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Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 2000 bis 2009 – Wikipedia Zum Inhalt springen

Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 2000 bis 2009

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dies ist eine Teilliste von Luftfahrt-Zwischenfällen der Jahre 2000 bis 2009 beim Betrieb von Verkehrsluftfahrzeugen. Für übrige Zeitspannen siehe Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen.

Für militärische Flugunfälle siehe Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) ab 1981.

Für Zwischenfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Zwischenfällen (Allgemeine Luftfahrt).

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.

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Auflistung nach Jahr
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

Liste

2000

  • 9. Juli – Eine Curtiss C-46A-60-CS Commando, betrieben durch den kolumbianischen Geschäftsmann R.M. Marmolejo (HK-851P), verunglückte 3 Kilometer östlich des Flughafens Villavicencio-La Vanguardia (Kolumbien). Die Maschine sollte mit 17 Passagieren zum Flughafen Mitú fliegen. Laut Flugplan befanden sich angeblich nur 4 Passagiere an Bord des für maximal 13 Insassen zugelassenen Flugzeugs. Kurz nach dem Start entstand ein Triebwerksbrand am Motor Nr. 2 (rechts), der nicht gelöscht werden konnte, da beide dafür vorgesehenen Feuerlöscher leer waren. Der Kapitän versuchte, mit einer Rechtskurve (in Richtung des stehenden Triebwerks) zum Startflughafen zurückzukehren. Dabei verlor er die Kontrolle über das Flugzeug; es kam zum Absturz. Von den 19 Insassen wurden die beiden Piloten und 8 der 17 Passagiere getötet. Die Unfalluntersuchung ergab unter anderem, dass die Maschine nicht lufttüchtig war. Beide Piloten hatten keine Nachweise über ihre fliegerische Tätigkeit. Der Kapitän und Besitzer des Flugzeugs hatte kein gültiges Medizinisches Tauglichkeitszeugnis und hätte überhaupt nicht fliegen dürfen.<ref>Flugunfalldaten und -bericht C-46 HK-851P im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 18. Juli – Eine Fokker F28-4000 der Iran Aseman Airlines (EP-PAU) wurde bei der Landung in Ahwaz so schwer beschädigt, dass das Flugzeug abgeschrieben werden musste. In dichtem Nebel war die Maschine nach dem ersten Aufsetzen hochgesprungen, hatte neben der Landebahn wieder aufgesetzt und wurde trotzdem durchgestartet und erneut gelandet. Alle 88 Insassen überlebten.<ref>Unfallbericht F28-4000 EP-PAU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. Februar 2019.</ref>
  • 27. September – Eine Convair CV-580 der kanadischen Hydro-Quebec (C-GFHH) geriet auf dem La Grande-LG-4 airstrip (Québec, Kanada) trotz gegensätzlichen Bremsens und entgegengesetztem Ausschlag der Bugradsteuerung nach rechts von der Landebahn ab, geriet auf sehr weichen und felsigen Untergrund rund zwei Meter tiefer und wurde irreparabel beschädigt. Als Ursache wurde festgestellt, dass der Lenkventilhebel durch die Techniker nicht gemäß den Spezifikationen und den Zeichnungen im Überholungshandbuch und im Wartungshandbuch wieder zusammengebaut worden war. Alle 22 Insassen, vier Besatzungsmitglieder und 18 Passagiere, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht CV-580 C-GFHH im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 15. November – Eine Antonow An-24RV der angolanischen ASA Pesada (D2-FCG) stürzte kurz nach dem Start in ein Feld 5 Kilometer östlich des Flughafens Luanda/Quatro de Fevereiro (Angola). Das Flugzeug neigte sich unmittelbar nach dem Start nach links und stieg noch auf eine Höhe von 200 Fuß (etwa 65 Meter), bevor es abstürzte. Es ging nach dem Aufprall in Flammen auf. Nach den Ergebnissen einer vorläufigen Untersuchung wurde der Unfall durch einen Triebwerksausfall ausgelöst. In dem Bericht wurde der Asa Pesada auch Fahrlässigkeit vorgeworfen, weil sie keine genauen Aufzeichnungen über die Treibstoffmenge und die Zahl der Passagiere an Bord geführt hatte. Die Besatzung bestand aus einem Angolaner und vier Ukrainern. Alle 57 Insassen, fünf Besatzungsmitglieder und 52 Passagiere, wurden getötet. Bis Januar 2025 war dies der schwerste Unfall einer An-24, gemessen an der Zahl der Todesopfer.<ref>Unfallbericht AN-24 D2-FCG, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 23. Januar 2025.</ref>

2001

  • 31. Januar – Eine Douglas DC-6B der US-amerikanischen Everts Air Fuel (N4390F) ging bei der Landung auf dem Donlin Creek Airstrip (Alaska, USA) zu Bruch. Die mit 18.500 Litern Heizöl beladene Maschine wurde relativ hart auf der 7 % bergauf geneigten, gut 1600 Meter langen und ebenso wie die Umgebung mit Schnee bedeckten Bahn aufgesetzt, so dass es schwierig war, sie klar zu erkennen. Kurz nach dem Aufsetzen brach die linke Tragfläche vom Rumpf ab. Die Maschine verließ die Landebahn und wurde zerstört. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-6 N4390F im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 7. Februar – Ein Airbus A320-200 der spanischen Iberia (EC-HKJ) verunglückte mit 143 Insassen bei der Landung auf dem Flughafen Bilbao. Die Maschine geriet während des Endanfluges in heftige Turbulenzen und Scherwinde, sodass die Piloten ein Durchstartmanöver einleiten wollten. Durch eine Verkettung der verschiedenen Umstände und eines Designfehlers wurde jedoch das Alpha-Protection-System aktiviert. Dies hinderte die Piloten daran, die Maschine hochzuziehen, sodass diese mit einer vertikalen Geschwindigkeit von 1200 Fuß pro Minute auf die Landebahn krachte, wodurch das Bugfahrwerk zusammenbrach und die erst sieben Monate alte Maschine irreparabel beschädigt wurde.<ref>Flugunfalldaten und -bericht A320 EC-HKJ im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 17. Eine Jakowlew Jak-40 der iranischen Qeshm Air (Luftfahrzeugkennzeichen EP-TQP) verunfallte im iranischen Elburs-Gebirge. Der Flug verlief ursprünglich von Teheran zum neuen Flughafen Gorgan, wurde aber aufgrund schlechten Wetters nach Sari umgeleitet. Keiner der 30 Insassen überlebte den Absturz, darunter der iranische Transportminister Rahman Dadman und sieben weiteren Parlamentariern.<ref>Unfallbericht. In: asn.flightsafety.org. Aviation Safety Network, abgerufen am 9. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 1. August – Eine Boeing 727-200 der Yemenia (7O-ACW) überrollte bei der Landung auf dem Flughafen Asmara (Eritrea) das Ende der nassen, 3000 m langen Landebahn und kollidierte mit einem großen Betonklotz. Dabei wurde die Maschine zum wirtschaftlichen Totalschaden. Alle 111 Insassen überlebten.<ref>Unfallbericht B-727-200 7O-ACW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.</ref>
  • (A) 24. August – Einem Airbus A330 der kanadischen Air Transat (C-GITS) auf dem Air-Transat-Flug 236 ging auf Grund eines Lecks infolge einer fehlerhaften Wartung durch die Bodentechniker der Treibstoff aus. Anschließend gelang den Piloten einer der längsten Gleitflüge eines Strahlflugzeugs in der Geschichte der Luftfahrt – etwa 19 Minuten, wobei 120 km zurückgelegt wurden – und die anschließende Notlandung auf dem Militärflugplatz Lajes Field auf der Azoreninsel Terceira. Alle 306 Insassen überlebten (siehe auch Air-Transat-Flug 236).
  • 29. August – An Bord einer CASA CN-235 der spanischen Binter Mediterraneo (EC-FBC) kam es auf einem Flug von Melilla im Anflug auf den Flughafen Málaga zu einer Feuerwarnung für das linke Triebwerk. Daraufhin wurden allerdings gleich beide Triebwerke abgestellt, woraufhin die Maschine in der Anflugbefeuerung aufsetzte und gegen die Böschung einer kreuzenden Straße prallte. Ein Teil der Passagiere war zehn Minuten lang im hinteren Kabinenteil eingeschlossen, bis die dortige Tür geöffnet werden konnte. Von den 44 Insassen wurden 4 getötet.<ref>Unfallbericht CASA CN-235 EC-FBC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. März 2017.</ref>
  • (A) 25. September – Während der Landung auf dem Flugplatz Alpine (Alaska), 100 km westlich von Deadhorse, brach die linke Tragfläche einer Douglas DC-6BF der US-amerikanischen Northern Air Cargo ab (N867TA). Die Maschine drehte infolgedessen nach links und rutschte von der Landebahn. Beim anschließend entstehenden Feuer brannte der Mittelteil der Maschine aus, sodass ein irreparabler Schaden entstand und das Flugzeug abgeschrieben werden musste. Alle drei Insassen konnten sich retten und überlebten. Die zerstörte Maschine war eine der beiden einzigen zu DC-6B-ST („Swing tail“) umgebauten DC-6 (siehe auch Northern-Air-Cargo-Flug 33).<ref>Unfallbericht DC-6 N867TA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Oktober 2018.</ref>
  • (A) 3. November – Eine Reims-Cessna F406 der südafrikanischen GJ Air (ZS-OIG), mit der ein Flug zum Flughafen Eros in Namibia durchgeführt werden sollte, stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Johannesburg ab. Dabei kamen alle drei Personen an Bord ums Leben. Die Unfalluntersuchung ergab einen Kontrollverlust entlang der Roll- und Nickachse, hervorgerufen durch eine 16-prozentige Überladung und eine falsche Gewichtsverteilung. Es wurden weitere erhebliche Betriebsverstöße festgestellt: Lufttüchtigkeits- und Betreiberzeugnis waren abgelaufen, die Betriebsgrenze der Triebwerke überschritten, die Ladung ungesichert und es wurde ein Passagier befördert, obwohl für diesen weder ein Sitz noch eine Rückhaltevorrichtung an Bord waren (siehe auch Flugunfall einer Reims-Cessna F406 am Flughafen Johannesburg).
  • (A) 12. November – Ein Airbus A300 der US-amerikanischen American Airlines (N14053) mit Ziel Santo Domingo (Dominikanische Republik) stürzte weniger als drei Minuten nach dem Start vom John F. Kennedy International Airport in bewohntes Gebiet von New York City (USA). Alle 260 Personen an Bord sowie fünf Personen am Boden starben. Das Seitenleitwerk der Maschine war während des Steigflugs abgerissen. Die fast drei Jahre dauernden Untersuchungen dieses Unfalls ergaben Mängel in der Pilotenausbildung bei American Airlines und Lücken in den Handbüchern der A300. Der fliegende Copilot hatte auf die Wirbelschleppen einer vorausfliegenden Boeing 747 falsch reagiert, indem er wie im Simulator das Seitenruder aggressiv betätigte (mit abrupten Vollausschlägen zwischen links und rechts), so dass die Befestigungen der senkrechten Flosse am Rumpf brachen (siehe auch American-Airlines-Flug 587).

Untersuchungsbericht, Notwasserung in Bremerhaven. Abgerufen am 11. April 2021.</ref>

2002

  • 16. April – In einer Hawker Siddeley HS 748-400 2B der südafrikanischen Airquarius Aviation (ZS-OLE) entwickelte sich ein Problem mit der Hydraulik, ausgelöst durch eine Leckage an der linken Hydraulik-Triebwerkspumpe. Durch eine lückenhafte Notfall-Checkliste und nicht sachgemäße Handhabung kam es zum Gesamtausfall des Hydrauliksystems. Nach dem Aufsetzen auf der Landebahn des planmäßigen Zielflughafens Pilanesberg (Südafrika) stellte der Kapitän beide Triebwerke ab. Die Maschine rollte noch rund 2000 Meter auf der Landebahn, drehte dann jedoch nach links und kam 75 Meter von der Bahn entfernt in einem Graben zum Stillstand. Alle 47 Insassen, fünf Besatzungsmitglieder und 42 Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.<ref>Flugunfalldaten und -bericht HS-748 ZS-OLE im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 21. April – Eine Antonow An-72 der estnischen Fluggesellschaft Enimex (ES-NOP) wurde bei einer sehr harten Landung auf dem Flughafen Wamena in der indonesischen Provinz Papua beschädigt, woraufhin aufgrund von Hydraulikleckagen ein kleineres Feuer ausbrach. Das einzige Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr konnte nicht angelassen werden, da die Batterie leer war. Daraufhin rannten einige Feuerwehrleute mit Handfeuerlöschern zum Flugzeug. Nach 20 Minuten war die Batterie des Löschfahrzeugs so weit aufgeladen, dass der Motor gestartet werden und man zum brennenden Flugzeug fahren konnte. Die Maschine – im Auftrag von Trigana Air Service unterwegs – war jedoch irreparabel beschädigt. Die einzigen Insassen, vier Besatzungsmitglieder, blieben unverletzt.<ref>Unfallbericht AN-72 ES-NOP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2016.</ref>
  • (A) 4. Mai – Eine BAC 1-11-500 der nigerianischen EAS Airlines (5N-ESF) stürzte Augenblicke nach dem Start vom Flughafen Kano, Nigeria, in dicht bewohntes Gebiet. Insgesamt gab es 149 Tote: von den 77 an Bord befindlichen Personen starben 71, außerdem wurden 78 Menschen am Boden getötet. Nach 52 Tagen Standzeit war in die Unfallmaschine ein Triebwerk einer anderen eingebaut worden, die aus dem Verkehr gezogen worden war. Zehn Stunden nach dem Motorwechsel kam es zum Absturz (siehe auch EAS-Airlines-Flug 4226).<ref>Unfallbericht BAC-111 5N-ESF, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2016.</ref>
  • 9. Oktober – Eine Boeing 747-400 der US-amerikanischen Northwest Airlines (N661US) wurde auf dem Flug von Detroit nach Tokio über dem Beringmeer von heftigen Schwingungen erschütterte, da das untere Seitenruder einen unkontrollierten Ausschlag durchführte und blockierte. Alle 402 Menschen an Bord überlebten den Zwischenfall. Die eigentliche Ursache konnte nicht ermittelt werden.<ref>Unfallbericht Boeing 747-400 N661US, NTSB (englisch), abgerufen am 27. August 2019.</ref>
  • 29. Oktober – An einer Curtiss C-46 Commando der US-amerikanischen Tatonduk Outfitters (N54514) brach beim Zurückrollen nach der Landung auf dem Flughafen Fairbanks (Alaska, USA) das rechte Hauptfahrwerk langsam zusammen. Dabei wurde die rechte Tragfläche beschädigt. Das Flugzeug wurde möglicherweise irreparabel beschädigt. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Testflug, überlebten den Unfall.<ref>Unfallbericht C-46 N54514, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 5. Juli 2024.</ref>
  • (A) 6. November – Eine Fokker 50 der Luxair (LX-LGB) auf dem Flug von Berlin nach Luxemburg stürzte bei Niederanven etwa fünf Kilometer vor Erreichen des Ziels ab. Von den 22 Menschen an Bord starben 20. Nur der Kapitän und ein Passagier überlebten (siehe auch Luxair-Flug 9642).
  • 27. Dezember – Eine Let L-410 der ruandischen Ocean Airlines wurde auf dem Weg von Moroni nach Anjouan (Komoren) im Endanflug von einem Blitz getroffen. Die Piloten starteten durch, allerdings funktionierten die Navigationsinstrumente durch den Blitzschlag nicht mehr und die Sicht war schlecht, es folgten Kontrollverlust und Absturz. Einer der 13 Passagiere starb, das Flugzeug wurde zum Totalschaden.<ref>ASN Aircraft accident Let L-410UVP 9XR-RB Anjouan. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>

2003

  • (A) 24. Januar – Eine von der kenianischen Regierung gecharterte Grumman G-159 Gulfstream I der African Commuter Services (5Y-EMJ) gewann nach dem Start vom Flughafen Busia, Kenia, nicht genug Höhe und kollidierte mit Hindernissen. Drei Personen wurden getötet, unter anderem der kenianische Arbeitsminister. Die Untersuchungen ergaben große Irregularitäten beim Betrieb der Maschine in Bezug auf Piloten, Wartung und vorherige Beschädigungen (siehe auch Flugunfall einer Grumman Gulfstream I in Busia).<ref>Unfallbericht Gulfstream I 5Y-EMJ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. August 2019.</ref>
  • 15. April (27. April?) – Die Flugbesatzung einer Vickers Viscount 836 der kongolesischen Trans Intair (9Q-CGL) versuchte, mit nur drei funktionierenden Triebwerken von einer 900 Meter langen Schotterpiste im Kongo zu starten. Dieses Experiment endete mit einem Absturz in angrenzende Bäume. Alle drei Besatzungsmitglieder (die einzigen Insassen) überlebten das Geschehen. Es war der letzte bekannt gewordene Unfall einer Vickers Viscount.<ref>Unfallbericht Viscount 836 9Q-CGL, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Dezember 2018.</ref><ref>Rayner G. C. Kittle: The Vickers Viscount. Air-Britain (Historians), Staplefield 2008, ISBN 978-0-85130-401-4, S. 363.</ref>
  • 2. August – Eine Douglas DC-4 der kanadischen Buffalo Airways (C-GBSK) setzte bei der Landung auf dem Flugplatz Ulu Mine Strip, Nordwest-Territorien (Kanada), vor der Landebahn auf. Das Fahrwerk brach zusammen, die Tragflächen rissen ab und fingen Feuer, der Rumpf rutschte nach rechts von der Landebahn ab. Diese besteht aus Schotter und ist knapp 1200 Meter lang. Die vier Besatzungsmitglieder des Frachtfluges blieben unverletzt.<ref>Unfallbericht DC-4 C-GBSK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 11. August 2019.</ref>
  • 15. August (nach anderer Quelle im März, genauer Tag unbekannt) – Mit einer Hawker Siddeley HS 780 Andover der kenianischen 748 Air Services (3C-KKB) kam es auf einem Frachtflug zu einer Bruchlandung auf dem Flugplatz von Rumbek (Sudan), wobei das Bugfahrwerk zusammenbrach. Vorausgegangen war ein Triebwerksausfall. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen, überlebten den Unfall.<ref>Richard J. Church: The Avro 748. Air-Britain Publishing, Staplefield, 2017, ISBN 978-0-85130-492-2, S. 217.</ref><ref>Unfallbericht HS 780 Andover 3C-KKB Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Dezember 2021.</ref>
  • (A) 3. Oktober – An einer Frachtmaschine des Typs Convair CV-580 ZK-KFU der neuseeländischen Air Freight NZ kam es auf dem Flug von Christchurch nach Palmerston North beim Durchfliegen einer Zone mit extremen Vereisungsbedingungen aufgrund starker Eisbildung zum Strömungsabriss. Die Maschine stürzte bei Kapiti Coast in die Tasmansee. Bei dem Absturz wurden die strukturellen Belastungsgrenzen der Maschine überschritten, sodass diese noch in der Luft auseinanderbrach. Die beiden an Bord befindlichen Piloten starben (siehe auch Air-Freight-NZ-Flug 642).
  • (A) 25. Dezember – Eine Boeing 727-223 der Union des Transports Africains de Guinée (3X-GDO) stürzte beim Start vom Flughafen Cotonou-Cadjehoun, Benin, unmittelbar nach dem Abheben ab, nachdem sie die ILS-Antennen sowie ein kleines Gebäude gestreift hatte. Von den vermutlich 163 Insassen wurden 141 getötet, darunter 5 der 10 Besatzungsmitglieder. Beim Einsteigen und Gepäckverladen hatten chaotische Zustände geherrscht. Als Hauptursachen des Unfalls wurden Überladung und nicht bekannte Schwerpunktlage ermittelt. Als beitragende Faktoren wurden außerdem schwere Mängel bei der Kompetenz der Fluggesellschaft sowie mangelhafte Aufsicht durch die Flugsicherheitsbehörden in Guinea und Swasiland festgestellt (siehe auch UTAGE-Flug 141).<ref>Unfallbericht B-727-200 3X-GDO, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 2. März 2019.</ref>

2004

  • 13. Januar – Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Uzbekistan Airways des Typs Jakowlew Jak-40 stürzte beim Anflug auf den Flughafen Taschkent/Usbekistan ab. Es kamen alle 36 Menschen an Bord (32 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder) ums Leben. Ursache war schlechtes Wetter, das die Sicht zeitweise auf 200–350 Meter beschränkte. Die Maschine war auf einem Inlandsflug vom Termiz im Süden des Landes nach Taschkent.
  • (A) 4. März – Eine Iljuschin Il-76MD der ukrainischen Azov-Avia Airlines (UR-ZVA) beim Start vom Flughafen Baku (Aserbaidschan) ab. Der Flugingenieur hatte entgegen seiner Ansage weder die Landeklappen noch die Vorflügel ausgefahren, so dass beide beim Start eingefahren blieben. Nach dauerndem Ziehen des Kapitäns an der Steuersäule hob die Maschine schließlich mit etwa 300 km/h ab, berührte jedoch mit der linken Tragfläche die Startbahn. Als der Flugingenieur seinen Fehler bemerkte, begann er die Auftriebshilfen auszufahren, ohne dies anzusagen. Dann jedoch zog er alle 4 Schubhebel auf Leerlauf, erneut ohne Ansage. Nach weiteren drei Sekunden stellte er alle Triebwerke ganz ab. Der Kapitän rief dreimal „Takeoff!“, aber da alle Triebwerke schon abgestellt waren, stürzte das Flugzeug nach 490 Metern Flug zu Boden. Von den sieben Besatzungsmitgliedern, den einzigen Insassen auf dem Frachtflug, wurden 3 getötet (siehe auch Flugunfall der Azov-Avia bei Baku).<ref>Flugunfalldaten und -bericht IL-76 UR-ZVA im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 8. Mai – An einer Douglas DC-4/C-54P der US-amerikanischen Brooks Fuel (N44911) kam es auf dem Flugplatz von Ganes Creek (Alaska, USA) nach dem Anlassen der Triebwerke Nr. 4, 3 und 2 zu einer Explosion des linken Hilfstanks und einem Brand. Beide linke Triebwerke und die äußere linke Tragfläche lösten sich vom Flugzeug. Die Piloten rollten mithilfe der zwei verbliebenen Motoren vom Explosionsort weg, stoppten und verließen die Maschine. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Die beiden Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-4 N44911 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 19. Oktober – Eine Jetstream 32EP der US-amerikanischen Corporate Airlines (N875JX), aus Saint Louis kommend, wurde während des Anflugs auf Kirksville ins Gelände geflogen. Die Piloten meldeten dem Tower zuvor technische Probleme. Dreizehn Menschen wurden dabei getötet, zwei wurden schwer verletzt.
  • 18. November – Die mit 19 Fluggästen aus El Vigia (Venezuela) anfliegende BAe Jetstream 31, Kennzeichen YV-1083C, Seriennummer 762, kam bei der Landung auf dem Flughafen Caracas-Maiquetia von der Landebahn ab und rammte das Gebäude der Feuerwehr. Beim Aufprall wurde das Flugzeug zerstört und drei Passagiere tödlich verletzt.
  • (A) 21. November – Kurz nach dem Start in Baotou (Innere Mongolei) stürzte ein Flugzeug der China Eastern Airlines des Typs Canadair CRJ-200ER (Kennzeichen B-3072, Seriennummer 7697) auf dem Weg nach Shanghai auf einen zugefrorenen See. Unmittelbar vor dem Aufschlag rammte der Jet noch ein kleines Gebäude. Alle 53 Insassen sowie eine Person am Boden starben. Augenzeugen zufolge zog die Maschine eine schwarze Rauchwolke hinter sich her, trudelte stark und zerbrach. Anscheinend hatte es eine Explosion an Bord gegeben. Die definitive Unfallursache ist immer noch ungeklärt (siehe auch China-Eastern-Airlines-Flug 5210).<ref>Unfallbericht CRJ 200 B-3072, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Oktober 2019.</ref>
  • 29. November – Die Boeing 737-406 PH-BTC (Werknummer 25424) der niederländischen KLM kam bei böigem Wetter bei der Landung in Barcelona, Spanien, von der Landebahn ab und geriet auf weichen Grund. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde das gesamte Fahrwerk abgerissen und beide Triebwerke bekamen Bodenberührung. Das rechte Triebwerk wurde außerdem aus seiner Verankerung gerissen. Von den 146 sich an Bord befindlichen Passagieren wurden vier leicht verletzt. Aufgrund der strukturellen Beschädigungen musste die Boeing 737 als Totalverlust abgeschrieben werden.
  • 30. November – Die aus Jakarta kommende McDonnell Douglas MD-82 PK-LMN (Werknummer 49189) der indonesischen Lion Air schlitterte bei der Landung auf dem Flughafen Adisumarmo in Surakarta (Indonesien) über das Ende der nassen Landebahn hinaus und zerbrach auf dem bewaldeten Gelände des Friedhofs. Dabei kamen 25 der 163 Menschen (156 Passagiere + 7 Besatzungsmitglieder) an Bord ums Leben.
  • 4. Dezember – Eine Convair CV-580 der US-amerikanischen Contract Air Cargo (N161FL) verunglückte bei der Landung auf dem Flughafen McAllen (Texas, USA). Nach Wartungsarbeiten am linken Propeller musste ein Testflug durchgeführt werden. Dabei wurde das linke Triebwerk abgestellt und wieder gestartet, wonach der Propeller nicht korrekt funktionierte und das Triebwerk wieder abgestellt werden musste. Im Anflug ließen sich die Landeklappen nicht vollständig ausfahren, und nach dem Aufsetzen funktionierten die Bremsen nicht mehr. Die Maschine kam von der Landebahn ab, kollidierte mit dem Flughafenzaun, geriet in einen Graben und stieß danach gegen einen Hügel. Sie wurde irreparabel beschädigt. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht CV-580 N161FL im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 4. Dezember – Eine Convair CV-340-70 der US-amerikanischen Miami Air Lease (N41626) war vom Flugplatz Opa-Locka (Florida, USA) zu einem Frachtflug nach Flughafen Nassau (Bahamas) gestartet. Etwa drei Meilen vor der Küste, in einer Höhe von 3.000 Fuß, spürte der Kapitän ein Vibrieren des Flugzeugs und sah Rauch aus dem Motor Nr. 1 aufsteigen. Dessen Propeller konnte nicht in die Segelstellung gebracht werden. Daraufhin machte der Kapitän eine Notwasserung in der Maule Lake Marina in Miami. Das Triebwerk Nr. 1 war 9 Wochen vorher wegen exzessiven Ölverbrauchs ausgebaut und eingelagert worden. Da das dann eingebaute Triebwerk Metallspäne erzeugte, wurde der eingelagerte Motor mit einem anderen Propeller wieder eingebaut. Bei der Untersuchung der Propellerbaugruppe wurde eine Metallverunreinigung im gesamten System festgestellt; die Dichtung des Reglersiebs des Propellers war mit Metallverunreinigungen verstopft. Ursache des Ausfalls war die unsachgemäße Wartung des linken Triebwerks durch das Wartungspersonal des Unternehmens, was zu einem Totalausfall des Hauptstangenlagers und zu einer Verunreinigung des Motorölsystems mit Metall führte, wodurch der linke Propeller nicht mehr korrekt laufen konnte. Dies führte dazu, dass das Flugzeug nach dem Verlust der Motorleistung die Höhe nicht mehr halten konnte. Außerdem hatten der Flugzeugbetreiber und die Flugbesatzung das maximal zulässige Startgewicht des Flugzeugs überschritten. Beide Piloten, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht CV-340 N41626 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 11. Dezember – Eine Embraer EMB 110 Bandeirante der brasilianischen NHR Táxi Aéreo (PT-WAK) stürzte im Anflug auf den Flughafen Uberaba (Brasilien) ab. Das Höchstabfluggewicht von 5600 kg war mit 6348 kg weit überschritten. Die Piloten führten den Anflug mit ADF- und GPS-Referenzen durch. Der Kapitän unterschritt die Mindestsinkflughöhe von 3000 Fuß, um eine Wolkenloch zu finden. Da sich hierbei das Gewicht der ungesicherten Fracht verschob, geriet das Flugzeug ins Trudeln und stürzte auf ein Haus. Beide Piloten, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, wurden getötet, ebenso wie ein Hausbewohner. Der Untersuchungsbericht stellte fest, dass die Unternehmenskultur der Firma Verhaltensweisen zuließ, die selbstgefällig waren und denen es an Respekt für festgelegte Normen und Verfahren mangelte. Die mangelnde Durchsetzungskraft und Nachlässigkeit des Copiloten in Verbindung mit der Überheblichkeit des Kommandanten führten dazu, dass die Besatzung unter die MDA sank.<ref>Unfallbericht EMB-110 PT-WAK, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 6. Dezember 2025.</ref>
  • 16. Dezember – Eine Short 360-300 der US-amerikanischen Air Cargo Carriers (N748CC) wurde bei einem missglückten Durchstartmanöver am Flugplatz von Oshawa (Ontario, Kanada) zerstört. Nach einem späten Aufsetzen auf der schneebedeckten Landebahn entschloss sich der Kapitän zum Durchstarten, nachdem er aber schon 5 bis 8 Sekunden lang den vollen Umkehrschub betätigt hatte. Die kurze verbleibende Bahnlänge reichte nicht für das Erreichen einer genügenden Geschwindigkeit aus, so dass die Maschine in einiger Entfernung vom Flugplatz wieder im Gelände aufschlug. Die beiden Piloten, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht Short 360 N748CC im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

2005

  • (A) 3. Februar – Eine aus Herat kommende Boeing 737-200 der afghanischen Kam Air, betrieben von der kirgisischen Phoenix Aviation (EX-037), konnte wegen eines Schneesturmes nicht wie geplant in Kabul landen. Sie wurde rund 30 Kilometer östlich in die Berge geflogen und erst zwei Tage später gefunden. Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 105 Menschen an Bord getötet (siehe auch Kam-Air-Flug 904).<ref>Unfallbericht B-737-200 EX-037, Aviation Safety Network, abgerufen am 16. April 2020 (englisch).</ref>
  • 10. Juni 2005:
    • Die Piloten einer HS 780 Andover der kenianischen 748 Air Services (5Y-SFE) machten auf dem Flughafen von Lokichoggio (Kenia) eine Bauchlandung, weil sie vergessen hatten, das Fahrwerk auszufahren und alle diesbezüglichen Warnungen missachteten. Das Flugzeug wurde erheblich beschädigt. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen des Frachtfluges, überlebten. Die ohnehin nur 1800 Meter lange Landebahn war durch die beschädigte Andover teilweise blockiert. Drei kleinere Verkehrsflugzeuge landeten auf dem verbliebenen Landebahnstück, während die Piloten zweier Antonow An-12 nach Juba (Sudan) auswichen.<ref>Richard J. Church: The Avro 748. Air-Britain Publishing, Staplefield, 2017, ISBN 978-0-85130-492-2, S. 216.</ref><ref>Unfallbericht HS 780 Andover 5Y-SFE Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 29. September 2020.</ref>
    • Auch dem Kapitän einer Lockheed L-100-30 Hercules der angolanischen Transafrik (S9-BAS) wurde dringend nahegelegt, zu einem anderen Flughafen auszuweichen, da die ohnehin nur 1800 Meter lange Landebahn von Lokichoggio durch die bei der Landung beschädigte Hawker-Siddeley HS 780 Andover der kenianischen 748 Air Services teilweise blockiert war. Er entschied sich jedoch für eine Landung vor Ort und setzte das Flugzeug sehr hart noch vor der Landebahn auf, wobei der obere Mittelrumpf aufbrach. Kurz vor dem Stillstand schlug die rechte Tragfläche auch noch in die havarierte Andover ein, was dieser den Rest gab und auch sie zum Totalschaden machte. Die Hercules war im Auftrag der Vereinten Nationen unterwegs. Alle fünf Besatzungsmitglieder überlebten die Bruchlandung.<ref>Unfallbericht L-100-30 Hercules S9-BAS Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 29. September 2020.</ref>
  • 30. Juni – Eine Dornier 228-200 der nepalesischen Gorkha Airlines (9N-AEO) geriet bei der Landung auf dem schwer anzufliegenden Flughafen Lukla von der Landebahn ab. Das Flugzeug wurde so schwer beschädigt, dass es abgeschrieben werden musste. Die zwölf Insassen (neun Passagiere und drei Besatzungsmitglieder) überlebten, wurden aber leicht verletzt.<ref>Unfallbericht Dornier 228-200 9N-AEO, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 15. Dezember 2018.</ref>
  • (A) 2. August – Beim Landeanflug auf Toronto, Kanada, schoss bei schlechtem Wetter und starkem Regen ein Airbus A340 der Air France über die Landebahn hinaus. Alle 309 Insassen (297 Passagiere, 12 Besatzungsmitglieder) konnten das Flugzeug rechtzeitig verlassen, bevor es in Flammen aufging und ausbrannte. Der Unfall wurde in den Medien auch als „Wunder von Toronto“ bezeichnet (siehe auch Air-France-Flug 358).
  • (A) 6. August – Eine ATR 72-200 der tunesischen Tuninter musste mit 48 Personen an Bord auf dem Weg von Bari zur tunesischen Urlaubsinsel Djerba im Mittelmeer vor Sizilien wegen Kerosinmangels notwassern. 16 Menschen kamen ums Leben. Ursache war ein falscher Tankfüllstandsanzeiger, der bei Wartungsarbeiten eingebaut worden war (siehe auch Tuninter-Flug 1153).
  • 19. August – Während der Landung auf dem Flughafen Guam/Won Pat kollabierte das Bugfahrwerk einer Boeing 747-200 der US-amerikanischen Northwest Airlines (N627US). Die Flugbesatzung hatte beim Abarbeiten der Checklisten mehrfach das betreffende rote Warnlicht übersehen. Alle 334 Insassen überlebten; das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.<ref>Unfallbericht B-747-200 N627US, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.</ref>
  • (A) 24. August – Eine Boeing 737-200 der staatlichen peruanischen Fluggesellschaft TANS Perú ging kurz nach 15 Uhr Ortszeit in der Nähe der Stadt Pucallpa nieder und in Flammen auf. Die Maschine geriet beim Landeanflug in schweres Unwetter und verfehlte die Landebahn. Die Piloten versuchten daraufhin, auf einer Straße im Urwald notzulanden. An Bord befanden sich 93 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder. Etwa die Hälfte der Insassen hat überlebt. Das Flugzeug war in der peruanischen Hauptstadt Lima gestartet und sollte nach Zwischenlandung in Pucallpa/Zentralperu nach Iquitos im Norden des Landes weiterfliegen (siehe auch TANS-Perú-Flug 204).
  • (A) 5. September – Eine Boeing 737-200 der indonesischen Mandala Airlines mit 117 Personen an Bord stürzte kurz nach dem Start in Medan, Indonesien, im Stadtgebiet ab, zerbrach und ging in Flammen auf. Flugziel war Jakarta. Über 100 Insassen kamen ums Leben, auf dem Boden gab es je nach Quelle etwa 30–60 Opfer (siehe auch Mandala-Airlines-Flug 91).
  • 6. Oktober – Eine Cessna 208B Super Cargomaster der US-amerikanischen FedEx (C-FEXS) stürzte beim Versuch der Rückkehr zum Startflughafen Winnipeg, Kanada, ab und brannte aus. Die überladene Maschine war nach dem Start bei leichtem Schneefall in Vereisungsbedingungen gekommen und außer Kontrolle geraten. Die Pilotin, einzige Insassin, wurde getötet.<ref>Unfallbericht Cessna 208 C-FEXS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017.</ref>
  • 10. Dezember – Eine Passagiermaschine der nigerianischen Fluggesellschaft Sosoliso verunglückte bei der Landung in Abuja. Von den 110 Menschen an Bord kamen 106 ums Leben.

2006

  • 5. Januar – Eine Douglas DC-4/C-54G der kanadischen Buffalo Airways (Luftfahrzeugkennzeichen C-GXKN) startete vom Flughafen Norman Wells, Nordwest-Territorien (Kanada), zu einem Frachtflug zum Flughafen Yellowknife. Sechs Minuten nach dem Start kam es zu einem Triebwerksbrand und Ausfall des Motors Nr. 2. Der Einsatz der im Motor eingebauten Feuerlöschflaschen blieb wirkungslos. Der Propeller wurde in Segelstellung gebracht, aber gleichzeitig ging der Propeller des Triebwerks Nr. 1 ebenfalls in Segelstellung. Kurz vor einer bereits eingeleiteten Außenlandung erlosch das Feuer, und die Piloten flogen mit nur zwei laufenden Triebwerken zurück zum Startflugplatz. Bei der Notlandung kam die Maschine von der Landebahn ab und erst 20 Meter vom Landebahnrand im tiefen Schnee zum Stillstand. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Die vier Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.<ref>Unfallbericht DC-4 C-GXKN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. August 2022.</ref>
  • 14. Mai – Eine Convair CV-580 der Regierung von Saskatchewan (Kanada) (C-GSKJ) verunglückte beim Durchstarten 1,5 Kilometer nordwestlich des Flughafens La Ronge (Saskatchewan, Kanada) auf einem Trainingsflug. Während der Kapitän die Maschine flog, hatte der Erste Offizier versehentlich das linke Triebwerk abgestellt, ohne dies jedoch zu melden. Beim versuchten Durchstarten führte die fehlende Leistung zur Kollision mit Bäumen und zum Absturz. Ursache des Unfalls war die mehrfach missverständliche und fehlende Kommunikation und die daraus resultierende Verwirrung im Cockpit. Eines der drei Besatzungsmitglieder, der einzigen Insassen, wurde getötet.<ref>Flugunfalldaten und -bericht CV-580 C-GSKJ im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 9. Juli – Auf dem Flughafen Irkutsk kam ein in Moskau gestarteter Airbus A310-300 der russischen S7 Airlines (F-OGYP) bei der Landung mit hoher Geschwindigkeit von der Landebahn ab, prallte gegen eine Betonwand und in ein Gebäude, wo er in Flammen aufging. Dabei wurden 125 der insgesamt 203 Insassen getötet. Auslöser waren eine schon vorher defekte Schubumkehr und ein gänzlich unkoordiniertes Vorgehen der Piloten, wodurch erneuter Vorwärtsschub des anderen Triebwerks, Wiedereinfahren der bremsenden Störklappen an den Tragflächen sowie Deaktivierung des automatischen Bremssystems bewirkt wurden.<ref>Unfallbericht A310 F-OGYP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 15. Dezember 2018.</ref>
  • 10. Juli 2006 – Eine Fokker F-27 der Pakistan International Airlines (AP-BAL) stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Multan ab. Alle 45 Personen an Bord kamen ums Leben. Der Kapitän hatte den Start trotz eines Triebwerksschadens noch während des Startlaufs fortgesetzt; es kam zum Strömungsabriss. Der Triebwerksschaden selbst war durch Wartungsfehler verursacht worden.<ref>Unfallbericht F-27-200 AP-BAL, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Juni 2017.</ref>
  • (A) 13. August – Eine Lockheed L-100-30 Hercules der Air Algérie (7T-VHG) stürzte auf dem Weg von Algier nach Frankfurt in der Nähe der italienischen Stadt Piacenza ab, nachdem es im Anschluss an den Ausfall des Autopiloten zum Kontrollverlust gekommen war. Die 3 Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall nicht (siehe auch Air-Algérie-Flug 2208).<ref>Unfallbericht L-100-30 Hercules 7T-VHG, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. November 2017.</ref>
  • 1. September – Ein Passagierflugzeug des Typs Tupolew Tu-154 der Gesellschaft Iran Airtour mit 148 Insassen fing bei der Landung in Maschhad (Nordostiran) Feuer, nachdem ein Reifen geplatzt war und die Maschine unkontrollierbar über die Landebahn rutschte; 29 Personen starben.
  • (A) 29. September – Eine Boeing 737-800 der brasilianischen Fluggesellschaft Gol stürzte beim Flug von Manaus, Brasilien, zur Landeshauptstadt Brasília in ein Urwaldgebiet im nördlichen Mato Grosso ab, nachdem sie in 11.000 m Höhe eine Embraer Legacy (N600XL) des US-amerikanischen Charterunternehmens Excelaire gestreift hatte. Alle 148 Passagiere der Boeing und die sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die Legacy konnte leicht beschädigt notlanden (siehe auch Gol-Transportes-Aéreos-Flug 1907).
  • (A) 29. Oktober – Eine Boeing 737-200 der privaten nigerianischen Fluggesellschaft Aviation Development Company (ADC) stürzte während eines Unwetters circa eine Minute nach dem Start vom Flughafen in Abuja, der Hauptstadt Nigerias, ab. Die Maschine fiel in ein Gebiet mit Bäumen in der Nähe der Startbahn und zerbrach dabei in mehrere Teile. An Bord befanden sich 100 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Nur neun Menschen überlebten den Unfall, davon einer schwer verletzt. Am Boden kamen sechs arbeitende Bauern ums Leben. Die Maschine hatte auf dem Flug von Lagos nach Sokoto in Abuja eine Zwischenlandung gemacht und war gegen den Rat der Towerbesatzung bei sehr schlechtem Wetter von dort wieder gestartet. Der ADC wurde aufgrund des Unfalls die Fluglizenz entzogen (siehe auch ADC-Airlines-Flug 53).
  • Anfang November 2006 brach an einer Hawker Siddeley HS 748-245 2A der Best Air aus Bangladesch (S2-ABE), betrieben für Astral Aviation, bei der Landung auf dem Alek airstrip (Südsudan) das Bugfahrwerk zusammen und das linke Hauptfahrwerk bohrte sich durch die Tragfläche. Dadurch wurden erhebliche Schäden an beiden Propellern und der vorderen Rumpfunterseite verursacht, wodurch das Flugzeug irreparabel beschädigt wurde. Alle fünf Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall.<ref>Richard J. Church: The Avro 748. Air-Britain Publishing, Staplefield, 2017, ISBN 978-0-85130-492-2, S. 181.</ref><ref>Flugunfalldaten und -bericht HS-748 S2-ABE im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

2007

  • (A) 1. Januar – Eine Boeing 737-4Q8 der privaten indonesischen Fluggesellschaft Adam Air (Luftfahrzeugkennzeichen PK-KKW) mit 96 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord verschwand nahe Pambauang während eines Fluges von der Insel Java nach Sulawesi, nachdem der Funkkontakt abriss. Die Auswertung des Flugschreibers ergab, dass die Maschine mit technischen Problemen und deaktiviertem Autopilot im Sinkflug immer schneller wurde, bis sie in der Luft zerbrach und ins Meer stürzte (siehe auch Adam-Air-Flug 574).<ref>Unfallbericht B-737-400 PK-KKW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. September 2020.</ref>
  • (A) 25. Januar – Eine Fokker 100 der französischen Régional Compagnie Aérienne Européenne (F-GMPG) startete vom Flughafen Pau-Pyrenäen auf einem Air-France-Flug zum Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle. Nach dem Abheben neigte sich die Maschine zunächst um 35 Grad nach links, dann um 67 Grad nach rechts und wieder um 59 Grad nach links. Sie fiel aus einer Flughöhe von 32 Metern auf die Startbahn herab und sprang beim Aufsetzen auf dieser wieder hoch. Bei einer Geschwindigkeit von 160 Knoten (300 km/h) entschied der Kapitän, den Start abzubrechen. Die Maschine setzte erneut auf, rollte 300 Meter über das Landebahnende hinaus und kreuzte eine dahinter liegende Straße. Das linke Hauptfahrwerk riss das Führerhaus eines LKW auf, der Fahrer wurde dabei getötet. Alle Insassen des Flugzeugs überlebten. Unfallursachen waren Raureif auf den Tragflächen und ein zu starkes Rotieren (Anheben der Nase) (siehe auch Air-France-Flug 7775).<ref>Unfallbericht Fokker 100 F-GMPG, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. März 2019.</ref>
  • 7. März – Auf der indonesischen Insel Java schoss eine Boeing 737-497 der indonesischen Fluggesellschaft Garuda Indonesia (PK-GZC) über eine Landebahn hinaus und ging in Flammen auf. Von den Insassen starben 22, 118 Menschen überlebten zum Teil schwer verletzt.<ref>Unfallbericht B-737-400 PK-GZC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. September 2020.</ref>
  • 8. März – Ein Airbus A300B2-101 der Indian Airlines (VT-EFW) sollte durch Mechaniker des Bodenpersonals auf dem Flughafen Delhi-Indira Gandhi (Indien) auf eine andere Position gerollt werden. Nachdem einer die Sicherung für „flight idle“ (erhöhte Leerlaufdrehzahl) aktiviert hatte, sprang das Flugzeug über die Bremsklötze und rollte auf den Wartungshangar für Frachtflugzeuge zu. Aufgrund der flight idle-Stellung funktionierten Bremsen und Bugradsteuerung nicht. Um dem Hangar auszuweichen, erhöhten die Mechaniker den Schub des rechten Triebwerks auf 90 %. Nachdem das Flugzeug sich um etwa 80° gedreht hatte, verloren sie vollends die Kontrolle und es raste direkt auf die Flughafen-Begrenzungsmauer neben den Hangars zu und durchbrach sie. Das Bugfahrwerk brach zusammen und die Flugzeugnase bohrte sich in den Boden. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle fünf Insassen (Bodenmechaniker) überlebten den Totalschaden.<ref>Flugunfalldaten und -bericht Airbus A300 VT-EFW im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 17. März – Eine Tupolew Tu-134 der russischen UTair (RA-65021) setzte beim Anflug 300 m vor der Start- und Landebahn am Flughafen Flughafen Samara, Russland, auf. Die Besatzung hatte sogar auf Nachfrage noch im Anflug vollkommen falsche Wetterdaten erhalten, unterschritt aber auch die vorgeschriebene Entscheidungshöhe, ohne die Landebahn in Sicht zu haben. Die Maschine zerbrach beim Aufprall und rollte in Rückenlage. Sechs Passagiere starben, 51 Menschen überlebten zum Teil schwer verletzt.<ref>Unfallbericht TU-134 RA-65021, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. März 2016.</ref>
  • (A) 5. Mai – Eine Boeing 737-800 der Kenya Airways mit 114 Passagieren stürzte auf dem Flug von Abidjan nach Nairobi kurz nach dem Start in Douala, Kamerun in der Nähe von Kribi ab, nachdem die Piloten die Kontrolle über das Flugzeug verloren hatten. Keiner der Insassen überlebte den Absturz.
  • (A) 9. August – Eine Minute nach dem Start stürzte eine Twin Otter der Gesellschaft Air Moorea (eine Tochtergesellschaft der Air Tahiti) zwischen den 17 Kilometer auseinanderliegenden Inseln Tahiti und Moorea ins Meer. Alle 19 Passagiere und der Pilot kamen ums Leben. Unfallursache war ein gerissenes Steuerseil, das zu einem Kontrollverlust führte (siehe auch Air-Moorea-Flug 1121).
  • 4. Oktober – Eine Frachtmaschine der kongolesischen Fluggesellschaft Africa One des Typs Antonow An-26 stürzte kurz nach dem Start auf einen belebten Markt in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Von den 27 Insassen der Maschine überlebten nur zwei, auch eine hohe Zahl von Personen am Boden starb.
  • 30. Dezember – Eine Boeing 737-300 der rumänischen TAROM (YR-BGC) kollidierte in Bukarest während des Startlaufs in dichtem Nebel mit einem auf der Startbahn zurückgelassenen Baufahrzeug. Die Maschine wurde irreparabel beschädigt, unter den 123 Insassen gab es jedoch keine Todesopfer.<ref>Unfallbericht B-737-300 YR-BGC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 29. August 2020.</ref>

2008

  • 2. Mai – Die Besatzung der kenianischen Flex Air Beech 1900 C (5Y-FLX) leitete 400 Kilometer von Juba entfernt eine Notlandung ein, nachdem beide Triebwerke ausgefallen waren. Der Turboprop wurde für die South Sudan Air Connection eingesetzt. Keiner der 22 Insassen, darunter der Verteidigungsminister des Sudan, überlebte den Unfall.
  • (A) 10. Juni – Ein Airbus A310-324 der Sudan Airways (ST-ATN) mit 203 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern an Bord überrollte bei der Landung auf dem Flughafen Khartum das Landebahnende um gut 200 Meter. Die Maschine wurde beschädigt und geriet auf der rechten Seite in Brand. Die Piloten hatten vom Tower eine falsche Windinformation erhalten und flogen in Wirklichkeit mit knapp 30 km/h Rückenwind an. Außerdem war schon seit einiger Zeit die Umkehrschub-Vorrichtung eines Triebwerks defekt. Schließlich fand kein schneller, angemessener oder geordneter Löscheinsatz der Flughafenfeuerwehr statt, da zum einen akuter Personalmangel herrschte und zum anderen die Löschfahrzeuge über keinerlei Funkverbindung verfügten. Das Feuer erfasste dann auch den Rumpfbereich, wobei die Maschine vollständig ausbrannte. Die Zahl der Todesopfer lag bei 30 Personen; 184 Menschen konnten dem Brand entkommen (siehe auch Sudan-Airways-Flug 109).<ref>Unfallbericht A-310 ST-ATN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.</ref>
  • 31. Juli – An einer McDonnell Douglas MD-88 (EC-FPD) der spanischen Iberia fiel während des Starts vom Flughafen Wien-Schwechat das linke Triebwerk aus. Bei der Bearbeitung der Checklisten während der Rückkehr zum Flugplatz stellten die Piloten fest, dass das linke Hauptfahrwerk laut Anzeige nicht verriegelt sei. Bei der Landung schleiften die geöffneten Fahrwerksklappen über die Landebahn; das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Beitragende Faktoren zum Unfall waren etliche Wartungsfehler.<ref>Unfallbericht DC-9-82 EC-FPD, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.</ref>

2009

  • (A) 20. Februar – Eine Antonow An-12B der Aerolift mit einem Luftfahrzeugkennzeichen aus São Tomé und Príncipe (S9-SVN) stürzte etwa 600 Meter hinter der Startbahn am Flughafen Luxor ab. Die Maschine fing Feuer und wurde zerstört. Auf einem Überführungsflug von Kisangani und Entebbe war in Luxor eine Zwischenlandung wegen Kerosinmangels aufgrund einer Treibstoffleckage eingelegt worden. Alle fünf Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, eines aus Russland und je zwei aus der Ukraine und Belarus. Das Flugzeug mit der Treibstoffleckage wurde illegal betrieben, mit einer bereits vier Jahre vorher abgelaufenen Zulassung (siehe auch Aerolift-Flug 1015).<ref>Unfallbericht AN-12B S9-SVN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 28. Dezember 2018.</ref><ref>Unfallbericht AN-12B S9-SVN, The Aviation Herald (englisch), abgerufen am 28. Dezember 2018.</ref>
  • 1. April – Nordsee, Schottland. Ein britischer Hubschrauber des Typs AS 332 Super Puma stürzte auf dem Flug von der BP-Bohrinsel Miller nach Schottland etwa 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Aberdeen in die Nordsee. Dabei kamen 14 Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder ums Leben.
  • (A) 1. Juni – Ein Airbus A330-203 der Air France stürzte auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris gegen 02:15 Uhr in den Atlantik. Alle 216 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben (siehe auch Air-France-Flug 447).
  • 6. Juni – Eine Fokker F28-4000 Fellowship der Myanma Airways (XY-ADW) setzte bei der Landung auf dem Flughafen von Sittwe (Myanmar) so hart auf, dass das rechte Hauptfahrwerk zusammenbrach. Die rechte Tragfläche berührte die Landebahn, woraufhin die Maschine nach rechts ausbrach und die Landebahn verließ. In der vom Flughafen Rangun kommenden Maschine wurden drei Menschen verletzt, darunter einer der Piloten. Aus den NOTAM-Informationen geht hervor, dass zu diesem Zeitpunkt am Flughafen sowohl die gesamte Landebahnbefeuerung als auch die Gleitwinkelanzeige defekt waren. Auch war die verfügbare Landebahnlänge offenbar mit 1340 Meter um etwa 500 Meter kürzer als vorher veröffentlicht. Alle 68 Insassen, 6 Besatzungsmitglieder und 62 Passagiere, überlebten. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.<ref>Flugunfalldaten und -bericht F28-1000 XY-ADW im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • (A) 24. Juli – Eine Iljuschin Il-62 der privaten iranischen Fluggesellschaft Aria Air überrollte die Landebahn des iranischen Flughafens Maschhad. Die Maschine war in Teheran gestartet und sollte planmäßig um 15:40 Uhr MESZ in Mesched landen. Nach Angaben des iranischen Verkehrsministers fingen die Reifen und das Cockpit des Flugzeuges Feuer. Bei dem Unfall wurden 17 Menschen getötet und mehr als 40 Insassen verletzt. Unter den Toten befanden sich die Piloten, Stewardessen sowie Passagiere der ersten drei Sitzreihen (siehe auch Aria-Air-Flug 1525).<ref name="focus-420354">DPA: Iran: 17 Tote bei erneutem Flugzeugunglück. In: Focus Online. 24. Juli 2009, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref>
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.4. September – Beim Rollen auf dem Flughafen Bombay (Indien) entstand aufgrund eines Wartungsfehlers ein Feuer am Triebwerk 1 der Boeing 747-400 VT-ESM der Air India, das sich in Richtung auf den Rumpf ausbreitete. Von den 229 Personen an Bord wurden 21 bei der Evakuierung verletzt; der Jumbo-Jet wurde zerstört.<ref>Unfallbericht B-747-400 VT-ESM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.</ref>
  • 1. November – Eine unbeladene Il-76 stürzte kurz nach dem Start nahe der russischen Stadt Jakutsk ab. Insgesamt starben elf Menschen.<ref>Elf Tote bei Absturz in Sibirien. In: augsburger-allgemeine.de. 22. Oktober 2019, abgerufen am 26. Februar 2024.</ref>
  • 5. November – Eine Boeing 727-230 (J5-GCU) landete aus Guinea-Bissau auf einem illegalen Wüstenflugplatz bei Sinkrebaka in Mali. Dieser soll entweder 200 km nördlich von Gao liegen oder aber nahe Bourem, etwa 90 km nordnordwestlich Gao; eine dritte Quelle gibt hierfür den Ort Tarkint an, etwa 135 km nördlich Gao.<ref>The Guardian (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017.</ref> Die bis 1992 als D-ABKP von Lufthansa betriebene und dann an Istanbul Airlines verkaufte Maschine war im Besitz von Africa Air Assistance aus Dakar, Senegal, einer Tochtergesellschaft der im spanischen Málaga ansässigen West African Aviation. Sie war in Guinea-Bissau registriert, wurde allerdings von Venezuela aus mit nigerianischer Besatzung geflogen. Nach der Landung sollen viele Tonnen von Kokain entladen worden sein. Einer Variante zufolge wurde das Flugzeug nach Abtransport der Drogen angezündet.<ref>Unfallbericht B-727-230 J5-GCU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017.</ref> Einer anderen nach stürzte die Maschine beim Wiederstart ab. Das Auffinden des ausgebrannten Wracks wurde vom United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) gemeldet.
Datei:CAA Boeing 727 Potters-2.jpg
Die am 2. Januar 2010 zerstörte Maschine
  • (A) 12. November – Die Besatzung einer Bombardier CRJ100 der RwandAir (5Y-JLD) meldete nach dem Start vom Flughafen Kigali in Richtung Entebbe technische Probleme und kehrte zum Flughafen zurück. Das Flugzeug landete sicher und erreichte seine zugewiesene Parkposition. Der Kapitän meldete, dass sich die Leistung der Triebwerke nicht drosseln ließe und diese weiterhin bei voller Leistung verblieben, woraufhin sich die Maschine wieder in Bewegung setzte, beschleunigte, einige Zäune durchbrach und wenig später mit einem Gebäude kollidierte. Von den zehn Fluggästen und drei Besatzungsmitgliedern kam ein Passagier ums Leben. Das Flugzeug musste abgeschrieben werden (siehe auch RwandAir-Flug 205).<ref>Unfallbericht CRJ 100 5Y-JLD, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 7. November 2019.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Stanley Stuart: Emergency, 1999, ISBN 3-924208-18-2
  • Mike Sharpe: Die größten Flugzeugkatastrophen, Bindlach 1998, ISBN 3-8112-1670-8
  • Andrew Brookes: Katastrophen am Himmel, 1994, ISBN 3-7637-5930-1
  • Helmut Kreuzer: Absturz, Die tödlichen Unfälle mit Passagierflugzeugen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (seit 1950), Air Gallery Edition, Erding, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9805934-3-6, (technisch-wissenschaftliche Darstellungen auf Basis der Flugunfalluntersuchungen, ein Unfall – Crossair am 24. November 2001)
  • Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten? Berlin 1990, ISBN 3-341-00545-5
  • Michel Brun: Incident at Sachalin, Four Walls Eight Windows, New York 1995, ISBN 1-56858-054-1
  • Tim van Beveren: Runter kommen sie immer, Campus Verlag Frankfurt-Main/New York 1995, ISBN 3-593-35688-0
  • Simon Hubacher/Tim van Beveren: Swissair 111. Werd Verlag, Zürich 1999, ISBN 3-85932-288-5
  • Tim van Beveren: Das Risiko fliegt mit. Eichborn, 2005, ISBN 3-8218-3977-5

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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