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Bahnhof München Ost – Wikipedia Zum Inhalt springen

Bahnhof München Ost

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von München Ostbahnhof)

Vorlage:Hinweisbaustein

München Ost
Datei:Munich Ostbahnhof Station May 2017.jpg
Haupteingang Orleansplatz
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 12
Abkürzung MOP
IBNR 8000262
Preisklasse 1<ref>Stationspreisliste 2020. (PDF) In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 1. Januar 2020, abgerufen am 10. Juli 2020.</ref>
Eröffnung 15. März 1871
Webadresse Stationsdatenbank der BEG.
Profil auf bahnhof.de München-Ost-1023172
Lage
Stadt/Gemeinde München
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 7′ 37″ N, 11° 36′ 17″ OKoordinaten: 48° 7′ 37″ N, 11° 36′ 17″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei München Ost
Bahnhöfe in Bayern

Der Bahnhof München Ost der Deutschen Bahn im Münchener Stadtteil Haidhausen ist ein bedeutender Umsteigepunkt für den Nah- und Fernverkehr. Der Durchgangsbahnhof mit 12 Bahnsteiggleisen gehört zu den 21 Bahnhöfen der Preisklasse 1 von DB InfraGO und ist damit zusammen mit dem Hauptbahnhof einer der zwei Münchner Bahnhöfe dieser Klasse.

Die Station wurde 1871 als Bahnhof Haidhausen für die beiden neuen Bahnstrecken nach Simbach und Rosenheim eröffnet. Heute ist er neben dem Münchner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Pasing einer von drei Fernbahnhöfen der bayerischen Landeshauptstadt. In den Fahrplänen des Nahverkehrs wird er als Ostbahnhof geführt.

Am Orleansplatz vor dem Bahnhof (Nordwestseite) kann zum innerstädtischen Verkehr der MVG in Busse oder die Straßenbahn umgestiegen werden. Unter dem Platz liegt der U-Bahnhof der Linie U5. Die drei Verkehrsmittel sind zusammen mit der S-Bahn in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert. Weitere Stadtbuslinien halten an der südöstlichen Seite des Ostbahnhofs an der Friedenstraße.

Der Bahnhof zählte 2019 täglich im Durchschnitt 174.000 Reisende und Besucher.<ref name="bt-19-20455">Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Torsten Herbst, Frank Sitta, Dr. Christian Jung, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 19/19475. Verlässlichkeit des Schienenverkehrs an Knotenbahnhöfen. Band 19, Nr. 20455, 29. Juni 2020, ISSN 0722-8333, S. 1 f. BT-Drs. 19/20455</ref>

Geschichte

Datei:Mueostbahnhofwhd6261190x.jpg
Ostbahnhof mit Orleansplatz im Jahr 1910

Die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen nahmen den Bahnhof am 15. März 1871 unter dem Namen Haidhausen mit der Hauptbahn vom Bahnhof München (heute München Hbf) über Grafing nach Rosenheim in Betrieb.<ref>Karl Bürger: München – Mühldorf – Simbach. Glanz, Niedergang und Renaissance einer königlich bayerischen Eisenbahn. Bewegte Verkehrsgeschichte mit umwälzender Zukunft. Selbstverlag, Walpertskirchen 2017, ISBN 978-3-00-056474-1, S. 37–39.</ref><ref>Kosmas Lutz: Der Bau der bayerischen Eisenbahnen rechts des Rheines. R. Oldenbourg, München/Leipzig 1883, S. 120 (books.google.com).</ref> Der Bahnhof erhielt ein repräsentatives Empfangsgebäude im Stil der Neorenaissance mit Gusseisensäulen im Innern und Rundbögen am Eingang, das vom Architekten Friedrich Bürklein entworfen wurde. Auf dem Bahnhofsvorplatz wurde ein prächtiger Brunnen errichtet, der inzwischen auf dem Weißenburger Platz steht. Am 1. Mai 1871 ging die Hauptbahn von Haidhausen nach Neuötting in Betrieb; damit wurde Haidhausen zum Trennungsbahnhof.<ref>Klaus-Dieter Korhammer, Armin Franzke, Ernst Rudolph: Drehscheibe des Südens. Eisenbahnknoten München. Hrsg.: Peter Lisson. Hestra-Verlag, Darmstadt 1991, ISBN 3-7771-0236-9, S. 151.</ref>

Zum 15. Oktober 1876 benannten die Bayerischen Staatseisenbahnen den Bahnhof Haidhausen in München Ostbahnhof um. Dieser Name wurde zum 1. Mai 1911 zu München Ost verkürzt.<ref>Armin Franzke: Ringbahn München. München-Moosach – München-Schwabing – München-Johanneskirchen und München Ostbahnhof – Ismaning – Flughafen München. In: Wolf-Dietger Machel (Hrsg.): Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland einst & jetzt. Loseblattsammlung. GeraNova Zeitschriftenverlag, München, S. 76.</ref> 1880 begann der Bau eines Zentralstellwerkes. 1898 entstand die Strecke nach Deisenhofen über Giesing, 1909 eine Verbindung nach Ismaning und München-Schwabing. Letztere wurde 1927 zusammen mit der Verbindung München–Rosenheim als erste den Ostbahnhof berührende Strecke elektrifiziert.

Von 1912 bis 1924 entstand östlich des Personenbahnhofs der neue Rangierbahnhof München Ost. Gemeinsam mit dem Rangierbahnhof wurde 1924 das neue Bahnbetriebswerk München Ost eröffnet, das die bisherigen Betriebswerksanlagen am Personenbahnhof ersetzte.

Am 24. Mai 1926 hielt – aus Berchtesgaden kommend – gegen 22:30 Uhr der Personenzug 820 vor dem geschlossenen Einfahrsignal in den Bahnhof. Das ihn deckende Signal zeigte aufgrund eines mechanischen Fehlers „Fahrt frei“, obwohl es seitens des Stellwerks auf „Halt“ gestellt worden war. 30 Menschen verloren ihr Leben, als der Zug 814 auf den stehenden Zug auffuhr.<ref>Hans-Joachim Ritzau: Von Siegelsdorf nach Aitrang. Die Eisenbahnkatastrophe als Symptom – eine verkehrsgeschichtliche Studie. Landsberg 1972, S. 44, 154.</ref>

Bei den Luftangriffen auf München wurde der Bahnhof im April 1944 zerstört und nur teilweise wiederhergestellt. 1952 begann die Errichtung einer provisorischen Schalterhalle. Am 22. Juni 1959 wurde die Autoreisezug-Verladeanlage in Dienst gestellt.

Datei:München- Bahnhof München Ost- Unterführung- von Gleis 1 Richtung Gleis 14 blickend 2.4.2010.jpg
Personentunnel des Bahnhofs München Ost im Jahr 2010

1971 ging ein Gleisbildstellwerk (Typ SpDrS60<ref name="br-2021-4-71">Knoten München aktuell. In: Bahn-Report. Nr. 4, 2021, ISSN 0178-4528, S. 71 f.</ref>) in Betrieb.<ref name="mm-2021-04-12" /> Im Mai 1972 wurde das S-Bahn-Netz mit der zentralen hier einmündenden Stammstrecke in Betrieb genommen. 1985 wurde das heutige Empfangsgebäude eröffnet, 1999 das Reisezentrum neu gestaltet. Im Sommer und Herbst 2008 wurden die Fassaden des Hauptgebäudes sowie des angrenzenden Postgebäudes saniert.

Die Variante A des Projekts München 21 sah die Einbindung eines viergleisigen Tunnels vom Hauptbahnhof in den Westkopf des Ostbahnhofs vor. Bei dieser Lösung wären maximal zehn Bahnsteiggleise (zuzüglich S-Bahn) am Ostbahnhof erforderlich gewesen. Im Rahmen der Alternative B sollte ein zweigleisiger Tunnel zwischen Haupt- und Ostbahnhof entstehen, ohne wesentliche Veränderungen am Bahnsteigbereich. Beide Tunnel wären von Fern- und Regionalzügen befahren worden.<ref name="muenchen-2002-06-19">Stadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung (Hrsg.): Beschluss des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung vom 19.06.2002. 19. Juni 2002, S. 6–8 (online [PDF]).</ref>

Vom 30. August 2004 bis Juni 2025 stellte ein abgesetztes Elektronisches Stellwerk (ESTW-A) die Gleise 4 und 5 des Bahnhofs.<ref>München Ost S-Bahn Gl 4/5. In: stellwerke.info. Abgerufen am 29. Juni 2025.</ref> Das Gleis 5 ist mit Linienförmiger Zugbeeinflussung und Hochleistungsblock mit Blockkennzeichen im Bahnsteigbereich ausgerüstet, um dichte Zugfolgen von der Stammstrecke zu ermöglichen.

Im Zuge der Zweiten Stammstrecke soll ein unterirdischer Haltepunkt am Ostbahnhof entstehen. Der Mittelbahnsteig an den beiden Tunnelgleisen wird in einer Tiefe von 16 Metern unter der Friedensstraße unmittelbar südöstlich der bestehenden oberirdischen Gleisanlagen errichtet.<ref>2. Stammstrecke München: Die neue Station Ostbahnhof. In: 2.stammstrecke-muenchen.de. DB InfraGO, 2024, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> Um Platz für diese Station zu machen, wurde die Autoreisezuganlage München Ost geschlossen. Der letzte Autoreisezug bediente diese am 22. März 2025.<ref>Servus München Ost: Autozug-Terminal schließt nach 66 Jahren. In: Bahnblogstelle. Train4you, 18. März 2025, abgerufen am 11. November 2025 (Die Quelle ist aus damaliger Sicht in die Zukunft gerichtet.).</ref> Als Ersatz nahm die Deutsche Bahn am 31. März 2025 die Autoreisezuganlage München Süd in Betrieb.<ref>Weg frei für die 2. Stammstrecke: Neue Autoreisezuganlage am Südbahnhof ist startklar. Deutsche Bahn, 31. März 2025, abgerufen am 13. April 2025.</ref><ref>Andreas Schubert: München: Deutsche Bahn stellt Anlage für Autoreisezüge fertig. 1. April 2025, abgerufen am 14. März 2026.</ref>

Datei:München Ost lange Unterführung gesperrt.jpg
Nach Bahnsteig 13/14 gesperrte Unterführung zur Friedenstraße
Datei:München Ost Brücke Bahnsteig 13+14 zur Friedenstraße.jpg
Personenüberführung Bahnsteig 13/14 – Friedenstraße (2026)

Seit Juli 2025 ist die lange östliche Unterführung zur Friedensstraße bzw. dem Werksviertel nach Gleis 14 geschlossen und wird während der Baumaßnahmen für die zweite Stammstrecke durch eine Überführung ausgehend vom Bahnsteig der Gleise 13 und 14 ersetzt. Die Brücke wird erst wieder abgebaut, wenn die unterirdische Station an der Friedenstraße und damit die zweite Stammstrecke in Betrieb gehen – das dürfte frühestens zwischen 2035 und 2037 der Fall sein.<ref>Neue Brücke, kurze Wege: Fußgänger-Überführung am Ostbahnhof in Betrieb. Abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Martin Mühlfenzl: München: Neue Fußgängerbrücke am Ostbahnhof bleibt mehrere Jahre. 1. September 2025, abgerufen am 14. März 2026.</ref>

Hinter dem Ostbahnhof (südöstlich) befanden sich bis 2016 der Kunstpark Ost bzw. die Kultfabrik und die Optimolwerke, seitdem entsteht hier das Werksviertel.

Stellwerksneubau

Datei:Blick von Osten auf den Ostbahnhof und Geleise.jpg
Blick von Südosten auf den Ostbahnhof und auf die Gleise (2019)

Umbauten am Ostbahnhof sind Bestandteil des am 30. Mai 2006 erlassenen Planfeststellungsbeschlusses für den Abschnitt 3 A der zweiten Stammstrecke. Im Zuge der Einführung des 10-Minuten-Taktes notwendige Spurplanveränderungen zwischen Ostbahnhof und Leuchtenbergring wurden bei dieser Planung berücksichtigt, um Spurplanveränderungen zu vermeiden. Ein Großteil der für die Einbindung der zweiten Stammstrecke nötigen Umbauten konzentriert sich jedoch auf den Bahnhofsteil Leuchtenbergring, wo die Gleise an die Oberfläche geführt werden und u. a. eine Verschiebung des bisherigen Bahnsteigs B (Gleise 3 und 4) an eine südlichere Lage mit neuen, am Leuchtenbergring bisher nicht vorhandenen Bahnsteiggleisen 5 und 6 vorgesehen ist.<ref name="eba-2006-05-30">Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle München (Hrsg.): Planfeststellungsbeschluss 2. S-Bahn-Stammstrecke Planfeststellungsabschnitt 3 A München Ost (S-Bahn) / München Leuchtenbergring. München 30. Mai 2006, S. Deckblatt, 21, 22 (Online [PDF; 369 kB; abgerufen am 22. Dezember 2024]).</ref>

Parallel dazu wird der Stellbereich S-Bahn des bestehenden Gleisbildstellwerks, der die Bahnhofsteile München Ost S-Bahn (wozu die Bahnsteiggleise 4 und 5 heute nicht zählen), München Leuchtenbergring und München Berg am Laim umfasst, durch ein neues elektronisches Stellwerk ersetzt.<ref name="mm-2021-04-12">Carmen Ick-Dietl, Peter T. Schmidt: Ostbahnhof: Stellwerk wird nicht digital. In: Münchner Merkur. Nr. 83, 12. April 2021, S. 13.</ref><ref>München Ost Pbf Mopf. In: stellwerke.info. Arbeitskreis Stellwerk e. V., 2024, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref><ref>ESTW-A München Leuchtenbergring. In: stellwerke.info. Arbeitskreis Stellwerk e. V., 2024, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> Bau und Inbetriebnahme dieses Stellwerks wurden mehrfach verzögert: Die Bauarbeiten starteten im Oktober 2021,<ref>Stellwerkstörung: Das tut die Münchner S-Bahn dagegen. In: radioarabella.de. 19. Mai 2022, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> die Hauptbaumaßnahmen im Januar 2022.<ref>Start der Hauptbauarbeiten für das neue Elektronische Stellwerk München Ost. In: 2. Stammstrecke München. DB Netz, 10. Januar 2022, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> Eine erste Teilinbetriebnahme 1, für die Gleise 1 bis 5 (der S-Bahn), war bei Baubeginn für Mitte 2023 geplant.<ref name="eri-2019-549">Geänderte Planung für Zweite Münchner Stammstrecke. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 10, Oktober 2019, ISSN 1421-2811, S. 549.</ref><ref>Es kann losgehen: Baurecht für neues elektronisches Stellwerk am Ostbahnhof. Deutsche Bahn, 20. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Mai 2021; abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> Im Mai 2023 wurde die Verzögerung auf August 2024 bekannt.<ref>Elektronisches Stellwerk München Ost: Inbetriebnahmetermin August 2024. Deutsche Bahn, 25. Mai 2023, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> Im März 2024 gab die DB eine weitere Verzögerung, bis Sommer 2025, bekannt und begründete dies mit einem erst spät erkannten „bauliche[n] Umsetzungsproblem für die hochkomplexe Stellwerksanlage“.<ref>Start für das neue Elektronische Stellwerk am Ostbahnhof verzögert sich. In: deutschebahn.com. 27. März 2024, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> Im November 2024 begannen Abnahmetests.<ref>Arbeiten für neues Stellwerk: Fahrplanänderungen an Wochenenden. Deutsche Bahn, 17. Februar 2025, abgerufen am 18. Februar 2025.</ref> Die Inbetriebnahme der Stellwerke München Ost S-Bahn und München Leuchtenbergring wurde in der Zeit vom 6. bis 13. Juni 2025 durchgeführt, wobei der Betrieb anschließend bis 18. Juni 2025 hochgelaufen ist.<ref>Münchens S-Bahn hat ein neues High-Tech-Hirn. Deutsche Bahn, 26. Juni 2025, abgerufen am 26. Juni 2025.</ref><ref>Elektronisches Stellwerk Ostbahnhof geht in Betrieb: Umfangreiche Fahrplanänderungen in den Pfingstferien bei der S-Bahn. In: deutschebahn.com. 27. Mai 2025, abgerufen am 30. Mai 2025.</ref> Mit der Inbetriebnahme wurde die Betriebsstelle München Ost Pbf aufgeteilt in die Bahnhofsteile München Ost Pbf Fernbahn und München Ost Pbf S-Bahn.<ref>Inbetriebnahme des ESTW München Ost (S-Bahn) im Juni 2025. DB InfraGO, 28. Mai 2025, abgerufen am 31. Mai 2025.</ref> Die Inbetriebnahme erfolgte zunächst ohne LZB in München Ost, womit der Hochleistungsblock für in das Gleis 5 einfahrende S-Bahnen nicht nutzbar ist.

Weitere Ausbaustufen dieses Stellwerks umfassen die Anbindung der zweiten Stammstrecke sowie 2029 mit Einbindung der Fernbahngleise und des Bahnhofsteil Giesing die vollständige Ablösung des Gleisbildstellwerks.<ref>München Ostbahnhof - Neubau Elektronisches Stellwerk. In: bahnausbau-muenchen.de. Deutsche Bahn, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. November 2022; abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref>

Gleisanlagen

Datei:Ostbahnhof (TR).JPG
Blick vom Technischen Rathaus nach Südwest auf die Bahnanlagen
Datei:München Ost Baustelle 2. Stammstrecke.jpg
Blick vom Bahnsteig 13/14 auf Baustelle der 2. Stammstrecke (2026)

Insgesamt liegen im Personenbahnhof 17 Gleise. Die Gleise 1 bis 5 sind dem S-Bahn-Verkehr vorbehalten und tragen Beschilderung Ostbahnhof, die Gleise 6 bis 8 und 11 bis 14 sind für den Nah- und Fernverkehr und werden als München Ost ausgewiesen. Zwischenzeitlich (von 2023 bis 2025) waren auch die S-Bahn-Gleise mit München Ost beschildert. Die Gleise 9, 10 und 15 sind für durchfahrende Züge reserviert und haben keinen Bahnsteig. An den Gleisen 16 und 17 befanden sich vor den Baumaßnahmen zur zweiten Stammstrecke Verladeeinrichtungen für Autoreisezüge, die hier auch abgestellt und gereinigt wurden. Von München Ost aus starten die Nachtzuglinien in Richtung Berlin und Hamburg.

Gleis Nr. Linien Richtung
1 S4 S6 S8 Stadteinwärts (1. Stammstrecke)

S4Geltendorf
S6Tutzing
S8Herrsching

2 S1 S2 Stadteinwärts (1. Stammstrecke)

S1Freising / Flughafen München
S2Petershausen / Altomünster

3 S3 S5 Stadteinwärts (1. Stammstrecke)

S3Mammendorf
S5Pasing

4 S2 S3 S5 Stadtauswärts

S1Leuchtenbergring
S3Holzkirchen (Linksverkehr bis Bahnhof München-Giesing)
S5Kreuzstraße (Linksverkehr bis Bahnhof München-Giesing)

5 S2 S2 S4 S6 S8 Stadtauswärts

S1Leuchtenbergring
S2Erding
S4Trudering
S6Ebersberg
S8Flughafen München

6 Regionalzüge und Fernverkehr

Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern

Stadteinwärts

Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV BayernMünchen Hbf

7 Regionalzüge und Fernverkehr

Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern

Vorlage:SPNV Bayern – München Hbf (Mo–Fr)

Vorlage:SPNV Bayern – München Hbf

Vorlage:SPNV BayernWasserburg (Inn) Bahnhof (Mo–Fr)

8 Regionalzüge und Fernverkehr

Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern

Stadtauswärts Richtung Rosenheim

Vorlage:SPNV BayernSalzburg Hbf

Vorlage:SPNV BayernKufstein

9 Kein Bahnsteig vorhanden
10 Kein Bahnsteig vorhanden
11 Regional- und Sonderzüge

Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern

Vorlage:SPNV BayernSimbach (Inn) oder München Hbf (Mo–Fr)

Vorlage:SPNV BayernMühldorf (Obb.) oder München Hbf

Vorlage:SPNV Bayern – Endhaltestelle (Mo–Fr)

12 Regional- und Sonderzüge

Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern Vorlage:SPNV Bayern

Vorlage:SPNV BayernSimbach (Inn) oder München Hbf (Mo–Fr)

Vorlage:SPNV BayernMühldorf (Obb.) oder München Hbf

Vorlage:SPNV Bayern – Endhaltestelle (Mo–Fr)

13 Ausweichgleis bei Störungen
14 Ausweichgleis bei Störungen, unterbrochen wg. 2. Stammstrecke
15 Kein Bahnsteig vorhanden
16 Ehemals Autozüge, unterbrochen wg. 2. Stammstrecke
17 Ehemals Autozüge, unterbrochen wg. 2. Stammstrecke

Verkehr

Fernverkehr

Datei:München- Bahnhof München Ost- auf Bahnsteig zu Gleis 7- ÖBB-Baureihe 1116 146-0 (EC) 2.4.2010.jpg
EuroCity mit Elektrolokomotive der ÖBB-Baureihe 1116 im Bahnhof München Ost auf dem Weg nach Klagenfurt am Wörthersee in Österreich

Es verkehren ICE/EC-Züge aus und in Richtung Salzburg, Railjet-Züge aus und in Richtung Innsbruck und Italien sowie die Westbahn aus und in Richtung Wien. Außerdem halten einzelne Railjet-Züge in Richtung Wien.

Folgende Fernverkehrslinien verkehren im Münchner Ostbahnhof:

Linie Strecke Takt
RJ 90 München Hbf – München OstSalzburgWien (– Budapest Keleti pu) zwei Zugpaare
ICE/RJ/EC 62 (Frankfurt – Heidelberg – Stuttgart – Ulm – Augsburg –) München Hbf – München Ost – Salzburg – Klagenfurt / Graz 2-Stunden-Takt
(Münster (Westf)RecklinghausenGelsenkirchenKöln Messe/DeutzFrankfurt Flughafen – Mannheim –
RJ/EC 89 München Hbf – München OstKufsteinInnsbruck (– BozenVeronaVenedig / Bologna) 2-Stunden-Takt
WESTbahn (Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg –) München Hbf – München Ost – Salzburg – LinzWien Westbahnhof 5 Zugpaare

Nachtverkehr

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 startet bzw. endet die Nachtzuglinie München – Venedig statt im Münchner Hauptbahnhof bereits in Stuttgart und führt im Allgemeinen Kurswagen nach Zagreb, Rijeka und Budapest. Seither entfällt der Knotenpunkt dieser Verbindung und lässt den Ostbahnhof neben Augsburg zum wichtigeren bayerischen Umsteigepunkt dieser vier Zugteile werden. Das zweite Nachtzugangebot, der bereits bestehenden Nachtverbindung von Innsbruck nach Hamburg bzw. Amsterdam bleibt unverändert bestehen. Die dritte Verbindung der ÖBB Nightjet von München nach Mailand wird zukünftig weiter nach La Spezia geführt. Hier werden die Nachtzüge aufgelistet mit Halt im Ostbahnhof (Stand Dezember 2022):

Nummer Zugname Zuglauf Betreiber
NJ 40295 München – München Ost – Rosenheim – Salzburg – Villach – VeronaMailand – La Spezia ÖBB Nightjet
NJ 295 Bologna – Florenz – Rom
Diese täglichen Zugteile werden in Villach (AT) getrennt.
Nummer Zugname Zuglauf Betreiber
EN 50462
EN 50237
Kálmán Imre Budapest-Keleti – Győr – Wien – Linz – Salzburg – München Ost – Stuttgart MÁV
NJ 236
NJ 237
Venedig – Udine – Villach – ÖBB Nightjet
EN 480
EN 60237
Opatija Rijeka – Ljubljana – HŽPP
EN 414
EN 40237
Lisinski Zagreb –
Diese täglichen Zugteile werden in Österreich zusammengeführt und verkehren bis/ab Stuttgart vereinigt.

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Regionalverkehr

Auf der Bahnstrecke München–Simbach verkehren im Stundentakt Regionalbahnen der Südostbayernbahn zwischen München Hbf und Mühldorf. In der Hauptverkehrszeit stellen zusätzliche Verstärkerzüge zwischen München Ost und Mühldorf einen Halbstundentakt her. Des Weiteren fahren täglich drei Regional-Express-Zugpaare mit weniger Zwischenhalten zwischen München Hbf und Mühldorf, von denen zwei nach Simbach durchgebunden werden.

Seit dem 15. Dezember 2013 halten in München Ost die Züge der Bayerischen Oberlandbahn, die auf der Bahnstrecke München–Rosenheim jeweils stündlich von München Hbf nach Salzburg und Kufstein verkehren. In der Hauptverkehrszeit wird durch zusätzliche Verstärkerzüge zwischen München und Kufstein sowie zwischen München und Traunstein teilweise ein Halbstundentakt hergestellt. Zudem setzt die Südostbayernbahn zu den Hauptverkehrszeiten einzelne direkte Regionalbahnen von München Ost über Grafing und Ebersberg nach Wasserburg am Inn ein.

Linie Strecke Taktfrequenz
Vorlage:SPNV Bayern München HbfMünchen OstMühldorf (– Simbach) einzelne Züge
Vorlage:SPNV Bayern München Hbf – München OstMarkt SchwabenDorfen Bahnhof – Mühldorf Stundentakt
Vorlage:SPNV Bayern (München Hbf –) München OstGrafing BahnhofEbersbergWasserburg (Inn) Bahnhof einzelne Züge
Vorlage:SPNV Bayern München Hbf – München OstRosenheimTraunsteinFreilassingSalzburg Hbf Stundentakt
Vorlage:SPNV Bayern München Hbf – München Ost – Grafing Bahnhof – Rosenheim – Kufstein Stundentakt
Stand: 14. Dezember 2025

S-Bahn München

Datei:München Ostbahnhof - Bahnsteige, S-Bahnen und Bahnhofsgebäude.JPG
Blick auf die S-Bahnsteige

Als Endpunkt des Stammstreckentunnels verkehren am Ostbahnhof alle S-Bahnlinien mit Ausnahme der Linien S 7 und S 20.

Der S-Bahnhof wurde im Rahmen des Takt-10-Projektes der S-Bahn München umgestaltet, um kreuzungsfreie Zugfahrten zu ermöglichen. Gleise 1 bis 3 führen stadteinwärts und Gleise 4 und 5 stadtauswärts. Gleise 3 und 4 werden exklusiv für die Linien S 3 und S 5 genutzt, welche hier wenden. Diese beiden Linien verkehren von hier bis hinter Giesing im Linksverkehr; erst dort war genügend Platz für ein Überwerfungsbauwerk, das im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke München Ost–Deisenhofen erforderlich wurde. Gleis 5 dient den Linien S 2, S 4, S 6 und S 8 zur Weiterfahrt Richtung Osten. Anders als die ebengenannten Linien dient der S 1 das Gleis 4 zur Weiterfahrt Richtung Leuchtenbergring, bzw. in manchen Fällen als Endhaltestelle. Züge dieser Linie kommen dann nach der Wende im Betriebswerk Steinhausen bzw. der Wendeanlage München Ost auf Gleis 2 an. Gleise 1 und 2 dienen weiterhin den Linien S 2, S 4, S 6 und S 8 zur Ankunft aus Osten und Weiterfahrt in die Innenstadt.<ref>Umgebungsplan des Bahnhofs (PDF; 1,8 MB) auf mvv-muenchen.de, abgerufen am 20. Januar 2016.</ref>

Linie Strecke Taktfrequenz
S1 Freising – Pulling – Neufahrn / Flughafen München – Flughafen Besucherpark – Neufahrn – Eching – Lohhof – Unterschleißheim – Oberschleißheim – Feldmoching – Fasanerie – Moosach – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – Leuchtenbergring 20-Minuten-Takt
S2 Petershausen – Vierkirchen-Esterhofen – Röhrmoos – Hebertshausen – Dachau / Altomünster – Kleinberghofen – Erdweg – Arnbach – Markt Indersdorf – Niederroth – Schwabhausen – Bachern – Dachau Stadt – Dachau – Karlsfeld – Allach – Untermenzing – Obermenzing – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – Leuchtenbergring – Berg am Laim – Riem – Feldkirchen – Heimstetten – Grub – Poing – Markt Schwaben – Ottenhofen – St. Koloman – Aufhausen – Altenerding – Erding 20-Minuten-Takt
S3 Mammendorf – Malching – Maisach – Gernlinden – Esting – Olching – Gröbenzell – Lochhausen – Langwied – Pasing – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – St.-Martin-Straße – Giesing – Fasangarten – Fasanenpark – Unterhaching – Taufkirchen – Furth – Deisenhofen – Sauerlach – Otterfing – Holzkirchen 20-Minuten-Takt
S4 Geltendorf – Türkenfeld – Grafrath – Schöngeising – Buchenau – Fürstenfeldbruck – Eichenau – Puchheim – Aubing – Leienfelsstraße – Pasing – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – Leuchtenbergring – Berg am Laim – Trudering (– Gronsdorf – Haar – Vaterstetten – Baldham – Zorneding – Eglharting – Kirchseeon – Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Ebersberg) 20-Minuten-Takt
S5 Kreuzstraße – Großhelfendorf – Peiß – Aying – Dürrnhaar – Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Wächterhof – Hohenbrunn – Ottobrunn – Neubiberg – Neuperlach Süd – Perlach – Giesing – St.-Martin-Straße – Ostbahnhof – Rosenheimer Platz – Isartor – Marienplatz – Karlsplatz (Stachus) – Hauptbahnhof – Hackerbrücke – Donnersbergerbrücke – Hirschgarten – Laim – Pasing (– Westkreuz – Neuaubing – Freiham – Harthaus – Germering-Unterpfaffenhofen – Geisenbrunn – Gilching-Argelsried – Neugilching – Weßling) 20-Minuten-Takt
S6 Tutzing – Feldafing – Possenhofen – Starnberg – Starnberg Nord – Gauting – Stockdorf – Planegg – Gräfelfing – Lochham – Westkreuz – Pasing – Laim – HirschgartenDonnersbergerbrückeHackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – Leuchtenbergring – Berg am Laim – Trudering – Gronsdorf – Haar – Vaterstetten – Baldham – Zorneding – Eglharting – Kirchseeon – Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Ebersberg 20-Minuten-Takt
S8 Herrsching – Seefeld-Hechendorf – Steinebach – Weßling – Neugilching – Gilching-Argelsried – Geisenbrunn – Germering-Unterpfaffenhofen – Harthaus – Freiham – Neuaubing – Westkreuz – Pasing – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – Leuchtenbergring – Daglfing – Englschalking – Johanneskirchen – Unterföhring – Ismaning – Hallbergmoos – Flughafen Besucherpark – Flughafen München 20-Minuten-Takt
Datei:U-Bahnhof Ostbahnhof 01.jpg
U-Bahnhof

U-Bahn, Bus und Tram

Datei:Bushaltestellen Ostbahnhof.JPG
Busbahnhof

Im Jahre 1988 wurde der U-Bahnhof Ostbahnhof unter dem Orleansplatz nordwestlich des DB-Bahnhofs eröffnet. Er liegt an der aus der Innenstadt nach Neuperlach verlängerten U-Bahn-Linie U5. Gleichzeitig wurden der gesamte Orleansplatz und der Bahnhofsvorplatz umgestaltet. Es wurde u. a. ein neuer Busbahnhof errichtet, ein Brunnen installiert und die alte Straßenbahn-Wendeanlage abgebaut. Stand 2023 halten hier die U5, die Tramlinie 21, die städtischen Buslinien 54, 55, 58/68, 62, 100, 145, 149, 155 und X30, die Regionalbuslinie X200 sowie die Nachtbuslinien N43, N44, N45, N74 und N75. Die Buslinien 190 und 191 beginnen an der Haltestelle Ostbahnhof Friedenstraße auf der Rückseite des Bahnhofs.<ref>Orientierungsplan Ostbahnhof. In: mvv-muenchen.de. Münchener Verkehrs- und Tarifverbund, abgerufen am 9. April 2023.</ref>

Seit Mai 2024 hält zudem der DAV BergBus (Linie 396) Richtung Hinterthiersee am Ostbahnhof in der Friedenstraße. Die Buslinie wird nur während der Sommersaison am Wochenende bedient und liegt komplett im Tarifgebiet des MVV.<ref>Der Münchner BergBus. Münchner VerkehrsVerbund MVV, abgerufen am 21. Mai 2024.</ref>

U-Bahn und Tram
Linie Linienverlauf
U5 Pasing (im Bau) – (983 m) – Am Knie (im Bau) – (1527 m) – Baumschule Laim (im Bau) – (1129 m) – Laimer Platz – (670 m) – Friedenheimer Straße – (791 m) – Westendstraße – (806 m) – Heimeranplatz – (671 m) – Schwanthalerhöhe – (927 m) – Theresienwiese – (711 m) – Hauptbahnhof – (521 m) – Karlsplatz (Stachus) – (811 m) – Odeonsplatz – (933 m) – Lehel – (928 m) – Max-Weber-Platz – (1080 m) – Ostbahnhof – (1602 m) – Innsbrucker Ring – (982 m) – Michaelibad – (1708 m) – Quiddestraße – (778 m) – Neuperlach Zentrum – (764 m) – Therese-Giehse-Allee – (722 m) – Neuperlach Süd
Straßenbahnlinie 21 WestfriedhofLeonrodplatzHochschule MünchenHauptbahnhofMax-Weber-PlatzOstbahnhofKreillerstraße – St.-Veit-Straße

Mit Aufnahme des S-Bahn-Verkehrs im Jahre 1972 wurde der Ostbahnhof Umsteigeknoten zwischen den S-Bahnen und den Straßenbahnlinien 14 (von Osten aus Berg am Laim kommend), 24 (von Südosten aus Neuperlach und Ramersdorf kommend) sowie 21 (ab Ostbahnhof in die Innenstadt einsetzend). Im Jahre 1980 wurde die U-Bahn-Linie von der Innenstadt nach Neuperlach via Giesing eröffnet (damalige Bezeichnung: U8). Deshalb entfiel die Linie 24, eine direkte Fahrmöglichkeit vom Ostbahnhof nach Neuperlach war nun nicht mehr gegeben – bis zur Verlängerung der U5 im Jahre 1988. 1980 wurde auch die Straßenbahnlinie 14 anstelle der Linie 21 in die Innenstadt verlängert, so dass nurmehr eine statt bisher drei Straßenbahnlinien den Ostbahnhof bediente. Die Linie 14 wurde 1984 durch die Linie 19 ersetzt, die bis zum 7. Mai 2018 hier verkehrte. Seit Oktober 2018 fährt die Trambahn 21. In der Nacht fährt weiterhin die Linie N19. Die ab 1980 nicht mehr benötigte Wendeanlage der Straßenbahn wurde im Zuge der Ausschachtung des U-Bahnhofs abgebaut.

Einrichtungen

Datei:München- Bahnhof München Ost- Empfangshalle 2.4.2010.jpg
Die Empfangshalle des Bahnhofs München Ost
Datei:München Ost neues gemeinsames S-Bahn Kundencenter und DB Reisezentrum 2026.jpg
S-Bahn-Kundencenter und Reisezentrum (2026)

Dienstleistungen

Im ersten Untergeschoss befinden sich das seit 2026 integrierte S-Bahn-Kundencenter und Reisezentrum der Deutschen Bahn sowie die DB Information. Fast die gesamte Gebäudefront, die zum Orleansplatz hin ausgerichtet ist, ist als Arkadengang ausgestaltet, vor dem sich Taxistandplätze und kostenpflichtige Kurzzeitparkplätze befinden. Ein großer Teil des Hauptgebäudes wird von der Landeshauptstadt München als Sozialreferat<ref>Über das Sozialreferat. Abgerufen am 28. Juni 2024.</ref> (unter anderem Teile des Stadtjugendamtes und ein Sozialbürgerhaus) genutzt. Die Eingänge sind im EG und 1. UG zu suchen.

Geschäfte

Es gibt etwa 20 Läden im Ostbahnhof, die meisten davon in der Einkaufspassage im ersten Untergeschoss. Des Weiteren befinden sich einige Geschäfte im Erdgeschoss des Hauptgebäudes und am hinteren Ausgang zur Friedenstraße. Die Geschäfte sind zumeist auch sonn- und feiertags geöffnet. Neben dem Einzelhandel sind vor allem gastronomische Betriebe vertreten. Es gibt zahlreiche Verkaufsautomaten, z. B. für Fahrkarten, Süßigkeiten, Getränke, Passfotos, Zigaretten und Guthabenkarten für Handys.

Vorplatz

Vom Haupteingang gesehen befindet sich rechts vom Vorplatz eine Filiale des Discounters Lidl. Nach einer halben Umrundung des Gebäudes gelangt man zu einer Filiale von Post und Postbank. In den Obergeschossen dieses Hauses, von der Orleanstraße aus zugänglich, residiert ein Bürgerbüro der Stadtverwaltung, ehemals Meldestelle genannt.

Busbahnhof und Orleansplatz galten lange Zeit als Münchens größter Treffpunkt für soziale Randgruppen und Konsumenten illegaler Drogen. Nach heftigen Diskussionen – und gegen den Willen des zuständigen Bezirksausschusses – wurden im April 2007 am Orleansplatz flächendeckend Überwachungskameras angebracht und zugleich mit einer massiven Präsenz von Polizeistreifen gegen die sich dort aufhaltenden Personen vorgegangen. Nachdem der Kontaktladen off in der Orleansstraße geschlossen wurde, sind die so empfundenen Problemgruppen größtenteils aus dem Straßenbild rund um den Ostbahnhof verschwunden. Die Kameras wurden ebenfalls wieder entfernt.

Seitlich neben dem Bahnhof hat die S-Bahn München ihren Hauptsitz, die im nahe gelegenen Stadtteil Steinhausen auch ihr Betriebswerk unterhält.

Rezeption

Um 1920 malte der italienischstämmige Münchener Maler Eugenio Tomasi (1873–1969) den Ostbahnhof. Sein Werk befindet sich heute im Münchner Stadtmuseum.<ref>Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst. Münchner Malerei im 19./20. Jahrhundert, Band 6, München 1994, S. 421.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Peter Lisson: Drehscheibe des Südens. Eisenbahnknoten München. Hestra-Verlag, Darmstadt 1991, ISBN 3-7771-0236-9.
  • Thomas Guttmann: Giesing und die Eisenbahn. Buchendorfer Verlag, München 1998, ISBN 3-927984-80-9, Das Tauziehen um den Ostbahnhof, S. 18 ff.
  • Armin Franzke: München Ost. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 47. Ergänzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, München 2003, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 6 S.).

Weblinks

Einzelnachweise

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