategischen V-Bomber (Valiant, Victor und Vulcan) die Hauptschlagkraft des Bomber Command. Ab dem Jahr 1950 verfügte Bomber Command auch über atomwaffenfähige Mittelstreckenraketen des Typs Thor, die bis 1963 verfügbar waren.<ref>Ken Delve: Bomber Command 1936–1968: An Operational & Historical Record, S. 260 f.</ref>

Das Ende des Bomber Command kam im Jahr 1968, als es mit dem Fighter Command zum RAF Strike Command zusammengefasst wurde. Die Rolle als Trägersysteme für die britischen Nuklearwaffen übernahmen die U-Boote der Royal Navy.

Erinnerung

Oberbefehlshaber

Befehlshaber
Nr. Bild Commander in Chief Rang von bis
1 John Miles Steel
(1877–1965)
Air Chief Marshal 14. Juli 1936 12. September 1937
2 Datei:Air Chief Marshal Sir Edgar Ludlow-Hewitt (cropped).jpg Edgar Ludlow-Hewitt
(1886–1973)
Air Chief Marshal 12. September 1937 3. April 1940
3 Datei:Air Chief Marshal Sir Charles Portal, 1941 D3491.jpg Charles Portal
(1893–1971)
Air Marshal 3. April 1940 5. Oktober 1940
4 Datei:The War in the Far East- the Burma Campaign 1941-1945 CH12245.jpg Richard Peirse
(1892–1970)
Air Marshal 5. Oktober 1940 8. Januar 1942
kommissarisch Datei:Wg Cdr Jack Baldwin - cropped.jpg John Eustace Arthur Baldwin
(1892–1975)
Air Vice Marshal 8. Januar 1942 22. Februar 1942
5 Datei:The Second World War 1939 - 1945- Great Britain- Personalities CH13020.jpg Arthur Harris
(1892–1984)
Air Chief Marshal 22. Februar 1942 15. September 1945
6 Datei:Air Vice-Marshal Sir Norman Howard Bottomley (1891–1970).jpg Norman Bottomley
(1891–1970)
Air Marshal 15. September 1945 16. Januar 1947
7 Datei:Royal Air Force Fighter Command, 1939-1945. CH7956.jpg Hugh William Lumsden Saunders
(1894–1987)
Air Marshal 16. Januar 1947 8. Oktober 1947
8 Aubrey Ellwood
(1897–1992)
Air Marshal 8. Oktober 1947 2. Februar 1950
9 Datei:Hugh Lloyd with Beaufighter March 1944 IWM TR 1593.jpg Hugh Lloyd
(1894–1981)
Air Marshal 2. Februar 1950 9. April 1953
10 Datei:Elliot and Mills in Italy WWII IWM CNA 3470 (cropped).jpg George Holroyd Mills
(1902–1971)
Air Marshal 9. April 1953 22. Januar 1956
11 Datei:Royal Air Force Operations in the Middle East and North Africa, 1939-1943. CM4732.jpg Harry Broadhurst
(1905–1995)
Air Marshal 22. Januar 1956 20. Mai 1959
12 Datei:Royal Air Force Operations in the Middle East and North Africa, 1939-1943. CM1902.jpg Kenneth Brian Boyd Cross
(1911–2003)
Air Marshal 20. Mai 1959 1. September 1963
13 John Grandy
(1913–2004)
Air Marshal 1. September 1963 19. Februar 1965
14 Wallace Kyle
(1910–1988)
Air Marshal 19. Februar 1965 30. April 1968

Stützpunkte

Die folgende unvollständige Liste von Stützpunkten umfasst diejenigen, über die es bereits einen Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia gibt: Vorlage:Mehrspaltige Liste

Siehe auch

Literatur

  • Ken Delve: Bomber Command 1936–1968: An Operational & Historical Record. Pen & Sword Aviation, 2005, ISBN 1-84415-183-2.
  • Max Hastings: Bomber Command. Michael Jones, London 1979, ISBN 0-7181-1603-8.
  • Charles Messenger: ‘Bomber’ Harris and the Strategic Bomber Offensive, 1939–1945. Arms and Armour, 1984, ISBN 0-85368-677-7.
  • Martin Middlebrook, Chris Everitt: The Bomber Command War Diaries. An operational reference book 1939–1945. Midland Counties Publications, Earl Shilton, UK, 1995, ISBN 1-85780-033-8.
  • J. R. Moyes, James Goulding: RAF Bomber Command and it's Aircraft 1936–1940. Ian Allen Ltd 1975
  • Richard Overy: The Bombing War. Europe 1939–1945. Penguin, London 2014, ISBN 978-0-14-100321-4.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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