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Roseggletscher

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Vorlage:Infobox Gletscher

Der Roseggletscher (rätoromanisch Vadret da Roseg, sprich Vorlage:IPA) ist ein Gletscher an der Nordseite der Berninagruppe im Kanton Graubünden. Im Jahr 2013 wurde eine Länge von 2,5 km ermittelt sowie im Jahre 2022 eine Fläche von 6,38 km². In seinem Nährgebiet ist der Gletscher mit dem östlich liegenden Sellagletscher (rätoromanisch Vadret da la Sella) verbunden.

Lage

Das Nährgebiet des Roseggletschers liegt auf etwas über Vorlage:Höhe am Felskamm zwischen Piz Glüschaint und Dschimels I Gemelli (italienisch: Vorlage:Lang), über den die Grenze zwischen Italien und der Schweiz verläuft. Der Sellagletscher beginnt unterhalb der steilen Westflanke des Piz Roseg, auf der Nordseite des Piz Sella. Beide Gletscher erstrecken sich nach Norden ins Val Roseg.

Die einzelnen Zungen des Roseg- und des Sellagletschers reichen (Stand 2018) etwa bis zur Geländekante über dem Lej da Vadret, in den mehrere Gebirgsbäche mit Schmelzwasser aus dem Gletscher münden. Der Lej da Vadret, ein sogenannter Zungenbeckensee, ist ungefähr 1500 m lang und 300 m breit. Er entstand Mitte des 20. Jahrhunderts, als sich der Roseggletscher und der nordöstlich davon liegende Tschiervagletscher trennten. Zwischen der Zunge des Roseggletschers und der linken Seitenmoräne des Tschiervagletschers bildete sich in der Folgezeit der See. Im August 1954 stieg der Wasserspiegel des Sees aufgrund von Schneeschmelze und starker Regenfälle rasch um 85 Zentimeter an. Am Seeauslauf kam es daraufhin zu starker Erosion und die zusätzlichen Wassermassen flossen über den Rosegbach, Flaz und Inn rasch ab, bis sich der Wasserspiegel wieder etwa auf das ursprüngliche Niveau gesenkt hatte. Die grossen Hochwasserschäden im Oberengadin während des Sommers 1954 sind zum Teil dadurch verursacht worden.<ref name="NatGefVAW">Vorlage:NaturgefahrenGletscherVAW</ref>

Entwicklung

In der Kleinen Eiszeit reichten Roseg- und Tschiervagletscher bis in die Nähe des heutigen Hotels Roseg. Seit damals sind sie relativ stark zurückgewichen, so dass der Roseggletscher aktuell nur noch etwas mehr als die Hälfte seiner einstigen Fläche besitzt.

Entwicklung des Gletschers<ref name="bfs_2014" />
Jahr 1850 1973 1999/2000 2013
Fläche (km²) 11,1 8,5 7,9 6,38 (2022)<ref name="GletschermessnetzVAW" />
Länge (km) 6,8 4,9 4,3 2,5

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SAC-Hütte

Am Hang westlich des Roseggletschers auf einer Höhe von Vorlage:Höhe befindet sich die Chamanna Coaz, eine Hütte des Schweizer Alpen-Clubs.

Literatur

  • Jürg Alean: Gletscher der Alpen. Haupt, Bern 2010, ISBN 978-3-258-07608-9.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Normdaten