Wehlmäusel
Wehlmäusel Stadt Feuchtwangen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(110)&title=Wehlm%C3%A4usel 49° 8′ N, 10° 23′ O
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| Höhe: | 451 (450–466) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 110 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91555 | |||||
| Vorwahl: | 09856 | |||||
Wehlmäusel ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Wehlmäusel liegt in der Gemarkung Krapfenau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt in Tallage am Lotterbach, der weiter im Süden eine Reihe von Weihern speist und als linker Zufluss in die Sulzach mündet. Im Nordwesten liegt das Weinfeld, im Nordosten das Mühlholz, im Südosten die Hintere Forst und im Süden das Bäckenholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lotterhof (0,6 km nördlich) bzw. nach Krapfenau zur Kreisstraße AN 41 (1,7 km westlich), weitere führen nach Weikersdorf zur AN 41 (1,5 km südlich) und die AN 53 kreuzend nach Schwaighausen (2,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ortsname bedeutet Rodung eines Welschen, was auf ein hohes Alter der Siedlung hindeutet.<ref>Wehlmäusel auf der Website geschichte-feuchtwangen.de</ref>
Wehlmäusel lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus zehn Anwesen mit elf Mannschaften und einem Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (ein Hof mit doppelter Mannschaft, ein Hof, sieben Gütlein) und das Kastenamt Feuchtwangen (eine Ziegelhütte).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Wehlmäusel (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren die Verhältnisse unverändert.<ref>Johann Bernhard Fischer: Wellmäußlein. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 194 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Wehlmäusel dem Steuerdistrikt Dentlein und der Ruralgemeinde Krapfenau zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Wehlmäusel am 1. Juli 1971 nach Feuchtwangen eingemeindet.<ref>Feuchtwangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.</ref>
Ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 2: zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts, stattliches Wohnstallgebäude mit gemauertem Erdgeschoss von drei zu drei Achsen; Obergeschoss und zweigeschossiger Giebel im Fachwerk, jeweils leicht vorkragend, Satteldach; gehört zu den ältesten Fachwerkhäusern des früheren Landkreises Feuchtwangen; in der Stube Balkendecke aus der Bauzeit; Gusseisenofen mit Reliefplatten von 1801<ref name="Ramisch">H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 133. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 101⁄2: bezeichneter Türsturz „1797 D“.<ref name="Ramisch"/>
- Haus Nr. 14: Wohnstallhaus mit gemauertem Erdgeschoss von drei zu drei Achsen, Obergeschoss und Giebel in Fachwerk; frühes 19. Jahrhundert<ref name="Ramisch"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wellmäußlein. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 158 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Wehlmausel. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 955 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 133.
- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
Weblinks
- Wehlmäusel. In: geschichte-feuchtwangen.de. Abgerufen am 1. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Wehlmäusel in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Wehlmäusel im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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