Zum Inhalt springen

U 41 (U-Boot, 1915)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | U 41 p1
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDatei:War Ensign of Germany (1903-1918).svg Deutsches Reich
Schiffstyp U-Boot
Klasse U 31 – U 41
Bauwerft Germaniawerft, Kiel
Baunummer 201
Baukosten 2.891.000 Mark
Stapellauf 10. Oktober 1914
Indienststellung 1. Februar 1915
Verbleib versenkt
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 64,70 m (Lüa)
Breite 6,32 m
Tiefgang (max.) 3,56 m
Verdrängung aufgetaucht: 685 t
getaucht: 878 t
 
Besatzung 35 Mann, davon 4 Offiziere
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine 2 × Dieselmotor
2 × Doppelmodyn-Elektromotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat Diesel: 1361 kW = 1850 PS
Elektro: 880 kW = 1200 PS
Propeller 2 × dreiflügelig ⌀ 1,60 m
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="für U-Boote spezifische Daten" |Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius max. 8790 sm
Tauchtiefe, max. 50 m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
9,7 kn (18 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
aufgetaucht
16,4 kn (30 km/h)
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung
  • 4 × Torpedorohr ⌀ 50 cm
    (2 Bug und 2 Heck)
  • 1 × Deckgeschütz 8,8 cm

U 41 war ein diesel-elektrisches U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg.

Bau und Indienststellung

Das Boot war ein sogenanntes Zweihüllenboot, als Hochseeboot in einem Amtsentwurf bei der Germaniawerft konzipiert. Maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung dieses Typs war der Ingenieur Hans Techel.<ref name="Deutsche U-Boote1">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 47.</ref> Aus diesen Entwürfen leiteten sich auch die Zweihüllen-Hochsee-Boote der Typen U 51 bis U 56, U 63 bis U 65 und U 81 bis U 86 ab. U 41 wurde am 12. Juni 1912 in Auftrag gegeben. Der Stapellauf erfolgte am 10. Oktober 1914. Die Indienststellung erfolgte am 1. Februar 1915 unter Kapitänleutnant Klaus Hansen, der vorher U 16 kommandiert hatte.<ref name="U-Boot Verluste">Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot Verluste in beiden Weltkriegen, Urbes Verlag Hans Jürgen Hansen, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7, S. 15.</ref><ref name="Deutsche U-Boote">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 67.</ref>

Technik

Das Boot war 64,7 m lang und 6,32 m breit und hatte einen Tiefgang von 3,56 m sowie eine Verdrängung von 685 Tonnen über und 878 Tonnen unter Wasser. Die Besatzung bestand aus 35 Mann, darunter vier Offiziere. Die Maschinen für die Überwasserfahrt waren zwei Sechs-Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren, die bei der Germaniawerft gebaut wurden und zusammen eine Leistung von 1.361 kW (1.850 PS) hatten. Zur Unterwasserfahrt kamen zwei SSW-Doppel-Modyn-Elektromotoren mit zusammen 880 kW (1.200 PS) zum Einsatz. Damit waren Geschwindigkeiten von 16,4 kn über Wasser bzw. 9,7 kn unter Wasser möglich. Der Aktionsradius betrug bis zu 8790 NM bei Überwasserfahrt. Bei getauchter Fahrt mit 5 kn Marschgeschwindigkeit wurden 80 NM erreicht. Die maximale Tauchtiefe betrug 50 Meter. Die sechs mitgeführten Torpedos konnten über zwei Bug- und zwei Heckrohre verschossen werden. Außerdem war ein 8,8-cm-Schnellfeuergeschütz auf Deck installiert.<ref name="Enzyklopädie">Eberhard Möller/Werner Brack: Enzyklopädie deutscher U-Boote Von 1904 bis zur Gegenwart, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02245-1, S. 31.</ref><ref name="Deutsche U-Boote1" /><ref name="Die deutschen U-Boote">Ulf Kaack: Die deutschen U-Boote Die komplette Geschichte, GeraMond Verlag GmbH, München 2020, ISBN 978-3-96453-270-1, S. 36.</ref>

Einsätze und Verbleib

Das U-Boot absolvierte lediglich eine Feindfahrt, konnte dabei aber zahlreiche Versenkungen von Handelsschiffen der Entente erzielen.<ref name="Deutsche U-Boote4">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 123.</ref> Der Kommandant ließ auch Schiffe neutraler Staaten versenken.<ref>U 41 auf uboat.net</ref> Von Mai bis September 1915 versenkte die Besatzung von U 41 insgesamt 28 Handelsschiffe mit 58.949 BRT.<ref name="Deutsche U-Boote3">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 101.</ref>

Am 24. September 1915 hatte U 41 gerade das britische Frachtschiff Urbino gemäß Prisenrecht versenkt, als die britische U-Boot-Falle Baralong in Sicht kam. Hansen ließ zunächst auf Tauchstation gehen. Nach kurzer Zeit tauchte das U-Boot aber wieder auf, als das Schiff die neutrale US-amerikanische Flagge hisste. Als die Besatzung der U 41 sich anschickte, die Schiffspapiere des vermeintlichen „Neutralen“ zu kontrollieren, eröffnete dieser aus nächster Nähe das Feuer. Das Deckgeschütz von U 41 war zwar bemannt, konnte aber nur einen Fehlschuss erzielen. Hansen ließ daher abermals abtauchen und wollte unter Wasser ablaufen. Das U-Boot sank jedoch schnell bis auf 76 Meter, jenseits der maximal vorgesehenen Tauchtiefe von 50 Metern. Hansen befahl daher das Anblasen sämtlicher Tauchzellen, was das Emporschnellen bis zur Wasseroberfläche zur Folge hatte. Da sich herausgestellt hatte, wie schwer das U-Boot beschädigt war, begann die Besatzung, von Bord zu gehen. U 41 sank durch Beschuss westlich der Scilly-Inseln auf Position 49° 10′ N, 7° 20′ W

 {{#coordinates:49,166666666667|−7,3333333333333|
   |dim=
   |globe=
   |name=Untergang U 41
   |region=XA
   |type=waterbody
  }}.<ref name="U-Boot Verluste">Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot Verluste in beiden Weltkriegen, Urbes Verlag Hans Jürgen Hansen, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7, S. 15.</ref> Es wurden nur zwei Offiziere gerettet, auch der Kommandant Klaus Hansen war unter den Toten.

Sonstiges

Der Baralong war bereits am 19. August 1915 U 27 zum Opfer gefallen. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Fußnoten

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

U-Boote: U 1 | U 2 | U 3 | U 4 | U 5 | U 6 | U 7 | U 8 | U 9 | U 10 | U 11 | U 12 | U 13 | U 14 | U 15 | U 16 | U 17 | U 18 | U 19 | U 20 | U 21 | U 22 | U 23 | U 24 | U 25 | U 26 | U 27 | U 28 | U 29 | U 30 | U 31 | U 32 | U 33 | U 34 | U 35 | U 36 | U 37 | U 38 | U 39 | U 40 | U 41 | U 42 | U 43 | U 44 | U 45 | U 46 | U 47 | U 48 | U 49 | U 50 | U 51 | U 52 | U 53 | U 54 | U 55 | U 56 | U 57 | U 58 | U 59 | U 60 | U 61 | U 62 | U 63 | U 64 | U 65 | U 66 | U 67 | U 68 | U 69 | U 70 | U 71 | U 72 | U 73 | U 74 | U 75 | U 76 | U 77 | U 78 | U 79 | U 80 | U 81 | U 82 | U 83 | U 84 | U 85 | U 86 | U 87 | U 88 | U 89 | U 90 | U 91 | U 92 | U 93 | U 94 | U 95 | U 96 | U 97 | U 98 | U 99 | U 100 | U 101 | U 102 | U 103 | U 104 | U 105 | U 106 | U 107 | U 108 | U 109 | U 110 | U 111 | U 112 | U 113 | U 114 | U 115 | U 116 | U 117 | U 118 | U 119 | U 120 | U 121 | U 122 | U 123 | U 124 | U 125 | U 126 | U 127 | U 128 | U 129 | U 130 | U 131 | U 132 | U 133 | U 134 | U 135 | U 136 | U 137 | U 138 | U 139 | U 140 | U 141 | U 142 | U 143 | U 144 | U 145 | U 146 | U 147 | U 148 | U 149 | U 150 | U 151 | U 152 | U 153 | U 154 | U 155 | U 156 | U 157 | U 158 | U 159 | U 160 | U 161 | U 162 | U 163 | U 164 | U 165 | U 166 | U 167

Vorlage:Klappleiste/Ende