Witten Hauptbahnhof
| Witten Hauptbahnhof | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Clp 20140321 0629 Bf Witten Hbf EG.jpg Empfangsgebäude
| ||||||
| Daten | ||||||
| Lage im Netz | Kreuzungsbahnhof | |||||
| Bauform | Durchgangsbahnhof | |||||
| Bahnsteiggleise | 4 | |||||
| Abkürzung | EWIT | |||||
| IBNR | 8000251 | |||||
| Preisklasse | 3 | |||||
| Eröffnung | 9. März 1849 | |||||
| Profil auf bahnhof.de | Witten-Hbf | |||||
| Architektonische Daten | ||||||
| Architekt | Richard Sauerbruch | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Witten | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Nordrhein-Westfalen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 51° 26′ 8″ N, 7° 19′ 47″ O
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dim=2000 | globe= | name=Witten Hauptbahnhof | region=DE-NW | type=railwaystation
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| Eisenbahnstrecken | ||||||
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| Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen | ||||||
Witten Hauptbahnhof liegt im Südosten der Innenstadt von Witten im Ruhrgebiet. Er wurde als Witten BME von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft am 9. März 1849 eröffnet.
Das heutige Empfangsgebäude aus dem Jahre 1901 nach den Entwürfen des Wittener Architekten Richard Sauerbruch steht unter Denkmalschutz und ist Teil der Route der Industriekultur.
Geschichte
Witten Hauptbahnhof ist Verknüpfungsbahnhof mehrerer Eisenbahnstrecken. Die Stammstrecke der BME war bereits am 20. Dezember 1848 zunächst nur für den Güterverkehr eröffnet worden. Am 26. Oktober 1860 begann die BME an diesem Bahnhof den Bau ihrer Ruhrgebietsstrecke.
Der Bahnhof hieß zunächst Bahnhof Witten West. Der erste Standort fand Kritik, der Bahnhof wurde 1901 nach Süden verlegt. Zum 21. Januar 1940 wurde er in Witten Hauptbahnhof umbenannt.<ref>Werner Wölke: Witten Hbf bei efwitten.de (Eisenbahnfreunde)</ref>
Die Deutsche Reichsbahn nahm am 4. Oktober 1926 die Güterzugstrecke über Witten-Höhe nach Wengern Ost mit Anschluss an die Ruhrtalbahn in Betrieb. In Witten-Höhe zweigte vom 15. Mai 1934 bis 30. November 1979 die Strecke Richtung Schwelm ab, diese wurde zu Beginn des Jahres 1983 endgültig stillgelegt. Der Personenverkehr über Wengern Ost nach Hagen-Vorhalle wurde erst mit etwa drei Jahren Verzögerung aufgenommen, aber am 1. Juni 1986 eingestellt.
Am 1. Dezember 1939 stießen bei Witten zwei Züge zusammen. Dabei starben 15 Menschen, 17 weitere Personen wurden verletzt.<ref>Martin Weltner: Bahn-Katastrophen. Folgenschwere Zugunfälle und ihre Ursachen. München 2008. ISBN 978-3-7654-7096-7, S. 15.</ref>
2010 wurde das Empfangsgebäude an die Investoren Radomir Zecevic und Markus Bürger verkauft.<ref name="waz-2010-12-16">Jürgen Augstein: Zwei Wittener kaufen den Bahnhof. WAZ, 16. Dezember 2010, abgerufen am 24. April 2020.</ref>
Sie sorgten hier für einen besonderen Blickfang: Die 900-mm-Dampflok Bn2t „FRIEDRICH“ wurde 1949 bei Henschel & Sohn gebaut, war als Klöckner-Werksbahnlok in Hagen-Haspe im Einsatz und nach Außerdienststellung von der Sauerländer Kleinbahn übernommen worden, die sie aber nicht einsetzen konnte.<ref>Bericht über die Lokomotive auf efwitten.de, abgerufen am 2. Januar 2022</ref> (siehe Liste in Deutschland vorhandener Dampfspeicherlokomotiven)
Am 14. Januar 2012 wurde in Witten ein Busbahnhof südöstlich des Hauptbahnhofs eröffnet.<ref>Michael Vaupel: Omnibusbahnhof geht in Betrieb, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 10. Januar 2012, Zugriff am 2. Januar 2022</ref> Mit seiner Verlegung vom Kornmarkt an den neuen Standort sollte die Anbindung des Busnetzes mit dem Schienenverkehr verbessert werden. Bis dahin hielt nur ein Teil der Buslinien am Wittener Hauptbahnhof.
Die Straßenbahnen der BOGESTRA bedienen die benachbarte Haltestelle Witten Bahnhofstraße. Dort verkehren die Linien 309 (von Witten-Heven nach Bochum-Langendreer S) und 310 (Witten-Heven nach Höntrop Kirche). Zwischen Heven und Langendreer Markt ergibt sich durch diese beiden Linien von Montag bis Samstag in der HVZ ein 15-Minuten-Takt. Die unmittelbar am Hauptbahnhof endende Straßenbahnlinie 320 nach Witten-Annen wurde bereits 1985 eingestellt,<ref>Bericht auf wittener-nahverkehr.de Abgerufen am 2. Januar 2022</ref> auch Gleisreste sind hier verschwunden.<ref>Witten Hauptbahnhof auf tramtracks.de Abgerufen am 14. November 2022</ref>
Betrieb
Der südliche Ast der Bahnstrecke Wuppertal–Dortmund wird sowohl vom Fernverkehr als auch Nahverkehr genutzt, der nördliche Ast seit 1988 hingegen nur noch vom Nahverkehr (seit 1994: S-Bahn-Linie S 5).
Der Regionalverkehr nach Essen Hauptbahnhof nutzt die Bahnstrecke Witten–Bochum, der Fernverkehr nach Dortmund fährt ohne Halt in Witten zunächst ebenfalls über diese Strecke und dann über die 1988 eröffnete Bahnstrecke Bochum Stockumer Straße–Dortmund durch den Tunnel Oberstraße. Letztgenannten Weg nehmen auch seit Dezember 2002 der Wupper-Express (RE 4) und seit 2022 der Dortmund-Siegerland-Express (RE 34). Seit Dezember 2021 ist Witten Halt der Intercity-Linie 34 und somit wieder an den Fernverkehr anschlossen. Zuvor wurde Witten bis 1991 vom Schnellzug Amsterdam CS–Bad Wildungen bedient. Die Züge der IC-Linie 34 können zwischen Dortmund Hbf und Dillenburg mit Nahverkehrsfahrkarten genutzt werden.<ref>Siegen: Fahren ohne Ticket noch in diesem Jahr. Westfalenpost, 11. März 2021, abgerufen am 12. März 2021.</ref><ref>Bessere Mobilität in Südwestfalen. land.nrw, 3. Mai 2022, abgerufen am 6. Mai 2022.</ref> Einzelne Züge bieten zum Ferntarif auch durchgehende Verbindungen nach Münster; in Südrichtung wird so Frankfurt erreicht.
Die einzelnen heute noch in Betrieb befindlichen Streckenteile auf der südlichen Ruhrseite von Witten Hauptbahnhof über den Wittener Ruhrviadukt zur ehemaligen Abzweigstelle Witten-Höhe, von Witten-Höhe über die mittlere Ruhrtalbahn nach Wengern Ost und von Wengern Ost via Volmarstein nach Hagen-Vorhalle sind zu einer durchgehenden Güterzugstrecke durchgebunden.
In Witten Hauptbahnhof halten folgende Linien:
Am Hauptbahnhof halten auch folgende Buslinien, welche am Busbahnhof zu erreichen sind:
Stellwerk
Das Stellwerk Wif (Witten Hauptbahnhof, Fahrdienstleiter) ist ein Gleisbildstellwerk der Bauart SpDrS60 und ging 1981 in Betrieb. Es steuert neben dem Wittener Hauptbahnhof die Abzweigstelle Stockumer Straße an der Trennung der Ferngleise nach Bochum und Dortmund, mehrere Bahnübergänge zwischen dem Wittener Hauptbahnhof und dem Haltepunkt Wetter (Ruhr) sowie die Einfädelung der Ruhrtalbahn in die linke Ruhrstrecke am Bahnhof Wengern Ost.<ref>André Joost: StellwerksArchiv Witten Hbf Wif. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 7. Juni 2014.</ref> Der Bahnübergang am Haltepunkt Witten-Annen Nord wird mittlerweile vom Stellwerk Dortmund Hbf aus gesteuert.
Sonstiges
2018 wurden außen am Gebäude und in der Bahnhofshalle diverse Überwachungskameras angebracht.<ref name="waz-2018-02-22">Annette Kreikenbohm: Vandalismus. Sprayer beschmieren wieder Wittener Bahnhof. WAZ, 22. Februar 2018, abgerufen am 24. April 2020.</ref>
Literatur
- Michael Schenk: Witten Hbf. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 43. Ergänzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, München 2003, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 6 S.).
Weblinks
Deutsche Bahn AG
- Gleise in Serviceeinrichtungen (EWIT). DB InfraGO (PDF; 183,5 KiB)
NRWbahnarchiv von André Joost
Weitere Belege
- Beschreibung dieser Sehenswürdigkeit auf der Route der Industriekultur (archivierte Version)
- Eisenbahnfreunde Witten: 100 Jahre Bahnhof Witten mit weiteren Bildern
- Witten Hauptbahnhof in der OpenRailwayMap
Einzelnachweise
<references />
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Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): | Zechenpark Friedrich Heinrich | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | St.-Antony-Hütte | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad
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Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg |
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