Liste griechischer Phrasen/My
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Α, α | Β, β | Γ, γ | Δ, δ | Ε, ε | Ζ, ζ | Η, η | Θ, θ | Ι, ι | Κ, κ | Λ, λ | Μ, μ | Ν, ν | Ξ, ξ | Ο, ο | Π, π | Ρ, ρ | Σ, σ | Τ, τ | Υ, υ | Φ, φ | Χ, χ | Ψ, ψ | Ω, ω
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Α, α | Β, β | Γ, γ | Δ, δ | Ε, ε | Ζ, ζ | Η, η | Θ, θ | Ι, ι | Κ, κ | Λ, λ | Μ, μ | Ν, ν | Ξ, ξ | Ο, ο | Π, π | Ρ, ρ | Σ, σ | Τ, τ | Υ, υ | Φ, φ | Χ, χ | Ψ, ψ | Ω, ω }} Vorlage:Klappleiste/Ende
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- „Hebammenkunst“
Als Mäeutik bezeichnete Sokrates in Anspielung auf den Beruf seiner Mutter seine Kunst der Gesprächsführung.<ref>Vergleiche Platon, Theaitetos 149</ref> Die Mäeutik beruht auf der Grundannahme, dass die Wahrheit in der angeborenen Vernunft jedes Menschen bereitliegt und nur ans Licht gebracht („entbunden“) werden muss.
Die sokratische Ironie besteht darin, dass Sokrates vorgibt, der Unwissende zu sein, aber Fragen stellt, in denen die Antwort schon verborgen liegt. Der Kern des sokratischen Gesprächs ist es, durch gezielte Fragen die Beteiligten in den Dialog einzubeziehen, so dass sie selbst zu Erkenntnissen gelangen.
Die Mäeutik verfährt in zwei Schritten:
- In der Elenktik („Kunst der Überführung“) erschüttert Sokrates den Standpunkt seines Gesprächspartners und überführt ihn in die Aporie, wodurch die Bereitschaft zur Suche nach der Erkenntnis geweckt werden soll.
- In der Protreptik („Kunst der Hinwendung“) führt Sokrates den Gesprächspartner dann durch weiteres Fragen zu einer richtigen Meinung.
Ziel der Mäeutik ist {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} – „richtig/gut/wahr zu leben“.
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- „Selig die nicht sehen und doch glauben.“
Der Begriff des ungläubigen Thomas ist aus dem Evangelium nach Johannes abgeleitet, wo der Apostel Thomas erst dann die Auferstehung Jesu glauben will, wenn er dessen Wundmale berührt hat. Thomas war nicht dabei, als Jesus kam. Als die anderen Jünger zu ihm sagten „Wir haben den Herrn gesehen“, entgegnete er skeptisch:<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“
Acht Tage später war Thomas dabei, als Jesus trotz verschlossener Türen in ihre Mitte trat. Dann sagte er zu Thomas:
- „Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“
Thomas tat dies und sagte tief beeindruckt:
- „Mein Herr und mein Gott!“
Jesus aber sagte zu ihm:
- „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
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- „Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.“
Anfang der Seligpreisung im Matthäusevangelium.<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> Die Seligpreisungen (Makarismen von {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) sind eine Reihung von 8 + 1 Mal „Selig sind …“, mit denen Jesus seine Bergpredigt einleitet. Dabei wird verschiedenen Gruppen von Menschen, die vordergründig gesehen zu den Benachteiligten gehören, die Teilnahme an der Gottesherrschaft versprochen.
| Bild | Nr. | deutsch/griechisch<ref>Bibelwissenschaft.de: Matthäus 5 – Lutherbibel 2017 (LU17), Novum Testamentum Graece (NA28) (deutsch, griechisch)</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Ausschnitt 1 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 1 | Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} Lukasevangelium: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer.<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> |
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}}
}}</ref><ref>Vergleiche Jakobus – Kapitel 2, Lutherbibel 1912 (Bibel-Online.net) und {{#switch: LUT
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NA =LUT | OT | BHS =LUT | LXX =LUT | VUL =LUT | #default =LUT}}.</ref> |
| Ausschnitt 2 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 2 | flat}}
Jesaja: „In der Höhe und im Heiligen weile Ich und bei dem, der zerschlagenen und erniedrigten Geistes ist, zu beleben den Geist der Erniedrigten und zu beleben das Herz der Zerschlagnen.“<ref name="Landersheim" /><ref>Vergleiche Jesaja – Kapitel 57, Lutherbibel 1912 (Bibel-Online.net) und {{#switch: LUT |
NA =LUT | OT | BHS =LUT | LXX =LUT | VUL =LUT | #default =LUT}}.</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschnitt 3 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 3 | flat}}
Psalm 37: „Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben an großem Frieden.“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschnitt 4 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 4 | flat}}
Lukasevangelium: „Selig seid ihr, die ihr hier jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden.“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschnitt 5 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 5 | flat}}
Jakobusbrief: „Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschnitt 6 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 6 | flat}}
Psalm 51: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschnitt 7 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 7 | flat}}
Hebräerbrief: „Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, […]“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschnitt 8 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 8 | flat}}
1. Petrusbrief: „Und wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht; […]“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschnitt 9 aus einer russisch-orthodoxen Ikone (17. Jahrhundert oder älter) mit 9 Abbildungen über die Seligpreisungen | 9 | flat}}
Lukasevangelium: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen.“<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> |
Die Seligpreisungen beginnen neunmal mit „Selig (sind/seid) …“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}). Die erste und die achte Seligpreisung schließen jeweils mit der Verheißung des Himmelreiches ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), für das Matthäusevangelium ein zentraler Begriff.
Auffallend ist auch, dass die ersten vier Seligpreisungen als Vorlage:Grek-Alliteration formuliert sind:
- Arme: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- Trauernde: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- Sanftmütige: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- Hungernde: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
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- {{#invoke
- Vorlage:lang|flat}}<ref>Hesiod, Werke und Tage 171</ref>
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- „Inseln der Seligen“
Die „Inseln der Seligen“ liegen im äußersten Westen des Erdkreises, werden vom Okeanos umflossen und sind der Ort, auf den Helden entrückt werden, die von den Göttern geliebt wurden. Eine der Inseln ist das Elysion ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), nach späterer Ansicht war dieses jedoch Teil des Hades. In Meyers Konversations-Lexikon heißt es dazu:<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
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In Pierer’s Universal-Lexikon heißt es ausführlicher:<ref>Vorlage:Pierer-1857</ref>
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| {{#if:trim|Eine Fortdauer sammt dem irdischen Leibe war nur wenigen Auserwählten u. Freunden der Götter gewährt, […]; sie waren lebend der Erde entnommen u. wohnten auf den Elysäischen Gefilden (Elysium), wo ein ewiger Frühling herrschte. Diese Gefilde suchte man […] zuletzt auf einer Insel des Oceans. Der Glaube an eine Vergeltung des Erdenlebens tritt erst bei Hesiodos deutlicher hervor, so daß alle Gute u. Edle nach dem Leben in die seligen Eilande ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Inseln der Seligen), kommen; […] Die seligen Eilande sind ein Ort, wo unter der Herrschaft des Kronos das Goldene Zeitalter wieder gelebt wird, wo man in seliger Sorgenlosigkeit am Gewoge des Oceans lebt, wo der fruchtbare Boden dreimal des Jahres die schönsten Früchte bietet. Erst die spätere Zeit vereinigte Unterwelt u. Todtenreich (Hades, Erebos), das man in die Mitte der Erde verlegte, u. schied zwischen Ort der Belohnung (Elysium) u. Bestrafung (Tartaros), […] Die dem Minos ihr Leben durch gute Thaten bewährt hatten, kamen in das Elysium, dessen Schilderung alle sinnlichen Freuden vereinigt darstellte. Um dasselbe herum strömte in Silberklarheit der Lethestrom, […] blumige Auen mit schattigen Hainen dehnten sich dort aus, heitere u. reine Lüfte umgaben den wolkenlosen u. ewig lichten Himmel. Was im Leben Einen angenehm beschäftigt hatte, das trieb er auch hier noch fort. Hier war ewiger Frühling, unbestellt brachte die Erde dreimal des Jahres ihre Gaben zum Unterhalt der Seligen, Alter, Schmerzen u. Krankheit waren hier nicht, sondern nur Freude u. Luft. […] Nach dem Leben in der Unterwelt kehrten nach gewisser Zeit die Seelen wieder auf die Oberwelt zurück; die aus dem Elysium zurückkehrenden Frommen tranken wieder aus Lethe, um die genossenen Freuden zu vergessen. Hatten sie so dreimal unsträflich auf der Erde gelebt, so wurden sie für immer auf die Inseln der Seligen versetzt, wo ihrer noch höhere Freuden als im Elysium warteten.}}
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| {{#invoke:Text|quoteUnquoted| Eine Fortdauer sammt dem irdischen Leibe war nur wenigen Auserwählten u. Freunden der Götter gewährt, […]; sie waren lebend der Erde entnommen u. wohnten auf den Elysäischen Gefilden (Elysium), wo ein ewiger Frühling herrschte. Diese Gefilde suchte man […] zuletzt auf einer Insel des Oceans. Der Glaube an eine Vergeltung des Erdenlebens tritt erst bei Hesiodos deutlicher hervor, so daß alle Gute u. Edle nach dem Leben in die seligen Eilande ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Inseln der Seligen), kommen; […] Die seligen Eilande sind ein Ort, wo unter der Herrschaft des Kronos das Goldene Zeitalter wieder gelebt wird, wo man in seliger Sorgenlosigkeit am Gewoge des Oceans lebt, wo der fruchtbare Boden dreimal des Jahres die schönsten Früchte bietet. Erst die spätere Zeit vereinigte Unterwelt u. Todtenreich (Hades, Erebos), das man in die Mitte der Erde verlegte, u. schied zwischen Ort der Belohnung (Elysium) u. Bestrafung (Tartaros), […] Die dem Minos ihr Leben durch gute Thaten bewährt hatten, kamen in das Elysium, dessen Schilderung alle sinnlichen Freuden vereinigt darstellte. Um dasselbe herum strömte in Silberklarheit der Lethestrom, […] blumige Auen mit schattigen Hainen dehnten sich dort aus, heitere u. reine Lüfte umgaben den wolkenlosen u. ewig lichten Himmel. Was im Leben Einen angenehm beschäftigt hatte, das trieb er auch hier noch fort. Hier war ewiger Frühling, unbestellt brachte die Erde dreimal des Jahres ihre Gaben zum Unterhalt der Seligen, Alter, Schmerzen u. Krankheit waren hier nicht, sondern nur Freude u. Luft. […] Nach dem Leben in der Unterwelt kehrten nach gewisser Zeit die Seelen wieder auf die Oberwelt zurück; die aus dem Elysium zurückkehrenden Frommen tranken wieder aus Lethe, um die genossenen Freuden zu vergessen. Hatten sie so dreimal unsträflich auf der Erde gelebt, so wurden sie für immer auf die Inseln der Seligen versetzt, wo ihrer noch höhere Freuden als im Elysium warteten. | {{{lang}}} }} }}
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Der römische Dichter Horaz fordert in einer Epode zur Auswanderung auf die lateinisch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) genannten Inseln auf, die er mit folgenden Worten preist:<ref>Horaz: Epode 16,42; zitiert nach Navicula Bacchi, Horaz, Epode 16,39ff.: An das römische Volk (Übersetzung: Rudolf Alexander Schröder)</ref> <poem lang="la" style="margin-left:40px; font-style:italic; display:inline-block; vertical-align:top;"> vos, quibus est virtus, muliebrem tollite luctum,
Etrusca praeter et volate litora.
nos manet Oceanus circumvagus: arva beata
petamus, arva divites et insulas,
reddit ubi cererem tellus inarata quotannis
et inputata floret usque vinea,
germinat et numquam fallentis termes olivae
suamque pulla ficus ornat arborem,
mella cava manant ex ilice, montibus altis
levis crepante lympha desilit pede.
illic iniussae veniunt ad mulctra capellae
refertque tenta grex amicus ubera,
nec vespertinus circumgemit ursus ovile
nec intumescit alta viperis humus;
nulla nocent pecori contagia, nullius astri
gregem aestuosa torret inpotentia.
</poem> <poem style="margin-left:40px; font-style:italic; display:inline-block; vertical-align:top;"> Ihr, deren männlicher Mut noch grün, bannt weibisches Trauern
Und segelt, dem tyrrhenischen Gestad vorbei,
Wo der Oceanus fließt um die seligen, unser gewärtig,
Eilandsgefilde, reiche, kommt, wir suchen sie,
Länder ohne Pflug, da Ceres im Grund jahrjährlich bekleibet,
Und unbeschnitten immerfort die Rebe blüht,
Land, da des Ölbaums Reis untrüglich sprosset und fruchtet,
Schwarzfeige schmückt auf eigner Wurzel ihren Baum.
Honig aus hohlem Geschlüft des Eichbaums tränt, vom Gebirge
Die blanke Flut geschwätzigen Traufes niederspringt.
Dort ruft nimmer ein Hirt die Geiß zum melken, gewillig
Trägt seinen Euter prall daher das fromme Schaf.
Nicht tappt brummend zunacht der Bär um die Pferche der Lämmer,
Noch bäumt am Boden giftgeschwollene Natterbrut.
Keinerlei Seuche befällt das Vieh. Kein glühes Gestirn plagt
Mit Wut, unbändig tobender, die Herdentrift.
</poem>
Die Kanarischen Inseln wurden unter dem Namen {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, der lateinischen Entsprechung zu {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, bekannt – ein Begriff, den schon Plinius im sechsten Buch seiner Naturgeschichte erwähnt. In der wörtlichen Übersetzung {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} erscheint Ausdruck bei Plautus sogar etwa 2,5 Jahrhunderte früher.<ref>Trinummus 2,4,148 (dort im Akkusativ: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}); vergleiche la:Trinummus, Zeile 549 (lateinische Wikisource)</ref> Die Region der im östlichen Zentralatlantik liegenden Inselgruppen vulkanischen Ursprungs (einschließlich der Kanarischen Inseln) wird in der Biogeographie heutzutage unter dem Begriff Makaronesien zusammengefasst.
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- „O Mutter der goldgekrönten Kampfspiele, Olympia!“
Anfang eines Lobpreises auf Olympia und die Olympischen Spiele durch den Dichter Pindar, der Oden auf Sieger der Olympischen, Pythischen, Nemeischen und Isthmischen Spiele schrieb.<ref>Pindar, Olympische Ode 8, 1–9</ref><ref>Navicula Bacchi, Olympia1</ref>
<poem lang="grc" style="margin-left:1.6em; display:inline-block; vertical-align:top;"> Μᾶτερ ὦ χρυσοστεφάνων ἀέθλων, Οὐλυμπία, δέσποιν’ ἀλαθείας, ἵνα μάντιες ἄνδρες ἐμπύροις τεκμαιρόμενοι παραπειρῶν- ται Διὸς ἀργικεραύνου, εἴ τιν’ ἔχει λόγον ἀνθρώπων πέρι μαιομένων μεγάλαν ἀρετὰν θυμῷ λαβεῖν, τῶν δὲ μόχθων ἀμπνοάν. </poem> <poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic; display:inline-block; vertical-align:top;"> Mater ō chrysostephanōn aethlōn, Oulympia, despoin’ alatheias, hina manties andres empyrois tekmairomenoi parapeidōn- tai Dios archikeraunou, ei tin’ echei logon anthrōpōn peri maiomenon megalan aretan thymō labein, tōn de mochthōn ampnoan. </poem>
<poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic;"> O Mutter der goldgekrönten Kampfspiele, Olympia, Herrin der Wahrheit, wo wahrsagende Männer brennende Opfer auslegend, befra- gen Zeus, den hellblitzenden, ob er etwas Acht hat auf die Menschen, die im Herzen streben, großen Heldenmut zu erlangen und ein Aufatmen von den Mühen. </poem>
Der Anfang dieser Ode war 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen auf der Rückseite der Olympiamedaillen in griechischer Schrift eingraviert.<ref>Winner Medals Olympic Games 2004 Athens</ref>
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- „Großes Buch – großes Übel.“
Ausspruch des alexandrinischen Dichters Kallimachos, der Hofdichter Ptolemaios’ II. war und an der Bibliothek von Alexandria arbeitete.
Von ihm stammt der Bibliothekskatalog, der erste schriftliche Katalog der Bibliotheksgeschichte, der auf Tafeln an den Wänden angebracht war. Als Verfasserlexikon sämtlicher griechischer Autoren umfasste er 120 Buchrollen und war nicht für die Benutzer bestimmt, sondern konzentrierte sich auf eine Auswahl der griechischen Schriftsteller. Jede Rolle wurde mit einem Etikett mit Verfasser- und Titelangabe versehen, so dass man sie zu ihrer Identifizierung nicht zu entrollen brauchte.
Gleichsam als Gegengewicht zu seinen umfangreichen Arbeiten als Bibliothekar verfasste Kallimachos selbst Gedichte. Umfangreiche Dichtungen wie etwa Epen in homerischer Tradition lehnte er ab.
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- „Großgriechenland“
Lateinisch als {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} werden die Regionen im antiken Süditalien und Sizilien bezeichnet, die durch griechische Siedler ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. kolonisiert wurden. Die Kolonien wurden als {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} bezeichnet, vermutlich, um ihre Größe gegenüber dem griechischen Mutterland zu betonen.
Die Abreise der Kolonisten aus Griechenland ging auf friedliche Weise vor, wenn die Bevölkerung in einer Stadt zu groß wurde, oder, wenn Kämpfe zwischen Gruppen verschiedener Stadtbewohner mit dem Sieg einer Gruppe endeten, wurden die Besiegten zur Verbannung verurteilt.
Noch heute existiert in Kalabrien und in Apulien eine kleine Minderheit, die Griko spricht – eine Sprache mit altgriechischen und italienischen Elementen. Im Griechischen wird die Sprache oft als {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Nieder-/
Das Vaterunser in Griko:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20010410115337
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<poem lang="el-Latn" style="margin-left:1.6em; font-style:italic;"> Patrimò pu stei stin ajèra, pu n'ajasti o Nomà-su, pu n'arti i Vasilìa-su, Pu na jettì to telimà-su, pos stin ajèra, jùs stin ghì. Dòstu es emà to fsomì simmerinò. Fsexorisò-mma tes amartìe-mma, pos emì efsexorùme us addù, ce na mi mas fèri es ton àscimo, ce vlèfse-ma es pa’ kkakò. </poem>
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- „Großes Meer“
Dies ist die erste überlieferte griechische Bezeichnung für das Mittelmeer, das in Neugriechisch jetzt {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Mittelländisches Meer“) heißt. Mit der Entdeckung des Atlantik im 4. Jahrhundert v. Chr. kam die Bezeichnung {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Inneres Meer“) auf.
Das Schwarze Meer wurde euphemistisch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („gastliches Meer“) genannt. Vor dem Jahr 8. Jahrhundert v. Chr. war es auch als {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („ungastliches Meer“) bekannt. Der ursprünglich skythische Name lautete Aksaena („das Schwarze“). Im Lateinischen trat später auch das Wort {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (von {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} „Meer“) für das Schwarze Meer auf. Heute heißt es im Griechischen {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}.
Das Rote Meer wurde als Teil des Erythraeischen Meers ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) angesehen. Herodot nannte es {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, „Meerbusen Arabiens“. Der Name leitet sich von den rötlichen Korallenbänken ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}} „rot“) und vom Anblick der arabischen Wüstenlandschaft ab.
Der Persische Golf war den Griechen vor den Eroberungen Alexanders unbekannt und dessen Admiral Nearchos nahm an, es handle sich um das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}.
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- „große Idee“
Die Großgriechische Idee war vom späten 19. bis in das frühe 20. Jahrhundert Grundlage der griechischen Außenpolitik und schien sich 1920 für kurze Zeit zu verwirklichen, bevor schließlich die damals mehrheitlich griechischsprachigen Regionen des westlichen Kleinasien an die Türkei abgetreten wurden.
Die griechischen Revolutionäre nach 1821 sehnten das byzantinische Reich zurück und wollten ein hellenistisches Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel gründen.
Der Erste, der diese Idee propagierte, war der Revolutionär Rigas Ferreos oder Velestinlis. Er zeichnete 1791 die erste Landkarte darüber und verteilte sie später in den griechischsprachigen Gebieten des Osmanischen Reiches. Auf dieser Karte wurden der größte Teil der Balkanländer, Kreta, Rhodos, Thessaloniki, Zypern, die Ägäischen Inseln, Thrakien und Konstantinopel als zu befreiende Gebiete gekennzeichnet.
Die Niederlage Griechenlands im Griechisch-Türkischen Krieg (1919–1922) zerschlug diese Idee endgültig. Im Zuge eines „Bevölkerungsaustauschs“ verschwanden die fast drei Jahrtausende dort ansässigen Griechen aus Kleinasien.
Werner van Gent und Paul L. Walser schreiben in ihrem Griechenlandbuch Zimt in der Suppe:<ref name="GentWalser2004">Werner van Gent, Paul L. Walser: Zimt in der Suppe. Überraschendes Griechenland. Zürich: Rotpunktverlag, 2004, ISBN 3-85869-283-2, S. 36f.</ref>
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| {{#if:trim|In fataler Selbstüberschätzung und völlig falscher Einschätzung sowohl des Gegners als auch der Absichten der Großmächte glaubten die Griechen, ihre ‘Große Idee’ nun doch noch verwirklichen und die ‘Schmach von 1453’ tilgen zu können: Sie landeten im Mai 1919 an der anatolischen Küste und errichteten in Smyrna (İzmir) einen Stützpunkt, von dem aus sie die bis dahin mehrheitlich von Griechen bewohnte Küste und die einstige Kaiserstadt Konstantinopel, die sie bis heute zärtlich einfach als ‘die Stadt’ (i Pólis) zu bezeichnen pflegen, ‘zurückerobern’ wollten.}}
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Doch die Invasoren hatten ihre Rechnung ohne Mustafa Kemal (Atatürk) gemacht. Eleftherios Venizelos wechselte sämtliche Offiziere der in Anatolien kämpfenden Armee aus, doch die Katastrophe war nicht mehr abzuwenden. Es folgte die {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, die „kleinasiatische Katastrophe“. Das irrwitzige Kleinasien-Abenteuer endete im August 1922 mit einer totalen Katastrophe. Smyrna wurde in Schutt und Asche gelegt; das, was vom griechischen Heer noch übrig war, flüchtete durch die anatolische Steppe. Konstantinopel hieß nun endgültig Istanbul, und die ethnische Koexistenz war durch den Nationalismus und drei unsinnige Kriegsjahre weggewischt.
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- „Meine Seele preist den Herrn.“
Griechischer Originaltext des Magnificat.
Mit den lateinischen Worten „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ beginnt der psalmartige Lobgesang Marias, mit dem sie, nach der Ankündigung der Geburt Jesu durch den Erzengel Gabriel (Mariä Heimsuchung) zu Besuch bei ihrer Base Elisabeth, auf deren prophetischen Gruß antwortet.
Maria preist Gott als den, der sich ihr und allen Geringen, Machtlosen und Hungernden zuwendet, um sie aufzurichten, dagegen die Mächtigen, Reichen und Hochmütigen von ihren Thronen stürzt. Das Magnificat ist nur im Evangelium nach Lukas enthalten, das sich am meisten für die Ausgegrenzten interessiert, und propagiert gleich am Anfang die Wichtigkeit dieses Anliegens.
Die lateinische Vulgata-Übersetzung wird in der westlichen Liturgie verwendet und gab dem Magnificat seinen im Westen üblichen Namen.
<poem lang="la" style="margin-left:1.6em; font-style:italic;"> Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo. </poem>
In der deutschen Einheitsübersetzung heißt es: <poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic;"> Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref> </poem>
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- „Gott mit uns“
Gott mit uns war der Wahlspruch des preußischen Königshauses und der deutschen Kaiser und ein Teil der preußischen militärischen Hoheitszeichen, der auch nach dem Ende der Monarchie in Deutschland von der Reichswehr und Wehrmacht benutzt wurde.
Gott mit uns ist die deutsche Übersetzung von Immanu’el ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}}). Der Name Immanuel kommt nur vier Mal in der Bibel vor. Jesus bekommt diesen Namen, als seine Geburt angekündigt wird, sonst wird er aber zu keinem Zeitpunkt Immanuel genannt. Im Evangelium nach Matthäus heißt es:<ref>Matthäusevangelium 1,23</ref><ref>Bibelwissenschaft.de: Matthäus 1,23 – Novum Testamentum Graece (NA28), Einheitsübersetzung (EUE) (griechisch, deutsch)</ref>
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| {{#if:trim|ἰδοὺ ἡ παρθένος ἐν γαστρὶ ἕξει καὶ τέξεται υἱόν, καὶ καλέσουσιν τὸ ὄνομα αὐτοῦ Ἐμμανουήλ,
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„Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“{{#if: || }}
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Beim genauen Hinsehen zeigt sich, dass die griechische Schreibweise {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ist, siehe auch Emanuel.
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- „ein schwarzes Gewand anlegen“
Im antiken Athen wurde ein schwarzes Gewand bei Todesfällen und anderen traurigen Ereignissen angelegt. Diese Redewendung verwendet der Geschichtsschreiber Plutarch in seinem Bericht über den Tod des athenischen Staatsmannes Perikles.
Als dieser im Sterben lag, versammelten sich seine Freunde um sein Bett und sprachen über seine Leistungen, in der Meinung, Perikles würde dies nicht mehr wahrnehmen. Doch da meldete sich Perikles zu Wort und erinnerte alle daran, dass sie das Wichtigste vergessen hätten:<ref>Plutarch, Perikles 38,4</ref>
- „‚Denn keiner von den lebenden Athenern‘, so sagte er, ‚hat um meinetwillen ein schwarzes Gewand angelegt.‘“
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- „Bedachtsamkeit vermag alles.“
Dies war der Wahlspruch des Periander von Korinth, der als Prototyp des Tyrannen galt: hart, aber weitsichtig. Er galt zeitweise auch als einer der Sieben Weisen.
Dieser Spruch wurde im Prolog des {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (Das Spiel der Sieben Weisen) des römischen Dichters Ausonius von einem {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (eine „lustige Person“) zitiert, der die bekannten Sprüche der Sieben Weisen aufzählt:
- Lateinisch: „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“
- Deutsch: „Und {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} <der Spruch> des Periander aus Korinth, der meint, dass Bedachtsamkeit alles vermöge.“<ref>Zitiert nach Bruno Snell, Leben und Meinungen der Sieben Weisen (1952).</ref>
Weitere seiner Aussprüche sind:
- Die Lüste sind vergänglich, die Tugenden unsterblich.
- Schimpfe so, dass du schnell wieder Freund werden kannst.
- Halte dich an alte Gesetze, aber an frische Speisen.
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- „Änderung von allem ist angenehm.“
Dieses Zitat von Euripides<ref>Euripides, Orestes, 234</ref> wurde zum beliebten Sprichwort, das auch Aristoteles mehrfach zitiert.<ref>Aristoteles, Nikomachische Ethik, 7, 1154b 29 und Aristoteles, Rhetorik, 1371a 28</ref>
Die sprichwörtliche Wendung beginnt im Lateinischen in der Rhetorik an Herennius eines unbekannten Autors – mit Bezug auf das Heben und Senken der Stimme beim Reden:
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Meist wird dieser Satz mit „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ zitiert.
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- „Denkt um!“
Diese Aufforderung Jesu im Evangelium nach Matthäus wird nicht ganz korrekt mit „Tut Buße!“ oder „Kehrt um!“ übersetzt. Sie ist zusammengesetzt aus der Präposition {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, „um, nach“) und dem Imperativ Präsens Plural zu {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}} „denken“). Von Buße ist also nicht die Rede. Im Kontext heißt es, dass sich Jesus, als er hörte, dass Johannes der Täufer gefangen worden war, nach Galiläa zurückzog:<ref>Matthäusevangelium 4,17</ref><ref>Bibelwissenschaft.de: Matthäus 4,17 – Novum Testamentum Graece (NA28), Lutherbibel 1912 (LU12) (griechisch, deutsch)</ref>
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Mit den Angaben zum ersten öffentlichen Auftreten Jesu grenzt Matthäus die Perikope zu der vorangegangenen Taufe und Versuchung ab. Jesus tritt also erst dann an die Öffentlichkeit, als das Wirken Johannes’ gewaltsam beendet wird. Ob allerdings die Gefangennahme des Täufers nicht nur den Zeitpunkt, sondern auch den Anlass für Jesu Ortswechsel darstellt, wird nicht erklärt. Dass Jesus seine Tätigkeit gerade in Galiläa aufnimmt, ist ungewöhnlich, denn es liegt weit weg von Jerusalem, dem kulturellen und religiösen Zentrum Israels. Außerdem hatten Galiläa und Jesu Heimatort Nazareth keinen guten Ruf. Im Evangelium nach Johannes fragt sich Nathanael:<ref>Bibelwissenschaft.de: Johannes 1,46 – Lutherbibel 1912 (LU12)</ref>
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Der hebräische Begriff {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}}, der in der Septuaginta mit {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} übersetzt wird, umfasst eine Umkehr zu Gott. Ins Lateinische wurde {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} mit {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Reue“; von {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, „Strafe“) übersetzt. Im Deutschen wurde das Wort Buße verwendet, das die Genugtuung des Sünders gegenüber Gott bezeichnete. Martin Luther betonte damit wieder mehr den „Schrecken und gläubige Reue“.
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- „Übersetzung der Siebzig“
Neugriechische Bezeichnung für die Septuaginta, die altgriechische Übersetzung der hebräischen heiligen Schriften. Sie ist die älteste durchgehende Bibelübersetzung überhaupt und wurde von jüdischen Schriftgelehrten aus Alexandria im Umfeld des Hellenistischen Judentums angefertigt.
Der lateinische Name Septuaginta (= 70) leitet sich von der Aristeaslegende ab, nach der 72 jüdische Gelehrte die Fünf Bücher Mose in 72 Tagen aus dem Hebräischen ins Griechische übersetzt hätten. Die Zahl 72 wurde auf 70 abgerundet und wird oft in abkürzender Schreibweise als LXX notiert (LXX = 70 als römische Zahl).
Die Legende über die Entstehung geht auf den so genannten Aristeasbrief zurück, der als Entstehungszeit die Regierungszeit Ptolemaios II. (285–246 v. Chr.) angibt. Nachdem der Vorsteher der Bibliothek von Alexandria die jüdische Tora in seine Bibliothek aufnehmen wollte, habe der jüdische Hohepriester Eleazar auf Bitten des Ptolemäerkönigs 72 Gelehrte (je 6 aus den 12 Stämmen Israels) nach Alexandria entsandt. Diese hätten die Übersetzung auf der Insel Pharos innerhalb von 72 Tagen vollendet. Bevor die Übersetzung dem König präsentiert wurde, sei sie der jüdischen Gemeinde vorgestellt und von dieser akzeptiert worden. Philo von Alexandria weitete die Legende dahin aus, dass alle 72 Gelehrten in unabhängiger Arbeit zu einer identischen Übersetzung gekommen seien.
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- „Maß (ist) das Beste.“
Der Ausspruch „Maßhalten ist das Beste“ wird Kleobulos zugeschrieben, dem Tyrannen von Lindos auf der Insel Rhodos und einem der Sieben Weisen.<ref>Stobaios: Anthologie 3,1,172</ref>
Die lateinische Entsprechung ist „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“
Nach Platon ist Maßhalten eine der vier Kardinaltugenden:
- Weisheit ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
- Tapferkeit ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
- Maßhalten bzw. Besonnenheit ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
- Gerechtigkeit ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
Platon zählt dann auch noch die Frömmigkeit ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) dazu.
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- „nicht schaden“
Grundsatz, den die hippokratische Tradition ins Zentrum des moralisch geforderten ärztlichen Handelns stellt. Der ganze Satz lautet auf Griechisch:
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„Für die Behandlung der Krankheiten gilt zweierlei: nützen oder doch nicht schaden.<ref>Übersetzung von Walter Müri, in: Walter Müri, Der Arzt im Altertum. Griechische und lateinische Quellenstücke mit der Übertragung ins Deutsche. Heimeran, München 1962.</ref>“{{#if: || }}
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Ins Lateinische geriet diese Weisheit in der Form {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („zuerst einmal nicht schaden“) oder {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („keineswegs schaden“) um das Jahr 50 durch den Arzt Scribonius Largus am Hof des Kaisers Claudius. Dazu schreibt Harro Albrecht in der Wochenzeitschrift Die Zeit:<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
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- „Das geschehe nie!“
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Im Brief des Paulus an die Römer heißt es in Kapitel 3:<ref>Bibelwissenschaft.de: Römer 3 – Novum Testamentum Graece (NA28), Lutherbibel 2017 (LU17) (griechisch, deutsch)</ref>
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| {{#if:trim|1 Τί οὖν τὸ περισσὸν τοῦ Ἰουδαίου ἢ τίς ἡ ὠφέλεια τῆς περιτομῆς; 2 πολὺ κατὰ πάντα τρόπον. πρῶτον μὲν [γὰρ] ὅτι ἐπιστεύθησαν τὰ λόγια τοῦ θεοῦ. 3 τί γάρ; εἰ ἠπίστησάν τινες, μὴ ἡ ἀπιστία αὐτῶν τὴν πίστιν τοῦ θεοῦ καταργήσει; 4 μὴ γένοιτο· γινέσθω δὲ ὁ θεὸς ἀληθής, πᾶς δὲ ἄνθρωπος ψεύστης, καθὼς γέγραπται· ὅπως ἂν δικαιωθῇς ἐν τοῖς λόγοις σου καὶ νικήσεις ἐν τῷ κρίνεσθαί σε. 5 εἰ δὲ ἡ ἀδικία ἡμῶν θεοῦ δικαιοσύνην συνίστησιν, τί ἐροῦμεν; μὴ ἄδικος ὁ θεὸς ὁ ἐπιφέρων τὴν ὀργήν; κατὰ ἄνθρωπον λέγω. 6 μὴ γένοιτο· ἐπεὶ πῶς κρινεῖ ὁ θεὸς τὸν κόσμον;
[…]
28 λογιζόμεθα γὰρ δικαιοῦσθαι πίστει ἄνθρωπον χωρὶς ἔργων νόμου. 29 ἢ Ἰουδαίων ὁ θεὸς μόνον; οὐχὶ καὶ ἐθνῶν; ναὶ καὶ ἐθνῶν, 30 εἴπερ εἷς ὁ θεὸς ὃς δικαιώσει περιτομὴν ἐκ πίστεως καὶ ἀκροβυστίαν διὰ τῆς πίστεως. 31 νόμον οὖν καταργοῦμεν διὰ τῆς πίστεως; μὴ γένοιτο· ἀλλὰ νόμον ἱστάνομεν.}}
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28 λογιζόμεθα γὰρ δικαιοῦσθαι πίστει ἄνθρωπον χωρὶς ἔργων νόμου. 29 ἢ Ἰουδαίων ὁ θεὸς μόνον; οὐχὶ καὶ ἐθνῶν; ναὶ καὶ ἐθνῶν, 30 εἴπερ εἷς ὁ θεὸς ὃς δικαιώσει περιτομὴν ἐκ πίστεως καὶ ἀκροβυστίαν διὰ τῆς πίστεως. 31 νόμον οὖν καταργοῦμεν διὰ τῆς πίστεως; μὴ γένοιτο· ἀλλὰ νόμον ἱστάνομεν.}}{{
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#if: 1 Was haben denn die Juden für Vorteil, oder was nützt die Beschneidung? 2 Fürwahr sehr viel. Zum ersten: ihnen ist vertraut, was Gott geredet hat. 3 Daß aber etliche nicht daran glauben, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben? 4 Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, daß Gott sei wahrhaftig und alle Menschen Lügner; wie geschrieben steht: »Auf daß du gerecht seist in deinen Worten und überwindest, wenn du gerichtet wirst.« 5 Ist’s aber also, daß unsre Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preist, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, daß er darüber zürnt? (Ich rede also auf Menschenweise.) 6 Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten?
[…]
28 So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. 29 Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott. 30 Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben. 31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf. || }}
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28 So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. 29 Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott. 30 Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben. 31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.
„1 Was haben denn die Juden für Vorteil, oder was nützt die Beschneidung? 2 Fürwahr sehr viel. Zum ersten: ihnen ist vertraut, was Gott geredet hat. 3 Daß aber etliche nicht daran glauben, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben? 4 Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, daß Gott sei wahrhaftig und alle Menschen Lügner; wie geschrieben steht: »Auf daß du gerecht seist in deinen Worten und überwindest, wenn du gerichtet wirst.« 5 Ist’s aber also, daß unsre Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preist, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, daß er darüber zürnt? (Ich rede also auf Menschenweise.) 6 Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten?
[…]
28 So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. 29 Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott. 30 Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben. 31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.“{{#if: || }}
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| }} }}{{#if: 1 Τί οὖν τὸ περισσὸν τοῦ Ἰουδαίου ἢ τίς ἡ ὠφέλεια τῆς περιτομῆς; 2 πολὺ κατὰ πάντα τρόπον. πρῶτον μὲν [γὰρ] ὅτι ἐπιστεύθησαν τὰ λόγια τοῦ θεοῦ. 3 τί γάρ; εἰ ἠπίστησάν τινες, μὴ ἡ ἀπιστία αὐτῶν τὴν πίστιν τοῦ θεοῦ καταργήσει; 4 μὴ γένοιτο· γινέσθω δὲ ὁ θεὸς ἀληθής, πᾶς δὲ ἄνθρωπος ψεύστης, καθὼς γέγραπται· ὅπως ἂν δικαιωθῇς ἐν τοῖς λόγοις σου καὶ νικήσεις ἐν τῷ κρίνεσθαί σε. 5 εἰ δὲ ἡ ἀδικία ἡμῶν θεοῦ δικαιοσύνην συνίστησιν, τί ἐροῦμεν; μὴ ἄδικος ὁ θεὸς ὁ ἐπιφέρων τὴν ὀργήν; κατὰ ἄνθρωπον λέγω. 6 μὴ γένοιτο· ἐπεὶ πῶς κρινεῖ ὁ θεὸς τὸν κόσμον;
[…]
28 λογιζόμεθα γὰρ δικαιοῦσθαι πίστει ἄνθρωπον χωρὶς ἔργων νόμου. 29 ἢ Ἰουδαίων ὁ θεὸς μόνον; οὐχὶ καὶ ἐθνῶν; ναὶ καὶ ἐθνῶν, 30 εἴπερ εἷς ὁ θεὸς ὃς δικαιώσει περιτομὴν ἐκ πίστεως καὶ ἀκροβυστίαν διὰ τῆς πίστεως. 31 νόμον οὖν καταργοῦμεν διὰ τῆς πίστεως; μὴ γένοιτο· ἀλλὰ νόμον ἱστάνομεν. | {{
#if: | {{#if: 1 Τί οὖν τὸ περισσὸν τοῦ Ἰουδαίου ἢ τίς ἡ ὠφέλεια τῆς περιτομῆς; 2 πολὺ κατὰ πάντα τρόπον. πρῶτον μὲν [γὰρ] ὅτι ἐπιστεύθησαν τὰ λόγια τοῦ θεοῦ. 3 τί γάρ; εἰ ἠπίστησάν τινες, μὴ ἡ ἀπιστία αὐτῶν τὴν πίστιν τοῦ θεοῦ καταργήσει; 4 μὴ γένοιτο· γινέσθω δὲ ὁ θεὸς ἀληθής, πᾶς δὲ ἄνθρωπος ψεύστης, καθὼς γέγραπται· ὅπως ἂν δικαιωθῇς ἐν τοῖς λόγοις σου καὶ νικήσεις ἐν τῷ κρίνεσθαί σε. 5 εἰ δὲ ἡ ἀδικία ἡμῶν θεοῦ δικαιοσύνην συνίστησιν, τί ἐροῦμεν; μὴ ἄδικος ὁ θεὸς ὁ ἐπιφέρων τὴν ὀργήν; κατὰ ἄνθρωπον λέγω. 6 μὴ γένοιτο· ἐπεὶ πῶς κρινεῖ ὁ θεὸς τὸν κόσμον;
[…]
28 λογιζόμεθα γὰρ δικαιοῦσθαι πίστει ἄνθρωπον χωρὶς ἔργων νόμου. 29 ἢ Ἰουδαίων ὁ θεὸς μόνον; οὐχὶ καὶ ἐθνῶν; ναὶ καὶ ἐθνῶν, 30 εἴπερ εἷς ὁ θεὸς ὃς δικαιώσει περιτομὴν ἐκ πίστεως καὶ ἀκροβυστίαν διὰ τῆς πίστεως. 31 νόμον οὖν καταργοῦμεν διὰ τῆς πίστεως; μὴ γένοιτο· ἀλλὰ νόμον ἱστάνομεν. |
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}}{{#if: 1 Was haben denn die Juden für Vorteil, oder was nützt die Beschneidung? 2 Fürwahr sehr viel. Zum ersten: ihnen ist vertraut, was Gott geredet hat. 3 Daß aber etliche nicht daran glauben, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben? 4 Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, daß Gott sei wahrhaftig und alle Menschen Lügner; wie geschrieben steht: »Auf daß du gerecht seist in deinen Worten und überwindest, wenn du gerichtet wirst.« 5 Ist’s aber also, daß unsre Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preist, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, daß er darüber zürnt? (Ich rede also auf Menschenweise.) 6 Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten?
[…]
28 So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. 29 Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott. 30 Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben. 31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf. | {{#if: |
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In Kapitel 6 steht:<ref>Bibelwissenschaft.de: Römer 6 – Novum Testamentum Graece (NA28), Lutherbibel 2017 (LU17) (griechisch, deutsch)</ref>
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| {{#if:trim|1 Τί οὖν ἐροῦμεν; ἐπιμένωμεν τῇ ἁμαρτίᾳ, ἵνα ἡ χάρις πλεονάσῃ; 2 μὴ γένοιτο. οἵτινες ἀπεθάνομεν τῇ ἁμαρτίᾳ, πῶς ἔτι ζήσομεν ἐν αὐτῇ;
[…]
14 ἁμαρτία γὰρ ὑμῶν οὐ κυριεύσει· οὐ γάρ ἐστε ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν. 15 Τί οὖν; ἁμαρτήσωμεν, ὅτι οὐκ ἐσμὲν ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν; μὴ γένοιτο. 16 οὐκ οἴδατε ὅτι ᾧ παριστάνετε ἑαυτοὺς δούλους εἰς ὑπακοήν, δοῦλοί ἐστε ᾧ ὑπακούετε, ἤτοι ἁμαρτίας εἰς θάνατον ἢ ὑπακοῆς εἰς δικαιοσύνην;}}
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14 ἁμαρτία γὰρ ὑμῶν οὐ κυριεύσει· οὐ γάρ ἐστε ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν. 15 Τί οὖν; ἁμαρτήσωμεν, ὅτι οὐκ ἐσμὲν ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν; μὴ γένοιτο. 16 οὐκ οἴδατε ὅτι ᾧ παριστάνετε ἑαυτοὺς δούλους εἰς ὑπακοήν, δοῦλοί ἐστε ᾧ ὑπακούετε, ἤτοι ἁμαρτίας εἰς θάνατον ἢ ὑπακοῆς εἰς δικαιοσύνην;}}“
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14 ἁμαρτία γὰρ ὑμῶν οὐ κυριεύσει· οὐ γάρ ἐστε ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν. 15 Τί οὖν; ἁμαρτήσωμεν, ὅτι οὐκ ἐσμὲν ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν; μὴ γένοιτο. 16 οὐκ οἴδατε ὅτι ᾧ παριστάνετε ἑαυτοὺς δούλους εἰς ὑπακοήν, δοῦλοί ἐστε ᾧ ὑπακούετε, ἤτοι ἁμαρτίας εἰς θάνατον ἢ ὑπακοῆς εἰς δικαιοσύνην; | grc }} }}
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[…]
14 ἁμαρτία γὰρ ὑμῶν οὐ κυριεύσει· οὐ γάρ ἐστε ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν. 15 Τί οὖν; ἁμαρτήσωμεν, ὅτι οὐκ ἐσμὲν ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν; μὴ γένοιτο. 16 οὐκ οἴδατε ὅτι ᾧ παριστάνετε ἑαυτοὺς δούλους εἰς ὑπακοήν, δοῦλοί ἐστε ᾧ ὑπακούετε, ἤτοι ἁμαρτίας εἰς θάνατον ἢ ὑπακοῆς εἰς δικαιοσύνην;}}{{
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#if: 1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?
[…]
14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. 15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit. || }}
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14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. 15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit. || }}
}}{{#if: 1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?
[…]
14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. 15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit.
„1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?
[…]
14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. 15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit.“{{#if: || }}
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| }} }}{{#if: 1 Τί οὖν ἐροῦμεν; ἐπιμένωμεν τῇ ἁμαρτίᾳ, ἵνα ἡ χάρις πλεονάσῃ; 2 μὴ γένοιτο. οἵτινες ἀπεθάνομεν τῇ ἁμαρτίᾳ, πῶς ἔτι ζήσομεν ἐν αὐτῇ;
[…]
14 ἁμαρτία γὰρ ὑμῶν οὐ κυριεύσει· οὐ γάρ ἐστε ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν. 15 Τί οὖν; ἁμαρτήσωμεν, ὅτι οὐκ ἐσμὲν ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν; μὴ γένοιτο. 16 οὐκ οἴδατε ὅτι ᾧ παριστάνετε ἑαυτοὺς δούλους εἰς ὑπακοήν, δοῦλοί ἐστε ᾧ ὑπακούετε, ἤτοι ἁμαρτίας εἰς θάνατον ἢ ὑπακοῆς εἰς δικαιοσύνην; | {{
#if: | {{#if: 1 Τί οὖν ἐροῦμεν; ἐπιμένωμεν τῇ ἁμαρτίᾳ, ἵνα ἡ χάρις πλεονάσῃ; 2 μὴ γένοιτο. οἵτινες ἀπεθάνομεν τῇ ἁμαρτίᾳ, πῶς ἔτι ζήσομεν ἐν αὐτῇ;
[…]
14 ἁμαρτία γὰρ ὑμῶν οὐ κυριεύσει· οὐ γάρ ἐστε ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν. 15 Τί οὖν; ἁμαρτήσωμεν, ὅτι οὐκ ἐσμὲν ὑπὸ νόμον ἀλλ’ ὑπὸ χάριν; μὴ γένοιτο. 16 οὐκ οἴδατε ὅτι ᾧ παριστάνετε ἑαυτοὺς δούλους εἰς ὑπακοήν, δοῦλοί ἐστε ᾧ ὑπακούετε, ἤτοι ἁμαρτίας εἰς θάνατον ἢ ὑπακοῆς εἰς δικαιοσύνην; |
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[…]
14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. 15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisst ihr nicht? Wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und dem gehorcht ihr – entweder als Knechte der Sünde zum Tode oder als Knechte des Gehorsams zur Gerechtigkeit. | {{#if: |
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In Kapitel 7 ist zu lesen:<ref>Bibelwissenschaft.de: Römer 7 – Novum Testamentum Graece (NA28), Lutherbibel 2017 (LU17) (griechisch, deutsch)</ref>
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| {{#if:trim|7 Τί οὖν ἐροῦμεν; ὁ νόμος ἁμαρτία; μὴ γένοιτο· ἀλλὰ τὴν ἁμαρτίαν οὐκ ἔγνων εἰ μὴ διὰ νόμου· […] 12 ὥστε ὁ μὲν νόμος ἅγιος καὶ ἡ ἐντολὴ ἁγία καὶ δικαία καὶ ἀγαθή. 13 Τὸ οὖν ἀγαθὸν ἐμοὶ ἐγένετο θάνατος; μὴ γένοιτο· ἀλλ’ ἡ ἁμαρτία, ἵνα φανῇ ἁμαρτία, διὰ τοῦ ἀγαθοῦ μοι κατεργαζομένη θάνατον, ἵνα γένηται καθ’ ὑπερβολὴν ἁμαρτωλὸς ἡ ἁμαρτία διὰ τῆς ἐντολῆς.}}
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| {{{nach}}} }} }} }}{{
#if: 7 Was wollen wir hierzu sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. […] 12 So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. 13 Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, auf dass sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, auf dass die Sünde über alle Maßen sündig werde durchs Gebot. || }}
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}}{{#if: 7 Was wollen wir hierzu sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. […] 12 So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. 13 Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, auf dass sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, auf dass die Sünde über alle Maßen sündig werde durchs Gebot.
|
„7 Was wollen wir hierzu sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. […] 12 So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. 13 Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, auf dass sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, auf dass die Sünde über alle Maßen sündig werde durchs Gebot.“{{#if: || }}
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#if: | {{#if: 7 Τί οὖν ἐροῦμεν; ὁ νόμος ἁμαρτία; μὴ γένοιτο· ἀλλὰ τὴν ἁμαρτίαν οὐκ ἔγνων εἰ μὴ διὰ νόμου· […] 12 ὥστε ὁ μὲν νόμος ἅγιος καὶ ἡ ἐντολὴ ἁγία καὶ δικαία καὶ ἀγαθή. 13 Τὸ οὖν ἀγαθὸν ἐμοὶ ἐγένετο θάνατος; μὴ γένοιτο· ἀλλ’ ἡ ἁμαρτία, ἵνα φανῇ ἁμαρτία, διὰ τοῦ ἀγαθοῦ μοι κατεργαζομένη θάνατον, ἵνα γένηται καθ’ ὑπερβολὴν ἁμαρτωλὸς ἡ ἁμαρτία διὰ τῆς ἐντολῆς. |
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}}{{#if: grc | {{#if: |
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}}{{#if: 7 Was wollen wir hierzu sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. […] 12 So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. 13 Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, auf dass sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, auf dass die Sünde über alle Maßen sündig werde durchs Gebot. | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe Übersetzung=de=}}
}}
Daneben ist die Wortgruppe zu finden in<ref name="genoito" />
- Römer 9,14 – 11,1 – 11,11
- Lukas 20,16
- 1. Korinther 6,15
- Galater 2,17 – 3,21 – 6,14.
{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- {{#invoke
- Vorlage:lang|flat}}
- {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- „Lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut!“
Stelle aus dem Evangelium nach Matthäus, wo Jesus vom Almosengeben spricht:<ref>Vorlage:Bibel/Link, 6{{#if:3-4|,3-4}} {{#switch: LUT | NA =LUT | OT | BHS =LUT | LXX =LUT | VUL =LUT | #default =LUT}}</ref>
{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@-
| {{#if:trim|1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; […] 3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.}}
| {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@
| {{#ifeq: de | de
| „{{#if:trim|1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; […] 3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.}}“
| {{#invoke:Text|quoteUnquoted| 1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; […] 3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. | {{{lang}}} }} }}
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| „
| {{{vor}}} }}{{#if:trim|1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; […] 3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.}}{{
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„{{{Latn}}}“{{#if: || }}
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| }} }}{{#if: 1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; […] 3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. | {{
#if: | {{#if: 1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; […] 3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. |
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}}{{#if: | {{#if: |
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{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- {{#invoke
- Vorlage:lang|flat}}
- {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- „Ruhendes nicht bewegen“
Diese sprichwörtliche Mahnung wird zitiert in den Scholien zu Platon, bei Theognis und bei Sophokles. Die Mahnung begegnet auch in der Variante „Das Unbewegliche nicht bewegen“ bei Platon.<ref>Platon: Gesetze 913 B</ref>
Dieser alte Spruch wurde in seiner lateinischen Form „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ (übertragen: „keine schlafenden Hunde wecken“) vom deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck im April 1891 in Friedrichsruh in einem Schreiben an den Vorstand der Konservativen Partei, deren Abgeordneter er war, zitiert:
{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@-
| {{#if:trim|Es gibt ein altes gutes politisches Sprichwort: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, das heißt, was ruhig liegt, nicht stören, und das ist echt conservativ: eine Gesetzgebung nicht mitmachen, die beunruhigt, wo das Bedürfniß einer Aenderung nicht vorliegt. Auch in ministeriellen Kreisen gibt es Leute, die einseitig das Bedürfniß haben, die Menschheit mit ihren Elaboraten glücklich zu machen. Eine Regirung, welche unnöthige Neuerungen vertritt, wird anticonservativ, indem sie gesetzliche Zustände, die sich als brauchbar bewährt haben, ändert ohne Anregung durch die Betheiligten.}}
| {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@
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| „{{#if:trim|Es gibt ein altes gutes politisches Sprichwort: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, das heißt, was ruhig liegt, nicht stören, und das ist echt conservativ: eine Gesetzgebung nicht mitmachen, die beunruhigt, wo das Bedürfniß einer Aenderung nicht vorliegt. Auch in ministeriellen Kreisen gibt es Leute, die einseitig das Bedürfniß haben, die Menschheit mit ihren Elaboraten glücklich zu machen. Eine Regirung, welche unnöthige Neuerungen vertritt, wird anticonservativ, indem sie gesetzliche Zustände, die sich als brauchbar bewährt haben, ändert ohne Anregung durch die Betheiligten.}}“
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}}{{#if: | {{#if: |
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}}
In diversen Quellen wird Sallust als Urheber der lateinischen Übersetzung genannt, doch findet sich bei ihm – in De coniuratione Catilinae, 21,1 – nur die nicht negierte Form „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“.<ref>De Catilinae coniuratione 21 (lateinische Wikisource) bzw. zweisprachig bei Navicula Bacchi: Sallust: Catilinarische Verschwörung, Die Vorgeschichte der Verschwörung, 21,1 (lateinisch, deutsch)</ref>
{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- {{#invoke
- Vorlage:lang|flat}}
- {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“
Im Evangelium nach Matthäus ermahnt Jesus in der Bergpredigt, den Nächsten nicht ungerecht zu beurteilen. Weiter führt er aus:<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- „Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.“
Das unrechte Richten geschieht
- aus Heuchlerei<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- aus Unbarmherzigkeit<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- nach dem Schein<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- in Anmaßung<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- als Ausdruck mangelnder Liebe<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
- aus falschen Motiven<ref>Vorlage:Bibel/Link</ref>
Siehe auch: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie.“)
{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
(von Fra Angelico)
- {{#invoke
- Vorlage:lang|flat}}
- {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- „Rühr mich nicht an!“
Die Wendung {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ist der ins Lateinische übersetzte Ausspruch Jesu gegenüber der suchenden Maria Magdalena nach seiner Auferstehung am Ostermorgen im Evangelium nach Johannes (20,17):<ref>Bibelwissenschaft.de: Johannes 20 – Novum Testamentum Graece (NA28), Lutherbibel 2017 (LU17) (griechisch, deutsch)</ref>
{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@-
| {{#if:trim|13 […] λέγει αὐτοῖς ὅτι ἦραν τὸν κύριόν μου, καὶ οὐκ οἶδα ποῦ ἔθηκαν αὐτόν. 14 Ταῦτα εἰποῦσα ἐστράφη εἰς τὰ ὀπίσω καὶ θεωρεῖ τὸν Ἰησοῦν ἑστῶτα καὶ οὐκ ᾔδει ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν. 15 λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς· γύναι, τί κλαίεις; τίνα ζητεῖς; ἐκείνη δοκοῦσα ὅτι ὁ κηπουρός ἐστιν λέγει αὐτῷ· κύριε, εἰ σὺ ἐβάστασας αὐτόν, εἰπέ μοι ποῦ ἔθηκας αὐτόν, κἀγὼ αὐτὸν ἀρῶ. 16 λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς· Μαριάμ. στραφεῖσα ἐκείνη λέγει αὐτῷ Ἑβραϊστί· ραββουνι, ὃ λέγεται διδάσκαλε. 17 λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς· μή μου ἅπτου, οὔπω γὰρ ἀναβέβηκα πρὸς τὸν πατέρα· πορεύου δὲ πρὸς τοὺς ἀδελφούς μου καὶ εἰπὲ αὐτοῖς· ἀναβαίνω πρὸς τὸν πατέρα μου καὶ πατέρα ὑμῶν καὶ θεόν μου καὶ θεὸν ὑμῶν.}}
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| „{{#if:trim|13 […] λέγει αὐτοῖς ὅτι ἦραν τὸν κύριόν μου, καὶ οὐκ οἶδα ποῦ ἔθηκαν αὐτόν. 14 Ταῦτα εἰποῦσα ἐστράφη εἰς τὰ ὀπίσω καὶ θεωρεῖ τὸν Ἰησοῦν ἑστῶτα καὶ οὐκ ᾔδει ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν. 15 λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς· γύναι, τί κλαίεις; τίνα ζητεῖς; ἐκείνη δοκοῦσα ὅτι ὁ κηπουρός ἐστιν λέγει αὐτῷ· κύριε, εἰ σὺ ἐβάστασας αὐτόν, εἰπέ μοι ποῦ ἔθηκας αὐτόν, κἀγὼ αὐτὸν ἀρῶ. 16 λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς· Μαριάμ. στραφεῖσα ἐκείνη λέγει αὐτῷ Ἑβραϊστί· ραββουνι, ὃ λέγεται διδάσκαλε. 17 λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς· μή μου ἅπτου, οὔπω γὰρ ἀναβέβηκα πρὸς τὸν πατέρα· πορεύου δὲ πρὸς τοὺς ἀδελφούς μου καὶ εἰπὲ αὐτοῖς· ἀναβαίνω πρὸς τὸν πατέρα μου καὶ πατέρα ὑμῶν καὶ θεόν μου καὶ θεὸν ὑμῶν.}}“
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#if: 13 […] Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. 15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. 16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! 17 Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. || }}
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„13 […] Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. 15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. 16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! 17 Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“{{#if: || }}
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Jesus sagt nur den Namen, und zwar in der aramäischen Form „Mariám“ (griechisch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}). Als sie ihn nun erkennt, antwortet sie mit der aramäischen Anrede „Rabbuní“, und der Evangelist Johannes übersetzt das ins Griechische: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} – „Rabbuní, das heißt Meister“.
In der Neuen Zürcher Zeitung schreibt Hans-Martin Gauger dazu:<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
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| {{#if:trim|Danach war da wohl eine auf Jesus zustürzende Bewegung Magdalenas. Denn nun kommt das seltsame ‹Rühr mich nicht an!›. Oder, so kann man es auch übersetzen (und so überträgt es die hier zitierte ‹Einheitsübersetzung›): ‹Halte mich nicht fest!› Die Begründung, die Jesus gibt, ist rätselhaft: ‹Denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.›}}
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| {{#invoke:Text|quoteUnquoted| Danach war da wohl eine auf Jesus zustürzende Bewegung Magdalenas. Denn nun kommt das seltsame ‹Rühr mich nicht an!›. Oder, so kann man es auch übersetzen (und so überträgt es die hier zitierte ‹Einheitsübersetzung›): ‹Halte mich nicht fest!› Die Begründung, die Jesus gibt, ist rätselhaft: ‹Denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.› | de-CH }} }}
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#if: | {{#if: Danach war da wohl eine auf Jesus zustürzende Bewegung Magdalenas. Denn nun kommt das seltsame ‹Rühr mich nicht an!›. Oder, so kann man es auch übersetzen (und so überträgt es die hier zitierte ‹Einheitsübersetzung›): ‹Halte mich nicht fest!› Die Begründung, die Jesus gibt, ist rätselhaft: ‹Denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.› |
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Von dieser Bibelstelle abgeleitet ist der volkstümliche Name „Rühr-mich-nicht-an“ für das Große Springkraut, dessen auffälliges Merkmal es ist, dass die Fruchtkapseln unter so starkem Druck stehen, dass sie bei Berührung aufplatzen und die enthaltenen Samen herausgeschleudert werden.
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- „Geh nicht an meiner Grabinschrift vorbei, Wanderer!“
Epitaph eines ungläubigen Epikureers, auf dessen Grabstein weiter steht:<ref>Hans Poeschel: Die griechische Sprache. S. 298.</ref> <poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic;"> Geh nicht an meiner Grabinschrift vorbei, Wanderer, sondern bleib stehen und höre, und belehrt wirst du fortgehen. Es gibt im Hades kein Schiff, keinen Fährmann Charon. Keinen Schlüsselhalter Aiakos, keinen Kerberos. Wir alle die Toten unten, Knochen und Asche sind wir, sonst nichts. Ich habe gesprochen. Geradewegs hebe dich nun hinweg, Wanderer, Damit ich nicht noch tot als Schwätzer dir erscheine. </poem>
Nach der griechischen Mythologie fährt der Fährmann Charon die Seelen der Toten über den Totenfluss Acheron in den Hades. Der Zeus-Sohn Aiakos wurde wegen seiner Gerechtigkeit nach dem Tod zu einem der Richter in der Unterwelt berufen, während der Höllenhund Kerberos den Eingang zur Unterwelt bewacht.
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- „Störe meine Kreise nicht!“
Nach römischer Überlieferung die letzten Worte des Archimedes gegenüber einem römischen Soldaten, der bei der Eroberung von Syrakus während des Zweiten Punischen Kriegs im Garten über seine geometrischen Figuren trampelte, die er in den Sand gezeichnet hatte. Die Römer hatten von ihrem Feldherrn Marcellus den Auftrag, Archimedes festzunehmen, ihm aber nichts anzutun. Archimedes war jedoch so sehr in seine Aufgabe versunken, dass er barsch mit diesem Satz reagierte. Dies brachte angeblich einen der Soldaten so in Zorn, dass er den alten Mann erschlug.
Auch heute noch, wird dieser Ausspruch gelegentlich noch zitiert, wenn jemand sagen will, dass er nicht gestört werden möchte.
Nach Valerius Maximus, Denkwürdige Taten und Worte<ref>Valerius Maximus, Denkwürdige Taten und Worte 8,7, externi 7</ref> soll das letzte Wort des Archimedes gegenüber dem römischen Legionär so gelautet haben:
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Zitiert werden diese letzten Worte des Archimedes meist in der lateinischen Form „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“. Sie stellen Archimedes als weltfremden Gelehrten dar, den selbst der Kriegslärm nicht von seinem geometrischen Problem ablenken konnte, was jedoch vermutlich nicht stimmt, denn Archimedes hat auch Kriegsmaschinen konstruiert. Diese letzten Worte sind wahrscheinlich erfunden, denn Plutarch zitiert diesen Ausruf in seiner Biografie des Marcellus nicht.
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- „Sprich kein Urteil, bevor du nicht beider Parteien Reden gehört hast!“
Die geläufige lateinische Fassung dieser Rechtsformel „Audiatur et altera pars“ scheint nicht antiken Ursprungs zu sein. Am nächsten kommen ihr Seneca der Ältere:<ref>Seneca der Ältere: Medea, 2.2,199</ref>
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„Wer einen Beschluss gefasst hat, ohne die andere Partei zu hören, ist nicht gerecht gewesen.“{{#if: || }}
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Der daraus abgeleitete Rechtsgrundsatz steht für den Anspruch auf rechtliches Gehör, der in allen modernen Rechtsordnungen ein zentrales Verfahrensgrundrecht ist. Er bedeutet, dass der Richter alle am Prozess beteiligten Personen zu hören hat, bevor er sein Urteil fällt.
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- „Nichts im Übermaß!“
Dies ist eine der drei apollinischen Weisheiten von Delphi, neben {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („du bist“) und {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Erkenne dich selbst!“). Sie wird von einigen Historikern dem athenischen Staatsmann Solon, von anderen dem Verfassungsreformer Chilon von Sparta zugeschrieben. Beide werden den Sieben Weisen zugerechnet.
Die lateinische Fassung „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ stammt vom römischen Komödiendichter Publius Terentius Afer:<ref>Publius Terentius Afer: Andria (Das Mädchen von Andros) Akt I, Vers 61</ref><ref>Navicula Bacchi, Terenz, Andria (lateinisch, deutsch); siehe auch Digitalisat in der lateinischen Wikisource</ref> <poem lang="la" style="margin-left:1.6em; font-style:italic; display:inline-block; vertical-align:top;"> Gaudebam. [Sosia] Non iniuria; nam id arbitror adprime in vita esse utile, ut nequid nimis. </poem> <poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic; display:inline-block; vertical-align:top;"> Das freute mich. [Sosia] Und mir scheint mit Recht: denn im Leben ist, scheint mir, nichts nützlicher als: nie etwas zu viel! </poem>
(Sosia ist eine der Hauptfiguren der Komödie Andria.)
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- „nichts bestaunen“/„nichts bewundern“
Ausdruck der Athaumasie als Zeichen des Weisen. Diese zu erreichen soll laut Plutarch schon Pythagoras als Ziel seines Nachdenkens angegeben haben. Das Staunen beruhe nur auf Unwissenheit und der Ungelöstheit von Denkproblemen. Wer aber qua philosophischem Begriff (logos) die Gründe und Ursachen kenne, lasse dies hinter sich.<ref name="Plutarch">Plutarch, De recta ratione audiendi 13, 44b.</ref><ref>Vergleiche {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (griechische Wikisource).</ref> Auch Zenon<ref name="laertios7-123">Diogenes Laertios, 7, § 123f., vergleiche Diogenes Laertius, Lives of eminent philosophers, translation by Robert Drew Hicks, 1925 (griechisch, englisch; {{#if:livesofeminentph02diog
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Diogenes Laertios verwendete die Variante {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}.<ref name="laertios7-123" />
Die lateinischen Entsprechungen sind {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} und die häufiger gebrauchte kontrahierte Form {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}.
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- „Apfel der Eris“ – Zankapfel
Der Zankapfel ist der Sage nach der goldene Apfel der Zwietracht. Bei der Hochzeit des Peleus und der Thetis (die späteren Eltern des Achilleus) soll die Göttin Eris einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) zwischen die Göttinnen geworfen haben, und zwar aus Ärger darüber, dass sie nicht eingeladen war. Zeus weigerte sich, den sogleich entstandenen Streit zwischen Hera, Pallas Athene und Aphrodite zu schlichten, wem denn nun der Apfel gebühre. Auf seine Anweisung musste Paris dies entscheiden. Das Urteil des Paris löste wiederum den Trojanischen Krieg aus.
Der Begriff lässt sich zuerst nachweisen bei dem spätantiken Schriftsteller Junianus Justinus, der von einem {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} spricht, dem „Apfel der Zwietracht“; Discordia ist die lateinische Entsprechung der Eris.
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- „Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus“
Beginn des Proömiums und damit Anfang der Ilias, der vom Zorn des Achilleus spricht, des stärksten Helden der Griechen vor Troja, der mit Agamemnon über die Sklavin Briseis in Streit gerät und aus Verärgerung nicht mehr am Kampf teilnimmt. Die Trojaner unter ihrem Vorkämpfer Hektor nutzen diese Gelegenheit und bedrängen die Griechen schwer. Der Tod Hektors besiegelt das Schicksal Trojas; das Epos aber endet thematisch mit dem Ende des Grimms und dem einsetzenden Mitleid des Achilleus, der Hektors Vater Priamos den Leichnam seines Sohnes zur Bestattung zurückgibt.
Griechischer Originaltext: <poem lang="grc"> Μῆνιν ἄειδε, θεά, Πηληιάδεω Ἀχιλῆος οὐλομένην, ἣ μυρί’ Ἀχαιοῖς ἄλγε’ ἔθηκεν. </poem>
Übersetzung: <poem style="font-style:italic;"> Singe den Zorn, o Göttin, des Peleussohnes Achilleus, den verderblichen, der den Achaiern tausendfachen Jammer erregte. </poem>
Achilleus ist ein Sohn des Peleus (daher der Beiname Peleiade). Die Achaier waren ein griechischer Stamm in der Landschaft Achaia im Nordwesten der Peloponnes. In Homers Epen steht die Bezeichnung neben Danaer und Argeier für die Griechen insgesamt.
Achilleus vollbrachte vor Troja zahlreiche Heldentaten, zog sich aber nach einem Streit um die schöne Sklavin Briseis vom Kampf zurück. Dies war der „Zorn des Achilleus“. Der Heerführer Agamemnon nahm Achilleus die Briseis weg, als er seine eigene Sklavin, Chryseis, wegen eines Orakels und zur Abwendung weiterer Pfeile des Apollo ihrem Vater zurückgeben musste.
Achilleus griff erst wieder ein, um seinen Cousin Patroklos zu rächen; dabei tötete er dessen Besieger Prinz Hektor und wurde erst durch einen Besuch von dessen Vater Priamos zum Mitleid bewogen, den Leichnam für eine ehrenvolle Bestattung zurückzugeben.
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- „Eine Schwalbe macht keinen Frühling.“
Diese Wendung stammt aus Äsops Fabel Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}). Dort verkauft ein verschwenderischer junger Mann sogar seinen Mantel, als er die erste Schwalbe im Frühjahr heimkehren sah. Als es aber dann noch einmal so kalt wurde, dass die Schwalbe erfror und er auch bald zu erfrieren drohte, schimpfte er über die Schwalbe:
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Dieser Satz wird auch von Aristoteles in seiner Nikomachischen Ethik zitiert:<ref>Aristoteles, Nikomachische Ethik, I, Kap. 6, 19f, 1098a</ref>
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„Denn eine Schwalbe macht noch keinen Frühling und auch nicht ein einziger Tag; ebenso macht auch ein einziger Tag oder eine kurze Zeit niemanden gesegnet oder glücklich.“{{#if: || }}
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Im Deutschen wurde daraus die Redewendung „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, und ähnliche Wendungen sind auch in das Sprachgut anderer europäischer Völker eingegangen:
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}} ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}: „Frühling“)
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- Neugriechisch:<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://ethernews.com/ena-xelidoni-den-fernei-thn-anoixh/%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1={{#invoke:Vorlage:lang%7Cflat}}}}}}%7C[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://ethernews.com/ena-xelidoni-den-fernei-thn-anoixh/}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1={{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:Ethernews.com{{#if: 2023-11-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
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}} („Eine Schwalbe bringt nicht den Frühling.“)
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}} („Ein Kuckuck bringt nicht den Frühling.“ Dies ist die am häufigsten gebrauchte Variante.)
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}} („Eine Schwalbe macht keinen Sommer, und eine Biene macht keinen Honig.“)
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- „der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche“
Das Glaubensbekenntnis von Nicäa und Konstantinopel nennt so die vier klassischen Wesensmerkmale ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) der christlichen Kirche:
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- Einheit: Die römisch-katholische Kirche, sowohl des lateinischen wie der östlichen Riten, beansprucht für sich, die eine, heilige, apostolische und katholische Kirche zu sein. Dasselbe beanspruchen die 16 autokephalen orthodoxen Kirchen.
- Heiligkeit: Es besagt, dass die Kirche Gottes Zeichen in der Welt ist. Allen Konfessionen gemeinsam ist dabei das Problem, wie die Mängel und Verfehlungen von Christen mit der geglaubten Heiligkeit vereinbar sind.
- Universalität: Etymologisch leitet sich das Wort katholisch vom Adjektiv {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ab. Die beste Umschreibung lautet daher „Ganzheit“. Die protestantischen Kirchen und Freikirchen verstehen katholisch im Sinne einer universellen Kirche.
- Apostolizität: Die römisch-katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen sowie einige anglikanische Kirchen haben kirchliche Tradition basierend auf der apostolischen Sukzession im Blick, die Kirche im Vollsinn nur dort zulässt, wo durch bischöfliche Weihe eine ununterbrochene Kontinuität vorhanden ist.
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- „Midas (hat) Eselsohren.“
König Midas erkannte bei einem Wettstreit zwischen dem hässlichen Pan und dem wohlgestalteten Apollon, den Vertretern der Syrinx und der Kithara, dem Pan den Preis zu, wofür ihm Apoll die Ohren zu zwei Eselsohren lang zog. Midas verbarg diese Schmach unter einer Phrygischen Mütze. Nur sein Barbier entdeckte sie. Der wagte zwar nicht, das Geheimnis einem Menschen zu verraten, konnte aber dem Drang, es weiterzusagen, nicht widerstehen, grub am Flussufer ein Loch und rief dreimal hinein:
- „König Midas hat Eselsohren!“
Dann warf er es wieder zu. Doch das Schilfrohr hatte mitgehört und flüsterte es anderen Binsen weiter, wenn der Wind rauschte, so dass am Ende alle Welt es wusste.
Johann Sebastian Bach komponierte nach diesem Motiv seine Kantate Geschwinde, ihr wirbelnden Winde.<ref>Bachwerkeverzeichnis 201</ref> Im Autograph trägt sie den Titel Der Streit zwischen Phoebus und Pan. Bach bietet für die Probearie des Phoebus Mit Verlangen drück ich deine zarten Wangen seine ganze Kunst auf und beweist, dass ein vollendetes kontrapunktisches Geflecht (Solist, Streicher, Flöte, Oboe, Basso continuo – keine „Leier“) durchaus tiefstes Gefühl ausdrücken kann. Aber auch an den „populären“ Ton des Pan (Zu Tanze, zu Sprunge, so wackelt das Herz – mit Streichern, ohne Flöte!) wendet er außer Humor höchste Kunst und Sorgfalt – und als Midas sein Urteil abgibt: „Pan ist Meister“, stimmen die Violinen ein unverkennbares Eselsgeschrei an. In der Tadelarie des Mercurius (Aufgeblasne Hitze) ist die Schellenmütze vokal und instrumental abgebildet. Und vor dem mitreißenden Schlusshymnus des Chores auf die (wahre) Musik ist die Harmoniewendung des Rezitativs zu Bachs Selbstermutigung (Ergreife, Phoebus, nun die Leier wieder …).
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- „Kleinasiatische Katastrophe“
Griechische Bezeichnung für den Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei im Jahr 1923.
Nach dem Vertrag von Lausanne wurden die in Kleinasien ansässigen türkischen Staatsangehörigen griechisch-orthodoxen Glaubens (etwa 1,25 Millionen) nach Griechenland ausgewiesen, die im griechischen Teil Makedoniens beheimateten griechischen Staatsangehörigen muslimischen Glaubens (ca. 0,5 Millionen) mussten in die Türkei auswandern. Ziel der Maßnahme des Bevölkerungsaustausches war es, die durch nationale Minderheiten ausgelösten Spannungen zu vermindern.
Werner van Gent und Paul L. Walser schreiben in ihrem Griechenlandbuch Zimt in der Suppe:<ref name="GentWalser2004" />
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| {{#if:trim|Gegen eineinhalb Millionen Griechen mussten Kleinasien, das seit der frühen Antike Siedlungs- und Kulturgebiet der Hellenen gewesen war, definitiv verlassen und Zuflucht in einem armen kleinen Land namens Elláda suchen, das den meisten von ihnen unbekannt und vor allem gänzlich unvertraut war. Im Gegenzug mussten rund 400.000 Türken aus Griechenland in die neue Türkei emigrieren. Griechenland, das vor der Flüchtlingslawine etwa fünf Millionen Einwohner zählte, war kaum in der Lage, die neuen Einwohner zu integrieren. Heimisch wurden die neuen Griechen aus den alten Ländern lange nicht. Was von Experten des internationalen Rechtes als erster friedlicher Volksaustausch bezeichnet wurde, war in Wirklichkeit eine brutale ethnische Säuberung.}}
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Der britische Außenminister George Curzon bezeichnete diesen Vertrag als eine durch und durch schlechte und böse Lösung, „für welche die Welt während der nächsten hundert Jahren noch eine schwere Buße werde entrichten müssen.“
Die so genannte Kleinasiatische Katastrophe ist ein unbewältigtes Trauma der neueren griechischen Geschichte. Welche absurden Formen diese Übereinkunft annehmen, beschreibt Ekkehard Kraft in der Neuen Zürcher Zeitung vom 6. Oktober 2001:<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
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| {{#if:trim|Vor etlichen Jahren machte der Schreibende auf zwei Reisen zwei ähnliche Beobachtungen. In dem Dorf Krinides nahe dem antiken Philippi im Norden Griechenlands war er von einer Bauernfamilie zum Kaffee eingeladen worden; der Grossvater, sein Enkelkind auf dem Schoss, sprach mit diesem auf Türkisch. Einige Jahre später war beim Geldwechseln auf einer Bank in Ayvalik an der türkischen Westküste zu hören, wie sich eine junge Bankangestellte mit einem Mädchen in griechischer Sprache unterhielt. In beiden Fällen handelte es sich um Menschen, die aus ihrer ursprünglichen Heimat vertrieben worden waren, bzw. deren Nachkommen. Der ältere Herr in Krinides war zu Beginn des Jahrhunderts mitten in Anatolien geboren worden, seine Muttersprache war Türkisch, aber als orthodoxer Christ galt er als Grieche und musste als solcher nach 1922 seine Heimat verlassen. Die griechischsprachige Familie der Bankangestellten in Ayvalik stammte aus Kreta; als Muslime mussten sie ebenfalls ihre Heimat verlassen. In ihrer neuen Heimat sprechen sie nun weiterhin die Sprache jener, an deren Stelle man sie angesiedelt hatte.}}
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#if: | {{#if: Vor etlichen Jahren machte der Schreibende auf zwei Reisen zwei ähnliche Beobachtungen. In dem Dorf Krinides nahe dem antiken Philippi im Norden Griechenlands war er von einer Bauernfamilie zum Kaffee eingeladen worden; der Grossvater, sein Enkelkind auf dem Schoss, sprach mit diesem auf Türkisch. Einige Jahre später war beim Geldwechseln auf einer Bank in Ayvalik an der türkischen Westküste zu hören, wie sich eine junge Bankangestellte mit einem Mädchen in griechischer Sprache unterhielt. In beiden Fällen handelte es sich um Menschen, die aus ihrer ursprünglichen Heimat vertrieben worden waren, bzw. deren Nachkommen. Der ältere Herr in Krinides war zu Beginn des Jahrhunderts mitten in Anatolien geboren worden, seine Muttersprache war Türkisch, aber als orthodoxer Christ galt er als Grieche und musste als solcher nach 1922 seine Heimat verlassen. Die griechischsprachige Familie der Bankangestellten in Ayvalik stammte aus Kreta; als Muslime mussten sie ebenfalls ihre Heimat verlassen. In ihrer neuen Heimat sprechen sie nun weiterhin die Sprache jener, an deren Stelle man sie angesiedelt hatte. |
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Darauf folgend schrieb er über das Ausmaß der tiefgreifenden Umwälzungen:
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| {{#if:trim|Die demographische Karte Südosteuropas und der heutigen Türkei unterschied sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts grundlegend von der heutigen. Im Osmanischen Reich lebten mehr Griechen als im unabhängigen Königreich Griechenland, fast 1,8 Millionen davon in Kleinasien. Smyrna wetteiferte mit Athen und Konstantinopel um den Rang der ersten unter den griechischen Metropolen. Wenige Jahre später sollte diese griechische Welt östlich der Ägäis völlig verschwunden sein. 3000 Jahre griechischer Präsenz fanden in der ‹Kleinasiatischen Katastrophe› ein tragisches und unwiderrufliches Ende.}}
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Siehe auch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Große Idee“).
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- „Geh mir ein bisschen aus der Sonne.“
Vom Historiker Plutarch überlieferter angeblicher Ausspruch des Diogenes gegenüber Alexander dem Großen,<ref>Plutarch, Alexander 14</ref><ref>{{#if:2023-09-01|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:Wolfgang Hameter|Wolfgang Hameter: }}{{#if:https://web.archive.org/web/20230901075217/https://podcast.orf.at/podcast/oe1/oe1_geschichte/items/di_oe1_geschichte_clk_1cc38329be4448a39e95008beb652e98.mp3%7C{{#if:Antike Redewendungen und ihre Geschichte, Teil 2|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://web.archive.org/web/20230901075217/https://podcast.orf.at/podcast/oe1/oe1_geschichte/items/di_oe1_geschichte_clk_1cc38329be4448a39e95008beb652e98.mp3}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Antike Redewendungen und ihre Geschichte, Teil 2}}]{{#if:mp3-Audio; 6,7 MB; 4:52 Minuten| (mp3-Audio; 6,7 MB; 4:52 Minuten)}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://podcast.orf.at/podcast/oe1/oe1_geschichte/items/di_oe1_geschichte_clk_1cc38329be4448a39e95008beb652e98.mp3%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7Cja}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Antike Redewendungen und ihre Geschichte, Teil 2}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://podcast.orf.at/podcast/oe1/oe1_geschichte/items/di_oe1_geschichte_clk_1cc38329be4448a39e95008beb652e98.mp3}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Antike Redewendungen und ihre Geschichte, Teil 2}}}}]}}{{#if:mp3-Audio; 6,7 MB; 4:52 Minuten| (mp3-Audio; 6,7 MB; 4:52 Minuten{{#if:jaÖ1 Betrifft: Geschichte2023-08-29https://web.archive.org/web/20230901075217/https://podcast.orf.at/podcast/oe1/oe1_geschichte/items/di_oe1_geschichte_clk_1cc38329be4448a39e95008beb652e98.mp3{{#if: 2023-09-02 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
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Nach anderen Quellen sagte er: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} – „Nimm deinen Schatten von mir!“<ref>Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen 6, 38.</ref>
Plutarch erzählt, Diogenes habe gerade in der Sonne gelegen, als Alexander erschien und fragte, ob er eine Bitte an ihn habe. Daraufhin sprach Diogenes die obigen Worte. Alexander soll davon so beeindruckt gewesen sein, dass er sagte:
{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@-
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(Es wird übrigens erzählt, dass Alexander und Diogenes am selben Tag, dem 10. oder 11. Juni 323 v. Chr., gestorben seien.)
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- {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
- „Komm und nimm!“
Antwort des Königs Leonidas I. von Sparta auf das Angebot des persischen Königs Xerxes I., der mit 800.000 Mann vor den Thermopylen erschien, ihn und seine wenigen Männer zu verschonen, wenn sie die Waffen niederlegten. Leonidas antwortete lakonisch: „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“, was so viel heißt wie: „Kommt und holt sie euch!“<ref>Plutarch, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Lakonische Denksprüche“) 225 C</ref> Dann kämpften seine Soldaten bis zum letzten Mann.
Erst der Verrat durch einen gewissen {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Alptraum“)<ref>Historien des Herodot, VII, 213f.</ref> erlaubte es den Persern, die griechischen Truppen zu besiegen. Insgesamt blieben etwa 1.000 Griechen, um den Rückzug zu decken, die alle starben, allerdings nicht ohne den Persern schwere Verluste zuzufügen. Diese nicht kriegsentscheidende Niederlage begründete den späteren Ruhm Spartas.
„Molon labe“ ist heute das Motto des Ersten Griechischen Armeecorps<ref>Vergleiche el:{{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (griechische Wikipedia)</ref> und des United States Special Operations Command Central Command (SOCCENT).<ref>Vergleiche en:Special Operations Command Central (englische Wikipedia)</ref>
„Molon labe“ ist auch das Motto US-amerikanischer Gruppierungen, die das Recht auf Waffenbesitz verteidigen wollen, und es erscheint seit den späten 1990er und frühen 2000er Jahren auf den Web-Sites von Waffenaktivisten.
Siehe auch: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Dann werden wir eben im Schatten kämpfen.“)
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- „Helikonischen Musen geweiht, heb unser Gesang an“
Anfangsworte der Theogonie des Dichters Hesiod, die sich mit der Entstehung der Götter befasst: <poem lang="grc" style="margin-left:1.6em;"> Μουσάων Ἑλικωνιάδων ἀρχώμεθ’ ἀείδειν, αἵ θ’ Ἑλικῶνος ἔχουσιν ὄρος μέγα τε ζάθεόν τε καί τε περὶ κρήνην ἰοειδέα πόσσ’ ἁπαλοῖσιν ὀρχεῦνται καὶ βωμὸν ἐρισθενέος Κρονίωνος· </poem>
In der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voß klingt das so: <poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic;"> Helikonischen Musen geweiht, heb’ unser Gesang an, Die auf dem Helikonberge, dem großen und heiligen, walten: Wo sie den dunkelen Quell mit geschmeidigen Füßen im Reihntanz Und den Altar umschweben des allmachtfrohen Kronion. </poem>
Der Helikon ist ein Gebirge in der Landschaft Böotien, der als Sitz der Musen galt, bis sie von Apollon nach Delphi gebracht wurden. Kronion ist ein anderer Name für Zeus, dem Sohn des Titanen Kronos.
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- „musische Beschäftigung“
Das heißt Beschäftigung mit einem Bereich, für den eine der neun Musen zuständig war. Erst später verengte sich der Begriff über das lateinische {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} zu „Tonkunst“.
Der Dichter Hesiod legt in seiner Theogonie die Zahl der Musen auf neun fest, auch die von ihm genannten Namen werden kanonisch und lassen sich anhand des folgenden Hilfsverses leicht merken: „KlioMeTerThal EuEr UrPoKal“.
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- „wie die Mykonier“
- Lateinisch: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
Der Humanist Erasmus von Rotterdam schreibt in seiner Sprichwörtersammlung Adagia:<ref>Erasmus von Rotterdam: Ausgewählte Schriften. Band 7. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 1972.</ref>
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| {{#if:trim|Wie die Mykonier gellen sie zu einem Gelage: Das sagte man von denen, die uneingeladen, aus freien Stücken kamen. Mykonos ist eine Kykladeninsel; die Leute dort waren so arm, daß die Not sie zwang, bei Gesellschaften zu schmarotzen; daher die scherzhafte Redensart.}}
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Das deutsche Äquivalent für diese Redewendung ist Nassauer bzw. nassauern. Da das Herzogtum Nassau über keine eigene Universität verfügte, schloss Herzog Wilhelm von Nassau-Weilburg 1817 einen Staatsvertrag mit dem Königreich Hannover. Die Königlich-Hannoversche Georg-August-Universität zu Göttingen wurde dadurch zur Nassauischen Landesuniversität. Um den Studenten einen Anreiz zur Aufnahme des Studiums im über 300 Kilometer entfernten Göttingen zu bieten, gewährte der Herzog Stipendien in Form einer kostenlosen Verköstigung. Die Stipendiaten konnten also bei einem Göttinger Vertragswirt kostenlos essen. Nutzte ein Nassauer Student dieses Angebot nicht, nahm häufig ein Fremder, Unbefugter, der sich als Nassauer ausgab, dessen Platz und das freie Mahl ein. Dadurch sollen die studentischen Ausdrücke „nassauern“ und „Nassauer“ entstanden sein.
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- „Geheimnis des Glaubens“
Das Geheimnis des Glaubens (lateinisch: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) ist der Ausruf des Priesters während der katholischen Messfeier unmittelbar nach den Wandlungsworten. Die versammelte Gemeinde antwortet darauf mit der Akklamation:<ref>Vergleiche Vorlage:Bibel/Link</ref>
- „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“
Einzelnachweise
<references />
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