Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Suchoi Su-24 – WikipediaZum Inhalt springen
Suchoi, Werk Nr. 153 Nowosibirsk<ref>Ulf Gerber: Das große Buch der sowjetischen Luftfahrt 1920–1990. Rockstuhl, Bad Langensalza 2019, ISBN 978-3-95966-403-5, S. 620.</ref>
Erstflug
17. Januar 1970<ref>Dieter Stammer: Moderne sowjetische und russische Kampfflugzeuge. Bomber und Jagdbomber. Edition Berolina, Berlin 2012, ISBN 978-3-86789-808-9, S. 98.</ref>
Indienststellung
1975
Produktionszeit
1972–1993
Stückzahl
ca. 1400
Die Suchoi Su-24 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), NATO-Codename: Fencer, zu deutsch Fechter) ist ein zweisitziger taktischer Bomber(Frontbomber), der in der Sowjetunion entwickelt wurde. Nach seinem Einsatz bei den sowjetischen Luftstreitkräften wird er bis heute von den russischen Luftstreitkräften und den Luftwaffen anderer Länder eingesetzt. Die Piloten sitzen wie beim US-amerikanischen Vorbild F-111 nebeneinander.
Mitte der 1960er-Jahre suchten die sowjetischen Frontfliegerkräfte einen Nachfolger für die inzwischen veraltete Jak-28. Nach den Entwürfen S-6 mit konventionellen Pfeilflügeln und T-6 mit Doppeldeltatragflächen und vier Hubtriebwerken im Rumpf, dessen Prototyp T-6-1 am 2. Juli 1967 zum ersten Mal flog, entschied sich Konstrukteur Jewgeni S. Felsner Ende 1967 für eine Lösung mit Schwenkflügeln. Grund waren die schlechten Flugeigenschaften sowie die unzureichende Nutzlast und Reichweite der T-6-1. Ihr Konzept wurde direkt vom US-amerikanischen TFX-Programm beeinflusst, das zur F-111 führte. Die sowjetischen Luftstreitkräfte forderten ein Flugzeug mit ähnlichen Fähigkeiten, wobei man vermutete, dass die Flugeigenschaften auf die Schwenkflügelauslegung zurückzuführen seien. Der Prototyp T-6-2I war im November 1969 vollendet und wurde am 17. Januar 1970 von Wladimir S. Iljuschin erstmals geflogen. Während der Erprobung und Entwicklung der Su-24 gingen zehn Flugzeuge verloren. Acht Piloten, die sich mit dem Schleudersitz retteten, überlebten und 13 starben. Bei keinem anderen Flugzeug des Konstruktionsbüros Suchoi gab es derartig hohe Verluste während der Erprobung. Da die Tests letzten Endes aber erfolgreich verliefen, wurde schon im Dezember 1971 die erste Serienmaschine der Su-24 im Tschkalow-Werk Nr. 153 in Nowosibirsk fertiggestellt. Diese hatte ein gegenüber dem Prototyp geändertes Heck und optimierte Lufteinläufe. 1973 gingen die ersten Serienexemplare zur Truppenerprobung an das 4. Gefechtsausbildungszentrum der Frontfliegerkräfte in Lipezk und 1974 erhielt als erste Einheit das 4. Garde-Bombenfliegerregiment in Tschernjachowsk die Su-24.<ref>Stefan Büttner, Alexander Golz: Rückgrat der russischen Frontflieger. Noch kein Ersatz für Su-24 in Sicht. In: Fliegerrevue. Nr.4. PPV Medien, 2012, ISSN0941-889X, S.24.</ref> 1975 wurde die Marine mit der gegenüber den Vorläufern wesentlich leistungsfähigeren, jedoch auch komplexeren Maschine ausgerüstet.<ref>Suchoi Su-24 – Flugzeuge bis ins kleinste Detail. Flug Revue März 2009, S. 51–54.</ref> Die offizielle Übernahme in die Bewaffnung der sowjetischen Luftstreitkräfte erfolgte mit einem Dekret des Ministerrats der UdSSR am 4. Februar 1975.<ref>Viktor Schunkow: Die Geschichte der russischen Militärluftfahrt 1945 bis heute. Motorbuch, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-613-04573-6, S. 97.</ref>
Die sowjetischen Vermutungen erwiesen sich als richtig – die Su-24 stellte sich als ein leistungsfähiges Kampfflugzeug heraus, mit guter Reichweite, variabler Bewaffnung (verteilt auf acht Aufhängepunkte; vier Unterrumpf- und vier Unterflügelstationen) bis hin zu nuklearen Freifallbomben, fortgeschrittenen elektronischen Abwehr- (Eloka) und Frühwarnsystemen.
Aufgrund ihrer Robustheit ist sie im Export immer noch sehr beliebt und wird auf Anfrage nachgefertigt.
Su-24 bis zur Serie 4 („Fencer-A“): frühe Serienversion mit einem langen Treibstoff-Ablassrohr am Ende der Triebwerke und Verstellrampen an den Lufteinläufen für eine hohe Geschwindigkeit in großer Höhe
Su-24 Serie 4 bis 11 („Fencer-A“): Probleme mit den Lufteinläufen der ersten Serie wurden durch deren Vergrößerung ab der Serie 4 gelöst; die Verstellrampen in den Lufteinläufen wurden, um Gewicht zu sparen, nicht mehr verwendet; zwar wurde dadurch die Höchstgeschwindigkeit von Mach 2,18 auf Mach 1,35 reduziert, die Tiefflugeigenschaften aber nicht wesentlich verschlechtert.
Su-24 Serie 12 bis 15 („Fencer-B“): leistungsgesteigertes Kühlsystem, erkennbar an einer Lufthutze auf dem Rumpf; geänderte Sensorgruppe unter dem Vorderrumpf; breiteres Seitenleitwerk; verkürztes Treibstoff-Ablassrohr am Ende der Triebwerke; ein dritter Aufhängepunkt unter dem Rumpf
Su-24 Serie 16 bis 24 („Fencer-C“): die Form des Hinterrumpfes folgte mehr den Triebwerken; an der Basis des Seitenleitwerks war ein Bremsschirm untergebracht; am vorderen Rand des Seitenleitwerks wurde ein zusätzlicher Lufteinlauf für das Kühlsystem installiert; ab dem 26. Flugzeug der Serie 21 sind die Lufteinläufe nicht mehr verstellbar, was die Höchstgeschwindigkeit auf 1,35 Mach begrenzte, aber die Leermasse reduzierte; gleichzeitig wurde das Flügelprofil geändert
Su-24 Serie 24 bis 27 („Fencer-C“): Installation von dreieckigen Radarwarnempfänger an den Lufteinläufen der Triebwerke vor dem Flügelkasten und beiderseits am oberen Ende des Seitenleitwerks
Su-24M („Fencer-D“): kampfwertgesteigerte Version der Su-24; einziehbare Luftbetankungssonde, neuer Avionikkomplex für den Einsatz neuer laser- und fernsehgelenkter Waffen, veränderte Bugnase für ein neues Bugradar, Laserbeleuchtungs- und TV-Zielverfolgungssystem vom Typ Kajra-24 im verglasten Gehäuse mittig unter dem Vorderrumpf und Geländefolgeradar gekoppelt mit dem Autopiloten für Tiefflugeinsätze; Erstflug am 29. Juni 1977
Su-24M („Fencer-D Mod“): Möglichkeit einen Luftbetankungsbehälter für die Luft-Luft-Betankung an der mittleren Aufhängung unter dem Rumpf mitzuführen durch die Integration von großen Grenzschichtzäunen mit Pylon, verbesserte Gegenmaßnahmensysteme (mehr Düppelwerfer)
Su-24BM: nicht realisierte vergrößerte Version der Su-24M mit einem internen Waffenschacht im Rumpf zwischen den Triebwerken
Su-24MM: nicht realisierte Version der Su-24M mit den Triebwerken Ljulka AL-31
Su-24MK („Fencer-D“): geänderte Exportversion der Su-24M mit reduzierter Avionik; Erstflug 1987
Su-24MR („Fencer-E“): Version der Su-24M als taktischer Aufklärer mit intern und extern in Behältern angebrachten Sensoren (z. B. Seitensichtradar) und Kameras; ohne 23-mm-Kanone; Erstflug im September 1980
Su-24K: nicht realisierte Version der Su-24 für den Einsatz auf Flugzeugträgern, da die Su-24 zu schwer war
Su-24bis: Studie einer wesentlich verbesserten Version mit modernster Avionik und Bewaffnung; Modell wurde auf der Berliner Ausstellung ILA 2000 gezeigt
Su-24M2: modernisierte Version der Su-24M bzw. Su-24MK mit verbesserter Avionik (unter anderem GPS bzw. das russische Äquivalent GLONASS, Head-up-Display (HUD) und Helmvisier) und modernerer Bewaffnung, im Fall der Exportvariante auch westliche Bewaffnung; echte Allwetterversion für den Tag- und Nachteinsatz
Su-24MK2: Version der Su-24M2 für Algerien
Su-24MRK2: modernisierte Version der Su-24MR für Algerien auf der Basis der Su-24M2
Waffenzuladung von 8000 kg an acht Außenlaststationen (davon zwei mitschwenkend an den äußeren Tragflächen)
Luft-Luft-Lenkflugkörper
2 × APU-60-1-Startschienen für je 1 × Wympel R-60M (K-60 bzw. AA-8 „Aphid“) – infrarotgesteuert, selbstzielsuchend für Kurzstrecken
2 × APU-60-2-Doppelstartschienen für je 2 × Wympel R-60MK (K-60 bzw. AA-8 „Aphid“) – infrarotgesteuert, selbstzielsuchend für Kurzstrecken (nur Su-24MK)
2 × P-12-1-D-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-73M (AA-11 „Archer“) – infrarotgesteuert für Kurzstrecken (nur Su-24M2)
4 × APU-68UM-Startschiene für je 1 × Swesda Ch-23/Ch-23M (AS-7 „Kerry“) – funkferngesteuert
4 × APU-68UM3-Startschiene für je 1 × Swesda Ch-25M/MR (AS-10 „Karen“) – lasergelenkt
2 × Raduga Ch-28 (AS-9 „Kyle“) – passiv radargelenkt zur Radarbekämpfung in Verbindung mit Filin-N-Behälter
3 × AKU-58M-Startschiene für je 1 × GosMKB Wympel Ch-29L (AS-14 „Kedge“) – lasergelenkt
3 × AKU-58M-Startschiene für je 1 × GosMKB Wympel Ch-29T (AS-14 „Kedge“) – fernsehgelenkt
2 × AKU-58M-Startschiene für je 1 × Swesda Ch-31P (AS-17 „Krypton“) – passiv radargelenkt zur Radarbekämpfung in Verbindung
2 × AKU-58-Startschiene für je 1 × Raduga Ch-58E/U (AS-11 „Kilter“) – passiv radargelenkt zur Radarbekämpfung mit Fantasmagoria-BehälterDatei:Sukhoi Su-24.jpgEine Su-24MR auf dem Stützpunkt in Kubinka
2 × AKU-58-Startschiene für je 1 × Raduga Ch-59M (AS-18 „Kazoo“) – elektrooptisch gelenkt per Datenlink
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
6 × UB-32-A73-Raketen-Rohrstartbehälter für je 32 × ungelenkte S-5-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 57 mm
6 × B-8M1-Raketen-Rohrstartbehälter für je 20 × ungelenkte S-8KO-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 80 mm
6 × B-13L-Raketen-Rohrstartbehälter für je 5 × ungelenkte S-13OF-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 122 mm
6 × APU-68UM2E1-Raketen-Startschiene für eine ungelenkte S-24B-Luft-Boden-Rakete; Kaliber 240 mm
4 × PU-O-25-Raketen-Startbehälter für eine ungelenkte S-25/S-25OF/S-25OFM-Luft-Boden-Rakete; Kaliber 340 mm
Gelenkte Bomben
2 × KAB-1500L-F (lasergelenkte 1500-kg-Bombe)<ref>Jefim Gordon: Soviet/Russian Aircraft Weapons since World War Two. Midland Publications, 2004, S. 175.</ref>
1 × Tekon/Elektron APK-9E-Funkdatenübertragungsbehälter als Relais der Lenksignale für die Ch-23/Ch-59 und KAB-100T
Selbstverteidigungssysteme
Radarwarner
Hinter den Lufteinläufen vor den Tragflächen befindet sich je ein „Berjoscha“-SPO-10- und im Vorflügel ein SPO-15C-Radarwarner. Zusätzlich sind ein SPO-15C- und ein SPO-10-Radarwarnempfänger in der Heckflosse und über dem Bremsschirmbehälter untergebracht.
Raketenanflugwarner
Der Infrarotemissionen suchende Raketenanflugwarnsensor (MAWS) Asowsky L-082 MAK-UL ist in einer Kugel im vorderen Rumpfrückenwulst eingebaut.
Täuschkörperdispenser
Am Anfang der Höhenflossen sind in den Rumpf auf jeder Seite je ein Gorizont-AAP-50MA-Täuschkörperwerfer (rechteckiger Behälter für je 12 × 50-mm-Hitzefackel-Täuschkörpern) eingebaut. Zusätzlich können weitere länglich gebaute AAP-50MR-Täuschkörperwerfer anstelle des Grenzschichtzauns installiert werden.
Elektronische Kriegsführungssysteme
Das Filin-N-Verteidigungssystem erhält die Informationen der Radarwarnsensoren SPO-15 und steuert bei Bedarf den EKF-Störsender SPS-61 an. Weiter ist im System der aktive Radarstörsender Geran-F integriert. Auch die Täuschkörperwerfer AAP-50 werden bei Bedarf automatisch ausgelöst. Ab der Su-24M ist das verbesserte System Karpaty mit dem MAK-IR-Warner installiert.
Einsätze
Sowjetisch-afghanischer Krieg
Die Sowjetunion setzte einige Su-24 im Sowjetisch-afghanischen Krieg ein. Die Bewaffnung bestand hauptsächlich aus FAB-500- und FAB-250-Bomben sowie RBK-500-Streubomben. Vereinzelt wurden auch ODAB-500, FAB-1500, sowie KAB-500- und KAB-1500-Präzisionsbomben eingesetzt. Es gab eine erste Angriffswelle im Jahr 1984 und eine zweite Angriffswelle, die die Aufgabe hatte, die Mudschahidin davon abzuhalten, den sowjetischen Rückzug zu erschweren. Nicht eine einzige Su-24 ging durch Feindfeuer verloren.<ref name="Goebel">Greg Goebel: Sukhoi Su-24 "Fencer". In: airvectors. 1. Juli 2022, abgerufen am 27. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Zweiter Golfkrieg
Während des zweiten Golfkrieges erlitt die Irakische Luftwaffe auf Grund der gegnerischen Überlegenheit große Verluste. Ein Teil der restlichen Maschinen wurde samt den irakischen Su-24 in den Iran geflogen, um sie vor der Zerstörung zu bewahren.
Infolge des Tadschikischen Bürgerkriegs kam es zu einem Zwischenfall. Im August 1999 beschwerte sich die Tadschikische Regierung über den angeblichen Angriff von vier usbekischen Su-24, die in der Nähe von zwei Dörfern, in der Bergregion Jirgital im Nordosten Tadschikistans Bomben abgeworfen hatten. Dabei wurden ca. 100 Rinder getötet und mehrere Hektar Ackerland im Zuge der folgenden Brände zerstört. Das usbekische Außenministerium bestritt die Vorwürfe.<ref>World: Asia-Pacific – Explosions anger Tajikistan. In: BBC. 17. August 1999, abgerufen am 27. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Kaukasuskrieg 2008
Während des Kaukasuskrieges 2008 führten die Su-24 Aufklärungsflüge und Bombenangriffe auf Militärische Einrichtungen der Georgier durch.<ref>Der Kaukasus-Krieg – Wie alles begann. In: zeit.de. 11. August 2008, abgerufen am 5. Juli 2024.</ref> Die russischen Luftstreitkräfte verloren mehrere Maschinen, darunter eine Su-25BM, eine Tu-22M3 und zwei Su-24M.<ref></ref>
Syrischer Bürgerkrieg
Russische Su-24 waren auch 2015 im Kampfeinsatz und führten Angriffe zur Unterstützung der syrischen Regierung im syrischen Bürgerkrieg durch. Sie führten Schläge sowohl mit 250-Kilogramm- und 500-Kilogramm-Sprengbomben als auch mit Streumunition durch. Präzisionsschläge wurden kaum durchgeführt.<ref name="Goebel" />
Die Su-24 war Teil der russischen Luftangriffe in Syrien, die im September 2015 begannen. Die Su-24 führte Luftangriffe gegen verschiedene Ziele durch, darunter gepanzerte Fahrzeuge, Reparaturwerkstätten, Munitionsdepots und Stellungen der Oppositionstruppen und militante Gruppen wie den Islamischen Staat (IS). Das Flugzeugmodell wurde eingesetzt, um Bodentruppen der syrischen Regierung und ihrer Verbündeten zu unterstützen.<ref>Lorenz Hemicker: Allzweckwaffe der russischen Luftwaffe. In: faz.net. 24. November 2015, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref> Die Effektivität der Su-24-Einsätze trug maßgeblich zur Wiedererlangung der Kontrolle über große Gebiete durch die syrische Armee bei.
Im Mai 2015 flogen zwei unbewaffnete russische Su-24 im Schwarzen Meer in einem Abstand von 500 m an dem amerikanischen ZerstörerRoss vorbei.<ref>Paul D. Shinkman: More ‘Top Gun’: Russian Jets Buzz U.S. Navy Destroyer in Black Sea. In: usnews.com. 1. Juni 2015, abgerufen am 7. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 11. und 12. April 2016 flogen zwei Su-24 mehrfach im Tiefflug am Zerstörer Donald Cook vorbei und über diesen hinweg.<ref>Dan Lamothe: What it looks like when Russian attack jets fly ‘dangerously close’ to a Navy ship. In: washingtonpost.com. 13. April 2016, abgerufen am 7. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im November 2018 wurde das belgische Unterstützungsschiff Godetia auf der Ostsee dreimal von zwei bewaffneten Su-24 überflogen, bei der Bewaffnung handelte es sich wahrscheinlich um Ch-25-Raketen.<ref>Armed Russian jets flew over Belgian Navy ship. In: vrt.be. 25. November 2018, abgerufen am 7. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In den ersten Stunden der Invasion setzte die ukrainische Luftwaffe mindestens zwei Su-24M in der Schlacht um den Antonow-Flughafen gegen russische Luftlandetruppen ein, die mit Hubschraubern zum Flughafen geflogen waren.<ref></ref> Am 27. Februar ging eine ukrainische Su-24 in der Nähe von Butscha in der Oblast Kiew verloren. Die Piloten, Major Ruslan Oleksandrovich Bilous und Hauptmann Roman Oleksandrovich Dovhalyuk, kamen ums Leben und wurden mit dem Bohdan-Chmelnyzkyj-Orden ausgezeichnet.<ref>ASN Occurrence # 275864. In: Aviation Safety Network. 18. April 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Februar 2022; abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>УКАЗ ПРЕЗИДЕНТА УКРАЇНИ №131/2022. 14. März 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2022; abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 3. April wurde ein weiterer Bomber als verloren gemeldet, als ein Video auftauchte, das die Absturzstelle mit den Überresten eines blauen AL-21-Motors zeigte, der der Su-24.<ref>David Axe: Where Are Ukraine’s Bombers? In: Forbes. 7. April 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2022; abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „"There however is evidence the Ukrainians have lost at least one Su-24. On March 30, a video circulated on social media apparently depicting a Ukrainian bomber trailing smoke over Rivne in western Ukraine, purportedly after a Russian fighter intercepted it. At least one of those claimed kills appears to be valid. On or before April 3, someone shot a video depicting the crash site of a Ukrainian Su-24. Its blue camouflage pattern is visible, as are the remains of one of its AL-21 engines"“</ref> Am 22. März wurde eine weitere ukrainische Su-24M von russischen Streitkräften in Isjum abgeschossen. Der Navigator konnte sich erfolgreich mit dem Schleudersitz retten, aber der Pilot, Major Oleksiy Oleksandrovich Kovalenko, kam ums Leben.<ref>Незламні екіпажі: "І я на небі... бо все своє життя віддав служіню вільному українському народу!" In: Starkon.City. 17. November 2022, abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 19. Mai ging eine Su-24 in der Nähe von Pylove verloren. Der Pilot, Oberstleutnant Igor Khamar, und der Navigator, Major Ilya Negar, kamen ums Leben.<ref>У Вінниці попрощалися з льотчиками, які віддали життя за Україну: на їхню честь у небо піднялися винищувачі. In: Oboz Revatel. 23. Mai 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Mai 2022; abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>У Вінниці з почестями провели екіпаж бомбардувальника Су-24М (Фото). 23. Mai 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Mai 2022; abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auf ukrainischer Seite wurden Su-24M-Flugzeuge effektiv eingesetzt, um Angriffe auf hochrangige Ziele durchzuführen, insbesondere mit den britisch-französischen Storm Shadow/SCALP-EG-Marschflugkörpern. Diese präzisen Luftangriffe hatten bedeutende Schäden an russischen militärischen Einrichtungen, einschließlich auf der Krim verursacht.<ref>Ukraine Charts Success in New Year Strikes Against Russian Forces. In: key.aero. 3. Januar 2024, abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein bemerkenswerter Einsatz dieser Waffen fand im November 2023 statt, als ukrainische Su-24M-Flugzeuge eine russische Korvette in einer Werft auf der Krim zerstörten.<ref>Ukrainian SU-24s Destroy Russian Corvette in Crimean Shipyard Strike. In: key.aero. 13. November 2023, abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vereinzelt gelang es der Ukraine die Flugzeuge für Luftnahunterstützung einzusetzen, was sich wegen der russischen Luftabwehr als sehr schwierig erwies.<ref>Valius Venckunas: Footage shows Su-24s bombing tanks in CAS mission near Kherson. In: aerotime. 29. September 2022, abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Russische Su-24 werden regelmäßig in deren Angriffskrieg eingesetzt, oft für Bodenangriffe auf ukrainische Stellungen und Unterstützung von Bodentruppen, als auch für Angriffe mit Marschflugkörpern.
Mali
Ab April 2025 wurde mindestens eine Su-24 in Mali gesehen im Einsatz für das russische Afrikakorps.<ref>Guillaume Maurice: New Russian bomber spotted in Mali as Wagner Group leaves the country. 11. Juni 2025, abgerufen am 27. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>x.com.</ref> Ein Flugzeug stürzte höchstwahrscheinlich im Juni ab.<ref>Taras Safronov: Could have been a Russian Su-24M: A warplane crashes in Mali. In: Militarnyi. Abgerufen am 27. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
AlgerienDatei:Flag of Algeria.svgAlgerien – Seit Ende 2023 befinden sich 4 Su-24 im Dienst.<ref name="WorldAirForces">World Air Forces 2024. In: flightglobal.com. 1. Dezember 2023, abgerufen am 25. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
IranDatei:Flag of Iran.svgIran – Seit Ende 2023 befinden sich 23 Su-24MK im Dienst der Luftwaffe.<ref name="waf24" details="336">World Air Forces 2024. In: flightglobal.com. 1. Dezember 2023, abgerufen am 3. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2013 waren noch 30 Stück aktiv, also erhielt der Iran – zusätzlich zu den 24 Stück, die aus dem Irak stammten – weitere Maschinen. Zwei iranische Su-24 wurden Anfang März 2026 im Zusammenhang mit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran durch die katarische Luftwaffe abgeschossen.<ref>deutschlandfunk.de: Irankrieg - Katar meldet Abschuss zweier iranischer Kampfjets. 2. März 2026, abgerufen am 2. März 2026.</ref>
KasachstanKasachstan – Seit Ende 2023 befinden sich 13 Su-24 im Dienst.<ref name="WorldAirForces" />
IrakDatei:Flag of Iraq.svgIrak – Spätestens bis Ende 2023 ausgemustert.<ref name="WorldAirForces" /> 30 erworben (Su-24MK), von denen im Jahr 1991 während des Zweiten Golfkrieges 24 Stück in den Iran evakuiert, dort einbehalten und in die iranischen Luftstreitkräfte integriert wurden.
Dieter Stammer: Moderne sowjetische und russische Kampfflugzeuge. Bomber und Jagdbomber. Edition Berolina, Berlin 2012, ISBN 978-3-86789-808-9, S.94–109.
Viktor Schunkow: Die Geschichte der russischen Militärluftfahrt 1945 bis heute. Motorbuch, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-613-04573-6, S.94–100.