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Winkl (Bischofswiesen)

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Winkl
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(356)&title=Winkl 47° 40′ N, 12° 57′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(356) 47° 39′ 55″ N, 12° 57′ 3″ O
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Höhe: 647 m ü. NHN
Einwohner: 356 (25. Mai 1987)<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 70 (Digitalisat).</ref>
Postleitzahl: 83483
Vorwahl: 08652

Winkl ist ein Gemeindeteil bzw. eine Gnotschaft der Gemeinde Bischofswiesen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land.

Geschichte

Vermutlich bereits ab Ende des 14. Jahrhunderts war Winkl der 5. Gnotschaftsbezirk der „Urgnotschaft“ Bischofswiesen im Berchtesgadener Land, das ab 1380 das Kernland der Reichsprälatur Berchtesgaden und der später eigenständigen, reichsunmittelbaren Fürstpropstei Berchtesgaden (1559–1803) bildete.<ref>Kapitel: Gnotschaft Bischofswiesen, S. 24 In: Dieter Albrecht: Fürstpropstei Berchtesgaden, München 1954. (Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I, Heft 7).</ref> Nach drei kurz hintereinander folgenden Herrschaftswechseln wurde 1810 das Berchtesgadener Land mit seinen Gnotschaften dem Königreich Bayern angegliedert und aus Bischofswiesen ab 1812 eine Gemeinde. Da Größe und Gliederung der Gemeinde Bischofswiesen in den 1970ern von der Gebietsreform in Bayern ausgenommen blieben, ist Winkl noch heute ein Ortsteil bzw. eine Gnotschaft der Gemeinde Bischofswiesen.

Als Folge des Zweiten Weltkrieges nahm die Gemeinde Bischofswiesen Flüchtlinge aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reiches auf. Dadurch veränderte sich die Zusammensetzung der Bevölkerung Bischofswiesens deutlich. Insbesondere in Winkl wurden zahlreiche Heimatvertriebene, vor allem Deutschböhmen und Schlesier, in einem Barackenlager untergebracht, das 1944 aufgestellt und anfangs der Wehrmacht, nach 1945 zur Unterbringung von deutschen Kriegsgefangenen gedient hatte.<ref name="schoener220">Siehe S. 220–221 In: Hellmut Schöner: Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes, Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1982, ISBN 3-87490-528-4.</ref> 1947 lebten in diesen Baracken 1.186, 1952 sogar 1.229 Personen.<ref name=schoener220 /> Sie bildeten den Grundstein für eine neue Siedlung, die nach und nach auch mit einer Schule und 7 Lehrkräften für 233 Kinder, einem Kindergarten mit 2 Kindergärtnerinnen für 46 Kinder sowie einem „Haus der offenen Tür“ für die Jugend ausgestattet wurde.<ref name=schoener220 /> Am 3. Dezember 1955 verkündete Ministerpräsident Wilhelm Hoegner die Auflösung des Lagers Winkl im Rahmen des Lagerauflösungsprogramms, das bis 1958 den Bezug von 48 Wohnungseinheiten am Böcklweiher sowie vom Wohnbauwerk 22 gebauten Klein- und Familienwohnungen in Winkl selbst ermöglichte.<ref name=schoener220 /> Danach wurden das Lager Winkl aufgelöst und auch die restlichen vier Großbaracken abgerissen.<ref name=schoener220 />

Bauwerke

Datei:Kath. Kirche in Winkl.JPG
Römisch-katholische Pfarrkirche St. Johann Nepomuk (2012)

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Sakralgebäude

Kulturelle Traditionen

Verkehr

Die im Westen des Ortes in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bundesstraße 20 stellt die wichtigste Anbindung an das überörtliche Straßennetz dar.

Winkl besaß früher einen Haltepunkt an der parallel zur Bundesstraße verlaufenden Bahnstrecke Bad Reichenhall–Berchtesgaden, dessen Reaktivierung ist geplant.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Bischofswiesen<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Au (heute Gemarkung Au des Marktes Berchtesgaden)

UnterauOberauResten

Gern (heute Gemarkung Maria Gern des Marktes Berchtesgaden)

HintergernObergernVordergern

Salzberg (heute Gemarkung Salzberg des Marktes Berchtesgaden)

AnzenbachMetzenleitenMitterbachObersalzbergUntersalzberg IUntersalzberg II

Bischofswiesen (heute Gemeinde Bischofswiesen)

LoiplStanggaßStrubBischofswiesenWinklEngedey

Ettenberg (heute Gemarkung Ettenberg des Marktes Marktschellenberg)

VorderettenbergHinterettenbergSchneefelden (1817–1818)Schaden (1817–1818)

Scheffau (heute Gemarkung Scheffau des Marktes Marktschellenberg)

ObersteinMehlweg (zu Neusieden)NeusiedenGötschenUnterstein

Ramsau (heute Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden)

AntenbichlAuHintersee (zu Antenbichl)SchwarzeckTaubensee

Schönau (heute Gemeinde Schönau am Königssee)

Faselsberg (1817–1978 Gde. Königssee)Königssee (1817–1978 Gde. Königssee)HinterschönauOberschönau IOberschönau IISchwöb (1817–1978 Gde. Königssee)Unterschönau IUnterschönau II

Linke Spalte: Urgnotschaften – heute Gemarkungen bzw. Gemeinden
Rechte Spalte: Gnotschaftsbezirke – heute Gnotschaften bzw. Ortsteile der jeweils links genannten Gemeinde
Vorlage:Klappleiste/Ende