Steinbach (Petersaurach)
Steinbach Gemeinde Petersaurach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(140)&title=Steinbach 49° 21′ N, 10° 43′ O
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| Höhe: | 360 (359–381) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 140 (31. Dez. 2022)<ref name=Petersaurach>Infrastruktur > Einwohnerzahlen. In: petersaurach.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91580 | |||||
| Vorwahl: | 09824 | |||||
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Steinbach (<templatestyles src="IPA/styles.css" />, fränkisch: Schdahmba<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 176. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdāmba“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Petersaurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Steinbach liegt in der Gemarkung Großhaslach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt im Steinbachtal. Dort fließt der Riedfeldgraben als rechter Zufluss in den Steinbach, der ein rechter Zufluss des Haselbachs ist. Südlich des Ortes mündet der Tiefentalgraben als rechter Zufluss in den Steinbach. Südlich schließt sich der Haslacher Wald an, 0,75 km östlich liegt die Flur Tiefental. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Staatsstraße 2246 nördlich von Bruckberg (1,3 km nordwestlich), nach Großhaslach (2,6 km südlich) und die Kreisstraße AN 17 kreuzend nach Höfstetten (2,7 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Steinbach elf Mannschaften verzeichnet: Vier Anwesen unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach, ein Anwesen den Herren von Eyb zu Bruckberg, ein Anwesen dem Geheimen Secretarius Wider und fünf Anwesen ursprünglich den Herren von Danngrieß zu Vach, jetzt Pfinzing. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 129, 3555. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 692.</ref>
In den Oberamtsbeschreibungen des Fürstentums Ansbach von Johann Georg Vetter aus dem Jahr 1732 wird der Ort folgendermaßen beschrieben: „Steinbach Ein Weyler, darinnen 4. Castenamt Anßpachische 1. zum Schloß Bruckberg gehöriger Unterthan und 6. Nürnberg Pfintzingsche Hintersaßen und 1. gemeines Hürtenhauß. Diese pfarren nach Großenhaßlach und geben den Zehenden denen Pfintzingern in Nürnberg. Die Gemeindsherrschaft gehört zum Schloß Bruckberg. Die hochfraischlich Hohe Obrigkeit aber, in das allhiesige Ober- und Castenamt Anßpach.“<ref>Zitiert nach H. Dallhammer: Petersaurach: Dokumentation einer Großgemeinde, S. 160.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinbach 13 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Bruckberg. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Höflein, 2 Halbhöfe, 2 Güter, 1 Mühlgut; Vogtamt Bruckberg: 1 Gut) und der Nürnberger Eigenherr von Haller (1 Hof, 2 Halbhöfe, 3 Güter).<ref name="J912">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 912.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J991">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 991.</ref> Es gab zu dieser Zeit elf Untertansfamilien, von denen fünf ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Steinbach b. Brukberg. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 25 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 428.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großhaslach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Großhaslach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Diese wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Petersaurach eingegliedert.<ref name="J991"/><ref>Petersaurach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 10 (ehemalige Brauerei): zweigeschossiger Bau, wohl noch des 17. Jahrhunderts mit zweigeschossigem Giebel, Fachwerkobergeschossen und Ladegaube; tonnengewölbter Keller mit gefasster Quelle<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 143. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt.<ref name="J912"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1992 ist die Pfarrei St. Franziskus (Neuendettelsau) zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Bildergalerie
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Steinbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 428 (Digitalisat).
- Vorlage:Dallhammer Petersaurach
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 176.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 143.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Infrastruktur > Ortsteile - Steinbach. In: petersaurach.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Steinbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Steinbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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