Johan Cruyff
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Hendrik Johannes „Johan“ Cruyff (
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1964 gab er sein Debüt in der ersten Elf der Fußballmannschaft von Ajax Amsterdam. Mit Trainer Rinus Michels bildete er bald ein kreatives Tandem, das die Geschicke der Mannschaft bestimmte und den als „Totaalvoetbal“ bekannten Fußball etablierte. Der Totaalvoetbal revolutionierte den damals vom Catenaccio dominierten Weltfußball und schuf ein Gegenmodell, das stark geprägt war durch Offensivfußball, Wechsel der Positionen, aggressives Pressing, eine bis zur Mittellinie hochgeschobene Verteidigungsreihe und große Ballbesitzanteile. Ab 1966 errang Ajax zunächst eine Serie nationaler Titel. In den frühen 1970ern dominierte Ajax mit Cruyff als bestimmendem Spieler und Dirigent auf dem Platz auch den europäischen Vereinsfußball und gewann von 1971 bis 1973 den Pokal der Landesmeister sowie 1972 den Weltpokal. Nach seinem Wechsel zum FC Barcelona im Sommer 1973 gelang es ihm als Torjäger und Spielmacher auf Anhieb, den seit langem im Mittelfeld dümpelnden Klub 1974 zur Meisterschaft zu führen. Bei der Fußballweltmeisterschaft 1974 in der Bundesrepublik war er ebenfalls Taktgeber und dominanter Spieler der niederländischen Nationalmannschaft, die mit einer weiterentwickelten Version des Total Football die Öffentlichkeit begeisterte. Zurück in Spanien scheiterte in der Saison 1974/1975 die Titelverteidigung. In den nachfolgenden Jahren konnte Cruyff an die Erfolge der frühen 1970er-Jahre nicht anknüpfen und verkündete 1978 schließlich seinen Abschied vom Fußball.
Nach desaströsen geschäftlichen Investitionen war Cruyff gezwungen, seine Karriere als Spieler fortzuführen und wechselte – wie viele andere renommierte Spieler der damaligen Zeit – in die nordamerikanische Soccer League, wo er zunächst in Los Angeles und nachfolgend in Washington, D.C. spielte. Nach dem Bankrott der Washington Diplomats kehrte er über eine Zwischenstation in Spanien im Sommer 1981 wieder nach Ajax Amsterdam zurück. Dort führte er das Team zur ersten Meisterschaft seit Jahren, gefolgt vom Double aus Meisterschaft und KNVB-Pokal 1983. Da der Verein seinen Vertrag nicht verlängern wollte, wechselte Cruyff zum Erzrivalen Feyenoord Rotterdam, wo er als Spielmacher und Mentor einer jungen Mannschaft wiederum das Double gewann. Nach diesem Erfolg beendete er im Sommer 1984 seine aktive Karriere als Spieler und wechselte bald an die Seitenlinie auf die Trainerbank. Als Technischer Direktor wurde er, wie schon als Spieler, zum Exponenten und lautstarken Befürworter eines aggressiven, spektakulären Offensivfußballs. Bei Ajax von 1984 bis 1987 blieb ihm die Meisterschaft verwehrt, jedoch gewann Ajax unter seiner Leitung 1987 den Europapokal der Pokalsieger, den ersten internationalen Pokal für ein niederländisches Team seit neun Jahren.
Im Sommer 1988 wurde er vom FC Barcelona verpflichtet, wo er das sogenannte Dream Team aufbaute, mit dem er von 1990 bis 1994 viermal in Folge die spanische Meisterschaft und als Krönung 1992 den Europapokal der Landesmeister gewann. Zudem legte er mit seinen Neuerungen in Training und Nachwuchsarbeit den Grundstein für die spätere Dominanz Barças im Weltfußball ab Mitte der 2000er-Jahre und gab den Anstoß für eine Revolution im Weltfußball. Mit seinen Ideen und Weiterentwicklungen der Ajax-Schule schuf Cruyff ein Modell für den offensiven, von Ballbesitz geprägten Fußball, der in den folgenden Jahren zunächst innerhalb Barças zu einer unumstrittenen Doktrin wurde, durch seine Anhänger und Schüler wie Pep Guardiola und Luis Enrique bald auch in andere Länder exportiert wurde und bis heute den Weltfußball dominiert. Nach zwei erfolglosen Jahren und einem öffentlich ausgetragenen Kleinkrieg mit Präsident Núñez wurde Cruyff im Mai 1996 bei Barcelona entlassen.
Cruyff zog sich in der Folge auf eine Rolle als graue Eminenz des Weltfußballs zurück, die im Hintergrund bei Ajax und Barcelona als einflussreicher Berater wirkte. Mit Vehemenz und Leidenschaft verteidigte der streitlustige Cruyff das Erbe des nun als Cruyffismo bzw. post-cruyffschen Stil oder Ajax-Stil bezeichneten Offensivfußballs. Nebenher gründete er diverse Stiftungen, die Fußballern eine Ausbildung ermöglichen sollen und besonders förderungsbedürftige Kinder in den Vordergrund stellen. Als er 2016 an einer Krebserkrankung starb, galt sein Erbe des post-cruyffschen Stils bei seinen Nachfolgern als unbestritten.
Dazu ist Cruyff Schöpfer zahlreicher Redewendungen und Aphorismen, die in den Niederlanden und im internationalen Fußball Eingang in den Sprachgebrauch gefunden haben.
Leben
Kindheit, Jugend und Charakterbildung
Johan Cruyff wurde als Hendrik Johannes Cruijff am 25. April 1947 im Bürgerziekenhuis in der Linnaeusstraat in Amsterdam geboren. Er war der zweite Sohn von Hermanus Cornelis Cruijff (genannt Manus) und Petronella Bernarda Draaijer, die ihn nach seinem Großvater mütterlicherseits Hendrik Johannes Draaijer benannten. Sein Vater Manus betrieb einen Gemüseladen. Er wuchs in armen Verhältnissen auf.
Cruyff wuchs in der Akkerstraat 32 im Viertel Betondorp (deutsch: „Betondorf“) auf,<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 9.</ref> einem Viertel, dessen architektonischer Stil als „brutalistisch“ beschrieben wurde.<ref>Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021, S. 20 f.</ref> Die Akkerstraat befand sich fünf Minuten vom Stadion De Meer entfernt, wo der Fußballklub Ajax Amsterdam seine Heimspiele austrug. Sein Vater Manus war Fan von Ajax.
Das Umfeld, in dem die Cruyffs aufwuchsen, wird von seinem Biographen Auke Kok als geschäfts- und marktorientiert beschrieben, welches sich von linksgerichteten Ideen distanziert hielt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 10 f.</ref> Der junge Cruyff war vom Calvinismus geprägt; während er als gläubiger Mensch galt und oft auf Gott Bezug nahm, experimentierte er später gleichzeitig auch mit spiritistischen Handlungen, um Kontakt mit seinem verstorbenen Vater aufzunehmen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 385.</ref>
In der Schule zeigte er allenfalls unstete Leistungen und musste ein Schuljahr wiederholen. Rückblickend auf seine Jugendjahre äußerte Cruyff später die Vermutung, dass seine durchwachsenen schulischen Leistungen und seine anhaltende Rastlosigkeit auf eine ADHS-Erkrankung zurückgingen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 13.</ref>
Mit seinem zweieinhalb Jahre älteren Bruder Henny<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 10.</ref> hatte er in Jugendjahren ein enges Verhältnis. Henny galt Beobachtern ursprünglich talentierter als Johan, schaffte jedoch den Sprung in die Profimannschaft nicht. Der bedauernde Cruyff sah den Grund dafür in Hennys mangelnder Fokussierung auf den Fußball; anders als er selbst habe Henny Fußball nie als die oberste Priorität in seinem Leben angesehen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 38.</ref> Henny eröffnete später einen Sportladen und suchte Kapital aus der verwandtschaftlichen Verbindung zu schlagen, unter anderem, indem er Reisen nach Barcelona vermittelte, die als Werbeversprechen auch Touren durch Cruyffs Anwesen anboten. Seine Versuche, Cruyff zu managen, wurden von Johans Schwiegervater Cor Coster unterbunden. Beide Brüder überwarfen sich daraufhin endgültig in den 1980ern und Henny veröffentlichte ein Buch, in dem er Coster unterstellte, während der deutschen Besatzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein. Der Vorwurf wurde von der Forschung nicht gestützt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 476.</ref>
Bereits in seinen ersten Jahren als Profi-Fußballer anglisierte Johan seinen Nachnamen in Cruyff; während er in seiner niederländischen Heimat unverändert als Johan Cruijff firmiert, hat sich die anglisierte Version seines Nachnamens im Rest der Welt durchgesetzt.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 80.</ref>
Unerwartet starb Vater Manus am 8. Juli 1959.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 19 f.</ref> Seine Mutter Nel konnte den Gemüseladen nicht allein weiterführen und musste das Geschäft aufgeben. Sie war stattdessen gezwungen, als Reinigungskraft bei Ajax Amsterdam zu arbeiten und dort die Kabinen zu putzen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 62.</ref> Dort lernte sie Henk Angel (den Platzwart bei Ajax) kennen, mit dem sie eine zweite Ehe schloss. Für Cruyff war der Tod seines Vaters gleichzeitig Tragödie und prägendes Ereignis; sein ganzes Leben blieb er immer von der Angst beseelt, ebenfalls einen frühen Tod zu sterben. Dazu wurden der plötzliche Tod seines Vaters und die daraus resultierenden ökonomischen Konsequenzen für die Familie eine Triebfeder für ihn, möglichst viel Geld in möglichst kurzer Zeit anzuhäufen, um seine leibliche und angeheiratete Familie versorgen und absichern zu können.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 62.</ref>
Zeitlebens blieb Cruyff im Urteil seiner Biographen ein typischer „Amsterdamer“ mit all den Charaktermerkmalen, wie sie, teils klischeehaft, den Amsterdamern zugeschrieben werden. So wies er die den Amsterdamern vom Rest der Niederlande zugeschriebene typische Arroganz des Großstädters auf.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 42.</ref> Er wurde zudem als klassischer Besserwisser charakterisiert; es kursieren unzählige Anekdoten über Cruyff, der bei jeder Gelegenheit andere zu belehren suchte.<ref>Arthur van den Boogaard: Het laatste seizoen. Thomas Rap, Amsterdam 2021, S. 106 f.</ref> Dazu hatte der schnellsprechende, redselige Cruyff einen ungehemmten Mitteilungsdrang und diskutierte leidenschaftlich gern; noch als Weltfußballer gab er auch Schülerzeitschriften lange Interviews. Zudem blieb er dem Arbeiterdialekt seines Amsterdamer Viertels treu;<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 467.</ref> als mit dem steigenden Bildungsniveau ab den 1980er Jahren eine neue jüngere Generation in den Niederlanden ins öffentliche Leben drängte, gab es zunächst in den Niederlanden (und später auch in Spanien) zahlreiche Parodisten, die sich Cruyffs idiosynkratische Sprache samt seiner oft fehlerbehafteten Grammatik zum Ziel machten.
Familiengründung
1967 lernte er Danny Coster (* 1949) kennen, mit der er sich im Folgejahr verlobte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 106 f.</ref> Mit ihr änderte sich Cruyffs optisches Erscheinungsbild, der sich in typischer Manier der Sechziger Jahre die Haare wachsen ließ und seine Kleidung an die damalige grelle Mode anpasste.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 107.</ref> Die Heirat folgte im Dezember 1968. Die Ehe wird als glücklich beschrieben. Während Cruyff einerseits diverse außereheliche Affären hatte,<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 448 ff.</ref> zeigte er sich gleichzeitig auch als hingebungsvoller Familienvater. Seine Frau empfand den Beruf des Fußballers und Johans einhergehende Berühmtheit als lästig; sie wirkte auf Johan ein, sich dem durch einen vorzeitigen Rücktritt zu entziehen und stattdessen als Geschäftsmann zu reüssieren.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 128.</ref> Die Cruyffs ließen sich bald in Vinkeveen nieder;<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 126 f.</ref> dort behielten sie ihren Wohnsitz, bis sie nach Barcelona zogen, wo sie sich im Stadtteil Pedralbes niederließen. Das Haus in Vinkeveen blieb ihr zweiter Wohnsitz. Sie hatten drei Kinder: Chantal (* 1970), Susila (* 1972) und Jordi (* 1974). Cruyff wird als autoritärer Vater beschrieben. Jordi wurde selbst Fußballer. Als typischer Fußballvater unterstützte Johan die Ambitionen seines Sohnes, ebenfalls Fußballer zu werden. In den 1990er Jahren spielte Jordi unter anderem für FC Barcelona und Manchester United, bevor er ins Management (u. a. auch für den FC Barcelona und Ajax Amsterdam) überwechselte.
Sein Schwiegervater Cor Coster übernahm bald die geschäftliche Vertretung von Johan und handelte sowohl die Vertragsverlängerungen mit Ajax aus als auch seine Werbeverträge und Geschäftsbeteiligungen.
Spielerkarriere
Anfänge als Straßenfußballer & Amateur, Spielweise
Cruyff lernte das Fußballspielen als klassischer Straßenfußballer. Um auf dem harten Straßenboden nicht hinzufallen, entwickelte er einen Sinn dafür, Fouls aus dem Weg zu gehen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 60.</ref> Cruyffs Spielerkarriere erstreckte sich in einer Zeit, in der die Schiedsrichter eine allenfalls laxe Haltung zu körperbetontem Spiel hatten. Auch harte Tacklings und Fouls galten als Ausdruck von Männlichkeit und wurden von Spielern, Fachleuten und Publikum als legitimer Teil des Spiels angesehen; oft lobten Kommentatoren gar die Schönheit eines harten Fouls.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 71 f.</ref> Cruyffs Gefühl für Gegner um ihn herum erwies sich insofern als essentielle Fähigkeit für seine weitere Karriere. Zudem hatte er bereits früh ein ausgeprägtes Raumverständnis. Wiewohl er von einem stärkeren (rechten) und schwächeren (linken) Fuß sprach, war er beidfüßig, dazu nutzte er für den Pass sowohl den Innen- als auch den Außenrist. Hohe Antrittsgeschwindigkeit und seine Fähigkeiten beim Dribbling machten ihn zu einem gefährlichen Torjäger. In der Jugend war er noch auf keine Position festgelegt, wobei er jedoch von Beginn an als Offensivspieler zu sehen war. Er wechselte gern die Positionen und wich oft auf die Flügel aus. Als Profi bei Ajax wurde dies ein Markenzeichen; Cruyff wechselte bevorzugt auf den linken Flügel, wo er weite, genaue Pässe schlug. Vereinzelt trat er als Elfmeterschütze an, wobei er dies im Normalfall anderen Mitspielern wie Johan Neeskens überließ.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 222.</ref> Bereits als junger Spieler verfiel er dem Rauchen, teils rauchte er am Tag über 80 Zigaretten. Dies und seine Abneigung gegen jede Form des körperlichen Trainings führten dazu, dass er als lauffauler Spieler galt. Der junge Cruyff spielte neben Fußball gelegentlich auch Cricket und Baseball, wo er als Catcher und Baserunner Erfolge feierte. Cruyff selbst führte diese Hobbys als Initialfaktor darauf zurück, dass er als Fußballspieler auf dem Platz bald ungewöhnlich vorausschauend agierte.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 10.</ref>
Dem Jugendtrainer Jany van der Veen fiel die Ballbeherrschung Cruyffs auf und dass er immer gemeinsam mit älteren Jungen spielte, die von Cruyff bereits herumkommandiert wurden. Van der Veen wird als erster großer Einflussgeber auf Cruyff beschrieben, der auf seinen Rat hin seinen zweiten schwächeren Fuß trainierte. Auf Van der Veens Betreiben wurde Cruyff (ohne sein Zutun) mit 10 Jahren Mitglied bei Ajax.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 9.</ref>
Cruyff reüssierte bald im Jugendbereich und fiel auch Vic Buckingham auf, der Trainer der ersten Ajax-Mannschaft (und nebenher Arbeitgeber für Cruyffs Mutter Nel, die für ihn als Reinigungskraft arbeitete) war.
Spieler für Ajax Amsterdam (1964 bis 1973)
Der Verein Ajax war damals als Zusammenschluss von ortsansässigen Mitgliedern organisiert, unter dessen Dach diverse Sportarten ausgeübt wurden.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 63.</ref>
Am 15. November 1964 debütierte der 17-jährige Cruyff in der ersten Liga (Eredivisie) für Ajax Amsterdam bei der 1:3-Niederlage gegen GVAV Groningen (seit 1971 FC Groningen).<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 29.</ref> Im zweiten Spiel, sein Heimdebüt gegen PSV Eindhoven, schoss er ein Tor.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 29 f.</ref> Das folgende Spiel gegen Feyenoord Rotterdam ging mit 9:4 verloren und nach einem Unentschieden in der Folgewoche war Ajax den Abstiegsrängen nahe. Das Management verlor das Vertrauen in Vic Buckingham und forcierte am 21. Januar 1965 die Trennung.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 30.</ref>
Als neuer Trainer wurde der 36-jährige Rinus Michels engagiert. Michels, ein Sportlehrer für gehörlose Kinder, war ehemals selbst Spieler für Ajax gewesen. Seine Aufgabenbeschreibung als Trainer umfasste das Mannschaftstraining an drei Abenden die Woche. Der ehrgeizige Michels begann jedoch bald radikale Schritte, um den Verein zu professionalisieren.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Die Werkstatt, Göttingen 2012. S. 77.</ref>
Michels legte großen Wert auf eiserne Disziplin und wurde von seinen Spielern bald „De Generaal“ (dt. Der General) genannt.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 34.</ref> Er führte Trainingslager ein und ließ die Spieler täglich drei Trainingseinheiten sowie abends noch ein Trainingsspiel absolvieren.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 64.</ref> Besonders Cruyff, der bereits in seiner Jugend zum Kettenraucher geworden war, hasste das rigide Training und versuchte gelegentlich, sich bei Waldläufen zu verstecken. Michels unternahm schnell weitere Schritte in Sachen Professionalisierung. Viele Spieler waren Teilzeit- oder Hobbyspieler, die einen anderen (Haupt-)beruf hatten.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 93.</ref> Cruyff war bei einer Druckerei eine Art „Mädchen für alles“ gewesen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 37.</ref> Michels unterband jede Nebentätigkeit und machte aus den Spielern Profifußballer. Finanziert wurde dies von einer Reihe von Geldgebern, darunter sowohl Kollaborateure, die im Weltkrieg mit den deutschen Besatzern Geschäfte gemacht hatten und ihren Namen reinwaschen wollten, als auch von jüdischen Geschäftsleuten, die den Krieg überlebt hatten und Ajax als Ersatzfamilie begriffen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 64 f.
Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021, S. 24 f.</ref> Das Image von Ajax als einem Klub mit einem gewissen jüdischen Flair war bereits seit langem ausgeprägt und wurde in nächsten Jahren von der Spielergeneration um Cruyff (eher auf symbolische und spielerische Weise) wiederholt betont.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 299 ff.</ref> Diese ahistorische Stilisierung entwickelte vor allem ab den 1980er Jahren eine Eigendynamik, als auch die Fans des Klubs Ajax als den „jüdischen Klub“ stilisierten und als Reaktion darauf Fans des Erzrivalen Feyenoord Rotterdam begannen, antisemitische Schmährufe zu singen und in Inszenierungen auf den Holocaust anzuspielen. Ursprünglich als Symbol eines Fußball-Tribalismus gesehen,<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 301.</ref> löste dies in den frühen 2000er Jahren in den Niederlanden eine gesellschaftliche Debatte aus.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 302 f.</ref>
Im Spiel legte Michels großen Wert auf aggressives Zweikampfverhalten und körperliche Dominanz, um dem Gegner den Schneid abzukaufen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 222 f.</ref> Ajax etablierte auch das Pressing – intern bei Ajax immer das „Jagen“ genannt, mit dem Druck auf den am Ball befindlichen Gegner ausgeübt werden sollte.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 61 f.</ref>
Taktisch orientierte sich Michels am Gegner und wechselte variabel vom 5-3-2 zum 4-2-4. In der Saison 1969–1970 wechselte er dauerhaft zum 4-3-3.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 58 f.</ref>
Neu war die Konzeption des Raumes auf dem Spielfeld, die bei Ajax auf eine abstrakte, unverwechselbare Weise gedacht wurde. Der britische Autor David Winner hebt hervor, dass diese einzigartig war und zieht den Schluss, dass diese Konzeption nur in den Niederlanden mit ihrem ganz anderen Verständnis für die Gestaltung der Umgebung bzw. der Natur so entstehen konnte.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 71 ff.</ref> Die Spieler um Cruyff machten das Spielfeld im Ballbesitz so groß wie möglich, indem sie das Spiel auf die Flügel verlagerten. Bei einem Ballverlust wurde der Raum dagegen möglichst klein gemacht, indem sie die Verteidigungsreihe kurz vor der Mittellinie hochschoben, in die gegnerische Hälfte drängten oder auf Abseits stellten, um den Raum noch weiter zu verengen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 71 f.</ref> Dazu zeichnete Ajax sich durch ständige Positionswechsel aus. Michels beanspruchte die Innovation der ständigen Positionswechsel für sich selbst; da Ajax in den späten 1960ern die Gegner in der Eredivisie regelmäßig dominierte, traf man immer mehr auf massierte Abwehrreihen. Um diesem Problem zu begegnen, habe er Mittelfeldspieler und Abwehrspieler in den Angriff integrieren wollen, woraus sich die Positionswechsel ergaben.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 59 f.</ref>
Umstritten ist, welcher Anteil Johan Cruyff an den Innovationen zusteht.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 65 ff.</ref> Während der Anteil von Michels als Trainer unbestritten ist, wird gleichermaßen auch der Anteil des Spielerkollektivs einerseits und von Cruyff andererseits hervorgehoben. Die Spielergruppe um Cruyff galt als Verkörperung der individualistischen Nachkriegsgeneration der Babyboomer, die Autoritäten nicht ohne weiteres akzeptierte und danach strebte, sich selbst zu verwirklichen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 72.</ref> Diskussionen untereinander über Hierarchien im Team und Taktiken im Spiel waren quasi an der Tagesordnung. Auch das Hochschieben der Abwehr sei in der dann praktizierten Form zum Teil von den Spielern initiiert worden, die Kräfte sparen wollten, indem sie auf einem verkleinerten Feld spielten. Cruyff wiederum war der bestimmende, herausragende Spieler, der aus dieser Gruppe talentierter Spieler eindeutig herausragte. Cruyff praktizierte als Mittelstürmer auch bereits das, was heute als falsche Neun bezeichnet wird und ließ sich auf die Flügel oder tief ins Mittelfeld zurückfallen, um entweder dort eine Überzahl zu kreieren (wenn sein direkter Gegenspieler seine Position hielt) oder den auf seiner Position freiwerdenden Raum (wenn sein Gegenspieler ihm folgte) für seine Mitspieler zu öffnen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 68.</ref> Als Schaltzentrale dieses Modells war Cruyff nur nominell als Mittelstürmer aufgestellt und agierte gleichzeitig als Spielmacher, Torjäger und Flankengeber. Seine Vorliebe für dieses ständige Ausweichen auf andere Positionen wird vom britischen Journalisten Simon Kuper auch als die eigentliche Ursache für das Markenzeichen von Ajax, die ständigen Positionswechsel (Cruyff nannte es „kontrolliertes Chaos“<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 66.</ref>), angesehen, da seine Mitspieler sich auf ihn einstellten und intuitiv daran anpassten.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 67 f.</ref> Unbestritten ist, dass, als Cruyff älter wurde und mit seinen Mitspielern immer häufiger über Taktik zu diskutieren begann, sein Einfluss im Team kontinuierlich wuchs.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 66.</ref> Als Vollstrecker auf dem Platz kam Cruyff in diesen Jahren die Rolle eines Spielertrainers zu, der fast überall auf dem Platz zu finden war, immerzu seine Mitspieler coachte, ihnen Anweisungen gab und ihnen Wechsel in Formation und Position befahl, wann immer er es für angebracht hielt. Teilweise verlangte er von der Bank auch Auswechslungen. Arsène Wenger hob im Rückblick hervor, dass es praktisch unmöglich sei, Ajax zu kopieren, da die Figur des coachenden Spielers Cruyff einzigartig sei.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 69.</ref> Cruyffs Verhältnis zu Michels wiederum wies Züge eines Vater-Sohn-Verhältnisses auf. Simon Kuper verglich es mit der Partnerschaft Lennon/McCartney.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 65.</ref> Als kreative Partnerschaft waren beide eine gegenseitige Inspiration und profitierten voneinander, dazu waren sie eindeutig die treibenden Kräfte des Vereins. Andererseits rieben sich beide aneinander und das Verhältnis wies eindeutige Elemente eines Konkurrenzdenkens auf. Michels und Cruyff strebten beide jeweils nach Dominanz im Team. Immer wieder änderte Cruyff eigenmächtig die Vorgaben von Michels auf dem Spielfeld ab und untergrub oft willentlich die Anweisungen des Trainers, was zu Wutanfällen von Michels und lautstarken Streitereien zwischen beiden führte.<ref>Arthur van den Boogaard: Het laatste seizoen. Thomas Rap, Amsterdam 2021, S. 112.</ref> Michels verdächtigte den leicht hypochondrisch veranlagten Cruyff auch, Verletzungen vorzutäuschen.<ref>Arthur van den Boogaard: Het laatste seizoen. Thomas Rap, Amsterdam 2021, S. 97.</ref> Von Michels übernahm Cruyff das Konfliktmodell, das Michels implementiert hatte, um kreative Reibungen zu schaffen und zu einem Teil seines eigenen Credos wurde<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 62.</ref> – was aber, wie Kuper meint, eigentlich nur eine vorgeschobene Rechtfertigung für seine eigene streitaffine Persönlichkeit war.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023</ref> Mit dem „Totaalvoetbal“ (wie der Ajax-Stil 1965 betitelt wurde) wurde Ajax zunächst die dominierende Macht im niederländischen Fußball und holte 1966, 1967, 1968 und 1970 den Meistertitel.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 56.</ref> Anfang der 1970er Jahre verschob Ajax dann auch die Gewichte im internationalen Fußball. In den 1960er Jahren war die Fußballwelt vom italienischen Catenaccio dominiert worden, einem destruktiven, rein vom Defensivgedanken geprägten Stil. Deren führende Exponenten AC und Inter Mailand hatten beide je zweimal den Europapokal der Landesmeister (Vorläufer der Champions League) und den Weltpokal gewonnen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 66.</ref> Der Sieg von Ajax über Inter Mailand im Finale des Europapokals der Landesmeister 1972, ein klassischer Kampf der Systeme, wurde von Beobachtern sofort als Zäsur begriffen und in vielen Zeitungen als Ende des Catenaccio stilisiert. Fußball-Autor und Novellist Brian Glanville sah den Catenaccio durch den Total Football komplett in den Schatten gestellt.<ref>Brian Glanville: Champions of Europe. Guiness, London 1991, S. 126, zitiert nach John Foot: Calcio. A History of Italian Football. Harper Collins, London 2006, S. 229.</ref> Das Ajax-Beispiel machte in den 1970ern zunächst in der Eredivisie Schule, wo andere Klubs wie Feyenoord ebenfalls Elemente des Totaalvoetbal übernahmen und häufigere Positionswechsel in ihr Spiel übertrugen. Nachfolgend versuchten sich auch andere Vereine, z. B. in England, darin, Elemente des Ajax-Stils zu übernehmen, allerdings jeweils mit weit geringerem Erfolg.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 73.</ref>
In seinen ersten Jahren zeigte Cruyff keine konstanten Leistungen; teilweise blitzte sein enormes Talent auf, teils tauchte er in großen Spielen ab und konnte dem Spielverlauf keine nennenswerten Impulse geben.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 65.</ref> Zudem war er immer wieder verletzt oder beklagte sich über kleinere Blessuren.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 70.</ref> Michels verdächtigte Cruyff mehr als einmal, Verletzungen nur vorzutäuschen.<ref>Arthur van den Boogaard: Het laatste seizoen. Thomas Rap, Amsterdam 2021, S. 61.</ref> Bei seinen Mitspielern war er auf dem Platz unpopulär, da er dazu neigte, den Ball nicht mehr abzugeben, sondern sich wiederholt in Dribblings und Alleingängen zu verlieren. Seine Position variierte in seinen Anfangsjahren; als er noch nicht gesetzter Stammspieler war, wurde er nicht nur als Mittelstürmer, sondern ersatzweise auch auf dem Flügel oder im Mittelfeld eingesetzt.
In der Saison 1965–1966 wurde Cruyff ein Profispieler (sein monatliches Salär betrug 120 Gulden) und zeigte zum ersten Mal über längere Strecken sein Potenzial. Er gewann mit Ajax 1966 den Meistertitel. 1966–1967 war ein weiterer großer Schritt für Cruyff; bereits zu Beginn der Saison war er in der Startelf gesetzt; er verdrängte den erfahrenen Henk Groot aus der Stürmerreihe, der ins Mittelfeld wechselte und mit Cruyff und Piet Keizer das bestimmende Trio in der Mannschaft bildete.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 68.</ref> Ajax gewann mit Leichtigkeit den Meistertitel und deklassierte die Gegner regelmäßig mit einem Torreigen – am Ende der Saison stand ein Rekord von 122 Toren, 33 hatte Cruyff beigesteuert.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 94.</ref> Dazu gewann Ajax auch den KNVB-Pokal 1966/67. International traf Ajax in einem Schlüsselspiel – Winner nennt es den Durchbruch, mit dem Ajax auf der internationalen Bühne erstmal reüssierte – am 7. Dezember 1966 in Amsterdam auf den FC Liverpool. Ajax dominierte und gewann mit 5:1.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 41 f.</ref> Im Rückspiel in Liverpool schoss Cruyff zwei Tore zum 2:2 Endstand.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 42 f.</ref> In der nächsten Runde folgte gegen Dukla Prag die Ernüchterung, Ajax schied aus.
In der Saison 1967–1968 brillierte Cruyff wiederum als Mittelstürmer, Ajax gewann erneut die Meisterschaft. Im Europapokal schied Ajax gegen Real Madrid nach Verlängerung aus; in Madrid vergab Ajax zahlreiche Großchancen, Cruyff selbst stand kurz vor Spielende vor dem Torwart und vergab nach kurzen Zögern.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 100 f.</ref> In der folgenden Saison lag der Fokus der Mannschaft umso mehr auf dem Europapokal;<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 122.</ref> erstmals seit Jahren wurde Ajax nur Zweiter in der Eredivisie. Ajax schlug in der 2. Runde Istanbul in einem berühmten Spiel auf einem Schlammfeld nach einem Tor von Cruyff; das Spiel wurde in den Niederlanden bekannt als die „Hölle von Fenerbahce“.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 192.</ref> Im Viertelfinale gegen Benfica Lissabon holte Ajax einen 1:3-Rückstand aus dem Hinspiel auf, worauf ein Entscheidungsspiel nötig wurde; dies gewann Ajax 3:0 im neutralen Paris. Im Halbfinale wurde Sparta Trnava geschlagen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 56 f.</ref> Im Finale folgte die Ernüchterung; die massierte Abwehr Mailands und die konsequente Manndeckung Cruyffs durch Giovanni Trapattoni hatten ein einseitiges 4:1 als Endergebnis zu Folge. Cruyff sah sich danach heftiger Kritik von Trainer Michels und der Presse ausgesetzt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 146 f.</ref> In der folgenden Saison gewann ein verjüngtes Ajax-Team die Meisterschaft souverän. Aufgrund einer Verletzung verpasste Cruyff die ersten Spiele der Saison 1970–1971. Erst am 30. Oktober 1970 gegen die PSV Eindhoven konnte Cruyff wieder auflaufen und profitierte bald vom 4-3-3, das nun immer mehr zum festen System wurde.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 181.</ref> In diesem Spiel trug er zum ersten Mal seine legendäre Rückennummer 14, weil sein Teamkollege Gerrie Mühren Cruyffs übliche Nummer 9 besetzte. Ab dieser Zeit trug er für Ajax nur noch die 14. Im November schoss Cruyff sechs Tore gegen AZ Alkmaar und stellte damit einen Rekord ein. Im Europapokal der Landesmeister 1970/71 gewann Ajax im Finale gegen Panathinaikos Athen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 63.</ref>
Rinus Michels verließ Amsterdam nach diesem Triumph und wechselte nach Spanien, wo er als Trainer den FC Barcelona übernahm. Als sein Nachfolger wurde der relativ unbekannte Ștefan Kovács verpflichtet.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 201.</ref> Kovacs war Trainer in Rumänien bei Steaua Bukarest gewesen. Anders als Michels war Stefan Kovacs kein autoritärer Trainer; er brachte einen entspannten Umgangston mit, ließ den Spielern auf und abseits des Platzes viel mehr Freiheiten und legte keinen Wert auf die von Michels geforderte strenge Disziplin. Das Training ließ er von seinem Assistenten Bobby Harms organisieren und die Spieler über die Freundschaftsspiele bestimmen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 109 f.</ref> Er nahm nur graduelle Veränderungen vor. So wechselte er Spieler seltener aus und verzichtete im europäischen Wettbewerb darauf, System und Taktik des Teams je nach Gegner zu variieren.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 202.</ref> Davon profitierte die mittlerweile gewachsene und reife Mannschaft und blühte erneut auf.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 11 f.</ref> Cruyff nahm unter dem neuen Trainer eine noch größere, dominantere Rolle ein als in Michels‘ letzten Jahren und war mehr denn je ein „Spielertrainer“ auf dem Platz. Ohne den autoritären Michels war es nun Cruyff, der wort- und gestenreich Disziplin einforderte, mit dem Schiedsrichter stritt und Diskussionen innerhalb der Mannschaft initiierte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 203.</ref> Unter Ștefan Kovács gewann die Mannschaft das Triple aus Meisterschaft, KNVB-Pokal und als Krönung zum zweiten Mal in Folge den Europapokal: Im Finale des Europapokals wurde Inter Mailand in einer einseitigen Begegnung mit 2:0 besiegt, Cruyff schoss beide Tore. Nachdem man im Vorjahr auf die Teilnahme verzichtet hatte, gewann Ajax im September 1972 auch den Weltpokal 1972 gegen Independiente, dazu folgte im Winter der UEFA Super Cup 1972.
In der Folgesaison, dem letzten Jahr unter Kovács, nahmen die internen Spannungen im erfolgsverwöhnten Team zu und Cruyff mit seinem Status als herausragendem Spieler provozierte Eifersüchteleien. Im Urteil von Simon Kuper war der Star Cruyff inzwischen für die Niederlande zu groß geworden.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 73 f.</ref> Unter dem erneut lässigen Regime von Kovács machte sich mangelnde Fitness bemerkbar. Statt weitere Spektakel zu bieten, spielte Ajax zunehmend routiniert und kräfteschonend; das Resultat waren mehrere 1:0-Siege. Am Ende stand ein weiterer Meistertitel in der Eredivisie. International spielte Ajax wiederum souverän auf. Am 7. März wurde das um Franz Beckenbauer und Gerd Müller gebaute Team von Bayern München in einem einseitigen Spiel mit 4:0 deklassiert.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 222 f.</ref> Zum Rückspiel in München (ein 2:1 für Bayern) reiste der angeschlagene Cruyff nicht mit, was für Irritationen bei seinen Mitspielern sorgte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 223.</ref> Im Halbfinale gegen Real Madrid erreichten die „Amsterdamer“ zwei ungefährdete Siege, um erneut in das Finale einzuziehen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 224.</ref> Ein routiniert agierendes Ajax erreichte die Titelverteidigung 1973 mit einem ungefährdeten 1:0-Sieg gegen Juventus Turin. Nach der Führung in der 4. Spielminute durch Johnny Rep vermied Ajax jedes Risiko und „fror“ das Spiel mit langen Ballstafetten ein, die den Gegner gar nicht erst an den Ball kommen ließen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 224 f.</ref> Cruyff wurde wie schon 1971 auch 1973 mit dem Ballon d’Or als „Europas Fußballer des Jahres“ ausgezeichnet.
Wechsel zu Barcelona (1973–1978)
Kovács verließ Ajax im Sommer 1973 und wurde durch Trainer George Knobel von MVV Maastricht ersetzt. Im Trainingslager in De Lutte kam es zum Eklat.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 110 ff.</ref> Piet Keizer, Kapitän in der Saison 1971–1972, gab zu verstehen, dass er die Kapitänsbinde zurückhaben wolle, die er vor einem Jahr an Cruyff übergeben hatte. Gründe waren für Keizer, dass Cruyff in seinem Geschäftsgebaren zu egoistisch sei und das Wohl der Gruppe vernachlässige.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 227 f.</ref> Cruyff weigerte sich und bestand auf einem Votum. Neuzugang Pim van Dord gab kein Votum ab, worauf die verbliebenen 15 Spieler abstimmten. Das Votum fiel mit 8 zu 7 für Keizer aus. Der eingeschnappte Cruyff fühlte sich gedemütigt und rief sofort seinen Schwiegervater Cor Coster an, dem er seinen Wechselwunsch mit den Worten mitteilte: „Du musst sofort Barcelona anrufen, ich will hier weg.“<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 112.</ref>
Der FC Barcelona war bereits seit Jahren an Cruyff interessiert; konkrete Offerten waren jedoch unmöglich gewesen,<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 230.</ref> da von 1962 bis 1973<ref>Nachdem die spanische Nationalmannschaft bei der WM 1962 in Chile in der Vorrunde als Gruppenletzter ausgeschieden war, wurde die Spielberechtigung für Ausländer ausgesetzt, um stattdessen die heimische Talentförderung zu stärken. Ausländische Spieler (oft aus Südamerika), die Vorfahren aus Spanien geltend machen konnten, wurden von dem Bann jedoch ausgenommen. Es kam in der Folge zu einem ausgedehnten Betrugssystem von Vereinen und Spielern, bei dem viele ausländische Spieler mit erfundenen Abstimmungsurkunden die Spielberechtigung erhielten. Nach einem Protest des FC Barcelona und einer Untersuchung des Verdachts kam der Betrug ans Licht und der Bann für Ausländer wurde am 26. Mai 1973 aufgehoben. Real Madrid verpflichtete daraufhin den deutschen Nationalspieler Günter Netzer von Borussia Mönchengladbach und der FC Barcelona den Peruaner Hugo Sotil.</ref> Ausländer in der spanischen Liga nicht spielberechtigt waren.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 222.</ref> Da außerdem Trainer Rinus Michels Cruyff als schwierigen, disruptiven Charakter sah, hatte das Management zunächst versucht, Gerd Müller von Bayern München zu verpflichten. Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Müller gab sich Michels einverstanden, einen Wechsel von Cruyff in die Wege zu leiten. Barcelonas Manager Armand Carabén, der mit einer Niederländerin verheiratet war, leitete die Verhandlungen über den Wechsel ein. Der bei Ajax noch unter Vertrag stehende Cruyff forcierte den Transfer, indem er implizit drohte, sonst einfach nicht mehr für Ajax oder die Nationalelf zu spielen. Daraufhin gaben Verband und Ajax zunächst nach. Eine Offerte in letzter Minute von Real Madrid scheiterte ebenfalls; Cruyff erpresste den nationalen Verband und Ajax wiederum mit einer Rücktrittsdrohung für den Fall, dass er von Ajax gegen seinen Willen nach Madrid verkauft werden würde.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 221 f.</ref> Die Transfersumme von 6 Millionen Gulden machte ihn zum teuersten Spieler der Welt.<ref>Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021, S. 12.</ref>
Der FC Barcelona befand sich zum Zeitpunkt von Cruyffs Wechsel in einer sportlich unbefriedigenden Situation. Der letzte Meistertitel datierte bis auf 1960 zurück. Vom eigenen Anspruch und seinem Selbstverständnis einer der größten Vereine sowie das repräsentative Aushängeschild Kataloniens, hatte „Barça“ in der Wahrnehmung seiner Mitglieder, Spieler und Fans seit der Machtübernahme Francos 1939 unter einer Gängelung durch die Zentralregierung gelitten und war von dieser bzw. von Verband und Schiedsrichtern wiederholt zugunsten von Real Madrid benachteiligt worden.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 10 ff.
Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 249.</ref> Der Klub, der 58.000 Mitglieder zählte und über umfangreiche Finanzmittel verfügte, hatte sich zu diesem Zeitpunkt in einer Opferrolle eingerichtet.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 37 ff.
Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 223.</ref>
Der grundsätzlich unpolitische Cruyff war sich zu diesem Zeitpunkt der politischen Hintergrundsituation in Spanien nicht bewusst. Er schätzte an Barcelona das Klima und die finanziellen Verdienstmöglichkeiten, die weit über dem lagen, was er in den Niederlanden erwirtschaften konnte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 231.</ref> Den teils kritisierten Wechsel in das franquistische Spanien verteidigte er achselzuckend.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 247 f.</ref> Über die politischen Hintergründe der Rivalität zwischen dem ehemals autonomen Katalonien einerseits und Kastilien bzw. Real Madrid als Symbol für die Zentralregierung andererseits war er ebenfalls ahnungslos und wusste auch nichts über die jahrelange politische und kulturelle Benachteiligung der Regionen (zumal Kataloniens) durch das Franco-Regime.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 252 f.</ref> Als sein Sohn geboren wurde und die Cruyffs für ihn den Namen Jordi (katalanisch für Georg) aussuchten, war ihnen nicht bewusst, dass der Heilige Georg der Schutzpatron Kataloniens ist und der Name deshalb von der Franco-Regierung verboten worden war. Den Cruyffs wurde es im Zuge einer allgemein einsetzenden graduellen politischen Liberalisierung des Regimes in den 1970ern gestattet, ihren Sohn Jordi zu nennen. Diese Namensgebung wurde als ein politisches Statement missverstanden und erhöhte Cruyffs Popularität.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 251 ff.</ref> Erst in seinem zweiten Jahr begann er, sich politisch zu äußern und wetterte oft über die (vermeintliche) Benachteiligung Barças durch die Zentrale bzw. Madrid. Allerdings, so seine Biographen, zielte der gänzlich unpolitische Cruyff hierbei immer auf den sportlichen Aspekt ab; immer waren bei ihm der Verband und/oder die Schiedsrichter gemeint, nie das Regime Francos an sich.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 290.</ref>
In der Saison 1973–1974 zementierte Cruyff seinen Ruf als bester Spieler der Welt. Bis zur abgeschlossenen Registrierung war Cruyff in der Liga nicht spielberechtigt, und er und die Mannschaft spielten stattdessen Trainingspartien gegen diverse, oft unterklassige, Mannschaften, wo er sich einspielen konnte. Sein Pflichtspieldebüt gab Cruyff vor 90.000 Zuschauern im Camp Nou am 28. Oktober 1973 gegen Granada. Cruyff übernahm sofort die Kontrolle als Spielmacher, dazu schoss er zwei Tore in einem ungefährdeten 4:0-Sieg. Zu diesem Zeitpunkt rangierte Barça nur auf Platz 14 der Tabelle, nahe der Abstiegszone.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 224.</ref> Es folgte eine Serie von vier Siegen;<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 246.</ref> der FC Barcelona übernahm nun die Tabellenspitze. Im nächsten Spiel wurde der härteste Konkurrent Atletico Madrid mit 2:1 geschlagen, dabei erzielte Cruyff auf artistische Weise das Führungstor.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 250 f.</ref> Mitte Februar 1974 folgte im Auswärtsspiel gegen Real Madrid eine Machtdemonstration. In einem einseitigen Spiel überragte Cruyff als Torschütze, Vorbereiter und Spielmacher. Cruyff, der im Vergleich Reals Spielmacher Günter Netzer ausstach, dribbelte selbst drei Gegenspieler aus und schoss das Tor zum 0:2. Danach ließ er sich teils zurückfallen und war überall auf dem Platz zu finden, wo er auch Defensivarbeit leistete. Am Ende stand ein 0:5.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 254 f.</ref> Die spanische Meisterschaft wurde Anfang April mit einem 4:2-Sieg über Sporting Gijon gesichert.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 257.</ref> In Cruyffs Debütsaison stieg die Zahl der Mitglieder des Vereins (die socis) von 58.000 Mitgliedern im Vorjahr auf 64.130 Mitglieder an.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 224 f.</ref>
Bislang war das Madrider Stadtderby zwischen Real und Atlético die wichtigste Begegnung im spanischen Fußball gewesen.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 178.</ref> Nun wurden die Spiele zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona zum wichtigsten Termin im Spielkalender; als El Clásico sind sie bis heute ein sportübergreifendes Ereignis.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 83 f.</ref> Nach der Saison wurde Cruyff zum dritten Mal mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet.
Cruyffs zweite Saison in Spanien begann erneut vielversprechend. Als Neuzugang wurde Johan Neeskens verpflichtet<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 284.</ref> Neeskens, bei Barcelona nur „Johan Segundo“ genannt, brachte allerdings nicht die erhoffte Verstärkung. Da jeweils nur zwei Ausländer spielberechtigt waren, musste der kreative und schnelle Linksaußen Hugo Sotil weichen, was sich negativ auf das Offensivspiel auswirkte. Zudem hatte Neeskens in seinem ersten Jahr Probleme, sich in die Mannschaft zu integrieren.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 286.</ref> Die Saison verlief enttäuschend. Bei Heimspielen war Barcelona weiterhin dominant und spielte spektakulären Fußball.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 286 f.</ref> Bei Auswärtsspielen wurde Cruyff von den gegnerischen Defensivspielern hart attackiert. Cruyff vermisste in seinem zweiten Jahr den Bonus, den er als Starspieler bei Schiedsrichtern genossen hatte. Er reagierte, indem er sich der Manndeckung entzog und öfter ins Mittelfeld auswich. Auch geriet er mehrfach mit Schiedsrichtern und Publikum in verbale Konfrontationen und wurde wiederholt verwarnt. Im Februar 1975 wurde er in Malaga vom Platz gestellt, nachdem er ein klares Abseitstor von Malaga lautstark reklamiert hatte. Dennoch weigerte er sich, den Platz zu verlassen und wurde schließlich von der Polizei vom Platz geführt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 288 f.</ref> Obwohl unpolitisch, griff Cruyff nun schnell die Klagen auf, dass der Verband Real Madrid bevorzuge.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 289 f.</ref>
Auch Cruyffs drittes Jahr in Barcelona war enttäuschend; Cruyff zeigte wiederum stark schwankende Leistungen, vor allem auswärts war er ein Schatten früherer Tage.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 244.</ref> Nach der Saison 1975 war Michels entlassen worden.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 290.</ref> Dafür wurde der deutsche Erfolgstrainer Hennes Weisweiler verpflichtet. Wie bereits mit Günter Netzer bei Borussia Mönchengladbach war das Verhältnis zwischen Weisweiler und seinem Starspieler sofort von Konflikten geprägt. Quasi als Kampfansage gab Cruyff dem neuen Trainer bereits im ersten Gespräch zu verstehen, dass er selbst die Taktik auf dem Platz bestimmen würde. Weisweiler wollte Cruyff wieder als Mittelstürmer spielen lassen. Cruyff dagegen bevorzugte es inzwischen bei Auswärtsspielen, im Mittelfeld zu spielen. Dort konnte er das Spiel gestalten, zudem hatte er die Abwehr vor sich und war den körperlichen Attacken der gegnerischen Verteidiger weit weniger ausgesetzt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 291.</ref> Beim Spiel in Sevilla im Februar 1976 tauschte Cruyff mit dem im Mittelfeld aufgestellten Rexach die Positionen und ignorierte Weisweilers Anweisungen. Daraufhin wechselte Weisweiler Cruyff aus.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2010. S. 112 f.</ref> Danach kam es zu einem ergebnislosen Schlichtungsgepräch mit Präsident Costa. Cruyff, der in Konfliktsituationen auflebte und nun unbedingt etwas beweisen wollte, spielte in den nächsten Spielen formidabel. Auswärts gegen Granada bereitete er beide Tore zum 2:0-Sieg vor, im Heimspiel gegen Atlético Madrid war er erneut der entscheidende Mann.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 292 f.</ref> Die folgende Niederlage gegen Liverpool wurde dem Trainer angelastet, nicht Cruyff. Weisweiler, der inzwischen von den Fans angefeindet wurde, bat daraufhin um die vorzeitige Auflösung seines Zweijahresvertrags am Ende der Saison.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 293.</ref> Am Ende der Saison stand erneut eine titellose Saison; dennoch war die Bilanz gemischt, da Barça mit Cruyff in Bestform in Madrid gegen Real gewann. Mit zwei Siegen gegen den großen Rivalen Real war die Saison für die Anhänger des FC Barcelona insgesamt kein Fehlschlag.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 293 f.</ref>
Im Sommer 1976 nutzte Cruyff seinen stetig wachsenden Einfluss und sorgte dafür, dass der Vorstand des FC Barcelona erneut Rinus Michels als Trainer engagierte. Dieser gab sich in Interviews keinen Illusionen darüber hin, dass er die erneute Anstellung allein Cruyff verdanke. Er löste den Konflikt zwischen Weisweiler und Cruyff, indem er Cruyff selbst bestimmen ließ, ob er als Mittelstürmer oder eher dahinter im Mittelfeld spielen wolle.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 300.</ref>
Cruyff, der offen eingestanden hatte, dass er physisch nicht mehr der sei, der er 1974 war, zeigte in der Saison 1976–1977 wenig konstante Leistungen. In der ersten Hälfte der Saison allein sah er bereits vier gelbe Karten, da er wiederholt Schiedsrichter anging. Dadurch wurde er im Dezember gesperrt. Zu dem Zeitpunkt rangierte Barça an der Tabellenspitze.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 300 f.</ref> Beim Heimspiel gegen Malaga hatte Cruyff erneut Auseinandersetzungen mit dem aus Madrid stammenden Schiedsrichter. Nachdem ein erkennbar irreguläres Tor für Malaga von diesem anerkannt worden war, beschimpfte Cruyff ihn und sah die rote Karte, was zu Tumulten und einem Zuschauersturm aufs Spielfeld führte. Cruyff wurde hernach für drei Spiele suspendiert; im Nachgang porträtierte er sich als schuldloses Opfer und machte „Kastilien“ für eine Benachteiligung Barcelonas verantwortlich.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 301 f.</ref> Ohne Cruyff verlor Barcelona die Tabellenspitze und schloss am Ende die Saison erneut als Tabellendritter ab.
1977/78 sollte Cruyffs letzte Saison im Trikot des FC Barcelona sein; Cruyff hatte vor längerem angekündigt, seine Spielerkarriere nach der Saison zu beenden. Cruyff schleppte eine Verletzung mit sich herum und war weit von seiner Bestform entfernt, dennoch startete er in die Saison zunächst vielversprechend. Barcelona schaltete im UEFA-Pokal zunächst Bukarest aus, bevor gegen AZ Alkmaar nach zwei Unentschieden ein Elfmeterschießen nötig war.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 316.</ref> Cruyff verwandelte den letzten Elfmeter und sorgte so für ein Weiterkommen. Im April ließ sich Cruyff im Derby gegen Espanyol erneut provozieren und handelte sich eine gelbe Karte für eine hitzige Diskussion mit dem Schiedsrichter ein; die obligatorische Sperre bedeutete, dass er das Duell mit Real Madrid verpasste.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 317.</ref> Ohne Cruyff unterlag Barcelona gegen Madrid mit 0:4.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 317 f.</ref> Die Meisterschaft war danach so gut wie verloren. Im UEFA-Pokal scheiterte Barcelona im Halbfinale am PSV Eindhoven. Am Ende der Saison stand lediglich ein Sieg in der Copa del Rey gegen Las Palmas.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 318.</ref>
Am 28. Mai 1978 wurde im Camp Nou Cruyffs Abschiedsspiel bestritten. Er spielte jeweils eine Halbzeit für Ajax Amsterdam und den FC Barcelona. Ein weiteres Abschiedsspiel zwischen Ajax Amsterdam und dem FC Bayern München am 7. November 1978 wurde für die Fußballgeschichte zu einer Anekdote; die Bayern, die sich von den Fans schlecht behandelt fühlten, waren hochmotiviert und gewannen die eigentlich als Freundschaftsspiel gedachte Partie mit 8:0.<ref>Vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20110903211504
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Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 324 f.</ref>
Finanzieller Bankrott
Während der Saison 1976/77 in Barcelona lernten die Cruyffs den französischen Geschäftsmann Michel Basilevitch kennen, der ein socis war und auf die Cruyffs großen Eindruck machte. Cruyff betraute ihn – anstelle seines Schwiegervaters Cor Coster – damit, seinen auslaufenden Vertrag mit dem FC Barcelona um ein Jahr zu verlängern. Basilevitch gelang es, eine Gehaltserhöhung auszuhandeln, was die Cruyffs umso mehr für ihn einnahm. Binnen kurzem wurde Basilevitch zu einem Vertrauten, und er und Cruyff begannen, eine Firma namens Grupeco Holding zu gründen, die in verschiedene Aktivitäten investierte. Kritische Presseberichte veröffentlichten, dass Cruyff beträchtliche Steuerschulden habe und seine Investitionen Fehlschläge seien.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 321 ff.</ref> Eine Bank machte 1978 öffentlich, dass die Grupeco Holding ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlen könne. Die Investitionen erwiesen sich nun fast ausnahmslos als Fehlschläge und endeten für Cruyff in einem Ruin. Sein Schwiegervater schaltete sich ein und verbreitete in Presseinterviews, dass Basilevitch eine Affäre mit Cruyffs Frau unterhalten und sich in betrügerischer Weise auf Kosten von Cruyff bereichert habe. Basilevitch konterte die Anschuldigungen Costers. Er machte geltend, selbst Verluste beim Bankrott der Grupeco Holding erlitten zu haben und drohte damit, die dubiosen Geschäftspraktiken von Cruyff und Coster offen zu legen, in die er als Vertrauter der Cruyffs Einsicht gewonnen hatte. Coster (und mithin auch Cruyff) hätten seit Jahren große Geldsummen am Finanzamt vorbei geschleust; so wären beispielsweise Handgelder für Cruyff in der Steuererklärung nicht deklariert worden, Coster hätte teils auch zwecks Steuervermeidung Gelder in die Schweiz transferiert. Coster, der weitere Enthüllungen über seine eigenen Geschäftsaktivitäten fürchtete, sah daraufhin von weiteren Anklagen ab.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 327 ff.</ref> Durch den Bankrott sah sich Cruyff gezwungen, weiter als Fußballer zu spielen. Er verließ Spanien mit enormen Schulden, die bis zu seiner Rückkehr Jahre später nicht einmal ansatzweise bezahlt wurden.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 330.</ref>
Wechsel in die USA (1979–1981)
Im Mai 1979 unterzeichnete Cruyff einen Vertrag bei den Los Angeles Aztecs, einem Verein der North American Soccer League. Die NASL bestand erst seit wenigen Jahren und galt als eine „Operettenliga“; anders als in den profilierten US-Ligen wie die Major League Baseball waren die Einrichtungen zumeist in schlechtem Zustand, Trainingsplätze fehlten teilweise gänzlich. Viele Vereine trugen ihre Spiele in den Football-Stadien aus, wo die Spieler auf Kunstrasen spielen mussten. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Spielern trat Cruyff mit Enthusiasmus an und schätzte die Möglichkeit, ohne sportlichen Druck spielen zu können.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 336 f.</ref> Er spielte eine volle Saison für die von Rinus Michels trainierten Aztecs und wurde zum NASL-Spieler des Jahres gewählt.
Es folgte ein Engagement bei den Washington Diplomats. Die Cruyffs ließen sich am Tracy Place nieder, einer Gegend mit diversen repräsentativen Botschaften und Herrenhäusern von Politikern, wo sie Freundschaften mit Diplomaten, Politikern und Vorständen (wie Robert McNamara) schlossen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 339.</ref> Bei den Diplomats musste sich Cruyff seinen Rang im Team erkämpfen; er eckte zunächst an, da er (wegen seiner Frau) Mannschaftsabenden fernblieb und selbst unter der Dusche rauchte. Auch war die Mannschaft ein gänzlich anderes Spiel gewohnt, als Cruyff der Mannschaft beibringen wollte – die Diplomats spielten betont körperlich und praktizierten das Kick and Rush mit weiten, langen Pässen, wie es auf den britischen Inseln praktiziert wurde.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 341 f.</ref> Der frustrierte Cruyff beschwerte sich bald öffentlich bei Journalisten über Trainer und Mitspieler. Auf dem Platz machte er sofort einen Klassenunterschied aus.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 342.</ref> Bei den Washington Diplomats lernte er zudem das US-typische Sport-Marketing kennen und schätzen. Er begann damit, bei einem lokalen TV-Sender für Fußball zu werben. Dies brachte ihn in Kontakt zu Eunice Kennedy-Shriver, einem Mitglied des Kennedy-Clans, die sich vor Jahren als Aktivistin der Arbeit für Menschen mit Behinderung verschrieben und 1968 die Special Olympics ins Leben gerufen hatte; auf ihre Bitte wurde Cruyff Botschafter für die Special Olympics; Cruyff begann nach dieser Erfahrung damit, sich für benachteiligte Kinder einzusetzen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 343 f.</ref> Da die Diplomats zwischenzeitlich Bankrott angemeldet hatten, endete Cruyffs Zeit in den USA abrupt. Rückblickend auf seine Jahre in den USA äußerte er später, dass ihm diese Phase seine zwischenzeitlich verloren gegangene Freude am Fußball wiedergegeben habe.
Ajax und UD Levante (1980–1981)
Im November 1980 kehrte Cruyff nach Europa zurück. Im November 1980 wurde er „Technischer Berater“ bei Ajax, wo er zwar mit trainierte, aber nicht selbst spielte und sich bald mit Trainer Leo Beenhakker überwarf.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 346 ff.</ref> Im März 1981 spielte er drei Freundschaftsspiele für den FC Dordrecht. Nachdem sich ein Engagement beim englischen Klub Leicester City zerschlagen hatte, wechselte er im Januar 1981 zu UD Levante. Sein folgendes gut bezahltes Gastspiel beim Zweitligisten Levante in der zweiten spanischen Liga war ebenfalls für Cruyff finanziell einträglich, sportlich allerdings völlig unbefriedigend. Sein Biograph Auke Kok sieht das Gastspiel bei Levante als absoluten Tiefpunkt, sowohl sportlich als auch menschlich.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 350.</ref> Cruyff, der seit Monaten kein Spiel mehr bestritten hatte, war gesundheitlich angeschlagen. Zudem war er mehr mit dem Gesundheitszustand seiner Frau Danny beschäftigt, die nach einem Sturz vom Pferd zunächst bettlägerig war und nach einer Verschlechterung ihres Befindens in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 352 f.</ref> Auf dem Spielfeld versuchte Cruyff erfolglos, den offensiven Totaalvoetbal-Stil zu etablieren. Die Umstellung der Taktik mitten in der Saison schlug komplett fehl, der von kleinen Verletzungen geplagte Cruyff stieß in der von betont hartem körperlichen Spiel geprägten zweiten Liga zudem an seine Grenzen. Am Ende schloss Levante die Saison als Neunter ab. Die ihm versprochene Summe wurde nur zum Teil ausgezahlt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 356 ff.</ref> Danach gab er im Mai 1981 zunächst ein hoch dotiertes Gastspiel für AC Mailand, in einem Mini-Turnier aus Freundschaftsspielen. Er spielte aufgrund einer Verletzung lediglich eine halbe Halbzeit; vor der Abreise versprach er zwar, dies wieder gut zu machen, was jedoch nie erfolgte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 358 f.</ref>
Rückkehr zu Ajax (1981–1983)
1981 kehrte Cruyff wieder in die Niederlande zurück. Neben einer Wirtschaftskrise im Land befand sich auch der niederländische Fußball seit Jahren in einer Abwärtsspirale.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 361.</ref> International hatte die Elftal die Qualifikation für die Endrunde 1982 verpasst. Mit dem Niedergang gingen sinkende Besucherzahlen in den Stadien einher. Cruyff unterzeichnete auf eigenen Wunsch bei Ajax Amsterdam einen leistungsbezogenen Vertrag, der ihm bei steigenden Besucherzahlen im Stadion mehr Einnahmen garantierte. Für David Winner sind die letzten drei Spielzeiten Cruyffs, gleichsam im Herbst seiner Karriere, bemerkenswert.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 206 f.</ref> Als Spielmacher inspirierte er eine Gruppe junger Spieler, die in der Elftal das Gerüst für den EM-Titel 1988 bildeten. Nunmehr 34 Jahre alt und körperlich längst nicht mehr auf der Höhe, ersetzte er seine körperlichen Defizite durch sein im Vergleich überragendes Spielverständnis und den Überblick im Spiel, der ihn Spielsituationen früher erahnen ließ als seine Gegner; eine Anlage, die Cruyff in diesen Jahren bis zur Vollendung beherrscht habe, so seine Biographen.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Die Werkstatt, Göttingen 2012, S. 106 f.</ref><ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 93.</ref> Er profitierte auch von einem stillschweigenden Nichtangriffspakt, den die gegnerischen Trainer mit Cruyff schlossen; sie instruierten ihre Verteidiger, „sauber“ zu spielen und den Publikumsmagneten Cruyff nicht übermäßig zu foulen. Dazu nahm Cruyff wie gewohnt Einfluss auf die Schiedsrichter, so dass er auf dem Spielfeld weitgehend frei agieren konnte. Rückblickend gestand Schiedsrichter Charles Corver später, dass er sich teils von Cruyffs Einflussnahme habe manipulieren lassen und seine Entscheidungen manches Mal von Cruyff beeinflusst wurden.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 382.</ref>
Bei Ajax traf Cruyff auf eine Gruppe talentierter junge Spieler wie Frank Rijkaard, Ronald Koeman, Gerald Vanenburg und Marco van Basten; er übernahm im Team schnell die Führungsrolle und machte seinen Einfluss auf Aufstellung und Taktik geltend. Bereits bei seinem ausverkauften Heimdebüt gegen HFC Haarlem umkurvte Cruyff in der 22. Minute zwei Gegenspieler und erzielte ein Tor.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 92 f.</ref> Mit Cruyff gewann Ajax im Vergleich zu den Vorjahren deutlich an Konstanz und gewann bereits fünf Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 366.</ref>
In der Folgesaison trat er am 5. Dezember 1982 beim Spiel gegen Helmond Sport als Schütze zu einem Elfmeter an. Er legte den Ball jedoch auf Mitspieler Jesper Olsen ab, der Cruyff wiederum den Ball zuspielte, der ins nun leere Tor schoss, weil der Torhüter auf Olsen zulief.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 94 f.</ref> Nachdem Cruyff seine Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte, imitierte Lionel Messi mit einer Hommage dieses Tor; beim Spiel gegen Celta Vigo legte er ebenfalls den Ball ab, wo Luis Suarez verwandelte.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 137 f.</ref> Am Ende der Saison stand das Double aus Meisterschaft und Pokal.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 373.</ref>
Wechsel zu Feyenoord (1983–1984)
Danach wollte Cruyff seinen Vertrag gern verlängern, um ein letztes Jahr weiterzuspielen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 374.</ref> Ajax-Vorstand Tom Harmsen lehnte eine Vertragsverlängerung jedoch ab.<ref>Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021, S. 20.</ref> Der wütende Cruyff wechselte daraufhin zum Erzrivalen, Feyenoord Rotterdam.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 17.</ref> Die Mannschaft von Rotterdam war seit Jahren Mittelmaß und hatte, abgesehen vom jungen Ruud Gullit, anders als Ajax keine hochtalentierten Spieler in ihren Reihen. Am siebten Spieltag traf Feyenoord im „Klassieker“ in Amsterdam auf Ajax; das Spiel ging mit 8:2 verloren. Cruyff erklärte dennoch nach dem Spiel: „Wir werden Meister“.<ref>Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021 S. 50 ff.</ref> Auch im Europacup verlor Feyenoord zunächst deutlich; im Spiel gegen Tottenham Hotspur wurde Cruyff von seinem Gegenspieler Glenn Hoddle komplett ausgeschaltet.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 378.</ref> Unbeeindruckt von den anfänglichen Niederlagen nahm Cruyff Einfluss auf Taktik, Training und Aufstellung und importierte sein Fußballwissen. Während Konkurrent Ajax erratisch spielte, gewann Cruyffs gut organisiertes Feyenoord meist glanzlos, aber konstant und führte bereits im Winter die Tabelle an. Im Februar 1984 wurde Ajax zuerst im KNVB-Pokal, dann auch 4:1 im Liga-Rückrundenspiel besiegt, wobei Cruyff ebenfalls ein Tor erzielte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 381.</ref> Am Ende der Saison stand das Double aus Meisterschaft und KNVB-Pokal, dazu erhielt Cruyff die persönliche Auszeichnung zum Spieler des Jahres. Am 13. Mai 1984 bestritt er sein letztes aktives Spiel gegen Zwolle.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 97.</ref> Angebote des Vereins für eine Vertragsverlängerung lehnte er ab, da er den körperlichen Anforderungen nicht mehr gewachsen war.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 383.</ref>
Die Saison war für Cruyff ein großer Triumph. Nachdem er nun in seiner Wahrnehmung zunächst das sieglose Ajax erneut zu zwei Meisterschaften und dann quasi im Alleingang die lange mittelmäßige Mannschaft Feyenoord zum Double geführt hatte, nahm Cruyffs Selbstbewusstsein noch einmal stark zu.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 384 f.</ref>
Karriere in der Nationalmannschaft
Erste Jahre
Cruyffs Länderspielkarriere begann am 7. September 1966. Im EM-Qualifikationsspiel in Rotterdam gegen Ungarn endete die Partie 2:2. Gleich in seinem zweiten Länderspiel wurde ihm seine impulsive Spielweise zum Verhängnis, als ihn der DDR-Schiedsrichter Rudi Glöckner im Spiel gegen die ČSSR nach 76 Minuten vom Platz stellte; damit war er der erste niederländische Spieler, der in einem Länderspiel des Feldes verwiesen wurde. Nach einjähriger Sperre durch den Verband durfte er am 13. September 1967 wieder mitwirken. Cruyff war ein harter Kritiker des Verbandes KNVB, dem er vorwarf, aufgrund fehlender Professionalität seit 1938 an keiner Weltmeisterschaft mehr teilgenommen zu haben. Ihn störte die Zweitklassigkeit der Nationalmannschaft. Auch die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1970 wurde nicht geschafft.
WM 1974
Erst vier Jahre später qualifizierte sich die Elftal zur WM-Endrunde 1974 in Deutschland.
Vor dem Trainingslager initiierte Cruyff harte Verhandlungen mit dem Verband über Prämien und lukrative Sponsorenverträge. Im Trainingslager gab es schnell eine Aussöhnung zwischen Cruyff und den Ajax-Spielern. Beide Seiten hatten kein Interesse an einer Wiederaufnahme der alten Streitigkeiten und arrangierten sich miteinander. Im Trainingslager in Zeist waren Cruyff und die Ajax-Gruppe intern die dominante Gruppe. Der als Trainer berufene Rinus Michels pendelte ständig zwischen Holland und Spanien, wo er den FC Barcelona im Pokalwettbewerb coachte. Deshalb kam Cruyff eine Schlüsselrolle zu; er übernahm (nun mit dem Segen von Michels) die Rolle des Spielertrainers und gab Taktik und Teile der Aufstellung vor. Spieler, die Cruyff kritisch beurteilte oder die die Dominanz der „Amsterdamers“ nicht anerkannten, wurden umgehend an den Rand gedrängt oder wieder nach Hause geschickt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 263.</ref> Der routinierte Stammtorwart Jan van Beveren widersetzte sich den „Amsterdamers“ und wurde deshalb prompt heimgeschickt. Stattdessen wurde auf Cruyffs Betreiben hin Jan Jongbloed als Stammtorwart installiert.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 128.</ref> Cruyff begründete das nicht nur als Teil der Gruppendynamik, er sah Jongbloed auch als den besseren Spieler mit dem Ball und verkappten Libero, was in seinen Augen aufgrund der offensiven Grundhaltung des Teams wichtig war.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling, Hubert Dahlkamp: Die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft 1930–2006. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, S. 222.</ref> Die Rolle des Liberos bestimmte ebenfalls Cruyff, der die Aufgabe dem Mittelfeldspieler Arie Haan zuwies; mit Haan hatte er 1973 bei Ajax Streitigkeiten ausgetragen, schätzte aber dessen Passsicherheit. Dazu wurde Wim Rijsbergen von Feyenoord Rotterdam als zweiter zentraler Verteidiger installiert. Taktisch sollte Oranje nach Cruyffs Vorstellung eine riskantere Version des Totaalvoetbal, wie es von Ajax praktiziert worden war, spielen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 263 f.</ref>
Zum Auftakt in Hannover gewann Oranje 2:0 gegen ein defensiv auftretendes Uruguay. Im zweiten Spiel gegen Schweden lieferte Cruyff den sogenannten „Cruyff-Turn“;<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 130.</ref><ref>https://www.youtube.com/watch?v=U1k7DGqRF5g</ref> er kickte den Ball so plötzlich mit der Hacke an seinem eigenen Bein vorbei, dass der irritierte Verteidiger Jan Olsson den Halt verlor.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 58.</ref> Cruyff hatte dies bereits seit Jahren in den Niederlanden immer wieder praktiziert und so erregte es bei niederländischen Reportern und Publikum auch keine besondere Aufmerksamkeit mehr, für den Rest der Fußballwelt war es jedoch ein prägender Moment der Weltmeisterschaft. Beim 4:1-Sieg im dritten Gruppenspiel gegen Bulgarien begeisterten die Niederlande das Publikum. Cruyff war eindeutig der Star, der das Team dirigierte, mit Tempodribblings Lücken aufriss und genaue weite Pässe schlug.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 131.</ref>
In der zweiten Finalrunde steigerte sich die Elftal um Cruyff erneut und erreichte den Zenit ihres Könnens. Zum Auftakt der zweiten Gruppenphase gegen Argentinien dominierte Cruyff wiederum das Spiel; mit seiner ersten Aktion umspielte er den argentinischen Torwart Carnevali in der elften Minute und erzielte das 1:0. Danach sparte die Mannschaft lange ihre Kräfte, Cruyff blieb passiv und spielte lediglich Pässe aus dem Stand. In der 72. Minute bereitete er das 3:0 vor und erzielte das 4:0 wiederum selbst.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 132.
Christoph Biermann et al.: 1974 Deutschland. Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek. Süddeutsche Zeitung, München 2005, S. 58.</ref> Gegen die DDR gelang ein müheloser Sieg. Cruyff leitete beide Tore der Niederländer als Vorbereiter ein.<ref>Christoph Biermann et al.: 1974 Deutschland. Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek. Süddeutsche Zeitung, München 2005, S. 60 f.</ref> Das letzte Gruppenspiel gegen Brasilien kam einem Halbfinale gleich. Beide Seiten spielten von Beginn an betont körperlich, es kam zu vielen harten Fouls. Nach wenigen Minuten scheiterte Cruyff aus kurzer Distanz am Torwart.<ref>Christoph Biermann et al.: 1974 Deutschland. Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek. Süddeutsche Zeitung, München 2005, S. 64.</ref> Die erste Halbzeit gestaltete sich ausgeglichen und die Niederlande hatten Glück, als die Brasilianer Valdomiro und Jairzinho zwei große Chancen vergaben.<ref>Christoph Biermann et al.: 1974 Deutschland. Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek. Süddeutsche Zeitung, München 2005, S. 64 f.</ref> Cruyff entschied die Partie durch zwei Aktionen nach der Pause. Zunächst spielte er einen Doppelpass mit Neeskens, der das 1:0 erzielte. Eine Viertelstunde später verwandelte er eine Flanke von Ruud Krol zum 2:0. Danach glitt die Partie ab; es kam zu mehreren Frustfouls der geschlagenen Brasilianer und Luís Pereira sah die rote Karte.<ref>Christoph Biermann et al.: 1974 Deutschland. Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek. Süddeutsche Zeitung, München 2005, S. 65.</ref> Die Niederlande standen im Finale, wo sie als klarer Favorit gegenüber der DFB-Mannschaft galten.
Die Fußballwelt war von der spielerischen Leichtigkeit dieser Siege begeistert und schwärmte von der Spielkunst des Teams. Während die anderen Teams sich aufgrund der veränderten Sicherheitssituation nach dem Olympia-Attentat 1972 in München hermetisch abschirmten, pflegten die selbstbewusst auftretenden Niederlande auch einen weit offeneren Umgang in ihrem Quartier in Hiltrup; Cruyff selbst gab dort fast täglich Interviews und Autogramme.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 132 f.</ref> Vor dem Finale kam es zum Skandal um die berühmt-berüchtigte Pool-Party: Cruyff und einige andere Spieler hatten am Tag vor dem Spiel gegen Brasilien mit Mädchen gefeiert, die Bild-Zeitung veröffentlichte am nächsten Tag darüber eine Story mit dem Titel: Cruyff, Sekt, nackte Mädchen und ein kühles Bad.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 133.</ref> Cruyff musste sich in den Tagen danach in stundenlangen Telefonaten immer wieder vor seiner Frau rechtfertigen, die wiederholt anrief und mit Scheidung drohte. Der übernächtigte Cruyff, der um seine Ehe fürchtete, war weniger mit dem Gegner beschäftigt als mit der Story rund um die Pool-Party.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling, Hubert Dahlkamp: Die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft 1930–2006. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, S. 238.</ref> In den Niederlanden galten die Ereignisse rund um die Pool-Party als mitentscheidend; gleichzeitig wurde allerdings jahrelang ignoriert, dass die Niederlande sich auf das Spiel gegen die westdeutsche Auswahl überhaupt nicht vorbereitet hatten, da Trainer Michels in den Tagen vor dem Finale in Barcelona weilte und der für die Gegner-Beobachtung zuständige Assistenz-Trainer vorzeitig nach Hause geschickt worden war.
Im Finale in München übernahm Cruyff nach dem Anstoß und Ballzirkulation in den eigenen Reihen nach wenigen Sekunden am Mittelkreis den Ball, zögerte kurz und trat dann plötzlich in Richtung Tor an, gefolgt von seinem Manndecker Berti Vogts. An der Strafraumgrenze wurde er von Uli Hoeneß gefoult; Schiedsrichter Jack Taylor entschied auf Elfmeter, den Neeskens verwandelte.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 136 f.</ref> Nach dem Tor war die deutsche Mannschaft angeschlagen, die Elftal setzte jedoch nicht nach, sondern ließ den Ball selbstbewusst in den eigenen Reihen zirkulieren, ohne den Abschluss zu suchen und die deutsche Mannschaft erholte sich zusehends.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 137 f.</ref> Die deutsche Mannschaft gewann die Initiative, schaffte durch einen von Bernd Hölzenbein herausgeholten Elfmeter den Ausgleich und begann phasenweise, das Spiel zu dominieren. Cruyff wurde von Vogts immer enger bewacht, ließ sich weit ins Mittelfeld zurückfallen und tauchte für lange Spielphasen ganz ab.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 138.</ref> Durch ein Tor von Gerd Müller führte die BRD zur Halbzeit mit 2:1. Der protestierende Cruyff lieferte sich zur Halbzeit ein Wortgefecht mit dem Schiedsrichter und sah die gelbe Karte. Nach der Halbzeit starteten die Niederlande einen Sturmlauf und dominierten das Spiel. Trotz zahlreicher Großchancen für die Niederländer blieb es jedoch beim Ergebnis und die favorisierte Elftal unterlag am Ende dem Gastgeber. Der deutsche Sportjournalist Ulfert Schröder nannte München „den melancholischen Höhepunkt“ von Cruyffs Karriere.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Die Werkstatt, Göttingen 2012. S. 169.</ref> Während Franz Beckenbauer über Johan Cruyff meinte: „Johan war der bessere Spieler, aber ich bin Weltmeister“,<ref>Johan Cruyff Visionär, Nörgler und Genie Manager Magazin, 24. März 2016</ref> erklärte Cruyff, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, die Niederlage in späteren Jahren immer wieder zu einem moralischen Sieg. Das verlorene Finale entwickelte sich jedoch zu einem niederländischen Trauma.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 125 ff.</ref>
EM 1976
Zwischen 1974 und 1976 spielte die Niederlande erfolgreich in der Qualifikation zur Europameisterschaft 1976, an der vier Teams teilnahmen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 263.</ref> Michels war durch George Knobel ersetzt worden, der sich Cruyff bedingungslos unterordnete und ihm freie Hand ließ. Als Reaktion auf Cruyffs Dominanz traten die PSV-Spieler Jan van Beveren und Willy van der Kuylen aus der Nationalmannschaft zurück. Vor der EM 1976 initiierte Cruyff wiederum Verhandlungen mit dem Verband um Prämien und Sponsorenverträge, die sich in die Länge zogen und den sportlichen Aspekt völlig in den Hintergrund drängten. Auch über den Chef d'équipe waren Verband und das Duo Cruyff/Knobel zerstritten.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 264 f.</ref> Das Spiel gegen die Tschechoslowakei war für die selbstbewussten Niederländer eigentlich nur als Aufwärmspiel vor einem Revanche-Duell gegen Deutschland gedacht,<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 263 f.</ref> entwickelte sich jedoch gänzlich anders. Die Tschechoslowaken störten den Rhythmus der Niederländer und gingen früh in Führung.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 267 f.</ref> Am Ende verloren sie mit 1:3 nach Verlängerung das überaus harte Spiel mit drei Platzverweisen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 268.</ref> Cruyff reiste vor dem Spiel um den dritten Platz bereits wieder ab, um sich in Barcelona einer Knieoperation zu unterziehen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 269 f.</ref>
Danach bestritt Cruyff die Spiele für die WM-Qualifikation, auf die Teilnahme bei der WM in Argentinien verzichtete er. Sein letztes Länderspiel absolvierte er am 26. Oktober 1977 in Amsterdam im WM-Qualifikationsspiel gegen Belgien (1:0). Nachdem er seine Länderspiel-Karriere schon beendet hatte, wollte ihn der kurz vor der WM in Argentinien vom niederländischen Fußballverband engagierte Ernst Happel zu einem Comeback bei der WM überreden, jedoch ohne Erfolg. Über die Gründe für Cruyffs Verzicht wurde Jahrzehnte gemutmaßt. Er selbst gab 2008 an, dass er seine Familie nach einem Entführungsversuch im Vorjahr nicht allein lassen wollte;<ref>Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021, S. 10 f.</ref> verschiedentlich nennen Biographen auch Zwistigkeiten mit seiner Frau, die nach der Pool-Party-Affäre Cruyff unter Druck gesetzt hatte, beim Turnier in Argentinien nicht mehr anzutreten.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 86.</ref>
Trainerkarriere
Technischer Direktor bei Ajax (1985–1988)
Nach dem Ende seiner Spielerkarriere arbeitete Cruyff kurz als Berater bei Roda JC Kerkrade. 1985 kehrte er zu Ajax zurück, um dort den Trainerposten zu übernehmen. Da Cruyff keine Trainerlizenz hatte (und sich beharrlich weigerte, diese zu erwerben), erhielt er zunächst rein formell den Titel des Technischen Direktors, um ihn als Verantwortlichen über die Co-Trainer zu stellen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 387 ff.</ref> Sein erklärtes Ziel war von Beginn an, „Ajax wieder eine eigene Identität zu geben.“<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 71 f.</ref> Dazu übernahm er viele Elemente des Totaalvoetbal. Wie bereits als Spieler zeigte er kein Interesse an Konditionstraining und überließ es seinen Co-Trainern, diese Aufgaben zu erledigen.
Sein Assistent Tonny Bruins Slot war für die Analyse der Gegner zuständig, eine Aufgabe, für die Cruyff selbst nie die nötige Disziplin aufbrachte und für die er Slot benötigte. Slot blieb auch der einzige Weggefährte, mit dem sich Cruyff niemals überwarf.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 9.</ref> Dafür konzentrierte er sich auf die taktische Dimension. Weiter war es für Cruyff Aufgabe des Trainers, einen Lernprozess in Gang zu setzen, der die Erziehung der Spieler zu eigenständig denkenden Personen machte, die in der Lage wären, sich im Spiel selbst auf neue Situationen einzustellen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 99 f.</ref> Trainer sollten den Anfang machen, die Spieler sollten dann auf dem Platz eigenständig agieren. Einem Spieler, der mitten in einem Spiel um taktische Anweisungen bat, entgegnete er: „Das musst du selbst herausfinden.“<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 99.</ref> Gleichzeitig zeigte Cruyff sich von Anfang an entschlossen, harte Disziplin einzufordern und sah seinen ehemaligen Trainer Michels in dieser Hinsicht als Vorbild an. Fehlverhalten bestrafte er rigoros mit körperlichen Strafübungen. Seine Lernmethoden beinhalteten ein beständiges sofortiges Unterbrechen des Trainings, um Korrekturen vorzunehmen, wenn er wiederholte Fehler wahrnahm. Zentral war die Wahrnehmung des Raums und der Imperativ, mehrere Passwege zu eröffnen bzw. offen zu halten.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 44.</ref> Bei all seinen Lektionen konzentrierte er seine Aufmerksamkeit auf die von ihm identifizierten großen Talente wie Marco van Basten, Frank Rijkaard, Rob Witschge oder den jungen Dennis Bergkamp, die im Laufe der Zeit alle Nationalspieler wurden; die Mitläufer überließ er dagegen weitgehend sich selbst. Dies hatte er bereits in seinen letzten Spielerjahren ähnlich praktiziert. Mit dieser Gruppe führte er wie schon als aktiver Spieler lange Diskussionen und hielt vor ihnen endlose Monologe, die seine Spieler entnervten.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 101.</ref> Gerald Vanenburg, zunächst sein Mitspieler, dann auch Spieler unter Cruyff, meinte im Rückblick, von Cruyff habe er gelernt, „wie man es nicht macht.“<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 96.</ref> Im Alltag handelte Cruyff weitgehend intuitiv; oft entschied er erst auf dem Weg von der Umkleide über den Inhalt der morgendlichen Trainingseinheit. Zudem hielt er in seinen 11 Jahren als Trainer keine einzige Übung schriftlich fest.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 100.</ref>
Besonderes Augenmerk legte er auf den Jugendbereich. Während die Jugendtrainer Siege und Jugendmeisterschaften priorisiert hatten, machte Cruyff klar, dass es seiner Ansicht nach im Jugendbereich ausschließlich darum ging, gute Spieler auszubilden.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 147.</ref> Talentierte junge Spieler aus der U13-Gruppe beförderte er vorzeitig in die U15, wo sie sich mit den körperlich überlegenen älteren Jungen auseinandersetzen mussten. Für Cruyff, der ähnliches durchlebt hatte, war ein gelegentliches Scheitern beabsichtigt: „Gute Spieler müssen sich durch Scham und Fehler entwickeln.“<ref>Frits Barend und Henk van Dorp: Ajax, Barcelona, Cruyff. Simon & Schuster, London 1998, S. 223.</ref> Er modernisierte auch das Scouting-System des Vereins.
Taktisch verschrieb er sich wie immer dem attraktiven Offensivfußball. Dies sah er nicht nur als Selbstzweck, immer wieder betonte er die Wichtigkeit, offensiven, attraktiven Fußball zu zelebrieren, um die Zuschauer zu begeistern. Er verwies darauf, dass der Zuschauerschnitt in der Eredivisie sich seit seiner ersten Spielerjahre bei Ajax in den 1960er/1970er-Jahren praktisch halbiert hätte und machte dafür den rein ergebnisorientierten, defensiven Fußball verantwortlich, wie er Mitte der 1980er-Jahre vorherrschend war.
Als Taktik verwendete er das klassische 4-3-3, mit einer hochgeschobenen Verteidigerreihe bis an die Mittellinie. Auch alle Mannschaften im Jugendbereich mussten das gleiche 4-3-3 spielen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 98.</ref> Für Cruyff war ein mitspielender Torhüter essenziell.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 290.</ref> Er stellte sich einen Torwart vor, der wie ein Libero hinter der Abwehr fungierte; in der Folge forderte er von Torwart Stanley Menzo das Herauslaufen aus dem Strafraum, auch wenn dies bedeutete, dass dieser gelegentlich von einem Stürmer überspielt wurde.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 18 f.</ref>
In seiner ersten Saison überwarf er sich mit Rinus Michels, der nun beim nationalen Verband arbeitete und Cruyffs offensive taktische Auslegung als „selbstmörderisch“ kritisierte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 392.</ref> Cruyff ignorierte jede Kritik. Mittlerweile von einer Gruppe bewundernder Journalisten umgeben, die sich eher als unkritische Hausberichterstatter verstanden, war Cruyff inzwischen in seinem Denken derart von sich selbst überzeugt, dass er jede Kritik abschmetterte.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 96.</ref>
1986 und 1987 gewann er mit der Mannschaft jeweils den KNVB-Pokal, die Meisterschaft blieb Ajax jedoch verwehrt. 1987 feierte er mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger zudem (1:0 gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig) den ersten internationalen Triumph einer niederländischen Mannschaft seit neun Jahren (und des Vereins seit 14 Jahren).<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 207.</ref> Der niederländische Verband verlieh ihm dafür die Trainerlizenz.
Nach van Bastens Weggang zum AC Mailand sah Cruyff den talentierten Rijkaard in der Rolle, die er selbst als Spieler innegehabt hatte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 336 f.</ref> Er forderte von ihm ein, auf dem Platz als Dirigent zu agieren und die Mitspieler zu kontrollieren. Rijkaard, ein ruhiger und konfliktscheuer Mensch, lehnte die ihm von Cruyff zugedachte Rolle ab, was zu Konflikten zwischen beiden führte.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 102.</ref>
In den Vertragsverhandlungen über einen neuen Zweijahresvertrag forderte Cruyff vom Vorstand das Recht ein, ohne Rücksprache mit dem Vorstand Käufe und Verkäufe tätigen zu dürfen. Der Vorstand, unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen in der Liga, lehnte dies ab und wollte Cruyff keinen Freibrief erteilen. Cruyff zog daraus die Konsequenzen und trat im Januar 1988 zurück.
Trainerposten beim FC Barcelona (1988–1996)
Mitte 1988 erhielt Cruyff ein Angebot des FC Barcelona. Der FC Barcelona befand sich 1988 sportlich und intern in großen Turbulenzen. Seit Cruyffs Weggang 1978 fehlte eine übergreifende sportliche Idee und der Spielstil hatte jeweils mit dem verantwortlichen Trainer variiert. Der englische Trainer Terry Venables hatte „Barça“ 1985 zum ersten Meisterschaftstitel seit 1974 geführt. 1986 erreichte die Mannschaft dann das Finale des Europapokals der Landesmeister (in Sevilla), unterlag jedoch gegen den klaren Außenseiter Steaua Bukarest im Elfmeterschießen, was für Klub und Fans als „Trauma von Sevilla“ in die Annalen einging. Die Niederlage unterminierte die Stellung von Venables im Verein und setzte ihn anhaltender Kritik aus; Venables wurde unter anderem vorgeworfen, dass er die britischen Spieler favorisiere.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 20.</ref> Nach einer erfolglosen Folgesaison wurde er entlassen und durch Luis Aragonés ersetzt. Unter Aragonés spielte die Mannschaft erneut eine enttäuschende Saison und schied im UEFA-Pokal im Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen aus. In der Meisterschaft lag das Team im April 1988 bereits mit 23 Punkten Rückstand auf den späteren Meister Real Madrid zurück. In diesem Moment kam es zur „Meuterei von Hesperia“,<ref>Präsident Núñez hatte die Gehälter der Spieler mithilfe eines Kunstgriffs gesenkt. Die Gehälter wurden um die Hälfte reduziert, dafür wurden separate Verträge geschlossen, die die Bildrechte der Spieler abkaufte. Dieses Modell war für Verein und Spieler äußerst lukrativ, da die Verträge über die Bildrechte signifikant niedriger besteuert wurden. Nachdem die Steuerermittler darauf aufmerksam geworden waren, gab Núñez den Spielern die Schuld. Daraufhin fanden sich Spieler im Hotel Hesperia zusammen und Kapitän Alexanko forderte in einer Presseerklärung den Rücktritt von Präsident Núñez.</ref> bei der die Spieler und der Trainer Luis Aragonés (der loyal zu seinen Spielern stand) eine offene Rebellion gegen den Präsidenten Núñez initiiert hatten und ihn aufforderten, zurückzutreten.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 106.</ref>
Nach der Meuterei von Hesperia befand sich Präsident Núñez kurz vor der anstehenden Neuwahl des Präsidiums in einer schwachen Position innerhalb des Klubs. Die Verpflichtung des sowohl im Klub als auch in Katalonien weithin hoch angesehenen Cruyff wird gemeinhin als populistisches Manöver beschrieben, welches dem unpopulären und in der Kritik stehenden Núñez Entlastung bringen sollte. Die Verpflichtung des bekannt eigensinnigen Cruyff wäre sonst im Urteil der britischen Autoren Jonathan Wilson, Simon Kuper und Sid Lowe überhaupt nicht zustande gekommen.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 21.
Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 104 f.
Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 282.</ref> Cruyff unterstützte bei der Wahl Núñez, der eine weitere Amtszeit gewann und Cruyff im Gegenzug die volle Kontrolle über das Team überließ und die Schulden bezahlte, die seit Cruyffs Bankrott vor zehn Jahren noch nicht beglichen worden waren.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 105.</ref>
Cruyff nahm seinen bisherigen Assistenten Tonny Bruins Slot mit und verpflichtete seinen ehemaligen Mitspieler Carles Rexach als Co-Trainer. Die Vorstände verbannte er aus der Kabine.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 107 f.</ref>
Mehr noch als bei Ajax zeigte sich Cruyff als Trainer von Barça bald als radikaler Erneuerer, der ganz anders als andere Trainer agierte, gängige Praktiken hinterfragte und viele traditionell bestehende Vorgaben völlig auf den Kopf stellte. Zunächst veränderte er das Training. Die morgendlichen Trainingseinheiten bestanden vormals vor allem aus kilometerlangen Laufeinheiten im Wald oder auf der Tartanbahn. Cruyff führte dagegen Rondos als Basis des Trainings ein. Rondos sind eine Konzeption, bei dem sich mehrere Spieler in einem Kreis positionieren, mit einem oder zwei Spielern in der Mitte. Während die im Kreis positionierten Spieler One-Touch-Fußball spielen und sich so den Ball zuspielen, versuchen der oder die Spieler im Mittelkreis, dies zu unterbinden und den Ball zu erobern. Die Rondos waren seit langem spielerischer Bestandteil der Trainingseinheiten vieler Teams und an sich keine Erfindung Cruyffs.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 100 f.</ref> Cruyff, der oft selbst an den Übungen teilnahm, erhob die Rondos von einer eher spielerischen gelegentlichen Lockerungsübung in den Mittelpunkt des Trainings und machte sie zur zentralen Übungseinheit, die die Spieler praxisbezogen auf die Anforderungen des Spiels vorbereiten sollte. Für Cruyff waren die Rondos eine ideale Übung, um Verständnis, Technik und Aktionsschnelligkeit zu fördern.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 413.</ref> Als weiteren Grundpfeiler seiner Trainingseinheiten ließ Cruyff in variablen Einheiten (9 gegen 7, 7 gegen 5) Übungen trainieren, um numerische Überlegenheit im Spiel zu erzielen. Dies fand auf einem verkürzten Platz statt, um die technische Schwierigkeit zu erhöhen und den Spielern dann auf einem ganzen Feld einen Vorteil zu verschaffen.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 23 f.</ref>
Als Trainer bei Barcelona ließ sich Cruyff auch von den anderen praktizierten Sportarten<ref>Der FC Barcelona unterhält seit langem diverse fußballfremde Abteilungen, etwa Handball, Basketball und Futsal.</ref> inspirieren; vor allem mit dem Handballtrainer des Vereins, Valero Rivera, traf er sich oft in Barças Trainingszentrum Joan Gamper zu einem gemeinsamen Ideenaustausch.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 52.</ref>
Zudem revolutionierte Cruyff bald die Arbeit der Nachwuchsabteilung. Er stattete der Trainingsakademie La Masia regelmäßige Besuche ab und stellte dort die bislang geltenden Vorgaben auf den Kopf.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 107.</ref> Für die Trainer in den Nachwuchsabteilungen nicht nur beim FC Barcelona, sondern fast aller Vereine der damaligen Zeit, waren körperliche Attribute wie die Körpergröße ein zentrales Kriterium bei der Förderung der Spieler. Mittels einer Röntgenbild-Messung der Handwurzelknochen wurde die zu erwartende Körpergröße der Jungen prognostiziert; Jungen, die die Größe von 1,80-Meter wahrscheinlich nicht erreichen würden, wurden aussortiert.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 25.</ref> Cruyff dagegen stellte diese Kriterien auf den Kopf und leitete damit in den kommenden Dekaden ein Umdenken im Weltfußball ein. Die körperliche Größe eines Spielers ignorierte er mit dem Argument, dass kleinere Spieler einen niedrigen Schwerpunkt und damit eine gute Ballkontrolle hätten. Gegenargumente über mögliche Nachteile bei Standardsituationen tat er ab. Auch die Schnelligkeit der Spieler war für ihn ein zu vernachlässigendes Attribut. Den in der B-Mannschaft spielenden jungen Josep „Pep“ Guardiola identifizierte er als vielversprechendes Talent. Intelligent und passstark, galt der junge Guardiola den Trainern in La Masia eigentlich als zu schmächtig und zu langsam, um im Profisport nennenswerten Erfolg zu haben. Cruyff integrierte ihn jedoch in seinem zweiten Jahr als Trainer in die erste Mannschaft, wo er über die Jahre zu einem zentralen Bestandteil des Teams wurde.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 146.</ref>
Der Kader wurde ebenfalls radikal umgebaut. Nach der Revolte von Hesperia wurden auf Drängen des Direktoriums 15 der 21 Spieler aussortiert. Darunter waren viele Leistungsträger der Mannschaft, wie Víctor Muñoz, Fan-Liebling Ramón Calderé sowie der talentierte, aber notorisch unberechenbare Bernd Schuster. Cruyff bewahrte lediglich Torhüter Andoni Zubizarreta und Kapitän Alexanko vor dem Verkauf, obwohl letzterer Rädelsführer bei der „Meuterei“ gewesen war.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 21 f.</ref> Cruyff ersetzte das englische Kontingent im Kader sukzessive durch junge katalanisch/baskische Spieler.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 108.</ref> Um zunächst die entstandenen Lücken zu schließen, holte Cruyff aus der Nachwuchsakademie neben dem linken Verteidiger Sergi auch die beiden Mittelfeldspieler Luis Milla und Guillermo Amor in die erste Mannschaft. Dazu wurden 12 neue Spieler verpflichtet, von denen Stürmer Julio Salinas, José Marí Bakero, Flügelspieler Txiki Begiristain, Miquel Soler und Mittelfeldspieler Eusebio Sacristán zu Stammspielern avancierten.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 22.</ref>
Cruyff stellte zudem das Spielsystem sofort um. Vorgänger Aragonés hatte als Grundformation ein defensives 4-4-2 spielen lassen mit der Vorgabe, ein schnelles Konterspiel mit den zwei Mittelstürmern Lineker und Carrasco zu ermöglichen. Cruyff wechselte auf zwei Grundformationen: Das 4-3-3 und ein 3-4-3. Im 4-3-3 oder 3-4-3, so der geometrisch denkende Cruyff, sei es im Spiel viel besser möglich, Passdreiecke zu bilden und so dem ballannehmenden Spieler eine sofortige weitere Passanspielstation anzubieten. Demgegenüber sei das bislang praktizierte 4-4-2 eine rein defensive Taktik, die keine schnellen Passkombinationen ermögliche und allenfalls destruktiv sei. Im Laufe der Saison variierte Cruyff das 4-3-3 System und etablierte als zweites System ein noch offensiveres 3-4-3, mit dem er zuvor in Amsterdam experimentiert hatte. Im eigenen Ballbesitz schob er einen der Innenverteidiger etwas vor die Verteidigung ins defensive Mittelfeld, um mit ihm das Spiel zu eröffnen und eine Überzahl im Mittelfeld zu schaffen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 98 ff.</ref> Gegen den Ball wurde aus dem 3-4-3 wieder ein 4-3-3, bei dem der defensive Mittelfeldspieler in die Innenverteidigung einrücken sollte. Vor allem bei unterklassigen, defensiv eingestellten Gegnern setzte Cruyff statt des 4-3-3 auf ein 3-4-3. Wie schon bei Ajax verpflichtete er die Jugendmannschaften ebenfalls zu einer Anpassung des Systems, um Nachwuchstalenten einen nahtlosen Übergang in die Profimannschaft zu ermöglichen. Dazu erweiterte er die Positionswechsel. Rinus Michels hatte bei Ajax den Wechsel der Positionen (mit Ausnahme von Cruyff selbst, der gern auf die Flügel auswich) immer rein vertikal gedacht, so dass die Position streng auf den beiden Flügeln und in der Mitte gewechselt wurde. Die Außenverteidiger (Krol links, Surrbier rechts) wechselten mit den entsprechenden Mittelfeldspielern (Mühren oder Haan) oder Stürmern direkt vor ihnen, die Innenverteidiger (Vasovic oder Blankenburg) mit den Spielern (Neeskens) vor ihnen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 60.</ref> Dagegen zeigte sich Cruyff als Trainer deutlich variabler, er ließ die Positionen auch horizontal verschieben. Von den Stürmern forderte er ein aggressives Pressing. Mittelstürmer Lineker wurde (zu dessen Unmut) auf rechts gestellt, während Neuzugang Salinas die Position als Mittelstürmers übernahm.
Die erste Saison Cruyffs war in der Liga von einem engen Titelkampf zwischen Barcelona und Erzrivale Real Madrid geprägt. Am Ende entschieden die direkten Duelle im El Clásico; das erste Duell, im Oktober in Madrid, ging nach einem ereignisreichen Duell auf Augenhöhe mit 3:2 für Real Madrid aus. Beim Rückspiel im April rettete Real Madrid ein Unentschieden, was effektiv für eine Vorentscheidung im Titelkampf sorgte. Im Europapokal der Pokalsieger erreichte die Mannschaft das Finale in Bern, wo Barcelona auf Sampdoria Genua traf. Barcelona entschied das Finale mit 2:0 für sich und gewann den ersten Titel für Cruyffs Mannschaft.
Auch nach seinem ersten Jahr im Amt sortierte Cruyff wieder viele Spieler aus, die sich seinen Ansprüchen nach als ungeeignet erwiesen hatten. Die hohe Fluktuation im Kader sorgte für Unruhe bei Fans und im Klub. Als namhaftester Spieler verließ im Sommer 1989 der von Cruyff ungeliebte Gary Lineker Barcelona und kehrte nach England zurück. Dafür verpflichtete Cruyff zwei Spieler, die in den nächsten Jahren Eckpfeiler der Mannschaft wurden: Michael Laudrup und Ronald Koeman. Laudrup wurde von Cruyff als Wiedergänger seiner selbst angesehen. Er wurde von ihm oft als falsche Neun eingesetzt; Cruyff drängte Laudrup auch, so wie er früher auf dem Platz als Spielertrainer zu fungieren und die Mitspieler zu instruieren. Wie schon Rijkaard bei Ajax lehnte Laudrup dies ebenfalls ab; Cruyff machte Laudrup deshalb wiederholt Vorhaltungen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 123 f.</ref>
Die folgende Saison 1989/90 war ein Rückschritt; Barcelona konnte den Durchmarsch von Real Madrid nie gefährden und war am Ende abgeschlagener Tabellendritter. Als zählbarer Erfolg stand das Erreichen des Finales des spanischen Pokalwettbewerbs (Copa del Rey): Im Mestalla-Stadion gewann Barcelona im Finale gegen Real Madrid. Der Triumph verschaffte Cruyff die Jobgarantie für ein weiteres Jahr angesichts großer Unruhe rund um den Verein aufgrund der ausbleibenden Erfolge. Das spezielle Umfeld des Klubs, von Cruyff als „Entorno“ (dt.: „Umfeld“) bezeichnet, eine Wortschöpfung von ihm, um das ganz spezielle Umfeld des Vereins zu beschreiben, versetzt die Trainer in eine ständige Drucksituation und wirkt zermürbend. Es zeichnet sich aus durch zwei lokale Zeitungen (Sport und El Mundo Deportivo), die ausschließlich über Sport berichten, sowie Lokalpolitiker und Sponsoren, die sich in den Klub einmischen. Dazu wird der demokratisch organisierte Klub mit seinen Socis (die Mitglieder des Klubs) als ein ständiger Herd für Intrigen und Gerüchte charakterisiert,<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 45.</ref> in dem aktuelle (und ehemalige) Vorstandsmitglieder beständig gegeneinander intrigieren.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 20.</ref>
Im Sommer 1990 wurde der Offensivspieler Hristo Stoitchkov verpflichtet. Stoitchkov brachte das, was Cruyff als „mala leche“ (wörtlich: schlechte Milch) charakterisierte: Aggressivität und Rücksichtslosigkeit, die dem zerebralen Passspiel seiner Hinterleute im Mittelfeld eine zusätzliche Dimension verlieh.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 22.</ref> Die dritte Saison 1990–1991 bedeutete den Durchbruch: Barcelona gewann die spanische Meisterschaft mit deutlichem Vorsprung. Im Finale des europäischen Pokalsieger-Wettbewerbs traf Barcelona in Rotterdam auf Manchester United. Barcelona musste aufgrund von Verletzungen und Sperren auf Zubizarreta, Guillermo Amor und Stoitchkov verzichten. Im Spiel geriet man schnell 2-0 in Rückstand und fand sich zu spät, um dem Spiel eine Wendung zu geben.
Im Folgejahr (1991–1992) kam es in der Liga zum Titelduell mit Real Madrid bis zum letzten Spieltag; Real hatte die Tabelle seit Oktober angeführt, verlor jedoch am letzten Spieltag in Teneriffa, während Barcelona gewann und Madrid so noch überholte.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 291.</ref> Im Europapokal der Landesmeister erreichte Barcelona das Finale gegen Sampdoria Genua; dank eines Freistoßtors von Ronald Koeman gewann Barcelona in der Verlängerung den ersehnten ersten Titel auf Landesmeister-Ebene.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 119.</ref> Der Titel zementierte Cruyffs Status innerhalb des Klubs. In Anlehnung an die US-Basketballmannschaft bei den Olympischen Spielen 1992 wurde das Team von Anhängern und Medien ebenfalls das „Dream Team“ genannt.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 275 ff.</ref>
Die Saison 1992-1993 brachte eine Neuauflage des Titelkampfs mit Real Madrid und erneut kam es zur Entscheidung am letzten Spieltag. Wiederum musste das auswärtsschwache Real Madrid in Teneriffa antreten, erneut verlor Real und Cruyffs Mannschaft gewann die Meisterschaft.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 292 f.</ref>
Im Sommer 1993 verpflichtete Cruyff den brasilianischen Mittelstürmer Romario vom PSV Eindhoven. Romario, für Cruyff der talentierteste Spieler, den er je trainierte, komplettierte das Team.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013.</ref> Als vierter Ausländer bedeutete seine Verpflichtung, dass Cruyff nun jeweils einen Ausländer auf die Bank setzen musste. Cruyff entschied sich meist, Laudrup auf die Bank zu setzen. Romario verhalf mit einem Hattrick Barça zu einem 5:0-Sieg gegen Real Madrid im El Clàsico. In der Meisterschaft entwickelte sich ein Duell gegen Deportivo La Coruna. Wiederum fiel die Entscheidung am letzten Spieltag; Barcelona drehte einen 2:1-Rückstand gegen Sevilla zum 5:2-Sieg, während La Coruna nicht über ein Unentschieden hinauskam und Barcelona damit den vierten Titel in Serie gewann.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 294 f.</ref>
In der Champions-League-Saison 1993/94 egalisierte Barça zunächst einen Rückstand gegen Dynamo Kiew und erreichte die nächste Runde, wo FK Austria Wien geschlagen wurde. Im Finale traf die Mannschaft auf AC Mailand. Cruyff entschied sich, Laudrup auf der Bank zu lassen. Durch das aggressive, schnelle Pressing Mailands gerieten die langsamen Spieler – Guardiola im zentralen defensiven Mittelfeld und die beiden Innenverteidiger Koeman und Miguel Nadal – bereits im Aufbau unter Druck. Mit einem von Mailand kontrollierten Mittelfeld war Barcelona nicht in der Lage, den Spielaufbau durch die üblichen Ballstafetten zu initiieren und die Offensivspieler Romario und Stoitchkov zu bedienen, die nie ins Spiel kamen. Am Ende stand ein einseitiges 4:0 für AC Mailand. Cruyff äußerte nach dem Spiel selbstkritisch: „Es war nicht so, dass wir schlecht gespielt hätten, wir haben überhaupt nicht gespielt.“<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 299.</ref>
Für Simon Kuper war die Niederlage folgerichtig. Wie jeder Erneuerer sei Cruyff am Ende von anderen überholt worden. Mit Rondos allein hätte man den gewachsenen physischen Anforderungen im Spitzenfußball nicht mehr begegnen können.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 123.</ref>
Die Niederlage von Athen leitete einen überhasteten Prozess der Erneuerung ein, der das Ende des Dream Teams besiegelte. Cruyff reagierte auf die Niederlage, indem er einen radikalen Neuaufbau und einen kompletten Umbau des Kaders einleitete. Noch im Bus auf der Fahrt zum Flughafen teilte Cruyff Zubizarreta mit, dass dieser nicht mehr für Barça spielen würde. Ebenfalls sofort aussortiert wurden die Mittelfeldspieler Goikoetxea und Julio Salinas. Dazu verließ der unzufriedene Michael Laudrup das Team und wechselte zum Erzrivalen Real Madrid.
Auch Romario, der nach der WM 1994 formschwach und lustlos in Barcelona eintraf, wurde im Winter an den FC Flamengo nach Brasilien verkauft. Sowohl Wilson als auch Sid Lowe sehen in Cruyffs radikaler Reaktion den Grund für den Zerfall des Dream Teams, der auch Barças jahrelange Titelserie zu einem Abschluss brachte.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 2.
Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 299 f.</ref> Als Ersatz für die aussortierten Spieler verpflichtete das Management auf Cruyffs Drängen hin mehrere neue Spieler: Gheorghe Hagi, Gica Popescu und Robert Prosinecki.
Neuverpflichtung Hagi war in den ersten Monaten der neuen Saison verletzt, so dass Cruyff meist seinen Sohn Jordi als Ersatz aufstellte.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 442.</ref> Auch die anderen Neuverpflichtungen hatten Schwierigkeiten, sich einzufinden.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 444.</ref> Die Saison 1994/1995 gestaltete sich schwierig. Der zu Real Madrid gewechselte Laudrup verhalf Real im Camp Nou zu einem 5:0-Sieg über Barcelona.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 302 f.</ref> Barcelona schloss die Saison in der Liga nur als Tabellenvierter ab. Im Viertelfinale der Champions League schied Barcelona gegen Paris Saint-Germain aus; Cruyff rief danach öffentlich das Ende des Teams aus: „Der Zyklus ist zu Ende.“<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Die Werkstatt, Göttingen 2012. S. 246.</ref> Die Saison wurde ohne Titel abgeschlossen.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 300.</ref> Präsident Núñez, von Cruyff lange an den Rand gedrängt, sah seine Chance gekommen, nun wieder die Kontrolle im Verein zu übernehmen und unterminierte Cruyff in der folgenden Saison.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Die Werkstatt, Göttingen 2010. S. 151.</ref> Während Luís Figo verpflichtet wurde, lehnte Núñez eine Reihe von anderen Wunschspielern Cruyffs (unter anderem Steve McManaman und Ryan Giggs) ab und bezichtige Cruyff (auch öffentlich) der Geldverschwendung. Cruyff sah dies als Kampfansage und als Bruch der bestehenden Abmachung, die ihm die volle Kontrolle über Mannschaft, sportliche Neuverpflichtungen und Nichteinmischung des Präsidenten garantiert hatten.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Die Werkstatt, Göttingen 2010. S. 151 f.</ref> Das bestenfalls als Zweckbündnis charakterisierte Verhältnis zwischen Cruyff und Núñez wich nun in der Folgesaison 1995–1996 schnell einer offen ausgetragenen Feindschaft. Beinahe wöchentlich erschienen in der Presse gegenseitige Vorwürfe. So machte Núñez die Trainingsmethoden Cruyffs für mehrere Verletzungen von Leistungsträgern verantwortlich und kolportierte öffentlich, dass er Cruyff und dessen Trainerteam die Verantwortlichkeit für das Fitnesstraining entziehen wolle. Umgekehrt beschwerte sich Cruyff öffentlich über die Transferarbeit des Klubs, die zunehmend seiner Kontrolle entglitt. Er wütete in der Presse besonders über die verpasste Chance, den von zahlreichen Topklubs umworbenen Zinédine Zidane von Girondins Bordeaux zu verpflichten: „Zidane wechselt nach Italien, hm? Ich hätte ihn schon im Januar verpflichtet.“<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 3.</ref> Zunehmend geriet Cruyff auch von Seiten der Presse in die Kritik. Neben seiner Transferpolitik wurde ihm vor allem Nepotismus vorgeworfen, da er neben seinem talentierten Sohn Jordi auch seinen völlig untalentierten Schwiegersohn Jesus Angoy als Ersatztorwart im Team installiert hatte. Cruyff, so der Vorwurf, behandle den Klub wie sein Eigentum. Im April 1996 verlor Barça gegen Atlético Madrid im Finale der Copa del Rey. Sechs Tage später verlor Barça im Camp Nou gegen den FC Bayern München und schied damit auch aus dem UEFA-Pokal aus.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 2.</ref> Im Mai 1996 verdichteten sich die Gerüchte, dass Cruyffs Entlassung bevorstehe und das Management sich mit dem englischen Trainer Bobby Robson getroffen habe, um ihn an Cruyffs Stelle zu verpflichten.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 125.</ref> Dennoch arbeitete Cruyff weiter am Neuaufbau der Mannschaft. Er beförderte den jungen Ivan de la Pena vom B-Team in die erste Mannschaft.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 2 f.</ref> Es gelang ihm auch in persönlichen Gesprächen, den Mittelfeldspieler Luis Enrique zu einem Wechsel von Real Madrid zum FC Barcelona zu überzeugen.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 238.</ref> Am 15. Mai 1996 endete das lokale Derby gegen Espanyol Barcelona mit einem Unentschieden, was die letzten Titelhoffnungen praktisch beendete.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 3 f.</ref>
Am 18. Mai 1996 suchte Vizepräsident Joan Gaspart Cruyff in der Kabine auf. Cruyff betitelte Gaspart bereits zur Begrüßung als „Judas“ und klagte Präsident Núñez an, dass dieser nicht den Mut hätte, ihn persönlich zu entlassen. Nach zunehmend lautstarken gegenseitigen Vorwürfen und Beschimpfungen zertrümmerte Cruyff einen Stuhl; Gaspart drohte daraufhin, die Polizei zu rufen und entließ Cruyff formell mit den Worten: „Du gehörst hier nicht mehr her.“<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 4.</ref> Cruyff verabschiedete sich danach von seinen Spielern, von denen einige weinten, mit einer Entschuldigung.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 126.</ref>
Niederländische Nationalmannschaft
1990 wollte die Mehrheit der niederländischen Spieler Cruyff als ihren Trainer für das WM-Turnier in Italien gewinnen. Rinus Michels, inzwischen Verantwortlicher beim niederländischen KNVB-Verband, wählte allerdings Leo Beenhakker als Trainer. Cruyff vergab Michels dies niemals; noch in seiner Autobiographie mutmaßte er, dass Michels ihm den Trainerposten aus Eifersucht vorenthalten habe.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 432 ff.</ref> Verhandlungen mit dem Verband für die WM 1994 ließ Cruyff ins Leere laufen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 436 ff.</ref>
Katalanische Fußballauswahl (2009–2013)
Nach seiner Entlassung bei Barça lehnte Cruyff jahrelang alle Job-Angebote von anderen Vereinen ab.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 459.</ref> Im Herbst 2009 gab er doch noch ein Comeback, als er vom katalanischen Verband angesprochen worden war, und wurde Trainer der katalanischen Fußballauswahl. Da diese als inoffizieller Verband weder mit FIFA noch UEFA verbunden ist, bestreitet sie nur wenige Spiele und kann sich nicht für Endrunden-Turniere qualifizieren. Am 22. Dezember 2009 gab Cruyff sein Debüt als Nationaltrainer und feierte einen 4:2-Sieg gegen Argentinien im Camp Nou. Mehr als ein Jahr später kam es zum zweiten Spiel, diesmal gegen Honduras; erneut verbuchte Katalonien einen hohen Sieg (4:0). Sein drittes Spiel als Trainer absolvierte Kataloniens Nationalteam am 30. Dezember 2011 gegen Tunesien, es endete mit einem torlosen Remis. Am 7. November 2012 gab Cruyff in einer offiziellen Erklärung bekannt, dass er beim Länderspiel am 2. Januar 2013 zum letzten Mal als Nationaltrainer auf der Bank sitzen werde. Das Spiel gegen Nigeria endete mit einem weiteren Remis (1:1).
Als graue Eminenz des Fußballs
Der britische Autor Jonathan Wilson charakterisierte Gasparts Worte als Fehlleistung. Entgegen der Aussage von Gaspart gäbe es niemanden, der jemals mehr zu Barça gehöre als Johan Cruyff.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 4 f.</ref> Für Wilson war dies jedoch ein entscheidender Moment – frei von den alltäglichen Verpflichtungen als Trainer und gelöst vom Druck allwöchentlich gute Ergebnisse präsentieren zu müssen – konnte Cruyff nun umso mehr seine fußballtheoretischen Ideen propagieren. Binnen kurzer Zeit avancierte er zu einer Art grauer Eminenz, der zum einen Einfluss auf Ajax und den niederländischen Fußball nahm, wo er, in den Worten David Winners, „zur personalisierten Seele, dem Gewissen und Orientierungspunkt des holländischen Fußballs“ wurde.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 208.</ref> Zum anderen opponierte er in Barcelona zunächst gegen seinen Intimfeind Núñez und dessen Management samt der von ihm engagierten Trainer.
In den 2000er-Jahren entwickelte sich Cruyffs Erbe und Reputation dann in Spanien und den Niederlanden zunehmend in eine gegensätzliche Richtung. Während in den Niederlanden Cruyff kritisch hinterfragt wurde, avancierte er beim FC Barcelona durch die Wahl Joan Laportas zum Präsidenten des Vereins zu einem einflussreichen Berater und Ideengeber im Hintergrund und seine fußballerische Philosophie wurde unter wechselnden Trainern bald zum etablierten Dogma. Dagegen entwickelte sich der Fußball bei Ajax und in den Niederlanden insgesamt jahrelang in eine andere Richtung als von Cruyff gefordert. Jonathan Wilson hebt die Ironie darin hervor, dass es Cruyff besser gelang, den im Vergleich weit größeren spanischen Klub ganz nach seinem Willen zu gestalten, während er bei Ajax und in den Niederlanden immer wieder daran scheiterte, sein Ideal zu implementieren.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 105.</ref>
Spanien: Als Berater und Ideengeber bei Barça
Den Trainerposten Barcelonas übernahm interimsweise sein Assistent Rexach; Cruyff der erwartet hatte, dass Rexach mit ihm zurücktritt, brach danach mit Rexach und sprach jahrelang kein Wort mehr mit ihm. Cruyff blieb weiterhin in Barcelona beheimatet und wurde nun selbst Teil des „Entorno“ von Barcelona. Auch nach seiner Entlassung setzte sich der öffentliche Kleinkrieg zwischen Cruyff und Núñez mit wachsender Intensität fort.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 456.</ref> Öffentlich bekannte Cruyff sofort nach seiner Entlassung, falls Barcelona ihn brauche, sei er bereit, zurückzukehren, jedoch nie wieder unter Präsident Núñez. Cruyff verklagte aufgrund der vorzeitigen Entlassung Núñez und den FC Barcelona auf Zahlung einer Abfindungssumme;<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 301.</ref> Der Prozess zog sich jahrelang hin und endete für Cruyff nur in einem Teilerfolg.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 457.</ref> Auch nach der Verpflichtung von Louis van Gaal als Nachfolger Robsons im Sommer 1997 ließ Cruyff in seiner Kampagne gegen Barças Vereinsführung nicht nach. Cruyff und van Gaal waren ehemals Teamkollegen bei Ajax gewesen, hatten sich jedoch Ende der 1980er-Jahre überworfen. Obwohl van Gaal als Trainer als ein Cruyffianer im Sinne der gleichen Ajax-Philosophie gilt – Simon Kuper nennt ihn aufgrund verschiedener anderer biographischer Übereinstimmungen sogar einen verlorenen Bruder Cruyffs<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 134.</ref> – wurde er von Cruyff quasi allwöchentlich kritisiert.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 468.</ref> Für Jonathan Wilson besteht kein Zweifel daran, dass Cruyff van Gaals Interpretation der Ajax-Philosophie als minderwertig im Vergleich zu seiner eigenen ansah.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 48.</ref> Auf taktischer Ebene kritisierte Cruyff, dass die von van Gaal propagierte taktische Version der Ajax-Schule Spontaneität und Risikobereitschaft vermissen lasse. Dazu äußerte er sich auch kritisch über van Gaals sogenannte Hollandisierung<ref>Unter van Gaal wurden zwischen 1997 und 2000 acht Niederländer engagiert, was in Barcelona als „Tulpenrevolution“ empfunden wurde und Proteste der Fans hervorrief.</ref> des Kaders und stellte öffentlich die rhetorische Frage, ob es so schwierig sei, ein paar Spanier einzustellen.
Umgekehrt versuchte Núñez, Cruyff innerhalb des Vereins zu einem Paria zu machen. Die Art der Entlassung Cruyffs und seine Weigerung, Barcelona für ein anderes Trainer-Engagement zu verlassen, hatte allerdings tiefe Verwerfungen innerhalb des FC Barcelona hinterlassen und wirkte polarisierend auf die Mitgliederschaft und auch das Umfeld.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 315.</ref> Für Teile der socis war Núñez zu einem Feindbild geworden. Sie warfen ihm – neben einer mangelnden Identifikation mit katalanischen Werten – vor allem die Entlassung Cruyffs und seinen als unwürdig empfundenen Umgang mit Cruyff vor. Auch das Umfeld wie die Medien wurden vom Kleinkrieg zwischen Núñez und Cruyff polarisiert; während die Sportzeitung Sport Laporta und Cruyff unterstützte, standen die Zeitungen La Vanguardia und El Mundo Deportivo dem Cruyffismo kritisch gegenüber.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 317.</ref>
1999 gründete Joan Laporta schließlich die Interessengruppe „Elefant Blau“. Als Anlass nannte Laporta vor allem auch Núñez’ Umgang mit Cruyff, der in Teilen der Mitgliederschaft des Vereins zu einem Idol geworden war. Laporta rief eine Petition ins Leben, die per Misstrauensantrag die Ablösung von Núñez erzwingen wollte.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 316.</ref> Cruyff, der immer noch den Trainer-Posten begehrte, unterstützte Laportas Petition sofort öffentlich und stand Laporta beratend zur Seite. Laporta avisierte, van Gaal zu entlassen und Cruyff als Trainer wiedereinsetzen, falls er gewählt werden würde.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 58.</ref> Auch wenn der Misstrauensantrag scheiterte, trat Núñez im Jahr 2000 zurück. Sein Nachfolger wurde Vize-Präsident Gaspart, mit dem Cruyff seit seiner Entlassung ebenfalls auf Kriegsfuß stand.
Gasparts kurze Amtszeit wird allgemein als glücklos charakterisiert;<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 98 f.</ref> als er 2003 zurücktrat, trat bei der Nachfolgerwahl Joan Laporta unter anderem mit dem Wahlversprechen an, den Klub entlang nach Cruyffschen Prinzipien zu erneuern. Mit der Wahl Laportas kam es zu einem Modernisierungsprozess.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 362.</ref> Laporta nutzte Cruyffs Ratschläge und äußerte öffentlich, dass alle sportlichen Entscheidungen zunächst von Cruyff abgesegnet wurden. Gleichzeitig jedoch gab er Cruyff nie ein offizielles Amt, was er Jahre später damit begründete, dass Cruyff alles um ihn herum polarisiert hätte.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 135 f.</ref> Zunächst berief Laporta den dezidierten Cruyffianer Txiki Begiristain als neuen Sportdirektor. Dazu wurde auf Cruyffs Rat hin 2003 Frank Rijkaard als Trainer von Barça verpflichtet. Rijkaard, trotz früherer Streitigkeiten ebenfalls Cruyffianer, lehnte sich zunächst stark an Cruyff an und griff häufig auf dessen Ratschläge zurück. Die Taktik stellte Rijkaard auf seine Anregung hin von 4-2-3-1 auf das von Cruyff propagierte klassische 4-3-3 um.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 106.</ref>
Dazu übernahm Cruyffs Lieblingsschüler Pep Guardiola 2007 als Trainer Barcelonas B-Mannschaft.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 114 f.</ref> Auch Guardiola verließ sich zunächst auf Cruyff als Ratgeber; als er sich gleich zu Beginn einer Revolte von zwei Spielern gegenübersah, bat er Cruyff um Rat, der ihm riet, sich umgehend beider zu entledigen.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 115.</ref>
Im Herbst 2007 rutschte Barça in eine sportliche Krise ab. Laporta bat Cruyff im Dezember 2007, für ein halbes Jahr als Trainer zurückzukehren und mit Pep Guardiola als Assistenten die Mannschaft zu trainieren, bevor Guardiola allein übernehmen würde. Cruyff, der mittlerweile keine Ambitionen mehr auf einen Trainerposten verspürte und sich im Ruhestand eingerichtet hatte, lehnte die Offerte jedoch ab und gab zu verstehen, dass in seinen Augen Guardiola bereit sei, die Mannschaft zu führen und ihn dafür nicht mehr benötige.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 136.</ref> Mit Guardiola übernahm nun Cruyffs langjähriger Lieblingsschüler den Trainerposten; Guardiola war in seinen Ansichten über den Fußball ungemein stark von Cruyff geprägt worden und hatte sich bereits in seiner Autobiographie 2001 offen als Cruyffianer bezeichnet.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 120.</ref> In Guardiolas Ägide bekam die Identifizierung des Klubs mit den Cruyffschen Ideen eine neue Intensität. Sid Lowe charakterisiert Guardiolas Barcelona als eine Art Sekte, die in moralistischen Begriffen wie ein Mantra immer wieder die alles übergreifende Priorität betonte, attraktiven Fußball im Cruyffschen Sinne zu spielen.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 372.</ref> Der FC Barcelona habe sich insofern in seiner Identität, aber auch in seiner moralistischen Sprache bald sehr stark von anderen Klubs wie etwa Real Madrid abgehoben; allein der verwendete Begriff „Philosophie“ in Bezug auf den Cruyffschen Stil sei ein irritierender Ausdruck für einen ideologischen Krieg, den Guardiola und seine Führungsspieler führen wollten.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 372 f.</ref> Während Guardiola selbst seinen Mentor Cruyff als „die wichtigste Person in der Geschichte des Fußballs“ bezeichnete<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 54.</ref> und ihn in den kommenden Jahren in teils religiösen Analogien immer wieder als den Architekten und Begründer des modernen FC Barcelona überhöhte („Bevor er kam, hatten wir in Barcelona keine Kathedrale des Fußballs, diese wunderbare Kirche. Wir brauchten etwas Neues. Und jetzt ist es etwas, das Bestand hat. Es wurde Stein um Stein von einem Mann aufgebaut: Johan Cruyff.“<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, Einleitung.</ref>), sprach Xavi, Cruyffianer und jahrelang Säule im Mittelfeld Barças, mehrfach davon, dass Barcelona „einen Kampf um die Seele des Fußballs führe“.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 106.</ref> Cruyff wiederum sei, so Xavi, „die einflussreichste Person in der Geschichte des FC Barcelona.“<ref>Duncan McMath: Take the Ball, Pass the Ball. Zoom Sports International 2018.</ref>
Im März 2010 gab der scheidende Präsident Joan Laporta die Ernennung Johan Cruyffs zum Ehrenpräsidenten des katalanischen Vereins bekannt.<ref>{{#if:Vorlage:Cite book/URL|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:{{#if:
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Als Nachfolger Laportas wurde Sandro Rosell zum Präsidenten des FC Barcelona gewählt; mit Rosell war Cruyff ebenfalls seit langem verfeindet. Rosell widerrief im Juli 2010 die Ernennung Cruyffs zum Ehrenpräsidenten und machte Schwierigkeiten mit den Vereinsstatuten geltend, die kein derartiges Amt vorsähen.<ref>{{#if: | [[{{{authorlink}}}|Vorlage:Cite book/Name]] | Vorlage:Cite book/Name
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Cruyff nannte das Vorgehen „einen Zirkus“, beendete sein inoffizielles Engagement und trat vom Amt des Ehrenpräsidenten zurück.<ref>{{#if:Vorlage:Cite book/URL|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:{{#if: | | {{#if: | {{#if: | [[|Vorlage:Cite book/Name]] | Vorlage:Cite book/Name }} }}{{#if: | {{#if: | , [[|Vorlage:Cite book/Name]] | Vorlage:Cite book/Name }} }}{{#if: | {{#if: | , [[|Vorlage:Cite book/Name]] | Vorlage:Cite book/Name }} }}{{#if: | {{#if: | , [[|Vorlage:Cite book/Name]] | Vorlage:Cite book/Name }} }}{{#if: | {{#if: | , [[|Vorlage:Cite book/Name]] | Vorlage:Cite book/Name }} }}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite book/Name}}{{#if:|Vorlage:Cite 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Niederlande: Revolution und Gegenrevolution
2002 qualifizierte sich die niederländische Nationalmannschaft nicht für die WM-Endrunde in Japan und Südkorea. Das in den Niederlanden als „Het Drama van Dublin“ geläufige entscheidende Qualifikationsspiel gegen Irland hatte starke Nachwirkungen.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 194.
David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 339 f.</ref> In den nächsten Jahren begann sich der niederländische Fußball von der idealistischen Totaalvoetbal-Ideologie wieder abzuwenden. Die etablierte Philosophie wurde zunehmend kritisch hinterfragt und wich bald einer ergebnisorientierteren Spielweise.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 350.</ref> Theoretischer Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen war die Frage, ob das klassische 4-3-3 mit einem Mittelstürmer und zwei Flügelstürmern beibehalten werden oder man sich dem europäischen Mainstream anpassen und auf das defensivere 4-4-2 umstellen sollte.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 351 f.</ref> Ein Hauptargument der Kritiker war das als unzeitgemäß bezeichnete Ideal des Totaalvoetbal und der Kritikpunkt, man habe – im Gegensatz zu den goldenen 1970ern und zu 1995 – nicht mehr die besten Spieler, um weiterhin einen gleichzeitig spektakulären und erfolgreichen Fußball zu bieten. Mittelpunkt der Debatten war unvermeidlicher Weise wiederum Cruyff, der unbeirrt an seiner Spielphilosophie – Winner spricht von einer zum Dogma erstarrten Ideologie – festhielt und von seinen Kritikern dafür als ein Ayatollah und meckernder Muppet-Opa verspottet wurde.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 352.</ref> In der Eredivisie praktizierte PSV Eindhoven unter Trainer Guus Hiddink (und nachfolgend auch unter Ronald Koeman) erfolgreich das 4-4-2; andere Klubs stellten ebenfalls auf 4-4-2 um. Cruyff gelang es im Gegenzug, seinen Schützling und Anhänger Marco van Basten als Trainer der Elftal zu installieren. Van Basten hielt am 4-3-3 fest, obwohl ihm dafür das geeignete Spielerpersonal<ref>Die Niederlande hatten außer Arjen Robben keine guten Flügelstürmer.</ref> fehlte.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 353 f.</ref> Dagegen kündigte Foppe de Haan (in seiner Funktion als Trainer der niederländischen U-21-Nationalmannschaft) im Sommer 2007 an, bei der anstehenden U-21-Europameisterschaft auf ein 4-4-2 umzustellen. Der wütende Cruyff warf De Haan vor, damit den holländischen Fußball zu beschädigen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 354.</ref> De Haan wies die Kritik zurück und nannte das 4-3-3 altmodisch und schwer zu spielen. Mit dem Turniersieg gelang es De Haan, einen Großteil der Presse auf seine Seite zu ziehen. In der Folge stellte mit Louis van Gaal bei AZ Alkmaar auch einer der letzten Anhänger des Cruyffschen 4-3-3 auf ein 4-4-2 um.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 355.</ref> Nachdem van Basten nach der Fußball-Europameisterschaft 2008 demissioniert hatte,<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 194 f.</ref> übernahm er – wiederum mit Hilfe Cruyffs – den Trainerposten bei Ajax, trat jedoch bereits 2009 zurück. Sowohl bei der Nationalmannschaft (mit Bert van Marwijk) als auch bei Ajax (mit Martin Jol) übernahmen nun Personen, die außerhalb der von Michels und Cruyff geprägten Tradition standen und einen ganz anderen Spielstil vorgaben. Kulminationspunkt war der Auftritt der niederländischen Elftal beim Finale der Weltmeisterschaft in Südafrika. Der Gegner (und spätere Sieger) Spanien trat mit sechs Spielern von Barça in der Startelf an und baute in der Spielanlage stark auf die Prinzipien des Post-Cruyffschen Stils auf.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 375.</ref> Van Marwijks Elftal trat dagegen rein defensiv und destruktiv auf, was sich auch in 7 Gelben Karten und dem Platzverweis von John Heitinga äußerte.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 192.</ref>
Cruyff kritisierte den Auftritt der Elftal vehement und äußerte, dass er zwar immer Niederländer bleiben würde, er jedoch im Finale Spanien unterstützt habe.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 194.</ref> Er setzte zu einer Reihe von vernichtenden Einschätzungen an. Die Elftal habe „hässlich und vulgar“ gespielt, ihr Stil sei ein „Anti-Fußball“ gewesen.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 193 f.</ref> Nachdem auch das von Martin Jol trainierte Ajax in ähnlicher Weise in der Champions League von Real Madrid eliminiert worden war,<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 204.</ref> war für Cruyff ein Punkt erreicht, an dem er, in einer Formulierung Jonathan Wilsons, zu einem Kreuzzug ansetzte, um den niederländischen Fußball wieder in seinem Sinne umzukrempeln. Er begann eine öffentliche Kampagne, die schnell als die „samtene Revolution“ bezeichnet wurde.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 194.</ref>
In seiner Kolumne im De Telegraaf im November 2010 nannte er das Team von Ajax schlechter als alle Ajax-Teams vor 1965 und forderte den Rücktritt des Vorstands.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 205.</ref> In weiteren Kolumnen forderte Cruyff einen totalen Umbau des Vereins, verbunden mit einer kompletten Umbesetzung des Managements.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 481.</ref> Zusammen mit Ruben Jongkind und Wim Jonk entwarf er den Cruyff-Plan, der eine Überholung des Klubs von oben nach unten vorsah.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 206.</ref> Um das zu bewerkstelligen, zielte er zunächst auf den Mitgliederrat, der zum Ärger von Cruyff ausnahmslos aus Leuten bestand, die keinen fußballerischen Hintergrund hatten. Cruyff wollte die acht vakanten der 24 Sitze im Mitgliederrat mit ehemaligen Ajax-Spielern besetzen, die seine Ansichten teilten. Bei der Mitgliederversammlung am 14. Dezember wurden 7 dieser 8 Spieler<ref>Keje Molenaar, Barry Hulshoff, Aron Winter, Dick Schoenaker, Peter Boeve, Edo Ophof, Co Meijer und Dirk de Groot</ref> gewählt. Danach kandidierte Cruyff als Mitglied für den Aufsichtsrat und stellte seinen Plan vor, um Ajax wieder an die Spitze zu führen, was in seinen Augen am besten durch die Förderung der Jugendakademie und Förderprogramme im Ausland gelingen würde. Weiter sollte Ajax von ehemaligen Spitzenfußballern wie Wim Jonk und Dennis Bergkamp geleitet werden, da er der Meinung war, dass nur ehemalige Fußballer die nötige Qualifikation für Spitzenpositionen in Fußball-Vereinen besäßen. Seine Kampagne wurde sofort von seinen Anhängern und der mit ihm verbundenen einflussreichen Zeitung De Telegraaf unterstützt. Bei den Fans fand Cruyff ebenfalls schnell Rückhalt; bei Heimspielen in der Amsterdam ArenA hielten Fanklubs in der 14. Minute als Zeichen der Unterstützung für Cruyff Choreografien ab.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 207.</ref> Im Juni 2011 wurde Cruyff in den fünfköpfigen Aufsichtsrat gewählt. In den folgenden neun Monaten trat Cruyff bei allen Meetings wie ein Diktator auf, der den anderen vier Mitgliedern seine (Personal-)Vorstellungen aufzuzwingen versuchte und keinerlei Widerspruch duldete. Die einzige Frau im Aufsichtsrat, Marjan Olfers, kanzelte er nach einem Streit ab und meinte, sie sei als reine Quotenfrau im Aufsichtsrat. Zum aus Surinam stammenden Edgar Davids äußerte er nach einer Meinungsverschiedenheit, dieser verdanke seinen Platz im Aufsichtsrat allein der Tatsache, dass er schwarz sei.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 484.</ref> Nach Kritik in den sozialen Medien verneinte Cruyff jede Absicht einer rassistischen Beleidigung, blieb aber inhaltlich bei seiner Grundaussage und sah sich selbst als Opfer einer Kampagne.<ref>Edgar Davids still waiting for Johan Cruyff apology over race row, BBC Sport, 2. November 2011</ref> Im November 2011 war der Bruch zwischen Cruyff und den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates praktisch unausweichlich geworden; er überwarf sich endgültig mit den anderen Mitgliedern, nachdem diese in seiner Abwesenheit in einem fait accompli Louis van Gaal als neuen Generaldirektor installiert hatten, was allgemein als kalkulierter Schachzug gewertet wurde, um Cruyff zu provozieren.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 208.
Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 485.</ref> Der düpierte Cruyff verklagte daraufhin die restlichen Mitglieder des Aufsichtsrats und die Dachorganisation des Klubs, Ajax NV.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 208 f.</ref> Die Auseinandersetzungen und der nun folgende Rechtsstreit fanden ein enormes mediales Echo in den Niederlanden und international. Im Februar 2012 gab ein Gericht seiner Klage statt und widerrief van Gaals Bestellung. Daraufhin traten der gesamte Aufsichtsrat (inklusive Cruyff), der Interimsgeschäftsführer Martin Sturkenboom sowie der Sportdirektor Danny Blind zurück.<ref>Cruijff en Davids benoemd in bestuur Ajax, Volkskrant, 6. Juni 2011.
Die Seifenoper um Johan Cruyff und Louis van Gaal, Zeit Online, 12. Dezember 2012.
Sportdirektor und Aufsichtsrat treten zurück, Spiegel, 9. Februar 2012.</ref> zurück und ein neuer Aufsichtsrat wurde gewählt.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 486.</ref> Nun mit Cruyff im Hintergrund als bestimmendem Machtfaktor, installierte der neue Aufsichtsrat Cruyffs Vorstellungen entsprechend Ruben Jongkind und Wim Jonk in verantwortliche Positionen in der Jugendakademie. Da er weiter in Barcelona lebte und die modernen Kommunikationsmittel wie Handy und Internet nicht nutzte, war er vom Alltag bei Ajax weitgehend abgeschnitten und nur unzureichend informiert, wie auch nur am Rande involviert. Die Mitglieder des Aufsichtsrates distanzierten sich bald vom sogenannten Cruyff-Programm, das nach Einschätzung von Jonk und Jongkind nur selektiv umgesetzt wurde. Nach diversen internen Streitigkeiten traten Jonk und Jongkind 2015 zurück, Cruyff löste daraufhin seine Verbindungen zum Klub und distanzierte sich öffentlich.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 213 f.</ref>
Deportivo Guadalajara
Im Februar 2012 unterschrieb Cruyff einen Dreijahresvertrag als sportlicher Berater beim mexikanischen Verein Deportivo Guadalajara.<ref>Cruyff weiß nichts von eigener Entlassung tz, 4. Dezember 2012, abgerufen am 5. März 2023</ref> Doch bereits gut 9 Monate später wurde der Vertrag vom Vereinspräsidenten Jorge Vergara vorzeitig aufgelöst, weil Cruyff die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt habe.<ref>Thomas Buckley: Remember When … Johan Cruyff joined the Chivas? 24. Juni 2019, abgerufen am 5. März 2023 (englisch)</ref>
TV-Experte & Kolumnist
Bei der WM 1978 in Argentinien arbeitete Cruyff als Analyst für den Sender ITV in London.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 320 f.</ref>
Cruyffs Wortschatz war begrenzt, dazu überging der schnell sprechende Cruyff in seinen Ausführungen oft wichtige Punkte in seiner Argumentationskette. Dadurch war es oft schwer, ihm zu folgen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 93.</ref> Dennoch erhielt er nach seiner Rückkehr in die Niederlande 1982 eine eigene Sendung im niederländischen Fernsehen, wo er sich kolumnenartig über aktuelle Fußball-Themen ausließ und den Zuschauern seine Spielidee beschrieb.<ref>Arthur van den Boogaard: Het laatste seizoen. Thomas Rap, Amsterdam 2021, S. 345.</ref> 1987 wirkte er an einer TV-Dokumentation (Schijnbewegingen) mit, in der er auf Rudi van Dantzig traf, dem künstlerischen Leiter des niederländischen Nationalballetts, und sich beide über ihre Berufe austauschten.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 103.</ref>
1994 begann er damit, für Filmnet, einen Pay-TV-Kanal, gesprochene kurze Film-Kolumnen zu produzieren. Ab 1996 war Cruyff TV-Analyst des niederländischen Senders NOS bei Champions-League-Spielen sowie bei Welt- und Europameisterschaften.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 464 f.</ref> 2009 beendete er diese Tätigkeit, da die Berichterstattung des Senders nach seinem Eindruck zu negativ geworden war.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 478.</ref> Dazu schrieb er wöchentlich eine Kolumne für die niederländische Tageszeitung De Telegraaf (die meist von Jaap de Groot als Ghostwriter verfasst wurde) und eine für das einflussreiche Magazin Voetbal International. Von 2005 bis 2007 war er Kolumnist für das niederländische Fußballmagazin Nummer 14; hier fungierte Bert Nederlof als sein Ghostwriter. In Spanien schrieb er Kolumnen für El Periódico und später gelegentlich auch für La Vanguardia.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 467.</ref> In seinen Kolumnen und als TV-Experte verteidigte er sein Erbe und wiederholte, so David Winner, gleich einem Prediger jahrelang immer die gleiche Botschaft: Ballbesitz, Risikobereitschaft, Einsatz der Flügelstürmer, Dominanz und zahlenmäßige Überlegenheit im Mittelfeld.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 208 ff.</ref> Immer wieder kam er dabei auf die WM 1974 als eine Art gedanklichem Fixpunkt zurück und betonte, dass die Elftal zwar das Finale verloren, jedoch trotzdem einen Sieg errungen habe, weil sie einen Fußball gespielt habe, über den die Welt noch immer spreche.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 212 f.</ref> Dazu griff er ebenso ausdauernd wie unnachgiebig die defensive Spielweise im Weltfußball an. Als Experte kritisierte er die defensive italienische Spielweise. In England wäre eine taktische Linie praktisch nicht erkennbar.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 211.</ref> Cruyffs Analysen und Kolumnen waren allzeit von einer starken Subjektivität geprägt; wie Biograph Kok vermerkt, schienen seine persönlichen Freundschaften und Fehden immer auch bei der Analyse durch.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 467 f.</ref> 2005 griff er in einer Kolumne vehement Jose Mourinho an, der beim FC Chelsea einen rein ergebnisorientierten defensiven Stil propagierte, der, so Cruyff, ihn krank mache.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 84.</ref> Eine weitere bevorzugte Zielscheibe seiner Kritik war sein niederländischer Landsmann Leo Beenhakker, der als Trainer auf Vereinsebene und in der Nationalmannschaft immer ein Gegenmodell zur cruyffschen Ideologie spielen ließ und sich öffentlich dafür aussprach, Erfolg über Attraktivität zu stellen.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 216 f.</ref>
Stiftungen
Im Frühjahr 1997 gründete Cruyff die Johan-Cruyff-Foundation, die benachteiligten Kindern und solchen mit besonderem Förderbedarf helfen soll.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Die Werkstatt, Göttingen 2012. S. 56.</ref> Die organisatorische Kontrolle legte er komplett in andere Hände. Selbst war er neben den üblichen Sponsorenterminen im Rahmen der Stiftung vor allem darin engagiert, Zeit mit Kindern mit Down-Syndrom zu verbringen. Dazu gründete er 1999 die Johan-Cruyff-Akademie,<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 461.</ref> die bald unter der Dachorganisation Johan-Cruyff-Institute erweitert wurde und in mehrere Länder expandierte. Diese ermöglichten es tausenden ehemaliger Spieler, ihren Schul- oder Berufsabschluss nachzuholen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 128.
Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 461 f.</ref>
2003 begann die Johan-Cruyff-Foundation damit, die Idee der Cruyff Courts umzusetzen.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 462.</ref> Die Cruyff Courts, reduzierte Fußballfelder mit Kunstrasen, sind innerhalb von unterversorgten Wohngebieten errichtet und sollen als soziale Nachbarschaftseinrichtung dienen. Zunächst vor allem in den Niederlanden errichtet, existieren mittlerweile weltweit über 275 Cruyff Courts.
Tod
Schon als Jugendlicher war Johan Cruyff Kettenraucher (zeitweise 80 Zigaretten pro Tag) – ein Laster, das er auch als Profi nicht aufgab und vehement verteidigte. Er soll auch während der Halbzeitpausen geraucht haben.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 87 f.</ref> Im Februar 1991 erlitt er einen Herzinfarkt und musste sich einer Bypass-Operation unterziehen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 117 f.</ref> Danach stellte er das Rauchen ein und beteiligte sich an diversen Anti-Raucher-Kampagnen; so drehte er einen jahrelang wiederholten Werbespot, in dem er eine Zigarettenschachtel symbolisch wegkickte.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 118.</ref><ref>https://www.youtube.com/watch?v=tBnN6i9lajs</ref>
Im Oktober 2015 wurde bekannt, dass Cruyff an Lungenkrebs erkrankt war.<ref>spiegel.de vom 22. Oktober 2015: Johan Cruyff an Lungenkrebs erkrankt</ref> Im Februar 2016 gab er bekannt, dass er sich fühle, als wenn er im Kampf gegen den Krebs zur Halbzeit mit 2:0 führe.<ref>Johan Cruyff says he feels '2-0 up' in match against lung cancer, BBC Sport, 13. Februar 2016</ref> Allerdings hatte der Krebs zu diesem Zeitpunkt bereits von der Lunge auch in Rücken und Gehirn gestreut. Am 24. März 2016 verstarb Cruyff im Alter von 68 Jahren im Kreise seiner Familie. Seine Asche wurde im Garten seines Sommerhauses in El Montanya verstreut.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 138.</ref>
Rezeption
Zitate
Johan Cruyff ist Urheber einiger geflügelter Redewendungen und Aphorismen, die vor allem in den Niederlanden und teils auch in Spanien Eingang in die Alltagssprache gefunden haben und dort sprichwörtlich geworden sind. Mehrere Bücher mit zusammengestellten Zitaten wurden in den Niederlanden Bestseller. Für Biograph Nico Scheepmaker ging von Cruyff eine übergreifende Faszination aus: Selbst, wenn er Unsinn redete, dann sei es immer noch interessanter Unsinn gewesen.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 93.</ref> Biograph Auke Kok wiederum sieht das gänzliche Fehlen üblicher Klischees und die Originalität Cruyffs als Ursache für den anhaltenden Erfolg.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 466.</ref> Für Martin Nowak und Roger Highfield pendeln Cruyffs Einzeiler irgendwo zwischen dem Brillanten und dem Banalen.<ref>Martin Nowak & Roger Highfield: SuperCooperators: Altruism, Evolution, and Why We Need Each Other to Succeed. Simon and Schuster, London 2012, S. 100.</ref>
- Zufall ist logisch.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 466.</ref>
- Jeder Nachteil hat auch seinen Vorteil.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 17.</ref>
- Wenn ich gewollt hätte, dass du es verstehst, hätte ich es besser erklärt.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 17.</ref>
- Wenn Journalisten wirklich etwas von Fußball verstünden, wären sie vermutlich keine Journalisten.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, Einleitung.</ref>
- Ich sage immer, lauft nicht so viel. Fußball ist ein Spiel, das mit dem Kopf gespielt wird.<ref>Martin Nowak & Roger Highfield: SuperCooperators: Altruism, Evolution, and Why We Need Each Other to Succeed. Simon and Schuster, London 2012, S. 100 f.</ref>
Memoiren
2016 erschien posthum Cruyffs doppeldeutig betitelte Autobiographie „My Turn“, in dem er auch ironisch auf seinen legendären Trickspielzug anspielt. Das Buch, zusammen mit seinem langjährigen Ghostwriter Jaap de Groot geschrieben, wurde insgesamt sehr kritisch aufgenommen. So subsumierte Simon Kuper in einer Rezension in der Financial Times es als eine „verpasste Gelegenheit“. Voll von uninteressanten Banalitäten, zeige das Buch keine von Cruyffs Tugenden, dafür jedoch alle seine Mängel auf und scheine in der Hauptsache geschrieben worden zu sein, um diverse alte Rechnungen aus seinen früheren Streitigkeiten zu begleichen.<ref>Simon Kuper: Old scores: the message in Johan Cruyff’s memoir, Financial Times, 6. Oktober 2016</ref> Auch dem NOS galt die endlose Liste von Administratoren und Verwaltern, ob bei Ajax oder bei Barça, mit denen Cruyff im Buch abrechnete, als eines der Hauptthemen des Buchs, wiewohl Cruyff auch milde und verständnisvoll gegenüber ehemaligen Weggefährten wie Marco van Basten sei. Wie ein roter Faden ziehe sich zudem die Figur Rinus Michels durch das Buch: erst als Ersatzvater, dann als fußballtaktischer Vertrauter, dann als der Mann, der ihm eventuell aus Eifersucht den Trainerposten bei der WM 1990 vorenthalten habe.<ref>Johan Cruijff begripvol en venijnig in biografie, NOS, 6. Oktober 2016</ref> Javier Caceres sah in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung Cruyffs Autobiographie als ein glatt wirkendes, wenig berauschendes Buch. An vielen Stellen eine Abrechnung, seien nur wenige Perlen der Erkenntnis im Buch zu finden.<ref>Javier Caceres: Revolutionär ohne Diplom, Süddeutsche Zeitung, 14. Oktober 2016</ref> Im Deutschlandfunk war für Thomas Jaedicke das Buch erschreckend; nach der Lektüre zog er das Fazit, dass sein früheres Idol aus Kindertagen auch extrem überheblich und ein arroganter Egoist gewesen sei.<ref>Fußballlegende mit Makel, Thomas Jaedicke im Gespräch mit Hans Ostermann, Deutschlandfunk, 27. November 2016</ref>
Gedenken und Nachrufe
Die Glanzzeit von Cruyff als Spieler bei Ajax fiel zusammen mit einer doppelten Veränderung. Zum einen veränderten sich die Niederlande in den später 1960er und frühen 1970er Jahren in ihrer Eigenwahrnehmung und Außendarstellung. Waren die Niederlande in ihrer Eigenwahrnehmung ein rückständiges Land und Amsterdam, in den Worten von Albert Camus, jahrhundertlang ein Ort gewesen, wo Männer in den ewig gleichen Regen über dem ewig gleichen Kanal schauen,<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 19 f.</ref> so wurde Amsterdam nun zum Inbegriff der Jugendkultur und die Niederlande zu einem Trendland.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 20.</ref> Cruyff und die Generation der jungen Ajax-Spieler um ihn herum verkörperten dieses veränderte Bewusstsein.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 19 ff.</ref>
Zum anderen wurden renommierte Fußballer (wie in Deutschland Franz Beckenbauer) nun weitaus intensiver vermarktet als frühere Sportler-Generationen. Als Pionier in der Eigenvermarktung schloss Cruyff diverse lukrative Werbeverträge, unter anderem mit Puma und Philips, ab.<ref>Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022. S. 259.</ref> Er nahm auch ein Musikstück auf und erreichte 1969 Platz 21 der niederländischen Hitparade mit Oei oei oei (Dat was me weer een loei) des Produzenten Peter Koelewijn.<ref>Details zur Single auf der Website Peter Koelewijns, gesichtet am 17. September 2010.</ref> 1972 erschien der Film Nummer 14 von Maarten de Vos.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 188.</ref> Der Film zog die Kritik seiner Mitspieler nach sich, da er die Mitspieler zu Statisten degradierte; gleichzeitig brachte er Cruyff einem neuen, eher fußballfernen Publikum nahe. Cruyffs Spiel entwickelte einen Appeal, der die Grenzen des Fußballs überwand und ihn zu einem internationalen Medienstar machte. Beginnend mit Nummer 14 wurde in den frühen 1970er Jahren verschiedentlich der Gedanke publiziert, dass Johan Cruyff ein Künstler sei, etwa vom Schauspieler Jacques Tati, der Cruyffs Art zu spielen mit seiner eigenen Arbeitsweise verglich, oder vom niederländischen Choreographen Toer van Schayk.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 189.</ref> Bewundernd sah Rudolf Nurejew Cruyff als verhinderten Tänzer und zog Analogien zu sich selbst.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 70.</ref> Der niederländische Historiker und Schriftsteller Hubert Smeets sah Cruyff ebenfalls als Künstler und als den wichtigsten Repräsentanten seiner Generation.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 45 ff.</ref> Der britische Journalist David Miller, Reporter für The Times, schrieb über Cruyff, er spiele wie der „Pythagoras des Fußballs.“<ref>Dietrich Schulze-Marmeling, Hubert Dahlkamp: Die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft 1930–2006. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, S. 240. Außerdem in: Rob Steen u. a. (Hrsg.): The Cambridge Companion to Football, Cambridge University Press, Cambridge 2013.</ref> Der niederländische Künstler Jeroen Henneman näherte sich Cruyff ebenfalls über die Theorie des Raumes; er argumentierte, dass die Entstehung des räumlichen Bewusstseins mit seiner Benennung und Visualisierung einherging; die große Veränderung im niederländischen Fußball habe in dem Moment stattgefunden, als Cruyff und Michels begannen, offen über den Raum zu diskutieren. Wo vorher allenfalls über Formationen wie 4-2-4 diskutiert wurde, hätten beide Ideen in Worte gefasst und damit ganz neue Perspektiven auf den Fußball eröffnet.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 74.</ref>
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wurden Cruyff zahlreiche Ehrungen zuteil. Sein Name wird regelmäßig in Listen der besten Fußballer aller Zeiten erwähnt, die von FIFA, UEFA, IFFHS oder renommierten Fachzeitschriften wie France Football publiziert werden. Er wird zudem wiederkehrend in verschiedenen Weltmannschaften des zwanzigsten Jahrhunderts genannt.
In den Niederlanden erhielt Cruyff für seine besonderen Verdienste auf sportlicher und gesellschaftlicher Ebene zweimal eine königliche Auszeichnung. Bereits nach dem verlorenen WM-Finale 1974 wurde Cruyff zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau ernannt. Im April 2002 wurde er dann zum Offizier des Ordens von Oranien-Nassau befördert. Im Jahr 2004 wurde er für den Titel "Der größte Holländer" nominiert. Er beendete das Rennen als Sechster und war damit der einzige noch lebende Niederländer in den Top Ten.<ref>Cruijff enige levende in top tien van grootste Nederlanders de Volkskrant, 12. April 2004</ref> Posthum verlieh das spanische Ministerium für Bildung, Kultur und Sport Cruyff die Goldmedaille des Königlichen Ordens für Verdienste im Sport.
Zu Ehren seines 60. Geburtstages am 25. April 2007 verkündete sein ehemaliger Verein Ajax Amsterdam, künftig die Rückennummer 14 nicht mehr zu vergeben.
In den Tagen und Wochen nach seinem Tod wurden seine Leistungen weltweit gewürdigt. Bei den Länderspielen Ende März wurde in sämtlichen Stadien eine Gedenkminute eingelegt – teilweise in der 14. Spielminute als Referenz an seine Rückennummer als Spieler. Das Fachblatt France Football widmete ihm ein 42-seitiges „Spécial“.<ref>„Plus qu’un joueur – L’incroyable story d’un génie“ in France Football vom 29. März 2016</ref>
Namensgeber
1996 wurde der niederländische Supercup (Spiel zwischen Meister und Pokalsieger vor Saisonbeginn) nach Johan Cruyff benannt und trägt den Namen Johan-Cruyff-Schale (Originalname: Johan Cruijff Schaal). Der Titel wird jährlich zwischen dem Landesmeister (dem Sieger der Eredivisie) und dem Gewinner des KNVB-Pokalwettbewerbs ausgespielt. Ein Teil der Einnahmen kommt der Johan Cruyff Foundation zu. Außerdem wird seit 2003 im Rahmen der jährlichen VVCS-Gala der Johan Cruijff Prijs an den besten niederländischen Nachwuchsfußballer vergeben.
Im Jahr 2010 wurde der Asteroid (14282) Cruijff, mit einem Durchmesser von etwa neun Kilometern, der die Sonne zwischen Mars und Jupiter umkreist, nach ihm benannt.<ref>Minor Planet Circ. 72199</ref>
Nach Cruyffs Tod 2016 benannte das katalanische Dorf Vallfogona de Riucorb eine Straße nach ihm. In der amerikanischen Stadt Indianapolis trägt eine Straße den Namen Cruyff Circle. In den Niederlanden gibt es ein Johan Cruijffpad in Hengelo und eine Johan Cruijffstraat in Amersfoort.
Als Hommage an Cruyff prägte die Königliche Niederländische Münze im Auftrag des Finanzministeriums im Jahr 2017 den „Johan Cruijff Fiver“.
Cruyff ist Namensgeber von zwei Stadien. Das vormals Amsterdam ArenA genannte Stadion von Ajax Amsterdam trägt seit 2018 den Namen Johan-Cruyff-Arena.<ref>kicker.de: Zwei Jahre nach seinem Tod wird der niederländischen Fußball-Legende Johan Cruyff eine besondere Ehre zuteil Artikel vom 5. April 2018</ref> Dazu benannte der FC Barcelona sein zweites Stadion, wo die B-Mannschaft und seit August 2019 auch die Frauenmannschaft spielt, in Estadi Johan Cruyff.<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:The Estadi Johan Cruyff opens on August 27|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=The Estadi Johan Cruyff opens on August 27}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.marca.com/en/football/barcelona/2019/07/15/5d2ced12ca474185388b461d.html%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=The Estadi Johan Cruyff opens on August 27}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.marca.com/en/football/barcelona/2019/07/15/5d2ced12ca474185388b461d.html}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=The Estadi Johan Cruyff opens on August 27}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:2019-07-15{{#if: 2021-06-13 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
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Forschung
Biographien
Der niederländische Autor Nico Scheepmaker veröffentlichte 1972 eine erste große Biographie über Johan Cruyff (Cruijff, Hendrik Johannes, fenomeen); Scheepmakers Buch wurde freundlich aufgenommen.
Marcel Rözer veröffentlichte im Jahr 2007 eine Doppelbiographie über Cruyff und Franz Beckenbauer, Beckenbauer & Cruijff: De Keizer en de Verlosser. Rözer sah zwischen beiden in Herkunft, Werdegang und Lebenslauf große Überschneidungen und Parallelen; beide seien in ihrem Heimatland zu Nationalhelden geworden und könnten auch Unsinn von sich geben, ohne Widerspruch ernten zu müssen.
2019 publizierte der niederländische Autor Auke Kok Johan Cruyff. Die Biografie, eine revisionistisch-kritische Betrachtung Cruyffs, den Kok zwar als Ausnahmesportler zeichnet, im Privatleben jedoch als jemanden, der fragwürdige Geschäfte tätigte und einerseits zwar ein treusorgender Familienvater, andererseits jedoch über Jahre hinweg auch ein notorischer Fremdgänger gewesen sei, was er sorgsam vor der Öffentlichkeit abschirmte.
Über Cruyffs letztes Jahr bei Feyenoord und einen Rückblick auf dessen Spielerkarriere veröffentlichte Arthur van den Boogaard im Jahr 2019 das Buch Het laatste seizoen. Er sah Cruyff als einen Wichtigtuer mit enormem Geltungsdrang; gleichzeitig attestierte er, in Holland gebe es ein „vor Cruyff“ und „nach Cruyff“, was er analog zur Kunst mit dem Vergehen eines Rembrandtschen Zeitalters gleichsetzte.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 362 f.</ref>
Andy Bollen veröffentlichte 2021 das Buch Fierce Genius, in dem er ebenfalls eine Biographie mit einer Beschreibung von Cruyffs letztem Jahr als Spieler für Feyenoord Rotterdam vermischte.<ref>Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021, Introduction.</ref>
Publikationen über Cruyffs Einfluss auf den Fußball
Der britische Journalist David Winner veröffentlichte 2000 das mehrfach prämierte Buch Oranje brillant, das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Johan Cruyff habe, so David Winner, zunächst Ajax Amsterdam als Spieler und später auch den FC Barcelona als Trainer zu Europas führendem Klub und zum Standartenträger des offensiven Fußballs gemacht. Nach seiner Entlassung 1996 wurde Cruyff dann, so Winner, „zur personalisierten Seele, dem Gewissen und Orientierungspunkt des holländischen Fußballs.“<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 208.</ref>
Der niederländische Sportjournalist Auke Kok veröffentlichte 2004 sein Buch 1974. Wij waren de besten. Inhaltlich ist es eine Abrechnung mit zahlreichen in den Niederlanden weithin akzeptierten Mythen rund um die Elftal von 1974. Kok wies nach, dass die Pool-Party durchaus stattgefunden hatte, auch wenn sie bis dato immer wieder bestritten wurde. Michels gab die Richtung vor, diese Story als böswillige Verleumdung von deutschen Boulevardmedien zu zeichnen. Spieler und holländische Medienvertreter hätten sich an die Vorgabe gehalten, was ein Versagen des holländischen Journalismus sei. Zudem legte er ein revisionistisches Fazit des Finalspiels vor. Das Foul an Cruyff, das zum Elfmeter führte, sei außerhalb der Strafraumgrenze erfolgt. Der von Bernd Hölzenbein herausgeholte Elfmeter sei zu Recht umstritten, aber vertretbar. Zudem sei in der zweiten Halbzeit ein Tor von Gerd Müller fälschlicherweise wegen Abseitsstellung aberkannt worden. Dazu sei ein weiteres Foul von Jansen an Hölzenbein nicht gepfiffen worden. Als Fazit sei der Sieg der deutschen Mannschaft somit verdient, die Partie hätte gar 3:0 für Deutschland ausgehen müssen. Die Niederlande wären zwar über fast den gesamten Turnierverlauf das beste Team gewesen, dies aber eben nicht am Finalnachmittag. Auch beklagte Kok die selbstgerechte und herablassende Haltung der niederländischen Öffentlichkeit gegenüber dem deutschen Fußball vor dem Finale und in den Jahren nach der Weltmeisterschaft.<ref>David Winner: Oranje brillant: Das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, S. 161 ff.</ref>
2004 widmete Jorge Valdano in seinem anekdotenhaften Buch Über Fußball Cruyff ein Kapitel. Als Aktiver habe Cruyff Spiele regiert. Als Trainer, so Valdano, habe er dann die beste Offensivmannschaft der Welt kreiert.<ref>Jorge Valdano: Über Fußball. bombus, Ulm 2006, S. 68 ff.</ref>
In seiner Geschichte der Niederlande widmete der Historiker Christoph Driessen Cruyff ein kurzes Porträt. Er sah ihn als den Halbgott der Nationalelf, der später als eine Art Ayatollah unermüdlich technisch brillanten Offensivfußball forderte.<ref>Christoph Driessen: Geschichte der Niederlande – Von der Seemacht zum Trendland. Verlag Friedrich Pustet|, Regensburg 2009, S. 237 f.</ref>
2012 folgte im deutschen Raum ein Buch von Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Schulze-Marmeling hob hervor, wie selbstverständlich heute viele der ehemals revolutionären Elemente des Totalen Fußballs geworden seien: Angreifende Verteidiger, das Hochschieben der Verteidigungsreihe, das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive, das Pressing in der gegnerischen Hälfte, die Bedeutung des Ballbesitzes. All dies sei Cruyffs Werk.<ref>Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Die Werkstatt, Göttingen 2012. S. 87.</ref>
Sid Lowe, der 2012 die Geschichte der Rivalität zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona (Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid) darstellte, hob hervor, dass es ein „vor Cruyff“ und ein „nach Cruyff“ gebe. Der FC Barcelona habe in seiner ganzen Geschichte vor 1990 ganze 10 Ligatitel und keinen einzigen Europapokal der Landesmeister gewonnen. In den Jahren von 1990 bis 2012 gewann der Klub dagegen 12 Ligatitel und vier Europapokale der Landesmeister/Champions League-Titel. Seit 1990 sei damit Barça, nicht Real Madrid, der erfolgreichste Klub in Spaniens La Liga.<ref>Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013. S. 282.</ref>
Im Jahr 2018 beschrieb der britische Journalist Jonathan Wilson Cruyff als einen Revolutionär und den Begründer einer Schule, die er den Post-Cruyffschen-Stil nennt. Trotzdem er lediglich 11 Jahre lang als Trainer arbeitete, hätten seine Ideen den Fußball derart tiefgreifend geprägt, dass sich zwei Weltvereine noch immer nach seinen Ideen richteten und sein Einfluss weit über alles hinausgehe, was andere Theoretiker des Fußballs je erreicht hätten. Er habe den Beruf des Trainers neu definiert: Weg vom Ideal des Generals, der seine Truppen inspiriert, hin zum Visionär, der sein Credo predigt und der bloßen Spieltaktik eine spirituelle Dimension hinzufügte.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 5.</ref> Zudem hebt Wilson seinen Einfluss auch auf die Trainergilde hervor: Louis van Gaal, Frank Rijkaard, Marco van Basten, Pep Guardiola, Luis Enrique und Peter Bosz seien in ihrer Philosophie als Cruyffianer einzuschätzen. Selbst Guardiolas jahrelange Nemesis, Jose Mourinho, sei stark vom Cruyffianismus geprägt worden; er habe sich allerdings zu seiner kompletten Antithese entwickelt.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 32.</ref> Gleich John Miltons Satan in Paradise Lost habe Mourinho, nachdem seine Bewerbung für den Trainerposten vom FC Barcelona abgelehnt worden war, in einer drastischen Weise mit Cruyffs Lehren komplett gebrochen und stehe seitdem für alles, was der Post-Cruyffsche Stil nicht sei.<ref>Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. S. 119.</ref>
In Anlehnung an ein Guardiola-Zitat würdigte Steven Scragg in einem Essay 2019 Cruyff als den Erbauer einer Kirche, die weiterhin Bestand habe. Cruyff habe, so Scragg, in Barcelona ein Machtzentrum erbaut, das nicht länger nur ein Opfer sei, sondern um Titel kämpfe und damit den Klub FC Barcelona für immer transformiert. Alle seine Nachfolger wären entweder seinen Ideen gefolgt und damit erfolgreich gewesen oder hätten diese ignoriert und in der Folge schnell gescheitert.<ref>Steven Scragg: The church that Cruyff built, These Football Times / New York Times, 11. Oktober 2019.</ref>
Simon Kuper zog in seinem Buch Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand 2022 ein geteiltes Fazit über Cruyff; den Menschen Cruyff charakterisierte er als bizarren Charakter, sah ihn als Spieler und Trainer jedoch als unerreicht. Gleichzeitig argumentierte Kuper, dass die Größe des Spielers Cruyff für die Nachwelt verloren sei. Er habe größtenteils in einer Zeit gespielt, als Spiele noch nicht regelmäßig im TV übertragen wurden. Zudem hätten auch Fernsehübertragungen den wahren Stellenwert Cruyffs nur unzureichend abbilden können. Cruyffs ständiges Wechseln der Positionen, seine ununterbrochene verbale Einflussnahme bzw. sein Coaching der eigenen Mitspieler auf dem Platz hätte man allenfalls als Zuschauer im Stadion ermessen können.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 59.</ref> Als Trainer habe er den Weltfußball dann für die nächsten zwei Dekaden geprägt und Männer wie van Gaal und Guardiola inspiriert, die aus seinen Vorstellungen ein System entwickelten und perfektionierten. Cruyff, so Kuper, sei der Schöpfer des gesamten modernen Fußballs.<ref>Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, S. 25.</ref>
Dylan O’Connell stellte Cruyff in einen übergeordneten Kontext; er sieht das Duo Michels und Cruyff als Begründer einer Ajax-Dynastie, die dann zunächst von Cruyff nach Barcelona exportiert und nachfolgend durch seine Anhänger und Schüler auch zum FC Bayern München, Manchester City und FC Liverpool gebracht wurde, wo die Ajax-Schule jeweils auch weiterhin die sportliche Denkweise bestimme.<ref>Dylan O’Connell: The Ajax Way: How One Football Club Defines the Modern Game. Pitch Publishing, Chichester 2024, Introduction.</ref>
Statistik
Saisonstatistik
| Verein | Liga | Saison | Liga | Pokal | Europapokal | Andere | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spiele | Tore | Spiele | Tore | Spiele | Tore | Spiele | Tore | Spiele | Tore | |||
| Ajax Amsterdam | Eredivisie | 1964/65 | 10 | 4 | - | - | - | - | - | - | 10 | 4 |
| 1965/66 | 19 | 16 | 4 | 9 | - | - | - | - | 23 | 25 | ||
| 1966/67 | 30 | 33 | 5 | 5 | 6 | 3 | - | - | 41 | 41 | ||
| 1967/68 | 33 | 25 | 5 | 6 | 2 | 1 | - | - | 40 | 32 | ||
| 1968/69 | 29 | 24 | 3 | 3 | 10 | 6 | - | - | 42 | 33 | ||
| 1969/70 | 33 | 23 | 5 | 6 | 8 | 4 | - | - | 46 | 33 | ||
| 1970/71 | 25 | 21 | 6 | 5 | 6 | 1 | - | - | 37 | 27 | ||
| 1971/72 | 32 | 25 | 4 | 3 | 9 | 5 | - | - | 45 | 33 | ||
| 1972/73 | 26 | 16 | - | - | 6 | 3 | - | - | 32 | 19 | ||
| 1973/74 | 2 | 3 | - | - | - | - | - | - | 2 | 3 | ||
| Gesamt | 239 | 190 | 32 | 37 | 47 | 23 | - | - | 318 | 250 | ||
| FC Barcelona | Primera División | 1973/74 | 26 | 16 | 12 | 8 | - | - | - | - | 38 | 24 |
| 1974/75 | 30 | 7 | 12 | 7 | 8 | 0 | - | - | 50 | 14 | ||
| 1975/76 | 20 | 6 | 10 | 3 | 9 | 2 | - | - | 39 | 11 | ||
| 1976/77 | 30 | 14 | 9 | 6 | 7 | 5 | - | - | 46 | 25 | ||
| 1977/78 | 28 | 5 | 7 | 1 | 10 | 5 | - | - | 46 | 11 | ||
| Gesamt | 143 | 48 | 50 | 25 | 34 | 12 | - | - | 227 | 85 | ||
| Los Angeles Aztecs | NASL | 1979 | 27 | 14 | - | - | - | - | - | - | 27 | 14 |
| Gesamt | 27 | 14 | - | - | - | - | - | - | 27 | 14 | ||
| Washington Diplomats | NASL | 1980 | 27 | 10 | - | - | - | - | - | - | 27 | 10 |
| Gesamt | 27 | 10 | - | - | - | - | - | - | 27 | 10 | ||
| UD Levante | Segunda División | 1980/81 | 10 | 2 | - | - | - | - | - | - | 10 | 2 |
| Gesamt | 10 | 2 | - | - | - | - | - | - | 10 | 2 | ||
| Washington Diplomats | NASL | 1981 | 5 | 2 | - | - | - | - | - | - | 5 | 2 |
| Gesamt | 32 | 12 | - | - | - | - | - | - | 32 | 12 | ||
| Ajax Amsterdam | Eredivisie | 1981/82 | 15 | 7 | 1 | 0 | - | - | - | - | 16 | 7 |
| 1982/83 | 21 | 7 | 7 | 2 | 2 | 0 | - | - | 30 | 9 | ||
| Gesamt | 275 | 204 | 40 | 39 | 49 | 23 | - | - | 364 | 266 | ||
| Feyenoord Rotterdam | Eredivisie | 1983/84 | 33 | 11 | 7 | 1 | 4 | 1 | - | - | 44 | 13 |
| Gesamt | 33 | 11 | 7 | 1 | 4 | 1 | - | - | 44 | 13 | ||
| Karriere Gesamt | 520 | 291 | 97 | 65 | 87 | 36 | - | - | 704 | 395 | ||
| Nationalmannschaft | ||
|---|---|---|
| Jahr | Spiele | Tore |
| 1966 | 2 | 1 |
| 1967 | 3 | 1 |
| 1968 | 1 | - |
| 1969 | 3 | 1 |
| 1970 | 2 | 2 |
| 1971 | 4 | 6 |
| 1972 | 5 | 5 |
| 1973 | 6 | 6 |
| 1974 | 12 | 8 |
| 1975 | 2 | - |
| 1976 | 4 | 2 |
| 1977 | 4 | 1 |
| Gesamt | 48 | 33 |
<ref>https://web.archive.org/web/20140809165543/http://www.cruyff.com/asp/ned/info.asp?page=speler</ref>
Titel, Erfolge und Auszeichnungen als Spieler
Verein
- Niederländische Meisterschaft (9): 1965/66, 1966/67, 1967/68, 1969/70, 1971/72, 1972/73, 1981/82, 1982/83, 1983/84
- Niederländischer Pokal (6): 1966/67, 1969/70, 1970/71, 1971/72, 1982/83, 1983/84
- Intertoto-Cup (1): 1968
- Europapokal der Landesmeister (3): 1971, 1972, 1973
- Europäischer Supercup (2): 1972, 1973
- Weltpokal (1): 1972
- Spanische Meisterschaft (1): 1973/74
- Spanischer Pokal (1): 1977/78
Nationalmannschaft
- Weltmeisterschaft: 2. Platz 1974
- Europameisterschaft: 3. Platz 1976
Individuelle Auszeichnungen
- Europas Fußballer des 20. Jahrhunderts (1999)
- FIFA 100
- 2. Platz bei der Wahl des Ballon d’Or Dream Teams (Mittelstürmer)
- Torschützenkönig der Niederlande (2): 1966/67 (33 Tore), 1971/72 (25 Tore)
- Ballon d’Or („Europas Fußballer des Jahres“; 3): 1971, 1973, 1974
- Fußballer des Jahres der Niederlande (1): 1984
- Bester ausländischer Spieler Spaniens (2): 1977, 1978
- NASL Player of the Year (1): 1979
Titel, Erfolge und Auszeichnungen als Trainer
Ajax Amsterdam
- Niederländischer Pokalsieger (2): 1986, 1987
- Europapokalsieger der Pokalsieger (1): 1987
FC Barcelona
- Spanischer Meister (4): 1990/91, 1991/92, 1992/93, 1993/94
- Spanischer Pokalsieger (1): 1990
- Europapokal der Landesmeister (1): 1992
- UEFA-Supercup-Sieger (1): 1992
- Europapokalsieger der Pokalsieger (1): 1989
Filme, Dokumentationen & Musik
- Maarten de Vos: Nummer 14 Johan Cruijff. Universal Pictures, 1973.
- Piet Erkelens & Pim Marks: Schijnbewegingen. Over Foetbal En Dans. NOS, 1988.
- Wolfgang Biereichel: Der Triumph von München. NDR, 2004.
- Das Werk Un Momento Dado von 2020 des niederländischen Komponisten Johan de Meij ist eine Ode auf das Leben und Wirken Cruyffs.<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:Un Momento Dado|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Un Momento Dado}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://calefax.nl/en/projects/un-momento-dado/%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Un Momento Dado}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://calefax.nl/en/projects/un-momento-dado/}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Un Momento Dado}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:{{#if: 2024-06-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
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Veröffentlichungen
- Mein Spiel. Droemer, 2016, ISBN 978-3-426-27696-9.
Literatur
Biographien
- Andy Bollen: Fierce Genius. Cruyff’s Year at Feyenoord. Pitch Publishing Ltd, London 2021, ISBN 978-1-78531-824-5.
- Arthur van den Boogaard: Het laatste seizoen. Thomas Rap, Amsterdam 2021, ISBN 978-94-004-0811-1.
- Chérif Ghemmour: Johan Cruyff, génie pop et despote. éditions Hugo Sport, Paris 2015, ISBN 978-2-7556-1894-5.
- Auke Kok: Johan Cruyff. Always on the Attack. Simon & Schuster, London 2022, ISBN 978-1-398-50167-6.
- Marcel Rözer: Beckenbauer & Cruijff: De Keizer en de Verlosser. Houtekiet, Antwerpen 2007, ISBN 978-9-052-40909-2.
- Nico Scheepmaker: Cruijff, Hendrik Johannes, fenomeen 1947—1984. Singel Uitgeverijen, Amsterdam 1972/1984 (Nachdruck 2016), ISBN 978-9-03880-246-6.
Sonstige Literatur
- Christoph Biermann et al.: 1974 Deutschland. Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek. Süddeutsche Zeitung, München 2005, ISBN 3-86615-156-X.
- Simon Kuper: Barça. Aufstieg und Fall des Klubs, der den modernen Fußball erfand. Edel Verlagsgruppe, Hamburg 2023, ISBN 978-3-9858804-5-4.
- Sid Lowe: Fear and Loathing in La Liga. Barcelona vs Real Madrid. Yellow Jersey Press, London 2013, ISBN 978-0-224-09180-0.
- Dylan O’Connell: The Ajax Way: How One Football Club Defines the Modern Game. Pitch Publishing, Chichester 2024, ISBN 978-1-80150-705-9.
- Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Die Werkstatt, Göttingen 2010, ISBN 978-3-89533-720-8.
- Dietrich Schulze-Marmeling, Hubert Dahlkamp: Die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft 1930–2006. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 978-3-89533-513-6.
- Dietrich Schulze-Marmeling: Der König und sein Spiel. Johan Cruyff und der Weltfußball. Die Werkstatt, Göttingen 2012, ISBN 978-3-89533-845-8.
- Jonathan Wilson: The Barcelona Legacy: The Evolution of winning soccer Tactics from Cruyff to Guardiola, Blink Publishing, London, 2018. ISBN 978-1-56858-853-7.
- David Winner: Oranje brillant, das neurotische Genie des holländischen Fußballs. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, ISBN 978-3-462-03994-8.
Monographien
- Steven Scragg: The church that Cruyff built, These Football Times / New York Times, 11. Oktober 2019.
Weblinks
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Anmerkungen
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- Johan Cruyff
- FIFA 100
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